Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-03-15 · 24 (15.3.1933) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
12 (1932-1933)
Issue
24 (15.3.1933)
Date
1933-03-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2613366-2613456-2613478--4332-2616003
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

J „Hilfe" kommt von „helfen". . Wenn ein Geburtstagskind, anstatt darauf bedacht zu sein, zahlreiche!Geschenke einzuheimsen, seinen Gratulanten selbst mit sinnigen Aufmerksamkeiten aufwartet, so ist dies ein Geschehnis, wert, von dem Chronisten festgehalten zu werden. Die „Hilfe", der. von führenden jüdischen Persönlichkeiten Deutschlands gegründete Versicherungs-Verein, feierte ätn Sonnabend, 25. Januar, in der Berliner Singakademie ihr einjähriges Bestehen. Herr Wilhelm Marcu's durfte in seine! Eigenschaft als Vorstandsmitglied der „Hilfe" viele hundert - Gäste begrüßen, die gekommen waren, um dem anläßlich des Jubiläums! veranstalteten Unterhaltungsabend beizuwohnen. Erich ffreund erfüllte seine Aufgabe als Ansager in witziger, und — mehr als das — in geistreicher Weise. Max J a n o w ski, brachte weihevolle Orgelvorträge zu Gehör und begleitete in vollendeter form die'anderen Künstler am Flügel. Andreas Weißgerbcr, der bekannte Geigenvirtuose, -spielte Beethoven, Mozart, Brahms; stürmischer Beifall lohnte seihe Kunst. v,Dann hörte man Gad Sh ela so. der Zweig und — ich möchte fast sagen —, erschütternd das „Hohe Lied“ im Urtext rezitierte,wobei er von Ilse Nathan feinsinnig zur Harfe) Begleitet wurde. Dora Gerson trug bezaubernd bezaubernde Chansons vor und zum Schluß sang Teresa Gers on Arien aus Carmen und Cavalleria und trug nicht endcnwollejidev Beifall davon. # So halt die „Hilfe“ über ihren sonstigen Rahmen hinaus, Trübsal der Gegenwart zu vergessen. Möge sie noch manchen so stimmungsvollen Geburtstag feiern. Wir werden alle wiederkommen, um ihr zu gratulieren, H. L. - - 300 Jahre Synagogen-Gesang. Unter dem Vorsitz von Dr. Leo Caro veranstaltete der Synagogenverein Priiizrcgentenstraße ein Wohl Iah rts-Kon ze 11, das eiugti Ucberblick über die Synagogenmusik der letzten drei Jahrhunderte geben sollte. Der einleitende Vortrag des Kultusreferenten der Berliner Gemeinde, Herrn E. Ehrenreich, gab ein interessantes Bild von dem Weg, den die synagogalc Musik vom Mittelalter bis zum heutigen Tage gegangen ist. Die musikalische Leitung lag in Händen von Leo Kopf. Natürlich mußte die Auswahl, die in knapp zwei Stunden Kompositionen aus den verschiedensten Stilarten und Ländern zeigen sollte, notgedrungen etwas lückenhaft und willkürlich bleiben, aber Im ganzen war der gebotene. Ueberblick doch recht anschaulich —; als ältestes Werk hörte man einen .Kaddisch von Rossi (geb. 1570), aus dem letzten Jahrhundert wurden u. a. Sulzer, Lewandow'ski und Schestopol. von heute Lebenden Kornitzer, Kopf. Kirschner, üuttmann und Leichtentritt gebracht Der verstärkte S Synagogeuchor Prinzregentenstraße unter Leitung des Herrn /Kopf gab sein Bestes: Erwin J o s p e führte mit großer Kunst 1 die Orgel- und Klavierbegleitung aus. Für die umfangreichen und schwierigen Solopartien hatten sich die Herren Oberi kantoren Wilhelm Friedmann und Hanns John mit großer i Hingebung in den Dienst der Sache gestellt und entzückten ‘das Publikum mit ihren Darbietungen. Einen besonderen Glanzpunkt bildeten die den rein synagogalen Teil umrahmenden Violinvorträge von Tossy, Spiwakowsky, sowie die Gesäuge. die Alexander Kipnis zu Gehör brachte. Sowohl der geistige Gehalt als auch der wohltätige Zweck hätten der wohlgelungenen, Veranstaltung einen besseren Besuch wünschen