Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 94 (19.12.1934)
- Date
- 1934-12-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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LUNA BENAMOR / Erzählung .von VlCENTE BLASCÖ IBA^TeZ 1. Fortsetzung Eines Morgens — das Laubhüttenfest war vorüber und die hebräische Bevölkerung zu ihrem Alltagsleben zurückgekehrt — trat Aguirre unter dem Vorwand, englische Noten einwechseln zu wollen, in das Bankgeschäft der Ahöab ein. Ein rechteckiges ' Gewölbe mit weißem Fliesenfußboden und getünchten Wänden, das sein einziges Licht durch die Tür erhielt, tUnter dem Schalter, der den ganzen Raum teilte, wuchtete ein riesiger Geldschrank, lane hölzerne Sammelbüchse mit hebräischen Inschriften forderte am Eingang zu Spenden für wohltätige Zwecke auf, und die Gläubigen pflegten bei ihren Geschäften mit der Bank die Betrüge abzurunden, um das überzählige Kleingeld in den Büchscnspnlt hineingleiten zu lassen. , , Hinter" dem Schalter saß die Firma: Aboab, Vater und Sohn, bamuel Aboab uralt, hockte in einem Lehnstuhl. Die durch das rehlen der Zähne eingesunkene Oberlippe war glatt rasiert; der schneeweiße, nur an den Haarwurzeln etwas gelbliche und in weichen \\ eilen nicderricselnde Bart gab ihm das erhabene Aussehen eines Propheten. Seine greisenhafte Stimme hatte einen wehmütigen Klang, und in der Erregung füllten sich seine Augen mit Tränen, als wären sie die Quellen, die den Schmerz eines durch Jahrhunderte und Jahrhunderte verfolgten Volkes ausströmten. . . ' ■ Auch der Sohn Zabulon 'war schon bejahrt; doch sein krau-ics schwarzes Haar, das einer Astracharunützc glich, wie auch die Erfte Theater-Erlebniffe Zum 100. Geburtstag Adolf von Sonnenthah Am 21. Dezember sind hundert Jahre seit dem Gcburtsta" des berühmten Wiener Burgschauspiclcrs Adolf v. Sonnenthal ^vergangen. Eine Würdigung-Sonncnlhals, der zeitlebens ein treuer Jude war, bringen wir in der nächsten Nummer, liier folgen zwei Erlebnisse aus seinen Jugendjahren. K Der Barmizwah in der „T c 11" r V o r s t c U u n g Schon als Kind hatte Adolf Sonncnthal den brennenden Wunsch, das Thcaier zu besuchen. Die strengen- Eltern hallen ihm jedoch den Besuch des Schauspielhauses verboten, in dem sie — wie' alle frommen Leute jener Zeit — nur eine Brutstätte des Satans sahen. Seine Konfirmation erfüllte jedoch die Sehnsucht. Unter den Geschenken, die der Konfirmand erhalten hatte, befanden sich anch Schillers sämtliche Werke, und der ..Wilhelm Teil" stand an dem Tage auf dem Theaterzettel. . Adolf halle sein Kapitel aus der Tora-Ilollc in der Synagoge ohne Fehler und mit dem Ausdruck des Verständnisses zur Zufriedenheit auch der strengsten Schriftgelchrlcn vorgetragen. Er hatte zuhause eine wann empfundene Rede gehalten, in der er vom Spiel der Kinderzeit Abschied -iinjlin und sich dem Ernst des Lehens zuwandte. Der Beifall, den ihm alle Fcsttcilueluncr gezollt, hatte die Herzen der Eltern bewegt und sie stolz gemacht auf ihren Sohn. Seine Bitte, mit «dem Buchhalter des väterlichen Schnittwarengesebiifts auf die zweite Galerie des deutschen Theaters gehen zu dürfen, wurde ihm denn auch an diesem Tag gewährt. Falsch verstanden Eine seiner ersten Hollen spicke Sonnmlhal vor dem Publikum des Theaters in Temesvar. ■ Der Direktor Kreibig übertrug ihm zunächst Hollen, au denen nichts zu verderben war, weil sie entweder gar keilte oder nur sehr wenige Worte hntten. So hatte der Debütant gleich