Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 21 (29.1.1933)
- Date
- 1933-01-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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I t Rabbiner Dr. Galliner über: „Jüdischen Radikalismus“ — jüdische Not — jüdisches Haus. | l);is ist ia ein seltsames Zusammentreffen: gleich zwei jüdische Veranstaltungen mulite ich heute abend hintereinander auisuclieu. die’ lieide eine allerdings in durchaus negativer Weise in einem eindeutig feststellbaren Verhältnis zur jiidisdieu Jugend standen: und nun, aut dem Nachhausewege. treffe ich ujisern jüdischen -..Studentenvater", ■den Merliner (iemeiuderahbiner Dr. Julius (iallincr. der verriiutiicli -. auch in irgendeiner jüdischen Sitzung beruistätig .'war. Dali wir einander hier treffen, ergibt gleich wieder eitle neue jüdische Sitzung! Jedenfalls bitte ich ihn, mit mir noch ein Stündchen in einem Caie zu verweilen: iclt möchte ihm gern vim meinen heutigen Eindrücken erzählen und diesen und.’jenen Gedanken darüber mit ihm austaüsehen. ■ Von wo ich komme, tragt er. und schon sitzen wir vor - einem Kännchen Kaffee. Ich berichte: wir - haben nachv liiittags das neue „zentrale jüdische Jugendheim". Oraniett- üurger Stralle 3I. eingeweiht. Beide Festredner sagten, die Jugend solle mit der Gemeinde, mit ihrer Synagoge und mit ihrer Verwaltung, unter einem Dache sein. Ja. das war sehr geistvoll gesagt, und die Jungetts .und Mädels haben vor und nach den Reden sehr hübsch musiziert: aber mir ging doch allerlei durch den Kopi dabei, i „Sn? Erzählen Sie!" j Nicht viel zu erzählen. Die Menschen, die da redeten oder sonst als Vertreter der heutigen jüdischen Oeffcntlichkeit’erschienen waren, und die Jungetts und Mädels, denen /man diese Reden hielt und dieses Heim bereitete: das waren verschiedene Menschen. Die jungen Menschen heute huldigen nicht nur 'anderen politischen, gesellschaftlichen und geistigen Idealen: sie denken auch anders, sie sprechen anders, sie leben anders, sie kleiden sich anders, j Der Stutnnitcnvater wurde aufmerksam. „Das ’ will ich glauben. Aber trotzdem: die Verschiedenheit ist nicht so groll, wie sie scheint, und man soll sich durch den Augenschein nicht zu falsclien Schlüssen verleiten lassen." - i ich wuütc nicht, welche 'falschen Schlüsse er meinte, aber eg erklärte utir das. „Sehen Sie: es heißt immer, dfe Jugend Volle nur jugendliche Lehrer haben. Auch das ist nur zutti Teil .wahr: denn ein'noch so befähigter und beliebter jugendlicher Lehrer ha; nicht die Eriahrung. die auch der . Schiller dort, ganz genau spürt, wo sie sich mit den anderen . pädagogischen und'.menschlichen Fähigkeiten ver- - eint. cAber davon wollen wir jetzt,nicht sprechen. Wichtiger ist: viele Leute glauben, wenn sie Jugend von Jugend unterrichten lassen, so schützen sie die jugendlichen Schüler vor der so oft beklagten Radikalisierung. Und daraut wollten doch gewiß auch Sie hinaus, als Sie von der .gänzlich anderen Jugend' sprachen?" \ Aui die Radikalisierung? Die war mir nicht die Hauptsache.; „Out. dann sagen Sie mir Ihre Hauptsache nachher. Sie wollten mir ja auch von der zweiten Versammlung erzählen, von der Sie kamen. — Aber glauben Sie mir: ich will gewiß nichts gegen die' jugendlichen. Lehrer sagen, aber sie sind iü i selbst in der Ueiahr der Radikalisierung, sind also kein Schutz dagegen. Sie stammen nämlich selbst zum großen Teil aus den Kreisen, die.