Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 9 (1.8.1933)
- Date
- 1933-08-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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w weiimxmdem&md 7i I Roman von Stefan Reginald Marknes (Copyright by H.imis Locwenstein und Willi Tisch Verlag.) 4. Fa r t s e t /. u n g. — {f Jen neu hinzutretenden Abonnenten wird der bereits erschienene Teil des Romans auf Bestellung kostenlos nachgclicfert.) Kutli sieht sich, noch immer nicht utn. Jetzt ist auch kein Anlali, Licht eiuzuschaltcn. „Springen Sie hierher, neben mich! Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei!" Godwin klettert gehorsam,, gelenkig auf den ihm angewiesenen zweiten Vordersitz. Er ist ein gutgewachsener und ebenso angezogener frischer blonder Junge und von Beruf Auisichtsratssprößling. Ruth muß lächeln und bekennt: „Godwin, wie haben Sie mich erschreckt!“-— Da das Auto jetzt ruhiger der Stadt zustrebt, ist es richtig. einen Blick in. das Privathaus-der Läportas zu werfen. Im kunstvoll getäfelten Speisezimmer ist der Abendtisch gedeckt, aber .zwei Gedecke werden heute kaum benutzt werden, die sonst Ruth und Micacla gelten. Vater Laporta sitzt inruhig am Eenster und starrt hinaus. Ja, wenn er dadurch die beiden Ausreißerinnen zurückrufen könnte! Die Schwägerin Aimee stampft muskulös, als ob sie sich zum Boxtraining präparieren wollte, durch den Elfmeterraum. Die solide Balkenanlage verhindert den Durchbruch ihrer Persönlichkeit. Die beiden Menschen im Zimmer haben sich nichts zu sagen, jeder hängt seinen Gedanken nach. Ruths Vater bangt sich um seine Tochter und mit Micaela verbindet. ihn noch ein anderes, wie er wohl weiß, durchaus einseitiges Gefühl. Es ist etwas Tragisches, wenn ältere Männer, die nicht adonisähnlich modelliert sind, in die Gefahr kommen, sich in junge Mädchen zu verlieben, denn das beruht nur selten auf Gegenseitigkeit. Alle Gefühle der höchsten Ächtung und Bewunderung, die das junge Weib für einen solchen Mann aus dem Bewußtsein seines Könnens oder seiner Bedeutung empfindet, haben kaum etwas mit Liebe zu tun. Frau Aimee wird nicht_durch solche melancholische Empfindsamkeit attackiert, obwohl sie sich vor wenigen Stunden als verlobt publiziert hat. Ihre Vorstellungsmasse, der Konstruktion ihres Körpers entsprechend, wird von der Empörung beherrscht daß eine noch stärkere Macht sie um die Tonfilm; patente und den dazugehörigen Victor bringt und darum trachtet sie nach seinem Besitz. Sie muß ihn wiedergewinnen, dazu sind ihr alle Mittel recht: „Wenn dieser Arago -nicht zaubern kann;: . . . '. Nein, unserer Polizei kann er nicht mehr entrinnen!“ Diesen einen genügend laut gesprochenen Satz hört Ruth. Denn leise ist sie jetzt ins Speisezimmer getreten. Ungeliebte Tanten versetzen jedes Fräulein in Kampfstimmung, und darum vernimmt die überreizte Frau Laporta eine von ihr gar nicht vorausgesehene Antwort: „Du .wirst ihn nie bekommen, das wird Dir nicht gelingen!“ Frau Aimee in der bekannten Mischung von höchster Verwunderung und Empörung: „Was geht Dich das an? Von wem redest Du?“Und in Fortsetzung ihrer Meditation, mit echt weiblicher Logik: „Den halte ich fest, morgen werden wir ihn haben, die Patente gehören mir!“ Vater Laporta schaltet sich ein: „Wo warst Du, Kind, wo ist Micaela?“ „Die wirst Du einige Zeit entbehren müssen. Papp, aber ich habe mir einen Gast zum Ersatz bestellt“ Und als wenn es sich um die gleichgültigste Sache von der Welt handelte, plaudert sie weiter: „Gleich kommt Godwin zUm Abendessen; ich habe ihn eingeladen, als wir uns unterwegs trafen. Wir können bald anfangen!. Er ist bestimmt in 5 Minuten von der Redaktion zurück.