zu Beginn der Saison in einem Lustspiel die überaus komplizierte Holle eines Dieners zu spielen, der einem Liebespärchen, das ein heimliches Rendezvous abhält und sich Hl ewiger Pein befindet, von den Eltern des Mädchens überrascht zu werden, die erlösenden Worte zuzurufen hat: ..Seien Sic nur ruhig, sie kommen noch nicht". Mit allen erdenklichen Nuancen, Pointen und Schattierungen hatte sich Sonncnthal die acht Worte einstudiert. . Der Abend ist da. und der Augenblick, da er die zur Huhne führende Tür zu öffnen und seine Hede in einem Atemzuge loszulassen hat. Angstschweiß auf der Stirn, aber sattelfest in seiner Rolle, stürzt er auf die Uühne, um dem Pärchen die beruhigende 'Mitteilung von der Abwcscnheit.dcr geschätzten Eltern zu machen. ..Seien Sic nur ruhig, sie kommen noch nicht", hallt es ihm aus dem Souffleurkasten entgegen. Der Unglückliche versteht das ..sie" unorlhosraphisch, hält den Zuruf des Souffleurs für einen Verweis und" stürzt wieder hinaus. Darauf natürlich gröbte Verwirrung heim Liebespaar, Souffleur und Direktor. 'Sonncnthal ist trotzdem ein großer Schauspieler geworden. Sp\AmSv^^vvAc^? (Nachdruck rerboten.) Aufgabe 4 ' Von Dr." S. Luric. # A, D, B, 5 V A. D, 10, 3 ❖ - *- ❖ K, 10, 9, 8 V K, B, 9 ' w ❖ - ❖ 10 . N O * 6, 4, 3 <?8,6,4 * 6, 4 * ~ 1, 2 5 O 10, 9, 8 . 4« 5 Ohne Atout. Süd ist am Spiel und gibt keinen Stich ob. Lösung des Kreuzworträtsels aus der vorigen Nummer Waa"c recht: 1. Ampel, 5. Sole, 6. Tcin, 8. Isaak. 10 Vit 1,C Ast 13- Arl, 15. Saal. 17. Alos, 18. Mänasse, l'J.Esau, 2L Äni'a, 23. rar, 24. Ate, 26. Hut, 27. Naemi, 29. Moor, 30. Idee, 31. Tcrno. Senkrecht: 1. Ali, 2. Mcsa, 3. Etat, 4. Lek, 5. Sara, 7 Nero 9. Astartc, 10. Asser. 11. Tamar, 13. Aleph. 14. Legat, 16." Lau, 17. Asa, 2U. Salm, 22. Jude, 24. Aare, 23. Emin, 27. Not,'28. Ido. ungebeugte Haltung bewirkten, daß man ihn viel jün»cr einschätzte. In seinen düsteren Augen blitzte bisweilen ein Feuer auf, das eine fanatische Seele, einen unbeugsamen starreu Glauben enthüllte — jenen Glauben, der im alten Jerusalem immer bereit gewesen war, neue Propheten zu steinigen. In der israelitischen Gemeinde war Zabulon Aboab einesder tätigsten und geachtetsteu Mitglieder,, der erste bei allen wohltätigen Werken. Unermüdlich besuchte er alle Wohnungen, in denen ein Glaubensgenosse dem Tode entgegensah, begleitete die Agonie des Sterbenden mit seinen Lobgcsängen zu Ehren Jehovas und half dann, den Leichnam mit Fluten von Wasser zu waschen. Aguirre, überrascht von der ärmlichen Ausstattung dieser Bank, wunderte sich noch mehr über die Schnelligkeit, mit der - das Geld auf dem Schalter kam und ging. Lange Hollen Silber brachen auf und verschwanden, im Nu von Zabulons Miaarlcn Händen gezählt. Melodisch klirrten die Goldstücke; Banknoten, zusammengelegt wie lose Hcftsciten, zeigten sekundenlang die l'arbc ihrer Nationalität: das monotone Weiß Englands, das zarte Blau der Bank von Frankreich, das Grünrat Spaniens. Dieselbe Solidarität, die sie nur in den Geschäften ihrer Glaubensgenossen kaufen ließ, führte alle Juden Gibraltars hierher, wo Zabulon ohne Hilfe von Angestellten und ohne seinem Vater zu erlauben, den beipiemcn Lchnstuhl zu verlassen, diesen Tanz des Geldes dirigierte. Das lächerliche kleine Loch schien, größer, ansehnlicher zu werden bei den tönenden Namen, die von den Lippen des Bankiers und seiner Kunden fielen. I.ondon, Paris. New York! Doch die Firma spannte ihre Fäden nicht