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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-09-28 · 78-79 (28.9.1934) · page 10

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
78-79 (28.9.1934)
Date
1934-09-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Ein Gedenkartikel and eine Kritik JQdisciier Veteran von Wibenhausen Das „Witzenhäuser Kreisblatt“ vom 16. September 1934 hatte einen Bericht-über einen vor 60 Jahren verstorbenen jüdischen Veteran.aus den Freiheitskriegen veröffentlicht, der unter großen Ehren in Witzcnhausen zu Grabe getragen worden war. In diesem Bericht erblickt die „Kurhessische Landeszeitung“ in Kassel eine Herausforderung der nationalsozialistischen Bewegung und - glaubt darin die Tendenz zu sehen, den Nationalsozialisten vor Augen zu führen, wie „unsere Leit“ im Dritten Reich als „ehrenwerte Bürger“ begraben werden wollen. Der Bericht des „Witzenhäuser Kreisblattes“ hat folgenden Wortlaut: „Vor bald 60 Jahren, am 12. März 1875, wurde hier ' i„ Wilzenhausen unser Mitbürger, der israelitische Veteran aus den Freiheitskriegen, Noa Ga'ns, feierlich zu Grabe getragen. Er war mit dem siegreichen deutschen Heer in Frankreich eingezogen. Der Sarg war mit dem Helm und Degen des alten Freiheitskämpfers geschmückt. Der Kriegerverein folgte in votier Uniform in drei Kolonnen. Ein Mitglied trug die Orden des Entschlafenen auf einem Sammetkissen voran. Das Regiment 83 in Kassel stellte die' Trauermusik zu dem Zug, der sich durch mehrere Straßen Wilzenhaasens nach dem israelitischen Friedhof bewegte. Dort hielt .ein alter Witzenhäuser, der Rabbiner Dr. Silberslein aus Nühringen in Württemberg, der sich zufällig zum Besuch bei seinen Verwandten hier auf hielt, eine schwungvolle Gedenkrede. Drei Ehrensalven über dem offenen Grabe beschlossen die Feier. Den alten Witzenhäusern sind die Namen Gans und Silberstein noch wohlbekannt.“ Im Anschluß an diese Erinnerung an einen tapferen Bürger Witzenhausens schreibt die „Kurhessische Landeszeitung“ u. a.: „Es ist für jeden ehrlichen Nationalsozialisten empörend, daß ein'Blättchen,. welches als Amtsblatt nationalsozialistischer Behörden gelten soll, sich berufen fühlt, derartig herausforderndes Geschreibsel seinen Lesern zumuten zu können. Wenn schon der Auftraggeber, der mit Eckh. zeichnet, das Bedürfnis hat, Helden zu ehren, dann hätte er an demselben Tage, an dem er. einen Juden beweihräuchert, in Kassel Gelegenheit gehabt, echte und ehrliche deutsche Helden (Kriegsopfer) ehren zu können. Soviel wir erfahren konnten, war dieser jüdische Held mit Namen Noa Gans Heiratsvermittler in Witzenhaüsen und hatte Geld genug, sich mit bezahlter Regimentsmusik beerdigen zu lassen, was leider in jener Zeit für einen Juden möglich gewesen ist.“ Gottesdienste amSchluBfest und Simchat Thora Sonntag, 30. September.. ln allen Synagogen abends 6 Uhr. ln den Synagogen Friedenstempel, Pripzregentenstraße, Liberale Synagoge Norden, Liberale Synagoge Osten (7.30 Uhr; Zimet), Liberale Synagoge Nordost (Sänger): Seelenfeier. Montag, 1. Oktober: (Sch’mini azereth). In alten Synagogen Beginn vorm. 10 Uhr. Neue Synagoge: Warschauer, Lindenstraße: Weyl, Lützowstraße: Levkowitz, Fasanenstraße: Wiener, Levetzowstraße: Sänger, Fricdenstempel: Prinz, Prinzregentenstraße: . Galliner, Schmargendorf: Brasch, Liberale Synagoge Norden: Hirschberg, Jüdische Religionsgemeinde Charlottenburg (vorm: 030 Uhr): Salomon. Abends in allen Synagogen 6 Uhr. Liberale Synagoge Osten, 7.30 Uhr: Sänger, Liberale Synagoge Westend, 7 Uhr: Graf. Dienstag, 2. Oktober: (Simchat Thora). Hauptgöttesdienst in allen Synagogen mit neuem Ritus 10 Ulir vorm. Frühgottesdienst: Lindenstraße, Levetzowstraße, Prinzregenienstpaße 730 Uhr. Neue Synagoge: Warschauer, Lindenstraße: Salomonski, Lützowstraße: Seligsohn,' Fasanenstraße: Dr. Sänger, Levetzowstraße:. Levkowitz, Friedenstempel: Prinz, Prinzregentenstraße: Wiener, Schmargendorf: Vogelstein, Liberale Synagoge Norden: Graf, Jüdische Religionsgemeinde Charlottenburg, 9.30 Uhr: Plotke. Statistisches aus Jugoslawien Köpenldfcer Wäscherei Paul Raanlau Köpenick, Ollenicker Straße 37. — Telefon F 4 Köpenick 0142 Scfaomadilt Betmutlniig. Niedrig»« Prelle, Abholung und Lieferung «glich Philosophen 90, Pharmazeuten 15. .In den Mittelschulen gab es 3300, in den Volksschulen 4000, im Handwerk 550 jüdische Schüler. Im Jahre 1933 gab es 653 Geburten und 748 Todesfälle, eine Tatsache, die zu Besorgnissen Anlaß gibt. Im selben Jahre wurden etwa 400 Ehen geschlossen, Scheidungen gab es 32. 24 gemischte Ehen wurden geschlossen. In das Judentum sind 11 Personen eingetreten, aus dem Judentum sind 9 Personen ausgetreten. 1 „Die jüdische Rasse ist eine minderwertige Rasse" „ludensctiulen“ In Wien Wien. Anläßlich des Schulbeginns in den Wiener Volks-, Bürger- und Sonderschulen nach Beendigung der Hauptferien, erlebten die jüdischen Eltern, die ihre Kinder in die Haupt- und Bürgerschulen in der Sperlgasse und in der Augartcnstrafle im 2. Bezirk begleiteten, eine unangenehme Ueberraschung: die jüdischen Kinder, die bisher die sogenannte Augarten-Schule besucht hatten, werden in diese Schule niefit mehr aufgenommen, sondern müssen in die Sperlgasse-Schule gehen. Hingegen werden die christlichen Kinder von der Schule in der Sperlgasse abgezogen und in die Augarten- Schule dirigiert. Es werden' also trotz allen Verhandlungen und Zusagen die jüdischen Schüler im Wiener Schulwesen abgesondert und in eigenen „Judenschulc'n“ konzentriert. Die Elternschaft ist über diese Maßnahme sehr beunruhigt. Vor den Ferien veröffentlichte Meldungen über eine zunächst in den Mittelschulen in Aussicht genommene Judenabsonderung 'sind damals von den maßgebenden Stellen dementiert worden. ' Belgrad. Der Bund der jüdischen; Gemeinden in Jugoslawien veröffentlicht interessantes .statistisches Material. Im Lande wohnen 68 400 Juden, die 0,49°,« der Bevölkerung ausmachen; davon sind 34 500 Männer und 33 900 Frauen. Die Juden sind in fast 120 Gemeinden organisiert. In dreizehn Gemeinden leben 52 400 Juden, der Rest von 16 000 verteilt sich auf ca. hundert kleine Gemeinden. Von den jugoslawischen Juden sind 14 000 Erwerbende, davon 9000 Kaufleute, Handelsangestellte und Privatbeamte. 1500 Menschen gehören den Intellekuellen Berufen an, davon sind 730 ■ Aerzte, 300 Rechtsanwälte, 200 Ingenieure, 35 Tierärzte, -90 Apotheker. Handwerker gibt es 2000, davon allein in Sarajewo 500. Ende. 1933 wurden rund 700 jüdische Hochschüler ge- - zählt, davon: Techniker 90, Mediziner 130, Juristen 220, Eine Rede des Gauleiters Grolle Starke Abnahme der jüdischen Bevölkerung Wiens Gesucht werden für Berlin: Mustemäherinnen für gute Konfektionskleider, perfekte Konfektionskleidernäherinnen für Betrieb, perfekte Gummimäntelkleberinnen und Stepperinnen, Futtermacherinnen und erste Handnäherinnen für Herrenkonfektion, jüngere Einrichterin für Spitzendecken und Handarbeiten mit Nähen, Kettlerin für Betrieb, Zickzacknäherinnen für Betrieb, perfekte Heimarbeiterin für Pyjamas mit Zuschnitt, perfekte Näherin für seidene Damenwäsche, Zuschneiderinnen für kunstseidene Damenwäsche, Zuschneiderin -Schlosserei r®yoral,Bnd'c 25 -.J.AIenedar«tr.1l Ibrdem Sie tmwrllOIHHHflWli bindliofi Kostenanschlag. Sämtl. 