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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-01-15 · 20 (15.1.1933) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
12 (1932-1933)
Issue
20 (15.1.1933)
Date
1933-01-15
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Aus den Gemeinden Berlin. (Jakob ü o I d s c h m i d t 50 Jahr e.) Kürzlich .'beging. Ur. h. c. Jakob Goldschmidt seinen 50. Geburtstag. Wir ehren in ihm den Mann, der Unendliches zur Linderung . jüdischer Not hejgetragen hat. Sein Name ist besonders in Berlin in . der Geschichte -des Auerbachschen Waisenhauses sowie.des Altersheims l.ietzmannstralle unvergeßlich, aber auch weit über die Grenzen der Rcichshauptstadt hinaus gibt es wohl keine jüdische Wohliahrtsinstitution, der der Jubilar nicht seine Förderung hat angedeilien lassen. Seine Persönlichkeit ist in diesen Blättern vor Jahren in der Serie „Jüdische Köpfe" von Doris Wittner ausführlich gewürdigt worden. Berlin. (P e r s ö n 1 i c h e s.) liier trat Oberkantor Ludwig Kalischer in den Ruhestand. Der Abschieds-Gottesdienst in der Synagoge Kaiserstralie gestaltete sich zu einer erhebenden Feier, in der u. a. Gemeindevorsteher Moritz Roxen- •tlial, Oberkantor Gollanin und der Referent für das Kultuswesen, Herr Repräsentant E. Ehrenreich, Ansprachen an den scheidenden Beamten richteten. Herr Kalischer war 45 Jahre im Amt. davon 30 Jahre in Berlin. Berlin. (Das Volksküchen- und Altersfürsörgewerk Hermann Abrahams wird fortgesetzt.) In der Generalversammlung des Vereins Israelitisches Heimathaus und Volksküche E. V. (Berlin, üormannstraße 3) gedachte Herr Max Seckei des int Mai d. J. verstorbenen Gründers und langjährigen Vorsitzenden des Vereins, des großen Philanthropen Hermann Ahrahant, dessen menschenfreundliches Werk fortgesetzt wird. Trotz der verringerten Einnahmen werden die Speisungen in den Volksküchen in der alten Oualität verabfolgt. Im Altersheim befinden sich zurzeit 78 Insassen bis zum Alter von 88 Jahren. In den Vorstand wurden die Herren Max Seckel (Vorsitzender). Dir. Heinrich Stahl (stellvertretender Vorsitzender). Dir. William Wolff (Schriftführer), . Amtsgericiitsrat Martin Pasch, llr. Sigmund Wassermann, Rabb. I)r. Sälbmutiski. Frau Laura Abraham (Witwe des Gründers), Richard Jonas und Dr. Ernst Sittig gewühlt Chemnitz. (Frei tagabend - Sondergottesdienst.) Wie schon im vorigen Jahre wird hier, auch in diesem Jahre je einmal im Monat am Freitagabend um 8.30 Uhr ein Sonder- Gottcsdicnst abgchaltcn. Da. er aus dem religionsgesetzlichen Rahmen herausfällt, so konnte er vollkommen frei gestaltet werden, entsprechend den Wünschen der Jugend und der liberalen Kreise,’ für die er hauptsächlich berechnet ist. Auf Orgelvorspiel und einen hebräischen Gesang (L'clio Daudi oder Mismaur schir) folgt ein deutsches Gebet, das die hebräischen Bekenntnissätze Sch’ma, Kodausch, Jimlauch und die drei Hauptsätze der Pflichtenlehre enthält. Daun folgt eine kurze Thoravorlesurig mit deutscher Uebersetzung, Predigt, Kiddusch. R’zeli und ein deutsches Bittgebet, sowie die seit kurzem hier eingeführten neuen Schhißgcbcte, die sich um Kaddisch und Olenu gruppieren. Adaun Aulom schließt das Ganze ab. Die 'Gcsamtwirkung ist eine wahrhaftige Andacht, der Besuch ausgezeichnet t Geisa. (Todesfall.) In Nürnberg, wo er Genesung " suchte, ist Herr I. Freudenthal, der