allein nach den großen Metropolen. Mit Rabat, Citsablanca, Fez. l-arache oder Tafitcte konnten die Großbanken Europas nur durch Vermittlung der Aboabs verkehren, deren Name solch einen gewichtigen Klang hattc^ und die dennoch so bescheiden lebten. ' " ■ Zabulon begrüßte Aguirre mit freundlichem Lächeln, während sich der Greis in seinem Stuhl vorbeugte, um den Fremden, der nicht zu den Stammkunden gehörte, besser zu sehen. ,.Es ist der Konsul", sagte, ohne vom Gcldzählcn aufzublicken. Zabulon. der des Vaters Bewegung wohl ahnen mochte. „Der spanische Konsul, der uns gegenüber im Hotel wohnt." Der Patriarch führte zuvorkommend die Hand an den Hut. ..Oll. der 1 lerr Konsul", wiederholte er, und Jie liclonun" des Titels verriet seinen ungeheuren Respekt vor allen Würdenträgern dieser ürdc. ..Sehr geehrt durch Ihren Besuch. Herr Konsul." Und in der Meinung, noch weitere verbindliche Worte sagen zu müssen, fuhr er mit milder Stimme fort: ..Spanien . . . welch schönes Land! Meine Vorfahren stammen von dort, xiu Espinosa de los Monlcros." Seine Gedanken wanderten zurück in längst vergangene Zeiten. „Lnd Cnstelar! . . . (jistelar. Herr Konsul, der Freund und Beschützer der Hebräer — der Juden, wie mau uns dort nennt." Von der Erinnerung fortgerissen,, kramte der Greis alles aus. was seine Familie mit Spanien verbunden halte. Ein Alioah war Großschalzmeister des Königs von Kastilien gewesen, ein anderer galt als der beste Arzl seiner Zeit und durfte sich der Freundschaft von Bischöfen und Kardinälen rühmen. Ach, damals hatte es ' große, berühmte Persönlichkeiten unter den Hebräern Spaniens und Portugals gegeben, der Aristokratie ihrer Rassel uiid auch. . heute noch, wiewohl über Marokko und die Türkei zerstreut, hielt diese-sich abgesondert von der vulgären israelitischen Bevölkerung Rußlands und Polens. Immer noch sprach man in der Synagoge gewisse Gebete im alten Kaslilinnisch, und ' er, Samuel Alioab selbst, versäumte bei Beendigung des wöchentlichen Gottesdienstes nie, der offiziellen Fürbitte, für den Landesherren — die Königliche Majestät von England — heimlich ein Gebet für das Clück dc3 schönen Spaniens hinzuzufügen. Aber nun mischte sich Zabulon ein. „Vutcr, vergißt du denn, was sie uns antaten . . . wie sie lins fortjagten, was sie uns ruublcn? Denk an unsere Brüder, die lebendig verbrannt wurden!" ..Wahr.. :.chr wahr!" seufzte der Patriarch, indem er das Taschentuch an 'die feuchten Augen hielt. „Aber etwas von uns blieb"in dieser Erde zurück: die Gebeine unserer Ahnen." Als Aguirre ging, erschöpfte sich der alte Herr in höflichen Komplimenten und betonte nochmals, daß er es sich als Ehre anrechne, dem Herrn Konsul dienen zu können. So kam es, daß Aguirre fast jeden Vormittag die Bank betrat und mit dem Patriarchen plauderte, während Zabulon die Kundi n abfertigte. Samuel Alwah sprach von Spanien wie von einem Wunderlandes dessen Eingang durch finstere Wächter mit flammenden Schwertern bewacht wird. ..Warum reisen Sic denn nicht hin?" fragte der Konsul lächelnd. ,.Nach Spanien? . . ." Der andere fuhr zurück wie eine erschreckte Schnecke. ,.Abcr es gibt doch noch immer Gesetze gegen die Juden! Sie vergessen die Verordnung von Isabel der Katholischen. Wann wird man endlich diese Verordnung aufheben? Wann wird man uns rufen? . . ." ,.Pah, Isabel die Katholische! Als ob die heute noch etwas zu sagen hätte!" erwiderte Aguirre. „Wer denkt überhaupt noch an die gute Dame?" _ Er redete