Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 1 (1920-1921)
- Issue
- 28 (17.6.1921)
- Date
- 1921-06-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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von erstarkender Religiosität wäre es, wenn in unserem Gottesdienst wieder mehr religiöse Handlungen auskämen, einerlei ob alte zu neuem Leben erwachten — wie etwa der weiße Kittel oder das Mederknien am Versöhnungstage — oder gar, daß neue aus der Empfindung der Massen heraus sich einbürgerten! Bolschewismus unü Judentum. Von Tr. A u g u st Müller, Staatssekretär a. D. Alles, was in Deutschland zu den Gegnern der Republik gehört und ohne jede Rücksicht auf die außenpolitischen Konsequenzen seines Strebens die Entwickelung Deutschlands zur Demokratie wieder rückgängig zu machen versucht, arbeitet mit den Mitteln antisemitischer Verhetzung. Eine der beliebtesten Methoden, um niedere Instinkte gegen das republikanische Deutschland mobilzumachen, ist die Behauptung, der Bolschewismus und Kommunismus stehe unter dem maßgebenden Einfluß des Judentums. Die Ereignisse in Mitteldeutschland werden wahrscheinlich wieder dazu herhalten ntüssen, das kommunistische Gespenst und die antisemitische Propaganda den politischen Idealen der deutschen Reaktionäre dienstbar zu machen. Welch ein Maß von Unwahrhaftigkeil und politischer Bedenkenlosigkeit dabei aufgewandt wird, zeigt eine Schrift mit dem Titel „Der Blutrausch", die seit einiger Zeit in großen Massen verbreitet wird und angeblich von einem Augenzeugen über die Schreckensherrschaft der Bolschewisten in Rußland herrührt. Der Verfasser dieses Machwerks, ein gewisser Nilostvnski, hat auf alle Fragen, die mit dem Bolschewisnius, seiner Entstehung und seinen Methoden im Zusammenhänge stehen, immer nur die eine Antwort: Die Juden! Er macht sie verantwortlich für die Scheußlichkeiten der außerordentlichen Kommissionen. WennMassenhinrichtungen veranstaltet werden, dann haben die Juden sie veranlaßt. Diese sind es, welche die russischen Bauern und Arbeiter beherrschen und knebeln, denn „der ganze Kommumsmusschwindel von Moskau ist nichts anderes als die Verwirklichung des jüdischen Weltimperialismus, der nach den Thesen des Zionistenkongresses durch rücksichtslose Ausrottung der christlichen Bevölkerung verbunden mit ekelhaftem Sadismus, durchgeführt wird. Auf diesen Ton ist die ganze Broschüre abgestimmt, sie verrät sich deutlich als ein Propagandamittel rechtsstehender Parteien, das darauf berechnet ist, durch Verbindung des Bolschewisnms mit dem Judentum urteilslose deutsche Staatsbürger für die Parteiziele der Gegner der Republik einzufangen. Daß diese Parteien die Blutrauschbroschüre nicht als offizielle Parteischrift verteilen, ändert an dieser Tatsache nichts. Sie lassen sich jedenfalls ihre Wirkung schmunzelnd gefallen und tragen daher auch die Verantwortung für die Folgen, die aus der Massenverbreitung solcher widerwärtiger Elaborate entspringen können. Dabei zeigt gerade der jüngste Ausbruch kommunistischen Wahnsinns in Deutschland, daß diese Bewegung mit dem Judentum nichts zu tun hat. Bekanntlich ist Herr Levi von den Moskauer Drahtziehern des deutschen Kommunismus seiner leitenden Funktionen in der Kommunistischen Partei enthoben und durch ganz unzweifelhafte Arier ersetzt worden. Diese haben, offcn/bar weil sie den Moskauer Gewaltigen Versprechungen