Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 6 (15.6.1932)
- Date
- 1932-06-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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B£2KS«äS Neues Material zur biblischen Geschichte. Einem_ Bericht der Londoner „Times“ vom 18. April zufolge erklärte Sir Charles' Marston in einem Gespräch mit einem Pressevertreter, die Annahme Von Prof. John Garstang, daß der Auszug der Juden aus Aegypten 1447 vor dem Beginn der christlichen Aera stattgefunden habe, werde jetzt durch verschiedene archäologische Funde bestätigt Es scheint jetzt festzustehen, daß das zweite Buch Moses, der Exodus, von zeitgenössischen Verfassern geschrieben wurde, ebenso auch, daß Moses die Israeliten nach dem Sinai auf einem ihm vorher gut bekannten Weg geführt hat Nach seinen Ausgrabungen .auf. der Sinaihalbinsel kam Sir Flinders Petrie zum Schluß, daß die Aegypter vom Beginn ihrer Geschichte an in gewissen Zeitabständen Expeditionen nach dem Sinai geschickt haben, um die dortigen Türkisfunde auszubeuten. Die-neuesten Ausgrabungen lieferten überzeugendes Material dafür, daß in den Bergwerken am Sinai ein' semitisches Volk arbeitete. Es ist möglich, daß dieses Vojk die Israeliten während ihrer Gefangenschaft in Aegypten waren, wobei aber allerdings nicht vergessen werden darf, daß es auch außer den Juden andere semitische Stämme gegeben hat Neben diesen Gruben wurde ' ein wunderbarer semitischer Tempel der Göttin Serabit entdeckt Pharaonen der verschiedenen Dynastien haben zum Bau dieses großen Tempels beigetragen, am meisten aber die Königin Hatschepsut deren Name immer mit dem ihres Neffen, Totmes III, vorkommt Die durch die Entdeckungen von Jericho notwendig gewordene Revision der chronologischen. Daten macht es wahrscheinlich, daß Hatschepsut diejenige Prinzessin war, welche das Kind Moses im Schilfe des Nilflusses gefunden hat, so daß die Beziehungen zum semitischen ■ Tempel am Sinai eine besondere Bedeutung erhalten. Moses, war der Günstling von Hatschepsut, und es ist fast mit Sicherheit anzunehmen, daß er'im Aufträge der Königin das Bergwerk am Sinai besucht hatte. Sir Flinders Petrie zeigte, daß der ganze Inhalt, des Gottesdienstes im Tempel am Sinai nicht 'ägyptisch war, sondern durchaus dem Gottesdienst der Israeliten, wie er beim Tabernakel, in der Wüste und später im Tempel von Jerusalem geübt wurde, entsprach. Auch dort wurde ein verwickeltes System von Waschungen angewandt, und die ungeheuren Ansammlungen von Asche, die in den •Tempelruinen gefunden wurden, sind ein Zeugnis für die große Zahl der Opfer, die dort dargebracht wurden. Sir Flinders nimmt an, daß, als Moses Pharao gebeten hat, die Juden für drei Tage in die Wüste gehen zu lassen, er diesen Tempel im Auge gehabt hat Ferner ist die Annahme wahrscheinlich, daß, nachdem Moses aus Aegypten nach Midian. nach dem Tode von Hatschepsut, geflohen war, die Türkisgruben am Sinai nicht mehr äusgebeütet wurden. Das Studium des iTempels der Serabit, mit den zahlreichen Statuetten und den mit semitischen Schriftzeichen bedeckten Tafeln, die in den Felsen eingegraben sind; berechtigt zum Schluß, daß die Fälle des Abfalls der Israeliten vom Monotheismus, die von Zeit zu Zeit stattgefunden haben, jedesmal eine Rückkehr zum mehr heidnischen Gottesdienst der Serabit waren. Dieses Studium beweist ferner überzeugend, daß’ diejenigen, die in den Bergwerken auf der Sinaihalbinsel gearbeitet haben, schon semitische Schriftzeichen kannten. Bisher wurde angenommen, daß die Bücher des Alten Testaments viel später geschrieben worden sind, weil die Meinung vorherrschte, daß die Israeliten zur Zeit Moses noch keine eigenen Schriftzeichen, hatten. Die Aegypter benutzten damals ihre Hieroglyphen, die Babylonier die Keilschrift, so daß man deshalb das Zustandekommen der ersten Bücher Moses auf ein weit späteres Datum verlegte. Durch die neuen archäologischen Forschungen aber scheint es bewiesen zu sein, daß die Israeliten schon damals ihre Schrift hatten, so daß angenommen werden darf, daß die ersten Bücher -der Bibel von Zeitgenossen geschrieben wurden. Dr. J. L e vj-n. Jüdische Mitglieder der neuen französischen Regierung. Dem vom Führer der. sozialistisch-radikalen -Partei in