Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 13 (3.10.1933)
- Date
- 1933-10-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2613366-2613479-2613494--4477-2616162- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die Rabbiner Deutschlands an die j deutsche Judenneit. Ein Wort zum Neuen Jahr. Der Allgemeine Rabbinerverband in Deutschland erläßt anläßlich der Hohen Feierfeige einen Aufruf an die jüdische Oeffentlichkeit. Die Uebersendung ist seitens des VerbandsschriStführe'rs leider zu einem so späten Zeitpunkt erfolgt, daß unsjdie Veröffentlichung vordem Fest nicht mehr möglich war; im Hinblick auf die Bedeutung der den Aufrufj erlassenden Organisation halten wir es für selbstverständliche Pflicht, den Aufruf nunmehr unmittelbar nach den Hohen Feiertagen unseren Lesern bekanntzugeben.. „Im Angesicht unserer Feiertage, der jo'mim nauroim, dieser Tage, welche j Gewißheit und Ehrfurcht in uns-erneuern wollen, . richten wir ein Wort an unsere Gemeinden. Uns umringt eine Zeit, aus der an einen jeden von uns Sorge und Frage, Leid und Zweifel herantreten, und jeder sucht die Antwort, jeder blickt nach Hilfe aus. Worin können sie uns gegeben sein? Eines vorerst, vor allem und über allem ist die Antwort, die an uns gerichtet ist, und die uns beisteht: Unsere Seele soll daran festhalten, daß unser Leben und unsere Geschichte in ihrem Bleibender, und Letzten nicht .von Menschen bestimmt werden, sondern durch eine höhere Macht, Fjügung und Lenkung empfangen. „Sein ist die Weisheit und die Macht. Er ändert Zeit und Stunde.“ Wir können als Juden nicht leben ohne den Glauben an das Wunderbare, an das im Geheimen Wohnende; •wir können nicht leben ohne den sicheren Glauben an unseren. Gott, dessen Namen, dessen Wesen ist: „Ich werde sein, der ich sein werde", „ehje ascher elije“ — ich werde immer bei Euch sein; ich werde Euch nicht verlassen, wenn Ihr mich nicht verlaßt. Das ist nicht leichte Zuversicht, | sondern Gewißheit, nicht Hoffnungsseligkeit dürfen wir predigen, wo alle Umschau und alle Aussicht uns das Trübsal zeigen. Aber wir dürfen und wir sollen das sagen, was unsere Geschichte uns von Anbeginn, von Geschlecht zu Geschlecht kündet. Sie.sagt es uns, daß aus allem Dunkel doch wieder uns das Licht aufging, aus allem Druck die Erhebung, daß wir in aller Not doch innerlich stark und innerlich groß zu sein vermochten. Damit ist die zweite Antwort auch gewährt: Wir werden umsomehr uns seelisch aufrichten, je mehr wir einander zu helfen bereit sind. Nur wenn ein' großer Opferwille uns alle' erfüllt, werden wir getrost in die Zukunft blicken können: Kein Jude . soll ineiner Stunde meinen dürfen, daß er verlassen sei, Und kein Jude darf daher wähnen, daß er einen verlassen dürfe, um an sich nur zu denken. Mehr als jedes Wort bedeutet heute die Tat; wir sprechen oft zuviel und helfen | nicht genug. Nicht reden, sondern beistehen ist die erste Aufgabe. Unsere Gemeinden insgesamt soll diese Entschlossenheit erfassen, jede in ihren Gliedern und alle in ihrer Einheit, so daß ein jeder zu seiner Gemeinde steht, und jede Gemeinde der anderen zur Seite tritt. Wie kaum je gilt heute das Wort unserer Weisen: Zusammenhalt oder Zusammenbruch! Und (ebenso das andere, daß das der Segen ist, durch welchen Gott Bestand gibt: Liebe und Brüderlichkeit, Frieden und Gemeinschaft. Und schließlich das Letzte der aufrichtenden Antwort: Wenn, in jedem das Wissen um jene große Sicherheit und diese große Aufgabe einkehrt,, dann wird die Würde ihm zuteil werden, die dem jüdischen Namen seine Ehre bringt, diese seelische Weihe, die dem Juden auch im Aeußeren seine Haltung und, wo es nottut, die Zurückhaltung zu eigen macht. Diese Würde, die wir uns geben; kann niemand uns nehmen, niemand uns mindern. In ihr ist es nicht nur selbstverständliche (Pflicht eines jeden, sondern der Ausdruck seines jüdischen Wesens, daß er jedem Gesetze des Staates die stete Treue beweist)— diese Treue, die mehr ist als bloß der Gehorsam — daß er auf seinem Platze aufrecht seine Schuldigkeit tut, arbeitend und betend für das Wohl des Landes. |, Feiertage Tage, die von Bleibendem und Gebietendem zu uns sprechen, kehren zu uns ein. Möge fcs uns beschießen werden, daß wir vor Gott „eingeschrieben werden zu einem guten Jahr“! | Der Allgemeine Rabbin^rverband in Deutschland.