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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-01-05 · 2 (5.1.1934) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
2 (5.1.1934)
Date
1934-01-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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•wenn auch nicht allfcs, wäre schon gewonnen, wenn jeder durch pflichtmäßige Teilnahme an Kursen, Gesprächen, Unterricht erst dazu gebracht wird, Überseine Existenz, über den Sinn seines Daseins nachzudenken. Denn für den "Denkenden kann es keine andere Entscheidung geben als den neuen Weg, der zur Verantwortung des Einzelnen für alles Tun der Gesamtheit und -zur Haftung der Gesamtheit für alles Handeln eines Jeden führt. Man darf den deutschen Juden Zutrauen, daß sie diesen Weg gehen, wenn man sie dorthin, lenkt. Und wenn das erreicht ist, würde ich mein Amt niederlegeneine solche jüdische Ge-’ meinschaft bedürfte der Führung nicht mehr! Ist es heute erlaubt zu phantasieren? Darf man -sich Bilder ausmalen, die nie Gestalt und Wirklichkeit werden können? Man darf es: gewiß wird nie innerhalb des deutschen Volkes eine solche Führung der Juden sein; es ist zwar nicht unvorstellbar, daß ein Mensch — und zumal der jüdische Mensch, dessen Leben den höchsten Anforderungen ausgesetzt ist — unter doppelter, und zweifach strenger Gewalt steht. Aber der Staat selbst wird eine zweite gleich starke Autorität nicht dulden können, heute nicht und niemals. Und dennoch soll man phantasieren und träumen; vielleicht’wird aus Wunsch und Hoffnung eine Wirklichkeit, die nicht unter Zwang entstanden ist, sondern auf freiem Willen deutscher Juden gebaut ist. Weil wir daran glauben, setzen wir Kraft und Seele dafür ein, ohne eine andere Legitimation als die unseres -Willens, ohne Vollmacht als die unserer Vorväter und Ahnen. Carl Melchior und Dr. Aby Warburg gestorben Am 29. Dezember ist in Hamburg der Mitinhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., Dr. Carl Melchior gestorben: Dr. Melchior war seit langem schwer herzleidend und befand sich seit Anfang des Jahres zumeist' im Süden. Er ist 62 Jahre alt geworden. Am gleichen Tage verschied ein anderer Partner des Hauses M. Warburg, Dr. Aby Warburg. Mit Carl Melchior scheidet eine bedeutende Persönlichkeit der deutschen Nachkriegszeit und der europäischen Naclikricgsgeschichtc aus dem Leben. Die bürgerliche deutsche Ta Sympathie von Dr. Melchiors of Dienste des Deutschen Reiches in verschiedenen internationalen Gremien ausgeübt hat. Das „Berliner Tageblatt“ nennt . Dr. Melchior einen „sehr, tapferen, dazu lauteren und opferbereiten Patrioten“. „Vossische Zeitung“ bekennt sich in der Schilderung seines Lebensganges zu der Auffassung, daß die Young-Verhandlungcn es gewesen seien, die mit dem Lebensoptimismus auch die Gesundheit Melchiors untergruben; das Blatt erinnert daran, dal) Melchior s. Zt. gegen die Unterschrift des Versailler Vertrages war. ■ Altes' dies sind Feststellungen, die’uns Juden besonders wichtig erscheinen, da ja noch immer Meinungen verbreitet sind, die uns Juden für Versailles und den Young-Plan verantwortlich machen wollen. In den letzten Monaten stellte Dr. Melchior sich der neugeschaffenen „Reichsvertretung der deutschen Juden“ zur Verfügung, ebenso auch