Mannheim
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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-09-01 · 11 (1.9.1933) · page 11

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
11 (1.9.1933)
Date
1933-09-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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den als Lehrer und Prediger gewirkt, vor allem in Lippstadt, wo er in hohem Ansehen jnoch heute bei der gesamten Bevölkerung steht Er war allezeit ein entschiedener Vertreter religiös-liberaler Auffassung. — Den Feldzug 1870/71 hat er mit Auszeichnung mitgemacht Seine gehaltvollen Reden bei vaterländischen Veranstaltungen in Lippstadt stehen dort noch in bester Erinnerung. Mögen ihm bei guter Körper- und Geistesfrische noch viele frohe Jahre beschieden sein. Schneidemühl. (Regel Jugendarbeit) Mitte August trat hier die „Deutsch-Jüdische Jugendgemeinschaft“ dem „Reichsverband der Deutsch-Jüdischen Jugend“ bei, der bereits annähernd 3000 Mitglieder im ganzen Reiche zählt Der Beschluß wurde anläßlich eines Vortrages von Norbert Wollheim (Berlin) gefaßt; es bestand Einmütigkeit darüber, daß fruchtbare Aufbauarbeit nur bei unbeirrt deutschjüdischer Gesinnung aller Mitglieder geleistet werden kann. — Auf einer Delegiertentagung der jüdischen Jugendvereine Grenzmark sprach ferner Herr Fritz Schwarzschild (Berlin) über den Sinn . jüdischer Jugendarbeit. I Aus der Bewegung Mannheim. (Tätigkeit der Liberal-Jüdischen Vereinigung.) Der im November vergangenen- Jahres unternommene Versuch, junge Menschen im familiären Kreise zu religiösen Freitagabend-Feiern zu versammeln, hat starken Widerhall gefunden, und so wurde diese Einrichtung auch in den -folgenden Monaten durchgeführt — Eine Anzahl jüdischer junger Leute, welche größtenteils ihr Elternhaus außerhalb Mannheims haben und hier den familiären Freitagabend. vermissen, pflegte sich in zeitlich kleineren Abständen zusammenzufinden, und zwar auf Einladung von Vorstandsmitgliedern unserer Vereinigung in deren Familienkreise. Schon nach kürzester Zeit bildete sich daraus ein fester Kreis, eine Gemeinschaft.' — Die einzelnen Ab’eride selbst hatten ein vielseitiges Gepräger Drei Abende vereinigten uns zu freien liturgischen Freitagabend-Feiern, in denen es. den Teilnehmern um eine klare, lebendige gottesdienstliche Form ging. Jedesmal schloß sich eine Diskussion än:;|zweimal stand die Gebetbuchfrage im Vordergrund, einmal suchte man sich über die religiösen Grundhaltungen klar zu werden. — Auch ein Chanuka-Abend vereinigte unseren Kreis; | der Abend wurde durch Gesänge unseres Oberkantors L e 'w i verschönert Die Diskussion dieses Abends behandelte 'L.Darstellungsfragen der jüdischen Presse“. — Anläßlich der Schowuoth-Tage fanden wir uns zu einem Schowuoth-Lemen in der August Lamey-Loge ein. Jung und Alt waren vereint und lauschten gespannt einer Form des Lernens, welches in einerlangeregten Aussprache über „Symbol und Ritus“ ausklang.' -j- In zwei weiteren Abenden konnten wir uns u. a. in lebhaften jErörterungen über „Religiosität und Tradition“ und „Liberalismus und Orthodoxie“ ergehen..— Der Neunte Aw dieses Jahres ist an uns allen in Deutschland nicht ohne besonderen Eindruck vorübergegangen, und auch wir griffen einen der Vortage Heraus, um auf neuen Wegen zu dem Sinn des Tischo b’Aw in unserer Zeit zu gelangen. Oberkantor Lewi, an dessen Scheiden von Mannheim wir gar Gottesdienste i ■ Liberale Synagoge Gottesdienst i Predigt Norden Schönhauser Allee 162 . Frtg, 1'9., 10.15 Uhr Sbd., 2.9., 10.00Uhr Frtg., & 9., 19.15 Uhr Sbd., 9f9., 10-00 Uhr Frtg., 15.9., 19.15 Uhr Sbd., löl 9., J0.00 Uhr Rabb. Dr. Mehler < Dr. van der -Zyl Rabb.