langjährige Vorsitzende hiesiger Gemeinde, Mitglied des Stadtrats und der Handelskammer, aus arbeits- und. erfolgreichem Leben abberufen wor- . den. Seit 1920 war der Verstorbene der umsichtige Führer der Gemeinde und ihr stets hilfsbereiter Berater in allen wichtigen Fragen jüdischer Kommunalpolitik. Gelnhausen. (Jubiläum und Wohltätigkeit.) Der 1882 gegründete Israelitische Frauenverein verband seine diesjährige Chauukkahfeier mit seinem 50 jährigen Jubiläum und konnte den Reinertrag des Festes der Winterhilfe zuführen. Hamburg. (Attentat auf den Redakteur Carlehacli.) Auf Esricl Carlcbach, mit dessen Publikationen in der polnisch-jüdischen Presse wir uns gerade in der vorigen Nummer kritisch beschäftigen mußten, ist in der Nacht zum 4. Januar ein Attentat verübt-worden; von mehreren abgegebenen Rcvolvcrschüsseu traf' ihn ein Streifschuß am Kopf, Gehirnerschütterung und innere Verletzungen sind die Folgen des durch den Schuß verursachten Sturzes. Der Täter wird unter jüdischen Kommunisten vermutet, weil Carlebachs Reiseberichte aus Rußland das Mißfallen dieser Kreise hervorgerufen haben. — Wir brauchen, nicht besonders zu betonen, daß wir diese Tat verbrecherisch gewordener Hitzköpfe tief beklagen und depi-, jungen Schriftsteller, über alle anschammgsmäßige Gegnerschaft hinweg, baldige und völlige Wiederherstellung wünschen. Man sieht hier mit Erschrecken, wie kommunistische Verhetzung nicht nur eine völlige Entfremdung vom Judentum, d. i. von der jüdischen Religion,'mit sich bringt, sondern leider auch eine Assimilation dieser kommunistisch gewordenen Juden an die allgemeine Barbarei, die sich eines Gegners durch Mord entledigen will. Wir machen diese Bemerkungen in der Voraussetzung, daß die bisherige Darstellung, wonach ein Attentat aus politischen Gründen vorliegt, sich bei der behördlichen Untersuchung bestätigt. Hamburg. (S ta^u e r e r h ö h u ng und Einfü.hrung e i n c r V c r m ö g e n s s t c u e r.) Die für 1933 zu erwartenden . Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Gemcindcaufgahcn lassen eine Erhöhung des bislurrigcn Steuersatzes von 13 Prozent der Einkommensteuer kaum vermeidbar erscheinen. Außerdem würde kürzlich eine Vermögenssteuer von 30 Prozent eingeführt. die aber nicht neben der Einkommensteuer, sondern - wahlweise dergestalt erhoben wird.1 daß. die Gemeinde . den jeweils höheren Steuerbetrag erhält.,— Mit der Einführung der Vermögenssteuer folgt Hamburg dem Beispiel vieler Gemeinden. Die Eiiiiiahiiieuerhöhung war um so notwendiger, als die Kultusvcrbäude. die in Hamburg (innerhalb der Gemeinde selbständige Körperschaften sind, von der Gemeinde eine Sandcrbeihilfe^eriieten haben. Alle Fraktionen erkennen die Notwendigkeit, dieser Beihilfe an: insbesondere betonten die Liberalen, daß die Erhaltung des Kultus zu den wichtigsten Aufgaben jeder Religinnsgemcindc gehört. Köln a. Rli. (11 a u s h a 11 b e r a t u u g.) Die Repräsentanz genehmigte in ihrer letzten Sitzung den Haushaltplan für 1933. Gegenüber seinen Vorgängern ist er recht merklich zusammengeschnnupit. über 5011 (Itlil RM -- gehen die Summen nicht hinaus. Natürlich mußten energische Abstriche auf der Ausgabenseite gemacht werden. So wurden die Beträge für Sachausgaben um 30. diejenigen für Personalausgaben um durchschnittlich 10 Prozent gekürzt. Für die liberale Fraktion sprach Dr. Blank. Der Erhebung von 20 Prozent der Einkommensteuer wurde zugestimmt. Königsberg I. Pr. (Steuer und Austritt.) In einer Sitzung des Verbandes der Synagogengemeinden Ostpreußens, der Dipl.