Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 70 (31.8.1934)
- Date
- 1934-08-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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14. Jahrgang Nummer 70 SööifdMi&etale 3cUung Beilage 31. August 1934 uti6 6cm In der Stadt Rom stand von Urzeiten her ein mächtiger Turm, zu dem sieben eiserne Pforten führten, eine vor der andern. Jede war mit vielen mächtigen und kunstreichen Schlössern versperrt. Seit Menschengedenken gebot es der Brauch, daß jeder neue König an dem Tag, an dem er-die Krone empfing, der siebenten und äußersten Pforte zu allen übrigen noch ein neues Schloß anlegeh. ließ. , Zu einer Zeit war ein Kaiser in der Stadt Rom gestorben, und zu Rate kamen alle, die groß waren im Volk, daß sie den neuen Herrscher wählen, sollten. Einer erwies in ihrer aller Augen sich würdig, sie erhoben sich und sprachen zu ihm: „Es ist des Volkes Wunsch, daß du über uns herrschen sollst.“ Er erwiderte: „Ihr seht mich bereit zu tun wie ihr verlangt. Doch ehe ich die Bürde der Krone mir auflade, sollt ihr in einem Ding mir willfahren. Ich fordere, daß ihr mit Schrift und Siegel euren Willen und den Willen des ganzen Volkes in meine Hand leget, euch ohne Widerstand dem ersten Gebot' zu beugen, das ich als euer Kaiser über euch aussprechen werde.“ Sie hielten Rat, und es -wurde beschlossen, wie der neuerwählte Kaiser es bestimmt'hatte. Sie erhoben ihn alsbald auf den Thron und setzten ihm die Krone aufs Haupt. Am nächsten Tag beschieß er alle Großen zu sich und redete zu ihnen: „Ein kleines Ding ist’s, das ich Euch gebiete. Es ist nur, daß ihr den alten verschlossenen Turm, der sieben wohlverwahrte Pforten hat, mir öffnen fnöget; denn meine Seele begehrt zu wissen, was sich in ihm verbirgt.“ Da riefen alle wie mit Einem Mund: „Herr Kaiser, was ihr da aus- 1 sprecht, dünkt uns ein schweres Vermessen. So viele Herrenseit undenkbaren Zeiten diese Stadt regierten, keiner war,-der das Begehren getragen hätte, den Turm zu öffnen. Vielmehr war es die erste Tat eines jeden, daß er ein Schloß zu den ungezählten übrigen hiniutat, dies alte Geheimnis mit immer mehr Erhabenheit zu wahren. Nun stürmt euer Begehr heran und will die Schranke niederreißen, die hundert Geschlechter 'eenchtvt haben. Uns bangt, es möge Unheil aus den geöffneten Pforten hervorgehen und über unsere Stadt kommen.“ •Der Kaiser rief: ,,Spart eure Worte. Es tut einzig not, daß ihr mir diesen Turm öffnet, daß ich in ihn eingehe und sehe, was in ihm ist.“ Sie holten die Schmiede der Stadt herbei. Nach ge. waltiger Arbeit .taten sich sieben Tore' des Turmes auf. Der Kaiser stählte seid Herz und ging als erster hinein. Ringsum standen Rat und Volk in Entsetzen und Erwartung. Dem Kaiser, folgten nur einige seiner Männer. Er selbst durchwanderte den Turm von Gemach zu Gemach und ließ keinen Raum unerforscht, aber alle fand er leer, bis auf den letzten, der inmitten lag. ln ihm stand eine Tnihet gleißend, ganz aus hartem Gold, von unlösbaren Zeichen überzogen. Der Kaiser hob den Deckel,- da wallte mannigfacher Geruch empor und erfüllte die Luft, betäubend wie -der. Atem der Erde im Frühling, Die Truhe war gefüllt mit allen Arten von Kräutern, welche die Lande bedecken in ihren Höhen und Tiefen, und sie waren grün und voll aufsteigenden Saftes, wie zu der Zeit, da eine Hand sich dem Erdboden genähert und sie seinem Schoße entrissen hatte. Den Kaiser befiel ein Staunen, und er rief: „Wie