Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 88 (7.11.1934)
- Date
- 1934-11-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4109741-4109754-2613596--009-2617027- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Am mm.w\mf rons Are^c zum Im Auto ifchen Urologen-Kongreß Von PROF. DR. PAUL ROSENSTEIN -Direktor am Kvunk.-nha.is der J ü .1 i , .0,.- „ Gemeinde Berlin Der verlockenden Einladung der italienischen b'rolouvii.'auf .hri-ni diesjährigen Kongreß in It o m zu sprechen, bin ich mit hreude getolst, .In -ich auf einer solchen lt.i,c Wissenschaft uml Erholung auf das angenehmste miteinander .eriiindi-n lassen: Die ltc.se im Auto dureli drei Länder, Deutschland. Schweiz. Ilalienwar ein wechselndes .Erleben buiitheucgtci- Bilder. Abend in Siena Da die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland eine bcträchtliehe Anzahl von Medizinern in das Ausland geführt hat. so »ab es auf dieser Heise manch' interessantes und erfreuliches Wiedersehen. Lclx-rall in großen Städten, die wir durchfuhren, zop ich mein Nntizbiichleiii hervor, um den eincn_oder andern der Bekannten, die in iniserm Krankenhaus gearbeitet hatten,' und nun "im .Ausland ihre Approbation zu erreichen versuchen, zu mir zu bestellen. Uic schönste Erinnerung habe iel. an einen Abend in S i c n a , einer kleinen, alten, italienischen. Universitätsstadt, auf dem Wege zwischen Florenz und Rom gelegen, in der »ir übernachteten. Außer ihrer lieblichen Umgebung und dem fesselnden Stadtbild.- mit den bergauf, hergab führenden Straßen, wird man entzückt durch die. reine, klassische Architektur. Zahlreiche Paläste und Kirchen der Gotik und Früllrenaissance aus dem , 14 bis , 16. Jahrhundert lassen erneu nicht los und erfreuen durch die Reinheit des Stils in dein zauberhaften Klima Toscanas. jeden Besucher. Berliner Studenten erzählen Auch hier halte ich die Adresse eines Volontärs meiner Abteilung, der das italienische Staatsexamen nachmachen will, um dort als Arzt sieh niederzulassen. Ich fragte ihn, ob nicht noch mehr Deutsehe in Siena studierten und bat ihn, doch alle an dem Abend zu uns ins Hotel zu bringen, damit »ir gemeinsam eine nclte Plauderstunde vccbrächtcn. Und so erschienen denn nach dem Abendbrot fünf Studierende, darunter zwei Damen., von denen drei. in imscrm Krankenhaus in Berlin f a m u 1 i e rt hatten, also keine Fremden mehr waren. Ich hatte das. Gefühl, daß den dort im fremden Lande studierenden jungen Leuten keine größere Freude .erwiesen werden kann, als wenn Durchreisende sich ihrer erinnern. Ich erfuhr, daß sie sehr fleißig arbeiten müssen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Neben der .Schwierigkeit der fremden Sprache kommt noch hinzu, daß die' Art des Unterrichts ganz anders gestaltet ist als in Deutschland. Es besteht weiterhin die Vor- ■ sehrift, dos Examen nicht am Orte des Studiums, sondern an. einer andern' Universitätsstadt zu machen. Diese Erschwerung macht den jungen Leuten natürlich Sorge, da eine Prüfung vor einem fremden Examinator in fremder Sprache besonders schwierig »st. Am nächsten Tage fuhren wir gegen Abend in Born ein und genossen den zauberhaften Anblick der in Tausenden von Lichtern erstrahlenden Hiesenstadt- Überfetser gefucltt Am andern Morgen begahrr der Urologen-Kongreß. Ich