gemacht haben, zu deren Einlösung sie nunmehr ausgefordert wurden, die Verbrechen und Wahnsinnstaten der jüngsten Tage zum mindesten moralisch verschuldet. Für den Antisemitismus stich diese Dinge daher nur sehr schwer nutzbar zu machen, aber auf Logik kommt es den Herrschaften ja nicht an, die den Antisemitismus und die begreifliche Abscheu vor im Namen des Kommunismus begangenen Verbrechen ihren Parteizielen dienstbar zu machen versuchen. Es ist unter diesen Umständen erfreulich, daß der Zusammenhang zwischen Judentum und Bolschewismus zum Gegenstand einer eingehenden Erörterung in einer Broschüre gemacht worden ist, die dieser Tage erschien und von allen denen gelesen werden sollte, die auf Reinheit des politischen Meinungskampses Wert legen. Die Schrift führt den Titel „Die Nutznießer des Bolschewisnms" und ist als Heft 3 der Schriftensolge „Das Licht" im Philo-Verlag, Berlin SW. 68, Lindenstraßc 16, erschienen. Der Verfasser, der sich Dimitri Bulaschow nennt, ist ein genauer Kenner der unser Thema behcurdelnden reichen Literatur im In- und Ausland und des Tatsachenmaterials, >das zur Beleuchtung des Zusammenhangs zwischen Bolschewismus und Judentum yerangezogcn werden muß. Gründlich und mit unanfechtbaren Tatsachen geht die Schrift der Behauptung zu Leibe, der Bolschewisunls jei von den Inden ins Leben gerufen worden und stehe unter dein entscheidenden Einfluß jüdischer Elemente. Für die nur oberflächlich mit russischen Verhältnissen vertrauten Leser der Schrift werden viele der angeführten Tatsachen neu sein. Die Argumente sind aber durchschlagend und zeigen auf das bündigste und eindeutigste, daß der Bolschewisums eine rein russische Angelegenheit ist und Weber in seiner breiten Basis noch in seinen ausführenden Organen durch Angehörige des Judentums maßgebeich und entscheidend beeinflußt wird. Die Ansiedlungsbeschränkungen, denen die Juden bis zum Ausbruch der Revolution in Rußlcnrd unterworfen waren, haben dazu geführt, daß nur in den westlichen und südlichen Provinzen Rußlands ein stärkerer Prozentsatz der Bevölkerung dem Judentum angehört. Das Innere Rußlands, das eigentliche Großrnßland, war ihnen verschlossen. In den südlichen und westlichen Provinzen Rußlands wohnten vor dem Kriege etwa 7 Millionen Juden, und zlvar lediglich in den Städten, während im eigentlichen Großrußlarch nur 200 000 Juden vorhanden waren, die nahezu sämtlich den wohlhabenden Ständen angehörten. Wenn cs nun wahr wäre, daß die Juden die Urheber und Träger des Bolschewisnms finfc, so entsteht natürlich sofort die Frage, woher es konnnt, daß der Bolschewismus in Großrußland herrscht, aber nicht da, wo die Juden in größerer Anzahl wohnten, d. h. in den heutigen Randstaaten und im südlichen Rnßlaird, das bekanntlich sich anr nachhaltigsten gegen die Bolschewistenherrschaft zur Wehr gesetzt hat und immer wieder aufs neue mit Gewalt den Segnungen des bolschewistischen Regimes zugesührt werden muß. Natürlich gibt es in Mßland Bolschewisten, die zugleich Juden sind. Da die Juden in Rußland unter der Zarcnherrschaft mißhandelt und unterdrückt wurden, und da sie außerdem einen großen Bestandteil der intellektuellen Schichten darstellten, die in revolutionären Bewegungen zur Führerschaft prädestiniert sind, braucht man sich darüber nicht zu wundern. Es ist aber unwahr, daß in den leitenden Organen der Bolschewisten jüdische Elemente die