Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 3 (1.5.1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2613366-2613479-2613482--4355-2616028- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Oröon 5er #ereinfßunö für 5oö (föerafe 3u&ettfora e. Bezugspreis: Vierteljährlich 130 RM. zuzüglich Bestellgeld. Einzelnummer 0,25 RM. Abonnements werden bei allen Postämtern angenommen. Anzeigen nach Tarif. — Bel Nichterscheinen infolge Streiks oder höherer Gewalt besteht kein Ansprach aal Nachlieferung oder Rückerstattung der entsprechenden Bezugsgebühren. Fernruf: F 5, Bergmann 3358, 3389. Bankverbindung: Kreditvereln.lür Handel und Gewerbe e. G. m. b. H- Berlin N24. Postscheckkonto: Jüdisch-liberale Zeitung: Berlin' 227 64. Vereinigung für das liberale Judentum e. V.: _ Berlin 1370 69. Oh Vinlaiguitg für du tltumla Judtatum abmlnat nur für dltjtnlgtn Auftäht, 4h amdrüddlch ob h IhnmNamtaodtria Itmm Aaflmgt rtrfaSt ntuntM iW, 4h Vtraafarafmg; Alhmdmi'MIktl, AuAtnagu i«4 VoncAUgt nM* imhr dtt IfewhwfMf 4tr IhdaUhA. Herausgeber: Hanns Loewenstein und Willi Tisch Verlag Schiiitkitun<r: Geoi'S'e Goctz Die „ Jüdisch-liberale Zeitung“ erscheint am 1. und IS. Jedes Monats. Redaktion iind Geschäftsstelle: Berlin SW 11. Hallesche Str. l. Nr. 3 Berlin, 1. Mai 1933 13. Jahrgang Politische Aspekte. Unter den vielen Lehren, die wir deutschen Juden in den letzten Wochen empfangen haben, gehört auch diejenige, daß es nicht richtig ist, aus einer Panikstimmung heraus seine Entscheidungen zu treffen oder auch nur Prognosen zu stellen, und daß ferner die klare nüchterne Logik allein die Vorgänge nicht zu durchdringen noch zu meistern vermag. Wir Menschen .von heute haben uns den Wunderglauben abgewöhnt; aber über der berechtigten Ablehnung abergläubischer Zauberei vergaßen wir jenes andere Wunder, daß noch bei allen geschichtlichen Vorgängen dabei war und auch in diesen Wochen geschichtlichen Erlebens nicht fehlte. Nicht das Vorherzuberechnende geschieht, oder doch nie dieses allein,- sondern das Unerwartete kommt hinzu und gibt allem die Richtung. Dieses Unerwartete ist auch jetzt bereits sichtbar geworden, und wir dürfen sagen: wie trübe immer noch unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder aussieht —: zu dem hemmungslosen Pessimismus, der noch-vor kurzem die Gemüter beherrschte, liegt — das beginnt man in weitesten Kreisen einzusehen — kein Anlaß vor. Freilich war dieser Pessimismus zum Teil hervorgerufen durch die Ankündigung von Maßnahmen, die in dieser Strenge dann doch nicht durchgeführt worden sind. Erinnern wir iins doch, wie das alles war. Das bis ins vorige Jahrhundert hin- Wenn nicht jefjt,) wann denn ■ Weih' Judentum nicht leerer 3sgv3f geworden ist, wer sein jüdisches Schicksal mit Stolz trägt, der befasse sich mit jüdischen Dingen, der mache sich die Werte des Judentums zum Lebensinhalt. Er lese die „Jüdisch-liberale Zeitung' Unsere ein bestehende Verbot für Juden, Land zu erwerben und Handwerk zu treiben, hatte die so oft beklagte anormale Berufsstruktur der Juden zur Folge gehabt, ihre Zusammendrängung in den akademischen,und kaufmännischen Berufen. Bilden wir 560000 deutschen Juden noch nicht ein Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung, so überschritten wir — als Folge jener mittelalterlichen Maßnahmen — diesen Anteil um ein Vielfaches innerhalb der ärztlichen und juristischen Berufe. Das sind altbekannte Dinge, und verständlich war die Panik, als es Ende März hieß, entsprechend dem Verhältnis zur. Gesamtbevölkerung dürfe es unter den Anwälten auch nur ein Prozent Juden-geben. Die Regelung, die jetzt getroffen werden soll, ist wahrlich immer noch hart genug, und wir brauchen nicht erst zu betonen,- daß wir Gegner jeglicher Sonderbestimmungen für"Juden sind; aber gegenüber dem, was nach den Ankündigungen und nach den ersten uneinheitlichen Maßnahmen befürchtet werden mußte, ist doch eine gewisse Erleichterung eingetreten. Aehnlich' liegt es bei den Medizinern und in den übrigen akademischen