Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 28 (24.11.1933)
- Date
- 1933-11-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Einzelnummer 20 Pf. gfit beiitMies Subentomimb reltgiöfeit Aufbau Nr. 28 13. Jahrgang Bezugspreis: Monatlich 1,35 RM.zuzüglich Bestellgeld. Einzelnummer 0,20 RM. Abonnements werden bei allen Postämtern angenom¬ Herausgeber: Hanns Loewenstein und Willi Tisch Verlag Schi-iitlvitiin»: George Gnctz OleHJadlsch-llberaleZeltung“ erscheint Dienstags und Freitags. - Redaktion und Geschäftsstelle: Berlin - Charlottenburg 4, Mommsenmen..— Anzeigen nadt Tarif. — Bel Nlditerschelnen Infolge Streiks oder höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder . ROckerstattung der entsprechenden Bezugsaebühren. Berlin, 24. November 1933 str.40. — Fernruf: J 8 Bleibtreu Sammel-Nr. 1545. - Bankverbindung Kreditverein für Handel und Gewerbe e.G.m.b.H., Berlin N 24. Postscheckkonto: JOdlsch-llberale Zeitung, Berlin 22754. Die „Jüdisch-liberale Zeitung“ ist das einzige Blatt deutsch-jüdischer Richtung, das zweimal wöchentlich erscheint. Drinnen und draußen In der Erörterung über die Neugestaltung des deutschen Judentums spielen zwei Argumente eine hervorragende Rolle, die deshalb einer näheren Beleuchtung bedürfen, weil sie ebenso bestechend wie irreführend sind. 15er neue deutsche Staat hat die Juden aus seiner Volksgemeinschaft ausgestollen, und es gilt, auf dem Boden dieser Tatsachen an einen Neuaufbau heranzugehen. Soweit es sich dabei uin augenblickliche Hilfeleistung, um die Stützung oder Umpflanzung zusammenbrcchender Existenzen handelt, bedarf es hierzu keines ideologischen Unterbaues: Hilfe kennt keine, Partei. Ganz anders aber ist es bei dem Neuaufbau unserer Gesamtheit, der planmäßig und nach einem konstruktiven Programm zu erfolgen hat. Hier werden wir uns zu entscheiden haben, ob wir uns nur, was ganz selbstverständlich ist, auf den Boden der durch die neue Gesetzgebung geschaffenen Tatsachen stellen, oder ob wir auch die dieser Gesetzgebung, zugrunde liegende Weltanschauung akzeptieren. Die Einen unter uns meinen, dies tun zu sollen; auch sie sprechen von jüdischer Rasse, und indem sie die seitens des heutigen’ Deutschland vorgenommene Distanzierung zwischen Deutschtum und Judentum nun auch von jüdischer Seite aus bejahen, anerkennen sie sowohl das Judentum als eine Rasse oder Stammesgemeinschaft, sodann aber auch die biologische und kulturelle Verschiedenheit der deutschen Juden vom deutschen Staat, der sich auf dem Gedanken der Identität von Nation und Rasse neu aufgebaut hat. Die Anderen unter uns, weit davon entfernt, als Juden in die deutsche Politik hineinreden zu wollen oder gar der Regierung eine, Opposition .zu machen, können doch ihren Anspruch auf Zugehörigkeit ‘zurif'deutsch’bn "Volke irr TcCui'eV Weise fallen lassen. Hier sind sie geboren, hier liegen ihre Eltern- und Voreltern begraben, mit deutschen Kindern haben sie ihre Jugend verbracht, mit deutscher Kultur, den Werken deutscher Dichter, Komponisten und Maler sind sie aufgewachsen. Sie bekennen sich zum Glauben des Judentums, aber sie tun dies als deutsche Menschen, und da keiner so in sie hineinsehen kann wie sje selber, so dürfen sie sagen: sie wissen sich als Deutsche. Sie werden den Tatsachen jede notwendige Konzession machen; sie sind bereit, diejenige Berufsstruktur anzunehmen, die die deutsche