Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 7 (1.7.1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2613366-2613456-2613462--4186-2615841- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
i 1 Zusammenarbeit von Kleingemeinclen. 1 Die! Vertreter der Bezirksgemeinden des Rabbinats Landsberg'a. d. Warthe waren vom Vorstand der SynaeogeneemeindeundRabbinat Landsberg zu einer Tagung eingeladen worden, die am S. Juni stattfand. Es waren erschienen - igfe. Gemeinden: Arhswalde, Berlinchen, Bernstein, Driesen, , rriedeberg, Lippehne und Woldenberg (alle Neumark), außerdem die Lehrer Hahn (Driesen) und Pionkowski (Wol- : denbergLJ Der .Vorsitzende der Synagogengemeinde, Rechtsanwalt Dr.; Martin Meyer, führte aus, wie notwendig gerade |in der heutigen Zeit der Zusammenschluß der kleineren Gei meinden sei; es gäbe heute nicht nur eine allgemeine, sondern auch eine! besondere: jüdische Nol^- und diese jüdische Not äußert sich in stärkster Weise in den kleinen Gemeinden, in;: denen die NSDAP, besonders' stark sei. Ein fester Zusammen-! Schluß durch das Rabbinät Landsberg sei nicht nur dringendes Interesse der Gemeinden, sbndern geradezu eine Lebensnotwendigkeit. '; Darauf entwickelte Rabbiner Dr. Guttmänn der Versammlung j seinen Arbeitsplan". Zunächst solle jede Gemeinde einmal im Monat besucht und bei diesem Besuch soll jedesmal eiii Vortrag, mit anschließender Diskussion gehalten werden. ^Soweit das Bedürfnis vorhanden, ist auch jeweils ein Fest- ■ gottesdienst geplant' Dadurch soll das Interesse an jüdischen Fragen geweckt werden. , Die technische Ausführung wurde nach eingehender Aussprache folgendermaßen festgelegt: An den einzelnen Sonntagen sollen jeweils 3 (einmal im Monat nur 2) Gemeinden . besucht werden. Wennman zu Besuchszwecken monatlich .4 Sonntage annimmt, kann also jede Gemeinde jeden Monat einmal besucht werden. Diese Organisation ist nicht als,endgültige^1 Lösung anzusehen, sondern nur als grundsätzliche Arbeitsgrundlage gedacht Die Notwendigkeit von Aenderungen Wird sich naturgemäß erst aus der praktischen Arbeit ergeben! j » Schließlich wurde noch die- Anregung gegeben, durch regelmäßig stattfindende Tagungen eine Arbeitsgemeinschaft der Vorstände zu schaffen. Aus den Gemeinden d e n.) Am 17. Juni begingen der Vor: Gemeinde, Direktor Dr. b. c. Wühl 'Gattin das;Fest der silbernen Hochzi wie bekannt, der liberalen Sache bes< ihm und seiner Gattin die'herzlichsten Glückwünsche Berlin. | (N e n e s K i n d e r h e i m.) Am 20. Juni, dem ersten Jahrzeitstage der Frau Rosa Barth, wurden die neuen, schönen' Räume des nach dem Schulgebäude Siegmundsliof 11; fibersiedelten ■ Breslau. (Todesfall.) Am 15. Juni tndete ein s Leben von j Josef Deutsch im-gesegneten Alter von 78 Jahren. Josef Deutsch, der seit 41 Jahren dem Vorstand der Israelitischen Krankenverptlekungsanstalt und Beerdigungsgesellschaft ängehörte, war wohl.zur.Zeit die populärste Persünlichkeit der Breslauer Gemeinde. Buchstäblich bis zum Hetzten Tage seines Lebens hat er di religiösen Vorschriften gemäfiidcn Ehrendienst an Verstorbenen g leistet. Unzähligen Menschen hat er mit Rat und Tat Beigestande... Das bezeugte am besten die große Schar der Leidtragenden, die ihn auf seinem letzten Wege