Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 84-85 (19.10.1934)
- Date
- 1934-10-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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und Kraft; bei den kleinen Gemeinden infolge der beschränk- ■ ten i Wirkungsmöglichkeiten und Mittel Ratlosigkeit'und Versagen.- Das Nebeneinander der Organisationen habe die Einrichtung einer Schl.ichtungsstelle erforderlich gemacht, die mit vollem Erfolg gearbeitet habe. Der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau habe bei dem konstruktiven Hilfswerk eine besondere Rolle gespielt. Gegenwärtig sei eine straffere Organisation des Zentralausschusses im Gange. Insbesondere müsse ein Einbau des Zentralausschusses in die Reichsvertretung erfolgen. Inr Namen des Präsidialausschusscs unterbreitete iJr. Hirsch dem Beirat den. Vorschlag, einen Haushaltsausschuß emzusetzen, der zu allen finanziellen Fragen der Keichsvertretung und des Zentralausschusscs zuständig sein solle. Dr. Hirsch schloß mit dem Appell zur Sammlung willen11™' ^arnnie*n um tler Zukunft des deutschen Judentums Dank für geleistete Arbeit. „ «P1? ,A usPrachc, die sich an das Referat von L»r. Hirsch anschloß, ergab die Auffassung, daß die Reichsvertretung und der Präsidialausschuß in seiner bisherigen Zusammensetzung beste Arbeit zum Wollte des deutschen Judentums geleistet habe und darum Dank und Anerkennung verdfene. Dies kam in einer einstimmig angenommenen Resolution von _ Bankier Max Warburg- Hamburg zum Ausdruck, m der es heißt: . r u Beirat.spricht dem Präsidialausschufi seinen herz- Itchsten Dank und sein Vertrauen aus für die hingebungsvolle geleistete Arbeit in schwerer Zeit. Er beantragt Einsetzung. eines Ausschusses, um die organische Weiterentwicklung der Reichsvertretung zu beraten.“' je ein Mitglied. Außerdem wurden vom Beirat die Herren Max Warbürg-Hamburg und Dr. Georg Hirschland- Essen als Finanzsachverständige in den Haushaltausschuß gewählt. , Der Haushaltausschuß hält mindestens zwei Sitzungen jährlich ab. Er ist von seinem Vorsitzenden innerhalb von zwei Wochen einzuberufen, wenn ein Drittel seiner Mitglieder oder der Präsident der Reichsvertretung es fordern. Den Vorsitz führt ein Mitglied des Präsidialausschusses ohne Stimme. Eine Stimmübertragung ist für die Mitglieder des Ausschusses zulässig, jedoch darf kein Mitglied des Ausschusses mehr als zwei Stimmen auf sich vereinen. Zur Einsetzung des Haushaltausschusses wurde folgende Entschließung gefaßt: Bei der Bildung des Haiishaltaus-. Schusses geht der Beirat von der Erwartung aus, daß die zur Deckung der für Hilfe und Aufbau, sowie für die Arbeit der Reichsvertretung notwendigen .Mittel gemäß den Beschlüssen des Haushaltausschusses von den Gemeinden bzw. Landesverbänden aufgebracht werden. Angenommen wurde weiterhin ein Vorschlag von Präsident Dr. Baeck, 15 neue Mitglieder für den Beirat durch die neungliedrige Organisationskommission empfehlen zu lassen und die Liste dem Präsidenten zur Bestätigung zu überreichen. Präsident Dr. Baeck sprach sodann den Beamten der Reichsvertretung, den Mitgliedern des Präsidiums und des Beirates seinen Dank aus. Mehr als Erfolg bedeutet der Segen der Arbeit. Wenn es der Zusammenarbeit ge-, lingt, den deutschen Juden ihren Segen zu geben, dann, so schloß der Redner, sei all die Arbeit nicht vergebens gewesen. Aus der Mitte des Beirates brachte Stadtrat L e ß - Breslau den Dank der Tagungsteilnehmer für die Arbeit des Präsidenten, des Ausschusses und für die Beamten der Reichsvertrelung in herzlichen Wort.