lassen. __ ■' Lili Goetz. EMIL SCHUMANN MALERMEISTER bekannt fflr sauberste Ausführungen Kaiserswerfher Sfrafje 35 Fernruf 30779 Wi SEITZ Rahmenfabrik Birkepstraße 113, Ruf60914 EiBrattmonren Spexultit: ucmUdelet» Gottesdienst und Gemeinschaftsleben. ' Verein „Synagoge Lindenstraße". Berlin. Der oft beklagte Mangel, daß man in der Großstadtsynagoge nur j zum Gottesdienst erscheint, ohne daß die Teilnehmer miteinander bekannt und verbunden sind, ist von einigen Berliner Synagogen längst überwunden: u. a. auch , Synagoge Lindenstraße, die sich rühmen kann, eine Jfc „Gemeinde“ zu haben. Ein schöner Beweis für diese T.iche Tatsache ist der soeben im-Druck erschienene Webericht 'des Vereins Synagoge Lindenstraße, der von ß.;tp Zusammenhalt und Gemeinschaftsleben zeugt. Man- Jö- Brock zeigt darin.-wie die Mitglieder auch außerhalb Gottesdienste in Freud und Leid miteinander verbunden und Henry Feilchenfeld gibt einen Einblick in | segehvolle Tätigkeit des jüdischen Wohlfahrts- und kendamtes des Bezirks Lindenstraße.. Alles in allem ein Fön er Beweis, daß echtes jüdisches Gemeindeleben auch in Fier liberalen Großstadtsynagoge möglich ist Ein besehet-, pnes Heftchen von nur 14 Druckseiten, und doch legt man aus der Hand mit dem Gedanken an die biblische Verheißung: '„Ja. es gibt noch eine Zukunft.“ —tz. GesAäftlidie Mitteilung. Hebritsche Aufschrift auf Torten. Es ist)wohl heute noch merkwürdig, in einer Zeit von Haß und .^Zwiespalt, von Ruhelosigkeit und Hetzerei ein Geschäft zu finden, das ■ Diner herstellt, die uns Juden in der heutigen modernen Zeit als -abnorm erscheinen lassen. Und doch eröffnen sich uns neue Perspektiven. wenn wir diese Dinge mit dem Auge'des Herstellers betrachten. Durch! Zufall geriet ich diese Woche in die Feinbäckerei des - Herrn Lauber, Berlin, Flensburger Straße, und betrachtete einige Torten, die ausschließlich hebräisch bemalt und beschrieben waren. Der Hersteller, ein junger Mensch, der bisher studierte und nun in dem heutigen Existenzkampf seinem Vater in der Bäckerei mithilft und diese Torten mit grußer 'Geschicklichkeit herstellt, erzählt mir 1 nun folgendes: Fs ist nicht meine Arbeit/durch diese Torten Andersgläubige ■ äufzurcizcn und den bereits bestehenden Haß noch mehr -anzulachen. Nein! Meine Absicht ist es, daß diese Torten dem jüdischen Familienleben wieder ihren Inhalt geben,*in der jüdischen Gemeinschaft wieder die Freude und den Sinn an der hebräischen Sprache aufteben lassen. tBezugsqueMea Düsseldorf“! Wäschereien Paul Harm Düsseldorf, Kreuzsfrafje 14 Fernsprecher 12330 Die Wäscherei für Sie, preiswert und gut Erste Spezial« (Sardinen-Wäscherei Hillenbrands Jahnatrafle 71 Ruf, 2SS33 Gardinen werden nach Huster gefärbt; kunstvolle Ausbesserung •Die jüdisch? Mecafe Jugend Redaktion: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands Verantwortlich: Helmut Galliner, Berlin Was heifjt und zu welchem Ende freiben wir Jli-Arbeit? jj Von H elmu t G al 1 i n er. „Eii c der sonderbarsten Anwendungen, die der [ 'Mensch von der Vernunft gemacht hat, ist wohl die, es für ein'Meisterstück zu halten, sie nicht zu gebrauchen, und so mit-! Flügeln geboren sie abzuschneiden und ... von dem ersten besten Kirclitum sicli lierabzulassen.