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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-08-01 · 9 (1.8.1933) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
9 (1.8.1933)
Date
1933-08-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Das Wort der Jugend iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuininoiwiiH Monatlich erscheinende Beilage der .Jüdisch-liberalen Zeitung" Verantwortlich für den Inhalt: Heinz Kellermann, Berlin Vorspruch. Drei Dingen soll „das Wort der Jugend" dienen: der Jugend, der Gemeinschaft und der Aufrichtigkeit. Die Jugend soll hier zu Worte kommen, nicht um der Erwachsenen willen — keine Schaustellung aus billigem Ehrgeiz, bitte! —, sondern um ihrer selbst willen. Nicht von Dingen soll sie sprechen, zu groß, um sie zu fassen, zu fern, um sie zu erkennen, zu rätselhaft, um sie zu lösen, sondern v o n sich soll sie sprechen, von ihrer Arbeit und ihrer Muße, von ihren Plänen und ihren Träumen, von ihren Zweifeln und.ihrem Glauben. . G e m e i:n s c h a f t soll gezeigt werden. Keine Gemeinschaft von Satten, sondern von Suchenden, nicht von Gelehrten. sondern von Lernenden, bunt von Können und Herkunft, einheitlich in Wollen und Ziel. Mit Aufrichtigkeit soll all dies geschehen, denn sie ist der Vorzug unbekümmerter Jugend und der Grundzug wirklicher Gemeinschaft. Nicht ob alles richtig ist, was hier gesagt wird, ist entscheidend, sondern ob es aufrichtig gesagt ist. Nach der Richtigkeit richtet sich die Allgemeinheit, nach seiner Aufrichtigkeit wird aber der Einzelne gerichtet. Aufrichtige wollen wir hören, d. h. Auirechte. solche nämlich, die für ilir Wort geradestehen können, aber keine Bogen- und BOcklingsmenschen. Aufrichtig sein heißt: ehrlich sein; heißt: Wahrheit suchen, um Klarheit zu schaffen; heißt: die Dinge so sehem wie sie sind, und nicht, wie man sie möchte. Aufrichtig sein heißt aber noch ein anderes: heißt einfach sein. Wer hier zu uns spricht, der verzichte auf alles falsche Pathos und schürfe nicht in der Tiefgründigkeit wissenschaftlicher Probleme, sondern er bleibe schlicht in der Form und'verständlich im Inhalt Audi was wir wollen, ist im Grunde ein sehr Einfaches: Wir wollen ein Selbstbildnis schaffen. Ob es uns gelingt, hängt von Euch ab. Je einfacher Ihr Euch gebt, um so größer wird die Aehnlichkeit Nur der Komödiant kann auf das. Kostüm nicht verzichten, und je schlechter er ist, um so prächtiger ist die Ausstattung, die er benötigt. Darum seid einfach und merkt Euch eines: Die beste Meinung ist das Bekenfffnis! Heinz Kellermann. Was wir wollen. Von Erika Löwenstamm. Ein glücklicher Umstand will, daß uns, der jüdischen Jugend, in diesen Blättern äußerlich Raum geschaffen wird, um hier zu unserem Teile daran mitzuarbeiten, daß wir im Sinne längst von uns erhobener Forderungen wieder Gemeinschaft werden. Wenn wir einmal in größtmöglicher Ruhe unsere Zeit und ihre Wirkung auf uns betrachten, dann müssen wir feststeilen, daß es im Augenblick nicht nur für unsere Umwelt eine Judenfrage gibt, sondern, daß eine innerjüdische Problematik, die schon in den letzten Jahrzehnten latent in uns war, auch in uns selbst zum Ausbruch gekommen ist und ihrer Natur nach zum Ausbruch kommen mußte. Entscheidend handelt es sich hierbei nicht um Erörterung jüdisch-politischer Fragen oder um nochmalige Abgrenzung von Deutschjudenfum und Nationaljudentum, sondern recht eigentlich um eine Lebenshaltung, die allerdings nur von bewußt deutschfohlenden Juden gesucht und erstrebt wird. Diesem' Streben liegt das den meisten wohl unklare Gefühl zugrunde, daß die bisherige Art unserer Synthese von Deutschtum und Judentum nicht befruchtend oder gar schöpferisch genug war, um zu befriedigen, so daß sie also nicht, wie man immer glaubte, die einzig mögliche Form gewesen sein kann. Letztlich werden wir sogar zu dem Schluß kommen, daß wir eine „Synthese", d. h. also die Vereinigung von getrennten Dingen, ja von Gegensätzlichkeiten, ganz ablehnen müssen: denn