-Ing. Woyda (Berlin) als Vertreter des Preußischen Landesverbandes ■ beiwohnte, wurde die Festsetzung einer Kaufe und verkaufe, jeden Posten gebrauchte deutsche Eierkisten Kisten vertrieb Friedrich Lehmkuhl Reinickendorf-West, Spandauer Weg (ehern. Munitionsanstalt) Telefon: O 9 Reinickendorf 1958 Reserviert für Dr. jur. Johann- Heidke und Heinrich Skapowker Be rlin W 35'/ Steglitzer S t r a ß e 66 Höchstsumme, über die hinaus Gemeindesteuern von niemandem bezahlt zu werden brauchen; abgelehnt. Mit solchen Mitteln solle man die Austrittsbewegung nicht bekämpfen. Dagegen solle ein Gesetz verlangt werden, das den Austritt aus der Gemeinde nur bei gleichzeitigem Austritt aus dem Judentum zulasse. - ■ _ Lissa. (Goldenes D o k t o r j u b i 1 ä u m.) Unser Freund und Mitarbeiter, der Arzt und Schriftsteller, Sanitätsrat Dr. Scherbel-Lissa, begeht am 27. Januar sein - goldenes Doktor- Jubiläurn. ' Meimbressen. (T o d e s f a 11.) Die hiesige Gemeinde beklagt den Heimgang ihres Vorstehers Jakob Voremberg; vier Jahrzehnte wirkte er im Interesseder Erhaltung der Institutionen. Nürnberg. (Ableben von l)r. Steinhardt.) Mit Dr. Ignatz ^Steinhardt ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit dahingeguugen. Als Kinderarzt genoß er einen derartigen Ruf in fachlicher lind menschlicher Hinsicht, daß er der Erste war, der in Nürnberg als Schularzt für die Volksschulen berufen wurde. Seine Leistungen als Arzt und Wissenschafter auf den verschiedensten medizinischen Spezialgebieten waren in Krieg und Erieden außergewöhnlich. Auch iin jüdischen Gemeindeleben und Wohlfalirtswesen betätigte er siqji, war besonders dem jüdischen Kinderheim ein treuer Ratgeber. Während des Krieges vertrat er, der ieine Musiker, den zu den Fahnen einberuienen Organisten und Dirigenten der Synagoge. ln der „Jüdisch-liberalen Zeitung“ hat der Verstorbene wiederholt Vorschläge zur Verschönerung des Gottesdienstes gemacht. Vertreter der städtischen Behörden, der ärztlichen Wissenschaft und der verschiedenen jüdischen Organisationen sprachen, nach einer zu Herzen 'gehenden Rede von Herrn Rabbiner Dr. Freudenthal, Worte des Abschieds. Der Name Ignatz Steinhardt wird überall in nie verlöschender Erinnerung bleiben. St. Tönis b. Krefeld. (2 5 j ä h r i g e s Synagogenjubiläum.) Anläßlich des 25jährigen Bestehens der hiesigen Synagoge veranstaltete die Gemeinde einen Festgottesdienst, an dem u. a. der Bürgermeister, Lehrer und Lehrerinnen des Ortes teiliiahmen. Mit einem von Musikdirektor Fischei, Krefeld, gespielten Präludium wurde die Feier eröffnet. Der Krefelder Synagogenchor sang unter der bewährten Leitung seines Ehrendirigenten Alexander. Die Festpredigt hielt Lehrer Lilienfeld, Emmerich, der nach einem Rückblick auf die Entstehung des Gotteshauses eine Mahnung zur Einigkeit an die verschiedenen Konfessionen richtete. Der Chor sang hierauf „O laßt uns beten“; es iolgten das Gebet für Gemeinde, Stadt und Vaterland, sowie eine kurze Seelenfeier für. die Gefallenen und Verstorbenen der Gemeinde. Stuttgart. (Persönliche s.) Eine -der markantesten Persönlichkeiten hiesiger Gemeinde, Laudgerichtsdirektor Ludwig Stern, beging am 10. Januar seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar steht führend in den Körperschaften der Stuttgarter und württembergischen Juden; besonders um die Wäisenpflege bat er große Verdienste. — Er ist ein aufrechter Liberaler, der viele Jahre auch dem Hanptvorstand der „Vereinigung für das liberale Judentum“ angchört hat. Aus der Bewegung Berlin. (Liberaler Vere in.) Die Bezirksgruppe Neukölln unter Vorsitz von Herrn Dr. Reinsberg veranstältete am Montag, 12. Dezember, einen Vortragsabend. Der gute Besuch der Veranstaltung zeigte das Interesse, das auch in Neukölln für die liberale Sache vorhanden ist. Herr Alfred Jaulus bewies mit seinem Vortrag über „Gemeindearbeit — Vereinsarbeit“, wie eng die Arbeit der Gemeinde mit der des Liberalen Vereins auf allen Gebieten verknüpft ist. — Herr Rechtsanwalt Dr. Manfred Meyer sprach über „Neugestaltung unseres religiösen Lebens“ und legte dar, daß materielle Güter und Wissenschaft uns nicht das geben können, was uns allein die Wiederbelebung unseres religiösen Lebens zu geben vermag. In der Diskussion gelangte der Wunsch zum Ausdruck, auch in Neukölln einen liberalen, der heutigen Zeit angepaßten Gottesdienst zu schaffen. Im geselligen Teil wirkten Lilly Goldstein. Gerhard Gottschalk. Werner Grünwald. Chordirigent Martin Epstein und Kantor J. Schreiber mit und fanden bei den Anwesenden großen Beifall. Berlin. (Liberaler Verein.) Am 28. Dezember v. J. fand eine Chanukkah-Feier der Jugend der B e z i r k s g r u p p e Wedding-Reinickendorf-West statt. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden. Herrn Eitel Rockmacher, wurden die Lichter durch Herrn Kantor William Jakubowski angezüudct und gemeinsam das Chanukkah-Lied gesungen. Darauf sprach der Leiter der Reiigionsscliule Reinickendorf-Ost, Herr Lehrer David Brzezinski. über die Bedeutung des Clfanukkah- Eestes. Fräulein Hanna Gerson leitete die gemeinsamen Spiele der Kinder, und Herr Gerhard Gottschalk unterhielt sie mit humoristischen Vorträgen. Den glühenden Gesichtern der Kinder sah man die Freude über den frohen Nachmittag an, zu dessen Gelingen Herr Bäckermeister Schani und andere Spender beigetragen hatten. Ein verheißungsvoller Anfang. Auch die Bezirks gruppe Oberspree hatte am 26. Dezember v. J. die Kinder zu einer Chanukkah-Feier eingeladen und sie ebenfalls mit Schokolade und Kuchen bewirtet. Gemeinsames Spielen und sonstige Unterhaltung hielt die Kinder bis in den späten Nachmittag zusammen. Berlin, (Neuer liberaler. Gottesdienst in W e d d i n’g - R e i n i c k e n d o r f.) Der erste Gottesdienst des ncugegrüudeten Vereins Liherale Synagoge ' Wedding- Reinickendorf am Freitag des Chanukkah-Festes, der sehr gut besucht war und dem auch Vertreter des Gemeindevörstandes. der Repräsentanz und des Vorstandes der Liberalen Synagoge Berlin beiwohnten, hinterließ einen tiefen Eindruck auch auf diejenigen, die sonst nur selten Gottesdienste besuchen. Der sehr günstige Erfolg, unterstützt durch die Predigt des Herrn Rabbiner Dr. Swarsensky. durch Herrn Ernst Lewandowsky (Kantor). Herrn Martin Epstein und den von ihm geleiteten Chor, sowie von Herrn Organisten Alfred Loewy. gibt begründeten Anlaß, die Einführung regelmäßiger Freitagabend- Gottesdienste in unserem Bezirk ernsthaft anzustreben. Unser nächster Gottesdienst findet am 27. Januar statt. Näheres wird noch bekanutgegeben. Alle Interessenten, die es noch nicht getan haben, werden gebeten, ohne Uebernahme einer Verpflichtung dem Vorsitzenden. Herrn Dipl.