Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 23 (1.3.1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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50 Jahre Bne Brus-Orden in Deutschland. 40 Jahre I nach der; Gründung des „Independent Order Uene Beritlr in den Vereinigten Staaten von Amerika errichteten etwa 20 Jüdische Männer ohne Einfluß und Stellung im öffentlichen Leben 1880! die erste jüdische Loge in Deutschland. die „Deutsche Reichstage“ in Berlin. Nach zwei Jahren bestanden schon 12 Logen im Reiche, davon 3 in Berlin, und vor 50 Jahren wurde mit Genehmigung .der Ordensleitung die „Großloge für; Deutschland Vlll UOBB" (Unabhängiger Orden Bne Briss) gegründet. 1 Grolipräsidenten waren nach dem Gründer Julius F e n c h e I Dr. M a r e t z k i, Geheimer Justizrat Ti m eai do r f c r und seit 1924 Rabbiner Dr. Leo B a e c k. Die Jubiläumstagung im Logenhause zu Berlin war von fast allen Ex'präsidenten der Berliner Logen und zahlreichen Vertretern aus allen Teilen des Reiches besucht. Ihren Auftakt bildete | eine Bestsitzung im großen Logentempe! am 11. Februar abends. Außer den mehreren hundert Teilnehmern der Tagung aus Berlin und dem Reiche waren fast aife bedeutenden jüdischen Organisationen, an ihrer Spitze der Preußische' Landesverband Jüdischer Gemeinden und die Jüdische Gemeinde zu Berlin, u. a. auch die „Vereinigung für das liberale Judentum“.! vertreten. Die Weiheredc hielt der Großpräsideut Rabbiner Dr. Hacek. Drei Generationen sind im Orden zu- und gegeneinaTider getreten und haben sich in Judentum und Gemeinschaft gefunden. Ueber den 50 Jahren steht das jüdische Priesterwört: Brüderlichkeit und Liebe, Friede und Gemeinschaft! Die Festrede hielt der Expräsident der Berthold Auerbach- „ lirsRHi;.. R—x. .. Loge UÖBf> gab ein umfa des Ordens i den etwa 6’ gegründet ' zum deutsche! land scheint in Frage gc Logen wisse ten müssen, verkannt, ui und der Ori trotz des H; bleiben. Die Feiert. ___ woiiiuaiuvot ut.1 Dtaoutu rtuert :a Berlin, Professor Dr. isniar Fl bogen. Er indes Bild von der Ideen- und Arbeitsgeschichte Deutschland. Unter Tintendorfers Leitung wurinsgesamt in 50 Jahren mehr als 100 Logen UJ gehörten 16 000, jetzt gehören 13 000 Brüder J ■ listrikt Die Behauptung des Ordens in Deutschere!! den Sturm der Zeitstrüuiungen und -nöte 1 Ob Der Nachwuchs bleibt vielfach aus. Die aß sie umlernen und ein anderes Leben gestall'.ie 1880 werden heute Juden und Judentum [die Juden suchen wieder einen seelischen Ort, '■kann diese Stätte wahrer Humanität die sich und Chauvinismus wieder durchsetzen wird. „Kurzandachten“ und Gemeinde-Etat. Berliner Rejpräsentanten-Versamiulung. Der Vorsitzende der Berliner Repräsentantenversammlung, Rechtsanwalt Stern,: gedenkt bei Eröffnung der Repräsen- Tantensitzung am 16. Februar, der ersten im neuen Jahr, in . längerer Ansprache der in den letzten Wochen verstorbenen Legationsrat Professor \Dr. Moritz Sobernbeim, Justizrat Felix . Makower, Rechtsanwalt Dr. Georg Baum und des am Sitzungstave verstorbenen früheren Repräsentanten Emil Cohn. Die ,„.-.