mag es geschehen, daß diese Gewächse, die tausend Jahre und mehr m dumpfer Finsternis oon ftemtertrutja Kalb -wandte sich ab und befahl seinen Knechten, die Truhe aiif ihre Schultern zu laden und in seinen Palast tragen. Sogleich sandte er Boten in die Stadt, und ließ die Diener aller Götter und die Magier und Zeichendeuter zu sich rufen. Alle versammelten sich um seinen Thron. Der Kaiser sprach vor ihrem Angesicht ein Gebot aus: „Es tut not, daß ihr mir das Geheimnis jener Kräuter ergründet, die am heutigen Tag meine Hand aus dem Grunde des alten Turms gehoben hat. Entzieht ihr euch meinem Befeüil, so sollt ihr wissen, daß ihr euren- Tod erwählt habt ... Ich gewahre euch eines Mondes Umlauf.“ Sie versenkten sich nun de„ Tag über fn die alten Schriften, erhoben allnächtlich ihre Augen zu den Sternen und horchten um die Zeit der Schatten auf die Stimmen der Wasser. Aber nirgends ging ihnen die Kunde auf, und in Eitelkeit verflossen die Tage. . In jener Zeit lebte in der Stadt Romein Mann, der in seinem Leben ein Jahrhundert sich hatte erfüllen sehen. Er hatte sieben Söhne, alle waren in Weisheit groß geworden und von der Ehrfurcht der Menge umgeben. Sie gehörten zu den obersten Priestern der Götter. Stets aber führte sie ihr erster. Weg des Morgens, ehe sie den. Gedanken der Welt in ihre Seele Einlaß gewährten, zu ihrem alten Vater, ihn zu grüßen und seinen Segen zu empfangen. An jenem letzten des vollendeten Mondes jedoch blieb der Greis zum erstenmal in den Tagen seines Alters verlassen, und erst am Abend, als die Söhne -aus dem Rate nach' Hause kehrten, versammelt™ sie sich um ihn. Er sprach zu ihnen: „Meine Söhne, wodurch scheidet sich dieser Tag von allen Tagen, daß ihr nicht zu mir gekommen seid, wie es euer guter Brauch ist. Sie antworteten: „Unser Vater, was sollen wir reden und uns rechtfertigen? Wisse, daß wir unserer Trauer hingegeben waren, erfüllt von unserem bösen Schicksal. Nach dieser Nacht tagt der Morgen, da wir dich einsam lassen müssen in der Zeit deines hollen Alters.“ , Als der Alte ihre Worte vernahm, war es, als ob er durch die Lider ihrer Augen blicke wie durch Glas, und er sprach: „Bei eurem Leben, meine _Söhne,_ laßt mich diesen ganzen Gegenstand hören.“ Sie erzählten ihm von dem Fund der Kräutertruhe in dem verschlossenen Turm und von dem Verhängnis, das der Mund des Kaisers über sie. ausgesprochen hatte. Der Alte sprach: „Wenn dies eure Sorge ist, sollt ihr guter Dinge seih, denn das Wesen dieser Sache ist mir kund. Morgen. wenn der Tag aufsteigt, werdet ihr mich vor den Kaiser führen und ich werde die Schleier vor ihm aufdecken Die Söhne fielen ihrem Vater zu Fußen, küßten seine Hände und redeten zu ihm: „Es lebe deine Seele, wie du uns belebt hlSt Am Morgen danach trugen sie ihn aut ‘hren SchuHern in den Palast des Kaisers, führten ihn vor den Thron und sprachen: „Unser Herrscher, wir sind gekommen, urn dich das Geheimnis dieser Kräuter wissen zu lassen.