umsonst. Vier Jahrhunderte waren seit der Vertreibung verflossen, doch dem Alten saß die Furcht, das Grauen noch in den Knochen. Wenn es im Sommer auf dem ausgedörrten Felsen zu heiß wurde, siedelte die Familie in ein Häuschen am Mccrcsstrandc über, jenseits von La Linea, auf spanischem Böllen. Aber der ehrwürdige Samuel lebte dort in ständiger Unruhe. Konnte man "wissen, was sich nachts ereignen' würde? Wer bürgte ihm dafür, daß er nicht in Ketten aufwachte, um wie ein Stück Vieh verschleppt zu werden? So war es seinen spanischen Vorfahren ergangen, bis der liest der Familie nach Marokko flüchtete', von wo ein Zweig nach Gibraltar übersiedelte, als sich die Engländer des' Felsens bemächtigt hatten. Aguirre konnte nicht umhin, filier die kindische Angst des Alten ein wenig zu spötteln. Doch da blickte Zabulon von seinen Silbcrröllcheii auf. „ „Mein Vater hat recht", erklärte er finster. „Wir können nicht hingehen, und wir werden niemals hingehen. Es gibt keine Sicherheit." Bei diesen Plauderstündchen lernte Aguirre nicht nur Zabulon» Gattin, sondern auch die Tüchler Sol und Estrella kennen. Und dann kam der Morgen, an dem die Tür durch jemanden verdunkelt wurde, den sein "Gefühl erriet. ' „Meine Enkelin Luna", stellte.der alte Herr vor; „ihr Vater starb vor vielen Jahren, Herr Konsul, und als meine Tochter ihm bald darauf folgte, holten wir Lima von Marokko zu uns herüber." Und gerührt streichelte der Greis die Hände seines Nesthäkchens. . . Aguirre verließ das Gewölbe mit triumphierender rrcuilc. Die ' Bekanntschaft war gemacht. Wenn er Luna Benamor wieder allein ■ auf der Straße begegnete, brauchte er nicht mehr stumm vorüberzugehen. III. Keiner von beiden hätte sagen können, wann und wie dieses freundschaftliche Vertrauen zwischen ihnen entstand. Obwohl die Laube abgerissen war, zeigte sich Luna häufig auf dem Dache. Sie tauschten über die Straße hinweg einen Blick, ein Lächeln, trafen sich aber bald darauf irgendwo in der Stadt, und Luis.bat respektvoll um die Erlaubnis, sie begleiten zu dürfen. Kreuz und ijucr wanderten sh*. woltci ihm Lima alles, was seinen Augen fremd war. erläuterte. Vührle ihr Weg un der Wechselstube vorülier. so begrüßten sie rusrh den Patriarchen, der mit wohlwollendem Lä< lieht das schöne Paar lietrarhtclc. ■ „Herr Konsul", rief er eines Tages, Aguirre' entgegen. ..heute habe ich Ihnen einige Urkunden mitgebracht, damit Sie sich überzeugen, daß die AboAh* uralter siiauischer Abkunft, sind." - Dabei holte er unter dem Schalirr alte, mit hebräischen Huchstalien bedeckte PcrgamcnJrollen hervor, deren Kopf auf der einen Seile tlas Wappen Englands/auf der anderen das von Spaiticu trug, beide kunstvoll in bimlrn r'nrln-n und Gold ausgeführt. ...Heute sind wir englische t'ntertancii — möge der All-- mächtige unseren König hochfturn —. nU-r Spanier sind wir mich unserer Vergangenheit. Oder-besser gesugl: Kastiliancr. Jn. dos ist es . . . Kastiliancr." Zwischen den .vergilbten Dokumenten wählte ex eins aus. da» - jüngeren Datums zu sein schien. „Dies isi die Heiratsurkunde llcnninors mit meiner Tochter. Sic .können ilie hebräischen Schrift/riehen nicht lesen. Herr Konsul, 'die Sprache aber, in* der dieses Dokument abgefaßt uuruWHnl kasliliauisrh. dasselbe alle Kasliliauisch. das meine Vorfahren - sprachen." Und langsam, als (reue ihn der veraltete Stil, las er mit wrhmülig klingender .Stimme, den \ ertrag \«r. der Limas Ellern „a iisiiuzu de Ca.Mrlla 1« Viean" ehelich \crlumd. Viele, viele Einzelheiten waren in den Klauseln aufgeführt, auch die Strafe für den, durch dessen Schuld die Flusich \irllcicht Iüm-ii Hürde. ..Der Schuldige", murmelte der Alle, ..soll zahlen-in silbernen Piastern . . ." Dasselbe Interesse wie ihr Großvater bekundete mich Luna für ein Land, fern- und fremd, trotzdem es ueuige. Schritte von ihr. \ur den Toren Gibraltars, anfing, _- ,.