Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 84-85 (19.10.1934)
- Date
- 1934-10-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Vor 150 Uafjren würbe Iflofes Iflonlefiore geboren Der vierte Moses Der Senbbofe ber Iflenfdjenliebe — Sein Kampf gegen bie Dluflüge - Der Dank ber - englischen Königin Man hat ihn den vierten Moses genannt. Neben unserem Lehrer Mose, Moses ben Maimou, bekannter unter dem Namen Mainionides, und .Moses Mendelssohn. Im Alter von IUI Jahren ist Sir Moses Montefiore, der am 21. Oktober 1781 in Livorno geboren war, geslorheiü Lines seiner Altershilduissc zeigt die personifizierte Oute. Augen, aus denen milde Wärme strahlt. Line hohe Stirn, von weihen Schläfenlockcheu umrahmt, hinter der Zeit seines Lebens Gedanken hämmerten, die ausschließlich dem Wohl und dem -Glück seiner Mitmenschen galten. In det: Leidensgeschichte der Juden des J(). Jahrhunderts "leuchtet der Name dieses großen Philanthropen als unverblaßter Stern der Erlösung. Er'ist eine der repräsentativsten Figuren der jüdischen Politik dieser Zeit, ein Sendbote der Menschenliebe. Von der Börse zur Politik . Ein Schwager des ersten englischen Rothschild, Nathan Mayer, war er in dessen Firma zunächst als Foudsmaklcr tätig, bis er die Börse mit der Politik vertauschte? den Beruf .aufgab, um der Berufung zu folgen, das Elend seiner Glaubensgenossen zu mildern. An äußeren Ehren hat es diesem selbstlosen, bescheidenen Manne nie gefehlt. Im Jahre 1837 wurde er Sheriff der Londoner City, wenige Jahre darauf empfing er von der. Königin Viktoria den Adel, und als G2jähriger erhielt er „für seine großen Verdienste um das jüdische Volk“ die Baronetswürde. Inzwischen war Moses Montefiore längst zu internationaler Bedeutung gelangt. Seine erste große Mission, die seinen Namen durch die ganze Welt trug, führte er im Jahre 1840 als Präsident des Board of Deputies of the Britisli Jews im Zusammenhang mit der -furchtbaren Blutbescluiidigimg der türkischen Juden in Damaskus aus. Doppelte Bluianklage Dort waren zu ßegimi jenes Jahres der Pater des Kapttziucrklostefs in Damaskus, Tomaso, und sein Diener verschwunden. , Man wollte sie zuletzt im Judenviertel gesehen haben, und die Mönche verbreiteten, unterstützt von dem französischen Konsul Rafti-Menton, da; Gerücht, Juden hätten die beiden Männer ermordet, um ihr Blut, zum Passahfest zu verwenden. Auf Antrag Ratti-Menions wurden sieben der angesehensten Juden in Damaskus, darunter drei Rabbinen1, eingekerkert und grausam gefoltert, um ihnen Geständnisse zu erpressen. Fast um die gleiche Zeit fand man auf der zur Türkei gehörenden Insel Rliodus einen zehnjährigen Knaben, den Söhn eines griechischen Bauern, erhängt auf. Auch liier wurden die Juden des Mordes verdächtigt, und mit den gleichen Mitteln wurde versucht, ihnen Geständnisse abzuringen. Die Folge dieser doppelten Anklage war ein Sturm gegen die Juden in Syrien und in der Türkei, ln Djahar bei Damaskus drang der aufgelietzte Pöbel in die Synagoge, verwüstete und plünderte das Gotteshaus uiid riß die Gesetzesrollen in Stücke. In Beirut wurden die Juden nur durch die Dazwischeiikunft des holländischen und des preußischen Konsuls vor Mißhandlungen geschützt. Für die Unglücklichen von Damaskus Diese Vorgänge gegen die der österreichische Konsul Merlafo