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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-07-01 · 7 (1.7.1933) · page 3

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
7 (1.7.1933)
Date
1933-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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13. Jahrgang Nummer 7 JfiftifiHitietale Reifung Beila^ 1. Juli 1^ „Forderungen dieser Tage." Treffen der Deutsch-iüdlschen Jugend. Der „De'u tsch-J üdische Jugend-Verband", vertreten durch den „Jli-Berlin“, die „C. V.-Jugendgemeinschaff", die „Jugendgemeinschatt der Retormgemeinde“. den „Jüdischen Turn- und Sportclub 1905“. den „Ring“ (Bund deutschjüdischer Jugend) und die „Jüdischen Kinderscharen“, nahm auf einer Tagung am Sonnabend und Sonntag, 17. und 18. Juni zu den „Forderungen dieser Tage“ Stellung. Das Treffen erhielt eine erhöhte Bedeutung durch die Anwesen-’ heit führender Persönlichkeiten des deutsch-jüdischen Lebens, die dem Wunsch der Jugend nach gemeinsamer Aussprache bereitwilligst Rechnung getragen hatten. U. a. waren erschienen' der . Jugendpflegedezernent und Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Wilhelm Graetz. der Vorsitzende der Vereinigung für das liberale Judentum und der Berliner Repräsentantenversammlung Heinrich Stern, der 2. Bundesvorsitzende des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten Arnold Stein und der Redakteur der „Jüdischliberalen Zeitung“ George G o e t z. Die Begrüßungsansprache des Verbandsführers Marlin Sobotker gestaltete 'Sich zu einer schlichten und eindrucksvollen Gedenkfeier für den verstorbenen Rabbiner Dr. Joseph Lehmann, den aufrichtigen Freund und steten Förderer der deutsch-jüdischen Jugend und ihrer Arbeit. Im Mittelpunkt der Tagung' standen die Referate von Heinz Kellermänn (Jli) über „Ende der Emanzipation?“, Dr. Ellen L i 11 m a n h (Jli) über „Die jüdische Schule“ und Norbert Wollheim über „Wir wollen mitarbeiten! (Forderungen an die Jüdische Gemeinde und ihre Institutionen)“. Ihre Bedeutung lag in der Tendenz, die Arbeit der deutschjüdischen Jugend dem historischen Geschehen dieser Tage zielbewußt einzuordnen. Heinz Kellermann versuchte, bei diesem Bemühen die grundsätzliche Haltung der deutschjüdischen Jugend an dem Ideal einer deutschjüdischen Kulturgemeinschaft zu orientieren. Die sog. objektive Emanzipation der deutschen Juden in Gestalt einer rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sei zu Ende. Die subjektive Emanzipation. dargestellt durch aktive und passive Teilhaberschaft an den Kulturwerten der deutschen Nation, sei dagegen nicht abgeschlossen, könne es vermöge der tiefen geistesgeschichtlichen Verwandtschaft von Deutschtum und Judentum nicht und dürfe es auch in Zukunft nicht sein. Eine neue objektive Emanzipation sei —. unbeschadet der freilich notwendigen Unterstützung durch politische oder wirtschaftliche, jedenfalls von außen her kommende Kräfte und aller derzeitigen Lösungsvorschläge — nur von einer zwar in ihrem Judesein gefestigten, aber kulturell emanzipierten deutschen Judenheit zu erwarten. Das Ziel bleibe darnach nach wie vor die Synthese von Deutschtum und Judentum, dem Idealwert beider Kulturfakten nach und nicht in der Form einer flüchtigen. koniunkturhaften Abwandlung. Als eine der Forderungen bei der Lösung dieser Aufgabe bezeichnete Ellen Littmann in ihrem Referat die jüdische Schule, die dem aufgezeigten