“ Dieses Wort eines Zeitgenossen Kants bringt deutlich den' Kampf der Romantik gegen die Aufklärung Ende des XVIII. Jahrhunderts zum Ausdruck. Wenn die spöttische Ironie dieses Ausspruches G. Chr. Lichtenbergs so erstaunlich gut auf unsere Zeit zutrifft, dänn darf dabei vor allem nicht der Zusammenhang zwischen politischer Reaktion lind literarischer Romantik vergessen werden. Wenn die geistige Vorarbeit der Romantik die Blütezeit der reaktionären Metternich-Epoche ermöglicht, wenn in der Mitte des vorigen Jahrhunderts der politische Umschwung einsetzt und der Liberalismus der Vernunft den ihr gebührenden Platz zuerteilt, dann wird der eigentliche Grund für jene): geistige Strömung sichtbar, die heute die Aechtung der Vernunft auf ihre Fahne geschrieben hat Und in echter Verdrehung der Begriffe werden heute alle diejenigen als veraltet i und unmodern gescholten, die für Sittlichkeit und Vernunft eintreten. Eine vage und verschwommene Weltanschauung hat'jzu einer Renaissance des Mystizismus geführt, die in allenLebensgebieten ihren Niederschlag gefunden hat: in der Philosophie, in Parteiprogrammen, in der schöngeistigen Literatur, und, .last not least: welch ein geistiger und sittlicher Tiefstand! offenbart sich in der steigenden Nachfrage nach astrologischen Kalendern und Zeitungen! Wer vernunftgemäße Kritik an einem dieser Symptome übt, wird mit dem Namen Intelligenzbestie bedacht. Kein Wunder auch, denn wohin kämen wir, wollten wir Parteiprogrammen, Hellsellen u. a. mit der Vernunft zu Leibe gehen. Es ist keine böswillige Karikierung, wenn Erik Reger in seinem Buch: „Union der festen Hand“ einen Professor auftreten -läßt, der unter anderm sagt: „ . . . jeder siebzehnjährige pommersche Gutsbesitzerssohn, der vor den Intellektuellen ausspucke, sei ihm wesentlicher und wahlverwandter als alles, was derzeit geistig beweihräuchert werde, denn in diesem pommerschen Jungen lebe der schöpferische Mythos Volk. Der pommersche Junge sei ein deutsches Symbol . . . . der tumbe Parzival .!. . . ein wesentlicher Raum völkischen Selbstbewußtseins.“ .! . * „.*■!' Allein — wir meinen, zu keiner Zeit hat der Ruf nach . Vernunft und Sittlichkeit mehr Berechtigung als in der; unsrigen. Gerade jetzt gilt es iür die jüdisch-liberale Jugend,) entgegen der allgemeinen Zeitströmung, trotz aller Anfeindungen auch von der nächsten Umgebung das Erbe der Aufklärung zu bewahren. Wenn nicht jetzt, wann dann soll bei der! Barbarei und allgemeinen Verrohung in Deutschland die Stimme des Gewissens wacligerüttelt werden? Wir bedauern es! schmerzlich, daß in den „Blättern der CV-Jugendgemeinschüft Groß- Berlin“ (Heft 5,1932) die Interesselosigkeit der deutsclijüdischeu Jugend „au einem, rein ethischen Monotheismus“ gutgeheißen wird. — Jli-Arbeit, das heißt — auf eine kurze Formel gebracht — noch immer Erziehungsarbeit zur Verantwortung vor sich selbst sowie der Mitwelt gegenüber. iEthischer Monotheismus, der ewige Ansporn des Menschen nach sittlicher Vollkommenheit, welche Aufgabe könnte notwendiger erscheinen! 1 ' Auf der Breslauer Tagung hat H. M. D a n z i g e r in seinem Referat: „Krisis des Liberalismus“ gesagt, daß derAltliberalismus die Ethik in den Mittelpunkt der Religion gestellt habe und Glauben und Erleben eine untergeordnete Rolle spielten. — Das tagtägliche Beispiel des blinden Glaubens muß davon überzeugen, daß nur die Vernunft das Umschlägen des Glaubens in Aberglauben verhindern kann. — j Das Problem einer Krise des religiösen Liberalismus glauben wir aber dennoch in diesen Blättern zur Diskussion stellen zu müssen. Jedoch in der Richtung einer Weiterentwicklung des Liberalismus, die von der sozialen Struktur der Juden zur Zeit der Entstehung des Liberalismus ihren Ausgang nehmen muß. Weiterhin ist es die Aufgabe der jüdischliberalen Jugend, zu einer Klärung unseres Verhältnisses zur nichtjüdischen Umwelt beizutragen. Im Christentum beider Konfessionen ist es gelungen, eine Auseinandersetzung mit den politischen und wirtschaftlichen Strömungen der Zeit herbeizuführen: die Jlis haben die Pflicht, den biblischen Prophetismus, entsprechend den veränderten Umständen, in jder Ideologie des jüdisch-religiösen Liberalismus wieder zur Geltung zu bringen. Daraus ergibt sich dann auch die Stellungnahme -zum Problem: Materialismus (nebst daraus folgendenJweltanschaulichen und wirtschaftlichen Bewegungen sowie deren politischen Ausdrucksformen) und jüdische Ethik, j . > Indem die neue Redaktion dieser Jli-Rubrik diesen umfangreichen Fragenkomplex der sowohl spezifisch jüdischen wie auch allgemeinen Fragen den Mitgliedern zur Diskussion stellt, glaubt sie, das Einverständnis aller Jlis zu haben, wenn sie der deutsch-jüdischen -Jugend, insbesondere der religiös indifferenten, zur Erörterung der Frage: r„Wie wird das i Judentum unter Außerachtlassung der Religion erhalten?“ diese Spalten zur Verfügung stellt.! * : Der Wunsch'nach Autorität sowie der Schrei inach dem Führer fällt mit dem sittlichen Verfall der Massen zusammen. Und dies nicht zufällig. Wo Freiheit und Selbstverantworllichkeit niedrig im Kurs stehen, wird der Landsknecht zum Symbol. Wollte die jüdisch-liberale Jugend den Führer- und Autoritätswahn mitmachen, sie würde ihre augenblicklich geschichtliche Aufgabe verkennen:. Freiheit und Selbstverantwortung zu verteidigen. Diesen ureigensten Zusammenhang zwischen Freiheit und Selbstverantwortung hat das Deuteronomium mit außerordentlicher Prägnanz formuliert. Denn unmittelbar vor der Stelle, wo die Aufforderung an den Menschen gerichtet wird, sich in freier Wahl zum Bösen oder Guten zu entscheiden, spricht es die Warnung aus, daß der Maßstab zur Beurteilung menschlichen Handelns nur im Innern des Menschen liegt, nicht aber von oben hergenommen, werden darf, fn diesem Sinne ruft dieliberale Jugend, im Bewußtsein der Wahrung des prophetischen Judentums, zu ihrer inneren Sammlung und Zum Zwecke der Werbung nach außen wie auch der praktischen Verwirklichung: „Nicht unerreichbar ist dir dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, und nicht ferne. Nicht im Himmel ist es, um sagen zu können: Wer steigt uns in den Himmel und holt es uns, daß er .es uns verkünde und wir es üben? Auch ist es nicht jenseits des Meeres, um sagen zu können: wer führt uns jenseits des Meeres und holt es uns, daß er es uns verkünde und wir es üben? Nahe vielmehr ist dir das Wort, in deinem Munde und in deinem Herzen, es zu tun.“ Aus der Jli-Bewegung Straffere Einteilung der Jll-Arbeit -- Bekanntmachung der ARGE. Auf der Breslauer Delegiertentagung wurde eine Anzahl Neuwahlen zum ARGE-Vorstand vorgenommen. Zwei Prinzipien waren dabei maßgebend. Um zunächst eine schärfere Zentralisation zu ermöglichen, wurde ein Engerer Vorstand gewählt, der die eigentliche Geschäftsführung und die Vertretung nach außen übernimmt. Um andererseits der Arbeit des Vorstandes eine größere Wirkung zu sichern und die einzelnen Jlis maßgeblich an der ARGE-Arbeit zu beteiligen, wurde aus jedem Jli ein Mitglied in den ARGE-Vorstand ge- , wählt und den einzelnen Jlis ein geographisch äbgegrenztes Arbeitsgebiet zuerteilt. Diese Neugruppierung gibt nun folgendes Bild: Frankfurt a. M.: Süddeutschland (Werner Hochheimer. Frankfurt a. M., Hansa-Allee 22). Breslau und Liegnitz: Südostdeutschland (Dr. Alfred Fabian, Breslau 13, Moritzstraße 35. — Hans Sauer, Liegnitz, Glogauer Straße 35—39). Berlin und Magdeburg: Ostpreußen u. Mitteideutschland (Bernhard Salinger, Magdeburg, Bahnhofstraße 36). Hamburg: N o r d d e u t s c li 1 a n d (Helmut Heinemann, Hamburg 37, Hansastraße 57). Sitz der ARGE: Berlin. Engerer Vorstand: 1. Vorsitzender: Heinz Kellermann, Berlin W15, Knesebeckstraße 56—57; Kassenwart: Ilse Wolff, Berlin. W 15, Sächsische Straße 75. Redaktion: Helmut Galliner, Berlin-Charlottenburg 4, Sybel- ■ Straße 19. Das Jlj-Programm Berlin. Gruppe Osten. Dienstag. 