Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 1 (1920-1921)
- Issue
- 10 (4.2.1921)
- Date
- 1921-02-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Bruno OVst, Toiletteartttel, Neue Schtveibnttzerstrahe 17, R. C o u r a d, Leinen- und Vanmtyvllwaren, Herren straßc 5. Aktiengesellschaft Metzele r & So., Snmmiwarenfabrik, Paradiesstraße 14 a. Segnet & Eo., -rastwagen und Reparaturen, Kaiser . «ilhelmstraße 57. Ingenieur Martin -obilke, Landwirtschaftliche Maschinen, Lehmgrubenstraße 48. - FischerLNickel, Leder, Oele und Treibriemen, Reudorsstraße 8«. FritzMaercker, Spezialgeschäft für Herrenhüte, Mbrcchtftraße 21. Nachdem mehr als 40 Firmen der Boykottliste des deutschv-Uischen Schutz- und Trutzbundes erklärt haben, daß sie ohne He Dissen auf diese gesetzt worden find, ist es interessant, diejenige Firma zu erfahren, die eifrig für die Liste geworben hat. Eit ist «es die Firma Karl I o s ch t, Kraftwagen und Zu- 'dehvr, Sartenstratze 81. Sie ist natürlich auch in der Liste enthärten. Konzerte. Klavierabend 'von Fritz'Petscr. Der junge Pianist Fritz P e i s e r stellte sich am Freitag der Oeffentlichkeit zum ersten Male in einem größeren Klavierabend vor. Seine Fähigkeiten sind ganz bedeutend, er verfügt über eine ausgezeichnete Technik und ein Gedächtnis, das bei feiner Jugend geradezu"staunenswert ist. Bachs chromatische Phantasie und Fuge war gut auügearbeitet, jedoch mangelte es noch an jener Plastik, die den Bachfchen Fugen daS monumentale Gepräge verleiht. Einen größeren Eindruck rief die Wiedergabe der Sonate F-moll von Brahms hervor, deren sich der junge Künstler mit warmer Empfindung annahm. Schumanns Toccata op. 7 und Liszts Polonaise in E-dur boten ihm Gelegenheit, seine Leistungen in der Technik ins beste Licht zu setzen. Den Höhepunkt erreichte er in Chopins Impromptu op. 61 und Scherzo in B-moll. Der Anschlag, der bei diesen Werken eine Hauptrolle spielt, ist im Piano noch nicht so weich und zart, wie es besonders das Scherzo verlangt, im übrigen aber scheint Fritz Peiser später einmal ein ausgezeichneter Chopin-Interpret zu werden. Sein Können berechtigt zu den besten Hoffnungen. Den ausverkausten Kammermusiksaal füllte ein Publikum, das dem jungen Pianisten begeisterte Ovationen darbrachte. Hff. KtzNtzevt Dorn Bernstein, Lerese Petzds-TchWtzrrt. Dora Bernsteins Sopran ist weich, nicht sehr umfangreich und von schöner Klangfarbe. Da« Forte will ihr noch nicht recht aelingen, dafür schenkte siemnS aber ein Pianifsimo von zartester Feinheit und bester Resonanz. Die Tiefe ist bei ihr noch sehr der Arbeit bedürftig; Mittellage und Höhe dagegen sind schon recht gut kultiviert. Eine anfänglich recht große Befangenheit, sowie eine anscheinende kleine Indisposition waren wohl schuld daran, daß die Sängerin öfters detonierte, und auch die Höhe klang bei den ersten Liedern manchmal etwas gepreßt. DaS Programm war geschmackvoll aufgebaut, nur muteten sich beide Künstlerinnen wohl etwas zu viel an technischen Schwierigkeiten zu. Die Wahl von Brahms „O liebliche Wangen" scheint mir verfehlt zu sein, da ihre Stimme etwas zu schwer dafür ist. Hier vermißte man die Leichtigkeit, und der vergebliche Versuch, sw zu ersetzen, hatte eine bedauerliche Ungenauigkeit in Musik und Text zur Folge. Ueberhaupt müßte die Künstlerin dem Text etwas mehr Beachtung schenken. Sehr acktungswert interpretierte sie BrahmS „In Waldeseinsamkett" und Dvorak- „Zigeunermelodien", Gretschaninows „Wiegenlied" mußte sie wiederholen. — Terese Petzko-Schubert zeigte sich als beachtenswerte Violinistin. Anfänglich etwaunrein in der Tongebung, wurde ihr Spiel bald klar und gab einen Beweis,, daß die Künstlerin ihre Aufgabe mit Herz und Verstand auffaßte. Am besten war das Finale von Dvoraks Violinkonzert. Daß sie uns Heinz Tiessens Totentanzmelodie und von Paul Iuon eine Humoreske, eine Gavotte und eine Musette als Erstaufführung bot, sei ihr besonders gedankt. Am Klavier Arpad Sandor. Der sehr junge Pianist begleitete sauber und klangschön, nur leider oft etwas indiskret und zu selbstbewußt. Auch wäre etwas mehr Aufmerksamkeit wohl am Platze gewesen. Das leider nicht allzu zahlreich erschienene Publikum zeigte sich beifallsfreudig. W. Sch. vereine unö Versammlungen. Jüdisch-liberaler