Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 3 (20.1.1922)
- Date
- 1922-01-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2613366-2613657-2613659--0276-2617485- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Albert Einstein 1× ep/1003296
- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Barmen 1× ep/1044134
- Cora Berliner 1× ep/1013893
- Elberfeld 1× ep/1047889
- Eugen Landau 1× ep/1034191
- Felix Goldmann 1× ep/1012096
- Hermann Struck 1× ep/1004902
- Kurt Blumenfeld 1× ep/1009257
- Paul Lazarus 1× ep/1041328
- Plauen 1× ep/1045447
- Siddy Wronsky 1× ep/1035294
- Siegfried Moses 1× ep/1009280
- Wrocław 1× ep/1002369
OCR text
bte Zionisten ihr Weck auf. Leiber erschweren bi« örtlichen und vor allem wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas diese Arbeit erheblich. Auch damit hatte der Auswanderer-Rude gerechnet. Er kombiniert, das; für das Bestehen einer Stadt das umgebende 2a,rd mastgetend ist. Besonders in der Nachkriegszeit konme mau oies deutlich wahrnehmen. Nach dem Bauer richtet sich in der Wirtschaft alles. In Palästina ist das Land arabisch. Es sovtite, die ganze Zionistenadboit, nur aus diesem Hruude, wertlos gewesen zu sein. Aber der wesentlichste Teil desneuen Landes, nämlich das Jordan» iaU ist, auch in Bema aus das Ackerland, von Juden kolonisiert worden. Blumöineld streifte im Vergleich zur Besitznahme Palästinas die Entdeckuna und Kolomsienmg Amerikas und Australiens uno ichlosseinen Portrag in der töofsnmrg, daß Die Zionisten weder, durch Ungeduld noch' durch Skepsis ihren Brüdern im Orient oie zähe, aufopfernde Arbeit auch fernerhin erschweren werben. Der Saal war gut gefüllt. S—der. Jüdisch-liberaler Tugendvereiu zu Breslau. Sonntag, den 22. Januar, vormittags 11 Uhr, bei Irl. Leschziner, Kaiser - Wilhclmsttaße 21: Kursus Dr. Gut iw au»: »Grueuettarg des Jvdeutmns*: 1. Die Kunst in ihrer Beziehung zum Religiösen. 2. Prophetische Reformgedanken. Auf die Wichtigkeit des Besuches der am SV. Januar stattsindeyden Generalversammlung im Hinblick auf einschneidende Statutenänderungen wird hiermit nochmals hmgewieien. Für die „Jüdische KiuderhUse" ginge» uns von Herrn Siegdert Sittenfeld. Breslau. 200 Mack zu. 1922 Kalender 5682 Wochentag Mo Jan. 31 T. nat Lebet 29 r. Sabbath« AuSgang Wochenabschnitt Prophetenabschnitt Freitag Sabbath 20. 21. 20. 21. DreSlauZ« map 2. MoseK.' 1*—6« Je* 27, 6—13 28, 1 —13, 29, 22-23 Gedenket der Jüdischen Jiindethilfel 3nifrims|!tünnß Bis n I. W gesucht von absolut vrrtraurnttvikd. Dame mit best. Zeugn.. gkbild. orgair-sat. beflt^ in gr. Verwalt, tätig gewe-m, dolktwiiis». wie »ünstier. intrrchiert, übernimmt au» Ordnen v. Sawmbmg n, Leien b. Zeinwgkaueschnitt, »sw. Offert. ,nrt. e. ». ,, an dir Erpeo.tion der Jüdisch-l,b«ralen Zeitung. 1877 45 Jahre Fachmann 1922 Optiker GARAI n Albrecktetr« 4 Goitesflfenst In den Gemeinde - Synogoaisn zu Breslau: Freitag iO.fl. Beginn abends 4.300. 4.300. Sbd. 21./1. Frflhpttßsdienst morgs. WodwiitatttyiMHi 6.4501 Hpfqittnflenst vorm. 8.45 0. 9.000. Predipt vorm. — 9.450. n Japd;oMeuI. nachm. — 3.000. 