Ziel entsprechend vom jüdischen wie vom deutschen Geiste getragen sein müsse.. Die Voraussetzungen und Einzelvorschläge, die von Ellen Littmann als Grundlage angenommen wurden, fanden in der anschließenden Diskussion Zustimmung und Widerspruch. Der von der Referentin geäußerten und in der Diskussion aufge- - nommenen Befürchtung.,das jüdische Kind sei in der heutigen Schule einer zu starken psychischen Belastungsprobe ausgesetzt und müsse daher seelisch und geistig verkümmern, ferner der Forderung, ihm durch Lösung von der nichtiüdischen Umwelt und Zuführung zum jüdischen Schulwerk sein Selbstbewußtsein als Mensch und als Jude zu retten, wurde das Bedenken entgegengehalten, das jüdische Kind würde durch eine neue'Form der Ghettoisierung seiner nichtiüdischen Umwelt entfremde.t und damit den Rückweg zur deutschen Volksgemeinschaft nie zurückfinden. Ein bewußt jüdisches Elternhaus müsse und werde die Aufgabe übernehmen. dem jüdischen Kind die Ueberzeugung von seiner menschlichen Vollwertigkeit zu verschaffen. Einigkeit bestand darüber daß die Institution der jüdischen Schule für die durch gesetzlichen oder psychischen Zwang einmal entfernten Kinder eine Notwendigkeit . sei. Der Erziehungsinhalt müsse so gestaltet werden, daß bei stärkster Vermittlung jüdischer Werte niemals die Verbindung zum deutschen Kulturkreis verlorenginge, um den neuen Durchbruch zu den Positionen der Emanzipation vorzubereiten. Der Nachmittag brachte das Referat von Norbert W o 11 heim. Ausgehend von der besonderen Problematik der seelischen und wirtschaftlichen Lage der jüdischen Jugend forderte er konstruktive Maßnahmen, um den Teil der jüdischen Jugend, der hier in Deutschland die Lösung seiner Existenzfrage suchen will und muß. den notwendigen Lebensraum zu erringen. Hierbei gelte es. klare Grenzen zu ziehen zwischen derjenigen Jugend, die in Palästina den Mittelpunkt ihres Seins, und derjenigen, die in Deutschland nicht nur das Land ihrer Geburt, sondern ihrer Heimat säh’en. Man: müsse der .sozialen Situation der jüdischen Jugend durch großzügige Umschichtung gerecht werden. Stärkste Beteiligung der Jugend selbst an dieser Arbeit sei notwendig.- Ein jüdisches Jugendamt müsse sämtliche Aufgaben für die jüdische Jugend als Zentralstelle in sich vereinigen. Erforderlich wäre ferner ei, ne durchgreifende Verjüngung der verschiedenen Gremien der-Gemeinde und der jüdischen Organisationen. Das Referat fand den ungeteilten Beifall aller Jugendlichen sowie auch weitgehende Zustimmung und Befürwortung seitens . der Gäste. Insbesondere sprachen sich" der Jugendpflegedezernent Wilhelm Graetz und Rechtsanwalt Heinrich Stern für ein'größtmögliches Entgegenkommen aus. Die Tagung, die lediglich als Auseinandersetzung der deutschiüdischen Jugend über die brennendsten Fragen des Augenblicks geplant war. wurde zu einem starken Bekenntnis zu einer gemeinsamen deutschjüdischen Arbeit, wie wir sie verstehen. Sie brachte die Gewißheit, daß die deutschjüdische Jugend sich zusammengefunden hat. daß der deutschjüdische Jugendverband kein organisatorischer Notbehelf aus Zweckmäßigkeitsgründen' mehr ist, sondern der Kerntrupp einer Bewegung, die von der Ueberzeugung beseelt ist. notwendig zu sein und Entscheidendes leisten zu müssen. Norbert Wollheim (C. V.