Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 17 (17.10.1933)
- Date
- 1933-10-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Wort der lugend Monatlich erscheinende Beilage der „Jüdisch-liberalen Zeitung** Verantwortlich für den Inhalt: Heinz Keller mann, Berlin Von Der neue Geist. . Artur Wolffcrs, (IRI-Berlin). Vorbemerkung. Im Zusammenhang mit den Einigungsbestrebungen der^dcutsc/i-jüdischen Jugend geben wir nachstehend einer Stimme aus dem deutsch-jüdischen. Lager das Wort, die eine nicht unbeachtliche Strömung der zum Thema „Emanzipation“ zu hörenden Auffassungen repräsentiert. Die Schriftleitung des „W. d. J“. hetto und Emanzipation sind die beiden Daseinsformen des Judentums, zwischen denen es seit Zerstörung des Jüdischen Staates hin und her schwankt. Wir verstehen hierbei unter Ghetto nicht unbedingt ein Eingeschlossensein in einem besonderen Stadtteil, sondern auch schon einen Zustand, bei dem die Juden in geistiger und gesellschaftlicher G lebendiges Verhältnis 2 Abgeschlossenheit ohne Umwelt dahinleben. Es dürfte kein Zweifel darüber bestehen, daß die Juden heute in Deutschland in einem ghettoähnlichen Zustand zu leben beginnen. Aber wir glauben daran, daß das Judentum in die einzelnen Völker der Erde hineingestellt ist, um an ihrem- Leben teilzunehmen, daß das Judentum den Völkern etwas zu sagen hat, und daß darum nicht das Ghetto, sondern die Emanzipation seine höhere und wesensgemäßere Daseinsform ist. Das Ghetto hört aber nicht dadurch auf, Ghetto zu sein, daß man einen Hausschatz deutscher Klassiker mit hineinnimmt. Das Ghetto hört vielmehr dann auf, wenn es geistig gesprengt wird, d. h. wenn wieder starke Gemeinsamkeiten des Denkens,- Fühlens und Erlebens entstehen. Dies ist heute noch nicht möglich; es steht aber zu hoffen, daß es wieder einmal möglich sein wird. Will man heute schon an einer neuen Emanzipation arbeiten, so muß man natürlich dem Umschwung, der sich iii Deutschland vollzogen hat, weitgehendst Rechnung tragen. Zu diesem Ende ist eine dreifache Erneuerung des deutschen Judentums nötig: 1. die soziale Erneuerung, d. h. Berufsumschichtung, 2. die religiöse Erneuerung, 3. die politisch-geistige Erneuerung.-1 Ehe der Emanzipationsanspruch wieder kraftvoll erhoben werden kann, muß erst im jüdischen Raum sehr viel bereinigt werden. Im Bewußtsein weitester jüdischer Kreise sind die \ewigcn Wahrheiten .der jüdischen Religion in übertriebener Weise mit gewissen Fortschritts- und ähnlichen Ideologien des jetzt hinter uns versunkenen Zeitalters vermengt worden. Das muß überwunden werden. Die bisherige Stellungnahme unserer Menschen zu allen Grundfragen des menschlichen Gemeinschaftslebens, zu Volk, Kultur und Staat muß noch einmal, nicht zuletzt durch die Gegenüberstellung mit den Gedanken der nationalen Revolution, überprüft werden. Es darf sich jedoch nicht um eine rein Iincllektuelle Aneignung von Geistesgütern handeln, sondern-es muß auch auf dem politisch-geistigen Gebiet eine Erneuerung des ganzen Denkens, Fühlens und Erlebens ein- Ircten, die nur durch die soziale und religiöse Erneuerung Wirksam werden kann. Wichtiges zum Problem Jude und Politik wird z. B. am Pazifismus deutlich. Es dürfte falsch sein, wenn man ihn heute derjenigen Haltung, die man als die heldische bezeichnet, gcgcuüberstcllt. Der sogen, jüdische, oder bessernder von manchen Juden vertretene Pazifismus ist nicht ans dem Geist der Feigheit geboren, -aber auch nicht aus dem Geist des Judentums, sondern aus dem Mangel an Geschichtsbewußtsein, aus dem Irrglauben, die Geschichte ließe sich ihren Lauf vorschreiben, aus dem übersehen der Tatsache, daß Geschichte nur zum geringsten Teil von Menschen bewußt gistaltet wird, daß sic vielmehr ein Strom ist, in dessen etriebe Völker und Staaten aufeinander stoßen und sich ihrer Haut zu wehren haben, aus dem Wahn, der Weltfriede und die messianische Endzeit ließe sich organisieren, kurz ausdem Geist der Utopie. Ganz Europa befindet sich