Frankreich, Edouard Herriot, gebildeten neuen französischen Kabinett gehören zwei Juden als Minister an: Leon Mayer übernahm das Portefeuille der Handelsflotte und Senator Alexander Israel das '.Unterstaatssekretariat im Ministerpräsidium. ._I Der Mindestfordemde. Eine beachtenswerte Resolution. In Dortmund tagte am 22. Mai d. ,J. die Hauptversamm-. lung des Vereins israelitischer Lehrer der Rheinpröyinz. und Westfalens. Nach einem fesselnden Referat des Lehrers Buchheim (Essen) über „Das jüdische Kind und seine Umwelt“, nach einer Debatte über das jetzt vom Preußischen Landesverband ' jüdischer Gemeinden geplante Pensionswerk, sowie nach Erledigung einer Anzahl geschäftlicher Angelegenheiten gelangte folgende Entschließung zu einstimmiger Annahme: „Der. Verein israelitischer Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens hält es nicht vereinbar weder mit der Würde des Lehrerberufes noch der Gemeinden,; daß Lehrerstellen ohne bestimmte Gehaltsangaben-ausgeschrieben werden, um dann die Lehrerstelle dem Mindestfordernden übertragen zu können. Der Verein erwartet, daß insbesondere kein Rabbiner ein solches Ausschreiben mit seinem Namen deckt“ Die Partei, die keine sein wollte. Wie allgemein erinnerlich, hat die „Religiöse Mittelpartei für Einheit und Frieden in der Gemeinde“ das programmatische Ziel, „dem leidigen . Parteiwesen ein Ende zu machen“. Zu diesem Zweck war sie 1926 als neue Partei in den Wahlkampf eingetreten, zweifellos das probateste Mittel, und hatte auch zwei Mandate in der'Repräsentanz errungen. Eine neue'Partei genügte aber nicht; um dem Parteiwesen ein Ende zu bereiten, mußten’s gleich mehrere sein, und so gründeten einige Führer dieser Mittelpartei 1930 die neue „Ueberparteiiiche Vereinigung“, ohne aber dadurch ihren Anhang zu stärken, denn zusammen bekamen sie wieder nur ganze zwei Sitze: jeder dieser beiden Männer seine eigene Partei! Die Abgeordneten einer Partei bilden sonst in den Parlamenten eine Fraktion; will man nun aber dem Parteiwesen ein Ende machen, so geschieht das ohne viel geistige Unkosten durch Namensänderung: man nennt sich einfach „Arbeitsgemeinschaft“ und. verkündet der atemlos aufhorchenden Mitwelt das Folgende: i „Die Religiöse , Mittelpartei .für Frieden und Einheit in der Gemeinde, vertreten durch Gen Repräsentanten Dr. Alfred Wiener, und die Ueberparteiiiche Vereinigung, ver-. treten durch'den Repräsentanten Dr. Josef Hirsch, haben . sich in der Berliner Repräsentantenversammlung zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Die Vertreter beider Richtungen stehen auf dem Standpunkt, daß in dieser Zeit das Trennende zurückgestellt werden muß und das Einigende vorzugehen hat. Die Arbeitsgemeinschaft Sprechsaal Für diese Rubrik übernimmt die ScbriUlcitunz lediglich die preDzeset2liche Verantwortung. Darf man „PaziUst“ sein? Zur Briefkasten-Notiz in Nr. 5 der „J.-l. Ztg.“., Wenn ein Geschichtslehrer behauptet, nach dem 30jährigen Krieg sei die längste Friedenszeit in Deutschland gewesen, so ist er in der Geschichte schlecht beschlagen: denn er vergißt z. B. den Krieg des Großen Kuriürsten mit den Schweden, die Raubzüge Ludwigs des XIV. (Verwüstung der Pfalz), die schon in den 70er Jahren beginnen, und die zahlreichen Schlachfeif aut deutschem Boden während des spanischen Erbfolgekrieges. Die längste Friedenszeit in Deutschland war vielmehr vdm Wiener Kongreß 1815 bis zum dänischen Krieg 1864, und man . kann wirklich nicht behaupten, daß während dieser Zeit das'deutsche Geistesleben erschlafft sei Das war auch nach, dem 30jährigen Kriege in dem Maße nicht der Fall, wie der' betreffende Geschichtslehrer behauptet. Man denke nur an die Sprachgesellschaften und an das Wirken eines Opitz. Wenn aber nach den schrecklichen Verwüstungen des 30jährigen Krieges Deutschland pazifistisch gesinnt gewesen wäre, so hätte es allen Grund dazu gehabt. Um dem Herrit Geschichtslehrer die Zustände jener Zeit in Erinnerung zu rufen, wähle ich. den betreffenden Abschnitt in Stacke. Deutsche Geschichte, Band 2, Seite 291: Die Folgen des Krieges für die Kultur und das Geistesleben in Deutschland. '„Die nächste Folge des entsetzlichen Krieges -war . eine ungeheure' Entvölkerung Deutschlands. Was der in der Gemeindevertretung konnte um so leichter erfolgen, weil zwischen beiden Parteien erhebliche programmatische Gegensätze nicht bestehen. Die beiden Repräsentanten erwarten durch diesen Zusammenschluß auch eine stärkere Vertretung in den Kommissionen und anderswo.