-Jugend), Heinz Kellermann (Arge). Das durch das plötzliche Ableben uhseres Rabbiner Dr. Lehmann freigewordene Ami ist neu zu besetzen. Bewerbungen sind an den Vorstand der Jüdischen Reform-Gemeinde, Berlin N 24, Johannisstraße 16, zu richten. . A Le Juif errant ä Paris. Immer wieder muß es gesagt werden: „Im Lande bleiben“ ist die oberste Losung! Was eine vieltausendjährige Emigrantenliteratur als Wahrheit kündet, das ist heute nicht unwahr geworden. Alle noch so große Kühnheit, sich von der Heimat zu trennen, ist doch nur Flucht, Flucht in ein Abenteuer, an dessen Ende oft der sichere Untergang und die gänzliche Verlassenheit stehen. Wer es nicht glauben wijl, der lese die nachstehende Schilderung; sie stellt den Auszug aus einem Leitartikel der Nummer vom 9. Juni des in;Paris erscheinenden L'Univers Israölite dar und .ist: von einem deutschen Juden-W.. Strauß aus eigenster bitterster Erfahrung geschrieben, denn sie trägt die Ueberschrift: „Le Juif errant ä Paris — Impressions d’un Refugies (Der in Paris umlierirrende Jude; Eindrücke eines Auswanderers).“ Aehnliche Schilderungen kommen aus allen Ländern (vgl. auch den Aufsatz „Emigranten“ in der vorigen Nummer dieses Blattes), und es ist die Lehre daraus zu ziehen, daß niemand Entschlüsse fassen soll, die sich nachher doch in den meisten Fällen als übereilt herausstellen. Nicht Flucht — Selbsterhaltung ist die Parole, der alle unsere Kräfte zu gelten haben. Was aber wahre Selbsterhaltung ist und was nicht —: darüber kann die nachstehende Schilderung die Nachdenklichen manches lehren. Le Juif errant: das ist der französische Ausdruck für den ewig wandernden Ahasver: unser Ideal war stets dieser nicht von Juden erfundenen Mythengestalt entgegengesetzt. * TT s ist schwer, die Zahl der jüdischen Emigranten ■L-1 ,in Paris festzustellen. Das jedenfalls ist sicher, daß viele hier vegetieren, ohne zu wissen, was die Zukunft ihnen Bringen wird. Ihre Anzahl mehrt sich von Tag zu Tag, und die Frage wird geradezu beängstigend Was wird aus ihnen allen? Für den Augenblick haben sie eine Zuflucht, sei es bei Privatpersonen, sei es in Hotels. Einige von ihnen haben gastliche Aufnahme im Asyl der rue Lamarck gefunden; sie befinden sich in einer wenig beneidenswerten Lage. Aber inzwischen ist ihnen wenigstens ein Dach über dem Kopfe und ein Stück Brot sicher. Das bitterste Elend ist ihnen erspart. Aber diese großzügige Gastfreundlichkeit, die Hilfe von Komitees und ‘Einzelpersonen, können nicht für immer dauern. Und nachher? Arbeit finden? Viele Schwierigkeiten setzen hier ein. Zuerst die Arbeitslosigkeit, die auch hier herrscht, dann die Unkenntnis der. französischen Sprache bei den meisten der Auswanderer, und auf den Universitäten der Unterschied in der Art der Studien, der die Berechtigung zur Niederlassung bedeutend erschwert. Ein deutscher Schriftsteller sagt: „Was soll ich in Paris anfangen? Ich weiß es nicht. Soll ich versuchen, wieder zu schreiben? Unmöglich. Zunächst habe ich nicht genügend Kenntnisse der französischen Sprache, um für Zeitungen zu,arbeiten, und dann fühle ich mich so| krank, daß ich reicht mehr fähig bin, meinen Beruf auzuüben. Dem Menschen, 'der" kein Handwerk erlernen kann, bleibt nichts übrig, als sich aufzuhängen.