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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-07-06 · 54 (6.7.1934) · page 5

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
54 (6.7.1934)
Date
1934-07-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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V 14. Jahrgang Nummer 54 3&ötfdMibetate 3e!fttng Beilage 6. Juli 1934 Übrigens ... Ein Wort. Es gibt Wendungen im jüdischen Vokabular, die nicht zu übersetzen sind. Sie treffen den Nagel auf den Kopf und sagen mit einem Worte das, was man sonst nur durch ellenlange Umschreibungen ausdrücken könnte.- Zu diesen Worten gehört auch der Begriff „Tachlis“. Man könnte es einigermaßen sinngemäß mit „Tatsachen“ übersetzen. Aber ausgesagt wäre damit wenig. Die Atmosphäre dieses Wortes läßt sich eben sprachlich nicht fassen. Es liegt darin der ganze 1 Wirklichkeitssinn des Juden, seine ganze, dem Realen zugeneigte Mentalität. Man hat den Juden a-metaphysisch genannt und ohne Sinn für Ideale. Aber man vergaß hierbei, daß ein Baum sehr wohl in die Unendlichkeit des Himmels hineinragen und doch dabei durchaus fest und tief in der Erde wurzeln kann. Die bei den Juden so stark entwickelte .Fähigkeit; das Wesentliche des realen Lebens zu erkennen und vom Zufälligen zu unterscheiden, sein „Tachlis“vermögen, ist eine seiner wesentlichen Charaktereigenschaften. Es ist ihm nicht nur eine Stütze im Kampf ums Dasein, sondern auch eine wertvolle Hilfe gerade im Ringen um die höchsten Wahrheiten und letzten Erkenntnisse. Fußend auf Tatsächlichem, auf Anschaulichem, Sinnlich-Faßbarem sucht der jüdische Mensch sich vorsichtig än das, was hinter den Dingen liegt, h'eranzupirschen. Die- Gleichnisse der Bibel, die Fabeln und Parabeln des Talmud sind Musterbeispiele'dieser besonderen Art von jüdischer Geistigkeit, die eine ganz eigenartige Synthese von realem Anschauungsvermögen und mystischer Offenbarungskraft darstellt. So ist uns dieser Ausdruck mehr als nur ein gedankenlos im täglichen Sprachgebrauch hingeworfenes Wort. Es ist uns Widerschein unserer Wesenslieit. Tachlis sprechen — das heißt: Tatsachen ins Auge fassen, unleugbare, unwegdiskutierbare Tatsachen. Diese Tatsachen zueinander in Beziehung setzen und aus ihnen den lebendigen Sinn herauslesen — dies kennzeichnet die besondere Art des jüdischen Denkens. . 1 Leviathan.. istische Familie Blifl bei ausgiebigem Frühstück und dito Streit einträchtig zusammensitzt, haben die Gäste ihre Weekendkoffer gepackt und schleichen sich aus dem Hause, uin mit dem Auto des angebenden Boxers in die Stadt zu flüchten. Oie Valetti (ein gut belegtes Brödchen kauend): „Mir scheint, die türmen“. Vorhang. " Das Publikum dagegen blieb noch lange, um die Valetti zu feiern. Ihre grollte Wirkung zieht sie aus sentimentalen und pathetisch verlogenen Tiraden ihres einstigen Künstlerdaseins, um 'dann plötzlich aus Bühnenmanieren und Maniriertheit äbzusacken in die Niederungen rauher Herzlichkeit. Einmal wird sie gefragt: „Ist das Wahrheit oder Komödie?