in Konstantinopel vergebens protestierte, riefen in der ganzen zivilisierten Welt tiefste Entrüstung hervor. Staatsmänner wie Palmerston und Fürst Metternich, Männer der Kirche wie der katholische Domprediger Vcitli in Wien und der evangelische Kirchenlehrer Neander in Berlin traten für die Unglücklichen in Damaskus ein. Die Juden aller Länder waren von Entsetzen gepackt bei dem Gedanken, daß das mittelalterliche Märchen von der Verwendung von Christenblut zu jüdisch-rituellen Zwecken nocli Gehör fände. Adolph Cremieux, damals Vizepräsident des französischen Zentral-Konsistoriums, war der erste, der diesen Verleumdungen in Frankreich entgegentrat und mit dem zündenden Feuer seiner Beredtsamkeit eine Agitation ins Werk setzte, um das Lügengewebe, das steil von Damaskus bis nach Nordafrika ausbreitete, zu zerreißen. Die englischen Juden, Nalhanael Rothschild und Moses Montefiore an der Spitze, schlossen sicli dieser Bewegung an. Es wurde beschlossen, eine Abordnung nach Damaskus zu entsenden, die an Ort und Stelle die furchtbarsten Blutanklagen widerlegen und die Befreiung der Gefangenen erwirken sollte. Die Konzert-Saison beginnt Der Kulturbund kündigt .für diesen Winter die systematische Pflege auch modernen jüdischen Schaffens an. DasOktobcrkonzert, das hierin'einen Anfang machte, zeigte «fts Orchester unter Rosenstocks Führung nunmehr in erfreulichem Maße solchen ‘Anforderungen -gejvachs.cn. Mau gab gleich zwei Uraufführungen, zunächst eine Ouvertüre „Aus dem Süden“ von Bernhard Sektes, der ja kein Unbekannter mehr ist. Das knapp gehaltene Stück zeichnet sich durch farbige Instrumentierung und vor allem Sprache’’ erinnert es zuweilen an Tschaikowsky; geht aber doch darüber hinaus iin modernere Bezirke. Ganz besonders meisterhaft' erscheint uns die Harmonisierung der verwendeten Volksliedmclodic. DaS Scherzo für Streichorchester von Edward M o r i t z folgt im Typus den großen sinfonischen Vorbildern; es ist gut -gearbeitet' und 'hübsch erfunden, zeigt aber trotz des geringen Umfangs int Mittelteil einige Breiten. Beide Neuheiten wurden mit Beifall äufgvnoinmen. Das anschließend gespielte Cellokonzert von Bocclierini kommt im Programmbuch bei Anneliese Landau ein bißchen schlecht weg; namentlich der Mitlelsatz ist keineswegs von „spielerischer Leere“, sondern trägt .in seiner e ilen Haltung sogar noch Merkmale der 'Bachzeit,- und auch das Finale besitzt innere Lebendigkeit. HermamrW e i 1 spielte den Solo- .pari mit der nötigen Geläufigkeit; doch würde eine stärkere Akzentuierung im Rhythmischen die Plastik der Darstellung verstärken. Am Schluß des Abends stand die große C-dui-Symphonie von. Schubert. Das ungeheure Werk mit seinen sehr exponierten Bläserpactien stellte das junge Orchester vor jerne sehr schwierige Aufgabe. Rosenstock fjjlirtc Jj>cinc Schar mit sorgsamer, und rücksichtsvoller Leitung ' über . alle Klippen hinweg; es wurde eine fließende Aufführung, stellenweise sogar.