- j Ein Herr kam, vorbei und grüßte. Er war einer der oberen Beamten des jüdischen Wohlfahrtsamtes. ‘ ..Ja. sehen Sie", sagte Dr. Qalliner. wir können stolz sein aui unsere Wohliahrtslcistungen. aber, die schlimmsten Fälle jüdischer Not sind doch die. die der Oemeinde nie bekannt werden. Und deshalb soll man auch nicht immer nur von der Radikalisierung der iiidiseben Jugend sprechen. Die N o_l erzeugt diesen Radikalismus, die jüdische Jugend erlebt diese Not’ genau so wie die nichtjüdische. Und die. die sie nicht am eigenen Leibe erfahren, sind doch mit den andern zusammen. Sie haben mich zwar hier in ein Cafe verschleppt, das von Juden bevorzugt wird, aber diese Selbstisolie'rung machen eigentlich immer erst die Erwachsenen. Sogar wir zwei Assimilanten. wasf Die Kinder aber und die jungen Leute, wenigstens gottlob noch immer die allermeisten, sind mit nicht jüdischen' Kameraden dauernd zusammen. Sie leben also eigentlich sehr folgsam nach' unsern Wünschen: viel besser, als wir selbst ahnen, und viel besser als wir selbst!" . Wir mußten beide sehr lachen. Aber Dr. Galliner wurde gleich wieder ernst: „Ja — Sie kommen von einer Jugendveranstaltung. und ich komme von einem Besuch, den ich im [Interesse eines allen Ehepaares machte, zwei alte, icinc Leute, die früher viel iiiT die Oemeinde getan haben. Wissen Sic! auch, daß die Allen und die Jungen durch etwas eng verbünden sind, was beide Generationen gemeinsam haben? Sie! stehen heut beide vis-äcvis de rien; die Alteii haben keine Zukunft und die Jungen haben keine Zukunft. Und wenn heut so viele Familienväter freiwillig aus dem Leben scheiden. Frau und Kinder allein lassen, weil sie ihnen nicht mehr zu helfen wissen. — das ist dann ganz der gleiche Radikalis- “nms. der sich nur in einer andern Richtung auswirkt.“ Es trat eine Uesprächspause ein: . diese Betrachtungen stimmten .nachdenklich. Nicht nur aus Mitgefühl. Es war das; gleiche Schicksal, das Alte und Junge erlebten: jede der! Generationen aui ihre Weise. Der das sagte, mußte es wissen. Er steht in besonders enger Verbindung mit den Insassen der Altersheime, durch die er dann wieder in Zusammenhang mit vielen, vielen üemeindemitgliedcrn der älteren Generation kommt; und er ist. wie bereits bemerkt, der i ..Studentenvater'', der Vertrauensmann des seit einundneunzig Jahren se’genvoll wirkenden „Hilfsvereins für jüdische Jll Berlin Jüdisch-liberaler Jugendverein (»Jli'J Berlin E. V. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Julius Galliner über Die religiösen Bewegungen innerhalb des Judentums in ihrer Auswirkung auf dieJugend Zeit: MiHwodi, den 15. Februar 1933, 8 Uhr (präzise) . Ort: Vortragssaal der Synagoge fasanenstrafje . Mitglieder und Freunde unserer Bewegung sind herzlidi etngeladen Der Vorstand Studierende", kennt also die Sorgen und Nöte der jungen Ueneration. „Sie scheuen keine Arbeit; Mädchen machen die niedrigste Hausarbeit, Jungens arbeiten nachts als Posthelfer oder sonstwie, beide verkaufen ihr Blut, aber wirklich: für Transfusionen! Und wir tun alles, daß wenigstens die Angehörigen der alteren Semester, für die es kein Zurück mehr vom einmal begonnenen Studium gibt, es auch zu linde führen können. — Wie Sie es nun nennen, Radikalismus oder Verzweillung, wir Seelsorger können heute nur helfen, wenn