-Ing, Rud. Blumentlial. N65. Utrechter Straße 32. ihre Adresse anzugeben. Dortmund. (Vortrag Dr. Norden.) In der hiesigen Ortsgruppe hielt Herr Rabbiner Dr. Norden aus Elberfeld einen Vortrag über „Die neue religiös-liberale Bewegung unter den holländischen Juden“. Er schilderte zuerst in knappen Umrissen die Geschichte der Juden in Holland bis auf die Gegenwart. die neue Entwickelung des liberalen Gedankens daseihst, die Zustände im orthodoxen Lager und seine (Nordens) Verhandlungen mit ihren Führern. Interessant war es für uns Steuer Fachbearbeiter, prominenter, zahlt für Auftragsvermittlung hohe Vergütung, ubernimmt^earbeitung an allen Plätzen des Reiches. Chiffre B. F. 263 an die Jüd.-lib. Zeitung, Berlin SW 11. Stadtküche Veit Berlin W, KurfOrsfendamm 22 [a.dJoachimsIhBlerstr.) Tel.BIsmardt 2245 Unter Aufsicht cter JDd. Gern. Berlin Ausrichtung vonFestlichkeifen jeder Art Mittag- und Abendiisdi Berlinsbeste rit.Küche und von gegenwärtig örtlicher Bedeutung, über , die Stellung des Zionismus zum liberalen Judentum in Hofland zu hören. Nach dem Berichte über des Redners Verhandlungen mit den holländischen Führern über seine Berufung und Anstellung in Holland und über die Delegiertentagung vom 4. bis 8. August d. J. schloß Dr. Norden seine Inständigen Ausführungen, die sehr beifällig aufgenommen wurden. Es folgte eine kurze Ausspräche mit einem ergänzenden Berichte unseres hiesigen Vorstandsmitgliedes, Herrn Samuel Schnell, der an der Konferenz in Amsterdam-Haag teilgenommen hat. Eine gesellige Unterhaltung, bei der Fräulein Di na Heide und Herr Kantor' Kober gesangliche Darbietungen brachten, hielt die zahlreichen Mitglieder und Gäste bis gegen Mitternacht zusammen. — Alles in allem ein gut verlaufener Vortragsabend. Mannheim. („H eimat und Glaub e.“) Es gibt Vorträge, über die sich schlecht berichten läßt. Ihr Wert liegt in dem unmittelbaren Erleben, das von ihnen ausgeht. Solche Veranstaltungen werden zu Feierstunden wie die, die die Liberal-Jüdische Vereinigung.ihren Freunden durch Frau Margarete Goldstein vermitteln konnte. Gewiß war vieles, was die Rednerin zu dem Thema „Heimat und Glaube“ zu sagen hatte, nicht neu. Aber die schlichte, herzliche Art. mit der Frau Goldstein über diese Fragen sprach, bedeutete den Zuhörern seelische Stärkung, in herzlichen Worten dankte der Vorsitzende; Herr Professor BiUigheiriier, für den wertvollen Abend, der durch den Vortrag. sowie durch die praktischen Anregungen in .der Diskussion (Einrichtung von Schulungskursen für jüdische Mütter u. a.) eine wertvolle Bereicherung des Programms der Liberal-Jüdischen Vereinigung Mannheims bedeutet. Bibliotheken der Jüdischen Gemeinde zu Berlin: 1. Hauptbibliothek, Oranienburger Str. 29111: (So. 10-1, Mo.-Do. 10-1.30, Fr. 10-1.30). 2. Lesehalle, Fasanenstr. 79-80: (So. .10-2, 4-10, Mo.-Do. 4-10). 3. Zweigbibliotheken: Pankow, Schulstr.29: (Di.u.Mu4.30-5.30); Neukölln, Isarstr. 8: (Mo. u. Do. 6.30-7.30); Friedenau- Steglitz, Friedenau, Schmargendorfer Str. 3: (Mo. 6.30-7.30, Mi. 6-7); Lichtenberg, Söharnweberstr. 19: (Mo. u. D.o. 5.15-6.15); Schoneberg, Münchener Str. 37: (So. 9.30-10.30,. Di. 6-7); Osten, Rigaer Str. 3: (So. .11-12, Di. 7-8); Hermsdorf, Roonstr. 