begleiteten. Er war ein aufrecht ’ ' von tiefster Frömmigkeit . ' . ie ihn kannten, unvergeßlich Fritzlar. (Todesfall.) Steher der hiesigen Gemeinde, bensiahre. i Lehrer Krön hielt mer o« schlafeben Führer unserer Gemeinde ab. Bad .Nauheim vers rJakob Guthei ' Trauerfeier erg.. (Synagogen-Jubiläum.) Die hiesige Gemeinde - -„imäcbst das hundertjährige Bestehen ihrer Synagoge festlich begehen. Von einer größeren Feier soll mit Rücksicht auf die Ungunst der Verhältnisse abgesehen werden. Dagegen ist ein Ausschuß bemüht, das Gotteshaus durch Renovierung in würdigeren Zustand tzen. Dazu wird die finanzielle Unterstützung von Glaubenserbeten, namentlich solcher, die aus| der Gemeinde hervorsind oder Beziehungen zu ihr unterhalten. ich es.) Der Seniorchef der hiesigen hebräd seit fünfzig Jahren an der hiesigen Geder Vnrbeter fungierende Herr B, Grüne- •j großer Anteilnahme der Gemeindeisclren Buchhandlung b e r g ^(früher . Bromberg) und F seinen 75. Geburtstag begehen. ..... _r a. D. 1rau. Herr Herzberg,;bek; ogiseben Schriften,' könnt Ebenfalls durch IC aller liefe,, 11 mvoilen Gedenke] und damit ungezählte ihr das letzte Geleit r Dr. Kober Worte Köln a. Rh. (Siegmund Buscbhoff s. A.) Vor kurzem starb ch vieljährigem Leiden Siegmund Buschhoff im 53. Lebensjahr. :in Tod weckt die Erinnerung an den (berüchtigten Xantener tabenmord im Jahre 1891. Der Vater des Heimgegangenen, der hächter Adolf B-, wurde damals des Ritualmordes verdächtigt und it seinen Kindern/ darunter auch Siegmund B..' in Untersuchungshaft setzt. Bekanntlich erfolgte in dem Schwurgerichtsprozeß zu Cleve ä Freisprechung des Angeklagten. Seelisch und körperlich geoclien verließ er mit seiner Familie Xanten' und übersiedelte nach .. iln. Auch der Heimgegangene bat seinel Gesundheit in jenen Jahren des Martyriums eingebüßt. . . ' ' Königsberg 1. Professor Dr. RudoiiCohn 1 geleitet wurde mitglieder und 23 Repräsentanten, darunter urei Kepraseniantinner ...„ -le bekanntgegeben,' daß'der zum 1. Oktober als konser — -- — - '-vnm 1U Anril 1029 kl von dem (Vorsteher ewählte Dr. Ochs bereits Berlin-Friedenau die der Jüdischen Gemei ' ‘ der Nacherbfall 15. April 1932 ab berichtete so- Konservativen __ :h eingehender :en, (Aussprache und Beschlußfassung über :rtagen. Repräsentant Wolff gibt als Bemm, daß-die Ehelebte Davidsohn aus lagogengemeinde Königsberg zusammen mit Berlin'als Nacherbin eingesetzt haben, und »etreten sei. Der Anteil der Königsberger ....._ . . e sich auf 75 000;bis 80000 Reichsmark, eren Zinsen, für wohltätige Zwecke Verwendung finden sollen. I Köslin. (Doppeljubiläum.) Ein doppeltes Jubiläum konnte ih 5. Juni der Kaufmann Pauf Sabatzky, der Vater des bekannten Königsberger C.-V.-Syndikus, begehen. An diesem Tage feierte er zugleich seinen 75. Geburtstag und sein fünfzigjähriges Jubiläum als Inhaber der Firma S. Sabatzky. Dem Jubilar wurden " :sem Grunde zahlreiche Ehrungen zuteil; Namens der Stadtver- _g sprach Oberbürgermeister R o m a n n deren beste Wünsche aus. Eine besondere Ehrung veranstaltete die Synagogen-Gemeinde, deren Repräsentantenvorsteher Paul Sabatzky seit langen Jahren ist. Prediger L e ,w i n sprach als Seelsorger der Gemeinde und feierte in Paul Sabatzky den verdienstvollen Leiter des Wohlfahrtswesens