Mannheim
Compact Memory

Jüdische allgemeine Zeitung · 1934-12-12 · 93 (12.12.1934) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
93 (12.12.1934)
Date
1934-12-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4109741-4109754-2613601--081-2617128
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Es wird gemeldet! ■ In einer Sitzung des Kuratoriums des der Frankfurt« Universität angegliederten Instituts für Kulturmorplologie wurden u. a. Professor Dr. Doro Levy aus Florenz und Professor Dr. Freiherr von Heine-Geldern aus Wien zu korrespondierenden Mitgliedern berufen. " * ■ Oberst Alfred Dr'cyfus, der Held der berühmten Dreyfus-Affäre uro die Jahrhundertwende, hat sich, wie aus Paris gemeldet wird, vor einigen Tagen einer Operation unterziehen müssen. Die Arzte erklären, daß der Patient, der 75 Jahre alt ist, sich außer Gefahr befindet. * ■ Auf die Sy n a go g e i n A h a u s in Westfalen wurde ein S p r c n gs to f f an s ch 1 a g verübt, ' wodurch das Innere des Gebäudes beschädigt wurde. Die Ermittlungen nach dem unbekannten Täter sind aufgenommen worden. - H Unter den Gästen,- die zur Eröffnung des Instituts ,-,Benito Mussolini" in Rom von der italienischen Regierung eingeladen waren, befand sich neben Professor Dr. Sauerbrurh auch Frau Professor Dr. Lydia R a b i n o w i t s c h - K c m p n e r , die frühere Direktorin des Bakteriologischen Instituts im Krankenhaus Moabit, die dem Ministerpräsidenten vorgestellt wurde. Frau Professor Rabinowitsch-Kcmpncr ist Jüdin. * ■ Der Regierungspräsident von Hildesheim hat die einstweilige Schließung des Kaufhauses fürKonfektion" Gebr. Alsberg verfügt. Die Schließung erfolgte im Rahmen einer auf Veranlassung der NS-Hago von der Polizei durchgeführten Preiskontrolle. ' ■ Die von einem .Teil der belgischen Presse gegen den jüdischen Finanz minister Gutt betriebene Ilctz- Kampagnc hat die Behörden zu energischen Gegenmaßnahmen veranlaßt. Unter anderem wurden die Blätter unter Androhung scharfer Maßnahmen aufgefordert, Angriffe gegen den Minister wegen seiner Zugehörigkeit zum Judentum zu unterlassen. * ■ In Tricst wurde eine öffentliche Volksschule eingeweiht, die den Namen des in jugendlichem Alter gefallenen italienisch-jüdischen Kriegshelden Aldo Padoa .tragen wird. I In Wien ist unter Anteilnahme zahlreicher Professoren und Dozenten der Universität eine Gesellschaft für Soziologie und Anthropologie der Juden gegründet worden. ■ Aus Jerusalem wird gemeldet: Zur Erinnerung an die Leistungen des vor kurzem verstorbenen Barons Edmond de Kollischild für die Palästina-Kolonisation wird in der Kolonie Rischqn Ie Zion ein H o t Ii s c Ii i 1 d - M u se u m eröffnet werden. ■ In Trif st werden demnächst etwa 40 Wohnhäuser und Nebengebäude, die einst das Juden-Ghetto gebildet haben, abgetragen werden. Darunter befindet sich die 17'J8 erbaute Synagoge, von der aber wertvolle Teile dem Museum der Altertümer einverleibt werden sollen. » ■ TR ic uns aus Breslau berichtet wird, ist der bekannte Cellist Joscha Bernstein au das Güteborger Philharmonische Orchester als Konzertmeister berufen worden. ■ Wie die Polnische Telegraphen-Agentur aus Wilnn Kreidet, sind im Zusammenhang mit einem Bombenanschlag' auf die" Synagoge in der Poplawccstraße zwei Männer namens Jan Bobruwiczcw und Eduard Lcawka sowie weitere vier der Mitschuld verdächtige