-n zum Ausdruck. Mit den besten Wünschen für die weitere Arbeit schloß Präsident Dr. Baeck die Sitzung. Die Pressestelle der Reichsvertretung der deutschen, Juden teilt mit: . ’ Gestützt auf das dem Präsidialausschuß in der Beiratssitzung vom 14. d. M. erneut von allen Seiten bekundete Vertrauen wird die Reichsvertretung die Arbeit für die Gesamtinteressen der deutschen Juden im bisherigen Geiste fortsetzen. Pläne für den weiteren organischen Ausbau der Reichsvertretung wird die Leitung der Reichsvertretung, in einem besonderen in der Beiratssitzung gebildeten Organisationsausschuß zur Beratung bringen. Einen Schritt auf diesem Wege stellt die von dem Präsidialausschuß angeregte Bildung eines Haushaltsausschusses dar, in dem die Landesverbände der Gemeinden den maßgebenden Einfluß haben; er hat den Haushaltsplan der Reichsvertretung zii verabschieden, seine Einhaltung zu überwachen und die Rechnung der Reichsvertretung-zu prüfen. Der Beirat ist bei der Bildung des Haushaltsausschusses von. der Erwartung ausgegangen, daß die zur Fortsetzung der Arbeit der Reichsvertretung sowie zur Deckung der für Hilfe und Aufbau notwendigen Mittel gemäß den Beschlüssen des Haushaltsausschuses von den Gemeinden bzw. Landesverbänden aufgebracht werden. - Unter Betonung der dem Beirat vorgetragenen und von ihm einmütig begrüßten sozial-politischen Bedeutung des Zentralaüsschusses .für Hilfe und Aufbau richtet die Reichsvertretung an alle Glieder des deutschen Judentums nochmals den dringenden Appell, die begonnene Sammlungsaktion für das Hilßwerk mit allen Kräften zu unterstützen und zu fördern. . . Der schwere Winter mit seinen alten und neuen Problemen muß das deutsche Judentum 'in Einigkeit gerüstet finden. Oie Nachmittagssitzung Beginnder Nachmittagssitzung gab Präsident Dr. Baeck Kenntnis über das Ausscheiden einiger Mitglieder des Beirates, er gedachte sodann des verstorbenen BejratsmitgJiedes Oscar w ass-ermann-Berlin. den er in bewegten Worten als eine!ü^er/SE,ß:enAv^ besonders ausgeprägte Persönlichkeit schila5rte:v;~scar.Wassennann sei unvergeßlich geworden durch sem Wirken irn und für das deutsche Judentum. L)r. Rudolf C a IJ m.a n n- Köln, Mitglied des Präsidialausschusses, erstattete einen Bericht über Schul- und Bildungs- ObmSl’icküber101 ffroßzöfflff Referat, gab er-einen die geistige Situation der deutschen Juden- Effso erklärte Dr. Callmann, eine unbedingte Rückkehr zum Judentum gebracht. Das Problem kreise nur noch um das wie. Wir befinden uns gegenwärtig in. einer Krisle unserer jüdischen Bildungs- 5*®1 die nicht zuletzt durch den Ausschluß aus deutschen Bereichen hervorgerufen worden sei. Zwei Konflikte sind es, die diese Krisis umschreiben: die Stellungnahme ZUr_krelJL&,os5n Erziehung und zum Judentum als Bilduneswert. Der heutige s Drang des deutschen Judentums zur religiösen Erneuerung sucht notwendigerweise einen Anknüpfungspunkt im weit« henen. Leben- Haus und Familie stehen hier im Mittelpunkt. Aufgaben, die Haus und Familie bisher erfüllt haben, sind ■ aber weitgehend auf die Schule übergegangen; während auf der einen. Seite der tiefe Drang zur religiösen Erziehung besteht,-wird auf der anderen Seite bestritten, daß eine_ Erziehung zur Rel igion notwendig sei. Juden tu mswäre danach nur ein allgemeiner Bildungswert. Klarheit über eine einheitliche jüdische Bildungsgesinnung konnte bisher noch nicht gewonnen werden. Aus der Praxis und