Mehrheit besitzen. Dieser Anschein wird hervorgerufen durch Fälschungen mrd unwahre Angaben, und es ist kennzeichnend für die Methoden der Antisemiten, daß sie ihre Listen über die jüdischen Bolschewisten nur dadurch zustande bringen, daß sie ihnen eine ganze Anzahl von Gegnern der Bolschewisten, Mitglieder der Sozialrevolutionäre und Menschewiki, einverleiben. Nach einer von der Sowjetregierung veröffentlichten Mitteilung über die Ergebnisse einer statistischen Erhebung unter den kommunistischen Organisationen in Petersburg stellten die Russen zu den Mitgliedern dieser Organisationen 74,2 Prozent, die Letten 10,6 Prozent, die Polen 6,3 Prozent, die Esten 3,7 Prozent, die Litauer 2,6 Prozent und die Juden ganze 2,6 Prozent. Die Bolschewisten nehmen ihre Hilfskräfte her, wo sie sie finden. Die fürchterlichste und scheußlichste Tätigkeit üben in Rußland die Außerordentlichen Kommissionen aus, die den Auftrag haben, die Gegenrevolution zu bekämpfen. An ihrer Spitze steht in Moskau ein Pole, in der Ukraine ein Lette, und in Kiew versah eine Zeitlang ein Deutscher dieses Amt. Die eigentlichen jüdischen Organisationen, die insbesondere im westlichen Teil Rußlands ansässig kvaren, stellen sich dem Bolschewisnms ablehnend gegenüber. Sie haben solange gegen ihn gekämpft, als dieses möglich war, und wenn sie in jüngster Zeit die aktive Tätigkeit gegen den Bolschewismus eingestellt haben, so ist das weniger auf die Bekehrung zum Bolschewismus als auf die Aussichtslosigkeit ihrer Abwehr gegen den Bolschewismus zurückzuführen. Das sind Tatsachen, die zweifellos schwerer wiegen, als die Tätigkeit der Apfelbaum, Braunstein, Sobelsohn, Finkelstein, Rofenfekd, Lurje mW Nachamkes im Zentralkomitee der Bolschewisten. Mit demselben Recht, mit dem man die Juden für den Bolschewismus verantwortlich machen will, weil es jüdische Bol schewisten gibt, könnte man auch die russische Bourgeoisie, die Bureaukratie und die Generäle als geistige Nährväter des Bolschewismus bezeichnen, denn es ist kein geringer I Prozentsatz dieser Gruppen, der feine Kräfte im Dienste des Bolschewismus betätigt. Wie das Verhältnis des Judentums zum Bolschewismus tatsächlich beschaffen ist, hat der Vertreter der Bolschewisten in Berlin, Herr Viktor Kopp, der sich selbst als ein „Protestant aus deutschem Stamme" bezeichnet, in einer Unterredung geschildert, die er im Sommer des vorigen Jahres mit einem Herrn Pinsker halte und die am 23. Juli 1020 in der Pariser „Jüdischen Tribüne" abgedruckt worden ist. Herr Kopp erklärte dabei, daß die Juden die schlimmsten Feinde der Bolschewisten seien. Der größte Teil der Juden im eigentllichen Rußland gehöre zu den „Bourgeois". Als der Handel nationalisiert wurde, haben sich die russischen Kaufleute sofort unter wvrfen, zum Teil sogar die Kommunisten llnterslützt. Die Juden aber leisteten auf jede Weise Widerstand. „Das jüdische Bürgertum", so erklärte Herr Kopp, bildet unsere größte Gefahr in dem begonnenen Krieg mit der Gegenrevolution. Gleichzeitig organisieren die Gegenrevvlulivnäre Pogrome gegen die Juden. Ich muß seststellen, daß die Pogronre bisher auf die Haltung der jüdischen Bürgerkreise wenig Einfluß hatten und sie nicht dazu 511 bewegen vermochten, auf unsere Seite überzutreten. Oft empfingen die Juden mit Feindseligkeit die Bolschewisten, die eine Stadt nach eineni eben stattgefundenen Pogwm besetzten." Die Zukunft