|,ar umrahmt von Geigensoli Alfred Witten b e r g s und. 1 '.Rationen von Edith H e r r n s t a d t-0 e 11 i n - g e n. Die 1 uehmer und Vertreter waren noch mehrere Stunden als iste des üeschäftsaussclmsses der Großloge beisammen. ' Der ganz Sonntag war von den wichtigen Beratungen über die Arb und die Zukunft des Ordens in Deutschland und zahlreicl Schicksalsfragen des deutschen Judentums ausgefüllt, us den Gemeinden Berlin. I s e tu r erwerbslose Jugend!) Die Berufsberatun g jüdischen Gemeinde hat gemeinsam mit dem Jugendpf lezernat im Rahmen des Notwerks der er- ,Makower Rechtsanwalt ur. ueorg »au,.. «,.u -... , eingerichtet. Die Unterrichtsfächer taire verstorbenen früheren Repräsentanten Emil Colin. Cie j sindi th C‘?/naI.1 ri 1 s^e 4,^.eiteA!* peutsch, Rechts- und Neuwahl des Büros ergibt die Bestätigung des bisherigen Staats künde, . ttmalen, berufliche Ertüchtigung. Gymnastik, Präsidiums*! Rechtsanwalt Stern Gib.), Vorsitzender; Rechts- .Schwimmen. - ipfe ausbessern, Nähen, Buchbinden, Selieinanwält Dr Klee (Volkspartei) und Dr. London (lib.) stellnrmen Naher iskunfte erteilen die beiden obengenannten vertretendeIVorsHzende?Pür. Gutmann und Landgerichtsra. Stellern Berl.r Rosenstraße 2-4.. vorm, von 10 bis 1 Uhr. Ra üfcUberälen beantragen die Abhaltung' von „Kurzandadi- Leipzig, hl- und Steuerfragen') Die Neu * — ein scheußliches Wort übrigens, das möglichst bald wa|,ien zu der leindekörpefschaften und die etwaige P#>vi~ . ...l-a— . -'."tan einigen BetsiondesWahl j wurde,, mit Rücksicht aiddieaSnen Verhältnisse t m Herbst vertagt. — An Stelle des verstorbenen Her egmund GotUieb wurde Herr Hugo Kaufmann (liberal) en Gemeindevorstand gewählt Der Vorschlag des Ue Vorstandes, einen Zuschlag voii?2K* Prozent zur Reic [ommensteuer zu erheben, wurde mit 17 gegen 10 Stirn ngenommen. ... j!e.Not der Jüdischen Bühnenkunstler.) dischen Jugendverein hielt der Spielleiter Ut"v > )Va, ler R°senbaum' einen Vortrag über rP!,Ki?mU d.s" :u sS*-en Vheaters mit Stellungnahme zum enommen. ... Problem* des . en Künstlers . Der aus allen ■ Teilen der Der.Gemeindevorstand teilt mit, daß er in seiner Sitzung Gemeinde star chte Vortrag gab in vortrefflicher Weise vom 14. Februar den Gemeindeetat für 1933 verabschiedet . einen Ueberbh r die Nöte, unter denen unsere Bühnen habe und die Vorlage hinnen wenigen 1 agen der \ ersantmjetzt leiden. I ndere wird aber der jüdische Bühnenlung zugehen werde. Ueber den Antrag auf Einsetzung einer kunstier von t erneuten Theaternot noch zusätzlich be- Etat-Kommission entspinnt sich eine grundlegende Fragen des dacht ^Nirgenijs,ehnder Antisemitismus im Berufsleben Etats berührende Debatte.. Rechtsanwalt Stern (hb.) macht den Vermittlungsvorsclilag, daß die, Kommission],11, gesetzt-werde, aber vor der Generaldebatte im Plenum nur nichtgrundsätzliche und teclinisclie_Kapitel berate. Mit dieser UIC L,1UCIU1CII UVUJI.I, ten“ — ein scheußliches won UUIJKCiio, uua in - durch ein anderes ersetzt werden sollte — in einigen Betsälen an den Hohen Feiertagen. Dr. Sachs begründet den Antrag mit dem Wunsche nacli Heranziehung indifferenter Gemeindemitglieder. ~ Dr.. Klee und Professor L o e w e-(Vo!kspartei) bezweifeln den ErfolgUder vorgeschlagenen Maßnahme: Seit* 100 Jahren habe manrden Abbau! der Tradition mit der Gesinnung der Indifferenten gerechtfertigt, jedoch erfolglos. Rechtsanwalt Stern (lib.) weist darauf hin, daß der Antrag auf Anregungen Juden! beruhe, die sicli bisher an Gottesdiensten nicht i:~* l.s»lon von beteiligt hätten. , Der Antrag wird! bei Stimmenthaltung der Volkspartei angenommen. — -*--*' *-:i. seiner Sitzung Frau’Witkjo wski, KocKmacncr mm ouuuw,.... Das Wphlfahrtswmf Jugendfürsorgeamt hat seinen Efat 1932 um 32(1000 RM überschritten. 