allgemeinen Zeitentwicklung heraus wird aber die Linie gefunden werden, die notwendig ist. Auf das Schul- und Bildungswesen übergehend, führte Dr. Calknarai an, daß die Reichsvertretung bisher auf diesem Gebiete bestehende Volks- und höhere Schulen subventioniert, neue gegründet, für die Lehrerunterbringung, Fortbildung und Ausbildung gesorgt und sonstige finanzielle Aufwendungen geleistet habe. Man habe weiterhin Schulungskurse für jüdische Lehrer eingerichtet. Für alle diese Dinge seien große Summen gezahlt worden; in Zukunft werde in dieser-Hinsicht mit gesteigerten finanziellen Anforderungen zu rechnen sein. Dr. Franz Meyer gab als Mitglied des Präsidialausschusses eine Darstellung der Grundlagen für die Tätigkeit des Zentralausschusses. Die Aufgabe, die hier gestellt sei, sei unabhängig von Weltanschauungen. Unsere gesamte Sozialarbeit steht unter zwei Problemen: die einseitige Altersschichtung der deutschen' Juden und ihre soziale Gliederung seien Grundlage aller Arbeit. Dr. Meyer gab ein Bild von den Leistungen des Zentralausschusses und ging insbesondere auf die Probleme der jüdischen Darlehnskassen und des Nachwuchses ein. "Die Jugend, so schloß er, müssen wir zur neuen'Situation erziehen. Schon deshalb,'weil der Zentralausschuß die finanzielle Sicherung dieser Erziehung und Ausbildung garantiere, sei er der Lebensnerv unserer Existenz Die Stellung der deutschen Juden zu ihm ist eine Frage, der Lebenshaltung. Alle, ohne _ Unterschied der Richtung, müssen sich für seine Ziele einsetzen und Opfer bringen. Denn hier wird die Entscheidungsschlacht geschlagen. Haushaltausschuß bei der Reichsvertretung Die Aussprache über die Berichte von Dr. Callmann und Dr. Meyer befaßte sich teils mit den umfangreichen sächlichen Darlegungen der Referenten, -teils mit den von ihnen geäußerten, persönlich gefärbten grundsätzlichen Anschauungen. Auf Grund des Antrags Warburg-Hamburg über die organisatorische Weiterentwicklung der Reichsvertretung wurde eine neunköpfige Kommission bestellt, die Kooptationsrecht haben soll, und in der der Präsident der Reichsvertretung der Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des Präsidialausschusses Sitz haben sollen. Ein Ausschuß, bestehend aus den Herren Justizrat Dr. Brodnitz, Dipl.-lng. Woyda und Dr. Moses soll einstimmig geeignete Vorschläge machen. -Weiterhin fand Annahme eine Entschließung, nach der, bei der Reichsvertretung ein Haushaltausschuß gebildet werden soll, der den Haushaltplan der Reichsvertretung zu verabschieden; seine Einhaltung zu überwachen und die Rechnung der Reichsvertretung zu prüfen hat. Der Haushaltausschuß besteht aus 20 Mitgliedern; . der Preußische Landesverband entsendet in ihn 8 Mitglieder, der Bayerische Landesverband 2, der Sächsische, der Badische und der Württembergische Landesverband, ferner Hamburg und Sie großen jüdischen Organisationen Zcntralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten und Zionistische Vereinigung für Deutschland Ergreifende Trauerfeier in Leipzig Felix Goldmanns Beisetzung Leipzig. Die Trauerfeier für den so plötzlich dahingegangenen Leipziger Gemeinderabbiner Dr. Felix Goldmann sowie die sich anschließende Beisetzung gestalteten sich zu einer ergreifenden Bekundung der Liebe für den Verstorbenen und des tiefen Schmerzens um seinen Heimgang. Tn der mit Grün geschmückten Synagoge in der Gottschedstraße war unter der heiligen Lade Goldmanns sterbliche Hülle aufgebahrt. Den Sarg umstanden Mitglieder der K.C.