7» „ 6080 3,80* Schloß abends 5.080. Au den!32./1. Woch.-I bis Beginn morgs. 7.00 0. 7.150. taeren 26.'1. abends 4.300. 4.300. * Im jüi. Krankenhause. I Konfirmation. in der Alten Synagoge, Sonnabend, den 21. Januar; Ed?ar SOBmann (Vater löset), Kreutzstr,44. Hem.: K a t z (Mutter Dorothea), Freiburgerstraße 22. Konfirmationen in der Neuci Synagoge, Sonnabend, den 21. Januar: Walter Gips «Mutter), Sadowastr 8z. Werner W e i 8 tm b e r g (Vater Hugo), Sonncnstr. 3?Rcrmaamral[ Dr. DfcnflfcniQ n.jran fj Lufla geb. Kschkenazp zeigen die Geburt eines Sohnes an. Breslau» den 13. Iaüuar 1922. Wardeinftr. i:t. Freit jyhisliikVlilsSljljWlt Äreslau. Der Karten - Verkauf für da? am 23. Januar beginnende Halbsemester findet Freitag von 11—1, Sonnabend von 5—7 und Sonntag von 11- 1 Ahr im Sekretariat, Agnesstraße 5, statt. Livischer Gchuivereln LL Breslau Donnerstag» den 26. Januar» 8 Ahr abends im Großen Saal der Lesstngloge, Agnesstr. 5: Oeffentlicher Dortrag Die Mbische Schule eine Leitsrage Referenten: Schuldirektor Dr. N. Schlesinger, Berlin Rabbstter Dr. M. Simonsühn, Breslau Freie Aussprache! oooooaoooab'oooaooaaooooooooooaa Ich habe mich al§ q l prakt. Atzt. UJuncfarzt u. Gebartstaelfer ° ® niederzclasjcn »mb halte Sprechstunden jj o SorrurMraße 38 Hochpart. g O Wochen!. Kmi. 8—10, tiackm.3- 5. Sonnta>is 10—12 Uhr. o O Ich krittlige mich an der Lrss rtpiaris. O | Dr. meö. G. Seidenberg. ° ® relcfcn-. Ring 6987. ' x Ich empiehte meine erltttasstge» Equipagen z» tzochzeltev mW SttrbMMtjcs. Aon. Petrak Hotbf. Br.*!«« -letzt: fird len. tstschergaffe 16. — Lei. R 1L78 Braucht Ihr Licht, so ruit mich! >I>IlIIiII!l>>II!!IiI>IMlIIIII>IIIIIIIli>IlII!I»»III»»»!»»I»»NH»NINN!N Richard kellert Elektrische Licht' und Kraftanlagen Gräbschenerstr. 39. Frelburgerstr. 17 Telefon Ring 790** Herren- Hüte •Uesnt preiswert PAUL Ichoridt & co. JunkernstraB« fiS/24 Brestall Kabarett KuIsh'nm irrv Heia Prttx Pt ob lick i BareeeB bis von der PhBbe Berta Lebndorf i Mini Carla Eitj 4 Bard Peggl«? Rubin 1 Kauft nur bei Inserenten! Keren Hajessod (Jüdisches PalästinawerK) Aufruf! Die Besiedlung Palästinas galt m allen Zeiten als hohe, religiöse Pflicht im Judentum. Jetzt ist die Möglichkeit gegeben, Palästina zu einer jüdischen Heimstätte zu entwickeln. Sie stellt die gesamte Judenheit vor eine große Aufgabe. In ihrer Lösung wird sich erweisen, ob die Juden die Kraft besitzen, in Palästina in produktiver Arbeit Werte zu schaffen, ob sie die Fähigkeit haben, dort in eigenen Formen gemeinsam zu leben, ob der Sinn für Gerechtigkeit, dem das Judentum seine Größe verdankt, als herrschende Macht des jüdischen Lebens wirksam werden wird. Jeder Jude muß heute wissen, daß das Schicksal der neuen jüdischen Siedlung in Palästina auch für ihn von Bedeutung ist. Die jüdische Leistung im jüdischen Lande wird Geist und Kraft dg* gesamten Judenheit stärken. Darum muß das Werk über die Parteien erhoben und durch ein Zusammenwirken Aller zum Erfolge geführt werden. Groß sind die Schwierigkeiten, aber nicht unüberwindbar; zahllos sind die» Aufgaben, aber