dem „Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau“. Beide Organisationen widmen dem Verstorbenen tiefempfundene Nachrufe, in denen seine von Sachkunde, Warmherzigkeit und Opferbereitschaft getragene Arbeit gerühmt wird. Melchiors Andenken wird leben; sein Wirken wird von einer späteren Zeit erst ganz gewürdigt werden. Der „Raffende“ oder der „Schaffende“? Jüdische Wirtschaftsmoral Von Herbert Frankenstein*) E s ist müßig, auf Gründe und Anlässe einzugehen, die dem jüdischen Europäer bei einigen Völkern, darunter auch beim deutschen Volk, den Ruf des Menschen’ eingetragen haben, dessen natürliche Veranlagung das Handeln, das Einheimsen , von mehr oder weniger gerechtfertigten Zwischengewinnen ist. Das historische Schicksal der Juden, das ihnen ungewollt aufgezwängt wurde, hat diesen Ruf geschaffen,’ aber wer die Grundgedanken des Judentums kennt und würdigt, weiß, daß der wahrhaft jüdische Mensch der „Schaffende“, und daß der „Raffende“ stets das Gegenteil des jüdischen Idealbildes ist. Cum grano salis — mit allen Einschränkungen, die bei Verallgemeinerungen notwendig sind — läßt sich sagen, daß gerade1) das Judentum die erste große Kulturgemeinschaft gewesen ist, die das Ethos der Arbeit entwickelte, das ihm heute so oft abgesprochen wird. Die Klassische Antike vermochte den Palästina - Übersee - Ausland w,‘,90° UMZÜGE —“L- Möbelspeicher auch durchhelzte Kabinen Carl Deyke Nachf., Berlin 0 17 Gedanken, daß die Arbeit sittlichen und die Wirtschaft sozialen Wert besitzt, nicht voll zu erfassen. Der klassische Bürger, dem es Ehrensache war, am politischen und wissenschaftlichen Leben, sei es auch nur zum kleinsten Teil, aktiv mitzuwirken, hatte für volkswirtschaftliche Arbeit weder Interesse noch Verständis. Politiker, Wissenschaftler, Priester und Krieger wurden geehrt, Handel und Handwerk waren nicht geachtet, weil die höhere Bildung des Geistes — das Lebensziel des klassischen Bürgers — nach Ansicht der Antike durch jede mechanische Tätigkeit leiden muß. Die Hellenen überließen volkswirtschaftliche Arbeit dem Sklaven. Aristoteles wollte die Köpfe seiner Bürger frei von den Sorgen der volkswirtschaftlichen Arbeit wissen, und auch Platon überließ diese Tätigkeit dem dritten Stand. Auch der edle Römer kannte kein Ethos der Arbeit, die er dem; Unfreien überließ. Sie .ermüdete ihn nur und hielt, ihn von seinen politischen und geistigen Geschäften ab. Abschätzig nennen die Lateiner die Arbeit „labor“, eine Vokabel, deren Stammsilbe mit dem lateinischen Wort „laberi“ verwandt ist, das „müde, abgespannt werden“ bedeutet. .. . - . Der Psalmist stellt den Juden an einen anderen Posten: Es geht der Mensch aus an sein Werk und an seine Arbeit bis an den Abend. Der Gott;des Judentums hat den Menschen zur Arbeit geschaffen, und nicht nur zur geistigen Arbeit, die dem Juden *) Im Rahmen der Vortragsabende des Kulturbundes Deutscher Juden wird der Wirtschafts-Jurist Herbert Frankenstein im Januar über das Thema „Die Ethik der Arbeit (Moral und Wirtschaft)“ sprechen. Im Februar beginnt Herbert Frankenstein in der Jüdischen Volkshochschule seine Vorlesung „Die Ethik in der Wirtschaft“. Entspannung bedeutet, sondern zur Volkswirtschaft, denn schon das Paradies sollte der Mensch bewachen und bebauen. .Bezeichnend für die jüdische