- Verbindungen Saxonia-Bavaria, Leipzig, und Turingia, Breslau. Außerdem hatte der Bund deutsch-jüdischer Jugend eine Ehrenabteilung gestellt. Das weite Gotteshaus war derartig überfüllt, daß mehr als 1000 Menschen keinen Einlaß finden konnten/ Unter den Trauergästen bemerkte man neben vielen auswärtigen- Rabbinern den. Präsidenten der Reichsvertretung der deutschen Juden und Großpräsidenten der .Großloge für Deutschland U.O.B.B. Rabbiner Dr. Leo Baeck, den Vorsitzenden des Sächsisch-Israelitischen Gemeindeverbandes und Vorsteher der Israelitischen Religionsgemeinde, Leipzig, Carl Göldschmidt, den Vorsitzenden des C.V., Justizrat Dr. Brodnitz, den Generalsekretär des CentralausscWsses für Hilfe und Aufbau, Friedrich Borchardt. Nach einleitendem Orgelspiel und Chorgesang des [Synagogenchors trug Oberkantor Lampel ergreifend das „Sei still“ vor. Die Feier in der Synagoge schloß mit dem EI mole rachamim, das Kantor Jaffe vor geöffneter Lade sang. Auf dem Weg zum Friedhof und auf -.dem Friedhof selbst bildeten Hunderte und Aberhunderte von Jugendlichen, die in Felix Goldmann ihren Lehrer und Meister verloren haben, das Ehrenspalier. Zwei große Lautsprecher übertrugen den feierlichen Akt auf den Platz hinter der Friedhofshalle, wo seit Stunden die trauernden Menschen warteten. Die Beisetzungsfeier war von Chorgesängen und Sologesängen der Oherkantoren Wilkomirski und Lampel sowie des Kantors Jaffe umrahmt. Die Trauerrede hielt, selbst aufs tiefsteergriffen, Gemeinderabbiner Gustav Cohn. Mit erschütternden Worten ehrte er den 'dahingegangenen Amtsbruder. Er sprach von der gewaltigen Trauer, die das Hinscheiden Felix Goldmanns in der ganzen deutschen Judenheit hervorgerufen habe, von dem reichen Leben dieser großen Persönlichkeit der das Thorawort erfüllt habe, Licht zu bringen in eine Finsternis, in die Finsternis der Gegensätze und des Unverstehens. Sein ganzes Sein diente der jüdischen Sache. und Zeit hat er dieser Aufgabe geopfert und hat so frühzeiti verbraucht, was ihm die Natur gegeben hatte. Ein besonders tragisches Geschick sei es, daß Dr. Goldmann gerade an dem Tage zu Grabe getragen werde, da er eine Reise ins Heilige Land antreten wollte. Der Name Felix Goldmann sei eingegangen in die Geschichte der Gemeinde Leipzig und der deutschen Judenheit. Ein unabsehbares Trauergefolge gab dem geistlichen Führer die letzte Ehre. 'Das Kaddischgebet schloß die ergreifende Feier. „Die Verdienste Ehriichs und Wassermanns „Zwar jüdischen Blutes, aber eine Zierde der deutschen Wissenschaft11 In der Münchener Medizinischen Wochenschrift lesen wir: „Die einflußreiche Tageszeitung „Danziger Vorposten“ hat es fertig gebracht, unter dem Motto des angeblichen Wortes eines Judenführers: „Macht eure Kinder zu Ärzten und Apothekern, damit sie den Christen das Leben nehmen“, gegen Forscher wie Ehrlich, Behring, Calmette, Neißer, ■ Wassermann und die von solchen Lehrmeistern „verführte“ deutsche Medizin zu hetzen. Das Danziger Arzteblatt nimmt gegen diese krasse Unwissenheit und Verantwortungslosigkeit eines Schriftleiters mit scharfen Worten Stellung und sagt u. a.:.Es geht über das Maß dessen hinaus, was die Ärzteschaft stillschweigend hinnehmen darf, wennein großer deutscher Mediziner zum Juden gestempelt wird, um zusammen mit weltberühmten Forschern, die zwar j ü d i - — sch en Blutes,- aber eine Zierde der deutschen Wissenschaft waren, verächtlich gemacht zu weiden. Wenn auch Deutschland sich augenblicklich in einer Art Belagerungszustand durch das Weltjudentum befindet, ist es doch nicht angängig, die ungeheuren Verdienste Ehriichs oder Wassermanns in Abrede zu stellen, ebensowenig wie zur Zeit des Weltkrieges die wissenschaftliche Größe Pasteurs oder Listers oder Pawlows geleugnet wurde. Damit erfreut man nur die Gegner in aller Welt, die darauf lauern, daß wir uns solche Blößen geben.