200 000 RM für September I bis Dezember waren inoch nachbewiüigt worden. Der Antrag Schötmar .des Gemeindevorstandes auf Bewilligung des Restbetrages wird Rosenwald, la debattelos einstimmig; angenommen. einen [ „-J I Briefkasten. C.V.-Jugend. Einige Ihrer Freunde haben Anstoß daran ■ genommen, daß es in dem von Günther Riesen fei d (Bres- ■—> i„ Bericht über die Tagung i . .Ausgiebig befaßte : . , * — , * v a r e I i g i ö s e n ...—........ „w im nerutsteDen in solch ersch ler Weise'breitgemacht, wie gerade am Theater. Währ allgemeine Arbeitslosenziffer am Theater 56 Prozent ist, it sie bei den jüdischen Künstlern mehr als 90 Prozent j ist bei dem mangelnden Rückgrat der Theaterleiter i Provinz wohl kaum damit zu rechnen, daß in abseltb; t hier eine Aenderung eintritt. Die sehr packend vorg :n Ausführungen wurden mit starkem und herzlichen^ belohnt. (P ej* s ö n 1 i c h e s.) Herr Hermann ___ [er Vorsteher der hiesigen Gemeinde feierte seinen burtstag und wurde von vielen Seiten geehrt Der V der Vereinigten Gemeinden Bad Salzuflen-Schötmar e ihn zum Ehrenvorsteher aut Lebenszeit. Prediger jtinold) überbrachte die Glückwünsche des Ausschüsse magogenverbandes und des Vorstandes des Gemeindet pischer Synagogengemeinden. 1HUJL vciiau»,.i Ji-Vtnri hifeß: .Ausgiebig oetaute sich uie *-■■>. “’-'r^der Stellung der! ARGE zur U V.-Jugend und war_ uber- S t rö - Stuttgart. - li r u n g der neuen Vorsteher.) Nachdem mt _N v. J. die Wahl von sieben Vorstehern S!!s.u t,E, » ■^,r'c7ar’ ,fand äm 30* Januar eine neue Wahl statt, m Fiegeniieimer, Dr. Tänzer. Oberrechnungsrat ^eye Rotschild, Karl Levy, Direktor Sontlieimer und Re |t Merzbacher zu Vorstehern gewählt wurden. Am . r tand die feierliche Einführung und Verpflichtung J sitzender wurde, da Herr Rotschild zu allsrntigem dies Amt niederiegte, Rechtsanwalt stritten gibt; uau aie c. y.-jugcim . „ . Dr* P'e8en'el')'''eilend fand eine* Finanzberatung statt iiitrifiVsei liat Riesenfeld weder Kesaat «och saaen wollen. Dre großen Abtlen Landesverband und die zinsfreien Gegenteil: der Z^ck jenes Teils der Verha.tdlungen war Darlehen an d asse zwecks Sicherung der Beamteneerade ein möglicäist weitgehendes Zusainmenarbeiten der «clialter verai gewissen Vorsichtsmaßregeln, auf leralen mit der C. V.-Jugend, von der durchaus bekannt ist, deren Durdiiu :ns des Landesverbandes die Stuttbß s e zwh Xrgrößten Teil eine positive Haltung zur Rehharter Abgeord «n werden. Vor allem soll der Laneinnimmt*_Wozu also. Ri'esenield und seinen Freunden desverband seu »Schlüsse m Zukunft, zu Beginn jedes *“”= unserer Redaktion Motive unterschieben, die uns Rechnungsjahre nd heraussendeii, damit die Zentralen nach unserer ganzen Stellung zum C.V. völlig fernliegen?! kasse v.erte!iali|die benötigten Gelder verfügen kann. 1 KÖLN Sehenswerte* J Mil ( MMSans insdorl Hohe Strafje 5-7 ln: 5 Etagen. Wegen gro^Warenvorräte habe ich midi entschlossen, zu jed. annehmbaren Preis Küchen u. 