und jahr- —ihntelangen Vorsitzenden der Chewra Kadischa. Namens der Geeindekörperschaften - würdigte der Gemeiridevorsitzende, Rechtsiwalt Friedländer, den Doppeljubilar, der mit einer frischen und rache für die zahlreichen Ehrungen dankte. sehne! Liegnitz. (Persönliches.) Am 26. Juni beging hier Herr filhelm Krieg seinen 70. Geburtstag und war Gegenstand zahlücher Ehrungen. Herr Krieg gehört zu den angesehensten Bürgern nd Gemeindemitgliedern von Liegnitz. Er ist Jahrzehnte lang in en Gemcindekürperschaften tätig und war viele Jahre erster Vorgelegt und gehört seither dem Repräsentantenkollegium. an. Er hat :r Liebe fi Todesfall.) Kurz vor Vollendung seines 80. Lebenslangiäbrige Vorsteher der hiesigen Gemeinde, Herr _ter, plötzlich verstorben. Unter außergewöhnlich Heiligung von Freunden aus Marburg und den umgebenden Je seine sterbliche Hülle.am Tage nach'(dem Wochenfeste Ruhe gebettet. Sprechsaal An', die Redaktion der Jüdisch-liberalen Zeitung, Berlin SW 11. Sehr geehrte Schriftleitung! Bezugnehmend auf das Feuilleton in der Nummer \.... 15. dieses Monats „Ein Unbekannter wird zu Grabe getragen“, möchte ich dem. Verfasser folgendes mitteilen: B o r i s Pudalojw hat die letzten drei Monate seines Lebens "viel Not gelitten. Der Bezirk Kottbusser Ufer; später Bezirk Synagoge Lindenstraße, haben ihn betreut und ihm einen tag- - liehen Freitisch in der Küche Brandenburgstraße verschafft, die vom Jüdischen Frauenbund geleitet wurde. Man sorgte für einen' Anzug und zahlte 15,— RM. für den Vertrieb von Zigaretten. Pudalöw soll ein großer Tabakhändler gewesen sein, der 'aber später alles verlor. Zuletzt wohnte er in einem Männerheim, das seine Aufnahme im Krankenhaus veranlaßte. Als Mitglied der „Küche“ suchte ich ihn im jüdischen.Kranken- , haus auf,! erfuhr dort, daß er dort nicht Aufnahme. gesucht hatte, und war dann ein paar Tage später sehr schmerzlich betroffen.) als ich ganz zufällig sein einsames Grab in Weißensee entdeckte. Es wird von unserem Bezirk Lindenstraße immer wieder als Unterlassung empfunden, daß die. Krankenhäuser nicht die Aufnahme bzw. das Ableben der von uns Betreuten dem Bezirk mitteilen. Pudalow war ein sehr feinfühlender) Mensch, der es dankbar empfunden, hat, daß "viele - jüdische j Frauen seine Not gelindert' haben. Dem Herrn Gemeindekantor Dank für seine liebevolle Amtsführung. Mit vorzüglicher. Hochachtung. ] Frau Henry Feilche'nf eld Mitglied des Wohlfahrtsbezirks Synagoge Lindenstraße, und der Gruppe SSO. des Jüdischen Frauenbundes. Geschäftliche Mitteilungen. Zu den Reisevorbereitungen des Herrn gehört n_ — eines Zigarren-Proviantes, eines guten, preiswerten 1 ' ' ’:r Raucher weiß, zur Vervollständigung ( Beschaffung -...-o „ brikates, welches, w.„ ,,, Reisegenusses unentbehrlich ist. Die in bezug -auf Güte und Preiswürdigkeit -allgemein als Spitzenleistung bezeichnten BOENICKE- ZIGARREN sind zwar vielerorts, doch nicht überall erhältlich: den Liebhabern dieses begehrten Fabrikates wird daher empfohlen, den Bedarf vor Antritt der Reise zu beschaffen, sei es in dem berühmten HAUSMARKE-CORONAS-SORTIMENT, .der erfblgreichen neuen HAUS,'- BOENICKE - Spezialmarke oder in einer der zahlreichen BOENICKE-MARKEN, die hinsichtlich Preisgestaltung den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen in weitestem Maße'Rechnung tragen. Verlangen Sie kostenfrei und unverbindlich die soeben erschienene neue illustrierte Preisliste. Die Perle der Riviera diLevante ►rt ersten Ranges. 