wir wirtschaftlich hellen. Oder glauben Sie, mit der Veranstaltung von Vorträgen ist etwas getan? An jüdischen Vorträgen fehlt es ja m Berlin ohnedies nicht, und wer oie hören will, hat jeden Abend Gelegenheit dazu. Aber wir Rabbiner wissen ganz genau, daß wir mit der schönsten Predig; keinen satt machen." Ein Zeitungsverkäufer ging durch das Lokal. „Das Arbeitsbeschatlungs-Programm der Reiehsregieruiig“, lasen wir e.ne dreisjialtige Ueberschritt; „Winterhille':, lautete üie Schlagzeile eines andern Blattes. „Sie meinen, wirtschaftliche Hilfe sei keine speziiisch iüdiscliu Aufgabe, könne also nicht die Haupttätigkeit der jüdischen Oemeinde und der Rabbiner sein? Nun, ich brauche Minen wohl nicht zu sagen, welche Anforderungen gerade ich au die wissenschaftliche Vorbildung und an das Können der Rabbiner und Lelirer stelle. Und für die Würde des Gottesdienstes, besonders für die Ausgestaltung des Jugendgottesdieustes-, habe iclt'mich mein Leben lang eingesetzt. Aber ich will Ihnen zweierlei sagen: All die hohen und idealen Lehren wollen in einer Zeit wie heute bewährt werden. Die jüdische Religion hätte gar keinen Wert, wenn sie nicht, in guten und noch viel mehr in schlimmen Zeiten, sich im Le neu bewähren würde. Und das zweite: das. was wir wirklich jüdische Religion nennen, sowohl die Kenntnis ihrer Lehren und Schriften als auch die innere Aufrichtung, die die Menschen durch sie ertulireh sollen — das k.atin durch keine Organisation' und durch keine.noch so große Hämung jüdischer Veranstaltungen erreicht werden. Das erzielen wir allein aui dem Wege der Innerlichkeit, vor allem im Elternhaus. durch Beispiel und Vorbild." Darauf wollte ieli ja kommen, sagte ich. Und nun wurde ich lebhaft. Das jüdische Haus! Es> wurde schon früher immer geklagt, daß es das nicht mehr gäbeJ Und doch: unsere Eltern unterschieden sich von den Großeltern nur graduell, nur durch die IntensitäL Das, was wir damals den jüdischen Charakter eines Hauses nannten, nahm von einer Generation zur andern ab, wurde verwässert, vermindert; aber es blieb doch das gleiche Haus; Die heutige Jugend aber entfremdet sielt bewußt diesen bürgerlichen Lebensformen. Ganz besonders denen der Orthodoxie; denn die zweite Versammlung. in der icit heute war, das war ein Lchrvortrag in einem orthodoxen Verein, und. dort sah man überhaupt keine Jugend, das alles paßt nicht triehr in die Zeit. Aber auch wir Liberalen mit unserer gut bürgerlichen Lebensordnung gehören vielleicht schon einer vergangenen Zeit an. Die Jugend jedenfalls ist drauf und dran, sielt gänzlich neue Lebensformen zu schaffen. Vermag sie in ihre neuen formen jüdische Inhalte zu übernehmen? Jüdische Inhalte, darauf kommt es an. Denn daß sie ueuhebräische Lieder singen (hei solcher Heimweihe, wie ich sie mitmachte, immer sorgfältig abwechselnd mit deutschen Wanderliedern, damit die — Bewahrt bleibt"!), das scheint mir keine Gewähr für jüdische Inhalte: diese Gesänge sind auch nur Form', jüdisch-nationale^ Form, gemischt mit der neuen sozialen rorin, in der diese Jugend lebt. Wir wissen noch nicht, wie dermaleinst ihre Häuser, aussehen werden; so!. wie unsere bürgerlichen Häuser bestimmt nicht. Wie wird es in diesen Häusern mit der Mischehe sein? Wie soll heute und in naher Zukunft jüdisches Familienleben aussehen? Das alles müssen wir doch wissen, wenn wir bei allen