der Juden aber beurteilt Herr Kopp in folgender Werse: „Die russischere Juden sind verurteilt, vom Erdboderr zu verschwinden, das ist eine historische Notwendigkeit, gegen die unser Wille nichts vermag." Solche Tatsachen sprechen eine andere Sprache, als die „Beweise" der antisemitischen Helfershelfer der deut schen Reaktionäre für die intellektuelle Urheberschaft der Heimkehr. Bon B i d s ch e H 0 h n s a l z - Zehlendorf. o. Fortsetzung. Eine neue große Offensive begann. Die Erde zitterte leise von dem unablässigen Geschützfeuer, das von der nur anderthalb Meilen entfernten Front herüberhallte. Nachts konnte inan von deni Bergrücken den Widerschein der aufblitzenden Kanonen am geröteten Himmel sehen. Ganze Scharen von Verwundeten kamen. Das aut Schloßeingang hergerichtete Massengrab des Lazaretts war voll und mußte durch ein neues, größeres ersetzt werden. — Oft schrieb er für die Verstümmelten und Verletzten Briefe, die diese diktierten. — Fast alle hatten in der Heimat irgend jemanden, dem sie schreiben, dem sie ihre Li-che, die Wärme ihres Gefühles darbringen, deni sie klagen tonnten, — nur er war einsam. — Dachte er an Deutschland zurück, so schnürte sich ihm die Kchle vor Kummer zusammen. — „Warum nur habe i ch niemanden?" fragte er sich, warum stehe ich bloß so allein auf der Welt da? Habe ich nicht in mir einen größeren Schatz unverbrauchter Zärtlichkeit und Herzensglut, als viele, viele andere? Sollen alle Ouellen meines Wesens so ungenützt versiegen, alle Gärten meiner Seele so-zwecklos verdorren?" — w Seltsam war das erste Peßachfest im Kriege. In einer zerschossetten Taverne saßen Juden der Armee am Sederabend beisammen; wehmütig dachte man an die Heimat. — Ein Feldrabbiner leitete die Feierlichkeiten. Man hatte aus Deutschland alles Nötige kommen lassen; — Bitterkrau 1 fehlte! „Nur Entbehrliches ist nicht da, Bitteres haben wir hier alle genug!" sagte der Geistliche traurig lächelnd. ... Die Offensive war mißglückt. Die Zeiten des jahrelangen, öden und nutzlosen Stellungskampfes begannen. Mit prophetisä)er Klarheit sah er voraus, daß das Vaterland den gigantischen Riesenkanrps nicht siegreich werde bestehen können und alles im tiefsten Unglück werde enden müssen. Schmerzhaft fühlte er das Sinn- und Zwecklose dieses ganzen Ringens, und die Gewißheit dieses Furchtbaren verband sich mit dem Wissen um die Zwecklosigkeit seines eigenen sehnsüchtigen Kämpfens und ließ ihm den Wunsch zu sterben reisen. Bis in die vordersten Graben ging er beim Abholen von Verwundeten, ließ alle Borsicht außer acht, und hoffte, daß ihn eine mitleidige Kugel treffen würde. Allein der Tod suchte sich Glücklichere und Lebenswilligere bei seiner Ernte aus. — Er blieb verschont. — -Eines Nachts, es war im Hochsommer, träumte er wieder von ihr. Es war ihm, als versänke er in einem Teich, in dem weißglänzende Seerosen standen,.. . und Plötzlich sah er sie in einem erleuchteten Zimmer, glücklich lächelnd, neben Felix, jenem entfernten Verwandten, dem sie wohl angehören mochte, dessen Hände in den ihren haltend. Er winkte ihr zu, er wollte ihr nahen, aber er bemerkte jetzt, wie ihr Anlitz sich verfinsterte, sie auf eine kleine Wunde an ihrer Schläfe deutete,... und wie er tiefer und tiefer sank. Da fing er Plötzlich an 51t weinen, und erwachte davon — das Gesicht naß von Tränen. Er empfand ein- Gefühl von Scham darüber, daß