Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 23 (20.3.1934)
- Date
- 1934-03-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ttefcuMen de* i$.-L Letzte Nachrichten Neubildung des Generalsekretariats des Zentralaus* solche Ver- Jüdische Geselligkeit Der Winter naht sich seinem Ende, und es ist vielleicht ganz angebracht, wenn man sich einmal darüber Rechenschaft gibt, was die Saison den Juden geboten hat. Richtiger mühte die Frage lauten: was hat sie ihnen unter den obwaltenden Umständen bieten können? Ich will hier nicht’vom Kulturbund und seinen Veranstaltungen sprechen; er ist und wird es hoffentlich bleiben, das Zentrum und der Schwerpunkt des jüdischen Lebens in Berlin,'sogar in ganz Deutschland. Im Kulturbund können und sollen aber nur Kräfte auftreten, die abgestempelt sind und bereits ein gewisses Niveau erreicht haben. Kleine Konzerte, Solodarbietungen, Kammermusikvorträge, die kein allgemeines Interesse haben, können dort nicht stattfinden; infolgedessen bleibt vieles der Privatinitiative überlassen und soll ihr überlassen bleiben. Diesen Gedanken hat die Privatinitiative schon früh aufgegriffen. Den Anlaß bot die große Wohnung, die dieser oder jener noch hatte, der grolle Bekanntenkreis. Bei allen war wohl der Gedanke maßgebend, notleidenden Künstlern irgendwie zu helfen. Diese Hilfe für den Künstler braucht nicht ausschließlich auf materiellem Gebiet zu liegen; dem Künstler ist oft schon ein wenig geholfen durch die Tatsache und die Möglichkeit, sich zu produzieren, z" ' J‘" noch geistig am Leben ist. Insofern ha aristaltungen auch einen ethischen Zweck, du - schätzen ist. Abgesehen davon, .bietet ein intimer gesellschaftlicher Rahmen auch Gelegenheit für die Zuhörer, sich gegenseitig kennen zu lernen und in Berührung mit Kunsf und Künstlern zu bleiben. Unnötig zu sagen, daß solche kleinen Abende nicht in Gastereien aiisarten; das „kalte Büfc’tt“, das hier und da aufgestellt ist, darf nicht zum Selbstzweck werden. Ich halte es auch für verfehlt, aus einem solchen ungezwungenen gesellschaftlichen Abend eine feierliche Angelegenheit zu machen, zu der die Presse referendi causa geladen wird.. Wirkliche Kritik is.t nur dort möglich, wo man unabhängig und frei von gesellschaftlichen Bindungen sprechen. darf, nicht aber dort, wo man weiß, daß die Frau des Hauses mit Mühe und Opfern ihre Wohnung zweckentsprechend hergerichtet, unzählige Telephonate gehabt hat,. um ihre ’ Freunde und .Bekannten soweit zu interessieren, daß sie Karten genommen haben.und in deren Hause man Gastfreundschaft genießt. Kritik ist nur an einem neutralen Orte möglich. Zur Frage der „künstlerischen. Besetzung“ solcher Veranstaltungen ist noch etwas zu sagen: Nicht jeder, der zufällig eine große Wohnung hat — das soll kein Tadel sein — oder zu den Wohlhabenden gehört, muß soviel Kunstverständnis besitzen, um eine verständnisvolle Auswahl der - Künstler zu treffen. Niemals darf es dabei so weit kommen, daß wirkliche primäre Begabungen durch schwachtalentierte Kräfte am Hochkommen behindert werden. In der heutigen f Zeit ist es für solche minderbegabten Künstler, insbesondere; wenn sie noch jung sind, vielleicht besser, man würde sie rechtzeitig auf den Weg der Umschulung weisen, ehe sie sich zu „Ekdals“ ausbilden. Wenn wir für die Stützen der jüdischen Gesellschaft nur aus der „Wildente“ gelernt haben, diesen Gefahrenpunkt zu vermeiden, so hat die Aufführung der „Wildente“ im Kulturbund ihre „ideale Forderung“ erfüllt. Wenn die Geselligkeit unter den Juden weitergepflegt wird, so ist das nur zu begrüßen. Sollte sich hier und da ein „Salon“ herauskristallisieren, der wirkliches Format hat, so