(.'udiz, Sevilla!" rief sie mit einem ihrer Spaziergänge. ..\\ linderschünc Slädle müssen r.-. -ein. Sagen Sie.mir. Don Luis, ist es wahr, daß in Scrilhi die Verliebten durchs Krnslcrgillrr miteinander plaudern? Und daß die Caballeros den Srmirila» mit der Gitarre Serenaden bringen?' I»l es wirklich keine Lüge, daß sieh die Männer 11111 -der Frauen willen töten?" - ---- Dann berichtete sie, wie ihre Großmutter sie als Kind zu Bett gebracht und dabei jnit" geheimnisvoller Stimme Ri-gchcnhcilru er/ählt habe, die slels, liegauueii: es war riiunnt ein Köllig.'der herrschte iu~Tolcdo um! verlieble sich in eine wunderschöne Jüdin namens Babel ..." Als Lima den X.-iiucu Toledo aussprach, wurden ihre Augen groß vor Itegeisti inii». Tolrd». die spanische Hauptstadt Israels, das zueile JiTIIMiicni! Dtirl hallen ihre hrriihllilru Vorfahren, der. Seblll/jlll-isler des Kölligs lind der gelehrte U-il,iir/.l, gelebt. ..Haben Sie Tohihi gesehen. Don Luis? . . . Ah, wie ich Sie beneide! Märchenhaft, nicht wahr?" An einem sonnigen Morgen schlugen sie den Weg zur Alamedn ein. Tief unten lag der Krirg„lmfrii lind filier dir blaue. \on zitternden goldenen Klinken übersprühte Bucht »ehweiftr der Blick bis zu den Bergen Marokkos. - - „Dort drüben", sagte I.iihji. nach der afrikanischen Küste weisend, „habe ich meine Kindheit verlebt, eine, sehr trnurige Kindheit. Ich hiii-iii ltabutgelwiren,. wo mein Vater ein Exporthaus für 'marokkanische Teppiche besaß. Die' Europäer, die in dieser Hafenstadt leben, sind ausntdunslo» brutale Menschen, die schnell —^ gleichgültig wie — ein Vermögen erruffr.n wollen, und da die Mauren uns haßten, waren die reichen israelitischen Familien auf den Verkehruntereinander und auf die jrcnieiiwaiiio Verteidigungin einem gesetzlosen Lande angawieaen. Die junuen Mädchen erhielten eine ausgezeichnete Erstehung, malten, »pfoltrri - Klavier, lernten mehrere Sprachen und setzten die-" anloninicmicii Fremden durch ihre Pariser Hüte und Kleider in Ermannen. Doch $aststatt an Konditorei und caie Dippe MommianitraBa 3» - J S BlalMrau 0138 VnrzQgl. Kuchenauswahf. VerMnitnach «II. 5Uditeilen. Zahlr. Ztiiuncrn vn-h. Condltarcl-UM Frau Wenhua (frühe«, M. Dobrln) am Spittelmarkt 15 erw^rlrt Ihren Besuch - Alles In beiterQualltlt A 6 Merkur 2085 Speisehaus Charlott •elt 1» Jahren Chvletttnstr. 11 Hotel HoHIor am Zoo .Stammealan RM. 1.20 Kaffoo — Konditor«! *_ürld»» »hat Caf«§ Uhlandeck KurlOralAndimm 31 ■nQMihiMr ÄufinUirit Katucrtmuslkl Tinzt Konditorei Leon iÄ KuptOrtltndamm IBS-— SäU 40-HOO Itrmmenfiuutul fiir Vw an*Mtunt)tn jaler Art frH (| foienst am Gute \\ Äuto - Pension R«paratan»erlaUli, Drahtrai.. - Schloaurtl, aaloKea-SchwalBiral Walter Baldin Ourlontnbe.. Ltlbalzilr. °S. Eck« BlimarckittaOe C 4 Wllh. 1778 Auto-Pension M.Horn Halensee, Kurfürstend. 119/120 J 7 Hochmeister 1930 Auto-Fahrschule „Sport"- lnh. obarlag. Hartio Sunpal Wilmersdorf, Kaiserallee 48 H 6 Emserplatz 0425 Autoo. Motorwt.RrparatarwerkBt. ■ Dreherei, Aulog. 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