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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-04-01 · 1 (1.4.1933) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
1 (1.4.1933)
Date
1933-04-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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i ' ’J£m Tag im Dienste des Judentums Plaudereien aus jüdischer Berufstätigkeit. III.; : ■ ■ , ■ Der „Tag“ des Rabbiners. Sollte man ilm wirklich beschreiben oder auch nur typisch darstuflen, mau müßte mit dem 'ersten Tischri (an dem die nicht wenig anstrengende ..Arbeit“ des Empiangs der . . . te von Rosclihaschoiioh-Bes-uchen statt hat) anfangen und beim letzten Ellul (an dem der Rabbiner sich für die Predigt und — für manches andere vorzubereiten hat) aufhören. Was Franz Rosenzweig über; die Tätigkeit des Rabbiners geschrieben hat — ist dies aucli schon klassisch geworden? —, ist im Ton berechtigt, in der Sache nicht. Die Seelsorge — warum das Wort nur in manchen jüdischen Kreisen so tabu ist? -f hat ihre ernsten Forderungen; sie ist heute gewiß durch, die ..Leibsorge" in außerordentlichem Maße ergänzt — (ist’s nicht zu scherzhaft zu sagen, daß sie alle zwischen Kredit- und Ficiratsvermittlung liegenden Gebiete umiaßt?!) — das Predigen ist nicht nur für und vor dem Menschen: mit ihm ist manches Lernen, und mit ihm ist manche Aussprache — Zwiesprache von ihm und dem Rabbiner. Hier einige fragmentarische Skizzen solcher Zwiegespräche; Rabbiner (in seinem Zimmer): Sie haben erst schriftlich angefragt, ob Sie wieder, mal (zu mir kommen dürfen?! Erwerbsloser (22 Jahre, in abgerissenen Kleidern, schaut unter sich): Ja, in so manchem haben Sie. mir — damals — geholfen; aber eines Tages war ich doch auf der Landstraße — nirgends Arbeit gefunden — o, hungern braucht inan nicht — unsere Glaubensgenossen in unseren badi- ■ selten''Landgemeinden haben immer etwas für einen „Schnorrer“- übrig. R.: Sie sprechen von damals; Sie können, Sie .sollen wieder von vorn aufangeii. . E.: Mich nimmt keiner mehr — es. gibt ja auch keine Arbeit. R.: Haben Sie solche Freude am „Wandern"?, so gute Gesellschaft? ' E.: ü. daran fehlt's nicht — ich könnte Ihnen (jetzt hebt sich — der Blick — anklagend?!) beinahe ausrechnen, wieviel junge jüdische Menschen auf derLandstrafle-sind. R.: Wollen Sie dort bleiben? Hält es Sie dort? E.': Nein. _ ’ - ' R.: Ich kann Ihnen nicht von heute'auf morgen Arbeit verschaffen; aber bleiben Sie hier, zu Hause; Erwerbslosenunterstützung.— mittags können Sie in unsere Speisung kommen; im Kreis unserer Erwerbslosen können Sie . manches mithelfen; Sie werden sehr, sehr bescheiden leben müssen; aber vielleicht ist es eine Uebergangszeit — vielleicht finden wir doch eine Arbeit für Sie: wollen Sie von der Landstraße wegbleiben, liierbleiben? > E.: Ja — danke — herzlich gern: wenn Sie mir zur, Seite stehen. . Im Hause einer Familie; Kinder im "Alter von 16 bis 1 ' Eltern: Wir freuen uns, daß . umsdhen, Herr Rabbiner! Rabbiner: Ja, Sie wissen, d wohl mancherlei Arbeit? . E.:. Daran fehlt’s nicht— a wirtschaftlichen Sorgen . Die Mutter: Und noch' andere störrisch; Sie wissen, wi sie lehnt sich gegen alles aut; ganz radikale politische Reden führt sie — bringt alles vom „Bund“ mit lipim — hört nicht auf mich;, ist gegen ihren Vater widerspenstig immer fort, nur aus dem Hause und so . . . .' 1 ' R.: ’ Ja,' liebe Frau H„ das überrascht, mich nicht; ich merke es schon lange im Religionsunterricht — nicht daß ich über ihr Benehmen klagen könnte, aber voll Wide'rspruch ist sie -gegen alles. . Der Vater: Darüber müssen wir gerade klagen: ein lßjähriges Mädchen, das älteste ihrer Geschwister, und so unzugähg- - lieh und so ruppig ..... 