21. März, in der Schule der jüdischen Jugend: . „Das Buch Kohelet“. — Sonnabend, 25. März, Im Jugendheim, Oranienburger Straße 31: Literarischer Abend. — Dienstag, 28. März, in der Schule der jüdischen Jugend: „Das Buch Kohelet“. — Mittwoch, 29. März, Im Jugendheim, Oranienburger Straße 31: Grundfragen des Liberalismus. Gruppe Westen. Montag, 20. März, 8 Uhr, bei Heinz Kellermann, Knesebeckstraße 56—57: „Gottesidee“. — Montag, 27. März, 8 Uhr, ' bei Jacobsohn, Schlüterstraße 31: „Gottesidee“. .. Jügendgemelnscbaft der Reformgemeinde. Dienstag, 21. März, 8 Uhr, Mosse-Haus, Leipziger Platz 15: Kammermusik-Abend, veranstaltet vom Collegium musicum unter Leitung von Dr. Schildberger. — Freitag, 24. März, abds. 7.30 Uhr, Im kleinen Betsaal des Gotteshauses Jobannisstr. 16: Gottesdienst der Jugend. Ansprache: Hilde Popper. .. Breslau. Hauptgruppe. Mittwoch,' 15. März, Dr. Ludwig Korn: „Aktuelle Fragen der Gemeindepolitik.“ — Mittwoch, 22. März, Rabbiner Dr. Schwarz, Liegnltz: „Juden auf dem Lande". — Mittwoch, 29. März, Paula Ollendorff: „Reiseeindrücke in Amerika.“ Gemeinsame Veranstaltung: Freizeit: Sonntag, 19. März, Tanz und Spiel, 16—21 Uhr. Arbeitskreis. Montag, 20. März, Hellmuth Gins, Fortsetzung: „Rasse- Iragen'V — Montag, 27. März, Franz Zanger: „Wie stehen* wir zur Jugendbewegung?“ Ort sämtlicher Veranstaltungen: Jüdisches* Jugendheim, Schweidnitzer Stadtgraben 28. — Zeit: 20.30 Uhr. Zuschriften an Dr. Alfred Fabian, Moritzstraße 35. Artikel und Berichte für die Jli-Rubrik erbeten an: Helmut GalUner, Cbarlottenburg 4, Sybelstraße 19. — Die Jll-Programme bis zum 9. und 24. jedes Monats direkt an die Schriftlettung der „Jüdisch-liberalen Zeitung“, Berlin SW 11,.Hallesche Straße 1. Vereinsnadiriditen. j James Rathstein veranstaltet unter gütiger Mitwirkung [der Damen, von Debitzka (Staatsoper), Lenbacli und der Herren Gol- 1 a n i nv G u 11 m a n n (Städtische Oper) und .Professor! W i 11 e nb c i g Ende März einen Kompositions-Abend iin großen Saal der Loge. Fmser Straße 12. — Karten zu 3, 2 und 1 RM.sind ab IS. März bei Albert Stahl, Bülowstralle SS, zu haben. Auch’sind solche durch den Konzertgeber (Wilhclmsaue 13t, Tel. Wiim, 2245) portofrei zu beziehen. Jüdischer Turn- und Sport-Clnb 1905. Trainingsplan. Montag: Schwimmen: 20 bis 22 Uhr Stadtbad Gartenstraße. * Turnen: Alte Herren von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Große Hamburger Straße. Dienstag: Turnen: Kinder (Knaben und Mädeben [gemeinsam) von 18 bis 20 Uhr, Turnhalle Kaiserstraße.. Damen von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle; Frommeistraße. - Mittwoch: Turnen: Männer von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Große Hamburger Straße.! Donnerstag: Gymnastik Damenabteilung Moabit von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle Alt-Moabit Ecke Wilsnacker Straße.! Sonntag: Handball- und Waldlauftraining auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Vollpension und behagliches Heim findet junge Dame zum Monatspreis von RM 100,— bei bester Verpflegung in gutem jüdischen Hause. Szaniö»' Berlin-Schoneberg, ßadeasehe Straße 6 _ . Fernsprecher: Gl Stephan 3871 %7 IrihriOOP RfirlfOl* völlig selbständig, bereits im Ausminder Pimutr, land gearbeitet, firm in Brot- und F/einbäcterei, sucht baldmögl. Stellung, bescheidene Ansprüche. J, Rosenthal, Landwerk Neuendorf, Fürstenwalde-Spree.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.