unseren Fragen auf das Haus als auf die Quelle und den Garanten des Judentums stoßen. Dieses Haus muß nicht nur wirtschaftlich gesichert, es muß auch jüdisch gestaltet werden! „Mischehen", erwiderte niein Gegenüber, „hat es im Judentum immer gegeben. Von den urältesten Zeiten an. bekamlich schon bei den Stammvätern. Es hat im Verlauf der ganzen jüdischen Geschichte keine Zeit gegeben, wo sie nicht stattiauden. Nur eine Gemeinschaft, die durch priestorliche oder sonstige Autorität so hohe Mauern aurriehtet. daß niemand darüber liinwegkomint, kann sie verhindern. Daß gerade wir liberalen Juden solchen Abschluß nicht wollen, ist bekannt. Und auch die Zionisten haben sich ja. wie man weiß, nicht gerade vor Mischehen gefeit erwiesen. Solange Juden und Nichtjuden beiderlei Geschlechts an einem Arbeitsplatz beruflich miteinander schaffen, gemeinsame Interessen haben, so lange wird es Mischehen geben. Das kann man nicht verhindern. Man kann sie nur verringern. und man: kann ihre Geiahreu für das Judentum, auch für das einzelne Haus, beseitigen. Das ist aber ein Problem, über das wir einmal sprechen müssen,'wenn wir beide noch irisch sind. Es ist allerlei darüber zu sagen, und man kann da sehr viel tun. — Das andere —■ die Gestaltung des jüdischen Hauses in der'kommenden Generation....- ja, ich mochte nicht gern etwas Banales sagen: aber Sie müssen sich klar sein, daß es allgemein gültige Regeln und vor allem Patentlösungen nicht gibt. Das alles kann nicht gein a ch t werden, es will organisch wachsen. Mit dieser Bemerkung will iclt mich der Beantwortung Ihrer. Frage nicht entziehen. Sie muß und wird beantwortet werden, denn — davor ist mir nicht bange — das Judentum wird auch bei einer Neuordnung aller Dinge fortbestehen und sogar gestaltend mit dabei sein. Sie werden ja über diese Dinge auch mit andern sprechen. Für heute abend haben wir schon viel gewonnen mit der Erkenntnis; der Radikalismus ist keine spezifisch jüdische Erscheinung: seine Ursache, die allgemeine Not, gilt es. zu beseitigen. Alle seelischen Nöte aber, vor allem die Frage, wie der einzelne sein Schicksal trägt und damit fertig wird, die Radikalisierung, die Entfremdung vom Juden-' tum, die Frage der Mischehe — alles dieses führt uns 'zurück Für hilfsbedürftige jüd. Studierende werden Freizimmer, evtl, gegen Werlcarbeit (Nachhilfe), bzw. sehr billige Zimmer in der Nahe der Stadtbahn gesucht. Meldungen bei der Jüdischen Studentenhilfe, Berlin C 7, Rosenstraße 2-4,; Norden 6711. Wegen Raummangels erfoIgtdieVeröffentlichung inzwischen eingegangener Spenden für den Jugend werbeausschuß in der nächsten Nummer des Blattes. - auf die eine Frage: nach der jüdischen Familie. Daß auch der Religionsunterricht dabei eine Rolle spielt, ist ja ganz selbstverständlich, aber er bedeutet nur eine Teiltrage., dfe gelös; wird, sobald die Haupttrage gelöst ist: die des jüdischen Hauses. Das wird immer wieder der Ausgangspunkt sein müssen, die Ouelle. aus der alles fließt, was wir jüdisches Leben nennen. Daß diese Quelle selbst ihr Lebenswasser auch nicht etwa aus sich selbst hat. daß es ihr aus den Höhen und Tieien der göttlichen Natur zuiließen muß — das ist wieder ein anderes Kapitel. Aber für heute können wir zufrieden auseinandergehen. Wir haben den Abend gut verbracht, denn wir haben gesehen: diese Quellen sind unversiegbar." _tz. (Die Serie Gespräche mit jüdischen Führern“ wird fortgesetzt.) Berlin. Liberal« Synagoge Gottesdienst Predigt Norden Schönhauser Allee 162 Freitag. 