Berufen; ganz schlimm ist es leider unverändert bei den Künstlern. Was ferner den Kaufmannsstand anbelangt, so hatte man unmittelbar vor dem 1. April-nicht gewußt, wie lange der Boykott dauern und welchen Umfang‘er annehmen würde; am erschütterndsten wirkte die Ankündigung, daß jüdische Angestellte fristlos zu entlassen seien. Es ist bekannt, daß es zu derartigen Entlassungen in großer Menge gekommen ist; Rechtslage und. Schicksal der Betroffenen sind noch heute völlig ungeklärt, und die „Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe“ hat ungezählte Fälle in Bearbeitung. Dennoch ist das Bild auch in den wirtschaftlichen . Berufen nicht mehr so, wie man es sich in der Verzweiilungsstimmung des 1. April unter dem Eindruck der Ankündigungen und Maßnahmen ausgemalt hatte. Und die Situation der jüdischen Gesamtheit, ihrer Gemeinden, Gemeindeverbände und Organisationen? Es darf gesagt werden, daß dieses Gesamtbild der deutschen Judenschaft trotz aller Schwere — eine erfreuliche Ueberraschung bietet Denn: wie hatte man doch gerechnet? Ein deutscher Politiker hat einmal gesagt, das deutsche Volk stehe auf einem städtisch-bürgerlichen und einem ländlich-bäuerlichen Bein. Uebernehmen wir dies Bild von den zwei Beinen für die deutsche Judenschaft, so ergibt sich, daß . sie infolge der vorerwähnten, ihr einst aufgezwungenen anormalen Berufsschichtung auf einem kaufmännischen und auf einem akademischen Beine steht.' Und nun konnte man doch gar nicht anders als logisch schlußfolgern: aus den akademischen Berufen werden wir herausgetrieben] die Kaufleute werden -boykottiert, die Angestellten entlassen-so sind Schwere Not geht um int deutschen Judentum. Wir deutschen Juden haben unser Teil getragen an der allgemeinen deutschen Not. Wir haben unser Kontingent gestellt zu dem großen Heer der Menschen, die ohne Arbeit und ohne Verdienst vom sinnvollen Leben ausgeschlossen schienen. Neue Not ist über uns gekommen. Jüdische Menschen werden aus Ihrer Arbeit herausgerissen, Sinn und Grundlage Ihres Lebens ist ihnen zerstört worden. . i In Zeiten der Not wird der Sinn der Gemeinschaft offenbar. Wo der Einzelne, auf sich allein gestellt, einen Sinn seines Daseins nicht mehr sieht, zeigt die Gemeinschaft Ihm Sinn und Ziel, wo er allein nichts mehr schaffen kann, muß die Kraft der Gemeinschaft elntreten. Aus der Zelt der Not muß neu die Gemeinschaft erwachsen, ein lebendiges^ Dasein gewinnen. Aus ihr muß der Einzelne die Kraft zum Leben und zum Wirken schöpfen. \ Groß Ist die Aufgabe, die der Gemeinschaft der deutschen Juden heute gestellt ist. Die Not steht vor den Türen unserer Menschen, ihre Kraft droht zu zerbrechen. Von uns, von der Kraft der Gesamtheit muß die Rettung kommen. \ Neue Aufgaben in unbekanntem Umfange treten an uns heran. Es genügt nicht, denen, die nicht wissen, wovon sie die nächsten Tage fristen sollen, das tägliche Brot zu\ reichen. Gewiß Ist es unsere erste Aufgabe,* 1 dafür zu sorgen, daß niemand der unseren zu hungern braucht .und des Daches über seinem Kopf entbehrt. Gewiß müssen wir dafür sorgen, wie wir es gewohnt sind, daß die Anstalten erhalten bleiben, die wir errichtet haben für unsere Kinder,'für unsere Alten und Kranken. „Sl£ es nicht .getan.' Wir wollen und ww aürfpn nns nicht damit begnügen, unseren Brüdern und Schwestern Almosen zu (geben, für ihre einfachsten Bedürfnisse zu sorgen. Unsere Pflicht Ist es, Ihnen zu helfen, daß sie eine neue Grundlage Ihrer Existenzfinden,' eine Arbeit, mit der sie sich selbst erhalten, die ihnen wieder eine Aufgabe,, ihrem Leben einen Inhalt gibt! Sinnlos allerdings wäre es, wenn unsere Menschen sich wahllos auf einzelne Berufe stürzen wollten, die Ihnen Irgendwie nabezuliegen scheinen. Aufgabe der dazu berufenen Stellen wird es sein, sorgfältig zu prüfen, wo Platz und Raum für Arbeit Jüdischer Menschen Ist dann aber Ihnen auch die Möglichkeit zu geben, sich auf diese Arbeit umzustellen. Großes wird verlangt werden von der Fähigkeit unserer Menschen, sich umzustellen, sich in neye