Lehre vom Segen der Arbeit ist das jüdische Sklavenrecht, das einen ungleich höheren sittlichen Gehalt besitzt, als das der klassischen Antike. Der- Jude kennt keine geborenen Sklavenvölker, denn er denkt daran, daß er selbst Knecht und Fremdling war im Lande- Ägypten. Im römischen Corpus juris wird das Recht’ des Sklaven im dinglichen Recht abgehandelt, der Sklave ist Rechtsobjekt. Dem Juden galt der Sklave als Rechtssubjekt, als Person mit eigenen Rechtsansprüchen. Die tiefe Kluft, die in Hellas und Rom den Bürger vom arbeitenden Menschen trennt, gibt es im Judentum nicht, in dem die Thora den Juden oftmals mit der eindringlichen Formel anspricht: Du und Dein Sohn und Deine Tochter und Dein Knecht und Deine Magd! In dieser Idee von der Gleichheit des schaffenden Menschen vor Gott und der Welt berührt sich das Judentum mit der germanischen Antike. Der nordische Mensch war'nicht nur der kriegslustige Hüne, als der er oft geschildert wurde. Im alten nordischen Mühlenlied geht die Stadt des Königs Frodi mitsamt allen Bürgern in Flammen auf, als die Mühle Grotti, welche die volkswirtschaftlich notwendigen Güter herstellt, stillgelegt ist. Aus mehreren anderen Lieden) der vorchristlichen Zeit, dem Walkürenlied, dem Wölund- und dem Drachenhortlied geht hervor, daAß der nordische Heide zum Wert der Arbeit ein nlgdßutend verständnisvolleres Verhältnis hatte, als der klassische Bürger. So erhielt sich auch die Idee der . Gleichheit der Genossen in der germanischen Mark- und D’nmgenossenschaft bis gegen Ende der Karolinger «t als Wirtschaftsgrundlage des frühen Mittelalters. E»t nach der Karolingerzeit bildete sich der Herrenicff, die Stellung des Feudalherrn heraus. Erst jetztjeffltstand das mittelalterliche Lehnsrecht, in. dentf in’“’’ Lehnsmann für den Lehnsherrn die Arbeit übernalw , während der Lehnsherr ihm dafür Waffenschutz;-f>q|i)- Erst gegen Ausgang des Mittelalters konnte'41 das Ethos der Arbeit allgemeine Geltung verschaf^oiA und diese Entwicklung, die für die moderne Gesellt Schaftsauffassung grundlegend geworden ist, ist jilqs’ Verdienst des Christentums. Zwar, findet sich in d|n, Evangelien keine ausdrückliche Forderung nach Arbe\ß|. aber Jesus wollte nicht gekommen sein, das Gesetz'^ und die Propheten aufzuheben, sondern sie zu ef-'T füllen. Paulus schrieb an die Thessalonicher: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Und an die; Epheser: Wer stahl, der stehle nicht mehr,'sondern arbeite weiterhin und schaffe Gutes mit seinen Händen, damit er in der Lage sei, dem Notleidenden mitzuteilen. Hier wird die Arbeit“ an ihrer Bedeutung für den Menschen selbst bemessen, so wie das „ora et labora“ — „bete und arbeite“ — des Heiligen Benedikt die Arbeit für das mittelalterliche Mönchtum als Tugendübung forderte. Darüber .hinaus erkennt schon Thomas von Aquino die soziale Bedeutung der Arbeit für die Allgemeinheit, wenn er die Arbeit „Figaro“-Aufführung zugunsten der Winterhilfe Eine Sylvesterfeier im Zeichen der Nächstenliebe „Du sollst dein Herz nicht verhärten und deine Brüder.“""* ’’ L" (De'ut" i ijT* Sprich nicht zu deinem Nächsten: „Gehe hin und - komm wieder; morgen will ich dir geben,“ so ' du es doch wohl hast. . (Spr. 3.28.) Atciiie Satzungen sollt ihr halten! (Lcrii. 