“ Der Alte redete nun so zum Kaiser: „Herr, neige mir dein Ohr; denn ich bin es, der den Grund dieses Dinges in Vollkommenheit kennt, wie er von Urzeiten von Mund zu Mund überliefert * ist. Es war ein König über Rom aus dem Geschlecht von Eliphas, dem Sohne Esaus, der erbaute jenen Turm mit den siehen erzenen Pforten und ließ jene goldene Truhe hinein tragen, und in sie legte er sechzig zehntausende Arten von Kräutern nach ->den Sechsmalhunderttausend Seelen Israels, die aus Ägypten zogen. Und er tat über sie einen zwingenden Spruch, daß all die Zeit, da die Kräuter in ihrer Grüne und Feuchtigkeit verharren werden, die Gewißheit sei, daß Israel bestehe und in der Welt verharre, wenn sie aber vertrocknen, möge die Gewißheit sein, daß der Stamm Israels verdorre und von der Welt hinweggetilgt werde. Und er schloß die goldene Truhe in den letzten innersten Raum des Turins und ließ die ehernen Tore versichern, daß keiner Eingang gewinne, die Kräuter zu tränken, daß sie in der goldenen Truhe kein Körnchen.Erde fänden, daraus Leben zu saugen, und dal! kein.Zug wärmender Luft in die dumpfen Tiefen des Turmes dringe. Dann erließ er ein Gebot, daß jeder, der nach ihm über Rom herrsche, der siebenten Pforte ein neues Schloß anfüge. So wollte er die Kräuter ausdörren und Israel von der Erde vertilgen. Aber, du hast es gesehen, Herr, der Zauber war ohnmächtig; denn in tausend Jahren ohne Licht und ohne Erde sind die Krauler frisch geblieben. Nun beuge du dein Ohr tiefer zu mir; und ich will dir das letzte Geheimnis offenbaren. , - Es war einer unter meinen Urvätern, er war ein weiser Mann und ein Magier und hatte 'die Welt in ihren Breiten durchzogen, und er war auch in dem alten Lande der Juden gewesen, hatte seinen Fuß auf die Trümmer ihrer Burgen gesetzt und war Tag und Nacht in den -öden Streifen umhergewandert. Eines Nachts hemmt die tiefe Dunkelheit seinen Fuß. Es war eine jener Nächte, in denen die Unirdischen die Elemente beherrschen und keinen Sterblichen dulden. Da suchte er Zuflucht in einer großen verlassenen Höhte und streckte, sich auf den dürren Erdboden zur Rast. Aber es kam keine Ruhe über ihn, die Erde zitterte, und tief unter sich im Innern der Felsen und hoch über sich ln den Lüften vernahm er Geräusche wie Stimmen von Schatten, die Zwiesprache pflegen. Und er hörte ein Lachen, das ihm das Herz bebte, und hörte die Stimme des Felsengeistes,' die sprach: „öffnet eure Augen und seht jenen Zug von gekrönten Schemen, die wie getrieben über die Felsen hingleiten und keine Ruhe finden. Es sind die toten Könige, die den Turm bewacht bewacht haben, in dem das Schicksal Israels beschlossen ist. Erhebt euch, ihr Stimmen, und lachet der Toren, denn ihr Tun ist eitel und wird es allezeit bleiben. Denn wisset, in der Kette, der Geschicke gibt es nur eine Art, das, das Volk Israel von der Welt vertilgt werde:.'wenn die Juden je die Geschichte ihrer Befreiung lesen, und die Festordnung der Befreiungsnacht abhalten würden über jener Truhe, in der sechzig zehntausend« von Kräutern ruhen, zum Zeichen der sechsmalhunderttausend Seelen Israels, die aus Ägypten zogen. Sollte dies jemals geschehen, dann wird aus dem Leben der Kräuter der Dämon des Goldenen Kalbes wiedergeboren werden, dem sie einst gehuldigt hatten in der Stunde, als auf dem Weg aus Ägypten Gott sich ihnen offenbarte, und der seither im Unsichtbaren wartet, daß er ins Leben kehre, die Welf beherrsche und Israel verderbe. Wir aber mögen des gewiß sein, daß solches niemals geschehen wird, dieweil diese Schloß für Schloß an die Pforte hängen, die Truhe zu bewahren.