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Der „Westdeutsche Beobachter1* in Köln berichtet von einer Rede, die Gauleiter Grohä aus Anlaß der Gausporttagung des BDM über die rassenpolitische Pflicht des deutschen Volkstums gehalten hat. Im Verlauf der Rede, in der er die Notwendigkeit eines geistig und körperlich gesunden Nachwuchses forderte, der nationalsozialistisch geschult werden müsse, führte Gauleiter Grohe folgendes aus: „Wir wollen auch körperlich schöne Menschen und einen Geist, der wirklich deutschem Wesen entspricht. Wir haben dabei schon immer in der Rassenpolitik erkannt und immer mit Deutlichkeit und Betonung. gesagt, daß es wertvolle Rassen, aber auch minderwertige Rassen gibt. So wie ich es vor den Hunderttausenden Hitterjüngen in Aachen betont habe, so spreche ich es auch wieder zu euch und benutze die Gelegenheit gern, wieder zu erklären, daß die j’ü d i s c he Ras s e eine minde r w e rti ge Rasse ist. So, wie wir in der Oppositionszeit den Juden kennen gelernt haben, so haben wir ihn auch in diesen Wochen wieder gesehen. Er versucht Äußerungen von Nationalsozialisten gegen einander auszuspielen und Mißtrauen zu - säen. Wenn er nicht immer wieder Anstrengungen machen würde, in unserem Vaterlande als ein Unsichtbarer einherzugehen, wir würden es nicht nötig haben, ihn zu bekämpfen. So aber müssen wir es. Wir leimen den Juden nicht nur ab, sondern wir bekämpfen ihn bew u ßt, solange, bis er sich aus unserm Volksleben heraushäll und uns in Ruhe läßt. Deutsche Art und deutsches Blut rein zu erhallen, dazu hobI auch ihr Mädchen verantwortlich beizutragen. Hütet euch vor jedem Kompromiß, der euch in der Theorie liebliche Versprechungen macht, in der Praxis aber etwas ganz anderes will. Mit diesem Kompromiß darf das junge Deutschland nichts zu tun haben. Sehn wir den Juden als eine Gefahr für die menschliche Gesellschaft an, dann können wir anderseits auch nicht freundschaftlich mit ihm verkehren, als wäre er 'unseresgleichen. Der Jude ist nicht nur äußerlich gekennzeichnet, sein Empfinden ist auch ein anderes als unsers. Er denkt und handelt anders als ivir. Er sieht uns fremd und feindlich gegenüber. Wenn wir ihn entschieden bekämpfen, dann nicht zuletzt zum Segen der ganzen Menschheit, denn sein Wirken ist-überall ein zersetzendes.“ Zusammenschluß der jüdischen Körperbehinderten Deutschlands Die mit Genehmigung der Rechtsabteilung der N.S.- Volkswohlfahrt von der Zentralwohlfahrtsstelle.der deutschen Juden im Einvernehmen mit der Reichsvertretung der deutschen Juden und gemeinsam mit den schon bestehenden Selbsthilfe-Organisationen eingeleiteten Bestrebungen zwecks Zusammenschlusses der jüdischen Körperbeschädigten in einer einheitlichen, einfachen und übersichtlichen Organisation sind nunmehr abgeschlossen. Es wurde eine.