Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 58 (20.7.1934)
- Date
- 1934-07-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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14. Jahrgang Nummer .58 3&MftHibeta(e 3ei(nng Beilage 20. Juli 1934 Salomo Gabirol: £i>au<n»liö6 zum 9. Äb Am kommenden Sonntag begehen ivir den Trauertag des 9. Ab zur Erinnerung an die' zweimalige Zerstörung des Tempels, im Gottesdienst wird am Vorabend das biblische Buch der „Klagelieder“ in einer traditionellen Trauermelodie vorgetragen. Und am Morgen des Tages werden Trauergesänge mittelalterlicher Dichter vorgetragen. Einer der schönsten von ihnen ist das hier folgende Lied Salpmo Gabirols. Zwiegespräch zwischen Israel und Juda Saniaria läßt ihre Stimmen erklingen: meiner Sünden Lohn hat mich getroffen, in fremdes Land sind meine Kinder gezogen. Und J u d a klagt: verbrannt sind meine Hallen. Zion spricht: verlassen hat mich Gott. Du kannst, o Juda, dein Unglück mit meinem nicht vergleichen, willst du deinen Niederbruch meinem gleichsetzen? Ich ward in meiner Hartnäckigkeit treulos und abtrünnig, da stand mein Abfall wider mich auf und meine Widerspenstigkeit legte Zeugnis ab wider mich, und nach kurzer Frist schon mußte ich meine Schuld büßen, Tiglat Pileser verzehrte meine Frucht, auszog er mir die köstlichen Gewänder und meines Schmucks beraubte er mich, ins Assyrerland führte er mich gefangen fort. Schweig Juda, nicht darfst du weihen, wie ich weinte, du konntest lange, Jahre nochi leben, meiner Jahre Zahl war gering. Doch Juda klagt: verbrannt sind meine Hallen. Zion spricht: verlassen hat mich Gott. Erwidert Juda: Auch ich bin falschen Weg gegangen und dem Freund meiner Jugend'ward ich untreu gleich dir. Schweigen mußt du, wenn ich meines Kummers gedenke. Du mußtest einmal nur wandern, ich — mußte vielmals wandern. Zweimal fiel ich erobert in der Chaldäer Hand, . eine arme Gefangene stieg ich nach Babel hinab und verbranntward das Heiligtum, das meine Ehre war, und als nach siebzig Jahren in Babel ich bedacht ward, heimkefirte nach Zion und neu das Heiligtum gründete, auch diesmal hatte ich kurzen Bestand nur, bis Titus mich packte und fast wäre ich ganz zu Grunde gegangen, über alle Länder ha^en sie meine Scharen zersprengt. Und Juda klagt: verbrannt sind meine Hallen. Zion spricht: verlassen hat mich Gott. Der du des Armen dich erbarmst, erbarme dich ihrer Armut, sieh ihre Verwüstung und die Länge ihrer Verbannung. Zürne nicht gar zu sehr, schau ihre Erniedrigung, nicht auf ewig gedenk ihrer Sünde und ihrer Torheit, heile ihren Niederbruch-und tröste sie in ihrer Trauer, du nur bist ihre Hoffnung; du ihre Stärke. Erneuere unsere Tage, daß sie werden wie einst. Kommt, wir wollen rückkehren; denn Gott tröstet. Dann braucht Zion nicht mehr zu sprechen: verlassen hat mich Gott. , weiß, daß Richard Strauß aus seinem Verhältnis zu jüdischen Freunden nie einen Hehl gemacht hat. So steht vorder Partitur wviirgewiumet. in engem Zusammenarbeiten mit mm hat Hugo von Hofmannsthal, der freilich kein Jude mehr wirr, aber von Juden abstammte, die meisten Textbücher geschrieben. Wenn es sich bewahrheitet, daß Richard Strauß durch Stefan Zweig diese Arbeit fortsetzen läßt, so wäre es nur ein Beweis für die Möglichkeit einer künstlerischen Gemeinschaftsarbeit zwischen Arier und Nichtarier. Kleines Gedenkblatt Zum 25. Todestag von Gustav Karpeles In der Ehrenreihe des Weißenseer Friedhofes-liest man . inmitten anderer erlesener und unvergeßbarer Namen: „Gustav Karpeles“.: Die Erinnerung wird rege an einen Mann, der — auch er! — als gedoppelte Pflicht, aber zugleich als gedoppeltes Glück empfand, dem Deutschtum ebenso wie dem Judentum zu dienen. Am 21. Juli sind fünfundzwanzig Jahre vergangen, daß er die Augen geschlossen; aber denen, die ihn gekannt, steht er noch wie zu seinen Lebzeiten deutlioh .vor dem Blick: der Mann mit dem schmalen klugen Ge-, lehrtenkopf, Auge und Mund gern von einem Lächeln umspielt, wie es in schärfer betontem Sarkasmus jenem Dichter zu eigen war, dem Karpeles ein literarisches Denkmal errichtet hat, Heinrich Heine. Karpeles war 1848 in dein kleinen mährischen Loschitz geboren.