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Jüdisch-liberale Zeitung · 1932-10-15 · 14 (15.10.1932) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
12 (1932-1933)
Issue
14 (15.10.1932)
Date
1932-10-15
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Mainz. (70. Geburtsta g.) Herr Moritz Berney, der langjährige verdiente hiesige Vertrauensmann der Vereinigung für das liberale Judentum, der seit diesem Jahre auch dem Ge'meindevorstand angehört, beging am 28. September in selten geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren auch an dieser Stelle aufs herzlichste! Rheydt. (Moses'Stern-Gedenkfeier.) Am 25. Sep- -tember fand auf dem israelitischen Friedhof im Andenken an den vor einem Jahr verstorbenen Ehrenvorsitzenden und langjährigen FUlircr der Gemeinde Moses Stern eine schlichte aber erhebende Gedächtnisfeier statt Prediger Heymann würdigte in eindrucksvollen Worten die Persönlichkeit des Verewigten und seine bleibenden Verdienste um Synagogengemeinde und Bürgerschaft und übergab dann eine an der -Eingangsmauer des Friedhofes angebrachte Gedenktafel der Obhut der Gemeinde.' Die auf einer Granitpiatte befestigte Bronzctafel trägt das -Reliefbild des Verstorbenen und die Inschrift: „Tue das Gute um~des Guten willen. Moses Stern zmn Gedächtnis die I. dankbare 'Gemeinde.“ Die Tafel ist das_Werk des jüdischen Bildhauers Leopold Fleischhacker, Düsseldorf. Schneidemühl. (Neuer Steuermodus.) Die jüdischen Gemeindekörperschaften, haben beschlossen, für das laufende Etatsjahr 18 Prozent; der Einkommensteuer und 40 Prozent der Gründvermögenssteuer bzw. 40 Prozent der Reichsvermügenssteuer als Gemeindesteuer zu erheben. Stuttgart. (Gemeinde und Jugend.) In der ersten Plenarsitzung des Israelitischen Vorsteheramtes nach den Sommerfcrien berichtete die Jugendabteilung über ihre Pläne zur Belebung des jüdischen Lebens der Jugend. Die Anregung, .in allernächster Zeit einen Vortragszyklus mit den Themen „Aufgaben der-Gemeinde*an der Jugend“ und „Pflichten der Jugend gegen die Gemeinde“ abzuhalten, fand Zustimmung. Das Vorstelieramt wird die Einladungen zu diesen Veranstaf-' tungen selbst übernehmen und auch die Unkosten bestreiten. — Sehr ernster Art waren die Mitteilungen des Finanzdezerncuten; damit das Fürsorgeamt seinen stark angewachsenen Aufgaben gerecht werden kann, mußten ihm vom Vorsteheramt zu den bereits früher bewilligten 6000 RM weitere 4000 RM Darlehen bewilligt werden. — Für das Ordnen der Gemeindebibliothek wurden einige hundert Mark bewilligt Zerbst. (70. G e b u f t s t a g.) Anläßlich seines 70. Geburtstages wurden dein Lehrer, Kantor und Prediger Leopold Spier von den Mitgliedern der Gemeinde mancherlei Ehrungen bereitet, die vom harmonischen Verhältnis zwischen dem Jubilar und seiner Gemeinde i beredtes Zeugnis ablegten. Vor seiner Berufung nach hier war Lehrer Spier viele Jahre als Leiter des Internats am Lehrerseminar in Hannover tätig gewesen. Vereinsnachrichten Die Freie Jüdische Volkshochschule und der Verein für jüdische Geschichte und Literatur eröffnen das Herbsttrimestcr am Sonnabend, dem 29. Oktober, im Bach-Saal, Lützowstraüe 76, abends 8 Uhr. Arno Nadel wird erläuternde Worte zum Thema „Alte und neue jüdische Musik*’ sprechen. Mitwirkende: Maria Rapp-Janowskaja. Ilse Nathan. Magnus Davidsohn, Leo Golianin, Hanns John. Max •Janowski, Gad Shelaso, Chor unter Leitung Von Alexander Weinbau m, Üentz-Streiehtrio. (Näheres -siehe Inserat dieser Nummer.) - 'Das Vorlesungsverzeichnis mit genauen Angaben von Kursen und Einzeivorträgen ist kostenlos erhältlich in allen jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen KdW, Hermann Tietz, Leipziger Straße, Alexanderplatz, Frankfurter