gugeudverein. Am Montag, den 31. Januar, fand die diesjährige Generalversammlung statt. Der Geschäftsbericht ergab ein umfaffendeS Bil<> von de» im letzten Bereinsiahr geleisteten erfolgreichen Arbeit in Borträgen, Kursen usw. Belonders bewährte sich die Neueinrichtung der Frertagabende, die sich unter ihrer ausgezeichneten Leitung emes stets wachsenden Interesses erfreuen. — Tie bisherigen Besitzenden Erich Bayer, Kurt Brieniher und RechtSanwalt Erich Spitz wurden wiedergewählt. Der ÜuatnVbtmb des Ze«tralvrre4«g deutsche, Staat»» Mtefi«, tftoiföeitl Glaube«» wird, nachdem er etn« fttetgant smion dmchgesührt bat, demnächst seine Tätigkeit wieder aufnehmen. AlS erste Veranstaltung findet am 9. d. Mt», im großen Saal der Lessing-Loge eine Versammlung statt, in der Rabbiner Dr. Bogelstein über »Ziele und Wege de» deutschen Judentum»" und Rabbiner vr. Simonsohn über »Die Aufgabe der Jugend" sprechen werden. 1921 Kalender 5681 Wochentag Mo F-br. 28 T. nat fetal 30 T. Sabbath- Ausgang Wochenabschnitr Prophetenabschnitt Freitag Sabbath 4. 5. 26. 27. Breslauer V'VtzlltQ v. B«oh Mosa enp. 21>-Si4« rrnntfK'-vrcr Jer. 84. 8-4L 33, LS—A /-- - Für die mit Namen gezeichneten Aufsätze, welche die persönliche Meinung de» Verfassers zum Ausdruck bringen, übernimmt bie Schriftleitung nur die preß» gesetzliche Verantwortung. Vi Hinweis. Mit dem heutigen Tage beginnt in der altbekannten Strohhuifabrik von Freunds Krebs, Breslau, Karlstraße 30. neiden der Hoistrche. der Verkauf von Strohhüien jeder Art. Gleichzertrg ersucht die Firma. Strohhüte für Damen, Herren und Kinder schon» jetzt zum Umnähen und Modernil'eren zu dringen, da infolge des sehr zeitigen Osterfestes der Andrang später ein zu großer sein dürfte. Auch werden noch wie vor Filzhüte, insbesondere Konfrrmar.benhüle und Herrenbüle, in kürzester Zeit un geformt. Die Firma unterhält keine Loden cder Filialen, auch kerne Annahmestellen in der Stadt. Verkauf und Anna! me iür Umformhüte findet nur >n der Fabrik statt. Fahrstuhlbenutznng steht allen Ku, den zur Verfügung. ftttoflant ln den fietnelnde-SsoMogen: UttSyui. RtwSynf. Kreits« 4./2. Beginn abends 5.00 ü. 5.Ü0U. 8dä. B./2. morgs. 8.45 U. 9.80 U ' ßoomflfeita vorm. 946ü. 9.45 U. „ „ Predigt 10.00 U. IO.COÜ. ■ « * J IfMpUIRNBSI nachm. ä.OOU, Schluß abends 6.81 ü. 5.3 Lü. An den Wooh.- 6./2. bis Beginn morgs. 7.00 ü. 7.15V. tagen 11./3. " abends 5.00 U. 5.00 ü. WW-llbersIer luMvereln. Donnerstag, den 19. Februar, abends 8—9 Ahr» in de» Räume« der Religionsschule am Anger: £(Vlfire und Erläuterung prophetischer Schriften unter Leitung des Herrn Dr. Schiff. WMM ftto fcfltraiotntMft.8t.fJi. Ortsgruppe BreSlan. Mittwoch, de» Zebraar, abend« 8 Uhr, im großen Saale der Lessing-Loge, Agnesstraße: Mttslirdrrvrrfammlirng. 1. Vortrag von |>rmi Rabbiner Dr. Vagelsieln: ..Ziele «nrb Wege des dorische« Indent,,««''. 2. Vourag von Hr«rn Rabvine, Ur. : iftie Anfgade der Jugend'. Erichkirtche MürnUmgen. Um zahlreiches Erscheinen wird gchctcu. Ich empfehle meine ersttlasstge» Equipagen 1» -»chzette» «aa Veerdlgnnge«. flog. Petnft ItocE Jetzt, Wr«#la«,- Bemo CMmleiewsicI früher, Vreschen t. Pos. 1e Hk — Tel. R. 1278 Fritz ßeinridi Breslau, Ohiauer 5tra|e 79 Fabrikation und Wäger vov 3oDden, Gold- und SUbe,waren ff Reiche flusnjaM in perleosckwuck Eifern! bod SwBtzl«, Gold, Silber n. Edelsteinen Buchdruckerei und . Verlags - Ansfalt TKLSCHATZKY O. m. b. H. Bretlau 3 Lieferung von Drucksachen für Handel, Industrie u. Privat ifttftttt47 ^rc» mit WlUOE schöner Häuslichkeit, lebensfroh, ge» lStüchtig, mit Lr- Off. die S. dis 21. Februar \"ohh«{ | Damen ff,r \ Herren f Kinder iir deu neuesten Formen Freund & Krebs Stro Hhutfabclk Karlstr. 30 mb. der Holkirche Strolihäte jeder Art Herrenfilzhfi’e und Konfirmanden - Hüte I werden umgofomt NN TtdiilltS Rintmer uHiuimitmmuititiHimmiimwHmuwHUii nebst gut.Pemion(rttuell) RaheHöfchenstratze gesucht. 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Herausgeber: Liberaler Verein der Spnagogen-Eftemeinde Breslau. — Verantwortlich für den Inhalt: Julius Loeb; für daS Feuilleton: Dr. Ludwig Davidsohn (beide in BreSkau). Druck und Kommissionsverlag: Th. Schatzky, Buchdruckerei und BerlagSanstalt, v. m. b. H., Breslau IU,Reue Graupenstraße 5. O ij j \r rqt1