-K-and. Zimet Rabb. Dr. Salomonski Osten : Aula Kaiserstr. 30 Westend Aula Leistikowstr, 7 Frtg., l|. 9., 19.30 Uhr Frtg., 8^9., 19.30Uhr Frtg., 15.9.; 19.30 Uhr Der Gottesdienst I fällt aus Rabb.-Kand. Zimet Rabb. Dr. Plotke Rabb. Dr. Swarsensky Liberaler ' Gottesdienst Schmargendorf Altersheim BerkaerStr.32 Frtg., I.9., 19.00Uhr Sbd., 2.9., 10.00 Uhr Frtg., 8.9., 19.00 Uhr Sbd., 9.9., 10.00Uhr Frtg.,15.9., 19.00 Uhr Rabb. Dr. Galliner JüdlscheReform- Stg., 3.9., 10.00 Uhr Gemeinde Stg., 10.9., 10.00 Uhr Johannisstr. 16 I Dr. Rosenthal Dr. Jelski Die Gottesdienste in der Kleiststraße fallen im September aus. Wiederbeginn der Gottesdienste am 20. September. T nicht zu denken wagen, wie auch unser Freund Josef Levi brachten uns Chopin, Beethoven und Almann ergreifend zu Gehör; Professor - Dr. B i 11 i g h e i m e r trug die „Zionide“ von Jeliuda Halevi mit der an ihm bekannten Sachlichkeit vor. Rabbiner Dr. L e m 1 e, der trotz seiner kurzen Tätigkeit in Mannheim auch unsere Freitagabende mit jugendlicher, nie versagender Freude leitet, sprach zu Herzen gehende Worte. Der Eindruck gerade dieses Abends war ungewöhnlich nachhaltig. — Unter Führung unserer Vereinigung wurde in den ersten Krisentagen des April eine Besprechung in der Gemeinde abgehalten, die insbesondere der Angestelltenfürsorge galt i ' Es läßt sich am Schlüsse des Sommers sagen, daß im Kreise unserer Vereinigung ein reges Leben pulsiert. In allererster Linie haben wir das unserem verehrten Vorsitzenden, Herrn Professor Dr. B i 11 i g h e i m e r. zu danken, der uns mit nie' ermüdender Kraft zu jeder Zeit Wegsucher und Wegweiser ist - Unsere bevorstehende Wintertätigkeit wird die bezeichnete Linie einhalten und, wenn es die Umstände gestatten, weitere Kreise ziehen. So ist bereits für die Eröffnung des Winterhalbjahres eine Sammlung der Eltern in unserer Vereinigung vorgesehen, wobei uns daran gelegen ist, daß dem Judentum bisher fernstehende Kreise in die' Lage versetzt werden, ihren Kindern gegenüber ihre jüdisch-religiösen Pflichten unter, dem Zeichen unserer Zeit wahrzunehmen. Albert F i s c li e 1. Jüdisch-religiöse Jugendgemeinschaft. Freunde! . Die kommenden Wocheu fordern von uns als Vorbereitung für eine fruchtbare Winterarbeit verdoppelte Aktivität! Der Bund hat das Recht, von jedem Einzelnen stärkste Bereitschaft zu verlangen! „Nur wer sich ganz gibt, hat sich ganz!" I Reiht Euch ein! Arbeitet mit! Gemeinsame Veranstaltungen: Gottesdienst des Jri: Freitag, 22. September, abds, 7,30 Uhr, in der Liberalen Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162. Es spricht Betty Markus. Fahrten: Sonntag, 3. September, 8 Uhr, Bahnhof Zoo. — Sonntag, 10. September, 8 Uhr, Stettiner Bahnhof. — Sonntag, 10. September, Treffahrt der Kückengruppen. Treffpunkt und -zeit werden von den Führern in den einzelnen Gruppen bekanntgegeben. — Programm der Treffahrt: Vormittag: Arbeitsgemeinschaft über das Thema: Rausch Haschonoh und Jaum Kippur im Vergleich zu Sylvester - und Bußtag (Referent: Gerd Golinski). i Anschließend: Singestunde. Nachmittag: Sportliche Preiswettkämpfe. Singestunde der Kückengruppen: Sonnabend, 2. September, nachm. 