Allee und im Sekretariat Oranienburger Straße 29, Weidendamm D2 5921. Aus dem-Arbeltsplan der Schule der Jüdischen Jugend: Am Dienstag, dem 18. Oktober,; beginnt ein 'Vortragszyklus über „Aktuelle Fragen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens der Juden in Deutschland” mit einem -Vortrag von Dr. Hans Reichmann über Rechtsfragen. Ferner Anden u. 2. folgende Kurse statt: Erste Einführung in das Gesamt wissen des Judentums (Meir Rosenberg); Alte Geschichte Israels, von den Anfängen bis zum Exil (Dr. Elias Auerbach); Zur' Wirtschaftsgeschichte der deutschen Juden im 19. Jahrhundert (Dr. Alfred Marcus); Das Judentum in seiner geistigen Auseinandersetzung mit den anderen Kulturen (Betty Markus); Ausgewählte BereschitU-Kapitel (Dr. Hermann Gerson); Der Wandel des religiösen Lebens im deutschen Judentum (Dr. Manfred Swarsensky); Ncuformulierungen über jüdische Fragen bei Constantin Brunner, dargcstcllt im Zusammenhänge der Brunnerschcn Philosophie (George Goetz); Die Auffassungen über die Zukunft des Judentums ini Lichte der innerjüdischen Parteien (George Goetz); Antisemitismus (Dr. Eva Rcichmahn-Jungmann, Werner Rosenstock); Geschichte und Wesen der jüdischen Arbeiterbewegung (George Pape); Die Oper und ihre jüdischen Komponisten (Dr. Schildbürger). Die erste Sondcrveranstaltung der Schulgemeinde findet am Dienstag. dem 25. Oktober, 20 Uhr. statt: Jüdische Kolonisationsproblcme in Sowjetrußland (M. Traub). Der ausführliche Arbeitsplan ist kostenlos zu haben: in allen Jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen KdW, Hermann Tietz, Leipziger Straße^ Alexanderplatz, Frankfurter Allee _ und im Sekretariat der Freien | Jüdischen Volkshochschule, N24, Oranienburger Straße 29 {Telephon: D2 Weidendamm 5921). . Kabarett-Abend der „ORT‘‘-Gesellschaft. Am Sonntag, 16.' Oktober, S U li.r abends, findet im oberen Saal des G a fje;L e 0 n Kurfürstendamm 155—156 (am Lchniner Platz) ein Tee.-Abend mit anschließendem Tanz, Tombola .und Bar, veranstaltet "'von der ORT-Gcsellschaft, Abteilung Deutschland, statt. Für das reichhaltige Kabarett-Programm sind namhafte Künstler gewönnet? worden. Karten ä RM 4.— (ein komplettes Teegedeck ist in diesem Preise einbegriffen) sind im Büro der ORT- Gcsellschaft, Bülowstr. 9|U (Tel.: 13 2 Lützow4988) zu haben. (Näheres siehe Inserat.) *' Jüdischer Turn- und Sport-Club 1905. ,T r a i 11 i n g s p 1 a n. Montag: Schwimmen: 20 bis'22 Uhr Stadtbad Gartenstraße. Turnen: Alte'Herren von 2Ü bis 22 Uhr in der Turnhalle (irulie Hamburger Straße.* -Dienstag: Turnen: Kinder (Knaben und Mädchen gemeinsam) von lt> bis 20 Uhr. Turnhalle KaiserstraÜe. Humen von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Frommelstraßc. Mittwoch: Turnen: Männer von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Große Hamburger Straße. Donnerstag: Gymnastik Damenabteilung Moabit von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle Alt-Moabit Eckt WUsnacker Straße. Sonntag: Handball- und W a 1 d 1 a u f t ra i n i n g auf dem Sportplatz der Jüdischen Gemeinde in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Albert Einstein hält Sonntag; 16. Oktober, abends 8 Uhr, im Beethovcnsaa), einen volkstümlichen Vortrag; über die Lehren der Relativitätstheorie' von der Beschaffenheit des Weltraumes. Der bc-, rühmte Forscher, der seit längerer Zeit keinen öffentlichen Vortrag in Berlin gehalten hat,! folgt jetzt einer Einladung, des Verbandes Jüdischer Studentenvereine in Deutschland- und widmet den Ertrag der Vorlesung notleidenden jüdischen Studenten. (Vorverkauf bei Bote & Bock lind bei Wertheim zu RM 5.—,• 3.—, 2.— ■> und 1.