-Er zählt zu den geistig bewegten Juden, die in der stagnierenden Buntheit Alt-Osterreichs keinen Weg und Aufstieg für sich selber sahen und nach dem Kriege 1870,71 von dem großen Magnet „Deutsches Reich“ angelockt wurden. Er wurde Kritiker der „Breslauer Zeitung“, er war Redakteur von „Westermanns Monatsheften“, er schrieb eine „Allgemeine Geschichte der Literatur“ .und m zwei Folgen ein „Literarisches Wanderbuch“. Wir sehen ihn dabei immer auf der Warte eines großen altseitigen Wissens, das Prüfung und Läuterung durch ein klares kritisches Urteil erhielt. Wir finden ihn erst recht uns nahe, wenn er diese Urteilsfähigkeif' und sein Gefühl dem Judentum zur Verfügung stellte, in seiner „Geschichte der jüdische« Literatur", dam» seit 1890 als Leiter der '„Allgemeinen Zeitung des Judentums“, die immer den Gedanken der Weiterentwicklung im Auge hielt, und von 1898 an als Redakteur des „Jahrbuchs des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur“, das in der Reihe seiner Bände schon soviel urkundlich wertvolle Materie enthält. Die literarische Forschung ist seit karpeles’ Wirken weitergeschritten, auf Wegen und auch auf Abwegen. Wenn einiges von dem, was er geschrieben, jetzt veraltet erscheinen muß, so sind inzwischen Quellen,aufgedeckt worden, die ihm noch nicht geöffnet sein, konnten. Wiederum aber hat er auf dem Gebiet, auf dem er besonders erfolgreich gewesen, in der Erforschung von Wesen und Charakter Heinrich Heines, Neues und noch heute Maßgebendes geleistet. Darin war er dem ersten Biographen des Dichters, Adolf Strödtmann, über- ■ legen, und'er war Vorarbeiter für die späteren, auch noch für die neuesten Heine-Biographen Hermann Wendel und Ludwig Marcuse. Und gerade heute ist die Analyse des Dichters, die er in seiner einst weit verbreitet gewesenen Heine-Ausgabe ' vom Jahre 1887 gegeben, von besonderem Interesse. Er sah •Ja Heine drei Grundzüge einander begegnen und sich entwickeln, in reizvollem Widerspruch sich trennen und-wieder Zusammenschlüßen: „Heinrich Heine war Jude, der in den Tagen der atifbfühenden Romantik in einer -Stadt am Rhein geboren wurde.“ ' ' - Das ist also in synthetischer Form die Miliqutheorie, die sich nicht nur auf Abstammung aufbaiit, sondern auch auf die Einwirkung 'der Umwelt. Karpeles hat das richtig empfunden, und zwar aus eigenstem Werden und Wollen heraus. Denn ei selbst zeigte ja auch drei Bestandteile: Jude', Mähre und daun mit voller .Hingabe Deutscher. Nur, daß es hei ihm weder innere noch äußer» Zwiespalte gab. Fritz Engel. Sechs Weile, sechs Bünde, sechs Elefanten — und eine Mnfte Eine Legende von S. Nast Reinhardt inszeniert Werfels neues biblisches Drama Schaljapin als Moses? Wien. Wie in einem Wiener Blatt gemeldet wird,.hat ‘Max Reinhardt in den letzten Tagen zahlreiche Besprechungen mit dem Komponisten Kurt Weill gehabt, der die Musik zu der nächsten Inszenierung Reinhardts, dem neuesten- Werk Franz Werfels, einem biblischen Drama, betitelt „Volk der Verheißung“, schreibt. Die Uraufführung dürfte voraus-1 'sichtlich in der Londoner Albert Hall stattfinden; für die Rolle des Moses ist Fedor Schaljapin in Aussicht genommen. Franz Werfels neues Drama hat eine ganz eigene Form, das gesprochene Wort geht zuweilen in Rezitation und Gesang über. Das Thema stützt sich auf vier Begebenheiten, aus dem Alten Testament, die teils in die Zeit, der Erzväter; .teils in die der Propheten fallen. Richard Strauß und sein jüdischer Librettist «Wir können es noch nicht glauben11 „Der Stürmer“ veröffentlicht in seiner Nummer 28 folgende Notiz: „Dem „Stürmer“ wird vom Herausgeber der