nicht undurchführbar. Der Boden Palästinas soll der Landwirtschaft erschlossen, der Lauf seiner “Gewässer soll geregelt werden. Straßen, Eisenbahnen und Häfen ftülliö gebautwMiK... Ke Sanierung des Landes muß in Angriff genommen, Krankenhäuser müssen gebaut und ärztliche Hilfe muß eingerichtet werden. Volksschulen, Mittel- und Fachschulen müssen er- Berlln Dr. Alfred Apfel Leopold Badt, Zweiter Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Rabbiner Dr. Baeck Dt. Cora Berliner Kurt Blumenfeld Engen Casoary Professor Dr. Toby Cohn Professor Dr. Albert Einstein Direktor Siegfried Elle Sanitätsrat Dr. Leopold Feilohenfeld Dr. Georg Gereon Professor Dr. Adolph Goldsolimidt Dr. Arthur Hantke Sdhriftsteller Georg Hermann, z. Zt. Heidelberg Siegmund Hirsch in Firma nirsch, Kupfer -und Messingwerke Professor Dr. S. K arischer Dr. Alfred Kleo Dr. Max Kollenscher Generalkonsul Eugen Landau Dr. Rudolf Leszynsky Professor Dr. Karl Lewin Justizrat Dr. iuris h. c. Magnus Professor Dr. Eugen Mittwoch Dt. Siegfried Moses Professor Dr. Max Mosse Dr. Jacques Perl Dr. Felix Pinner, Handelsredakteur des Berliner Tageblattes Gewerberat Emil Plotke , Recbtßanwalt Felix Rosenblüth Dr. Egon Rosenberg Dr. Aron Sandler Geheimer Regierung®- und Ministeriahrat Dt. Hans Sohäffer Kommerzienrat Gereon Simon Hugo Simon in Firma Carsoh, Simon & Co. Professor Dr. Moritz Soberabeim Geheimer Sanit&tsrat Dr. Julius Stern, Erster Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Hermann Struck Georg Tietz Geheimer Justizrat Berthold Timendorfer Dr. Ernst Wassermann richtet und ausgebaut werden, soziale Hilfe und Ordnung sind in weitestem Maße durehzuführen. An diesem Werke tätigen Anteil zu nehmen, ist die Pflicht der Juden Deutschlands. Außerordentlich große Mittel müssen aufgebracht werden. Mit den gesammelten deutschen Geldern soll der Palästinasache ein möglichst großer Dienst geleistet werden. Mit Rücksicht auf die Entwertung der deutschen Währung sollen diese Gelder daher ausschließlich in Deutschland für Palästina verausgabt werden. Dem Aufbauwerk wird am besten gedient, wenn in Deutschland Waren gekauft werden, die Palästina braucht, wenn Palästinawanderer durch Ausrüstung und Werkzeug unterstützt werden, wenn in Deutschland Ausbildungsstätten geschaffen werden, die sie landwirtschaftlich und handwerklich auf ihr neues Leben vorbereiten. Unser Weckruf geht an alle Juden Deutschlands. Wie dur ch die weltumspannende Keren Hajessod - Aktion eine Organisation aller Juden für den Aufbau Palästinas geschaffen worden ist, so soll hier der Keren Hajessod (Jüdisches Pal äst ina werk) di e Kräfte all er Juden Deutschlands zu gemeinsamer Palästina-Arbeit vereinen. Der Keren Hajessod dient ausschließlich dem praktischen Siedlungswerk in Palästina. f)ie Durchführung des Werkes erfordert von jedem Ernzglgep Eeißtüngen, die der Größe der Aufgabe entsprechen. Keren Holessod WM PaMwtrt) Bankdirektor Oskar Wassermann Siddy Wronsky AHenstein Rechtsanwalt Wistinecki Barmen Sanit&tsrat Dr. Ollendorf, Erster Vorsitzender des Vorstandes der Synagogengemeinde