stand mit zwei Vorträgen auf der Tagesordnung, mit dem ersten am Nachmittag desselben Tages. Ich erfuhr bei meinem Eintreffen auf dem Kongreß zu meinem Schrecken, daß man nur italienisch sprechen dürfe. Das war für mich ein harter Schlag, da ich die italienische Sprache nicht so beherrsche, um unvorbereitet sprechen zu können, und so mußte ich mich in Rom nach einem Uebersetzer umsehen, der mir bis zum Nachmittag mein deutsches Konzept übertragen konnte. Und nun erzähle ich ein Erlebnis, das der Zufall mir gebracht hat, ein. Zufall, dem ich von Herzen dankbar bin. Ein unerwartetes Wiederfehen Ich fuhr in 'das Hotel zurück, dessen Besitzer, ein besonders liebenswürdiger und entgegenkommender Mann, gut deutsch sprach. Ich trug ihm mein Anliegen vor, mir einen solchen Ubersetzer zu verschaffen," da ich nur einige Stunden Zeit zur Verfügung hätte. Er führte mich sofort in eine Künstlerstraße, wo der Sohn eines sehr guten Freundes, selbst ein begabter Maler,' mir diese Gefälligkeit erweisen würde. Als wir vor dem Türschild standen, kamen mir heimatliche Erinnerungen: Denn dieser gar nicht italienische Name war der eines Mitschülers aus meiner Vaterstadt Graudenz. Es darf daher nicht wundernehmen, daß beim Eintritt' in die Wohnung nach flüchtiger Vorstellung meine erste Frage war: „Stammen Sie aus Westpreußen?" Der sympathische junge Künstler antwortete mir: „Ja, mein Vater ist in Graudenz geboren." Fast wollte ich es nicht glauben, daß der erste römische Einwohner, der mir in meiner Sprachnot für den Kongreß helfen sollte, ein Landsmann von mir sei, und daß eine glückliche Fügung mich gerade mit diesem sofort zusammenbrachte. Ich bat darum, auch den Vater zu sehen, und nun gab' es tatsächlich ein rührendes Wiedersehen, da der inzwischen dort Professor iür Kunstanatomic gewordene Maler seit 45 Jahren von seiner Heimatstadt nichts mehr gehört hatte. Das Gebetbuch Herr Professor L. ging, nachdem wir verschiedene Erinnerungen ausgetauscht hatten, schweigend an einen Schrank heran und entnahm diesem ein in Scidcnpapicr eingewickeltes Siddur. -Dieses ist das Gebetbuch, >n i t dem mich Ihr Vattr in G r au d e n z. ei n ges*e-gn e t hat." Diese Szene, die für den Charakter und die Pietät meines *~I-andsniannes sprach, hat mich tief ergriffen, stand' mir .doch wieder einmal das Leben meines in Graudenz als Rabbiner wirkenden Vaters vor Augen. Da sich der wissenschaftliche Teil des Kongresses für diese Zeilen nicht eignet, so möchte ich nur sagen, daß die überaus große Liebenswürdigkeil und das weitgehende Entgegenkommen, das man uns in Italien erwiesen hat, den Wunsch nach Wiederholung wachruft. Ich brauche nicht cm zu betonen >als wir uns in Rom der sachverständigen Führung dieser Grau- .lenzer i-amihe erfreut haben, und daß wir auf solche Weis,- viel tiefer in die Schönheiten und Denkwürdigkeiten dieser allen Stadl .eingedrungen sind, als ein uewölmli.hcr Besucher es" vermag. Ein kleines Beispiel: - _ Micheltingelos Mofes Das Meisterwerk Michelangelo,, die riesenhafte Mo».-»- figur aus weißem, kararis.licm Marmor, sieht in einer kleinen . Kirche. S. Piclro in Vin, «Ii. Unser Cicerone machte „„s auf emen Sprung m- Knie aufmerksam und erzählte uns folgende kleine Geschichte: Michelangelo «ar, nachdem rr Ja.s .Meisterwerk vollendet halte, in solcher Ekstase über die U-lvensälmlu-likrit der Kiaur. daß er glaubte, Moses könnte nun aufstehen und schreiten. Er rief ihm zu: .,So geh.