“ Nun ist es an beiden Laportas, weitere Aufklärungen dieses überraschenden Tages zu erzwingen. „Ist jetzt die Zeit zu Einladungen, und was hat dieser Godwin auf den Zeitungen zu tun?“, will die Tante wissen. Der Vater verlegt sicii aufs Bitten: „Du bist doch mein einziges Kind, und icli kann diese Erregungen nicht mehr vertragen! Sag schon schnell: wo steckt Micaela?“ „Regt Euch nur nicht auf, dazu ist gar kein Grund, und Ihr werdet auch nichts ändern,“ läßt sich Ruth vernehmen. „Die ganze Welt weiß schon, wo Arago und Micaela sind, nur Ihr wißt es nicht, trotz aller Detektive!“ flunkert sie weiter, aber die kühne Behauptung des Mundes paart sich mit Grübeln und Besorgen: „Ach. wenn ich sie nur verbergen könnte!“ „Ich will alles sagen: Wir haben heute früh Victor Arago entführt, weil er sich an mein gutes Tantchen verschachern wollte und weil wir. ja wir, Mica und ich und andere, die uns Freund sind, nicht dulden können, daß Euer blödes Geld sich alles unterjocht, und Geist und Kraft noch immer lediglich als Ware behandelt werden.“ ' „Kind, das verstehst Du nicht!“, will Vater Laporta besänftigen. „Es muß' auch solche Menschen geben, wie wir sind. Das Geld ist bestimmt ein Uebel. aber noch keiner hat je die Kunst entdeckt, ohne Geld und Scheine zu wirtschaften!“ Tante Aimee ist jetzt in eine freundlich veränderte Stimmung umgeglitten, in der sie beinahe nichts mehr übelnimmt. Hier scheint sich ein profitables Gespräch zu - entwickeln. „Wenn Du mir den Mann nennen könntest der den bargeldlosen Verkehr der ganzen Welt in Schwung bringt, dann würde ich viel für das Verwertungsrecht bezahlen.“ „Tante,- Du langweilstmich,“ bemerkt Ruth lieblos. „Immer . nur hast Du es mit dem Verdienen. Hast Du denn noch nicht -genug, mußt Du hungern? So siehst Du doch nicht aus!“ Es klöpit wieder, Godwin tritt ein. „Sind Sie auch im Komplott?“, schreit ihn Tante Aimee statt eines Güten Abend an. BlUige Sondern M Man Ober Posen-Kattowltz v. 10.-24. Aug. 1933 Fahrpreis: Berlin—Krakau und zurück III. Klasse RM 38.-, II. Klasse RM 52- Von Krakau aus ennaSigie Fahrkarten nach allen Orten Polens! Jeder Teilnehmer muB im Besitze eines mit Aurreue-Sichtvermerk versehenen Passes sein. Das polnische Visum wird anentffaltlldi erteilt. Auskünfte, Programme für den Aufenthalt in Posen, Kattowitx und Krakau, Abmeldungen bis 5. August 1933, beim Reisebüro für Polen Berlin W 62, fleisislrafle 6, am NelMr&dalz Telefon: B5 Barbarossa 2674 Laporta seniors Zuruf klingt gastfreundlicher: „Willkommen! und speisen Sie mit uns!“ „Nein!“, opponiert die hausfrauliche Tante, „zur Hälfte ist es mein Tisch, und ich muß erst wissen, ob Sie auch zu den Verschwörern gehören?“ Der große blonde Junge lächelt harmlos: „Ich habe ia bisher nichts gelernt, mein Vater ernährt mich zufriedenstellend, und warum sollte ich mich einem so aussichtslosen Berufe liingeben? Ich komme eben vom Studium der Mondfinsternis. Der Eintritt der Totalität war wundervoll.“ Frau Aimee schüttelt den Kopf. Totalität erinnert sie an Räurnungsausverkauf. Zahlungseinstellung, Konkurs' und dergleichen. „Mondfinsternis und gleich total?'Hat es das ie früher gegeben?