1 \ R.: Denken Sie doch an das. was — körperlich’ .und seelisch .— in diesem Kinde vor sich gellt; auch die Gärung muß sein: Erna ist in ihrem Kern; gut: aber nun beginnt die Lösung von ihrer bisherigen \Velt — von allem, was ihr nahestand;-es wird ein Jahr dauern, vielleicht länger, bis. sie ihre innere Selbständigkeit gewonnen hat — sie wird gewiß noch nicht fertig sein! 'über doch wieder zu Ihnen t kommen,. -Ihnen sich aufschließen, ,zu. Ihnen Vertrauen ” haben., wenn sie erst draußen manche Enttäuschung er- . fahren hat — und noch manches andere, worüber wir gelegentlich ausführlicher sprechen wollen. E.: Wir sind Ihnen recht dankbar; hoffentlich wird alles wieder gut mit unserem Kind:-mir jetzt haben wir so viel Sorgen. IL | / mittelständischer Kaufmann; vier 1 Jahren. (i ■ Sie sich wieder mal itach uns laß 'fch gern mal herimschaue; uch wir haben’s schwer — die — denken Sie: Erna i\t. jetzt so r führen ein religiöses Deben — JIL Ort: Jugendheim; Zeit: Sabbatnachmittag; anwesend: die Vertreter der „Bünde“ und der Rabbiner. Situationsbericht: Eine gemeinsame — etwa eine soziale — Aktion soll in der Gemeinde unternommen werden: jeder Bund gibt durch seinen Führer die Stellungnahme bekannt: Ja — aber. Ja, wir halten die Sache für notwendig; wir begrüßen das Ziel — aber unsere Auffassungen von der jüdischen Verpflichtung, vom jüdischen Weg kommen aus solch entgegengesetzten Gründen, daß uns die Möglichkeit wirklicher Gemeinschaft nicht gegeben erscheint üsw. usw. IJ'id der Rabbiner versucht — nicht nur.für diese jüdische Jugend, auch in den gemeindlichen „Parteien“ der Erwachsenen für die-„gcsamtjüdische“ Haltung wieder Verständnis und — Willen zu wecken. ... * ] Nur wer das Lessingsche „transitorische Moment“ in der Betrachtung der vorstehenden fragmentarischen Schilderungen zu Hilfe nimmt, mag sie verstehen: als Ausschnitt,-Hinweis, Aufzeigen eines Anderen, eines Mehr im „Tag" des Rabbiners.!. Denn ihm obliegt auch dies: die soziale Fürsorge (in Gemeinschaft mit den besonderen] hierfür eingerichteten gemeindlichen Stellen): daß aber auch das geistige und religiöse Leben der Gemeinde ihre Pflege finden. Die Mitarbeit in den Kommissionen, in den Vereinen der Gemeinde; daß aber auch die Verbindung mit der allgemeinen Öeffentüehkeit erhalten bleibe: interkonfessionelle Ausschüsse, Fürsorgeamt der Stadt. Jugendamt usw. Besuch im Gefängnis, i'm Krankenhaus — (wo gegeben, die Arbeit der Bez'irksgemeindeii). / / Kasualien: Trauungen, Beerdigungen, Barmizwah-Feier, Bekenntnisweihe der Mädchen ..... Religionsunterricht, Vorträge, Lehrkurse —. Und — nach der Teilnahme am werktäglichen Gottesdienst recht in der Frühe — ein Lernen für sich, ein Besinnen, ein Vorbereiten Für den „Tag“. Rabbiner Dr. Schiff, Karlsruhe. IV. Dienst und Ehrenamt in der Weltstadt-Gemeinde. Das Gesicht der Gemeinde ist ein anderes geworden, wie! das Gesicht der Wirtschaft ein anderes geworden ist. Daraus! ergjbt sich 1 naturnotwendig, daß auch die Verwaltung einer! Gemeinde sich daraui einstellen muß. Ein Tag im Dienst der Gemeinde ist von den Nöten der Zeit hart beansprucht. Schon immer hat es nicht an Dienstwilligkeit für die Gemeinde gefehlt; heute vergeht kein Tag. fast keine Stunde, in der es nicht Angebote gibt, die Kräite der Gemeinde zu widmen. Es ist nicht mehr so. wie man noch vor einigen Jahren aus dem Munde einer besorgten Mutter hören konnte, die für ihren Sohn Verwendung im Gemeindedienst