— und an der Abendkasse.) Heimleiter für unser Jüdisches Jugend- und Lehrheim zu Wolzig per sofort gesucht. Pädagogisch gebildete, in der Erziehung schwer erziehbarer schulentlassener Knaben erfahrene, organisatorisch befähigte Bewerber, deren Frau gleichzeitig die Führung des Wirtschaft!. Betriebes übernehmen muB, wollen Bewerbungen mit Lebens!: und Zeugnisabschr. an den Bemsc&-isräeUtisctie&GeoieiBiieti(Ui(l,Berlia«35,S[e9[ilzefStr.9,einreich. Sprechsaal Für diese Rubrik übernimmt die Scbriftleitung lediglich die preßgcsetzliche Verantwortung. Schaßt die Sperre, ab! Es liest in der Natur der Verhältnisse, daß viele Glaubensgenossen nur an den Höhen Feiertagen die Synagoge besuchen. Diese Erscheinung beruht keineswegs immer auf einem Mangel an religiösem Empfinden, sondern ist meist durch wirtschaftliche und berufliche Momente bedingt. Wenn nun derartige, in der Verfügung über ihre Zeit gebundene Glaubensgenossen an den Hohen Feiertagen durch ihren Glauben, ihre Tradition oder durch religiöses Empfinden gedrängt werden, sich von ihrer Berufstätigkeit loszureißen, um nach der Stätte des Gottesdienstes zu eilen, fügt es ein ungünstiges Geschick öfter, daß sie kurz nach Beginn der Predigt an der Pforte der Synagoge erscheinen, dieselbe geschlossen finden und einen mehr oder weniger langen Zeitabschnitt behindert sind, am Gottesdienst teilzunehmen. Daß hierdurch eine verstimmende Rückwirkung auf die Synagogenbesucher ausgeübt wird, bedarf keines Beweises. Es entsteht nun die Frage, ob dieser Uebelstand, denn als solchen fasse ich diese Erscheinung auf, unbedingt weiter bestehen muß oder einer Beseitigung oder wenigstens Milderung entgegengeführt werden soll. Es ist zweifellos, daß der Prediger und,die zuhörende Gemeinde vor andauernden Störungen durch hereinströmende Besucher nach Beginn, der Predigt geschützt werden müssen, und'man könnte sich auf den Standpunkt stellen, daß diejenigen, die eine Absperrung vom Gottesdienst nach Beginn der Predigt vermeiden wollen, vor Beginn der. letzteren erscheinen mögen. Dieser Auffassung, stebt die Tatsache entgegen, daß in Berlin oft ' weite Wege bis zur Synagoge zurückzulegen sind, .und daß die Rücksicht'auf die Berufstätigkeit das pünktliche Erscheinen in der Synagoge sehr erschwert und häufig unmöglich macht, .wenn man nicht höchst unerwünschte Konsequenzen in Kauf nehmen will. Es gibt nun aber einen Weg, der sowohl der, erforderlichen Rücksicht auf die Predigt wie den Empfindungen der Synagogenbesucher gerecht wird. Man könnte die während der Predigt erscheinenden Glaubensgenossen in den Raum hinter den Sitzreihen bineinlassen und den Zugang zu den einzelnen Abteilungen der Betsäle absperren, hierdurch würde jede Störung des Predigers sowie die verstimmende Rückwirkung auf die zu spät erschienenen Besucher des Gotteshauses infolge der. Absperrung vermieden werden. Ich halte es für dringend geboten, daß die Gemeindeverwaltung diesem Punkte ihre volle Aufmerksamkeit zuwendet und das starre System, das bisher bezüglich der Predigt beobachtet wurde, in ein halbstarres oder nachgiebiges verwandelt wird. Bei Besuchern des Gottesdienstes, deren religiöses Empfinden einer starken Belastungsprobe nicht ausgesetzt werden darf, könnte die Absperrung vom Gottesdienst infolge von unpünktlichem Erscheinen sehr leicht die Folge zeitigen, daß sie auf weiteren Besuch der Synagoge verzichten. Und diese Auswirkung muß im Interesse des Judentums im Rahmen der Möglichkeit verhütet werden.. Sanitätsrat Dr. S. D 0 m k e. Die iüdisch=MetaCe Jugend Redaktion: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands Verantwortlich: Dr. Ellen Littmann, Berlin Zur Diskussion über den politischen Liberalismus. Die Ausführungen des Herrn Rudi S t e n s c h in Nr. 10 der „Jüdisch-liberalen Zeitung“ sind außerordentlich beachtenswert, weil hier ein noch der Jugend angehöriger Mann offen und klar sich darüber ausspricht, welche Gedanken und. Erwägungen in den Kreisen der denkenden jüdischen Jugend von heute vorherrschend sind. Denn für mich unterliegt es keinem Zweifel, daß ein großer Teil seiner Altersgenossen. ebenso denkt wie er. Die bisherige Entwicklung hat zu Zuständen geführt, die niemanden befriedigen, also muß „alles anders werddn“. Zweifelhaft fst nur, wie es gemacht werden soll. Hier aber muß das erfahrene Alter eingreifen, um die Jugend auf den richtigen Weg zu weisen, sie davon abzubringen, lediglich die äußeren Erscheinungen als maßgebend anzusehen, sondern die verborgenen Kräfte aufzuspüren, die unter einem Deckmantel ihren häufig maßgebenden Einfluß geltend machen wollen. Herr Stensch sieht als ausschlaggebend nur 2wei (extreme) Richtungen an. die Kommunisten und die Nationalsozialisten. Was die ersteren wünschen und erhoffen, ist an Rußlands Beispiel offenbar. Was aber wollen die anderen? Zu eingehenden Erörterungen ist hier nicht der Ort, aber außer' der vorerwähnten Forderung „alles muß anders werden“ weiß niemand recht, was und wie sachlich veranlaßt werden soll. Jedem wird versprochen, was er wünscht Daß beide Parteien sich jemals auf einer mittleren Linie einigen, ist ausgeschlossen. In dem Kampfe beider Richtungen gegeneinander muß die ausgleichende Mitte zunächst einflußlos werden; erst wenn sich beide im Kampfe gegeneinander auf-' gerieben haben, kommt der Teil wieder zur Geltung, der in ausgleichender Abwägung der berechtigten Ansprüche den Frieden wieder hersteilen kann. Der Kampf ist ein rein ■ wirtschaftlicher. Lediglich als Deckmantel werden die irrationalen Gedanken hineingemischt, womit ich jedoch nicht sagen will, daß der gute Glaube fehlt Liegt es doch jedem nahe, seine Förderungen mit ethischen oder gar religiösen Motiven zu rechtfertigen. Tatsächlich kämpfen zwei Richtungen um die Herrschaft Die einen verlangen Obermacht der Masse (Kollektive), die anderen unbeschränkte Herrschaft der im Besitz befindlichen (Großagrarier, Großindustrielle, Großkapitalisten). Die letzteren sind klug genug, sich nicht herauszustellen, da sie sonst keine Gegenliebe finden würden, sondern sie benutzen die vorhandene Unzufriedenheit, um ihren Willen durchzusetzen. Ihnen kommt die nationalsozialistische Bewegung gerade gelegen. Und hier ist der Punkt der für uns Juden besonders wichtig ist Womit begründen die Nationalsozialisten ihre Agitation? Erstens sind sie national!! Durchaus lobenswert denn wir sind von den Feinden schlecht behandelt Aber da sie, um Verwicklungen zu vermeiden, nicht maßlos gegen Ausländer hetzen können, suchen sie sich die Juden aus. Diese können in ihrer Minorität sich schwer verteidigen, und die Angriffe rufen bei vielen, auch wenn sie nicht der gleichen Ansicht sind, ein Schmunzeln hervor. Womit begründen sie die Angriffe? Die Kommunisten sind international, der Kommunismus wird auf Marx zurückgeführt, Marx ist als Jude geboren, folglich sind alle Juden international und Gegner nationaler Bestrebungen. Die Kommunisten sind antikapitalistisch. Der Kapitalismus ist ihrer Ansicht nach das Verderben des Volkes. Die Juden sind in ihrer Mehrheit Kaufleute, also Anhänger des Kapitalismus, also zu den Verderbern des Volkes zu rechnen usw. Man sollte meinen, daß die Kapitalisten keine Ursache hätten, diese Gedankengänge zu fördern. Sie hoffen aber, mit Liberale Synagoge Westend, Leistikowstr. 