40 Hotels und Pensionen ^aUer gorien. Stadtkasino. Golfnnd Tennisklnb. Konzerte. Klavierimlerriclil - nach Neuester Methode erteilt Anfängern Heinz Marcus ln* u. ausländische Spezial-Behandl. nur für Ischias In Hüften, Gesäß und Bein,- wenn ärztlich festgestellt, in 15 Tagen sind schwere Fälle beseitigt worden. Unantastbare Heilerfolgei . Bestätigung und Referenzen. Ärztlich empfohlen. Invalidenstr. 106, 9—11, 1—4,. Sonntag 10—12. Jacoby. : ( Wirklicher Rai und Hille auch in schwierigen Fällen. im |Hause bei mäßigem Honorar IflCiB MmiHlll, W 57, Steinmetzstr. 11 Parfümerien Engros und: Detail sämtl. Markenartikel De-Ge Stenerberatnng —' Prezeßführung Liquidation — Vergleiche Konkursffihruhg. Privat-Kindergarten Cläre Aschendorff. <. : S Siegmundshof 2, pfr.! . direkt am Bahnfiof Tiergarten Lieferung frei Haus Berlin - Schöneberg Grunewaldrfr. 27, y. hochp. Telefon: B6 Cornelius2680 Berlin-Schöneberg, Innsbrucker Strafje 31 Fernruf: Sammelnummer.G i Stephan 6512 Bficfierrevisor Arittor Viitnr Berlin N 65, Nazarethblrchatrafie 40 Fernsprecher: D 6 Wedding 6697 Per l.rtnm oder spater zu vtnniaeude Meuhauwoh Dangen.! .{_ “ Telefon: «Tiergarten 3991 Beachten: S,e Etagel Schöneberg, Nähe Bayerischer Platz 2 ä 47z Zimmer, monailidie Miete RM. 180.— einschließlich Zentralheizung, Warmwasserversorgung. ( i Jalousien- Rollos -Markisen Fabrik mit elektriscliem Betrieb ,5s® E. Kobold Ndif. Inhaber: Fritz Lehmann Berlin-Schöneberg, Grunewaldstr.• 88 Telefon: G 1 Stephnn 7433, F 9 Adlershof 7651 Neuanfertigung - Reparaturen ■ Neuanstrich ftl|]I BELGIEN R H R Rairftsr D fl U £ WftNNEN Steglitz 2-ä 2% Zimmer, mor.afliche Miefe RM. 105,— 2 ä 1 72 Ziinmer, monatliche Miete RM. 75,— einschlieljlich Zentralheizung und Warmwasserversc SEMMLEB & BLEYBERG Neukölln, Nähe Kaiser-Friedrich-Sti rahe Verkauf sämtlicher Zubehörteile Das ganze Jahr geöffnet Dresdener Strafje 98 1 ä 3 Zimmer, monafl. Miele RM. 100.— einschl. Zentralheizung. Bä ' KJautiucken n Flechten .offenen Füßen, Krampfadern ABWASCH¬ TISCHE f Allen Verlobten empfiehlt sich Haarfärben von RM. 5,—j an nailAliiuAllAll aucfiveralteten Wunden ist die milde u.wohltucnde süb.-B31 Dr. Slrahl’s Haossaltie seit Jahrzehnten ärztlich empfohlen and bewährt In Orig.-Dosen a 125,230 und430 Gediegene aparte MG BEL Möbel Werkstätten Albert G I e iser i/auerwenen von RM. 8,—: an erhält man am besten.und billigsten bei HAAR-WINZER Haus für Geschenke und Friseur - Schöneberg - Bayerischer Platz 8 Telephon:'. G|t Stephan 34« Zu haben in Apotheken wenn, nicht vorrätig, Versand spesenfrei durch Elefanten-Apotheke Berlin SW 19, Leipziger Str. 74 (Danhogplntz) billig und doch gut F.Schoenfeldt Berlin W Potsdamer Straße 90 Alexanderplafz ' Katalog Nr. U gratli Herausgeber:; Ha uns Loewenstein und Wi i 11 i Tisch Verlas, Berlin SW 11. Verantwortlich für den Text teil: OeorreQoctz, Berlin S1 . v! . , Druck: Berliner Spezial-Druckerei G. ra.b. H., Berlin NW 21. Alt-Moabit 105. ' IV 61; ID r des Inseratenteil: Willi Tisch, Berlin NW 87.