“ Sie: „Das weil! ich noch nicht“. Und hier liegt die Stärke dieser großen Künstlerin, indem sie in ihrer Darstellung diese beiden Begriffe ineinander gleiten lallt. Das Publikum wußte zwischen dem anämischen Stück und der blutvollen Kunst zu unterscheiden- und dankte Rosa ' Valetti durch stürmischen Beifall. ' L. Tu. ' <8 I LDER BOG EN Soun e Sommerabend im Kulturbund Rosa Valettis Weekend Um Rosa Valettis willen bat der Kulturbund deutscher Juden dieses Stück heraüsgebracht, das weder -mit Kultur, noch mit deutsch, noch mit Juden etwas zu tun hat. Erste Entschuldigung: Rosa Valetti. Zweite Entschuldigung: die Hitze. Dritte Entschuldigung: Sonst keine. . Zwei Regisseure wurden für den Schwank benötigt: Fritz Jeflner und Rosa Vatetti. Ein Ausstattungsstück. In dem von Heinz Condeil papageienhaft bunt ausgestatteten Landhaus der ulkigen Bohemienfamilie Büß werden Zigaretten en gros. geraucht. Teetassen gehen in Scherben. Das Barometer fällt und zersplittert. Ein rentabler Regenguß wird inszeniert. Im Gegensatz dazu ist der Aufwand an geistigen Mitteln . mehr als gering. Der Witz des Engländers Noel Coward ist noch dünner als der Tee, der in dem gast-, aber nicht hastfreien Hause serviert wird. - -Feine Leute — die Blisses. Von einer Zwanglosigkeit der Sitten und Gebräuche und einer Rücksichtslosigkeit den Gästen gegenüber, die mit einem Wort aus dem deutschen Sprachschatz nicht zu charakterisieren ist. Vater Büß — Fritz Wisten, das fahrige, ruhebedürftige und mit einer Trompete Lärm erzeugende Oberhaupt der Familie — ist Autor vollendeter (und unvollendeter) Kitschromane, die er an den Mann oder an die Frau (an die eigene und an die fremde) zu bringen sucht. Die nicht yiel bessere Ehehälfte: geltungsbedürftige, abgetakelte Schauspielerin, die auf Bühnenruhm und späte Flirts nicht verzichten kann. Die munteren Sprößlinge, die auf die Namen Ernst Lenart und Käthe Foer.- der, aber auf sonst nichts hören: unerzogene Geschöpfe, für die keine Betragensnote ausreicht. Ewiger Streit, Zank, Krach. ln diesem lieblichen Familienidyll tauchen am Sonnabend allerlei Weekeridgäste auf — der bewegungslose Diplomat Martin B ran dt, die vamphaft sich gerierende Gerda Klein- Weißmann, der schüchtern verlegene Sportjüngling Werner . Herr mann und Mira Rosowsky, ein naives, dummes Gänschen mit Söckchen und ebenso kurzem Verstand. Höhepunkt der Aufführung, wie sie mit dem weitgereisten; aber wortkargen -Diplomaten. Konversation macht: „Spanien ist sehr nett.“ „Ja, auch Italien ist sehr nett.“ Schweigen. „Rom muß auch sehr nett sein. Auch in . . .“ Nein, von Palästina wird nicht gesprochen. Aber von Ostende. Aus der Beziehungslosigkeit dieser Personen ergibt sich manch heitere und heikle Situation. Aus Langeweile entstehen Gesellschaftsspiele und flüchtige Liebesbeziehungen, die ein lieftiger Sonntagsregen auseinandersprengt: .Während die ego¬ Theodor Herzls Tod mrutzteprShunc Zum Todestage des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzt, der sich am 3. Juli zum dreißigsten Ma’e führte, erscheint soeben im Vertag Sa-, wiira, Wien, ein Buch, „Schicksalsstunden“ von Z. t. Tinketstein. Wir entnehmen daraus einen Abschnitt, der die letzten Lebenstage Herzls während eines Kuraufenthalts in Tronzensbad behandelt: Knapp vor dem Abendessen erinnerte der behandelnde Arzt Herzl an die Einhaltung der vorgeschriebenen Kur und ordnete einen kurzen Spaziergang zur Waldquelle an. Nun war die Promenade viel belebter. Ein Gewirr von Stimmen erfüllte die Dämmerung. So mancher von den Spaziergängern trat, scheu zur Seite, als er die übergroße, breitschultrige