Gesetzgebung ihnen vorschreibt, aber von dem Anspruch auf ihr Deutschtum können sie so wenig lassen wie Gabriel Rießer vor hundert Jahren. Und nun begibt sich dies Seltsame: früher galt es für charakterlos, seine Meinung bei jedem scharfen Wind zu wechseln; verächtlich sprach man auch unter uns' jüdischen Deutschen von „Novemberlingen“ und verlangte von jedem rechten Mann, daß er seinen Anschauungen und seiner Gesinnung die Treue halte. Heute ist das alles merkwürdig anders; diejenigen, die unter dem Druck der Tatsachen eine neue Gesinnung annehmen, brüsten sich mit Modernität, mit Aufgeschlossenheit für -das Neue, mit politischer Instinktsicherheit oder wie die Zensuren sonst alle lauten mögen, die sie sich selber aussteilen;- uns Andere aber, die wir nach den Worten. des deutschesten Freiheitsdichters Schiller und seines hinreißend-, sten Freiheitshelden Marquis Posa auch im Madncsalter Achtung haben vor den Idealen unsecer Jagend — uns zeihen sie der Starrköpfigkeit und Sturheit, der Rückständigkeit, nennen unsere Anschauungen"überlebt und vorgestrig. Das klingt, wie gesagt, bestechend und ist doch irreführend. Denn es gibt Ideale, die unabhängig sind von der Zeit, die sowohl von vorgestern, als aber auch von übermorgen sind, weil sie ewig sind. Wir wollen dankbar sein, daß wir, als Juden geboren, solche Ideale haben, die, vor Jahrtausenden verkündet, wegweisend noch für Jahrtausende der Menschheit voranleuchten, und zu denen wir uns bekennen, auch wenn sie einmal nicht in die Zeit passen. Diese Ideale zu bekennen, war leicht in den hinter uns liegenden Jahrzehnten; nun, da es uns schwer gemacht wird, müssen wir um so fester im Geiste jener alten, weil ewigen Ideale uns Zusammenschlüßen!. Aber, so wird weiter argumentiert, das sei doch nur möglich, wenn man den jetzigen Zustand für vorübergehend hält, wenn man glaubt, eine kleine Weile nur werde die neue Ordnung dauern, dann werde wieder alles wie vorher. — Nun, man möge uns doch diejenigen zeigen, die dieses Übermaß vor kurzsichtiger Torheit aufbringen;, unter, den .fünfhunderttausend deutschen Juden gibt es nicht anderthalb, die die Staatsumwälzung dieses. Jahres für eine kurzfristige und vorübergehende Erscheinung halten! Auch soll man im nationaljüdischen Lager diejenigen, die sich ganz, bewußt als jüdische Deutsche bezeichnen, nur ja nicht unterschätzen, denn es ist weder ehrenvoll noch nützlich, den Gegner für weniger klug zu halten als sich selbst. Und es sollte bekannt sein, daß gerade die religiösen Menschen niemals an die Wiederkehr des Gewesenen glauben, weil sie um die Wandelbarkeit alles Seienden wissen. Niemand glaubt — und kaum einer wünscht auch nur —, daß das, was vor 1933 war, wiederkehre, aber keiner auch kann daran zweifeln, daß das Neugewordene dem Gesetz der Fortentwicklung unterliegt. So fest also auch die jetzige deutsche Staatsform steht — und sie steht ganz gewiß fest — so ganz zweifellos werden in den Einzelheiten Änderungen und Wandlungen eintreten. Als vor wenigen Wochen ein ausländischer Journalist den Propagandäminister Dr. Goebbels danach fragte, wie sich die Freundschaftskundgebungen des deutschen Reichskanzlers an Frankreich mit gewissen Partien seines Buches „Mein Kampf1vereinbaren lassen, antwortete der Minister, das sei ein Beweis für die Evolutionsfähigkeit des Nationalsozialismus. Soll es uns jüdischen Deutschen verboten