“ : Ein anderer schildert seine Lage wie. folgt: „Mitte März war ich einmal in einem Cafe in Berlin. Einer meiner Freunde fragte, ob jemand von uns ihn auf einem Ausflug nach Paris begleiten wolle. Wie ich meinen Freund beneidete! Damals ahnte ieh noch, nicht, daß ich selbst drei Wochen später in Paris, aber unter gänzlich anderen Verhältnissen, sein würde. Heute sehe ich Paris nicht mehr so, wie ich es in meiner' . begeisterten Phantasie geschaut hatte. Meine Romantik ist dahin! Ich habe gesehen, daß Paris viele Herrlichkeiten in sich schließt, aber noch viel mehr Elend. Die Stadt ist wie das Leben selbst, alltäglich und prosaisch. Gewiß, ich habe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennengelernt, aber ich habe keine Lust mehr auf dergleichen Dinge. Die hebe ich mir für bessere Tage auf. Ich bin so gleichgültig geworden, daß ich' kaum imstande bin, darüber nachzudenken, was in unserer Lage zu tun heilsam ist.“ Ein Dritter antwortete auf die Frage: „Was wollen Sie tun?“: „Ich wefß es nicht. Ich bin Kaufmann. Auf die Aussicht, eine Stellung zu finden, habe ich schon fast verzichtet. Ich glaube, daß es für die Emigranten nur zwei Mittel gibt, um sich aus ihrer Lage zu befreien: die Seine für die Männer, und die Straße für die Frauen.“ 5 Andere Flüchtlinge wieder haben Paris verlassen. Ein junger Mann, der sich nach Holland gewandt hat, gab mir dafür seine Gründe an: „Man schickt nach Paris die Auswanderer aller Städte und aller Länder. Ich-glaube, daß man damit Unrecht tut. Denn das Individuum geht in der Masse unter, und ich fürchte, daß durch diese starke Einwanderung nun auch in Frankreich die Judenfrage aufgerollt werden könnte.“ . Ein junger Kaufmann hatte Marseille ohne einen Pfennig Geld verlassen. Acht Tage später traf ich ihn in Paris. Er erzählte mir folgendes: „Ich werde niemals nach Marseille zurückKehren. Denn dort gibt es weder Komitees noch Hilfsvereine. Zwei Tage lang habeich von einem Stück Weißbrot gelebt Wenn ich länger in Marseille geblieben wäre, hätte ich bestimmt Folgende Reiiaoratfonen unieriiehen noch der Aufsicht unseres Rabbfnals: - Leo Hermann, Jägerstraße 18 (A 2 Flora 3772) Hngo Kaufmann, Kleiststr.14 (B 5 Barb.5109) Bernhard Rosenbanm, Logenh., Kleiststr. 10 (zurzeit nur für Festlichkeiten nach vorheriger Vereinbarung) . (B 4 Bavaria 3421) A. Veit, Kurfürstendamm 22 (J1 Bismarck 2245) Wir richten an Alle die dringende Bitte, sich unserer jetzt schwerer denn je ringenden Restaurateure zu erinnern und sich ihrer sowohl für den eigenen Bedarf wie auch zur Ausrichtung von Familienfestlichkeiten zu bedienen. Berlin, im. Juni 1933. Kaschrnih-Kommission der Jfid. Gemeinde Hungers sterben müssen. Ich hatte kein Geld, um mach Paris zu fahren, und nur einem Zufall habe ich es zu verdanken, daß ich trotzdem hier bin. . Jammernd und abgekämpft trieb ich mich in der Umgebung des Hafens von Marseille herum, bis ein Wächter mich bemerkte. Er empfahl mich dem Kapitän eines Schiffes, das: nach Antwerpenfuhr. Aus Mitleid nahm mich dieser an Bord. Das Schiff lichtete die Anker. Bald wurde ich seekrank, aber ich hatte keine Zeit,, um an meinen Gesundheitszustand zu denken. Ich mußteden Matrosen beim Reinigen der Toiletten und beim Waschen der Brücke helfen. Da ich aber an eine solche Arbeit nicht gewöhnt war. stellte ich mich nicht sehr geschickt dabei an. ln Barcelona wollte ich von j Bord flüchten. Aber dieser Versuch scheiterte und brachte mir eine derbe Tracht Prügel ein. Das Gewitter, das int Golf von Biscaya einsetzte, schien gerade für mich bestimmt zu sein. Denn es .machte mich nur noch kränker. In Antwerpen nahm ich eine Fahrkarte nach 1 Köln, denn ich wollte nach Deutschland. zurückkehren. . Aber an der