“ Anfechtung der Ehen zwischen Juden | und Ariern. Der „Israelit“, das Organ der jüdischen Trennungs-Orthodoxie in Deutschland, läßt sich unter dem 16. September aus Leipzig folgendes [berichten: j lm neuesten Heft der „Juristischen Wochenschrift“ finden wir einen Artikel von Gerichtsassessor Wöhrmann, in dem die Frage geprüft wird, ob das geltende Recht die Möglichkeit gewähre, rajssisch gemischte Ehen aufzulösen. Der Verfasser bejaht diese Frage. Zunächst geht er davon aus, daß der neue nationale Staat, ein Interesse daran habe, daß solche Ehen aufgelöst werden. Dies [wird aus' Stellen in Büchern von Alfred Rosenberg und aus einem Anträge, der Ein Wiederbeginn! ' Eröffnungsabend der Jüdischen Volkshochschule, — [der erste seit dem für uns deutsche Juden so traurigen Umschwung der Verhältnisse. Als klänge ein Schmerzensschrei aller jüdischen Seelen aus dem Andante von Mendelssohns Violinkonzert, das Charlotte Rosen, am Klavier von Dr. Ernst V. Wolff meisterhaft begleitet; mit tiefstem Einfühlen vortrug. Musik! war nicht sie es vor allen Künsten, in der wir Juden unsere Seelen ausströmen konnten? Sind wir nicht eins! die Ersten gewesen, die der Welt „Melodien“ schenkten? Die anderen Kulturvölker, selbst Griechen und Römer, hätten nur Aufeinanderfolgen von Tönen in wechseln- Takten. Und dann sprach .Edith ‘.Herrnstadt-Oettingen. Tiefstes Erlebnis jedesmal, diese' vornehme Künstlerin zu hören, und begeistertes Erhobensein, wenn dies wundervoll aus dem Herzen strömende Organ wieder schweigt. Zuckmayers „Von (der Worte Nichtigkeit“ undj Rotblums erschütterndes „Jeruscholajim“ sprach sie, Dichtungen zweier Westjuden, und dann einen Ostjuden, den Russen Bialik, der die gewaltige Spräche der Propheten spricht: ,[Segen des Volkes“. Einer, dessen j Name in der ganzen Welt [mit Verehrung genannt würde,! wenn mehr Menschen sein Hebräisch, verständen: „Und vergiß nicht, Liebe sie zu lehren, die Verstehen und Erinnrung heißt“. Nach dem begeisterten Beifall der Hörer gab sie noch die Dichtung eines Nichtjuden aus uraltem deutschem Adel, aus Börries von Münchhausens herrlichem Buch („Juda“ das Gedicht „Zuruck zur Schönheit einst gesungner Psalmen, zurück, zu deinem alten großen Gott!“ Münchhausen, einer der bedeutendsten'deutschen Lyriker und Balladendichter, dessen Name um die Jahrhundertwende gerade durch jüdische Kritiker und Leser zu Welfe luhm gelangte. — Es folgte eine Ansprache von Dr. Kurt Zielenziger, dem Vorsitzenden der Jüdischen Volkshochschule, die an aas Datum des Tages anknüpfend, an dem einst der Große Kurfürst, ein wahrhaft Großer aus dem Hause Hohenzollern, Wiener Juden den Schutzbrief ausstetlte, der ihnen am 30. März 1930 von der nationalsozialistischen Fraktion im : Reichstag eingebracht wurde, bewiesen. Zwar sei eine Ehescheidung wegen rassischer Verschiedenheit nicht auf' Grund von § 1568 BGB. möglich, weil dieser ein Verschulden, begangen während der Ehe, voraussetze. Dann heißt es luseiter: -„Dagegen ist die Anfechtung der Ehe auf Grütid des § 1333 BGB. möglich. Es handelt sich um persönliche Eigenschaften des anderen Ehegatten, wenn die Ehe deswegen aufgelöst werden soll, weil er Jude ist. Diese Eigenschaften sind auch solche, die den arischen Ehegatten bei