sein, an diese Evolutionsfähigkeit zu glauben? Ganz gewiß nicht. Denn wenn auch, was schon gesagt wurde, die neue Staatsform nach aller menschlichen Voraussicht noch auf lange Zeit, hinaus feststeht, so können doch keineswegs alle ihre Einzelheiten den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben. Und diejenigen in unseren eigenen Reihen, die das Bekenntnis zu einer angeblichen, jüdischen Rasäe für das Allermodernste halten, müssen ja erleben, daß gerade in diesen Tagen, während in Deutschland der Rassegedanke immer mehr in den Vordergrund tritt, überall sonst in der Welt die Identifizierung von Rasse und Nation leidenschaftlich abgelehnt wird. Wir resümieren die Ereignisse, die sich jenseits der Grenzen unseres Vaterlandes in der letzten Zeit abgespielt haben und von denen unsere Leser einige in der vorliegenden Ausgabe unseres Blattes finden, während einige andere vor kurzem hier verzeichnet werden konnten: der rumänische Staat wendet sich auf Initiative seines Königs und seiner neuen Regierung entschieden gegen den Antisemitismus: die Tschechoslowakei und Jugoslawien sind stolz darauf, Angehörige der verschiedenartigsten Abstammung unter die Bürger ihrer Nation zu zählen; das englische Unterhaus beschäftigt sich mit den antisemitischen Strömungen in Österreich, und der neue Gesandte der Vereinigten Staaten in Österreich erklärt, Amerika könne mit einem antisemitischen Land nur schwer sympathisieren. Mit diesen" Beispielen nicht genug: zwei Länder, deren Regierungsform.der deutschen sehr ähnlich ist, wollen vom Antisemitismus nichts WissenF'De?" ungarische MrnisfefpräsitlcnfUö/nÖJ.e, s'elort---cTrrepT ein leidenschaftlicher Judengegner, erklärte Katholiken, Protestanten und Juden in Ungarn für gleichberechtigt, er will jeden Bürger nur nach seinem Wert fiir die Nation bemessen, nicht danach, in welches Gotteshaus er geht — das ist nicht, nur eine Absage an die Lehre von der Identität von Nation und- Rasse, sondern es kennzeichnet auch das Wesen des Judentums als das einer G/oufte/isgemeinschaft. Sehr ähnlich hat auch, wie in diesen Blättern berichtet wurde, der Oberrabbiner von Rom, Dr. A. Sacerdoti, sich über den Faschismus geäußert, der seine Aiifgabe darin sähe, alle Bürger der Nation zu einen, nicht aber einen Teil von der Mitarbeit am Aufbau der Nation nuszusondem. Man darf gewiß sein,-daß Dr. Sacerdoti diese Äußerung auf einer internationalen Konferenz in London nicht gemacht haben würde, wenn er nicht des Einverständnisses seiner Regierung sicher gewesen wäre, und bekanntlich stehen in Italien auch Juden tätig in der faschistischen Bewegung. - ln Deutschland ist es so, daß mit der um das Jahr 1800 begonnenen Liberalisierung des Staates die Emanzipation der Juden einsetzte, die dann vom neuen Regime des Jahres 1933. zurückgenommen wurde. Das verführt viele unserer Glaubensgenossen zu dem Irrtum, nur in einem liberalen Staate könnten die Juden emanzipiert leben. Ungarn und Italien beweisen das Gegenteil. Weil nun ferner die Emanzipation — wie alles Gute auch sein Böses im Gefolge hat — gewisse jüdische Verfallserscheinungen zeitigte, so kamen gewisse Vorkämpfer der nationaljüdischen Bewegung zu dem Trugschluß, der liberale Staat hätte mit Notwendigkeit zu einer Entjudung der Juden geführt. Das ist so wenig richtig, wie es feststeht, daß er nicht zu einer Entchristlichung der Christen geführt