deutschen Grenze änderte ich meinen Entschluß. Es gelang mir, mireine Karte nach Paris zu verschaffen“. Man könnte unendlich viele solcher Geschichten erzählen, aber diejenigen, die ich angeführt habe, genügen, um die Lage in Paris zu schildern, die trotz aller .ge-, troffenen Maßregeln verzweifelt bleibt. Diese entsetzliche Situation und die Machenschaften von gewissen Leuten, die die. Umstände ausgenutzt haben, um sich als Flüchtlinge auszugeben. (oft handelt es sich nicht einmal um Menschen, die aus.' Deutschland kommen), haben auf erschreckende Weise Egoismus, Mißtrauen und Vereinsamung in die Reihen der Auswanderer getragen. . . ’ i- Gewiß:- jeder hat noch einen kleinen - Hoffnungsschimmer, alle hoffen, .sich in Paris noch zureebtfinden zu können. Sie alle haben Adressen, Adressen und nochmals Adressen... - . Und sie laufen den ganzen Tag quer durch die Stadt, geben oft fünf Francs täglich für die. Untergrundbahn ~ aus. Sie laufen von einem Komitee zum andern, zu Be-, kannten, die hohe Persönlichkeiten sind, und werden nur reicher an Enttäuschungen. ... Aber sie -geben nur selten die Hoffnung auf. Im Gegenteil, sie fangcit immer wieder von vorne an, mit der beständigen Hast, die ihnen eigen ist; sie laufen-vom Norden nach dem: Süden, vom Osten nach dem Westen, glauben immer wieder hoffnungsfreudig, ihr Ziel zu erreichen, und. j kehren stets' kleinlaut und traurig zurück. Wandernd, wandernd! _;_■ Berliner Gemeindeabende. In dankenswerter Welse bat die Berliner GemeindeJn den letzten Wochen wie.der mehrere Gemeindeabende,: diesmal unter dem Motto „Was tut die Gemeinde?“ veranstaltet Ueber die sozialen, wirtschaftlichen und .sonstigen Aufgaben [sprachen unsere Freunde Gemeindevorsteher. Wilhelm Graetz und Repräsentantenvorsitzender Heinrich Stern in der Synagoge Levetzowstraße. Gemeindevorsteher Bruno,Woyda pnd Repräsentant Louis Wolff in der Synagoge Kottbusser Ufer. Gemeindevorsitzender Heinrich Stahl und Repräsentant Alfred J a u I u s im Friedenstempel. Alte Redner verstanden es, durch ihre sachlichen Arbeitsberichte wie durch anfeuernde Worte die „gekrümmten Herzen aufzuricliten“. Herrj Direktor Stahl gab'im Verlauf seiner Rede zur Schult rage und zur Palästinafrage beoeutsaihe Erklärungen ab, auf die wir gegebenenfalls noch zurückkommen werden. — Die Oberkantoren Lewandowski, John und Wilhelm jFrledman.n verschönten die Feiern durch Gesangsvorträge. Großen Erfolg hat die neue Einrichtung der „Feierstunden“. In der Synagoge LUtzowstraße gibt Herr Rabbiner Dr. Wiener Schrifterklärungen; in der Synagoge FasanenstraBe bat. Herr Rabbiner Dr. SaJomqnski an Sonnabend Nachmittagen vier Vorträge gehalten: „Judentum und Großstadt“, „Von der ältesten Berliner Gemeinde“, „Gibt es moderne Frömmigkeit?“. „Die jüdische Predigt“. Alle Vorträge fanden regen) Änklang - bei der zahlreichen Hörerschaft; es sei deshalb der Wunsch ausgesprochen, daß. diese neue Einrichtung der Synagoge Fasanenstraße nach den Sommerferien fortgeführt wird. - M. Assdn-SchöcheL Cosulich ßine fahrtsn mit dem neuesten Motorschiff (20000 t) „OCEANIA" Mittelmeer 1. f a h r 11 8.-23. Juli LFahrit 31.Jull-12.Aug. 3. Fahrt» 13.-19. August ' 4. Fohrt* 21.Aug.-3.Sept. PREISE AB RM. 83.60 Auskünfte undP1atzb.l«gungi COfUllCM LINI General «Agentur i BERLIN NW 7, U. O. LINDEN 47 ' TEIEEON, A 1 JAECEI 1JSS ■owt. durds iksllldis R#li«büro>

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