Gestalt des fce.filunten Judenführers erblickte, dessen Aufenthalt in Franzensbad durch die Kurliste bekannt war. Herzl beachtete die Menschen kaum. Bis ins Mark drang ihm eine lähmende Müdigkeit und eine krampfhafte Spannung schnürte ihm die Kehle zusammen. Das Leben und Treiben rings um ihn herum schien ihm plötzlich weltenferne, wie hinter Wolken entrückt. Die Pracht der Natur und dieses lärmende, schäumende Leben berührte wie eine ferne Brandung kaum seine müde Seele. Wie betäubt taumelte -er dahin und verspürte mit Schaudern, wie inmitten einer flutenden Menge sein eigenes Leben zu verströmen schien und tausend abgebrochene Gedanken, all seine Pläne, Strebungen und Wollen wie in einem Traum langsam verdämmerten... Wortlos trotteten Herzl und Katzeneisohn durch die Menge.' Eine drückende Beklemmung lagerte zwischen ihnen. Von Zeit zu Zeit blickte der Freund verstohlen in Herzls Augen, die in der Dämmerung, wie von einem düsteren Schleier umflort, seltsam glänzten. Eine Weile blieben sie stellen. Vor dem Brunnen stauten sich Kurgäste. Eilfertig stellte sich der Freund in die Reihe der Wartenden an, um Herzls Trinkbecher zu füllen. Müde sank dieser aut die nächste Bank ... Ein plötzlicher Hustenanfall schüttelt seinen Leib. Mit verkrampften Händen klammert er sich an die Banklehne und blickt mit schmerzhaft gespannten Augen vor sich hin. Er war derart in Gedanken versponnen, daß er den Freund garnicht bemerkte, der lautlos ihm den Becher reichte. Iin Nu reckt sich die züsammengekauertc Gestalt, seine Züge straften sich und ein müdes Lächeln der Dankbarkeit umspielt die blutleeren Lippen_ Wie ein Kind schmiegt sich zärtiieh der Freund an die •wuchtige Gestalt, faßt ihn am Arm und geleitet den Keuchenden und Taumelnden schrittweise durch den sternenklaren Frühiingsabend ins Hotel zurück... Schlaflos verbrachte. Katzenelsohn die Nacht in seinem Zimmer. Er hörte wohl in London von Herzls Krankheit, doch niemand ahnte ihren . Ernst. Nie klagte Herzl, niemand wußte, was in dieser königlichen Seele jahrelang wühlte, und nun plötzlich — dieser jäh erlöschende Lebensodeml Soll man in alle Weltteile diese Hiobsbotschaft drahten? Hilfe rufen?... Allenfalls beschließt er noch vor der Abreise unauffällig die Familie, die scheinbar ahnungslos ist, vom Zustand des Kranken zu verständigen. Unruhig wälzt er sich auf dem Lager, als er plötzlich Lärm .von der Straße vernahm. Er riß das Fenster aut und . erblickte das Kurhaus in lichterlohen Flammen. — Ein Brand! — Ein Brand! — schrie eine wogende Menge vor dem Kurhaus, während die Feuerwehr vorfuhr. Unwillkürlich blickte ' der Gast in das Hotelzimmer Herzls. Es war bellbeleuchtet. . Unruhe packt ihn. Wurde der Kranke durch den Lärm aufge-, schreckt? Mit pochendem Herzen eilt er di'e Stiege hinauf und öffnet die Tür. Es war lange nach Mitternacht und Herzl saß angekleidet noch am Schreibtisch und schrieb an einem dicken Manuskript. — Ein Memorandum für Ihre Petersburger Reise — murmelte er leise als Entschuldigung aut den erstaunten Blick des Eindringlings. Man hörte förmlich die dumpfen Schläge des Herzens, und die geschwollenen Lider senkten sich vor Scham, als der Freund den Eisbeutel erblickte, der von der entblößten Brust niederrutschte. Herzl ~ hatte scheinbar nichts von dem Lärm vernommen und wußte nicht: vom Brand. — Versunken in die Arbeit, durchwachte er so die ganze Nacht. „So wollen Sie gesund werden?