Kenntnis der Sachlage unter verständiger Würdigung des Wesens der Ehe von det Eingehung der Ehe abgehalten haben würde. Zwar wird man einwenden, daß der arische Ehegatte ja vor der Eheschließung schon gewußt hat, daß der andere Ehegatte Jude war. Dieser Einwand greift nicht durch, denn noch bis vor kurzer Zeit war allgemein im Volke die Anschauung verbreitet, daß der Jude sich vom Arier: durch seine Religion unterscheide, nur wenige Volksgenossen kannten die inneren Zusammenhänge der Rassenfrage, wüßten um die Bedeutung des sog. Rassenverrats. Erst jetzt durch die neue Regierung, durch die neuen Gesetze zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, die Gesetze über die Aufhebung der Zulassung jüdischer Rechtsanwälte und Kassenärzte, durch die allgemein bekanntgewordene Welthetze des Judentums gegen das erwachende Deutschland ist jedem Deutschen das Bewußtsein ,. von der Notwendigkeit der eigenen Rassenreinheit gekommen. Hätte der arische Ehegatte die Bedeutung des Judentums erkannt, hätte er gewußt, daß im Dritten Reich die von ihm mit dem jüdischen Ehegatten erzeugten Kinder unter Fremdenrecht stehen und nicht die vollen Staatsbürgerrechte genießen würden, dann hätte er nie die Ehe geschlossen. Diesen dem deutschen Gatten erst jetzt zum Bewußtsein kommenden Irrtum muß er berichtigen können um seiner selbst und seiner Kinder willen, aber auch um des deutschen Volkes und seiner rassischen Verbesserung willen.“ Es fragt sich hiernach, ob auch dem jüdischen Eheteil das Recht der Anfechtung auf Grund von § 1333 BGB. von den Gerichten zugestapden würde, falls sie sich die hier vorgetragene Rechtsauffassung zu eigen machen.; Der Reichsaußenminister über die Judenfräge. Anläßlich eines Empfanges der ausländischen Presse am 15. September äußerte sich Reichsaußenminister Freiherr, von Neurath in einem Vortrage über die außenpolitische Lage auch über die Judenfrage. Der Reichsaußenminister sprach die Gewißheit aus, daß ,;allc die Vorurteile gegen das neue Deutschland zunichte werden, wie sie infolge Unkenntnis oder infolge böswilliger Entstellung unserer Verhältnisse im Innern und unserer Absichten nach außen heute offensichtlich noch vielfach bestehen“, und fuhr dann! fort: „So zweifle ich nicht, daß zum Beispiel das unsinnige Gerede des Auslandes über rein innerdeutsche Dinge, wie die sogenannte Judenfrage, schnell verstummen wird, wenn man erkennt, daß die unbedingt notwendige Säuberung des öffentlichen Lebens wohl vorübergehend in Einzelfällen persönliche Härten mit sich bringen konnte, daß sie aber doch nur dazu diente, um in Deutschland die Herrschaft von Recht und Gesetz um so unerschütterlicher zu festigen.“ Auszeichnung jüdischer Fachschulen auf der pelnischen industrieniesse. Auf der vor kurzem in Rowno abgehaltenen Industrie- Messe Wolhyniens wurden auch die Erzeugnisse der Handwerkerschulen des „ORT“ in Kremenetz und Rowno ausgestellt. Die Arbeiten der Schlosserei; und der Abteilung für Damenkleidung fanden allgemeine Anerkennung der Messe- Besucher. Die Jury der Ausstellung | hat der „ORT“-Schule in Kremenetz das „Diplom mit Auszeichnung“, der Mädchen- Schule des „ORT“ in Rowno die ,[lobende Anerkennung“ zuerkannt. j Auch die Enkel getaufter Großeltern gelten: als Nichtarier. Der Reichsinnenminister hat eine ergänzende Erläuterung zu .dem Begriff „nichtarisch“ für die Durchführung des Berufsbeamten-Gesetzes gegeben. Es wird darin festgestellt, daß, wenn in dem zur Entscheidung stehenden Fall einer der Großväter des Beamten unbestritten von der Kasse nach jüdischen Eltern abstammt, dieser Beamte selbst dann als uichtarisch im Sinne des Gesetzes anzusehen ist, wenn der Grcß\ater der jüdischen Religionsgemeinschaft niemals angehört hat und außerdem der Vater des Großvaters, also der