wird er, wie schon manches Mal in der Geschichte, das Sprungbrett für Kunst, Literatur und Wissenschaft sein. Dr. T. Simon, Wann sec. Knlfarbund and PuDlihum Als Musikreferent dieser Zeitung habe ich den Leistungen des Kulturbundes manches Wort des Lobes und der Anerkennung gezollt; gleichsam als Nachwort seien nun heute ein paar Fragen und Bemerkungen gestattet. Durch Stichproben habe ich feststellen können, daß bei manchen Konzerten der Saal nicht so voll war, wie man erwarten und wünschen müßte —: ein Zustand, der sowohl auf die Zuhörer als auch auf die Ausführenden deprimierend wirkt und. auch keinesfalls werbefördernd für den Kulturbund selbst sein kann. Die Ursachen' sind mir nicht bekannt. Aber die Leitung einer solchen geschlossenen Organisation muß Mittel und Wege suchen, um die Stimmung und Neigung! hrerMitg liederkenn enzulernen und rechtzeitig der Saalleere vorzubeugen, sei es durch Andersgestaltung des Programms, durch Hinzuziehung anderer Solisten oder aber durch Zusammenlegung verschiedener Mitgtieder- Abtcilungen auf einen Abend.' Im Zusammenhang damit sei bemerkt, daß eine Enquete unter den Mitgliedern der Leitung die nötigen Orientierungen geben wird. Did , Umfrage müßte rückschauend und vorschauend sein, d. h. der' Kulturbund soll seine Mitglieder fragen, wie sie bisher mit Programm und Ausführung zufriedensind, und vor allem, welche Wünsche sie haben, was sie hören und sehen möchten (sehen auch; denn die Umfrage sollte sich auch auf das Schauspiel erstrecken). Eine bescheidene Frage noch: wozu sind Gastspiele von Dirigenten nötig, die weder dem Orchester noch dem Publikum imponieren können?! Ein junger Klangkörper, der durch systematische Arbeit schon so viel erreicht hat, darf keinesfalls — auch vorübergehend nicht — unter Leitung gestellt werden, bei der das Wollen und das Können als Einheit nicht den höchsten Ansprüchen genügt. Auch die Mitglieder des Kulturbundes müssen stets das Bewußtsein . haben: „Für uns ist das Beste gerade gut genug“ und danach ihre Forderungen richten. Da sich die Klagen über die Programm-Bekanntmachungen mehren, wäre es sehr zu begrüßen, wenn die Leitung des Kulturbundes gerade diesen Punkt besonders berücksichtigen würde. Dr. ß. P. Sitt ctfap \Xc t „ ,- Brief an die „jüdisch-liberale Zeitung“ r Leser n März 1934. Entschuldigen. Sic bitte, daß ich Ihnen so lange Zeit nicht geschrieben habe; — ich werde von nun an recht fleißig sein und Ihnen über die Tätigkeit lind die Ereignisse in der Hamburger-Gemeinde regelmäßig berichten. Wir haben hier in den vergangenen Wochen manchen interessanten und fesselnden Vortrag gehört; eine große Anzahl prominenter und prominentester Redner hat zu uns gesprochen: Dr. Leo B a c c k, Profi Dr. Martin B u b e r, Dr, Friedrich Brodnitz, Dr. Bruno Weil. Außerdem hörten wir unter anderen Dr. Hoffmaim und Dr. Rabau... Alle Redner und alle Versammlungen hatten sich die Aufgabe gestellt, das Schicksal der deutschen Judenheit aufzuzeigen, _.e künftige Einstellung zu apostropli_ „_ _ sah die Zukunft und das zukünftige Geschehen in anderen Lichte — das ist verständlich, gewiß... Umsomehr ist es zu begrüßen, daß die Gtne selbst an der geistigen Tätigkeit, die sie bis vor k nahezu völlig den Organisationen überlassen, hatte, Anteil nimmt. Sie hatte zwar bis vor einigen W überaus lehrreiche und sehr populäre „Freitagabende' anstaltet, die jedochnur einen kleinen Teil der Ger und auch nur die Jugend umfassen konnten; auch die A gcmeinschaften der Fraiiz-Rosenzwcig-Stiftung wurdet: Bildungsausschuß der ..Gemeinde unterstützt. - Doch erst vor wenigen Tagen fand hier ein Gen Dies i referierte i Ischen Juden. n Thema „Die Reichsvertretung Tätigkeit und iliie Aufgaben“, imeinde ist sehr zu begrüßen, doch _, _s Musik . _ ...r Liberale Gemeindeverein hat eine rege Tätigkeit entfaltet, ln der zweiten Hälfte des Winterhalbjahres veranstaltete er einen religions-wissvnschaftlichcn Vortragszyklus, zu dem Rabbiner Dr. J a c o b unter dem Thema „Höre Israel!