Braunschwelg Dr. Norbert Regensburger, Mitglied des Landtages Breslau Geheimer Justizrat Dr. iuris h. e. Heüberg Dr. Max Jacobsohn Dr. Albert Lewkowitz Dr. Hugo Schachtel Cassel Rechtsanwalt Dr. Goldschmidt Dr. Josef Prager Dessau Landesrabbiner Dr. Walter Staats- und Justizrat Dr. Cohn, Vorsitzender des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. Hurwitz Dresden Rabbiner Professor Dr. Winter Elberfeld Dr. Aron Dr. L. Grüneberg Dr. Julius Loeb Rabbiner Dr. Norden Erfurt- Willy Wernstein, Vorsitzender des Repräsentanten Kollegiums der Jüdischen Gemeinde Dr. Wolfheim Frankfurt a. Main Professor Dr. Dreyfuß Willy Dreyfus in Firma ,T. Dreyfus & Co. Bankdirektor Karl Herzberg Rabbiner Dr. J. Nobel Dr. Engen Oppenheimer in Firma Jacob S. H. Stern Dr. Ernst Picard, in Firma Lazard Speyer-EUissen Lurien Picard, in Firma Lazard SpeyerrEUissen Rabbiner Dr. Salzberger Fritz Sondbeim6r in Firma Teilus, MetaU-A.-G. Frelbnrg i. B. Dr. Josef Lewy Rechtsanwalt Ludwig Sternfeld Konrad Goldmann Göttingen Professor Dr. Edmund Landau Dr. Fritz Peyser Halberstadt Siegfried Hirsch in Firma Aron Hirsch & Sohn Dr. Sally Hirsch Hamburg Dr. Felix Danziger Dr. Emst Kalmus Bankier Alfred Levy, Erster Vorsitzender des Vorstandes der Deutsch-Israelitischen Geroeinde Alfred Lisser in Firma Lisser & Rosenkranz Oberland eegerichtsrat May Julius Schindler in Firma Oelwerke Julius Schindler Karlsruhe Kommerzienrat Dr. h. c. M. A. Straus Dr. Julius Rosonfeld Königsberg I. Pr. Justizrat L. Holz, Erster Vorsitzender des Vorstandes der Synagogengemeinde Justizrat Max Lichtenstein Bankdirektor Hermann Marx Dr. Walter Stein Landsberg a. W. Fabrikbesitzer Georg Lewin sohn Leipzig Rabbiner Dr. Felix Goldmann Llegnltz Rabbiner Dr. Peritz . Lübeck Alfred Frank Eduard Joel Iwan Meyer in Firma H. Meyer & Co. Mainz Kommerzienrat Ludwig Kronen borger Rabbiner Dr. Sallv Levj Rechtsanwalt Dr. Paul Simon Mannheim Max Goldschmidt, Vorsitzender des Synagogenrats und Mitglied des Oberrats der Israeliten in Baden Dr. Julius Moses Landgerichts-Präsident Dr. Stein Nürnberg Dr. J. Bamberger Rabbiner Dr. Freudenthal Kommerzienrat Metzger Dr. Meinhold Nußbaum Ludwig Rosenzweig Oppeln Fabrikbesitzer Ismar . Engel, Erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Rechtsanwalt Georg Wunderlich Plauen Prediger EmanueJ Hertmann, Rechtsanwalt Löffler Max Steinberg, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Saarbrücken Justizrat August Sanit&tsrat Dr. Bickart Dr. Leo Weiler Starnberg-München Arnold Zweig Stettin Rabbiner Dr. Wiener Stuttgart Oberkirchenrat Dr. Kroner Wiesbaden Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Paul Lazarus Justizrat Moritz Marxheimcr Dr. Alfred Landsberg Zwickau Salman und Simon Schocken in Firma J. Schocken Söhne. fietcuSöeber: Liberaler Verein der Lijnaaoaen-Gemeinde BreSiau. — Derantrnörtlich für den Jnhalti Dr. Julius Loeb; für das Feuilleton: Dr. Ludwig Davidsohn; beide in Breslau. v ö Truck uuö Kommissionsverlag: Th. Schatzky, Buchdruckerei und Verlagsanstalt, ©. m. b, H., Breslau III, Neue Graupenstraße 6