- doch;- Er wartete vergebens und geriet in solchen Zorn, daß er seinen Hammer nahm und heftig auf das Knie cinlm-b. mit den Worten: „Warum ürhsL.Du nicht:" Dann erst soll er wieder zu vollem Bewußtsein erwacht sei». - Die...- ekstatische Benommenheit dieses Künstlers ist gewiß kein Märchen; sie ist einem Ar/t durchaus erklärlich. 700 Kirchen und eine Synagoge Ich möchte hei dieser Gelegenheit cinsi-linllen. was sicherlich vielen Lesern unbekannt sein wird, daß Rom zwar 7 I) 0 K i r e h e n, aber nur f ine Sy n a g o g e hat. Sie lebt als staatlicher Bau inmitten der klassischen Stätten des Altertums; nehen ihr hat sich noch das alle Ghetto mit seinen charakteristischen Typen erhallen. Die Rückreise erfolgte bei herrlichstem Sonnenschein über -wundervolle Straßen, . die zu befahren für jeden Automobilisten das höchste Glück bedeutet. Der Weg führte uns bei tiefblauem llimmet am Mitlelmcy entlang zur italienischen Riviera.-dauu am ganzen Wcslufer des Lago Maggiorc vorbei über den in korkenzichcrarligcn Kehren sich" hinaufweuilcndcu Gotthard und über Zürich nach Hause. ' Ich habe aus der Heise die Gewißheit mitgenommen, daß es jedem . angelegen sein sollte, Aufforderungen de» Auslunde», an wissenschaftlichen Tagungen teilzunehmen und dort xu sprechen, Folge zu leisten; ist doch die Erhaltung den Zusammenhange» mit den führenden ausländischen ärztlichen Kollegen heute -wichtiger denn je. Die Aufnahme im Auslände ist eine besonders herzliche; dos wissenschaftliche Auftreten deutscher Arzte wird dort, besonders hoch geschätzt und gewertet. KURZE NACHRICHTEN Die Auslandreise des Arstes In der letzten Nummer des Aerzteblartes für Berlin findet sich eine für die zuständigen Kassenärzte wichtige Anordnung des Amtsleiters Dr. Grothe, nach der Urlaubsreisen nach dem Ausland nur noch mit besonderer Genehmigung des Amtsleiters unternommen werden dürfen. Ein dahingehendes Gesuch muß vorher und rechtzeitig an die Kassenärztliche Vereinigung Deutschlands, Verwaltungsstelle Groß-Berlin (Genthincr Straße 34), gerichtet werden — unter Angabe der Ellen Jacobjohn Herbert Wolf Vir lobte Berlin-Halenfee Joaehim-Friedrich-Str. 55 4. November 1934 Stettin Schillerjir. 5 Der Herr, Die Dame Elegante Maßschneideret A. Berkowitz, JoatAimsthalerstr. 38. J I Bismarck 7640 tischlkrei A S GUTE MÖBEL" G LOKEK - A. DITTMANN - INNENARCHITEKTEN BERLIN-SCHÖNEBERG, WAKTBURGSTR. 40, FERNRUF G 1, «500 I STEMPEL - KLISCHEES Oravieranstalt Max Nehmitz NW 21, Rathenower Straße 23 I Aufenthaltsdauer sowie der Gründe, die einen l rlnnl. im An'lan.l .■iliireiIlgen: auch die \n..liiiii im Ausland i.....ilzulcilcn. Eine \ rrhuigcMiiig heißt ,-s in der Vertu:..,,,,:; Uni.nt in. allge-.::,inrn nicht in Kra».-. .In!.. -,ind. icu l allen ,„„($ „.,.)