das, was wir suchen, ist: die. Einheit Die Sehnsucht nach solchem Lebensgefühl, das das jüdische und ^deutsche. Element in uns ineinandergreifen läßt. Zahnrädern eines einheitlichen Werkes gleich, diese Sehnsucht lebt heute in uns allen als die Erkenntnis einer akut verpflichtenden Aufgabe. Können wir sie erfüllen, so wird die durch die Not rein äußerlich zusammengeschmiedete Gruppe der deutschen Juden wieder eine echte Religions - Gemeinschaft werden. Das Erstehen solcher Gemeinschaft ist die Forderung, die _wir jüdisch-religiöse Jugend stets vertreten und an deren Erfüllung wir gearbeitet haben. Jetzt wollen wir in diesen Spalten den persönlichen Kontakt, der oft nicht über einen kleinen Kreis hinausgehen kann, durch einen geistigen ergänzen. Alle Zwefge unserer entweder schon bestehenden oder durch die hier geschaffene Tribüne entstehenden gemeinsamen Interessens- und Lebenssphären werden hier sinnbildlichen Ausdruck gewinnen. Aber nicht nur diese waagerechte Linie wird verfolgt werden, sondern auch die senkrechte: d. Ii. alle Altersklassen unserer Jugend sollen erfaßt werden. Mit dem Volkslied 'angefangen, das uns bei gemeinsamer Wanderung und'Tieim Spiel zusammenhält; mit dem Darlegen und Erklären der Bibelstellen sowohl für Gottesdienste der Gemeinschaft als auch für Einkehrstünden des Einzelnen (damit auch wir wieder über allgemeine Veranstaltungen hinaus zii jenem Urbuche zurückkehren und. Verständnis bekommen _für die Heiligkeit religiösen Erbgutes): mit skizzenhaften oder essayistischen Schilderungen und Darstellungen wollen wir einander geben und voneinander nehmen. Wir wollen uns selber finden’ und zugleich ineinander aufgehen: ,J)er Eine geht zum Nächsten', weil er sich sucht, und der Andere, weil er sich verlieren möchte."' Wenn wir uns so in gemeinsamer Arbeit mit der Feder treffen, dann bekunden wir wieder — durch ein glühendes Bekenntnis und durch die Tat —. daß wir unser Deutschtum nicht aus irgendeinem geistigen oder materiellen, jedenfalls aber äußerlichen „Interesse“ pflegen, sondern daß das deutsche Vaterland und seine Kultur uns eingebrannt sind und auch uns das Gepräge geben, das den Deutschen von allen Völkern -der Erde abhebt. Liebe und Hoffnung werden wir uns nicht nehmen lassen: wir werden ihr Feuer hüten, Priesterinnen gleich. Diesen Kampf um Deutschtum und Judentum wollen 'wir nicht .mit Erbitterung, wohl , aber mit Ausdauer führen. Bann wird er segensreich sein und uns in unserm Idealismus bestätigen, den ganz besonders wir jungen Menschen brauchen für unseren-Weg in die Zukunft . Biblischer Geist im deutschen Schrifttum ■ An dieser iStelle soll stets ein Auszug aus dem jeweiligen Thora- oder Prophetenabschnitt einem Zitat aus dem deutschen Schrifttum gegenübergestellt werden, um auch hier zu zeigen: Judentum und Deutschtum sind einander, nicht fremd; wo immer das Menschenherz Zwiesprache pflegt mit dem Ewigen über uns, da ist es der eine und einheitliche Gottesgeist, der sich in tausend Sprachen und Völkerschaften offenbart Aus Jesaja, Kap. 40 und 51: Nachamu nachamu ami, aumer Elauhechem. — Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und rufet ihm zu, daß voll ist sein Leiden, daß gesühnt ist seine Schuld, denn es hat empfangen aus der Hand des Ewigen doppelte Strafe für all seine Sünden. Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnet den Weg des Ewigen, ebnet in der Steppe eine Straße für unsern Gott! Erwache, erwache, lege deine Macht ah, Zion, lege deine herrlichen Kleider an, Jerusalem, heilige Stadt!. Den Staub schüttle dir ab, erhebe dich, richte dich auf! Mache dich frei von den Fesseln deines Halses, gefangene Tochter Zions! Wie lieblich sind auf den Bergen die Tritte des Freudenboten! Er kündet Frieden, er bringt Gutes.. Er spricht zu Zion: „Dein Gott ist König.