“ - Die Mondfinsternis vom 26. Juli 1953 hat auch Victor und Micaela in ihren Bann gezogen. Das junge Paar hat eine Abendpromenade im Club anständiger Leute unternommen, und die Unterhaltung verlief so angeregt, daß beide durchaus nicht beunruhigt waren, als es immer dunkler wurde. Ihre Unterhaltung war durch diese gesetzmäßige Erscheinung keineswegs beeinträchtigt, und an Stoff zur Aussprache fehlte es ihnen überhaupt nicht. Wenn sie sich nichts mehr zu sagen wußten, unterhielten sie sich am besten. Es ist wirklich noch’, ein Glück, daß diese lautlose Sprache der Verständigung nicht ganz aufgehört hat. Victor war sonst kein Mann wie jeder Mann. Unter anderen Umständen hätte es ihm ein eigenes Vergnügen bereitet, der neu gewonnenen Freundin alle Einzelheiten und Vorzüge seiner Tonfilm-Erfindung auseinanderzusetzen. Aber was wollen Patente bedeuten, wenn man frisch verliebt ist? Micaela ließ ihm keine Ruhe, um nur der Empfindung zu gehorchen, denn unsere romantische Heldin erwog noch immer alle Möglichkeiten einer Flucht. „Ich bin überzeugt,“ flüsterte sie, „Ruth und die anderen werden nachher mit dem Wagen kommen. Vielleicht können wir in ein anderes Land.“ „Kein Gedanke“ entgegnete Victor. „Wir bleiben hier und bieten der ganzen Welt Trotz“; dabei reckte er den Arm und ballte seine rechte Faust in den dunklen Himmel hinauf. „Ich habe die Hauptsache vergessen, Mica,.den ganzen Tag, als Du mich allein ließest, habe ich über die heutige Abendvorstellung am Firmament nächgedacht, und jetzt hast Du mich so betört, daß icli nicht nach oben blickte. Sieh mal, mein Kind, dort ist der Mond, erkennst'Duihn wieder? Vor einer Stunde stand er tief am Osthimmel, voll und' rund und blank, und jetzt ist er zur schmalen rechten Sichel geworden, ein schwarzeT, schwerer Schatten ruht auf seiner goldenen Fülle. Das ist die Erdbrücke, die sich wunderbar von unserer Welt nach oben schwingt Der alte Kepler hat sie einst entdeckt, und wenn zwei junge Menschen Mut und Gunst haben, dann können sie hinaufschreiten, hinaufschweben von dieser Welt in ein anderes Land.“ Sie starrten nach oben und hielten sich eng umschlungen. In diesem Augenblick geschah etwas Unfaßbares, das sie auch später nie zu deuten wußten. Es ist wirklich wahr, keiner darf es bezweifeln! Sie fühlten sich magisch angezogen, ihre Körper hoben sich von der Erde, und in einem Zustand der Erstarrung, der völligen Bewußtlosigkeit.schwebten sie in unausdenkbarer Geschwindigkeit nach oben, dem Monde entgegen, den Victor apostrophiert hatte. Es hat keinen Sinn, sich in Berechungen über die Reisezeit zu ergehen. Sie waren in den samtenen Schleier des Schattenkegels eingehüllt; so überstürmten sie die Zone, wo die Anziehungskraft beider Weltkörper sich aufhebt, und erwachten erst, als sie in langsamem Tempo wenige Meter der Oberfläche des Trabanten nahe waren. Gleichzeitig schlugen Victor und Mica die Augen auf. Noch immer hielten sie sich fest umfaßt, aber kein Gefühl des Fallens, keine Erinnerung für das Ganze war in ihnen. In einem sanfte'n Schweben und Niedergleiten landeten sie aut einer von überhellem Sonnenschein erfüllten Ebene, in deren Umkreis phantastisch-spitz aufgerichtete Berge Wachtposten hielten. Ihre Benommenheit ließ nach, sie sogen einen scharfen, aber wohltuenden Luft- Iiauch ein und blickten sich in äußerster Verwunderung in die Augen, bestaunten ein anderes Land, das sie noch nie gesehen.; VI. - Zwei im andern Land, „Wo sind wir, Victor!“. fragte Micaela ■ noch recht verschüchtert, sah aber dabei ihren Reisebegleiter mit einem Blick grenzenloser Liebe und innigsten Vertrauens an. „Wo ist der Club anständiger Leute geblieben, wo ist der Garten, wo ist Maimi, wie kommen wir hierher?' Ist das ein Schlafen oder Wachen?“, fragte sie ihn weiter in dem in Fällen der Liebe bei jungen Damen selbstverständlichen Gefühle, daß ihr Erkorener alles und das Beste wissen muß. „Ich kann Dir, mein freundliches Kind, zunächst nur das eine sagen,“ dozierte Victor in weisheitsvollem Tone, „daß ich mich noch nicht genügend informiert habe und auskenne. Wir wollen aber ein Experiment von nie versagender Wirksamkeit darüber anstellen, ob Du, ob ich, ob wir beide schlafen. Ich werde Dir jetzt einen Kuß höheren Grades geben oder Dich vorsichtig in die Nasenspitze beißen. Wenn Du dann aufschreist, ist der Nachweis erbracht, daß wir beide nicht schlafen. Was ziehst. Du vor?