„. zeitig, d. Ii. mii Ablaut des Irlauhs, ein Gesuch um \ crläugcnin- »lcs Aufenthalts mit cingehi-uder llcgr/mdum; eingereicht werden. Kir den Kall cinec Erkrankung i-> dem ' Gesuch das Zruuuis eines beamteten Ar/tes beizufügen." ' Dr. Dünner um jüdifelwn Krankenhaus Im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde /u llcrliu. K\cr/icstraße II a. ist eine II e u e A I. teil Ii n,g f ii ,- Tu I. e r k n 11. s e - Kranke ciugcrii biet worden. Zinn Leiter der Abteilung wurde Herr Dr. l.a/ar Dünner gewählt. Dünner war früher Direktor des städtischen Hospital. Hu, h-\\ r-|. Abbau der jüdischen ..Irrte in Wien — geht weiter Wien. Nachdem, die \ ersiehe, ,„i;:-l.a-.sr Iür kaufmännische Ailgestcllle kürzlich ihre jüdischen Arzteauf den Abbau-Etat gesetzt hat. folgt nun auch. die Krankenkasse der Industrie-, angestellten diesem Beispiel. Dir' Kasse hat jetzt zehn Arzte grkun.l.gl. davon neun Juden. Da. Verhältnisder bei diese. - Kil»>c-_\rr»ulir,lcu jüdischen Angestellten zu den inchljüdisclien ist aber .ll:."ltl. E. i,t fast Kr.-.....Ii »morden..mit jeder umfangreichen Kündigung von Juden a u che i u .- in N i c Ii i j n d c u /. u k it n d i g c u . wobei der Christ zuletzt du. Ii auf dem Posten .belassen «ird. »iiin-end die Kündigung bei den Juden definitiv is......I ihre .Stelle« mit Nicllljuilen besetzt »erden. Blutprobe im Reagenzgliis Ergehniffe eines rufJifihviuForfehern Itiisschiolnuisrlic Kragen stehen heute licgrrifli. her dciiu je im Vordergrund der Erörterungen bei Ärzten und Ijiiru. Schlier zu sagen, oh solche Kiü, lerungcn und Erwägungen uirlil in mancher Hinsicht bei Laien i.lierlieh mehr und häufiger als hei Av/.tcn über das Ziel hinausschießen und zu einer Auf- " fiissimg führe,,, die de, letzte,, Erkenntnis abträglich ist. Auch i ein so prominenter Vertreter der heutige» Stiiatsauffassung wie Ministerialrat |)r. It a r I c I s »arm wir einer l'nlrrsrhälzuug des Rassrgrdankrns „ml geißelt, jene Kaiuilikcr, die heute mit aller Gewalt de, nordischen Mens, heu „züchten"' »ollen. Eine, solche Witvuuug rrwhruil in» -.. braihlli.her. ueu, die Diskussion zu diesem Problem über dir Grenze »lieblicher Kritik hinaus auf da» Gclun einer verletzend, uirkrndcu Polemik iibglcitel. Polemisch .in diesen, Sinne wirkt ein Aufsatz von Dr. und. Stachle (Stuttgart) in den, neuesten Heft, das die dem Deutschen Arzlehh.lt beigefügte Zeitschrift des Sachversländigeulieirnls für Volksgcsundhcil, die. „Volksgcsuiidheilswaeht", herausgibt. Der Aufsatz teilt unter dem Titel — Blut und Rasse — - i.c.ic ForM-hünusergehnisae mit. ■ — Gegenstand der Untersuchung Ist das sogenannto Blutserum, dos xu* Erforschung der etnaelnen Blutgruppen dient« aber tibar - die rassische Zugehörigkeit bUher noch, "keine «uvoelasalgo . Auskunft gibt. "Wohl abe* soll das mittel» einer chemischen Untersuchungsmcthode des russischen Forschers Prof. Minoi- 1 o f f möglich sein, deren Ergebnisse Dr. Stachle erwähnt. Sie besagen nicht mehr und nicht weniger, als daß e» gelingt, an der Hand einer chemischen Veränderung im Reagenzglas "aie Basse- Verschiedenheit des Blutes restzustellen und auf diese Weise zum Beispiel - einen Huuen von einem — Juden ad >natersebeidv0* * Dem russischen Experimentator ist das aifgeMlch in 90 ProsenI der Fälle gelungen. * Manoifoff berichtet van einem Kollegen, der ihm drei Blutproben brachte, zwei von Erwachsenen, die dritte von einem Kind. Es sollte bestimmt wenle», von wem das Kind st.amme. In Gegenwart des Arz.li» bezeichnete Manoiloff die Blutproben mit . 