“ und Dr. Leo Baeck über „Geschichtliche Wege und Ziele“ sprach. .Ueber einen gelungenen Rezitationsabend mit Ludwig Hardt habe ich schon berichtet. Auch eine nette kleine Purimfeier des Sdiiilvereins darf nicht Es ist bezeichnend, daß fast alle großen Veranstaltungen der Hamburger jüdischen Organisationen im „Gabriel Rießer- Saal“ des Tempels in der Oberstraße stattfinden... (Dies sei nur am Rande vermerkt!) . . Im Mittelpunkt, der Diskussion steht ein Berufsyorscliulkurs, der nach Schluß dieses Schuljahres eingerichtet werden soll. Nur schade, daß diese Diskussion ein bischen lange dauert, weil der Vorstand nicht recht will, was der .Repräsentanz paßt — und umgekehrt... Dann —: das Sportlcben. Wir haben hier eine Anzahl. Sportvereine, deren größter der „Schild" ist. Dann zwei Makkahivereine: den „Bar Kochba" und den Fußballklub „Blau Weiß“. Außerdem den „Hakoah“, di weiß, ob er nun eigentlich deutsch-jüdisch ist „ungebunden“ bleihen will... Ein anderes — schwieriges — Kapitel: künstlerischen Veranstaltungen. Es ist ■ jemanden den Stab zu brechen: trotzdem muß gc da'li gär manches „jüdische“ Konzert, gar manch _ Kabarett mit' Judentum nicht das geringste zu Gesellschaftskliihs, die gleich Pilzen : :ber schießen, und die von - ihnen arrangierten Veranstaltungen sind nur dazu angetan, die öffentliche Meinung über den seelischen und materiellen Druck, unter dem das deutsche Judentum steht, in völlig falsche Bahnen zu lenken... Es ist daher zu begrüßen, daß die Veranstalter solcher Abende, ihre Aufgaben ein wenig klarer zu erkennen beginnen. — Also bis nun nächsten Mal! Hans Hansa. Eine Gemeinde versagt So betitelt Unser Dresdener Mitarbeiter den folgenden Kunstbericht: Das Konzert, mit dem sich das aus den Herren Frey, Prager, Mevcr und Weil bestehende Neue Streichquartett, Be'rlin, in Dresden vorstellte, war ein großer Erfolg für die Künstler, aber kein Ruhmesblatt für die Mitglieder der Gemeinde. Der unerhört schlechte Besuch beider Abende spiegelt sich in einem nicht unbeträchtlichen Defizit, das unserersonst so glücklich arbeitenden Organisation „Künstlerhilfe“ beschieden ist. Gerade unsere jüdischen Künstler — und dies gilt grundsätzlich für alle Mittelgemeinden, in denen die Dinge .ähnlich liegen wie m Dresden — stehen in einem so schweren Existenzkämpfe, daß sich jeder, der sich seiner Verpflichtung zum Kartenkauf und Besuch der Kunstabende entzieht, an der Gemeinschaft und zugleich an gewissen Grundgedanken jüdischen Seins versündigt. Der Einzelfall ist ernst, mahnend und Wichtig genug, um Anlaß zu diesem hoffentlich nicht unbeachtet bleibenden Appell zu geben. — Ober das Konzert noch soviel, daß den Künstlern mit verdoppelter Wärme für ihr ausgezeichnetes Zusanimenspiel gedankt wurde. Es war ein Vergnügen, in solcher Form die national so verschieden ge- . färbten E-moll-Sonaten von S m e t a n a und Verdi zu hören: 'das Verständnis beider Werke wurde durch einführende und erläuternde Worte des musikkundigen Syndikus Dr. Saal- Rabbiner Dr, Julius Lewit gestorben. Aus Alzey (Rheiuhessen) wird uns geschrieben: Wenige Tage vor seinem OS. Geburtstag ist Rabbiner Dr. Julius Lewit; der seit drei Jahren im Ruhestand lebte, gestorben. Er hat 27 Jahre lang segensreich als Seelsorger und Lehrer in Alzey gewirkt. Der Verstorbene wurde auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Frankfurt a. M. zur letzten Ruhe gebettet. Rabbiner, Dr. Levi aus Mainz hielt die Gedächtnisrede. Lehrer Sax aus Alzev sprach im Namen der Alzeyer .Gemeinde tiefempfundene Worte des Abschieds. . Berlin. (Rabbiner Dr. Link scheidet aus der Chewra Kadischa.) Die Generalversammlung derChewra Kadischa, die vor kurzem stattfand, bot ein erfreuliches' Bild der vielseitigen Liebestätigkeit des Vereins. Der Vorsitzende, Bankier Siegbert Seickelsohn, gab einen instruktiven Bericht über die einzelnen Gebiete der Chewraärbeit. Hierauf berichtete Herr Seickelsohn, daß Herr Rabbiner Dr. Link nach vielen Jahren aufopfernder Tätigkeit, infolge seiner geschwächten Gesundheit aus der religiösen Leitung der Chewra scheiden müsse. In anerkennenden Worten würdigte er die großen Verdienste des Herrn Dr. Link. Hameln. Nach lange Vorsteher s Mir _ _.t mehr als 20 Jahren widmete er seine Fähigkeiten dem Wohl der Gemeinde, mehr als die Hälfte dieser Zeit war er ihr fürsorglicher Führer und treuer Sachwalter. Mit der gesamten Gemeinde trauern der Israelitische Wohltätigkeitsverein und der Israelitische Frauenverein um’ den edlen, selbstlosen Menschen, der sich durch sein gemeinnütziges Wirken über das Grab hinaus ein dauerndes, treues Gedenken ln einer Plenarsitzung des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau wurde die Neubildung des Generalsekretariats beschlossen. Neben Direktor Friedrich Borchardt, der als Nachfolger von Dr. Ludwig Tietz bereits seit einigen Monaten der Geschäftsführung angehört, wurde Dr. Max Kreuzberger' in das Generalsekretariat berufen. Das Dezernat für Presse und Propaganda wird Dr. Friedrich Brodnitz verwalten. Sowjetistische Kampagne gegen das Pessachfest Moskau. Wie seit einigen Jahren vor den jüdischen Feiertagen üblich, wird auch jetzt wieder anläßlich des bevorstehenden Pessachfestes in der kommunistischen Presse ein heftiger Kampf der religionsfeindlichen Kreise gegen die glaubenslreuen jüdischen Arbeiter geführt. U. a. geben die Korrespondenten die Namen derjenigen an, die dafür eintreten, daß die jüdischen Arbeiter an den Pessachtagen die Arbeit ruhen lassen. Der Zweck des Einhaltens der „klerikalen Pessachtraditionen“ sei, die Durchführung des Fünfjahresplans entscheidend zu stören! Warschauer- Universitätsdekan niedergeschlagen Warschau. Die nationaldemokratische Agitation zur Einführung des Arierparagraphen in die Statuten der Studentenorganisation für gegenseitige Hilfe „Bratnia Pomoc“ hat zu schweren Ausschreitungen an der Warschauer Universität geführt. Der Dekan der philosophischen Fakultät, Professor Marcel Handelsmann, ein getaufter Jude, wurde von vier nationaldemokratischen Studenten überfallen und niedergeschlagen. Professor Handelsmann hat seine Demission als Dekan eingereicht. Sämtliche Universitätsinstitute wurden geschlossen. Eine strenge Untersuchung der Vorfälle ist eingeleitet. Fritz Friedmann-Frederich gestorben Prag. Der frühere Berliner Bühnenleiter und TheaterschriftsteTler Fritz F r i e d m a n n - F r e d e r i c h ist im 'Alter von 51 Jahren in Prag gestorben. Seine Bühnenwerke „Klubleute“ und „Meyers“ sind über alle deutschen Bühnen gegangen. Jugendgemeinschaft der Jüdischen Reformgemeinde Mittwoch, 21.. März, Arbeitsgemeinschaft „Wir lesen Bibel“. Leitung: Alfred Hadra. Beginn . abends 8 Uhr, Johannisslraße 16. — Freitag, 23. März, abends 8.30 Uhr, Freitagabendfeier in der Wohnung, des Herrn Dr. Gottschalk, Niebunrstraße 75. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung: im Büro, Johannisstraße 16, Norden 5150. (Nur für Mitglieder der Jugendgemeinschaft.) Jüngerenbund: Montags, Gruppe Norden (Jüngere und Küken), Oranienburger Straße 31, Heimnachmittage von 4.45 bis 6.45 Llhr. — Donnerstags, Gruppe Westen (Jüngere), Münchener Str. 37, Heimnachmittage von 4.45 bis 6.45 Uhr. — Donnerstags, Gruppe Westen- (Küken), bei Popper, Nürnberger Straße 5, Heimnachmittage von 4.45 bis 6.45 Uhr. — Donnerstags, Gruppe Westend (Küken), bei Lore Meyer, Bayernallee 48, Heimnachmittagc von 4.45 bis 6.45 Uhr. Gi Gi Gi Gi G: Bund Deutsch-Jüdischer Jugend (Ui) Berlin - Fahrten y 25. 3., 8.30 Uhr: Stettiner Vorortbahnhof. — 2. 4., S.30 Uhr: Bahnhof Charlottenburg. Heimabende: ippe Westen 1. Leiter: Heinz Kellermann. Montag, 26. 3., 8 Uhr, bei Heinz Kellermann, Königin- Luise-Straße 3. Thema: Aufklärung, ippe Westen 11. Leiter: Heinz Kellermann. Sonnabends 5—7 Uhr bei Heinz Kellermann, Königin- Luise-Straße 3. ippe Tiergarten I. Leiter: Manfred Schwarz. Mittwoch, 21. 3., S Uhr, bei Ilse-Fabian, Neue Ansbacher Straße 14. — Donnerstag, 29. 3., 8 Uhr, bei Hildegard Neumanu, Prinzregentenstraße 7. Thema: Jüdische Geschichte. ippe Savignv. Leiterin: Anni Jacobsohn. Dienstag, 20. 3.’, 7.30 Uhr, bei Anni Jacobsohn, Schlüterstraße 31. Thema: Prophetie als Grundlage der Religion. Dienstag, 27. 3., 7.30 Uhr,,.bei Heinz Schneemann, Lietzettburger Straße 6. Thema: Prophetie und Offenbarung. — Dienstag, 3. 4., 7.30 Uhr, bei Inge Baran, Fritschestraße 61. Thema: wie 27. 3. uppe Pankow-Osten. Leiterin: Betty Markus. Mittwochs S Ulir im Jugendheim Schönhauser Alle 31. Künsflerisctje Veranstaltungen in Frankfurt a. Hl, Lotte Leonard beschenkte ihre Hörerschaft mit einem beglückenden künstlerischen Erlebnis. Auswahl und Wiedergabe des Programms, — altklassische Meister,- Schumann, Mahler, Wolf, Schubert — erfüllten alle Ansprüche, die man an diese Meisterin des Liedgesanges zu stellen gewohnt ist. Willi Salomon begleitete ausgezeichnet. Die, Bühne des Kulturbundes Rhein-Ruhr brachte uns „Sonkin und der Haupttreffer“. Das handlungsarme, aber durch das Milieu wirksame Stück wurde durch gute schauspielerische Arbeit (Regie: F raenkel-Froon) noch besonders mundgerecht gemacht. Die,von Artur Holde ins Leben gerufene „K a nt m er-S t r ei ch v e r ei n i g u n g der Musikfreund e“ gab zum ersten Male einer breiteren Öffentlichkeit Einblick in ihre Betätigung. Das zumeist aus geübten Dilettanten bestehende Ensemble zeigte durchaus ernste künstlerische Haltung und erfreute unter der verantwortungsbewußten Leitung Holdes durch gediegenes, klanglich ausgeglichenes Zusanimenspiel. Die Vortragsfolge enthielt wertvolle Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Einer Gruppe italienischer Komponisten (Locatelli, Duyrante, Lotti, Carissimi, Corelli) waren deutsche Meister (Pachelbel, Händel, Dittersdorf, Stamitz) reizvoll gegenübergestellt. Solistisch betätigten sich mit bestem Erfolge: Lilly Schwarz-Maverhofer (Klavier) und Ernst Wolff (Gesang). — Ein ’Gastspiel'des Vortragskünstlers Joseph Plaut versetzte ein zahlreiches Publikum in heiterste Stimmung. —ch. Berliner Sport-Gemeinschaft 1933 im Sportbnnd des RjF Unsere .neu gegründete Ping-Pongabteilung hält ihre Trainingsabende einmal wöchentlich ab. Anfragen bitte zu richten an die Geschäftsstelle: Alfred Lesser, NW 87, Siegmundshof 8. Tel. C -9 (Tiergarten) 9327. . Herausgeber: Hanns Loevvenstrin , Berlin-Charlottenburg 4. Hauptschriftleiter und verantwortlich für den gesamten redaktionellen Text: Dr. Eugen Tan Wilmersdorf; Leitung der Anzeigenabteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Georg Michaelsohn, Berlir.-Charlottenburg. DA’ 5000 11/34. druckerei GmbH (Felix Wolf), Berlin-Charlottenburg 4, Weimarer Straße IS, t b a u m , Berlin- Druck: Sonnen-