Urgroßvater, bereits getaufter Christ gewesen ist. Der Minister unterstreicht, daß bei Auslegung des Begriffes der arischen Abstammung nicht die Religion maßgebend sei, sondern daß vielmehr entscheidend [sei die Abstammung, die Rasse, das Blut. Das Gesetz schließe keineswegs aus, daß eine nichtarische Abstammung auch dann vorliege, wenn alle Eltern- und Großeltemteile zwar der jüdischen Religion nicht angehört haben, wenn aber die nichtarische Abstammung anderweitig festgestellt wird. j die Niederlassung in der Mark Brandenburg und in Berlin gestattete. Ein Nachkomme von diesen war der Begründer der Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften, die schon damals und bis in unsere Zeit hinein nationales und soziales Empfinden zu verbinden trachteten. Der Redner erinnerte auch an die Salons der Berliner Jüdinnen, Rahel Lewin und Henriette Herz, die zur Zeit der tiefsten Erniedrigung Preußens durch Napoleon das geistige und künstlerische Preußentum um sich sammelten und in vaterländischer Begeisterung vereinten. — Dann sprach Rabbiner Dr. Warschauer; selbst in tiefster Seele erschüttert von den Erlebnissen unserer Tage, suchte er die jüdische Seele aufzurichten durch den Hinweis „Gott hat uns nicht in Jahrtausenden durch alle Wunder unserer Geschichte geführt, um uns nun hilflos zu Grunde gehen zu lassen. Wir müssen unserer jüdischen Jugend das Rüstzeug aus unserer großen Vergangenheit geben, um den Kampf mit einer feindlichen Umwelt bestehen und stolzen Hauptes durch niederdrückende Zeiten schreiten zu können.“ — Zum Schluß noch einmal Musik: Beethoven 11. Trio!- Klavier Dr. Ernst Wolff, Violine Charlotte Rosen, Cello Evel Stegmann. Musik, die über alle Unterschiede von Religion und Nationhinweg alle die bindet und erlöst, die Zeit und Raum vergessen wollen. Beethoven, der-uns in die reinen Höhen der Ewigkeit führt, in denen Erdensorgen und Kämpfe überwunden sind' zu Harmonien der Ewigkeit TheklaSkorra. Kuhstnadirichteri. Der Dresdener Pianist und Komponist Walter Goldmann gründete mit Alfred Wittenberg (Violine) iind Paul Blume n f e 1 d (Cello), beide in Berlin, ein [Trio. Anschrift der Vereinigung: Walter Goldmann, Dresden-A 16, Lipsiustraße 10. Eine wichtige Feststellung. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ (Nr. -102, Morgen- ■ ausgabe vom 15. September) brachte einen Bericht über die Verhandlungen, die eine als „Untersuehungskomiuission" konstituierte Gruppe privater'Juristen in London über den Reichstagsbrand geführt hat. In dem Bericht wird darauf lüugewiescn,.daß es sich um keine wie immer geartete offiziclle Aktioit handelt, und es werden eine Reihe von Pressestiuimen . zitiert, in denen die ganze Veranstaltung scharf verurteilt wird. — Für uns Juden von lnter’esse ist besonders eine Bemerkung tles „Evening Standard“, in dem ausdrücklich festjestellt wird die Veranstalter seien „nicht, wie man atmclmten* lönnte, durch Sympathie für die Juden geleitet: ihre Feind-= Schaft gegen Deutschland beruht auf anderen Gründen!“ Angesichts der Tatsache, daß noch immer fast jede ausländische deutschfeindliche Aktion dem „internationalen Judentum“ in die Schuhe, geschoben wird, schien es_tms wichtig, diese Feststellung hier zu vermerken. Was won den Jüdischen Gutsbesitzern erwartet wird. Die „Jüdische Landarbeit G.th.'b. H.