— Streicher und Holzbläser allein — von ganz besonderer . Klangscliönheit und reicher Schattierung. Aber die Dämonie dieser Musik, ihre gewaltigen Kontraste, das alles konnte noch nicht Erfüllung werden. Immerhin war es eine respektable Leistung, die denn, auch .verdienten Beifall fand. Die Künstle r h i 1 f c eröffnete die Reihe ihrer Sonderkonzerte, in denen prominente Musiker auftreten werden, mit einem Programm von Opernarien und -ensembles. So-etwas ist nur bei wirklich hochrangiger Ausführung künstlerisch tragbar, wenn nämlich solche Sätze nicht einfach als -Gelegenheit dienen, eine . mehr oder weniger- „gute Höhe“ zu zeigen u. ä., sondern in ihrem dramatischen Charakter voll gewahrt 'hleiben. Und dafür war hier Sorge getragen. Alle Mitwirkenden gestalteten mit starker Musikalität und reicher Ausdruckskraft, voran Hermann Scliev mit seinem prächtig vollem .Organ; seine Hans Sachs-Stücke hinterließen einen besonders nachhaltigen Eindruck. Elsa Jülich weiß die ihrer Stimme mitunter fehlende Weichheit durcli die Kultur ihres Singens, durch die Intensität der melodischen Linie auszugleichen. Ihnen schlossen ’ sich in den Ensemblesätzen der vortreffliche Max Mansfeld sowie — im Meistersingerquintett, das wirklich klangschön herauskam — Emma Za der-sowie Ralph Bernd in würdiger Weise an. Alles in allem: ein außerordentlich .genußreicher Abend, der uns mit Vorfreude den kommenden entgegensehen läßt. F. Auf dem Staatsschiff der Königin Viktoria Die Schlußberatung für die Absendung Montefiorcs fand in der großen Synagoge in London statt. „Es• ist keine Gelegenheit,“ äußerte Montefiore in seiner einfachen Weise, „Schmeicheleien zu sagen oder zu empfangen. Wie sehr ich mich auch geehrt fühle, meine einfache und klare Antwort ist: Halten Sie mich für fällig, den Auftrag zu übernehmen, so setze ich jede andere Rücksicht beiseite und sage: Ja, ich will gehen... Wir gelten, um womöglich das dunkle Gewirre teuflischer Taten aufzuhellen, die Verschwörung zu entdecken und die Verschworenen zu beschämen, unsere Brüder im Osten von dem Schandfleck zu reinigen, den Unduldsamkeit, Betrug und Rauhsucht auf unsere Nation zu werfen versucht haben.“ Mit Empfehlungsschreiben von Staatslenkern versehen, und begleitet von den Segenswünschen von Millionen Menschen, schickte sielt Montefiore zu der bedeutsamen Reise an. Itt einer Abschicdsaudienz stellte ihm Königin Viktoria ein Staatsschiff zur Verführung, ln seiner Begleitung befand sich auclii seine gebildete, feinsinnige und warmherzige Frau Judith, die es sich nicht hatte nchriien lassen, die Be- ’ scliwerden ihres .Mannes auf dieser Reise für die gute Sache ihrer Glaubensgenossen zu teilen. Überall, wo diese mutigen Vertreter der Judenlieit auf iltrer Durchreise erschienen, wurden sie mit Begeisterung empfangen. In Livorno, der Gebiirtsstadt Montefiorcs, beging die portugiesische Gemeinde den Tag mit einer ernsten Feier, die Rabbinen ließen für Montefiore und Cremieux Gebete im Gottesdienst einsclialten. Der berichtigte Freilassungsbefehl Nach Überwindung von mancherlei Schwierigkeiten, die mau ihnen am Ziel ihrer Reise in den Weg legte, erreichten die Abgesandten schließlich, von .Mehmet Ali, dem Vizekönig von Ägypten, der damals die Herrscliergewalt in Syrien aiisiibte, die Befreiung der unschuldigen Gefangenen. Nicht gering jedoch war das Erstaunen Montefiorcs und Cremieux’, als ihnen eine Übersetzung des Freilassungsbefelils vor Augen katn. "Darin stand nämlich: „Die Herren Moses Montefiore und Cremieux haben mich gebeten, die gefangenen Juden in Damaskus zu begnadigen und ihnen Befreiung zu gewähren." Cremieux eilte daraufhin zum Pascha, um