4 Uhr, in der Schönhauser Allee 25, verbunden mit einer Arbeitsgemeinschaft (Referenten: Rolf Wolf und Günther Hartwig). Klampfenkurs: Jeden Montag, 6,30 bis 8 Uhr. Ort nach .Verabredung. Montagf 4. September bei Else Schlag. Hebräische Kurse: Beginn Dienstag. 5. September, bei Erwin Zimet, Winsstraße 63. Kurs I: 5,30 bis 7,30 Uhr, Kars li: 8 bis 10 Uhr. Schulungskurs: 31. August, 8 Uhr, bei Margot Paradies. Leitung: Rabbiner Dr. Löwenstamm. •- Heimabende: Gruppe Savigny: Mittwoch, 6. September: Thema: Hiob— Faust — Mittwoch, 13. September: Thema: Hiob—Faust Gruppe Pankow-Osten (Leiter: Betty Markus): Montag, 4. September, 8 Uhr, bei Geschw. Saatfeld. — Montag, 11. September, 8 Uhr, bei Erwin Zimet Thema: Lessing „Erziehung des Menschengeschlechts“. ' I Gruppe Westen (Leiter: Heinz Kellermann): Montag, 4. September, bei Hilde Weglein. — Montag, 11. September, bei Hilde Neumann. Thema wird noch bekanntgegeben. Gruppe Tiergarten (Leiter: Manfred Schwarz): Mittwoch, 30. August, bei Margot Paradies. — Mittwoch, 6. September, bei Manfred Schwarz. — Mittwoch. :13. September, bei Hans Weglein. Thema: „Entstehung des MessianiSmus“.. Kückengruppe Norden (Leiter: Erwin Zimet): Jeden Sonnabend, nachm. 3,30 Uhr: Heimabend in der Schönhauser Allee 25. — Jeden Mittwoch, 3,30 Uhr: Arbeitsnachmittag bei Erwin Zimet, Winsstraße 63. Kückengruppe Tiergarten I (Leiter: Eva Simon und Marianne Selbiger): Jeden Donnerstag, 4,30 bis 6,30 Uhr, Heimabend/ Ort nach Verabredung. Kückengruppe Tiergarten II: Jeden Freitag, 5|30 .Uhr, Heimabend. Ort nach;Verabredung.' . , Alle übrigen Gruppen werden aufgefordert, j ihr Programm rechtzeitig einzusenden! GOTTESDIENST DER JUGENDLICHEN, veranstaltet von der Jüdisch-religiösen Jugend-., gemeinschaft: Freitag, 22. September, abds. 7 */i Uhr in der Liberalen Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162. Sämtliche Funktionen werden von Jugendlichen ausgeführt. Ansprache: Betty Marcus. — „Das Wort der Jugend“. Unsere Monatsbeilage „Das \Vo(t der Jugend“ erscheint aus Anlaß des Neujahrsfestes erst in der diesem vorangehenden Nummer vom ■ 15. September. Schrittleitung. Fachlehrgang für die Ausbildung in der Fotografie. “ Im Rahmen der von der Zentralstelle für Jüdische Wirtschaftshilfe in Berlin veranstalteten Kurse beginnt am 15. August — oder falls die Vorarbeiten bis dahin noch nichtbeendet sein sollten, am 1. September — ein Fachlchrgang zur Ausbildung von Schülern und Schülerinnen im fotografischen Beruf. Als Teilnehmer kommen außer den Schulentlassenen auch Studierende und gleich welchen Alters Berufstätige. welche sich einem Haudwcrkerberufc zuwenden wollen, in Betracht. Eine gewisse zeichnerisch-technische Begabung ist Vorbedingung. - . ■_ Die Dauer des Kurses ist ein Jahr. Er umfaßt alle Hanptzweige der' Fotografie, Bildnis. Architektur. Indiistrieaufnalimen, Reklame. Modefotografic. Anleitung zur Pressefotografie usw. in moderner künstlerischer Auflassung und unter Berücksichtigung neuzeitlicher Arbeitsverfahren. Arbeitsstunden: täglich (Montag bis Freitag) 8 his 3 Uhr. Ferien entsprechend den Schulferien. Teilnehmergebühr monatlich 25 RM. Kursleiter: Alfred Bern h e i m. Anmeldungen sind zu richten: Au die Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde, Abt. Berufsumschichtuiig. Berlin N 24, Oranienburger Straße 31. ' •_ Geschäftliche Mitteilungen. Dachgarten AIhambra-HotcI. 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