Personen verhuftet worden. Berliner» Veranstaltungen Das Jüdische Wohlfahrts- und Jugendamt. Bezirk Mitte veranstaltete, in den Festsälen „Marchenbrunnen" ci» Wohltütigkeilsfcst zugunsten seiner Hilfsbedürftigen, in dessen " Mittelpunkt die Ansprache Habbiner Dr. Swarscnskys stand. Er sprach von der inneren Not, die die Juden zu einer Schicksalsgemtunschaft verbinden soll. Eine jüdische Gemeinde, so lautet ein altes jüdisches Sprichwort, sei niemals arm. Im Judentum müsse"1 der Geist der Solidarität vorherrschen, jeder habe sich in die Front zur .Mitarbeit einzureihen. Gerade jetzt sei die Zeit, da der jüdische Mensch sich zu bewähren habe. Leider gäbe ea im Judentum immer Parteimenschen, obwohl doch alleaas ''gleiche Schicksal traf. Slit einem Ruf zur Einigkeit schloß Dr. Swarscnsky seine eindringlichen Ausführungen. Ein sich anschließender Untcrhallungsteil wurde von dem Geiger, ltoscnthal — früher Staatsoper.— mit der ..-,Cavatine" von Raff und der „Träumerei" von Schumann eröffnet. Oberkantor Hans Auerbach sang „Dos jüdische Lied". Im folgenden bunten Teil konferierte William Berner witzig und schlagfertig. Der Zauberkünstler Jaks versetzte sein Publikum in Staunen; Camilla Spira trug ein Cbanukkagedicht \or und begeisterte als „Rüss'l-Wirtin". Auch die Darbietungen von Fritz Tachauer und Annemarie llaasc fanden lebhaften Beifall.. Während des bunten Teils erschienen die Sammler der NS-Volkswohlfahrti und jeder steuerte sein Schcrflcin bercitwilügst bei.. ' * * Die Kn a b e n vo 1 k s s ch u I.c der Jüdischen Gemeinde Berlin feierte in der Schulaula in der Kaiserstraße das Chanukkafest. Nach Begrüßungsworten des Schulleiters Rcsehke, der von einer Jugend sprach, die Freude und Hoffnung für den Alltag geben wolle, folgte ein Prolog, von einem Kinde rsprechchor vorgetragen. Nach dem Entzünden der Chanukkalichter wurde, das Theaterstück „Jomi ben Jomi" Ilott heruntergespielt; auch - das Gedicht ...Bajomim hohem lasman hasse", da» ein Vertreter jüngsten Nachwuchses aufsagte, fand dankbares Publikum. Es folgten Wanderlieder, Vorträge eines Kinderorchesters und Turnvorführungen. Zum Schluß richtete Direktor Gutmann, der Vertreter der Schul Verwaltung der Jüdischen Gemeinde, einige Worte an die Anwesenden. — Die Veranstaltung brachte Freude, nicht nur den vortragenden Kindern, sondern auch den zuhlrcicn erschienenen Eltern. . ( J. W. "* Der Svnagogcnvcrein F r i e de n s tc m p e I veranstaltete seine Chanukkafcie1im Cafe Leon. Der Nächmittag galt den Kindern, die unter Leitung von Frau Direktor Cosmann Theaterstücke und Gedichte zum Vortrag brachten, die von den Kleinen mit großem Jubel aufgenommen wurden. Den Abend leitete dos Anzünden der Chanukkalichtc durch Oberkantor Neumamt und eine Festansprache von. Rabbiner Dr. Prinz ein. Der künstlerische Teil stand auf einem hohen Niveau. Anna Linin vom Kulturbund sang mit kultivierter Stimme Arien und Lieder, das Streichorchester der Künstlerhilfc unter Berthold Goldschmidt spielte Stücke von Mozart, Bach und Schubert. Oberkantor Neumann rief mit dem Vortrag einiger Arien und des jüdischen Liedes nicht endenwollende Beifallsstürme hervor.. Hermann Schwarz begleitete am Flügel in feiner, künstlerischer Einfühlung. Marion Kocgcl sowie Dunio und Sohn gaben im heiteren Teil Proben ihres Könnens. Alles in allem ein wohlgclungcner, gemütlicher