19.19.) Mit Recht wurde auf den von der Berliner Jüdischen Gemeinde veranstalteten Werbeabenden für die Winterhilfe darauf hingewiesen, daß das sogenannte „Alte Testament“ den Juden die Armenhilfe zur Pflicht macht und sie keinesfalls dem schwankenden Böden des subjektiven Gefühls, des Mitleids und. dgl. überläßt. Das jüdische Gesetz fordert von seinen Anhängern die Armenpflege und Hilfe! Es war daher eine Selbstverständlichkeit, daß die Jüdische Gemeinde zu Berlin sich dem großzügigen Werk der Winterhilfe des deutschen Volkes anschloß und ihrerseits versucht, unter ihren Mitgliedern für das gute Werk zu werben. Daß aber auch die jüngste der großen jüdischen Organisationen, der Kulturbund deutscher Juden sich in "den Dienst der guten Sache gestellt hat, sei dankbar hervorgehoben? der Kulturhund hat seine ruhmvollste Leistung, seine Aufführung von Mozarts „Figaro“ als Vorstellung .zugunsten der Winterhilfe wiederholt. Oder vielmehr: Gemeinde und Kulturbund hatten sich für diesen hohen Zweck vereinigt, Veranstalterin war die Gemeinde, die ja in Sachen der Winterhilfe mit den staatlichen Stellen zusammenarbeitet; ausführendes Organ war der Kulturbund. ’ Der Abend trug alle Zeichen einer Festvorstellung: das Haus bis aufs letzte Plätzchen ausverkauft — trotz der hohen Preise —, und auch das Publikum, Damen und Herren, zeigte in Kleidung lind Haltung festliche Stimmung. Überflüssig zu erwähnen, dal! alles, was Namen hat im jüdischen Leben der Reichshaiiptstadt, der Vorstellung beiwohnte und zur Erreichung des Zieles beitrug, dem der Abend diente. Was die Vorstellung selbst betrifft, so hatte sie — obwohl ihr anderthalb Dutzend „Figaro“-Aufführungen v< gegangen waren — nicht das geringste von der zision und Frische der Erstaufführung eingebüßt, wirkte aber durch die hinzugekommene Sicherheit wie eine Improvisation, rief Stürme der Begeisterung auch bei offener Szene hervor und wurde so zu einer Propaganda nicht nur für den gemeinnützigen Zweck, sondern auch für den Kulturbund selber, dem mancher der: Besucher vielleicht noch nicht bei- Es ist erfreulich, festzustellen, daß alle Mitwirkenden nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern auch mit sichtlicher Liebe ihre Aufgaben erfüllten: allen voran der musikalische Leiter Joseph Kosenstock, der mit äußerster Konzentration und mit innerer Stilsicherheit alle Fäden dieser sehens- und hörenswerten Vorstellung in seinen Händen hielt. Er mußte in Gemeinschaft mit dem Regisseur des Abends'und Organisator des Kulturbundes im Kreise aller Mitwirkenden nach Schluß der Vorstellung unzählige Male vor dem Vorhang erscheinen. Die Vorstellung wurde durch tief empfundene Worte Dt. Singers über die Bedeutung der Gemeinschaftshilfe eingeleitet. Ein Silvester im Zeichen der Nächstenliebe und im Zeichen des großen Deutschen und Weltbürgers Mozart wird wohl von allen Anwesenden als ein gutes Omen für das kommende Jahr aufgefaßt worden sein. B. P. Seelische Nothilfe Unter dem Motto „Seelische Nothilfe“ stand der bunte Abend, den das-Wohlfahrtsamt der Berliner Jüdischen Gemeinde veranstaltete; es wurde mit diesem Abend der glückliche Gedanke in die Wirklichkeit umgesetzt, die derGemeindefiirsorge anvertrauten Erwerbslosen nicht nur materiell zu unterstützen, sondern sie auch durch einige Stunden mit Gaben der Musik und Dichtung