“ Brechet insgesamt in Jubel aus, ihr Trümmer Jerusalems, denn der Ewige tröstet sein Volk, er erlöst 'Jerusalem! *. Aus Fichte, Reden an die deutsche Nation, aus der elften Rede: „ ... die Gegenwart zu bedenken, hat fürs nächste unser Schicksal uns überhoben; die Gegenwart ist nicht mehr unser. Mögen wir nur nicht .... eine bessere Zukunft von Irgend etwas anderem ... hoffen, denn von uns selber. Zwar kann keinem unter uns, der zum Leben noch etwas mehr bedarf, denn Nahrung, die Gegenwart über die Pflicht zu leben trösten; die Hoffnung einer bessern Zukunft allein ist das Element, ln dem wir noch athmen können. Aber nur der Träumer kann diese Hoffnung auf etwas anderes gründen, denn auf ein solches, das er selbst für die Entwicklung einer Zukunft in die Gegenwart zu legen vermag ..." „Wichtige Probleme werden erörtert.“ Jli-Pfingstfahrt 1933. Fahrtenlied. Alle Birken grünen in Moor und Heid, jeder Brambusch leuchtet wie Gold, alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit, jeder Birkhahn kullert und!toIIt. Meine Augen gehen wohl hin und her auf dem schwarzen, weißflockigen Moor, auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer und schweben zum Himmel empor. Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht wie ein Wollgrasflöckchen so leicht, und mein Herz, es, singt sein leises Lied, das auf zum Himmel steigt. Ein leises Lied, ein stilles Lied, ein Lied so fein und lind, wie ein Wölkchen, das über die Bläue zieht, wie ein Wollgrasflöckchen im Wind. (Die Melodie dieses Liedes lernen wir auf der Singestunde am Dienstag, 15. August, 8 Uhr, in der Schönhauser Allee 25.) Frage und Antwort Unter dieser Ueberschrift wollen wir einen Briefkasten einrichten, der sich insofern von dem anderer Zeitungen unterscheidet, als er nicht persönliche Fragen enthalten wird, sondern Themen unserer Arbeit zur Grundlage hat. Die Beantwortung soll kurz und klar sein, vor allem aber nicht unpersönlich. Im ührigen soll Euch die Form selbst überlassen bleiben. Sie wird sich ja aus der jeweiligen Fragestellung von selbst ergeben. Die Antworten können uns bis spätestens zum 15. jeden Monats eingereicht werden. ' Also arbeitet mit! 1. Frage: Welches waren die Pioniere der Emanzipation in Frankreich? 2. Frage: Wo steht: „Ich aber weiß, daß mein Erlöser lebt“, und was bedeutet es? Unsere Schlagwörter-Kartothek. 1. Vom „jüdischen Sein“. abt Ihr schon einmal bemerkt, wer davon spricht? Zumeist sind es 'Menschen, die nicht einmal wissen, was „Jude sein“ bedeutet Aber vom „jüdischen Sein“ reden sie unentwegt Also ist es wohl etwas Geringeres als „Jude sein“, oder etwas weniger Verpflichtendes? Jedenfalls ist es etwas Verschwommenes; und besser wäre, all diese Begriffspantsclier würden erst einmal Juden bewußt s e i n. Davor nämlich scheuen sie sich: vor dem „jüdischen Bewußt-Sein“. c. c. Das Jli-Programm Wir bitten, Besuche bei den Gruppenführern anzumeldcn- Gruppe Westen. Montag, 7. August 8 Uhr, bei Hilde Weglein.— Montag, 14. August, 8 Uhr, bei Geschw. Krotoszyner. Thema: Cohen, „Einheit und Einzigkeit Gottes". _' _• Sportfest des Jüdischen Turn- und Sport-Clubs 1905. Am Sonntag, 9. - Juli, veranstaltete der J. T. S. C. .05 sein erstes „Offenes“ gemeinsam mit fast allen sporttreibenden ■ deutschjüdischen Jugendvereinen. Die Leistungen in allen Sportarten waren hervorragend und fanden begeisterten Anklang bei den zahlreichen Zuschauern. Von diesem Sportfest möchte man hoffen, daß es den Beginn eines engsten Zusammenschlusses-aller jüdischen Sportvereine werde. * Am'Sonntag, 6. August, veranstaltet der Jüdische Turn- und Sport-Club 1905 auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde am Bahnhof Grunewald ein Sportfest Neben einem Jugend-Handballspiel zwischen der Mannschaft des R. j. F. Frankfurt a. Oder und der des J. T. S. C finden unter vielen andern leichtathletischen Wettbewerben die diesjährige Klubmeisterschaft im Zehnkampf (letzte 5 Uebungen). und Staffelmeisterschaften der Damen, Herren und Jugend st’att. Ein Besuch dieses Sportfestes, dessen-Hauptkämpfe um 14,30 Uhr beginnen, wird in jeder Hinsicht lohnend sein, .da infolge der Teilnahme der vielen ausgezeichneten