“ — platzt vorwurfsvoll - Katzenelsohn heraus — „das soll eine Kur sein?“ — Ja, mein Freund, Sie haben doch gehört — stieß Herzl langsam hervor — wir haben keine Zeit mehr zu verlieren — die letzte Woche oder Tage — wir haben Eile. In der FrüR holen Sie sich die versiegelten Orders für die Reise. Lautlos schlich sich der Freund aus dem Zimmer. Er zitterte am ganzen Leibe. Als er die Straße betrat, graute bereits ein neuer Frühlingstag, und blutrot stieg die Sonnenkugel hinter den Rauchschwaden des Kurhauses hervor.' Leise voi sich hinweinend, begann er das Morgengebet. Nach zehn Tagen überführte man den Schwerkranken nach Ediach, und drei Wochen später schluchzte ein ganzes Volk an der Grabstätte des Toten. Das Wunder-des frühen Sommers erfüllt sich ringsum. Lange, graue Häuserfronten sielten ihm drohrmi gegenüber. Aber-die Drohung ist kaum ernst gemeint. Denn auch die Stadt freut sich über grüne Bäume, geschmückte Balkoue und bunte Anlagenbeete. So greift die Sonne mit ihren barmherzigen Stralilenarmen nach jedem Stückchen Erde, um iluu ihren fruchtbaren Segen zu verleihen. Sonne — ihr goldner Glanz beglückt die Menschen: alle Menschen! Sie kann das Dunkel der Seele erhellen, Hoffnung und Zuversicht verleihen. So umgibt ihr Glanz dies deutsche Land, dessen Lebenskreis auch uns jüdische Menschen umfaßt. Die Sonne blickt durch,die Fenster, durch die Scheiben •der Läden. Sie macht nicht halt vor den Arbeitsnachweisen, vor all den Institutionen, die jüdische Dinge bearbeiten, die heute gar oftmals Dinge jüdischer Not mul Ausweglosigkeit. sind! Ein Sonnenstreifen huscht über graue Aktendeckel, 'Archive, Schreibtische, auf denen sich Arbeitsmatcrial häuft. Denn in dei Hand all der Sachwalter jüdischen Geschicks liegt es, Schicksale zu mildern und Wege zu ebnen. Ein Sonnenstrahl huscht über all die,'die in Wartezimmern warten, sich ausziisprechen vor einem Mann, einer Frau, die i.n Grunde schon ahnen, was der. Rat- oder Hilfesuchende ihnen sagen wird, denn die Schicksale sind sich ähnlich geworden .... D i e B ü .r g s c h a f t Mit der .berühmten Ballade von Schiller hat das nichts gemein. Auch mit dem Ethos - des folgenden ist es so eine ' Sache. Aher vielleicht verdient sie trotzdem, erwähnt zu werden. Itt Berlin gibt.es Leihbibliotheken. Fast an jeder Ecke. Gegenmäßige Gebühr' kann man für 8 Tage -ein Buch geliehen bekommen. Wer erstmals kommt, legitimiert sich' und zahlt eine kleine Eiuschreibegehühr . . . „Denke von jedem das Schlechteste, dann bist du seifen enttäuscht!“ sagt der Wiener Possendicliter und Philosoph Nestrov. Ob es wohl ähnliche. Gedanken sind, mit denen man sich in der Bibliothek unserer Gemeinde trägt?' Wer dort hinkommt, um sich kostenlos ein Buch zu leihen, braucht eine Bürgschaftserklärung. Laut Information kuinmen als Bürgen in Frage: Rechtsanwälte, Arzte mit eigener Praxis, Beamte der Jüdischen Gemeinde, .Teruer handelsgerichtlich cingetra1gene Firmen. Was tut derjenige, der keinen Bürgen zur Seite hat oder niemanden belästigen will? Auch dafür gibt cs eine Patent- " lösung. Man kann je nach Werl des entliehenen Buches 5—10 Mark hinterlegen! .Viele InslLulionen waren in unseren Reihen. Viele sind heute neu