3. Februar, abds. 7.15 Uhr Sonnabend, 4. Febr., vorm. 10 Uhr Freitag, 10. Februar, abds. 7.15 Uhr Sonnabend, 11. Febr., vorm. 10 Uhr Rabbiner Dr. Salomonski ' Rabb.-Kand. Tramer Osten Aula : Kaiserstr. 30 Freitag. 3. Februar, abds. 7.30 Uhr Freitag, 10. Februar, abds. 7.30 Uhr Rabh.-Kand. Mehler Dr. van der Zyl Westend . Aula Leistikowstr. 7 Freitag, 3. Februar, abds. 7.15 Uhr Freitag. 10. Februar, abds. 7.15 Uhr Rabbiner Dr. Swarsensky Dr. Hirschberg Nordost Aula Carmen- Sylva-Str. 25 Freitag, 3. Februar, abds. 7.15 Uhr Freitag, 10. Februar,, abds. 7.15 Uhr Rabbiner Dr, Plotke Rabb.- Kand. Mehler Wedding- Reinickendorf Freitag, 3. Februar, abds. 7.45 Uhr Dr. Hirschberg Aula Ofeuerstr. 6 Weitere Angaben in den Tageszeitungen Liberaler ’ Gottesdienst Schmargendorf Altersheim Berkaerstr. 32 Freitag. 3. Februar, abds. 7 Uhr Sonnabend, 4. Febr., vorm. 10 Uhr Freitag. 10. Februar, abds. 7 Uhr- Sonnabend, 11. Febr., vorm. 10 Uhr Rabbiner Dr. Swarsensky Jüdische Reform- ' Gemeinde .Jpbannisstr. 16 Sonntag. 29. Januar, vorm. 10.30 Uhr. Sonntag. 5. Februar, vorm. 10.30 Uhr Sonntag, 12. Febr., vorm. 10.30 Uhr Dr.' Lehmann Dr. Jelski Dr. Rosenthal Kleiststr. 10 (Logenhaus) Freitag, 3. Februar, abds. 7.15 Uhr Freitag, 10. Februar, abds. 7.15 Uhr Dr. Rosenthal Dr. Lehmann Spezial-Behandl. nur für Ischias ln Hüften, Gesäß und Bein, wenn ärttUch festgestrllt, in 15 Tagen sind schwere Falle beseitig! worden. Unanta«tbare Heilerfolge. Bestätigung und Referenzen. 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Erstens ist aber das Berichtete ein T a t s a c h e; viele Unionisten haben tatsächlich wegen dieses Bündnisses nicht gewählt. Und zweitens durfte sich die „Union“ nicht einseitig mit den „Werktätigen“ verbinden. Sie hat, genau wie wir, weder für noch gegen den Sozialismus Stellung zu nehmen. Hätte sie sich einseitig gegen die „Werktätigen“ ■gebunden, so wären Tatbestand und unser Urteil genau wie jetzt Vefeinsnacbriditen. Die Bezirksgruppe Norden des iüdlschcn Frauenbundes Berlin veranstaltet am Sonntag, dem 29. Januar, nachmittags 6 Uhr, eine heitere Joseph Plaut-Stunde zum Besten der Winterlnlfsarbeit des jüdischen Wohlfahrtsamts Prenzlauer Berg im Auerbacbschen Waisenhause, Schönhauser Allee 162. Wir bitten im Interesse der Sache nm rege Beteiligung. Eintritt I. RM. - - Zugunsten der Jüdischen Altershilfe gibt Edith Herrnstadt- O e 11 i n g e n mit Herrn Rabbiner Emil Bernhard Cohn am t. Februar, abends 8.30 Uhr, einen Abend im Logenhaus, KlciststraQe 10: „Hiob als aktuelles Zeitproblem." Karten sind im Logenhaus'. Kleiststr. 10 und in der Kedem-Buchhandlung, Dahlmannstr. 8, erhältlich. Die Gesellschaft zur Förderung der' Wissenschalt des Judentums hält ihre diesjährige Mitgliederversammlung am Mittwoch, 15. Februar, 20.30 Uhr pünktlich, im Logenhaus. Berlin W 62, Kleiststraße 10, ab. Voraus, geilt um 19 Uhr im Großen Tempel des Logenliauses eine T r.a u e r f e i e r für den verstorbenen Vorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Professor Dr. Moritz Sobernheim, zu der Karten auf Wunsch zur Verfügung stehen. Entsprechende Nachricht wird an das Büro der Gesellschaft, Berlin-Schöneberg 1, Beiziger Straße 46 II, 2 (Nathan), erbeten. . P J h u H