Arbeiten und neue Verhältnisse zu Bnden. Großes muß aber auch verlangt werden von der Opferfähigkeit der anderen, denen eine solche Umstellung erspart bleibt Wer das Glück hat Arbeit und Einkommen zu haben, muß dem helfen, der alles verloren hat Wer noch die Möglichkeit hat zu geben, muß bis zum äußersten seines Könnens opfern! Von ledern einzelnen piuß das Höchste gefordert werden! Wer sich der Pflicht entzieht, ist ein Feind der Gemeinschaft Jedes Opfer muß gebracht werden, ledes Opfer der Hilfe für die in Not Geratenen, ledes Opfern der Leistung aber auch-an unsere Gemeinden, mit denan unzählige Existenzen verknüpft sind. Schande über den, der durch. mangelnden OplerwUlen. durch sträfliche Steuerscheu unsere Gemeinden zwingt, Beamte oder Angestellte zu entlassen. Keiner unserer Menschen darf durch uns brotlos und exlstenzlos werden! . Nur in Einigkeit und Geschlossenheit können die; Aufgaben. die unserer harren, erfüllt werden. - Alle Meinungsverschiedenheiten zwischen uns.' alles, was uns trennt, muß zurückgcstellt werden. Die großen Organisationen und Hllfswerke des deutschen Judentums sind In dieser Richtung vorangegangen. . Sie haben sich zusammengeschlossen zu gemeinsamer Arbeit Im „Zentralausschuß der deutschen Juden lür Hilfe 'und Aufbau“. In Ihm schweigen alle Sonderlnteressotr und eigensüchtigen Wünsche. Die Menschen, die in Ihm-Zusammenwirken, arbeiten nur mit dem einen großen gemein- - samen Ziel vor Augen: das Hlllswerk der deutschen Juden! Diese zentrale Stelle wird dafür sorgen, daß alles geschieht, was geschehen mulb- Sie wird dafür sorgen, daß nicht nebeneinander und nicht gegeneinander, sondern miteinander gearbeitet wird. Ihr werden die' einzelnen Organisationen und Stellen ihre finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, so daß -nicht der Zufall des Vermögensbesitzes und der Aufbringung entscheidet,, weiche Mittel lür den einzelnen Zweck zur Verfügung stehen, sondern die Gesamtheit dbr zur Verfügung stehenden Mittel mit Jeder einzelnen.Markdave _v^msTohne^änßhtsSF!pti(W^df&cltäefQ0^gfi)nitns».;'An*^ Wanderung gelöst werden können. Es’ Ist Tmln Verdienst, Deutschland zu verlassen, um frei von dem Los'der Brüder In Deutschland ln Sorglosigkeit seine Zinsen zu verzehren. Niemandem wird dadurch geholfen, daß er ziellos ohne Aussicht aufeine Existenz Ins Ausland wandert, um nun dort "die Scharfer Erwerbs- und Mittellosen zu vergrößern. Es wird lade Aussicht geprüft werden, lede Möglichkeit benutzt, um Menschen, die Im deutschen Vaterlande' nicht mehr die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Existenz haben,- eine Existenz Im Aaslande gründen zu helfen! Aber verlaßt nicht sinnlos Deutschlandl Erfüllt hier Eure Pflicht! Schiebt nicht blindlings Menschen ab einem ungewissen Schicksal entgegen. Keiner entziehe sich seiner Pflicht In der Stunde der Prüfung! Jeder trage an seinem Orte und nach seinem Können zu dem Werke der Hille bei! Die Stunde des deutschen Judentums Ist gekommen, die Stunde der .Verantwortung und die Stunde der Bewährung. Das deutsche Judentum möge sich Ihr gewachsen zeigen! Zentralausschuß der deutschen 'Juden *Ir Hilfe für Hilfe und Aufbau. uns beide Beine abgesägt und die jüdische Gemeinschaft ohne Möglichkeit, sich noch fortzubewegen, denn mit der Vernichtung der Einzelexistenzen ist auch alle Steuer- und Beitragskraft zerstört, Gemeinden und Organisationen mithin zu Zusammenbruch und Untergang verurteilt So haben sich in der Tat manche den weiteren Verlauf der Dinge vorgestellt, und es ist auch nicht zu bestreiten, daß diese Prognose zu einem gewissen Grade richtig war: die Steuerkraft ist tatsächlich unerhört geschwächt und es ist zurzeit noch gar nicht abzusehen, wieweit die Gemeinden zu einem radikalen Abbau der Beamtengehälter und leider auch zu einem nicht minder radikalen — Leistungsabbau sich entschließen müssen. Was aber bleibt z. B. ineiner (Kleingemeiiide noch übrig, wenn sie ihren einzigen Beamten entlassen muß? Die Lage ist in der Tat bitter ernst. j Und