Abend. M. * Die Gesellschaft der Freunde der Jerusalem- Bibliothek hatte am Montag im Logenhaus zu .einer Kundgebung für die Jüdische Universitütsbibliotlick in Jerusalem eingeladen. Nach Begrüßungsworten von Professor Dr. Otto Warburg und einer kurzen Ansprache von Rabbiner Dr. Leo Baccli wiesen Dr. Alfred Klee, der neue Dezernent für die Bibliothek der Berliner Jüdischen Gemeinde, Professor Dr. Ismar El ho gen und Professor Dr. David Baum gar ten in eingehenden, werbenden Ausführungen auf die Bedeutung der Bibliothek-und der Jüdischen Universität hin. 250 Jahre Altonaer Synagoge Eines der ältesten Gotteshäuser in Deutschland Hamburg. Die jüdische Bevölkerung der Stadt -Altona an der Elbe feierte om vergangenen Sonntag das 230jährige Bestehen ihrer grollen Synagoge. Dieses altchrwürdige Gotteshaus zählt zu den ältesten Synugogcn auf deutschem Boden, die auch heule noch ihrer Bestimmung dienen. Nach der geschichtlichen Überlieferung erhielt die Altonacr Gemeinde im Jahre 1641 vom König von Dänemark das Privileg, sich einen Rabbiner zu wählen und eine Synagoge zu bauen. Darum wurde in der Amtszeit des Oberrabbiners der Dreigemeinden Altona-Hamburg-Wandsbcck, Rabbi Mcschulan- Salman Mirels-Ncumark, wahrscheinlich schon vor dem Jahre 1682 die Synagoge hinter der Häuserfront einer nahe om Hafen liegenden Straße erbaut. Ein großer Teil der Synagoge wurde 1711 durch eine Feuersbrunst zerstört und rwei Jahre» später litt sie sehr unter der Beschießung der Schweden, wovon heute noch fünf schwedische Kanonenkugeln in der Wand Zeugnis ablegen. Die Synagoge liegt entsprechend dem Verse „Aua der Tiefe rufe ich zu Dir'*, ähnlich der Allneuschu) zu Prag, tief und viele Stufen führen zum Eingang hinab. Das Ifauptschmuckstück der Synagoge bildet ein 1860 gestifteter Chanukkalcuchtcr, der, wie aus der Aufschrift zu schließen ist, wesentlich älter ist als die* Svnagottc selbst. Beifelzung Hermann Aarons Unter großer Beteiligung hat die Beisetzung des Ehrenvorsitzenden des Wohlfahrtshczirks Charlottcnburg-Nordwcst der Berliner Jüdischen Gemeinde, Hermann Aaron, stattgefunden, der im 80. Lebensjahr gestorben ist. Sein ganzes Lehen hat Hermann Aaron in den praktischen Dienst des Judentums gestellt und ist den Bedürftigen und Armen stets ein hilfsbereiter Freund gewesen. Länger als drei Jahrzehnte hat er nn leitender Stelle im Wohlfahrtsamt gütig und verantwortungsbewußtgewirkt. Auch die Jüdische Darlehnskassc. deren Geschäftsführer der Verstorbene gewesen ist, beklagt den Verlust eines hingebungsvollen Mitarbeiters. Er gehörte ferner dem Synagogenvorstand in der Pestalozzistraße an und hat auch in diesem Ehrenamt seinen Bat und seine Umsicht beim Aushau der Synagoge walten lossen. Der Finanzausfchuß der Reichsvertretung Nachdem' auf der Beiratssitzung tler Rcichsvcrtrctung beschlossen worden ist, einen Finanzausschuß einzusetzen, in dem der Preußische f, andesverband jüdischer Gemeinden mit acht- .Mitgliedern vertreten ist, hat nunmehr der Preußische Landesverband die folgenden Herren als seine Vertreter in diesen Finanzausschuß nominiert: den Finanzreferenten des Preußischen Landesverbandes, Herrn Bruno Woyda, die beiden Vizepräsidenten des Landesverbandes, Rechtsanwalt Dr. Klee und Schoycr, letzteren auch mit Rücksicht auf seine Stellung als Steucticfercnt der Berliner Gemeinde, den