heute in Gärung, überall ringt man um eine Erneuerung des politischen und geistigen Lebens. Die Fragen, vor-die heute das deutsche Judentum gestellt ist, können morgen schon für das abendländische Judentum, wenn auch wohl nicht in so zugespitzter Form, drängend werden. Wer daran glaubt, daß an der cingetretenen Entwicklung, au dem neuen Geist, der im Abendland sich regt, trotz allem Schweren, das er uns gebracht hat,-doch viel Gesundes, Richtiges, Wertvolles, Notwendiges und geschichtlich Gerechtfertigtes ist, der soll für eine neue Emanzipation der deutschen Judenheit arbeiten. Zweirassigkeit der Menschheit? (Gedanken über einen Aufsatz von Hans Blüher: Das Judentum und die falschgestelltc Rasscnjrage.) Von He Imutli K r o t o s z y 11 e r, (IRI-Berlin). ' In dem oben angeführten Aufsatz' unternimmt es Hans I Blüher, eine neue, von der modernen Rassenforschung J unabhängige Lösung der Judenfrage zu finden. Die Judenfrage bedeutet dem Verfasser die merkwürdige Tatsache, daß die Religiosität des germanischen Volkes eine Fülle jüdischer.Elemente äufweist, während man andrerseits die Juden mit aller Gewalt abzuschütteln versucht. So gelangt Blüher zu einer neuen Rassentheorie. Er bewertet die Menschheit nicht wie die modernen Rassenforscher nach ihrer Zugehörigkeit zu einer nordischen hochstehenden, oder südlichen niederen Rasse. Vielmehr zieht sich für ihn quer durch alle Völker das Phänomen einer Spaltung in eine „Oberschicht“, die sich aus den Trägernvon Kultur, Kunst, Wi DIE WEISSE ECKE Banberger Strasse 22 (Ecke GDntzelstrasse) ist IHRE Schnellentfleckerei, Färberei, Chem. Reinigung Bitte rufen. Sie an: B 6 Cornelius 53 84 Die Garderobe wird toi. abgeholt n. Innerhalb 2-3! Tagen geliefert „Das Wort“ lum Tage. Aus der Haftarah dieses Monats. Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit nehme ich dich wieder auf. Im heftigen Zorne verbarg ich einen Augenblick mein Antlitz vor dir, aber mit ewiger Liebe will ich mich deiner erbarmen, spricht dein Erlöser, der Ewige. Denn wie die-Wasser Noahs ist mir dies: wie ich geschworen habe, daß die Wasser Noahs nie mehr über die Erde kommen, so schwöre ich auch, dir nicht zu zürnen noch dich ferner zu züchtigen. Wahrlieh, mögen die Berge weichen und die Hügel wanken, aber meine Liebe soll von dir nicht weichen, und mein Bund des Friedens soll nicht wanken, spricht der Herr, dein Erbarmer. - (Jesaia, Kap. 54, Vers 7—10.) Stehe auf, Jerusalem! Cfehe auf, du Gekränkte, u Und fürchte dich nicht. Denn ich erbarmte mich dein. Ich habe dir gezürnet Und dich einen Augenblick verlassen, Aber nicht immerdar will ich mit dir hadern, Und ich zürne nicht ewiglich. Und darum, daß du die Verlassene gewesen bist Und die Verstoßene einen Tag, Sollst du die Prächtige sein für und für Und die Erhobene in aller Ewigkeit; Ich will dich schmücken mit meiner Liebe Und gürten mit meinem Frieden, Mein Antlitz hat sich dir zugewendet, Und mein Segen ist deinem Scheitel gesenkt. So stehe auf, Jerusalem, Stehe auf, Denn ich hab dich erlöset! (Aus Stephan Zweig: „Jeremia“.) Der Midrasch erzählt: - Als im Jahre 70 der Tempel zerstört worden war, da schritt der greise Rabbi Jochanan ben Sakkai mit seinen Schülern über die Trümmer des Heiligtums. Wo einst, der prächtige Bau sich erhob — wo kurz: vorher-noch die Herrlichkeit Gottes thronte — da lag. jetzt alles in Schutt und Asche. Tiefes Weh erfüllte bei diesem'Anblick das Herz der Schreitenden, und und sie weinten. Plötzlich aber blieb Rabbi Jochanan stehen, und ein Leuchten ging über sein Antlitz, der Schein uneiidlicher.Freude erhellte es. „Rabbi, Rabbi!“ so riefen die Schüler entsetzt, „das Heiligtum ist zerstört — und Du freust Dich?“' Da hob Rabbi Jochanan stark die Arme’und sprach mit jubelnder Stimme: „Wie habe ich doch Grund zur Freude! Der Allmächtige hat Israel schweres Unheil geweissagt, aber auch eine Zeit des Glücks und des Friedens verhieß er. Das Unheil ist eingetroffen — Gott hat sein Wort erfüllt. Und das eben gibt mir den unumstößlichen Glauben, daß1 er auch die Verheißung des Guten an uns erfüllen wird!