“ Als der Kaiser die Worte des Alfen vernommen hatte, entließ er ihn in Ehren. Und sogleich heischte er, daß die . besten Gold- und Erzschmiede der Stadt geholt würden. Er zeigte ihnen die goldene Truhe, die er in dem Turm gefunden hatte und befahl ihnen, eine ihr in der Form und in den Massen sowie in der Schönheit der Arbeit gleiche anzüfertigen und bei Verlust ihres Lebens gegen jedermann zu schweigen. Nach einer Zeit brachten sie die Truhe vor ihn, und es war - alles so, wie er geboten hatte. Dann füllte der Kaiser den neuen Kasten mit edlen Steinen und Reichtum aller Art. Er entbot einen seiner Diener, den obersten Rabbinen der Stadt herbeizurufen. Als der kam, empfing der Kaiser ihn mit großer Ehre und rief seinem Gefolge zu: „Geht hinweg und laßt mich mit diesem allein.“ So blichen die beiden allein, der Kaiser und der Rabbi. Der Kaiser sprach: „Du weißt, es ist noch nicht lang, daß ich die Herrschaft angetreten habe. Gleichwohl kenne iah die Seelen aller Söhne meines Reiches und Bundes und weiß, daß in ihnen keine Treue ist und daß sie der Stunde harren, in der sie sich gegen mich empören wollen, meine Macht zu vernichten und mein Eigentum zu rauben. Ich will dir ein Geheimnis offenbaren, und es sei beschlossen, zwischen dir und mir. Sieh, ich habe diese Truhe angefüllt mit allem, was meine Hand an Edelsteinen und wertvollem Gerät gefunden hat. Nunmehr begehre ich von dir, daß du sie in dein Haus nehmest. Ich gebiete dir, daß diese Truhe ständig vor dir sei, du Solist auf sie achten mit offenen Augen. Vollbringe auf ihr all dein Tun, sie soll dein Tisch sein, darauf zu lesen, zu essen und zu trinken, und "sie soll dein Lager sein, darauf du deine Kissen breitest, damit sie immer in deiner Gewalt sei. Deine -Augen haben gesehn, daß sie all meine Schätze birgt. Von deiner Ehre werde ich sie einst wiederverlangen.“ Der Rabbi antwortete: „Ich nehme das Wort des Kaisern auf mich und werde tun, wie mein Herr befiehlt.“ Der Kaiser sandte - ihm den Kasten mit zweien seiner Diener zur Nacht ins Haus, aber er hatte zuvor jenen, det voll von Kleinodien war, mit dem andern vertauscht, den er mit Kräutern gefüllt in dem alten Turm gefunden hatte. Der Rabbi ließ die Truhe in jenes Gemach seines Hauses stellen, in dem er stets zu verweilen pflegte. Sie war ihm fortan Tisch und Lagerstätte und er ließ seine Augen nicht von.ihr. Selbst in der Pessachnächt wollte er keine andere Tafel zum Seder bereiten, denn die Truhe. Es stand der Rabbi und hob den Becher und begann den Segen über den Wein zu sagen: „Dieses sind die Feste des Herrn —.“ Aber während er sprach, hörte er plötzlich in seinem Haus eine Stimme 33on ©lartin ©übet schreien wie aus großer Not, und die Stimme rief: „Gepriesen sei der wahrhafte Richter! Gesäuertes ist im Haus!“ Da verstummte der Rabbi und stand bestürzt über das schlimme Wort; Aber er überlegte in seinem Sinn: „Vielleicht ist cs .dennoch nur Trug meiner Sinne."' Er nahm aufs neue, den neeher in seine Hand und begann den Segen zu sprechen. Und .wiederum ging eine große Stimme hervor und schrie: „Gepriesen sei der wahrhafte Richter! Gesäuertes ist im Haus.“ Doch der Rabbi achtete nicht ihrer, sprach den Segen und trank den Becher aiigelelmt aus. Sobald er aberden Seder zu machen begann und die ungesäuerten Brote erhob, erscholl abermals fürchterlich eine Stimme und schrie: „Gepriesen sei der wahrhafte Richter! -Gesäuertes ist im Haus!" Pa standen sie alle auf und zitterten,: und die Söhne des Rabbi sprachen; „Wie lange, Vater, wirst du noch schweigen zu diesem Ding?” Nun gingen der Rabbi und die Schied aus, das Haus zu durchforschen, und suchten an allen Orten, aber sie vermochten nichts Gesäuertes zu finden und blieben olme Rat. Der Rabbi entbot einen Diener und hie» ilm zu allen Grollen der Gemeinde gellen, sie mögen eilends bei ihm sieh versammeln. So geschah es. Der Räblii empfing seine Gäste .und sprach zu ihnen: „Beehrt mich in dieser Nacht und inaiiit den Seder nut mir.