Verwaltungsdirektor der Berliner Gemeinde, Rechtsanwalt Dr. B res lauer, aus Köln, Stettin und Frankfurt a. M. die Herren Rechtsanwalt Elicl- Dr. Vogclstcin und Bankier Ettinger, und schließlich Herrn Arnold W i e n e r - Reuthen. Für jeden der acht Herren wird auch ein Stellvertreter nominiert werden. Wunfche der jüdiTdieii Lehrer In der in Berlin stattgehabten Jahresversammlung des V e r - cins'jüdischlr Lehrer der Provinz Brandenburg wurde neben aktuellen Schul- und Unterrichtsfragen auch die allgemeine jetzige Lage der jüdischen Beamten besprochen. Der Vorsitzende (Guttmann, Potsdam) betonte, daß e» den Beamten . Selbstverständlichkeit sei. mit ihren Gemeinden Not zu teilen. Die Gegenseite zeige alter nicht immer die gleiche Einsicht. An sielt durchaus verständliche Sparmaßnahmen rechtfertigten noch nicht überflüssige Härten. Absolut mit Not nichts zu tun hätten gewisse Rückschritte im Punkte Bcumtenbewcrtting ideeller Art. Sie beeinträchtigten — zum Schaden der Gemeinden selber — die innere Arbeits- und Bcrcitsfrcudc. Nur auf dem Boden der Gegenseitigkeit könne ein dem Wohle des Judentums freudig dienender und in dieser Hinsicht jetzt doppelt benötigter Beamlcnstuml gedeihen. Lina Morgenitern zum Gedenken Eine Vorkämpfern! der Wohlfahrtspflege Am Dezember werden es 2iL~Jahre, daß eine für das Wohl der Allgemeinheit tätigsten deutschen Jüdinnen de» vorigen Jahrhunderts, daß Lina Morgenstern das Zeitliche gesegnet hat. Als Schriftstellerin und Philuiilhropiu, als Vertreterin der Frauciiiuteresseu war ihr Name in Deutschland und weit über seine Grenzen hinaus in Ehren genannt. Das ganze Leiten der 1830 in Breslau Grlturcnen gehörte der Wühltätigkeit. Schon mit 18 Jahren gründete sie den Pfcnuigvrreiii zur Unterstützung armer Schulkinder. Der erste Frühe Ische Kindergarten, das erste KindcrgärtiirrinnriiM'iniuar wrdanktru ihr ihre Entstehung. Die ersten Berliner \ o I k s k ü c h r n , der 'Kinderschiitzvcreiu, die Uutcrslülzungskassc 'zur Speisung Notleidender, die Untrrstülzuugskassc für Dienstboten, der Berliner Hnusfraui'livrrriu mit seiner Kochsrhule und seiner' Krankenkasse cntstuirmeit ihrer Initiative. Während lies 7Ucr Krieges diente sie mit voller Kraft vaterländischen Aufgaben, der Verpflegung durchziehender Truppen und der Pflege Verwundeter. Besonders lug ihr die Weiterbildung der Frau am Herzen. Der erste Berliner Arhritcrinnciihitduugsw rein wurde von ihr geschaffen; »ie rief eine Akademie zur wissenschaftlichen Fortbildung für Frauen in» Leben, M'llllf Kurse für häusliche Krankenpflege. Ihr tiefes mütterliches Empfinden erkannte die Bedürfnisse ihrer /eil; »ie beschritt neue Wege zur-' Behebung voll Notständen, und manche später so ganz M'Ihstvrrsläiidliche nf Irutliche Einrichtung verdankte Lina Morgenstern ihre Entstehung. Mit ihrer sozialen Tätigkeit ging ihre literarische Arbeit Hand in Hand. Lina Morgenstern war eine Frau mit warmem Herzen und klarem Verstand. In wacher Erkenntnis weihte »ie ihr Dasein der Frau, dem Volk und dem Vntcrlaudc ' II. II. Der zchnfache~~Doktor Rom. Der Lehrer an den hebräischen Schulen New" York». Dr. Hirsch Löh G <t r d u n , hat auf Grund einer Dissertation über das Thema ...