„Se 1 bsth 11 f egemeinschaft der jüdischen Körperbeschäaigten in Deutschland“ mit dem Sitz in Berlm begründet, die folgende Gruppen umfaßt: Selbsthilfegruppe der jüdischen Bünden in Deutschland, Selbsthilfegruppe der jüdischen Körperbehinderten in Deutschland, Se'.bsthilfegruppe der jüdischen Gehörlosen (Taubstummen) in Deutschland und Selbsthilfegruppe der jüdischen Schwerhörigen in Deutschland. Zweck ist die Förderung der jüdischen Körperbeschädigten auf sozialem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet, 'ede politische Bestätigung oder Erörterung sowie jede 'rwerbstätigkeit sind ausgeschlossen. a Judenfeindliclje Ausschreitungen in Lemberg Lemberg. Am Vorabend desSukkotfestes ist es in Lemberg zu schweren judenfeindlichen Ausschreitungen gekommen. Die Angreifer, in denen man Studenten vermutet, drangen in mehrere jüdische Lebensmittelgeschäfte ein, mißhandelten die Besitzer und Verkäufer und vernichteten die Waren. In zwei der überfallenen Geschäfte wurden die^Inhaber mit ihren Frauen eingeschlossen, nachdem_ man das Verpackungsmaterial mit selbstentzündlichen ^Flüssigkeiten üuergossen hatte. Das Feuer griff auf die Kleider der Eingeschlossenen über, so daß eine furchtbare V a n ik entstand. Durch Nachbarn wurden, die Bedrängten, die um Hilfe schrien, gerettet. Die beiden- Kaufleute Daichfeld und Friedmann wurden in bedenklichem Zustand ins -Krankenhaus gebracht. Beieinem gleichzeitigen Überfall auf jüdische Studenten er- .litten drei ernste Verletzungen. Einem der Überfallenen gelang es, sich in das in der Nähe gelegene politische Studentenheim zu retten. Es ist bisher nicht gelungen, die Teilnehmer .an diesen Überfällen zu ermitteln. Wann? Wo? Diese Rede des Gauleiters Grobe, der vor einiger Zeit auf einer großen Jugendkundgebung im Rahmen einer Kulturwoche det Hitlerjugend schon einmal scharfe Angriffe gegen das Judentum gerichtet hat, gegen die sich der Reichsaussdhuß der jüdischen Jugendverbände in einem Schreiben an den Herrn Reichsjugendführer gewandt hat, stellt eine heue Diffamierung der Juden dar. Gauleiter Grohe stellt sich damit wieder in einen bemerkenswerten Gegensatz zu der häufig betonten Auffassung amtlicher Stellen, wonach der Nationalsozialismus es ablehnt, andere Rassen herabzusetzen oder als minderwertig zu bezeichnen. Es sei dabei nur an eine Veröffentlichung des Leiters des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, Dr. Walter Groß, erinnert, der vor einigen Wochen in einem Leitartikel des „Völkischen Beobachter“ ausgeführt hat, daß der Rassenstandpunkt des Nationalsozialismus nicht zu Feindschaft und gegenseitigem Kampf, sondern zu gegenseitiger Achtung führe, die allein die Grundlage für friedliche Beziehungen unter Menschen und Völkern sein könne. Wien, Bei der jüdischen Kultusgemeinde in Wien liegen die Ausweise über die Bevölkerungsbewegung in der Zeit vom 1. Mai bis 31. August 1934 vor. In dieser Berichtsperiode hat die Zahl der Geburten, 286 (männlich 153, weiblich 133), die Zahl der Sterbefälle hingegegn 752 betragen. Der Verlust in diesen vier Monaten beträgt daher 466. Dazu kommen noch 286 Austritte aus der Religionsgemeinschaft, denen bloß 161 Eintritte bzw. Wiedereintritte gegenüberstehen. Insgesamt hat sich die Kopfzahl der jüdischen, Bevölkerung Wiens aus dem Ueberwiegen der Sterbefälle über die Geburten und der Austritte über die Eintritte in der kurzen Berichtsperiode um 591 vermindert. Am 2. Oktober, abends 8.15 Uhr, findet im Berliner .", Theater der zweite Kleinkunst-Abend des KultürbundesDeutscher