1, 2 und 3. Dann iinlri suchte er sofort Nr. 1, hiernach Nr. 2 und bestimmte, daß Nr. I einem Juden gehöre. Der Kollege gab zu, daß diese Bestimmung' richtig sei. Weiter untersuchte Manoiloff da» Blut des Kinde» (Nr. 3), hielt seine Blutprobe zwischen die von Nr« 1 und 2 im durchfallenden Licht einer elektrischen Lampe und zeigte, daß das Blut de» Kinde» dem voii Nr. I, also dein Juden, näherstand. Auf Grund die»e» Ergebnisse» versicherte- Manoiloff, daß der Vater des Kindt» ein Jude und nirht rin Russe sein müsse. Der ärztliche Fragesteller, der »ehr zufrieden mit dein . Ergebnis war, berichtete, daß'die ganze Angolegcnheit auf folgenden Sachverhalt zurückgehe-. Ein Jude, verheiratet mit einer russischen Frau, halte* nach der Gehurt de» Kinde» begonnen, seine Krau de» Ehebruch» mit einem Hussen zu verdächtigen. Der Arzt fügte hinzu, daß Manailoffn Bestimmung der Wahrlieit nachkomme, wie auch die sonstigen gesetzlichen Forschungen zu dem gleichen Schluß gekommen seien, daß nimlich der Verdacht de» Ehemanne» gänzlich unbegründet sei. Alle» in allem spricht der Stuttgarter Arzt von „durchaus ermutigenden Ergebnissen" hei der Nachprüfung der Manoiloffsehen Methode. Leider hat Dr. Stachle vergessen, die Stellen anzugeben, an denen diese Ergebnisse beschrieben und verflffent- ■ -licht sind. Wie wir hierzu von uuliedingt sachverntamiiger Seite hören, ist davon nicht»=hekannt geworden; im Gegenteil, die Sache scheint überhaupt nicht ganz ernst. genummen worden zu sein. Herr Dr. Stachle selbst gibt vor»ichtigerwei»e xu, daß man nicht zuviel von einer solchen Blutprobe erwarten dürfe. Trotzdem zieht er bereits die. letzte Konsequenz au» der chemischen Blutprobe, die einen Weg weist, dcn-^Nichtaricr mit dem Reagenzglas 'festzustellen. .',Du hilft dann — sagt er keine .Tarnung mehr, keine Taufe, kein Namenawechsel, kein Slaalsbürgcriecht, ja nicht einmal mehr eine wohlgclungrne Nasenoperation."? *y (Probesendung anfordern I '/zPfd. feinsten Saldor- Kaffee und 50 e la Teemischung zusammen für RM. 2,— franko Haus. «■ Uweruteia. W 50, Schaperstr. 11. B 4 8785. CrhlnccsMi Feyerabend, C 25 '••U1IUM6ICI Kl. sluisdsrrtr. II Forden Sic unwr- •/|l__I..aM: biwllidi a'ulmanieMu«. HimU. Um- '■UClIlPnElCI TBbrr», Cmtaulm ura.xu KU. Pnum ■Köpenicker Wäscherei A. Wensdi Troctoet Im Freien. Solide Preise. Fordern Sie PreJibstel Köpenick, Orünauer Straße 77, M Köpenick 1160 Köpenicker wascherei Ernst Richter ^&^X^Cr^S o. So-ue-end. KH'.a.aLM^ Köpenicker Wäscherei Paul Ramlau Köpenick, OUenicker Straße 37 r Telefon F 4 KöMrock 01« Schonendste B«!ilnjlJone. Medrirne Preise. AbhoIanE uad Lletenmc UtUcb * Der Trennungxftrich . Di« ßur/chenacho/t brgründrl ihren Auttritt au» dem deutfehm Waffenring Die Deutsche Burschenschaft hat ihren Austritt aus dem Allgemeinen Deutschen Waffenring erklärt. „Dir Deutsche Burschenschaft", so heißt es in den für diesen Schritt mitgeteilten Gründen, „kann sich nicht vorstellen, daß man den studentischen N'ochwilch» zu nationalsozialistischen Kampfern erziehen und ihn doch im ^-andesvatcr' mit Judenstlmmlingen, jüdiscli Versippten und Freimaurern buiideshrflderliche Treuer schwüre tauschen lassen kann. Da die Deutsche Burschenschaft den Eindruck hat, daß im Allgemeinen Deutschen Waffenring eine Einmütigkeit in grundsatzlichen politischen lind weltanschaulichen Fragen nicht hergestellt werden kann, hat »ie nunmehr den Trennungsstrich gezogen."