eingerichtet. Wir wissen, daß sie Ungeheures leisten und mustergi'il.ig arbeiten. Man geht allerorts dem Amtsschimmel zu Leibe. Muß er ausgerechnet im Arsenal des Geistes, einer Bibliothek, ein friedliches lind ungestörtes Weidegelände finden? TG e s i c li t e r i m L e s e s a a I Fast lautlose Stille herrscht in den Lesezimmern, die die Gemeinde in den verschiedenen Stadtteilen eingerichtet hat.: Früher gaben, sich auch jüdische Menschen -meist mit der Lektüre der Tageszeitungen zufrieden. Denn das Judesein war häutig eine periphere-Angelegenbcit. - Mancher, der einst im Vorbeigehen eine Zeitung kaufte, um sie in einem Verkehrsmittel oder sonstwo schnell zu lesen, muß heute die Ausgabe sparen und außerdem hat er jetzt oft sehr viel Zeit. So lenkt er seine Schritte zum Lesesaal. Das Interesse für die jüdische Presse .ist wieder erwacht.' In die Gedankenwelt der Lettern vertieft, beugen sich die Menschen über die Zeitung. Ab und zu ertönt das raschelnde Geräusch des Umblätterns,. ein Räuspern und-Flüstern. Dann ist es wieder still. Dort sitzt ein altes Mütterchen. Viele Falten hatdas Leben in diese Züge eingegraben. Kummer und Sorge, Hoffnung und Freude haben inre Spuren hinterlassen'. Vielleicht ist sie Witwe und ihre Kinder haben Deutschland verlassen und sind in die Welt gezogen. - Der Mann mit. dem Gelehrtenkopf, der .neben ihr sitzt, mag vielleicht Rechtsanwalt gewesen sein, Arzt oder Schriftsteller . Manchmal hebt .er'seine Augen. Sie sehen in Richtung des Fensters, dessen Licht sie spiegeln. Seine Gedanken scheinen in weite Ferne zu schweifen, oder sie bücken in die Welt der eigenen Seele. Drüben sitzt'ein Mann, der sein Haupt mit einem schwarzen Käppchen bedeckt hat. Es ist ein freundliches, jüdisches Gesicht. Die Haare sind grau. Sein- Leben stand nur soweit in der Wirklichkeit, als es nötig war, sich und seiner Familieein Auskommen zu erarbei'.en. Es war stets der Frömmigkeit geweiht, die er von seinen Ahnen übernommen hatte. Alter .ich glaube, wenn ich mich mit ihm unterhalten würde, so fände ich Bestätigung, daß aus der Tiefe seiner Religion heraus, seine Gedanken der deutschen Heimat gelten. Manche lesen Bücher. Es ist ja alles vorhanden. Von den Werken moderner Literatur bis zur „Stellung des Moses ben' X. zum Aberglauben“. Auch der beliebte;,Zcitungs- marder“ ist im Lesesaal zu finden. Er geht dauernd umher; ob nicht irgendwo eine „freie“ Zeitung zu erspähen ist und muß Kopfschütteln und vorwurfsvolle Bücke aut sich nehmen. Die Menschen im Lesesaal kommen und gehen. In ihren Gesichtern zu lesen ist ein Spiel aus Wlrk'ichkeit und Phantasie. Es ist interessant und vielfältig. Vielleicht ebenso interessant wie die „geistige Nahrung“ dir schwarzen Lettern. Max Naumburg. Aus Tel Awiw Deutsche Einwanderer kommen an. Sie können kein Wort hebräisch, außer dem Gruß „Schalom“, den sie unaufhörlich begeistert anwenden. Das Volk nennt sie_deshalb „Sc h a 1 om-T i ro I e r". BERLIN ] Empfehlenswerte Bezugsquellen [ BERLIN * OualHUtawUndia UimW _ ’ KSpanlck BirtMtr. 4t \ liefert Im Fralaa yetradoet» schaaaweift« Wiscfta, MfcimUta AuchPfundwlsche 25 PI. «n P 4 1541 Kratklats. Wftadiaralbatf. übernimmt j. Art Wische z. wasch, u. pUtten. HerrL. «.Wasser gelegene Tradernad tlali kditTa _JM, Köpenick. 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