\l e d i i. i u i tu T n 1 in u d" du» medizinische Doktorat der Universität Born erworben. Damit hat Dr. Gitrdtill »rill zehntes Doktordiploni rrhingl. Die 'Zeitungen befassen »ich eingehend mit diesem ungewöhnlichen ..Rekord" Dr. Gordon», der früher in New York, Paris und Berlin studiert hat, von wo er nach der politischen Neuordnung zur Fortsetzung seiner mediziniHchcu Studien nach Rom kam. Im Anschluß au.ein Interview mit dem zehnfachen Doktor äußert »ich „Cioruale d'Ilnlia" linier Anführung der wissenschaftlichen Arbeiten Dr. Gordon» begeistert über diese außerordentliche gei»tige lx'islung. Namensänderung fördert ACQmilation der turkifchen Juden Istanbul, Das von tler großen Nationalversammlung in Ankara beschlossene Gesetz, wonach alio türkischen Staatsbürger ihre Namen durch Anfügung türkischer EnJunjin abJmlarn müssen, betrifft vor allem dio zahlreichen in dor Türkei lebenden Juden; Cricchcn und Armenier. Zu dem neuen Gesetz Äußert sieh Dr. Tehiprout, einer der Führer der Judenschaft von Istanbul in der dortigen franzo»isehrn Zeitung ,;Ln Turmiie'* folgendermaßen: „Wir sind Türken und sind »tofz darauf; (las den Grundsätzen des Forlychritl.t und der Rechtsgleichheit aller Bürger ■ huldigende gegenwärtige Regime hat sich für alla Elemente «Ich Landes sehr günstig ausgewirkt. Wie alle Lumlc»kilidcr werden ' die Juden Namen türkischen Ur»prungs zu wählen halten. Sie werden dies hiil Freuden tun und das neue Ccsctz wird uns immer 'mehr dem türkischen Volk assimilieren." Arbeitserlaubnis für auslandifche Juden in Frankreich Pari». Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, gestalten »ich die Verhandlungen jüdischer Persönlichkeiten mit Mitgliedern der französischen Regierung über Gewährung von A r Ii c i t s c r I a u h u i s » c Ii für die im letzten Jahr nach Frankreich eingewanderten J u d c n haffiiuiig»vull; es wird erwartet, daß die französischen Behörden in kurzem GIKHI Auswanderern aus Deutschland Arbcitscrlaiibni» gewähren werden. Eine weitere Abmachung zwischen den zuständigen französischen Behörden und jüdischen Organisationen betrifft da» Schicksal der aus- Frankreich ausgewiesenen Einwanderer; ihre Loge dürfte in der Weise geregalfc-werden, daß die jüdischen Organisationen es übernehmen, die Ausgewiesenen allmählich in andere Länder zu befördern. Erleichterungen in Belgien Brüssel. Eine'jüdische Abordnung besprach mit den Mitgliedern der interministeriellen F 1 0 c h 11 i n g » - K <J m m i» » i o u das Schicksal der Eingewanderten in Belgien, die unter behördlichen Maßnahmen schwer zu leiden haben. AI» Ergebnis dieser Besprechung ist an die Polizei die Weisung ergangen, die jüdischen Auswanderer, die sich' in Belgien nur so lange aufzuhalten gedenken, bis sie die Erlaubnis zur Einwanderung in ein Uljerseeland erhalten, nicht zu belästigen. Das Beileid der Königin ' Amsterdam. Königin Wilhefmine von Holland sandte an die Jüdische Gemeinde ein Sehreiben, in dem sie ihrem Mitgefühl aus Anlaß de» Ablebens de» Amsterdamer Oberrabbiner» A. S. önd e r w i j z e r Ausdruck gibt. Königin Wilhelmine hat den von ihr sehi gesehätzten Oberrabbincr oft zu »ich eingeladen. Im, April 1924 besuchte sie mit ihrer Familie die Große Synagoge von Amsterdam und hörte bei dieser Gelegenheit eine Predigt de» Oberrabbiner Onderwijzer, der von dem „Jahrhunderte alten Band zwischen dem Hau» Oranien und Israel" »piach. w 3t䣀$£$£fl Moabit, Xurmftr. 42 BEKANNT DURCH QUALl TXTS - WAREN

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.