hat, und im übrigen zeigt uns auch hier der Blick über den Horizont, zeigen uns die Dinge in Italien und Ungarn den Irrtum solcher Meinung. Weder ist die Emanzipation nur im liberalen Staat möglich, noch führt sie zur Entjudung der Juden. Daß die deutsche Revolution des Jahres 1933 vieles Ungesunde vorfand, ist richtig; daß sie als.die Wurzel alles Übels die Juden ansah, bleibt ein geschichtlicher Irrtum, den aufzuklären die geschichtliche Pflicht unserer heutigen jüdischen Generation ist. „Es ist nicht wahr,“ schrieb im April 1893 der französische Politiker Anatole Leroy-Beaulieu, „daß es zur Wiedergesundung der modernen Nationen genügen würde, den Semiten auszumerzen.“ -Und in der Tat richten sich ja nach den ersten revolutionären Erscheinungen dieses Jahres die Bemühungen der Reichsregierung — außenpolitisch, innenpolitisch, wirtschaftspolitisch — bereits auf ganz andere Dinge als auf solche, die mit der Judenfrage in Beziehung stünden. An uns Juden wird es sein, ähnlich wie bei der Volksabstimmung des 12. November, zu unserem Teile, selbst wenn man uns das Mitbcstimmungsrecht nimmt, am Wiederaufbau mitzüarbeiten, zu zeigen, daß wir kraft unserer Leistungen den Wert treuer Staatebürger besitzen, selbst wenn man uns die Rechte eines solchen nehmen sollte. Durch Leistungen geschaffene Werte können auf die Dauer nicht verloren gehen, und die Zeit wird kommen, da man auch den deutschen Juden nur nach seinem Werte für die Nation bemißt. Wir werden wieder sein, was wir gewesen sind: deutsche Menschen. Das wird uns niemals hindern, Bekenner des Judentums zu sein, und zurückweisen müssen wir es, wenn von nationaljüdischer Seite geschrieben wird, die Deklarierung des Juden tums als einer Religion sei Tarnung. Man wird dem Schöpfer des Judentums, Moses, und seinen Nachfolgern, den 'Propheten, im Emst kaum vorwerfen, daß sie das Judentum „getarnt“ hätten. Das Judentum, das sie schufen, ist nicht an ein einzelnes Land, nicht an einen einzelnen Stamm und nicht an eine einzelne Rasse gebunden, es ist universalistisch und übernational wie jede wahre Religion. Auch dies wird jenseits der Grenzen, wie die Ereignisse in Rumänien, Ungarn, Italien usw. beweisen, begriffen. Wird uuu in Deutsehhuul — anstatt vom Judentum als einer Religion und von der Juden- Iteit als der Bekennergescheinschaft dieser Religion — vom Judentum als einer Russe gesprochen, so wird keine Macht der Welt mul keine Gesetzgebung uns zwingen können, uns diese Auffassung zu eigen zu machen. Was Judentum ist, entscheiden ganz allein wir selber. Wie wenig eine echte Religion sich auf eine einzige Rasse, beschränkenkann, das zeigen u. a. die Schwierigkeiten, die sieh in der deutschen evangelischen Kirche der Durchführung des Aricrparagrapheii entgegenstellen. Es gibt deutsche, französische, englische Menschen, die sich ziini Christentum-bekennen, mul wenn auch die Kirche jedes Landes vorwiegend auf die Menschen des jeweiligen Hcimatvolkes sieh stützt, so hat es sieh doch erwiesen, daß keine Landeskirche Menschen fremder Nationalität oder Ahstnnunuug ausschlicllcii kann. Auch unser Judentum wäre übel dran, wollte es den Versuch machen, sich als „Abitammungsgcmeiiischaft jüdischer Menschen" zu etablieren, die nirgendwo eine Heimat hätte mul ebensowenig einen geistigem Grund. Ganz allein bei Bewußtinadiiuig dieses Geistesgrundes werden die Juden zu Bekenuerii