zu erfreuen. - Trotz der großen Arbeitslast, die die Künstler des Kulturbundes, zu bewältigen haben, hatten sich eine Anzahl sofort bereitwilligst für den guten Zweck« zur Verfügung gestellt, und-so gab es denn ein buntes Allerlei, bei dem jeder Hörer sich das aussuchen konnte, was ihm zusagte. Heiteres wechselte mit Ernstem, so daß jeder auf seine Kosten kam. Zur Einleitung sang Heinrich Korn das Arioso von Händel, im zweiten Teil Lieder von Schubert und Strauß; er erntete reichen wohlverdienten Beifall. Bejubelt wurden auch Friizi Jokl und Susanne Stein, die — außer einer Reihe von Einzelgesängen — das Duett aus den „Lustigen Weibern“ prachtvoll zu Gehör brachten. Rüth Anselm erfreute mit zwei Tänzen von Kreisler und Mozart. Anstelle des dienstlich verhinderten Max Koninsky las Fred Alexander. Atemlos lauschten die Zuhörer der mit packender Kraft vorgetrageneri Rede des „Jeremias“ aus Stefan Zweigs Drama — und schmunzelten bei den zwei ostjüdischerr-Humoresken. Ein Extra-Dank gebührt noch dem treuen Begleiter Wilhelm Altmann, der Tänze und Gesänge eindrucksvoll unterstützte. Dem wohlgelungenen Abend sollen ähnliche in allen Bezirken der Gemeinde folgen; der Besuch von etwa 1200 Menschen rechtfertigt diese begrüßenswerte Absicht unserer rührigen und unablässig auf das Wohl aller notleidenden Glaubensgenossen bedachten Wohlfahrtsämter. Uli Ooetz. „Oftjello“ in neuer Defefzung Kulturbund nun schon Tradition geworden, Rollen in doppelter Besetzung herauszubringen. Im der Jago (nunmehr Max Koninsky),. die w™-”"1 ""'1 Rodrigo (Heinz Schönfeld) „Othello1 _ Desdemona (Ruth Reimer) und __6„ ,,_ neu besetzt. Daß diese Umbesetzungen, künstlerisch gesehen, überflüssig waren, ist das höchste Lob, das sich hier spenden läßt —: das Kulturbundtheater verfügt in mehreren Fächern über gleichwertige Kräfte. Gern freilich hätten wir, auch in der Titelrolle einen anderen Darsteller gesehen, einen, der vielleicht mit weniger Intellekt, dafür aber mit mehr Natur spielte, — Othello muß ganz elementare L. X. Cubwig Harbf in fjalle Auf Einladung des Kulturkreises der Synagogengemeinde Halle veranstaltete, der bekannte Rezitator Ludwig Hardt einen Vortragsabend. Er. begann mit der Wiedergabe von drei Heineschen Gedichten: Prinzessin Sabbath, Das’goldene Kalb und Salomo. Dann folgte eine Probe aus dem eben erschienenen Roman von Thomas Mann, die von der Begegnung Jakobs mit Rahel handelte. Eine Erzählung aus der Bibel bildete das Gegenstück. Der zweite Teil war heiteren Stoffen gewidmet und brachte einige geistvoll-witzige Anekdoten und Aphorismen von Peter Altenberg, um dann mit einer Erzählung, jüdischem Milieu entnommen, zu schließen Der durchgeistigte Vortrag Hardts, die starke mimische Ausdrucksfahigkeit machten den Abend zu einem künstlerischen Erlebnis. Das zahlreiche Publikum spendete lebhaften Beifall' K. M. Kunstnachrichten „Neues Streichquartett“ Das „Kette Streichquartett“, das am 26. November 1933 mit außerordentlich großem Erfolg im Logenhaus konzertiert hat, veranstaltet sein zweites Konzert am Sonntag, 7. Januar, S Uhr, m der Singakademie in Gemeinschaft mit Herrn Josef Rosenstock, Generalmusikdirektor des Kulturbundes (Klavier). Ein Teil der Einnahme wird auch diesmal wieder

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