anstrebte. Auf die Frage, weshalb der „Junge“ — der, wie sich später ergab, 28 Lenze bereits durchschritten hatte — gerade Rabbiner, o d e r'Kantor werden sollte, und was ihn denn für diesen Beruf besonders befähige, meinte sic, „zu etwas anderem tauge er nicht“. Es genügte ihr für ihre Wald die Ueberzeugung, daß ihr Sprüßling unpraktisch sei und für- „die Welt da draußen“ nicht passe. Heute wird umgekehrt die Uebertraguug von Stellen vielfach sogar von Kräften gewünscht, die mehr als das Nötige für den betreffenden Posten mitbringen. Wenn auch nicht von Anfang an für die jetzt ge-; wünschte Aufgabe geschult, besitzen sie zumeist Fähigkeiten, die das geforderte Maß übersteigeh. Nur als letzter Notanker) wird da häufig, wenn alle anderen Bemühungen gescheitert! sind, der Weg zur Gemeinde angetreten. Der Anspruch auf! „ein kleines bescheidenes Pöstchen, und sei es das geringstj bezahlte“, wird nur allzuoft erhoben.;Trotz aller Häufung der-j artiger Begehren und der damit verbundenen Abstumpfung; ist das Gefühl, in den meisten Fällen nicht helfen zu können,! überaus bedrückend; doch wird schon die Beratung, da oder! dort mal anzugreifen, den oder jenen Weg zu beschreiten, in; Ermangelung anderer Hilfe dankbar empfunden.; Die eigentlichen Aufgaben der Verwaltung müssen fast! nebenher erledigt werden. Man braucht nur die Gebiete auf-! zuzählen, die das Arbeitsfeld der Kultusverwaltung ausmachen) — die Synagogenverwaltung, das Kaschruth, die rituellen! Quellbäder, Rabbiner- und Kantorenturnus, die Festgottes-j dienste. Subventionierte Vereine, Plätzevermietung und Musik-’ kommission —, um ein Bild davon zu erhalten, wer alles im; Laufe des Tages Aussprache sucht, Befürwortung verlangt,! Beratung heischt Bald gilt es anzuregen, wo Initiative fehlt] bald zu. zügeln, wo sie im Uebermaß vorhanden. So sehr im! einzelnen freie Hand für die Bedürfnisse der Unterbezirke zu: lassen ist, muß doch auch darauf geachtet werden, daß eine; gewisse Gleichmäßigkeit erhalten bleibt, die dem Wesen einer! Einheitsgemeinde entspricht Unmittelbare Anregungen aus dem Kreise der Gemeinde-; mitglieder werden nicht allzu häufig an die Verwaltung heran-; getragen, es sei denn, sie nehmen den Weg über die Ehrenbeamten und verdichten sich in den Sitzungen zu Anträgen] Erfreulicherweise treten in diesen Sitzungen der Fachkommis-! sionen die in anderen- Gremien der Gemeinde vorhandenen Parteidifferenzen weniger! stark in Erscheinung, da das Gebot zu gedeihlicher Arbeit die sachlichen Erfordernisse in den Vordergrund rückt und die mangelnde Öeffentüehkeit der Verhandlungen von Ueberspitzungen und überflüssigem Rede] ström abhält. ' | Ohne Reibungen sachlicher und persönlicher Art geht es bei einem so umfangreichen Beamtenkörper natürlich nicht ab! Mit dem nötigen Takt und der gebotenen Festigkeit sind aucli diese zu überwinden. j Soweit das Gemeindemitglied selbst mit den Verwaltungsstellen in Berührung kommt so hauptsächlich bei Beschwerden] geschieht dies meist in angenehmen Formen. Wenn auch die Mentalität der Gemeindemitglieder in j u d i s c h e n Angelegen-- heiten eine andere, anspruchsvollere ist. als die im Verkehr mUjiichtjüdischen Behörden beobachtete, so ist doch ein tiefgehendes Verständnis dafür feststellbar, daß bei Erfordernissen; die die Gesamtheit betreffen, das Schicksal des Einzelnen vor dem der Allgemeinheit zurückzutreten hat. Besonders bei - persönlicher Aufklärung wird auf die Erfüllung manches unj berechtigten Wunsches in Ansehung des Ganzen gern verzichtet. I Wenn abends zu den beruflichen die ehrenamtlichen