ihrer ewigen Lehre und finden zugleich sich wieder als Kinder ihrer Heimat, in der sie geboren wurden. Diesen Idealen werden wir die Treue w'ahren, auch wenn es modern geworden ist, daß Juden, die vom Judentum eilte kleinere Auffassung Italien; unsere Treue Starrköpfigkeit oder Sturheit nennen. Die ewige Aufgabe des Judentums werden wir erfüllen, auch wenn Leute in unseren eigenen Reihen sich darüber wundern, daß dieses Ewige, schon früher mul schon Vergessen Sie nicht die ElnlfteWU der Abonnements - Quittung für Dezember. — - Nur pünktliche sichert Einlösung Zustellung der regelmäßige „indisch-liberalen Zeitung“. vorgestern gesagt worden ist. Es wird auch in Zukunft gesagt werden. Der Blick über die Grauen macht dies klar; er ist zugleich ein Blick jenseits des' Horizontes der heute lebenden jüdischen Generation; die künftige wird in einem Judentum des Geistes und auf der heimatlichen Erde, auf der sie geboren wurde, sicher und freudig Ichen. Die deutschen luden sind Träger des -Pangermanismus! Während man iu Deutschland den Juden ihr Deutschtum bestreitet, denkt man iin Auslande erheblich anders darüber; daß sie in Pplcn und anderwärts Bewahrer des Deutschtums sind, ist bekannt genug, uml in deutschfeindlichen Kreisen macht man ihnen ihr Deutschtum sogar zum Vorwurf. Das geht so weit, daß — wie die liier vor kurzem veröffentlichten Emigrantenberichte aus Paris zeigten — der deutsche Jude für chauvinistische Franzosen auch nur ein „Boche“ ist. Indessen dürfte es wohl einzig dasteheu, daß, wie es jüngst im jugoslawischen Senat geschehen ist, die deutschen Juden des — Pangermanismus geziehen werden. Unter Hinweis auf Zcitungsmeldungcn, denen zufolge die Jugoslawische Regierung einer Gruppe von 358 jüdischen Emigranten aus Deutschland die Erlaubnis zur Einreise und zu ständigem Aufenthalt erteilt haben soll,, richtete im jugoslawischen Senat Dr. Ivan Majstorovic. die Frage an (len Minister des Auswärtigen, ob die- Regierung, falls diese Meldungen auf Wahrheit beruhen, Aufklärung geben könne, wie diese Maßnahme mit dem. Bütgerschaftsgesetz iu Einklang_zti bringen sei. Der Interpellant fand zwar scharf ablehnende Worte gegen den Antisemitismus und versicherte, die Südsläwen würden es verstehen, diese Strömung stets von sich fernzuhaltcn, erklärte jedoch, eine Vermehrung-des jüdischen Elements in Jugoslawien sei nicht gutzuheißen. Er unterschied zwischen dem „lateinischen“ Element, nämlich den sephardischen Juden, denen alle bürgerlichen Rechte auch weiter gesichert werden sollen, obwohl sie während vier Jahrhunderten es nicht über sich gebracht hätten, sich dein Slawentum zu. assimijieren, und noch immer die Sprache ihrer spanischen Urheimat sprechen, und dem „germanischen“ Element, den aschkenasischen Juden, die wie seit jeher so auch heute die hartnäckigsten Träger der -pangermanischen 'Kulturmission am Balkan seien. Die deutsch-jüdischen Emigranten in Jugoslawien würden die völkische Homogenität der jugoslawischen Nation * stören. Auch die berühmten jüdischen Gelehrten würden im Auslande nur die deutsche Kultur fördern. Die Interpellätion des Senators Dr. Majstorovic unterscheidet sich nach Ansicht der Belgrader Berichterstatter, trotz ihrer judenfreundlichen Wendungen unvorteilhaft vom den Äußerungen anderer jugaslawischer Parlamentarier und hat in der jüdischen Öffentlichkeit Jugoslawiens peinlich berührt. '