Plenen Literatur“ ‘mitgeteilt, daß Richard S t r a u ß eine neue Oper herausbringt mit einem Text, den der Jude St'efan Zweig dazu geschrieben habe. Der sächsische Generalintendant A'dolph hätte dieses Werk bereits zur'Uraufführung erworben. Daß Herr Adolph keine Bedenken haben mag, wenn heute noch Juden (wie Stefan Zweig!) Operntexte schreiben, das mag vielleicht darin seinen Grund haben, daß Herr Adolph mit einer Jüdin verheiratet war (sie brachte ihni auch Kinder zur Welt). Wer sich schon einmal mit der jüdischen Rasse so verband, wie es Herr Adolph tat, von dem kann man nicht verlangen, daß er dabei etwas — sagen wir — Unpassendes findet, wenn im heutigen Deutschland Juden noch Operntexte schreiben können. Durch längeres Zusammenleben mit Angehörigen der jüdischen Rasse verliert sich das feine, abwägende Gefühl, das einer Imben muß, wenn er dem deutschen Volke der Gegenwart vollwertig dienen will. Also, bei. Herrn Adolph können wir manches verstehen. Daß aber Herr Richard Strauß zu seiner neuen Oper ausgerechnet einen Text sich gewählt haben könnte, dessen Erzeuger der jüdischen Rasse angehört, das können und wollen wir,nicht recht glauben. Würde es Tatsache sein, daß sich Herr Richard Strauß für seine noch kommenden Werke jüdischer. Mitarbeiter bedienen will, dann müßten wir ddraus Schlüsse ziehen, die auch uns keine Freude zu , machen vermöchten. Also, wir können es vorerst noch?nicht glauben.“ ' Daß das Libretto der neuen Straußschen Oper „D i e schweigsame Frau“ von' Stefan Zweig stamme, batten wir unseren Lesern bereits vor einiger Zeit mitgeteilt. Man B Kleider Eigene! Ateliers im Hause Vattef-MMia. Strickwaren Kurfürstendamm 153 (Universum) Hüte J7, 4902 D Unter der Regierung Salomos, den das Buch der Bücher den Weisen nennt, war die königliche Residenz ein Tummelplatz für Schriftgelehrte aus aller Herren Ländern, und des Hofes Lustbarkeit war es immer, wenn wandernde Allerweits, wisser und Wortwender, Geheimnisdeuter und Wahrheitskünder sich im Thronsaal gegenübersteilten, um ihre Sinnsprüche und Lehrsätze, ihre Dogmen und Philosophen» einander polternd an die Köpfe zu werfen. - So waren auch einmal sechs Weise aus ebensovlelen. Städten des Reiches nach Jerusalem gekommen und zur. Audienz, befohlen worden, rüstige Oottesstreiter einer wie der andere, und jeder bis zum Halse mit Eifer und Zorn angefüllt. Man sah' es ihnen an, daß sie durchaus nicht gewillt waren, ihre eigene Gelehrsamkeit unter den Scheffel zu stellen und die des anderen leuchten zu lassen. „Am Anfang war das Nichts“ — hub der Erste an und hustete vor hoheitsvoller Feierlichkeit — „dies allein ist die Wahrheit, und alles andere ist Schwindel“.Deine Behauptung beweist, daß du selber ein Schwätzer und Schaumschläger bist" — krächzte der Zweite und krümmte sich' vor Entrüstung — „Am Anfang war Gott. Die heilige Lehre aber lehrt, daß Gott der Inbegriff des Alls sei. Folglich war. am Anfang das All“ ... „Trugschluß und Lüge“ — ergrimmte da der Dritte und spuckte, allen Respekt vergessend, auf den buntgewebten Seidenteppich, ein Gastgeschenk der Königin von Saba — „Lug und Trug, sag ich dir. Geschrieben steht: Gott hat das All erschaffen. Wie denn darfst du Dummkopf den Schöpfer und die Schöpfung einander gleichsetzen? Sind Topf und Töpfer eins und dasselbe? Geschrieben aber steht ■ auch und bleibt bestehen für alle Zeiten der Satz: Gott sprach, es werde. Also sag ich: Am Anfang war das Wort“ ... - Jetzt sprang der Vierte auf, schüttelte beide Fäuste gegen den Sprecher und schielte, nach Beifall haschend, zum Antlitz des Herrschers hinan. ,.Schimpf und Schande“ — schalt er —. „das erhabene Werk des Weitenschöpfeis mit dem schmutzigen Gewerbe' eines ganz gemeinen Töpfers im selben Atemzuge zu nennen. Schmähest Gott, du Schamloser! Auch darin beweisest du deine gröbliche Unwissenheit, an den Ursprung aller Dinge das Wort zu setzen. Nicht