“ versendet folgenden, beherzigenswerten Aufruf: Jüdische Gutsbesitzer werden gebeten, junge Leute zur Ausbildung in der Landwirtschaft gegen Vergütung aufzuuehmen und sich diesbezüglich in Verbindung zu setzen mit der Jüdischen Landarbeit, Berlin W 15, Kurfürstendamm 200, Telefon: J 1 Bism. atillü. Bescheinigung als „Deutsches Unternehmen“ gegenstandslos. - - —' ln den ergänzenden Bestimmungen, die der.Reichswirtschaftsministcr zu den Richtlinien über die Vergebung öffentlicher Aufträge, erlassen hat, wird betont, daß die Bescheinigung als „deutsches Unternehmen" usw., gleichgültig, von wem sie erteilt wurde, mit den Richtlinien: vbm 19. Juli d. J. gegenstandslos geworden ist. Es wird dabei auf die stets gegebene Gefahr des reklamemälligen Mißbrauchs solcher Bescheinigungen hingewiesen. Bescbeinigugen dieser Art sollten daher von amtlichen Stellen nicht erteilt werden. Bekanntlich wurde vom Reichsstaud des deutschen Handels anläßlich des Erlasses der Ergiinzungsbestiinmungen des Keichswirtschaftsministers darauf hingewiesen, daß Warenzeichen für christliche Firmen von der SA', ausgegeben werden. Eine jüdische Zeitung, die zu Rasch Haschanah und Jom Kippur erscheint. Die in Warschau erscheinende „Volkszeitung“, das Organ des „Bund“, kündigte an, daß sie in diesem Jahre auch zu Rosch Häschanali und Jom Kippur erscheinen wird. Es. ist dies der erste Fall außerhalb Sowjetrußlands, daß eine jüdische Zeitung an den hohen Feiertagen Ausgaben veranstaltet. Das jadlsche Element In dar Schwaisar Presse. In Nr. 103 der Zeitschrift des Schweizerischen Zeitungsverlcgervereins wird eine Ansprache wiedergegeben, welche DrjKietmann als Präsident des V ereins in der letzten Sitzung des Zentral vorst an des hielt. In der Ansprache heißt es u. a.: „Es ist der schweizerischen Presse oder einzelnen Blättern von Frontblättcrn vorgeworfen worden, sie unterstünden jüdischem oder freimaureriscltem oder ausländischem Einfluß. Die schweizerische Presse ist aber gewachsenes helvetisches Gut. Ihre Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte ist in einer ganzen Reihe von umfangreichen Publikationen niedergelegt Man kennt persönlich die Mitglieder der Redaktionen, die Verleger; sie leben mitten.unter dem Volke. Wir wagen, in genauer Kenntnis der Dinge, zu sagen, daß in wohl keiner Presse der Welt das jüdische Element eine geringere Rolle spieit als in der schweizerischen . . . Damit sei einfach eine Tatsache registriert; im übrigen haben wir inime’r in den Mitbüigern jüdischen Glaubens schweizerische ‘Vollbürger gesehen, Es steht gerade denen,-die von Gleichschaltung träumen, schlecht an, auf Gebieten wie Rasse, Sprache,'Glauben differenzieren, za wollen, wo die Rechtfertigung der staatlichen Existenz darin bestellt, daß unser Land alles das, was sonst trennt, zu einem wohlgeordneten -Staatswescn dauernd zu einigen vermag.“ ■" Ein lüde Tennismeister von Polen. Iin Finale des internationalen Tennistourniers um die Meisterschaft Polens trafen der österreichische Tennismeister Matejko und der tschechisch-jüdische Tennisspieler Joseph Hecht aufeinander. Hecht konnte den Kampf für sich ent-, scheiden und errang damit die polnische Meisterschaft' im Tennis sowie den vom Staatspräsidenten gcs'tiftcten Preis. nausverwanunqan ■■ _SiMj- V.pk.uf u. V.rk.ufibarfltun« übernimmt energischer, gesetzeikund. chriitl. Fachmann beste jJdlsche Referenzen " HEINRICH SCHÖLZ BERLIN-CHARLOTTENBURO, KnesebeckstraBe 11 Fernsprecher: C.l Steinplatz 2978 al-30 Proz. Ersparnis Mi 18 - VERWALTUNGEN r. Steuererfahrung durch Eigenbesltzt erwalt. indwerkerrabatte! Keine Provisionen! Legale jng v. Transfer Schwierigkeit, b. Auiwanderg. ^EjÜiDr.a.DQBlB'lnBiHiuwrwilto W 8, Friedrich,Ir. 04, Mtrknr 1701 ( Umzüge Intel n d Ausland Obarsaa JMöbellagening In Kabinen — Internat. Spedition A Kortcnlose'Auskunft-lind Beratung XX Wilhelm Grassow, Inh. M. a. J. Peyier Berlin. Reinickendorf, AUrkstr. 10.11 Telefon: 1>4 Reinickendorf 0017.1» ~ Ocgr, 18S8 Spezial-Abteilung: PalÜBtlna-Tranaporta» Möbeltransport Merkur Inh. Leopold Abraham Berlin N 4, Invalldensiraße 10© Telefon: Weidendamm 0493 I Spez.: Transporte nach Frankreich u. Palästina Möbellagerung ZaMgamao« Praia« ‘ ' - Mitglied der jüdischen Qemeinde \ 4