“ Mica antwortet bedächtig: „Du kannst das eine tun und brauchst das andere nicht zu lassen. Möge Dein Kuß fest, aber Dein Nasenbiß nur angedeutet sein, denn sonst bin ich dauernd entstellt, und eine Strafe wegen Körperverletzung ist für Dich der Erfolg, den ich Dir nicht gönne. Wir wollen außerdem beide sehr vorsichtig, sein, denn es könnten ia Leute kommen,'und ein solches Benehmen bei unserem ersten Entree an fremder Stelle wird sicher als doppelt unschicklich gedeutet“ Das Experiment gelang über alles Erwarten. Mica bekannte aber, ihrer Sache noch nicht ganz sicher zu sein. „Dann muß ich das wiederholen“, proklamierte Victor mit stolzer Entschiedenheit „Einverstanden, Victor! Aber nur auf den Mund, nicht mehr in die Nase!, ich glaube nicht zu schlafen“, stellte Micaela fest Aller weiteren Betrachtungen über seine Lage und die Echtheit seiner Eindrücke wurde das Paar dadurch enthoben, daß plötzlich aus einem etwa fünfzig Meter entfernten Felsenkessel einige Gestalten stießen, die keiner von beiden in seinem Erdenleben ie erblickt hatte. Das waren eigenartig gekleidete Wesen, aber Menschen. In schnellem, federndem Gange kamen sie näher, und die Erdenkirider konnten ihre Größe gar nicht genügend bestaunen. Es waren Männer mit langen und wallenden Bärten und in einer Tracht, wie man sie etwa aus dem ägyptischen Museum kennt. (Fortsetzung folgt.) Wissen Sie sefum, daß ab 1. Oktober d. J. die „Jüdisch-liberale Zeitung“ zweimal wöchentlich erscheinen wird? daß damit die „Jüdisch-liberale Zeitung“ das einzige zweimal wöchentlich erscheinende Blatt deutschjüdischer Richtung sein wird? daß Staatskommissar Hinkel in einet-zur Aufklärung von Mißverständnissen einberufenen Besprechung im Einvernehmen mit dem Propaganda-Minisler Dr. Goebbels festgestellt hat, durch den berufsständischen Aufbau der deutschen Musikerschaft (im Rahmen der Arbeitsfront) solle die künstlerische Betätigung von Ausländern und Nichtariern in den freien Berufen der Kunst — abgesehen von den gesetzlichen Bestimmungen des Beamtenrechts — keineswegs verhindert werden? daß die „Deutsche Geographische Gesellschaft“ dem Geheimrat Dr. Alfred Philippson in Bonn.die Richthofen-Medaille, die höchste Ehrung für Geographen in Deutschland, verliehen hat? daß die Mehrzahl der jüdischen Aerzte in Oberschlesien, denen zum 1. Juli gekündigt worden war, durch Verfügung des Innenministeriums wieder zur Ausübung der Ortskrankenkassenpraxis zugelassen worden ist? daß die „Reichsvertretung der deutschen Juden“ gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin telegrafisch bei Lord Melchett gegen Boykottbestreburigen in Verbindung mit der geplanten' jüdischen Weltwirts'chaftskonferenz protestiert hatte und daß die Konferenz abgesagt wurde? daß in der Madrider Synagoge die feierliche Einbringung einer Anzahl aus Deutschland stammender Thorarollen stattgefunden hat? daß die griechische Regierung, eine Proklamation an das griechische Volk erlassen hat, in der die antisemitische Kampagne der venizelistischen Opposition schärfstens gebrandmarkt und als antinationale Spaitungsarbeit gegen die nationale Einheit des "griechischen Volkes bezeichnet wird? daß in Gleiwitz (Oberschlesien) jüdischen Personen der Zutritt zum städtischen Freischwimmbad im Wilhelmspark nicht gestattet und eine Aufschrift entsprechenden Inhalts in der Nähe des Eingangs über der Kasse angebracht ist? daß dagegen der Gleiwitzer Naturheilverein durch ein