10: (Di. 5-7). Das Jli-Programm . Berlin. Gemeinsame Veranstaltungen. Alittwoch, 25. Januar, 8 Uhr, Vortragssaal der Synagoge Fasänensträße (Fasanenstr. 79—80), Rabbiner Dr, Leo Baeck: „Rationale und irrationale Strömungen im Judentum.“ Heimabende. Gruppe Westen. Montag, 23. Januar, 8 Uhr, bei Jacobsohn, Scblüterstr. 31. Thema: Gottesbegriff. — Montag, 30. Januar, 8 Uhr, bei Hellmut Galliner, Sybelstraße 19. Thema: GottesbegrlR. Führer: Heinz. Kellermann, Knesebeckstraße 56—57. Tel.: Bismarck 6171. Jugendgemeinschaft der Jüdischen Reformgemeinde. Gemeinsame Veranstaltungen. Donnerstag, 26. Januar, 8 Uhr, im Sitzungszimmer Johannisstraße 16. Vortrag des Herrn Dipl.-Handelslehrer Otto Nußbaum: „Zehn Jahre in der Union von Südafrika.“ — Freitag, 27. Januar, 7.30 Uhr, Logentempel Kleiststraße 10: Gottesdienst der Jugend. Ansprache stud. theol. Allred Hadra.. Arbeitsgemeinschaften. Dienstag, 17. und 31. Januar, 8 Uhr, bei Woyda, SW 29,: Blücherstraße 35, Arbeitsgemeinschaft über: „Politische und wirtschaftliche Fragen der Gegenwart.“ Jüngeren-Gruppen. Friedenau, Dienstag, 17., 24. und 31. Januar, nachm. 4 Uhr, Zusammenkünfte bei Frau Rose Hoilmann, Wiesbadener Str. 85. . Johannisstraße 16, Jeden Montag und Mittwoch, nachm. 5 Uhr, Zusammenkünfte. Beide Gruppen: Sonntag, 15. Januar, Wiederholung der Besichtigung des Reichspostmuseums.' Treffpunkt 10.45 Uhr, Leipziger Straße Ecke Mauerstraße. Führung: Herr Willy Michaelis. Breslau. Häuptgruppe. 25. Januar: Ausspracheabend: Jubiläum und Arge-Tagung. Arbeitskreis. 23. Januar: Gerd Tichäuer: Buchbesprechung. — 30. Januar: Dagobert Heinrich: „Wer ist Maimohfdes?“. Ort: Jüdisches Jugendheim,.Schweldnltzer Stadtgraben 28. Beginn sämtlicher Veranstaltungen 8.30 Uhr. „Jli“ Frankiurt a. M. - 17. Januar: Rabbiner Dr. Georg Salzberger: Ethik und jüdisch-religiöse Ethik. — 24. Januar: Buchhändler Fritz Baumann: Verleger von rechts und links. — 31. Januar: Pfarrer Rudolf Hinkemann: Diesseits- und Jenseltsglaube. Die Heimabende finden jeweils Dienstag, abends 8.45 Uhr, im Heim des Jli, Eschcrshelmer Landstraße 651, statt. Gäste willkommen. Die Jugendgruppe (Jungens und Alädels von 14—16 Jahren) trifft sich ieden Montagabend um 20 Uhr Im Heim. Eschersheimer Landstraße 651. Wer sich zu beteiligen beabsichtigt, kann ungezwungen an einem Montag erscheinen. Für. die Arbeitsgemeinschaft „Wir lesen Zeitungen", die Alittwoch abends im Heini stattfindet, wird vorherige An-' meldung an Kurt Sassen, Im Trutz 23, erbeten. Liegnitz. 19, Januar: „Jugend und Autorität“.'—* 26. Januar: Günter Preuß: „Weltentstehung — Weltehtwicklung. — 28. Januar: Geselliger Abend in der Silesia-Loge. Die Veranstaltungen Rüden, soweit nicht anders vorgesehen. im Gemeindehaus pünktlich um 8.30 Uhr statt. Artikel und Berichte iür die Jli-Rubrlk sind Jeweils 10 Tage vor dem 1. und 15. jedes Monats au Dr. Ellen Litt mann, Charlottenburg 9, Bayernallee 27, zu senden. Dr. jur. et rer. pol. Bertel Preuß-Lehmann Gericht!, beeideter Dolmetscher der holländischen Sprache , BERLIN W 30, Eisenacher Str. 121 ■Jelefon: B 7-Pallas 5700 Rechtsbeistand Max Hähnel . Berlin-Steglitz, Leydenallee 75 (Nahe Bahnh.). Tel.: c 2 Steglitz 7036 übernimmt Rechtsvertretong- und Beratung in allen Angelegenheiten. Sprechstunden: 3—7 Uhr nachmittags; auf Wunsch Konferenzen anctr außerhalb des Hauses. Referenzen vorhanden-

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