ihni i begreiflich zu machen, daß der Ausdruck Begnadigung einen Makel für die Angeklagten und somit für die ganze Judenlieit bedeute, weil sie dadurch als strafbar erklärt würden.. Dem Verlangen, daß dafür „Freiheit und Ruhe“ gesetzt werde, wurde aucli stattgegeben. Religion verbietet Blutgenuß Auch einen Ferman des Sultans in Konstantinopel setzten Montefiore und Cremieux durch, des Inhalts, daß die Anklagen gegen die Juden von Damaskus und Rhodus für falsch befunden worden seien, und er bewies aus den Religionsbüchern, daß den Juden nicht nur der Genuß von Tierblut, sondern ganz gewiß von Menschenblut verboten sei. Mit ungeheurer Schnelligkeit verbreitete sich die Nachricht von der Freilassung der Gefangenen, von denen einige durch Folterqualen furchtbar verstümmelt waren, in der Stadt. Juden und Türken begleiteten die Dulder vom üefängnisgebäude aus zur Synagoge, wo sie Gott für ihre wiedererlangte Freiheit dankten. Die Freude der Juden in allen Weltteilen über den Sieg der Wahrheit, war unbeschreiblich. Die Rückreise der jüdischen Gesandten aus dem Morgenlande glich einem Triümphzug. überall suchten die jüdischen Gemeinden nach sichtbaren Zeichen des Dankes, überall wurden die.beiden Retter jüdii scher Ehre mit Ansprachen, Adressen und Zuschriften überschüttet. Aufrichtig war auch der Dank, den die. Königin Viktoria Moses Montefiore zollte für die Hilfe, die er seinen Stammesgenossen gebracht hatte. Sie belohnte ihn mit einem Elirenw-appen, und als er ohne Nachkommen, starb,- übertrug sie die Baronetswürde auf seinen Großneffen Francis Abraham Montefiore. Als 90 jähriger in Palästina Eindrucksvoll verlief auch eine Feier in der Londoner Synagoge, bei der .Montefiore ein silbernes Kunstwerk zum Andenken überreicht wurde. Dieser erste große Erfolg- Moses Montefiorcs bewirkte, daß er bald überall da zum Vorkämpfer der Juden wurde, wo immer sie der Verfolgung .ausgesetzt waren oder ihre Interessen eine Intervention erforderten. Die harten Bestimmungen, die Kaiser Nikolaus gegen die russischen Juden erließ, führten Montefiore 1S-1G nach Petersburg, wö er für die unterdrückten Bekenner des Judentums beim Zaren Fürsprache einlegte. Im Jahre 1350 erwirkte er beim Papst Pius IX. die Rückgabe des seinen Eltern gewaltsam entrissenen und zwangsgetauften Knaben Mortara, dessen Mutter vor Schmerz wahnsinnig wurde. Die Judenverfolgungen in Marokko führten ihn, nocli iin Alter von 80 Jahren zum Schutz seiner hart verfolgten Glaubensbrüder dorthin, und 1867 riefen ihn'Exzesse nach Rumänien, und seinen Bemühungen gelang es, viel Elend .von den rumänischen Juden abzuwenden. Seine Sehnsucht war stets nach Palästina gerichtet. Siebenmal hat er dieses Land auf gesucht; das erste Mal im Jahre 1827 zusammen mit seiner Gattin Judith, die bei seinen Missionen seine ständige Begleiterin blieb, zuletzt als Greis ’ von 90 Jahren. Wohltun war ihm Lebensbedürfnis. Bald sandte er Ärzte und Apotheken nach Jerusalem, bald kaufte er im Heiligen Lande Obstgärten an, damit arme Leute lohnende Beschäftigung fänden, oder er ließ Druckerpressen aufsfeilen, um durch ihre Erzeugnisse die geistige Tätigkeit der Bewohner anzuregen. Für seinen frommen Sinn spricht aucli der Umstand, daß er an R a h e 1 s Grab ein Zelt errichten ließ, damit es in gutem Zustand erhalten