Pflichten treten und Sitzung auf Sitzung sich häuft, zeigt es sich, daß manche Woche zu kurz geraten ist, um allen An] forderungen in gleicher Weise gerecht zu werden. Aber auch hier gilt die Beobachtung, daß sich auch für Vielbeschäftigte immer noch ein freies Stündchen findet, in-dem zusätzliche Aufgaben erfüllt werden können. - E. Ehrenreich, Kultusreferent der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. (Die Serie „Ein Tag im Dienste des Judentums“ wird fortgesetzt.) Aus der Bewegung Berlin. (Aussprache über den Reiigionsunter-- r i c h t.) Die Liberale Synagoge Westend veranstaltete im Hause von Dr. Alfred Caro eine Aussprache über die Fragen!, die den jüdischen Religionsunterricht im Bezirk Westend beL treffen. Die Anwesenden wurden von Herrn Dr. Caro begrüßt, der auf die Wichtigkeit des jüdischen Religionsunterrichts zumal in heutiger Zeit hinwies. Rabbiner Dr. Swarsensky hob in einem einleitenden Referat die verschiedenen Gesichtspunkte hervor, auf die es beim Religionsunterricht vom Standpunkt der Lehrer, der Kinder und der Eltern ankommt. Aji das Referat schloß sich eine lebhafte Diskussion. Es wurde die Notwendigkeit betont, daß der Religionsünterricht nicht mehr als eine „quantite negligeable“ betrachtet werden dürfe. Als Schulreferent der Jüdischen Gemeinde nahm an der Aussprache Direktor Dr. Gutmann teil," der in dankenswerter i , Weise die Prüfung und weitere Behandlung der in der Diskussion erörterten Eirizelfragen zusagte. Die Anwesenden brachten zum Ausdruck, wie-anregend und wichtig derartige Ausspracheabende sind, und sprachen der Liberalen Synagoge Westend ihren Dank aus. Mannheim. (Religiöse Kräfte des jüdischen' Humors.) Unter diesem Motto stand eine Veranstaltung der Liberal-Jüdischen Vereinigung Mannheim, die im überfüllten Kasino-Saale stattfand. Umrahmt von dem rühmlichst bekannten Lene Hesse-Streichquartett zeigten namhafte Künstler die Quellen des jüdischen Humors in Poesie und Prosa auf. Den Sinn des Abends erläuterte der Vorsitzende der Vereinigung, Herr Professor Dr. Billigheimer, der in seiner geistvollen und doch warmfühlenden Art die Hörer mit dem Wesen des jüdischen Humors vertraut machte. Dieser oft verkannte jüdische Humor habe entgegen irrigen Meinungen nichts mit Zynismus zu tun; er entspringe vielmehr echten Gemütswerten, wie die Veranstaltung durch die gebotenen Darbietungen unter Beweis stelle. Das Mitglied des Nationaltheaters, Herr Raöul Alster, und Fräulein Cläre Hirsch ließen die feine Ironie jüdischen Schrifttums zur Geltung kommen. Am Schluß des Abends sang der Hauptkantor der jüdischen Gemeinde Mannheim, Herr Wolf Lew.i, begleitet am Flügel von Herrn Professor Billigheimer: mit der Wärme und Fülle seiner Stimme einige ostjüdisefie und chassidische Melodien und konnte sich nur mit Mühe den sich immer wiederholenden Forderungen nach Zugaben entziehen. So hat die Liberal- Jüdische Vereinigung’Mannheim durch die Aktivität ihres Vorsitzenden einen wohlgelungenen Abend zu verzeichnen, der dank der Hingabe aller Mitwirkenden in dieser Zeit der Not sich zu einem Abend der inneren Erholung und-Entspannung gestaltete. L. H. . Vereinsnathrichten. 