J uden unter dem Titel „Ernste jSpgj und heitere Familienbilder“ statt. Außer zwei Szenen „Eilig Besuch im Kulturbund“ und „Simchath Thora zu Hause‘i-:£fl~ gelangen Pantomimen und Tänze zur Aufführung. Willi -: L Rosen erscheint an diesem Abend mit neuen Schlagern zunf?:- ersten Mal im Kulturbund, Eva Böhm wird heitere und nachdenkliche Chansons vortragen: " Am 2. Oktober findet im Cafe Leon, Kurfärstendamm 155—156, ein S im c h at-T ho r a-F e st des Synagoge n vere in s Friedenstempel statt. Die Festansprache hält Rabbiner Dr. Prinz. Mitwirkende: die Oberkantoren John, Lewandowski, Neumann, ferner Henriette Gottlieb, Eva Posen, Alfons Fink,'Heinz Ganter, Harry Hauplmaim, Siegbert Jaks. Beginn: 20.30 Uhr. Am 2. Oktober, abends 20.45 Uhr, veranstaltet die; Gesellschaft für j ü dis che V o l k s b ild ung in Frankfurt am Main im Saal des Gesellschaftshauses, Eschersheimer Landstraße 27, einen Simchat-Thora-Abend, bei dem seltene Schallplatten jüdischer Kunst und jüdischer Künstler vorgeführt werden. Am 3. Oktober, abends 8 Uhr, leitet der Jüdische Box-Club „Berlin“ die Wihiersaison mit einer großen Box-Veranstaltung im Spichernring ein. Als Gegner wurden die besten Kämpfer des Sportbundes im RfF. ans Köln, Dortmund, Frankfurt a. M: und Breslau gewonnen. Die Künstler hilf e der J üdischen Gemeinde (Abt. Bildende Künstler) veranstaltet am Sonnabend, 6. Ok- . tober, abends 8.30 Uhr einen Tee-Abend im Hause des des Herrn Manfred Aron, Westend, Kastanienallee 38, unter dem Motto „Herbstliche Blumen im Haus“. Sprecherin (mit Vorführungen): Franziska Bruck, Gesang: Rosel Sander, am Flügel: Helene Lackmanski-Schaul. Karlen zu RM. 2.50 cinschl. Teegedeck erhältlich im Jüdischen Museum, Oranienburger Str. 31 und in der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde, Charlottenburg, Kanlstr. 158. Am 6. Oktober veranstaltet der Jüdische Theater- V er ein ,Jiheingold 19“ im Restaurant Hermann, Jägerstraße 18, ein Simchat-Thora-Vergnügen, am 11. November einen „Schiller-Abend“ im Schubertsaal. Ab 7. Oktober nimmt der im Jahre 1914 zur Förderung der Kunst und Geselligkeit gegründete Verein, Bund der Kunstfreunde 19J 4 E. V., im Logenhaus, Joachimstluder. Str. 13, jeden Sonntag, seine Unterhaltungsabende bei Tanz und künstlerischen Darbietungen wieder auf. Am Eröffnungstage u. a. Vorträge: Aiarion Kögel, Kapelle: Alfred Pelz. Eintrittspreis RM. 0,60 inkl. Steuer und Getränke. Am 7. Oktober, nachmittags 5 Uhr, findet in der Turnhalle der Mittelschule der Jüdischen Gemeinde, Berlin N 24, Große Hamburger Str. 27, ein.W er be sc hauturnen der Jugendabteilung Mitte des J üdischen Turn- und Sport-Club 190 5 statt. Am 16. Oktober, 20.30 Uhr, spricht Rabbiner Dr. Warschauer über „Aufgaben des religiösen Fortschritts im Judentum“ im Friedenstempel. Oberkantor Gotlanin hat seine Mitwirkung zugesagt. Die „Neue Madrigalvereinigung“ (Leitung Dr.' Ludwig Misch) hat ihre Proben wieder auf genommen. Das neue Programm, das im nächsten Konzert zu Gehör kommen wird, enthält u. a. den auf hebräischen Text komponierten 92. Psalm von Schubert und Beethovens selten aufgeführten „Elegischen Gesang“ mit Streichqudrtettbegteitung: Köpenicksr Wäscherei A. Wensdi Trocknet im Heien. Solide Preise. Fordern Sie Preisliste! Köpenick, Grünauer Straße 77, F 4 Köpenick 1160 ve^,two?'-..fiir.den mialtionellB. 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