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Beitrag für den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude gestiftet hat? daß in Mannheim anläßlich eines Gastspiels Nationalsozialisten die Aufführung durch Pfui-Ru/e gegen den „.Juden" Moissi und den „Juden“ Shaw störten? daß kürzlich im Rundfunk eine polizeiliche Fahndung nacli zwei Mördern aus der Grenzmark durcligegeben. wurde — mit der Charakterisierung, die mutmaßlichen Täter seien nach ihren Aeußern „Juden oder Zigeuner“: daß aber seitens der zuständigen Stellen Vorsorge gegen Wiederholungen solcher Vorkommnisse getroffen worden ist? daß Rechtsanwalt Heinrich Stern, der Vorsitzende der Vereinigung für das liberale Judentum, in den Vorstand der Berliner Anwaltskammer gewählt worden ist? daß die Stuttgarter Jüdische Gemeinde für ihren eigenen Etat nur etwa 100000 RM jährlich' bedarf, daß sie dagegen an Landesumlage für den Württeinbergischen Landesverband jüdischer Gemeinden 170 000 RM aufbringt? daß der „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs“ gleich dem reichsdeutschen R. i. F. ein Gedenkbuch für die inT Weltkriege, gefallenen jüdischen Soldaten Oesterreichs herausgibt? daß ein junger Jude, der vor einigen Jahren unter dem Eindruck seiner, in Konnersreutli gehabten Erlebnisse zum Katholizismus übergetreten und Kaplan geworden war. kürzlich bei der Beerdigung seines noch dem Judentum angehörenden Vaters vom Herzschlage gerührt und dann in Korinersreuth in Gegenwart von Therese Neumann ' beigesetzt wurde?!fxutüäms7lacAcicfUen^ (Aufnahmen in diese Rubrik kostenlos.) Gestorben: Allenstein: Dr. Heinrich Krüger. Berlin: Bernhard Bibo. Goldenes Doktorjubiläum: Berlin: Dr. Oskar Götz.-13. März 1933. Durcb das Ableben des Seniors unseres Ausschusses des Herrn Emil Cohn sind wir in tiefe Trauer versetzt. Oer Verewigte hat nicht nur durcb Jahrzehnte als Schatzmeisterunsere finanziellen Interessen mitvorbildllcherUmsicht wahrgenommen, sondern auch als Mitglied unserer Reichsanstalten und aller wichtigen Kommissionen seine reiche Erfahrung unserem Werke zugute-kommen lassen. Durcb herzliche Sympathie -war der Verewigte mit unserem Erziehungsheim in Beelitz verknüpft Seine hohen menschlichen Werte sichern seinem Andenken Dauer in unserem Kreise. Oeulsch-Israelillscher GemelndebtimJ Stahl. Am 16. Februar verschied im 84. LebensjahrHerr Emil Cohn. , -Die Synagoge Fasanenstraße betrauert den Tod* ihres ältesten Vorstehers, der sein Amt seit der Begründung des Gotteshauses mit unermüdlicher Anteilnahme bis zuletzt ausgeübt hat. Mit der Tiefe des Gefühls verband er die Treue der Gesinnung. Die Klugheit seines Rates war gepaart mit der weishettsvollea Milde seines Urteils. Möge es unserer Gemeinschaft nie an Männern fehlen, die ihm gleichen! Der Vorstand der Synagoge FasanenstraBe. Vortrag des Herrn Professor Dr. Jsm*r Elbogen über Die Stellung der Religion im Staat der neueren Zelt Zeih Montag, den 6. Märt 1933, 8 Uhr (prAzfse) Ort: Vorfragssaal der Synagoge Fasanenstrafje Mitglieder und Freunde unserer Bewegung sind herzlich elngeleden Der Vorstand I KÖLN | Dauerwellen 2,70 M. niedrige Unkosten* kleine Preise 6 Monate schriftliche Garantie, keine Hitzebelflstigung. kein Verbrennen. Vorteiger des Inserats erhalt von 8—12 Uhr bei Ausführung der Dauerwellen WasserweKen gratis. Spexialitfit „OeJ-Danerwelh n*. Lassen Sie sich nnr v. Fachmann bedien. im Spszlal-Oauerwallen-Salonl Watdoarkt 10 (am Bronnen). 1. Etage ff ein billiges Angebot einer indfunk-Anlage eingehen, len Sie Rat und Auskunft i uns ein. Ijo * Diensi" Be 11. Telefon 2M59J »Verkauf! NurWerkstatt | istllbe am Dom P. Beer tüeine Köln 'Fe,j35 I HsushUndchen ) Zierliche Retipi&scher Ls.., Kurzhaarda'dceJ, j Glatt-,Drahlb aerfoxr, ftdmeew. 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Berlin NW 87.