dennoch ist etwas eingetreten, woran zunächst niemand -gedacht hatte, als man unter, dem Eindruck der (ersten Schreckensnachrichten wohl die wirtschaftlichen Folgen errechnete, nicht aber die seelischen Rückwirkungen in Erwägung zog. Diese seelischen Rückwirkungen zeigen sich jetzt, und vielleicht sind es sogar nur Anfänge, die wir (sehen. . Die jüdische Gemeinschaft ist durch das schwere und wahrhaft geschichtliche Schicksal dieser Tage innerlich gestärkt worden. Jeder fühlt: wir sind jetzt alle aufeinander .angewiesen. So kommt es. daß sich zur Gemeinde und zu den Organisationen wieder Menschen finden, die völlig abseits standen,.ja die zum Teil sogar stolz darauf waren, daß sie von ihrem Judentum nie Gebrauch machten! Dazu die (vielen Täuflinge und Mischlinge, die — infolge eigenen Verschuldens oder durch Verschulden ihrer Eltern — bereits völlig draußen - standen und die nun, ohne ihr Zutun und vielfach gegen ihren Willen, uns zugerechnet werden, so daß sie nun auch von sich aus, da sie in einer andern Gemeinschaft keine Zulassung und Halt mehr finden, auf unsere jüdische Gemeinschaft sich angewiesen sehen, wodurch sie in dieser aktiv werden —: das alles ist ein Gewinn, an den vorher nicht gedacht worden war. Doch ist er am Tage: und es wird nötig sein, all den Vielen, die sich jetzt zur Gemeinde und zu den Organisationen drängen, ideell und praktisch ihren Platz anzuweisen. Von dieser -Notwendigkeit und den damit verbundenen Aufgaben wird an anderer Stelle dieses Blattes die Rede sein; hier sollte nur gezeigt werden: das Gleichnis von den zwei amputierten Beinen stimmt nicht; wir sind schwer geschlagen. seelisch und materiell, aber wir sind nicht verfoffir und brauchen nicht ohne Hoffnung zu sein. Nicht ohne Hoffnung — dapiit soll nicht einem leichtfertigen Optimismus das Wort geredet sein; denn unsere Lage ist unerhört schwer und eine „Lösung" der so ganz neuartig gestalteten „J.udenfrage“ im-Augenblick nicht abzusehen. Gewiß, wir sind zahlenmäßig gestärkt, wir fühlen uns,-durch gemeinsames Tragen, einander enger verbunden —; das gibt- Trost, doch zunächst noch keine Hilfe. Das ist in der Tat die Situation: wir sind stärker geworden an ScelenzahJ und Seelenkraft; aber noch wissen wir nicht,'was wir tun sollen, um unsere Zukunft nun auch praktisch zu sichern. Besteht doch die Gefahr, daß, wenn wir uns neue Wege zu Leistung und Erwerb suchen, wo wir dann wieder gehäuft in hinein oder mehreren Berufen auftreten, man wieder das „Ueberwiegen jüdischer Elemente“ nicht dulden wird; und was wird aus den Vielen, die ihre ganze bisherige Vorbildung nicht mehr verwerten können? Aufgaben von unübersehbarer. Schwierigkeit und Tragweite; und wahrlich viele Prüfungen noch stehen uns. bevor! Aber doch lernten wir: die Dinge laufen anders, als-der Verstand sie. vorauszuberechnen vermag. Wie der Druck der letzten Wochen uns neben allerschwerstem Schicksal auch äußeren Zuwachs und innere Stärjcung brachte, so wird auch in Zukunft neben dem Vorauszusehenden das Unwahrscheinliche und das Wunder geschehen. Da unsere-Väter Sklaven Waren und Ziegel strichen in Aegypten, erwuchs ihnen Moses, der_ ihnen die Freiheit brachte. Lasset auch uns alle treu unsere Arbeit tun, laßt uns vor - allem — mit kühlem Kopf und, ohne Angst und Panik mit innerlich friedevollem Herzen — die sich türmenden jüdischen Gemeinschaftsauigaben zu bewältigen trachten, so sind wir gewiß: die geschichtliche Lösung, die nicht vorausgesehen und noch viel weniger „gemacht“, „organisiert“ werdgnJcann. wird kommen. Noch immer war das jüdische Schicksal so. daß'd<e Prüfungen, die scheinbaren Vernichtungen geradezu Instrument und Mittel unseres Fortbestandes gewesen sind.' An dieser glückhaften Wendung kann es letztlich auch diesmal nicht fehlen. So schöpfen wir Hoffnung, und diese Stimmung allein wird uns auch — die Einzelnen für sich und die Führer für unsere Gemeinschaft — befähigen, fruchtbare Zukunftsarbeit zu leisten für unser aller Ziel; „Wir wollen frei sein, wie die Väter waren."