bleibe. Bis" zu seinem letzten Atemzug, stand Moses Montefiore da, wo es das Wohl seiner Glaubensgenossen galt, ein edles, unvergeßliches Vorbild der Humanität. . ’ E. Ta. Wie Moses Montefiore den Ritterschlag empfing Eines Abends sind,' wie Eugen Wölbe in seiner Biographie Montefiores schildert, Montefiores gerade von einem Besuch nach Hause gekommen. Da ertönt die Hausglocke. Besuch zu so ungewöhnlicher Stunde? Das muß eine eigene Bewandtnis haben! Mr. George Carrol ■— Montefiores Mit-SHeriff — läßt sich meiden. Er bringt eine wichtige Nachricht: Der Lordkanzler beabsichtigt, der Königin, vorzuschlagen, den Lord- Mayör in den Freiherrnstand, die beiden Sheriffs in den Ritterstarid zu erheben. . " Diese erfreuliche Nachricht bestätigt sich. Bei der feierlichen Installierung des neuen Lord-Mayors werden die Standeserhöhungen verkündet. Montefiore nennt diesen Tag „einen stolzen Tag, ja den stolzesten mit Ausnahme des Tages, an dem wir unsere Tempel in Ramsgate einweihten. Ich hoffe, die Ehre,welcher mich unsere Aller-, gnädigste Königin würdigt, wird glückverheißend .sein für uns und für ganz Israel“. , In festlichem Zuge ritten der Lord-Mayor, die Sheriffs, die Aldermen und die Mitglieder des Gemeinen' Rates — alle in Galauniform — vom Rathause nach der Guiid-Hall. Hier harrte die Königin der Würdenträger. Nach einer Begrüßungsansprache des Recorders verkündete die Königin die Standeserhöhung des Lord-Mayors. Jetzt wurden die Sheriffs in die Halle geführt. Alle Anwesenden erhoben sich von ihren Sitzen. Lautlose Stille herrschte. Da kniete George Carrol nieder und empfing den Ritterschlag. Alsdann beugte Montefiore das Knie. Die Königin berührte seine linke Schulter leicht mit einem Schwerte und rief ihm dann zu: „Stehen Sie auf, Sir Moses!“ . Und als dieser den Blick erhob, da sah er sein Banner mitdem selbstgewählten Schmuck über seinem Haupte schweben.. In treuem Gedenken an das Land, von dem Gotteswort liinausgegangen ist in alle Welt, hatte Montefiore als Wappen eine Zeder des Libanon gewählt, die zwischen Blumenbergen (monti di fiori) emporsprießt. Rittervisier, Straußenfedern und Krone überragen das Wappenschild, das auf der einen Seite von einem Löwen, auf der andern von einem Hirscli gellalten wird. Diese Wappentiere tragen je ein Fähnchen mit dem Namen „Jerusalem“ in' hebräischen Buchstaben. Um den unteren'Teil des Wappenschildes schlingt sich ein Band um Montefiores Waldspruch: „Think and Thank“ (denke und danke). Die sinnreiche Zusamiiiensteliung dieses Wappenschildes beruht auf den Schriftworten: „Der Gerechte wird grünen wie ein Palmenbaum; er wird sprießen wie eine Zeder auf dem'Libanon.“ (Ps. 92, 13.) „Ich erhebe meine Augen zu den Bergen, von wannen wird mein Beistand kommen?“ (Psalm 121, 1.) j „Sei stark . wie ein Löwe, zu vollziehen den Willen deines himmlischen Vaters.“ (Sprüche der Väter V, 23.) „Wie ein. Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele zu dir, o Ewiger.“ (Psalm 42, 2.) " Montefiore war glücklich. Glücklich, nicht weil diese hohe Ehre seiner Eitelkeit schmeichelte. Nein, dazu war er zu bescheiden- — sondern weil er die herzliche Freude schimmern sah in den Augen seiner Gattin und weil in seinem vor Aufregung kochenden Herzen der Gedanke lebte, wie w-ird meine alte Mutter sich freuen!