das allerkleinste Wörtchen, nicht ja oder nein kannst du aussprechen, ohne deinen übelriechenden Atem durch das Gehege der Zähne zu hauchen. Versuch’ es doch. Nun also. Höre denn und merke _wohl auf! Gott schuf das A1I, indem er sprach: Es werde. Nun gut. Was aber war das Bcwegmittel seiner wundertätigen Sprache? Wie? Du weißt es nicht? Nun denn, der Odem, mein Lieber. Der Odem aus seinem Munde, verstehst du. Nun wohl hast du dieses als richtig erkannt. Welcher einzig vernunftgemäße Schluß, nunmehr meinst du, sei daraus . zu ziehen? Nun ja, du schweigst. Gibst keine Antwort, weil du ein Narr bist und nicht die Vernunft hast, denkrichtige Folgerungen aneinander zu knüpfen. Nun jedoch vernimm und sei mir dankbar, daß ich dich Toren unterrichtete: Mein Ausspruch lautet nun wahrlich: Am Anfang war der Atem“... „Der Atem, hihi, der Atem“ — wieherte hier der Fünfte und verbog sich vor Gelächter — „sieh her, du Windbeutel, ich atme — ha — ich hauche — hu — kommt aber etwas, anderes dabei heraus, als Wind? He? So lasse dir von mir die Wahrheit deuten, die sonst ewig ein Geheimnis für dich bleiben würde: Das Weltall ward, weil Gott es wollte. Wer da zu sagen sich erdreistet, daß ohne den göttlichen Willen etwas geschah' oder geschieht oder geschehen wird, der stehe auf und widerlege, was ictu-euch allen ins Gesicht hinein behaupte: Am Anfang war der Wr.lle“ . . . - * Der Sechste erhob seih bärtiges Gesicht, blinzelte grämlich und greinte: „Gottes Wille war es wohl auch, Dümmling, der du bist, daß du ohne Hirn zur Welt kamst und mit Eselszunge zeitlebens jenes leere Sfroh dreschen mttßt,da» in der Wölbung deines Wasserkopfes hochauf sich- Mult. Wäre wahr, was du in deinem l/nvcretande sprich»!; so gäbe es weder Sünde noch Tugend, nichts Böses und nlchts Gutes. Warum denn aber straft Gott die Frevler.oder lohnt den Frommen? Warum erhebt der König die Redlichen zu Würdenträgern und wirft die Oaiiner ins Gefängnis, wenn doch — nach deiner unsinnigen -Meinung — kein VerdiensCjit und kein Veischulden, vielmehr der Menschen Tun und Lassen von Gott selber, vorausbestimmt und beschlossen sind? Dein eigener freier Wille ist es, daß du Oott verleumdest und. den König kränkst, indem du Beide, den ewigen sowohl wie den irdischen Richter, der Ungerechtigkeit bezichtigst. Ein Gottesgelehrter willst du 'sein und -bist ein Gotteslästerer, einen Rechtskundigen nennst du dich, fälschlich und machst dich der Majestätsbeleidigung schuldig. Für einen Philosophen gibst du dich aus und behauptest, der Wille sei die Urkraft alles Werdens^ So wolle doch einmal den schäbigen Linnenkittel,_. dahinein du deine schlottrigen Glieder gehüllt hast, in ein prächtiges Brokatgewand verwandeln. Wolle doch, daß die abgegriffenen Kupferbatzen in deinem Beutel, zu. vollgewichtigen Goldmünzen werden. Du, willst schon, aber weil dir dir die Macht Jehlt, diese oder andere Wunderdinge zu tun, bleibst du ein Schnorrer, Du und ihr alle miteinander seid — (Fortsetzung auf der Umseite.) Der junge Moses Von Fritz Roscnthai Die Geste junger Könige war ihm zu eigen, ln seinen Augen aber glomm das Leid Und eingehüllt in knospenliaftes Schweigen Harrten die Lippen ihrer großen Zeit. Und immer war ein Fremdes um ihn her Und immer lag ein Trennendes um ihn: Das Ungekannte wuchtete schon schwer Auf seinen Schultern, und er wollte fliehn Aus des Palastes erzverschalten Räumen, Darin er schweigend stand wie ein Verirrter. Oft fuhr er auf aus zukunftsschwangern Träumen, Nächtlicher Bilder und verwirkter Gestalten voll und in ihm wuchs ein Sehnen Nach Volk und du und Bruderhand-, Die Ohren, dröhnten ihm von fremdem Stöhnen, Den Ruf vom Berge hörte er erdröhnen, Als das Gesetz in seinem Geist erstand. (Aue einem soeben im—Vertag R. Löwit, Wien und Leipzig, erschienenen Gedichtband „D i e Lieder des ewigen Brunnens“ des Münchener Dichters Flitz Rosenthal (Ben Chorln.)