“ Mitglieder des RjF-Sportbundes in Olympiakursen Zu dem Olympiakursus für Leichtathleten, der pm 12. Oktober begonnen hat, wurden seitens der Deutschen Sportbehörde auch sechs Mitgliede r des Sportbundes des RjF einbemfen. Es sind dies die diesjährige englische Meisterin im Hochsprung Gretl Bergmann, Sportgruppe Laupheim (Württemberg), Hanne Mann, Sportgruppe Ulm, Erich Marx, Sportgruppe Köln, Erich Schild, Sportgruppe Dortmund, Rudi Marx, Sportgruppe Bonn, und Paul Yogi Mayer, Sportgruppe „Schild“, Frankfurt a. M. Als erster und einziger jüdischer Teilnehmer an dem vom 19. bis 21. Oktober in Leipzig stattfindenden Olympia- Nachwuchskursus für Schwimmer ist Bemd Meysel von der Schwimmabteilung der BSG 33 im Sportbund des RjF zugelassen worden. Meysel, der 17 Jahre alt ist, wurde ■ vom Deutschen Schwimmverband insbesondere auf Grund seiner glänzenden Leistungen im Rückenschwimmen ausgewählt. , Im italienischen Rundfunk Die Stellung der Juden in Italien Rom. Der italienische Rundfunk hat eine Erklärung über die Stellung der Juden in Italien verbreitet, die in eingeweüiten politischen Kreisen als vom Ministerpräsidenten Mussolini persönlich inspiriert bezeichnet wird. In der Erklärung heißt esu. a.: . „Die Juden genießen in Italien dieselben Rechte wie alle übrigen Staatsbürger und tragen auch dieselben Pflichten wie alle Italiener. Antisemitismus war in Italien stets unbekannt, und auch heute besteht den Juden gegenüber kein Vorurteil. Die Juden haben sich immer als treue und zuverlässige italienische Bürger erwiesen; im Kriege haben sie Schulter ari Schulter mit ihren italienischen Kameraden tapfer gekämpft. Darum werden auch Juden wie alle anderen Bürger zu höchsten Ämtern , in der Staatsverwaltung und in der Armee berufen. Auch die höchsten Ehrungen werden den Juden nicht vorenthalten: So zählen Juden auch zu den Mitgliedern der italienischen Akademie. Das vaterländische Bewußtsein ist ' bei den Juden Italiens stark entwickelt; sie sind treue Anhänger des Fascismus, der Rassengegensätze nicht kennt.“ Audi die Frankfurter Gemeinde verlangt Anmeldung von Veranstaltungen Der Vorstand der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt hat einen Prüfungsausschuß für jüdische Veranstaltungen eingesetzt und fordert — nach dem Vorbild des Vorstands der Berliner Jüdischen Gemeinde — alle jüdischen Vereine und Organisationen auf, ihre Versammlungen künftig spätestens 14 Tage vor ihrer Abhaltung dem Prüfungsausschuß mitzuteilen. Durch diese Maßnahme, die selbstverständlich Verpflichtungen der jüdischen Vereine gegenüber den staatlichen Behörden unberührt läßt, soll die Häufigkeit und das Zusammentreffen mehrerer Veranstaltungen an dem gleichen Abend unterbunden werden. Es soll weiterhin Form und Inhalt mancher Darbietungen darauf geprüft werden, ob sie nicht gegen das Gebot jüdischer Würde verstoßen. Die Schädigung, jüdischen Ansehens aus eigenen Reihen soll - auf diese Weise unterbunden werden. ' - ' Teppichhaus Zentrum, C 2 Sbandauerstr. 23ipner Teppictiladen] Teppiche jeder Art. Läufer. Vorlagen. Steppdecken. Gardinen. Keine Aufmachung — niedrige Preise