Sportler, die während der letzten Monate dem J. T. S. C. 05 beigetreten sind, und deralten bewährten Kräfte, in sämtlichen Einzelkonkurrenzen und Staffeln gute Leistungen und spannendste Kämpfe zu erwarten sind. .Aufruf an die jüdischen Tennisspieler. Uns geht mit der Bitte um Veröffentlichung folgender Aufruf zu. Glaubensgenossen ertüchtigt Euch, treibt Tennissport, stählt Körper und Geist! Der erste jüdische Ranglisten- und Tennisklub hat in seiner eilten Spielsaison durch Hinzunahme weiterer Terrains großes Platzmaterial, zur Verfügung. Auf seinen Stadt- und Vorortanlagen findet ein bewährt geleitetes Training in Herren-, Damen-, Studenten- und Junioren-Mannschaften statt. Durch den Arierparagraphen zurückgesetzte Tennisser finden bei Uebertritt Turniere, Ranglistenspiele, Wettkämpfe etc. — Tenniskurse für Ehepaare. Damen. Herfen und. Schüler. Anfragen sind zu richten an das Blau-Gold-Weiß - Sekretariat NW 23, Lessingstr. .25.. Fernruf der Hauptsportleitung: Tiergarten 4484 (8—10 vorm.). Aus, der Bewegung Berlin. Die Bezirksgruppe Nordwesten des Religiös-liberalen Vereins der Berliner Jüdischen Gemeinde veranstaltete am' 17. Juli eine Mitgliederversammlung; an Stelle des verhinderten Ersten Vorsitzenden, Herrn Kammergerichtsrat Felix N a u m a n n, leitete der Zweite Vorsitzende. Herr Dr. Max Ginsberg, die Versammlung. Diskussion fand, wie der Versammlungsleiter mitteilte, nicht statt „Die gegenwärtige -Lage der Berliner Jüdischen Gemeinde“ war das Thema, zu dem der Repräsentant Wilhelm Marcus sprach. Er berichtete, daß man von den bisherigen Grundsätzen in der Gemeindeverwaltung abgewichen sei und ein Direktorium eingerichtet habe, um notwendige Entschließungen schnell treffen zu können. Erfreulicherweise sind 980 Personen zum Judentum wieder zurückgekehrt. Es hat sich gezeigt, daß neben dem inneren Zusammengehörigkeitsgefühl auch das materielle Verständnis bei den Gemeindemitgliedern-vorhanden ist, wie aus vielfachen Spenden hervorgeht. Die entscheidende Frage ist augenblicklich die innere Umstellung des jüdischen Menschen. Die Frage der Berufsberatung und Berufsumschichtung spielt eine große Rolle. Wer in Deutschland bleiben will, wird sich auf manuelle Arbeit umstellen müssen. Wir müssen versuchen,, uns mit den Dingen abzufinden und als gewöhnlicher Frontsoldat den Aufbau Deutschlands mitzumachen. Viele unserer Freunde glauben, daß das Nationaljudentum uns Hilfe bringen kann. Für landwirtschaftlich Ausgebildete wird in Palästina noch Unterkunftsmöglichkeit sein, aber nicht iür Kaufleute. Vertrauen zu unserer Führung sei nötig und berechtigt: \yir dürfen stolz darauf sein, daß wir Männer haben, die sich in so aufopfernder Weise für das WohL-der Jüdischen Gemeinde einsetzen, — Sodann sprach Herr Prediger Dr. Karl Rosenthal über „Probleme der jüdischen jugend, insbesondere die Schulfrage“. Die Erziehung der Jugend, so führte er aus, ist heute eine besonders schwierige Aufgabe. Wif Aelteren konnten in unserer Jugend irgendeinem Ziel, unserem Ideal entsprechend, entgegenstreben, denn wir konnten am deutschen Kultur- und Geistesleben ungehindert teilnehmen. Die Nachkriegszeit hatte uns sogar volle Gleichberechtigung gebracht Heute aber sind wir durcb-Gesetz aus dem staatsbürgerlichen Leben ausgeschaltet Vor dieser Situation steht unsere Jugend.. Augenblicklich liegt zwar noch nicht die Notwendigkeit vor, jüdische Schulen zu schaffen. Doch müßten wir uns darüber klar werden, wie die jüdischen Schulen, wenn sie notwendig werden, beschaffen sein sollen. Wir halten unseren Anspruch, daß wir vollberechtigte Staatsbürger sind und bleiben wollen, aufrecht. Wir brauchen daher Schü- Ien, deren Aufgabe es ist, das deutsche Kultur- und Geistesleben für uns Juden zu pflegen. Die jüdische Jugend der Zukunft muß in dem Geist erzogen werden, in dem wir erzogen worden sind. -- Die gutbesuchte Veranstaltung brachte den Anwesenden manchen Trost und Anregung.

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