7/8 Sonntag, den 23. Oktober, vorm. 10 Uhr Simchas Thora-Gottesdienst Predigt: Rabbiner Dr. Gälliner Mädcheneinsegnung Unterstützung der NSDAP ihre Gegner und hauptsächlich die Sozialisten aus ihrer gegenwärtigen Stellung verdrängen, und die gegen sie selbst gerichteten Strömungen dadurch ablenken zu können, daß sie gegen ihre unbequemen jüdischen Konkurrenten geleitet werden. Was hat nun der ganze Wirtschäftskampf mit dem religiösen Gebiet zu tun? Absolut nichts! Ein wirtschaftlich und politischer Liberaler kann Freidenker oder orthodox sein; dasselbe giltvom Kommunisten und vom Großindustriellen, der als solcher die Macht der Arbeiter nach Möglichkeit unterdrücken möchte. Ueber diese Zusammenhänge und Verschiedenheiten müßte sich der Nachwuchs belehren lassen, und ich bin überzeugt, daß bei richtigem Nachdenken auch hier Klarheit, über das, was ist und was sein muß, geschaffen werden kann. Regierungsrat Bernhard-Marcuse, Berlin. Das ili-Programm Berlin. Gemeinsame Veranstaltungen.. Sonntag, 23. Oktober, 6.30 Uhr, Laubhüttenfeier, Schönhauser Allee 162 (Aucrbachscbes Waisenhaus). Heimabende. Gruppe .Westen. Montag, 17. Oktober, 8 Uhr, bei Erika Smöltansky, Treptow, Moosdoristr. 14. Thema: Indische Religion. — Montag, 24. Oktober, 8 Uhr, bei Jacobsohn, Scbl&terstr. 31. Thema: Persische Religion. Gruppe Savigny. Mittwoch, 19. Oktober, 8 Uhr, bei Eva Simon, Tannenbergallee 8—12. Thema: Neues Testament,. — Mittwoch, 26. Oktober, 8 Uhr, bei Gerda Löwenstamm, Spandau, Feldstraße 11. Thema: Neues Testament Kükengruppe Tiergarten nach Verabredung. Themen: „Judentum und Pazifismus“, „Wirtschaft und Pazifismus" und „Paneuropa“. Breslau. Hauptgruppe. Mittwoch, 19. Oktober, 8.30 Uhr: Sukkausfeler In der Gemelndesukkoh (heben der neuen Synagoge, Am Anger 8). Ansprache: WolH Davidsohn. — Mittwoch, 26. Oktober, 8.30 Uhr, im Jüdischen Jugendheim, Schweidnitzer Stadtgraben 28. Dr. Hermann M. Sänger: „Wir jungen Juden im geistigen Kamp! der Gegenwart.“ Arbeitskreis und Jüngeren-Gruppe erhalten mit Rücksicht auf die Feiertage Sonderbenachrichtigungen. Die Jüngsten-Gruppe kommt von jetzt ab wieder regelmäßig jeden Sonnabend-Nachmittag (mit Ausnahme der Feiertage) von 5—7 Uhr im Jüdischen Jugendheim zusammen. Liegnitz. Montag, 17. Oktober, Werner Harlam: Kunst und Künstler im letzten Jahrzehnt. — Montag, 24. Oktober. Eine Reichstagssitzung. Kurzreferate über KPD, SPD, Zentrum, Staatspärtei, DNVP, NSDAP. — Montag, 31. Oktober, Dolly Liebrecht: Die Stellung der Frau im Beruf und in der Ehe. Alle Veranstaltungen finden im Gemeindehaus 8.30' Uhr statt. Freie Jüdische Volkshochschule Verein für jüdische Geschichte und Literatur Sonnabend, den 2V. Oktober, abends 8 Uhr, Bach*Saal, LtUzowstr. 76 |Alte und neue jüdische Musik Erläuterung* Arno Nadel. MHwirkende: Mara Rapp-Janowskaja, Ilse Nathan -Magnus Davidsohn. Leo Gdlunin. Hanns John, Max Janowski,. Gad »helaso, Chor um Leit, von Alexander Weinhaum, Bentz-Mreichtrio. Hörergebühr: RM. 0.&- u.RM- L- (nummerierte Plätze) a. d. Theater- » kassen K. d. W„ Tietz, Leipzigers'raBe, Ale*anderp'atz. Frankfurter Allee und im Sekretariat Oranienburger Sir. 29, Weidendamin D 2 5921. Fesigotiesdiensi , der Liberalen Synagoge Nenlemnelbof-Kreozberg m Vorabend des Scbennni-Azeres-Fesies, verbanden mit Seelenfeier £ Freitag, den 21. Okt.1932, abends 7.30 Uhr, Io d. Aula d-Askunlschen n.TempemoI. Gymnasiums. Wlltelsbacber Korso 60 FredlgU Oetditeur Einige Gse.i Kutan Erwla Galthelt CiarltlL EesdigieMr AUttry „ORT'-TEE-ABEND am Sonntag, den 16 Okt.,8 Uhr abends, im oberen Saal des Cafe Leon am Lehnin er PI. Kabarett - Tanz - Tombola - Bar Karten ä RM. 4,— (ein komplettes Teecededc ist in diesem Preise einbegriffen) sind im Büro der Gesellschaft „ORT“, Abteilung Deutschland, Bülowstrabe 90 (Telefon: B 2 Lützow. 4988) za haben.

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