Plakat in seinem Richterdorfer Freibad zum Ausdruck bringt, daß laut Bundesbeschluß jüdische Mitglieder nach wie vor die Anstalt benutzen können? ■ ■ ,' daß die nationalsozialistische Stadtratsfraktion im Stadtrat . München u. a. beantragt hat, daß in Zukunft die Aschen verstorbener Juden nicht mehr in christlichen Friedhöfen und Uroenhallen beigesetzt werden dürfen? daß ein Buchhän'dier in Saarbrücken, der in seinem Schaufenster antisemitische Bücher ausgelegt hatte, in denen u. a. behauptet wurde, die Juden verwendeten Christenblut zu rituellen Zwecken, vom Gericht mit der Begründung freigesprochen wurde, daß diese Behauptung den' Tatsachen entspreche? . daß der Jüdische Tum- und Sport-Club 1905 Einladungen zu- Sportreisen aus allen Gauen Deutschlands und aus dem Ausland bekommen hat und schon in der nächsten Zeit diesen Einladungen Folge' leisten wird? %)ec JSciefkasten dec „J.d.Z." Jüdischer Arzt in B. Die „Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, Abt Aerzte“ hat bereits Mitte Mai vor allen Einzelaktionen gewarnt. Sie schrieb damals, daß sie bestrebt ist, \yirtschaftliche Interessen der jüdischen Mitglieder sowie der jüdischen Aerzte in den - Mittelstandsversicherungen zu wahren und daß sie die einzige offizielle AuskunftsstelJe ist.. „Studiosus." Im Mittelalter, also lange bevor die deutschen Hochschulen für jüdische Studierende zugänglich waren, hat die Universität Padua, unseres Wissens als erste, ihre Pforten auch für Juden geöffnet „Reicbsverband nichtariscber Christen.“ Wir halten die- Gründung Ihres Verbandes für eine rein christliche, jedenfalls aber für eine durchaus nichtjüdische Angelegenheit Für uns ist Judentum und jüdische Religion identisch. Unsere charitative und wirtschaftliche Fürsorge erstreckt sich nur auf Angehörige der jüdischen Religionsgemeinschaft Wer in diese: zurückkehrt oder neu Aufnahme in ihr sucht, ist uns willkommener und vollwertiger Glaubensbruder. Dr. E. F. in F. Derartige Bräuche gibt es in der Tat Zum Beispiel ist uns bekannt, daß in der spanischen Provinz Katalonien der Brauch besteht, am Gründonnerstag ein symbolisches Judentöten zu veranstalten. Der Boden der Kirche wird mit Brettern belegt, auf die von allen Anwesenden etwa eine Viertelstunde lang mit Holzhämmern geschlagen wird, bis — symbolisch — der letzte Jude tot ist Frau Hedwig V. aus D. Seit einiger Zeit kommen alle an Sie gerichteten Briefe als unbestellbar zurück; geben Sie uns. doch Ihre genaue Adresse! „Zwei im andern Land.“ Verehrte Frau J., wir haben an dem Poststempel und der Handschrift nun doch erkannt, daß Sie es sind! Beifällige Aeußerungen über unsern Roman sind, uns schon mehrfach zugegangen, aber so begeistert wie Sie hat uns darüber bisher noch 'keine Leserin geschrieben. Im Uebrigen: das bisher nur angedeutete jüdische Thema dieses Romans wird sehr bald in Erscheinung treten. Sie wissen doch: Fortsetzung folgt! tmpfehlenswede Bezugsquellen 1 DÜSSELDORF | Maler Wäschereien I EMIL SCHUMANN MALERMEISTER bekannt für sauberste ‘Ausführungen Paul Harm Düsseldorf, Kreuzsfrafje 14 Fernsprecher 12330 A DiöWäschereifürSie, preiswert und gut Kaiserswerther Straffe 35 Fernruf 30779 { W. SEITZ Rahmenfabrik Birkenstraße 113, Ruf 60914 Einrahmungen « Speneltit: Barodorehmen» Gemllaelelaten Erste Spezial- Qardlnen-Wäscherel ■ Hiilenbrands Jahnstraße 71 Ruft 26633 Gardinen werden nach Muster gefärbte kunstvolle Ausbesserung Herausgeber: Hanns Locwcnstcin und Willi Tisch Verlag, Berlin SW 11. Verantwortlich für den Textteil: George Ooetz, Berlin W35: für den Inseratenteil: Willi Tisch, Berlin NW87 Druck: Berliner Spezial-Druckerei GmbH., Berlin NW21, Alt-Moabit 105. I?/- “