1 Jüdischer Turn- und Sport-Club 1905. Trainingsplan. Montag: Schwimmen: 20 bis 22 Uhr Stadtbad Gartenstraße. Turnen: Alte Herren von -20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Große Hamburger Straße. Dienstag: Turnen: Kinder (Knaben und Mädchen gemeinsam)' von 18 bis 20 Uhr, Turnhalle Kaiserstraße.. Damen von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Frommeistraße. Mittwoch: -Turnen: Männer von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Große Hamburger Straße. -. Donnerstag: Gymnastik Damenabteilung Moabit von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle Alt-Moabit Ecke Wilsnacker Straße. Sonntag: Handball- und Waldläu'ftraining auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Geschäftliche Mitteilung. Ein Steuergesetzbuch, das auch in der heutigen Zeit nicht veraltet. Wie ganz .besonders die letzten Wochen bewiesen haben, ist es der Literatur geradezu unmöglich, mit der unter Hochdruck arbeitenden Gesetzgebungsmaschine Schritt zu halten. Gesetze kommen und vergehen; Bücher, heute erschienen, sind morgen veraltet. Diesem unhaltbaren Zustand hat jetzt der bekannte Industrieverlag Spaeth & Linde auf seinem' Spezialgebiet, der Steuerwissenschaft, ein Ende bereitet, indem er dem Buch eine ganz neue Form gegeben hat, die es ermöglicht, das Werk dauernd zu ergänzen und so vor dem Wertloswerden zu schützen. Der besondere Vorteil dieser neuen Art liegt darin, daß durch ein Vielringsystem jede Ergänzung an jede gewünschte Stelle zu heiten ist. Jeder Paragraph kann also für sich ergänzt werden, ohne daß die ganze Seite ausgewechselt werden muß, wie es bei ähnlichen Versuchen, Bücher vor dem Veralten zu schützen, der Fall ist. Neben der geradezu verblüffenden mechanischen Neuerung kann man den Verlag auch zum Inhalt des Werkes beglückwünschen. Einfacher und dabei exakt und wissenschaftlich ist wohl kaum das Reichssteuerrecht bearbeitet worden. Die bekannten Steuerfachleute wie Rechtsanwalt Dr. Fritz Koppe. Professor Dr. Ed. Heilfron, Rechtsanwalt Dr. Kurt Ball, Rechtsanwalt Dr. Hollaender, Regierungsrat Kloeber, Senatspräsident Dr. Kloß, Reichsfinanzrat Mirre, Ministerialrat Dr. Pißel und Obermagistratsrat' Rohde haben wirklich eine Meisterleistung mit dieser Bearbeitung gebracht. . Die ergänzenden Teile (außer den Gesetzen selbst) wie Uebersicht, Tabellen, Zusammenstellung, Gutscheinbogen für Auskunftserteilung usw. werden sicher besonders bei der großen Masse der Steuerinteressenten besonderen Beifall finden. Wie zweckentsprechend das Werk ist. beweist am ehesten die Tatsache, daß heute, kurze Zeit nach Veröffentlichung, die für viele so wichtige Notverordnung gegen Kapital- und Steuerflucht einschließlich Devisenablieferung in dem uns vorliegenden Exemplar enthalten ist. Danach scheint das Werk den Bedürfnissen der Praxis voll und ganz zu entsprechen, und wir möchten unseren Lesern die Anschaffung angelegentlichst empiehlen. . Da man ja aber immerhin mit 25,— RM, das ist der Preis des Buches, - vorsichtig sein wird, empfiehlt es sich, in Zweiieisfäilen einfach das Werk zur Ansicht" zu verlangen. Der Verlag ist sicher gern bereit dazu. Der genaue Titel des Buches ist: „Die Steuern“. Ein nie veraltendes Sammelwerk, herausgegeben von Rechtsanwalt Dr. Fritz Koppe, Berlin, und Prof. Ed. Heilfron, Geh. Justizrat, Berlin. Preis 25,—RM. Verlag: Industrieverlag Spaeth & Linde. Berlin W 10, Genthiner Straße 42. ünpfeMmswede!BemqsqueUm | Düsseldorf! | Maler | | Wäschereien | EMIL SCHUMANN MALERMEISTER bekannt für sauberste Austührunaen Paul Harm Düsseldorf, Kreuzstrafje 14 Fernsprecher 12330 - A Die WäschereifürSie, preiswert und gut Kaiserswerfher Strafje 35 Fernruf 30779 1 W. SEITZ 1 Rahmenfabrik 1 Birkenstraße 113, Ruf 609 f4 I Einrahmungen Spezialist: | Barockrahmen, GemSIdelelaten Erste Spezial- Gardinen» Wäscher ei Hillenbrands Jahnstrafie 71 > Ruf» 26633 Gardinen werden nach Master gefärbt; kunstvolle Ausbesserung i

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