er, der feit seiner Kinderzeit, fast einem Vierteljahrhundert, nicht mehr geweint hatte, jetzt als Mann noch Tränen vergoß — wenn auch nur im Traum. — Da es viel Arbeit gab, wollte er aufstehen. Als er sich von feinem Lager erhob, trat sein Fuß-auf vertrocknetes Laub, das der Wind durch das offene Fenster hereingeweht hatte. — Draußen leuchtete noch die laue Sommernacht mit schwachem Sternenlicht. Er ging herunter zum Lazarett. Ein Trupp Schwerverwundeter war wieder angelangt. Von den Bedauernswerten, die man ihm auf seine Station legte, nahm gleich ein junger Mensch seine Aufmerksamkeit besonders gefangen, der nicht wie die andern stöhnte, sondern ruhig und friedlich dalag. Ein Schuß hatte ihm das rechte Knie zerschmettert; mit dieser Verletzung hatte er zwei Tage draußen univerburrden gelegen und jetzt war der Fuß brandig geworden. Da der Tag anbrach und er dem Verletzten Wasser bringen wollte, erschrak er bis ins Innerste und starrte ihn fassungslos an. Denn es war, als ob ihm aus frern totenbleichen Antlitz das Gesicht jenes Mädchens, das seine Gedanken bis zur völligen Selbstentäußerung umfaßten, entgegettblicke. — Das war dasselbe kastanienbraune, reiche Haar, das gleiche liebliche, selige Kindergesicht, dieselben Augen, — als hätte er ihren Zwillings'bruder vor sich! — Und als er sich niederbeugte, bemerkte er mit heimlichem Grauen, daß der Verletzte an >der Schläfe eine kleine, unbedeutende Wunde hatte. Nur blaß und von Verstörtheit wie zerrissen waren die!bekannten Züge. Er dachte in allem Ernst, einen ihrer nahen Verwandten vor sich zu haben; als er ihn jedoch nach seinem Namen fragte, erfuhr er, daß er ein Schlosserlehrling aus einem ganz anderen Teile Deutschlands war. Ein blutjunger Mensch war es, noch ein richtiger Knabe. In den nächsten Tagen klärten sich seine Züge aus. Nie ist lag er süMeigend mit einem stillen Lächeln da. Der schmerzlich an sein früheres Leben Erinnerte, sprach kaum mit ihm, allein er tat mit noch größerem Eifer als sonst alles, was er zn seiner Erleichterung irgend tun konnte. Nach drei Tagen mußte ihm das Bein abgenommeu werden. Totenblaß, mit großen, fieberglänzenden Augen lag der Amputierte in den: dürftigen Feldbett und winkle ihn abends zu sich heran. „Du", flehte er mit leiser, schwacl)er Stimme, „bleib heute Nacht bei mir!" — „Ja, ja", tröstete er ihn, „ich komme schon nachher 51t Dir, ich muß mich aber noch um viele andere kümmern!" — Wo er aber auch int Zelte herumging, überallhin folgten ihm die geisterhaft leuchtenden Augen des Knaben, aus denen überirdische, ge heimnisvolle Welt sprach. Von diesem Blick magnetisch airgezogen, ging er, sobald er konnte, zu ihm. „Komm, setz' Dich an mein Bett", bat der junge Mensch mit einer schmei chelnden, fast mädchenhaften Stimme, rrrrd als er es tat, schlang der Schwerverletzte seinen Arm um ihn und blickte ihn ohne Unterlaß mit einem sanften Lächeln an. Jetzt glich er wieder vollkommen jenem fernen, schönen Mädchen. „Bleib nun bei mir", bat er 'nochmals, „ich werde nicht mehr lange leiben, — ich will Dir noch einiges erzählen, — Drr mußt es wissen, — ich nruß es Dir noch sagen" ... und dann schwieg er wieder erschöpft rmd starrte ihn mit seinen weitgeöffneten, merkwürdig strahlenden Augen an. — Niemals in seinem Leben vergaß er diesen Blick des Verwundeten. — Der hielt andauernd seinen Arm um ihn geschlungen. (Fortsetzung folgt.)