“ schaff. und Religion zusamniensetzt, und eine „Unterschicht“, die die'Menschen der Nützlichkeit und der nackten Bedürfnisse des Alltags erfaßt. Der Antisemitismus der Germanen richtet sich; so meint Blüher, lediglich gegen die Menschen der Unterschicht in der Judenheit. Die jüdische Religiosität hingegen star■— -— Israel und erregt des Prinzip der Zweirassigkeit. Trotzdem erkl hin alle Menschen für gleich. Der Satz: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und auch den Fremdling sollst du lieben..., denn, er ist wie du“ müßte also —immer nach Blüher — als Aushängeschild lediglich für die Umwelt bestimmt sein. Denn die tatsächlichen Lehren der Juden entsprächen der Erkenntnis einer Ungleichartigkeit der Menschheit. — Nach meiner Ueberzcugung läßt sich diese Behauptung nicht aufrecht erhalten. Zum Beweise dafür, daß das Judentum unter sich die Zweirassigkeit oder „AHogenität“ im Blüherschen Sinne lehre, führt der Autor zwei Stellen aus dem jüdischen Schrifttum selbst an: Einmal sage das Judentum, daß das Volk Israel aus zehn verfluchten und zwei gesegneten Stämmen besteht.. Hierin will Blüher eine Bestätigung seiner Theorie erblicken. Wir wissen, daß diese Stelle, im Zusammenhang gelesen, unmöglich zu solchen Behauptungen verwertet werden, kann. Aber, meint Blüher, schon in Genesis Kap. 1, ist diesem Gedanken der Zweiteilung der Menschheit Ausdruck gegeben. Der Schöpfungsakt des ersten Menschen ist ein doppelter: Adam wird geschaffen aus einem Erdenkloß wie auch im Ebenbilde Gottes. Ein Teil der Menschheit haftet also nach Blüher an der Erde und lebt nur den profanen vulgären Alltagsdingen, während der andere Teil dem Himmel zugewandt ist und sich mit „sakral-kultischen“ Gegenständen befaßt. — Wenn man nun ähnlich wie Blüher verfahren wollte, so könnte mau dieses Bibelwort zu genau der gegenteiligen Beweisführung benützen. Es war nämlich ein und derselbe Mensch, in den Gott die beiden Möglichkeiten des Kultischen und Profanen legte. So kann man auch bei der übrigen Menschheit für jedes einzelne Individuum eine solche doppelte Befähigung annehmen. Es wäre dann tatsächlich der Fall, daß alle Menschen von Hause aus die gleichen Möglichkeiten in sich tragen. Und etwas anderes als die Gleichheit der Möglichkeiten in jedem Menschen will ja das Judentum gar nicht lehren, und es bezeichnet auch nur in dieser Hinsicht die ., Menschen als gleich. Die Annahme der „AHogenität“ des Menschengeschlechts als endgültige Tatsache kann aber auch aus folgendem Grund nicht gebilligt werden: die beiden Rassenbegriffe sind nämlich gar keine einander ausschließendem Gedankenkreise, sondern konzentrische. Die Angehörigen der Ober-„Rasse“ sind ja aus der Unter-,,Rasse“ hervorgegangen, und neben der sie kennzeichnenden Geistigkeit haben sie auch noch die gleichen profanen Bedürfnisse,' in denen sich das Wesen der Unterschicht erschöpft. Unter „Rassen“ würden wir einander ausschließende Begriffe verstehen wie etwa: Germane'n-Romanen. Aber die Begriffe Oberrasse und Unterrasse nach der Blüherschen Formulierung stehen einander gegenüber wie ungefähr: Germanen und' Indogermanen, d.'h., daß ein Begriff gleichzeitig neben seinen eignen Kriterien auch noch Haupteigenschaften des scheinbaren Gegenbegriffes umfaßt. v Die Tatsache aber, daß die Oberschicht nur aus höher entwickelten Angehörigen der Unterschicht besteht,, deckt sich auch mit der jüdischen Anschauung von der' Aufgabe der Menschheit. Blüher erblickt in der „AHogenität“ einen schicksalhaft unwandelbaren Dauerzustand. Er hat sich mit der Spaltung der Welt "in hoch und nieder, in einsichtig-und unwissend, abgefunden. Damit stellt, aber das Diesseits kerne Aufgabe mehr an ihn, weil an der bestehenden „Weltordnung“ nichts mehr zu ändern ist. Da ich nun aber der Ansicht bin, daß die Oberschicht aus der gleichen Substanz wie die Unterschicht besteht, so bestätigt sich für mich damit der Satz der Gleichheit der Menschen im oben definierten Sinne,' d. h. die Unterschicht hat tatsächlich genau wie die Oberschicht die Möglichkeit zu einer Höherentwicklung. Gleichheit bedeutet aber auch Gleichheit der Behandlung bei Gleichheit der Handlung, bedeutet die Gleichheit der Beurteilung nach Gleichheit der Grundsätze. Und in dieser Hinsicht müssen wir Blüher außerordentlich dankbar sein. Denn seine Behandlung der Judenfrage ist streng wissenschaftlich unu völlig vorurteilsfrei. Er scheut nicht davor zurück, anzuerkennen, daß z. B. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln — auf Seiten der germanischen Götterlehre nicht seines Gleichen hat“. So wäre mit diesen Ausführungen vielleicht die Basis einer objektiven Auseinandersetzung über unsere Lage gefunden, in der auch.wir Juden als vollgültige Diskussionspartner zu Worte kommen könnten und die uns nicht von vornherein unser Recht und unsere Pflicht zur Selbstverteidigung aberkennt. Für einen Freund! b a c h. Er gehörte zu der Gemeinschaft jener, die der „IKI“ lücht durch Amt und Ehren, sondern durch jene schlichte Selbstverständlichkeit echter Gemeinsamkeit verbunden sind, die wichtiger ist für den Bestand eines Bundes als laute Kameraderie und lärmende Führerschaft. Wer sein armes Leben kannte, weiß, wie wenig er mit ihm verloren hat; wer ihn ■ selbst kannte, weiß, wie unendlich viel er mit ihm zu verlieren meinte. Wir nehmen dankbar sein Vermächtnis entgegen, das da lautet: Pflicht und Kameradschaft. H. K. Frage und Antwort „Welches waren die Pioniere der Emanzipation in Frankreich? “ (Frage Nr. 1 aus der Nummer vom 1. August.) Pioniere der Emanzipation m Frankreich. Die Judenfrage hat in Frankreich schon vor dem Ausbruch der Revolution eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Zahlreiche Schriften erschienen, in denen die bürgerliche Gleichstellung der'Juden . gefordert wurde. Zwei Männer aber waren es, die durch ihre Schriflen beträchtliches Aufsehen erregten, Graf Mirabeau und der Abbe Gregoire. In seiner Abhandlung „Über Mendelssohn und die politische Reform der Juden“ verwies Mirabeau auf die tausendjährige jüdische Geschichte und'auf die Notwendigkeit, aus diesen verfolgten und geknechteten Menschen aufrechte und dem Staate nützliche Bürger zu machen. Auch der katholische Geistliche Gregoire trat in seinem „Essai sur la regeneration des Juifs“ mit großer Wärme für die Juden ein. Mirabeau und Gregoire waren es auch, die in der französischen Nationalversammlung ihre Stimmen für die Gleichberechtigung der Juden erhoben. Auch Graf Clermont-Tonnerre verteidigte die Juden in zündenden Reden gegen die heftigen Angriffe der Antisemiten Reubell und Mori, so daß schließlich die konstituierende Versammlung kurz vor ihrer Auflösung, im September 1791, alle Ausnahmegesetze gegen die Juden aufhob. Man kann die zweite Phase der französischen Revolution mit ihrem Freiheitsbegriff und ihrer ungezügelten Leidenschaft in Bausch und Bogen verdammen, aber man muß unbedingt anerkennen, daß der Antrieb zu dieser Volkserhebung edler Natur gewesen ist. Männer wie Mirabeau, Gregoire und Clermont-Tonnerre waren zweifellos von dem hohen Gedanken beseelt, gleiches Recht für alle Menschen zu schaffen. Deshalb kämpften sie auch für die Emanzipation der jüdischen Menschen. Mirabeau und seine Mitkämpfer haben es nicht verstanden, die Revolution in die rechten Bahnen zu lenken. Doch untadelig und geradezu vorbildlich war ihr feuriger Eifer für die Sache dpr Unterdrückten und ihr reines Streben nach Gerechtigkeit. — Herbert Bremler. (IRI-Berlin.) , (Die Beantwortung der übrigen Fragen aus den früheren Nummern erfolgt nächstes Mal,— Schriftleitung d. „W.d.J.“.) Empfehlenswerte Bezugsquellen f DÜSSELDORF 1 Paul Harm EMIL SCHUMANN Düsseldorf, Kreuzstraße 14 MALERMEISTER Die P Wäscherei für Sie, Kaiserswerther Straße 35 Fernruf 3077‘J Druck: Sonnendruckerei G. m. b. H. (Felix Wolf), Berlin-Charlottenburg 4, Weim