“ Da erhob sieh aufs neue die Stimme und schrie, daß das Haus iu seinen Grundfesten erbebte, und verkündete ihre Worte. Der .Rabbi sprach: „Ihr habt es alle gehört.“ So nahm ein jeder von ihnen eine Leuchte in seine Hand, sie gingen und spürten und suchten im ganzen Hans - von einem Ort zum andern, aber nirgends vermochten sic Gesäuertes zu finden. Nun überwältigte den Rabbi die Not seines Herzens. Er sprach zu seinen Oästen: „W.ir haben das Haus durchsucht und -rein befunden, und nichts haben wir ungeprüft , gelassen, es sei denn diese Truhe, die unsere Tafel Ist." Und in Ehrfurcht vor der Stimme, die er vernommen hatte, erzählte er seinen Genossen, wie dieser Kasten, das Eigentum a.er?‘ Haus gekommen sei. Alsdann hohen sie den Deckel. <1 ,?a quollen Dämpfe empor, feuerfarben und atemraubend, daß ihnen die Sinne beinahe schwanden. Ea wallten Immer (Fortsetzung aut der Umsette.) Lächelnde Weisheit Der Scjunuck des Juden Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte in Krakau die Wahl eines neuen Oberrabbiners vom Bischof anerkannt oder abgelehnt werden. Pflichtgemäß erschien auch Rabbi' laserles vor dem Bischof in Audienz, um .die Beatätigungscincr Wahl zu erhalten. Ala der Bischof den Rabbi in meinem .schönen Sabbatge wand sah, das man damals bei feierlichen Besuchen zu tragen pflegte, sagte er: „Man rühmt Euch als achrlftkundigen Mann, Aber Euer Auftreten spricht für das Gegenteil. Denn es heißt in-der Bibel: .Versuche nicht zu glänzen vor einem Großen* — Ihr aber habt Eure schönsten Kleider angelegt, um besonderen Eindruck auf mich zu machen I“ Da entgegnete Rabbi Isserles: „Euer Eminenz, Ihr befindet Euch in einem Irrtum. Unsere Weisen lehren, die Armut sei der schönste Schmuck des Juden. So mußte ich, um das Oe bot der Bibel emzultalten, in diesen Kleidern hier erscheinen, um nicht in der wahren jüdischen Pracht vor Eure Eminenz zu treten: dem Kleid der Armut.“ Aus dem Wochenabschnitt Ki ssowau Aus der großen Straf rede: Gott wird dich verstreuenunter alle Völker von einem Ende' der Erde his zum andern, und dort wirst du dienen anderen Göttern, die du nicht kanntest, du und deine Väter, aus Holz und Stein. Und unter jenen Völkern wirst du nicht Ruhe haben, uhd es wird keine Ruhstatt sein für deine Fußsohle, und Gott wird dir dort geben ein zagendes Herz, Schwund der Augen und Kummer der Seele. Dein Leben wird vor dir schweben, Angst wirst du haben-Tag und Nacht und wirst nicht trauen deinem Leben. Am Morgen wirst du sprechen, ach wäre es doch schon Abend! und am Abend wirst du sprechenT ach wäre es doch schon Morgen! vor der Angst deines Herzens, die du dich-ängstigst, und vor d?m Blick deiner Augen,-den du blickst. 5. M. 28, 64-67. , # v Aus dem Prophetenabschnitt Nicht wird mehr gehört werden Gewalttat in deinem. Lande, Verwüstung und Niederbruch in deinen Grenzen, ,du wirst nennen Heil deine Mauern und deine Tore Lobgesang. Nicht wird dir sein die-Sonne fürder zum Licht am Tage untF zum Erleuchten braucht dir der Mond nicht zu leuchten; denn Gott wird dir sein zum ewigen Licht und dein Gott zu deiner . Pracht. Nicht .wird mehr untergeben deine Sonne und dein Mond nicht verschwinden; denn Gott wird dir sein zura ewigen Licht, und geendet sind die Tage deiner Trauer. - ' lesala 60, IS'—20. Moabit, Xumftr. 42 BEKANNT DURCH QUAUTXTS-WAREN