“ Dazu ist lediglich zu bemerken: Die majestätischen Ein- Mann-Parteien überschätzen sich. In den Kommissionen und „anderswo“. Jüdische Gemeindesteuer in Frankfurt a. M. 15 % der Reichseinkommensteuer. Die neue Steuer der Israelitischen Religionsgemeinde Frankfurt a. M. für das. Rechnungsjahr 1932/33 wird als Zuschlag von 15% zur Reichseinkommensteuer einschließlich der Kapitalertragsteuer erhoben. - Die Gemeindeverwaltung hat sich 'jedoch das Recht Vorbehalten, den Steuersatz im Laufe des Rechnungsjahres zu ändern, die Steuerordnung der Gemeinde ist auch dahingehend ergänzt worden, daß durch Qemeindebeschluß die Entrichtung von Vorauszahlungen angeordnet werden kann. Bis zum Empfang des Kultussteuerbescheides für 1932/33 sind Vorauszahlungen zu leisten in Höhe von je einem Viertel von 75 % der zuletzt festgesetzten Kultussteuer. Den Nur-Lohnsteuerpflichtigen wird wie im Vorjahre eine besondere Veranlagung zugestellt Krieg nicht unmittelbar verzehrte, rafften Seuchen, Mangt 1 und Obdachlosigkeit dahin. In Württemberg gingen in de i sieben Jahren 1634—1641 an 345000 Menschen zugrunde, in Sachsen sollen binnen zwei. Jahren (1631 und 16321 über 900000 Menschen erschlagen oder dem Hunger und Kummer erlegen sein. Die Pfalz hatte vor. dem Kriege eine halbe Million Einwohner; zur. Zeit des westfälischen Friedens nicht mehr 50 000. Man nimmt an, daß die Bef völkerung Deutschlands in den Kriegsjahren von 17 auf 4 Millionen zusammengeschmolzen ist.. Dem Verlust an Menschenleben entsprach der Verlust an Häusern und Heimstätten, In Württemberg waren allein 8 Städte] 45 Dörfer, 158 Pfarr- und Schulhäuser, 65 Kirchen und 36 000 Häuser abgebrannt. Viele Dörfer sii^l nie wieden aus der Asche erstanden; viele Städte uud^Städtchen haben erst im XIX. Jahrhundert die Einwohnerzahl wieden erreicht, die sie vor dem Kriege besaßen. 1 Die eigentlichen Verheerungen trafen vornehmlich das platte Land. Es ist unmöglich, für ganz-Deutschland den! Schaden zu berechnen, den die Landwirtschaft nicht allein durch die- Verwüstungen der Felder, sondern vor allem] durch den Ruin der Viehzucht erlitten hat. Wo man diel Tatsachen feststcllen kann, ergibt. sich' das grauenhafte! 'Resultat, daß über achtzig Prozent an Pferden, Kühen und Ziegen, eingegangen war: "die Schafe aber waren an] allen Ortenr sämtllch vernichtet Für solche Gegenden sind dann freilich zwei Jahrhunderte kaum hinreichend] gewesen, um den früheren Wohlstand auch nur annähernd wieder zu erzeugen: | Aber1 weit schlimmer noch, als die materiellen Verluste, wären die moralischen Folgen, welche sich nach dem Kriege auf allen Gebieten und bei allen Ständen geltend machten usw.“ Aber Pazifist zu sein, gilt in den Augen vieler „Heimkrieger“ als eilt Makel der Gesinnung. ' Dr. Sigmund Feist. Bücherschaü t Felix Halpern: „Wie Ton In des Töpfers Hand“- Ein Messias-1 roman mH einem Vorwort von Max Bröd. Gustav Engel Ver- I lag. Leipzig. 1932. 375 Selten. - ' I Der- Roman ist außerordentlich geeignet für lene großen Teile des Lesepublikums, die ihre Bildung am liebsten aus der Unterhaltung erwerben, die geschichtliche Bildung also aus dem historischen Roman, der keineswegs mit -Felix Dahn sein Ende gefunden hat, sondern gerade in jflngster Zeit: wieder aullebt. Gas vorliegende Buch umfaßt die Zeit und: schildert die Gestalten Rabbi Aklbas und Bar' Kochbas. Was von der Historie abweicht, muß.'wer sich auf solche. Weise bilden will, schon als dichterische .Freiheit in Kaul nehmen. Dem Verfasser hat offenbar auch eine Tendenz vorgeschwebt; er unterscheidet auf merkwürdige Welse stets ein „Israel der' Lchrc,r_von einem „Israel des Schwertes", ’ ohne aber mit dem, was er da sagen wollte. In diejenige Deutlichkeit gelangt zu sein, die man fordern muß, wenn solch ein Thema angeschnitten wird. Hoffentlich sehen wir Felix Halpern noch oft auf dem Büchermarkt! Leopold Nathaiisohn. Aussprache über den Kommunismus. Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände hat auf einer vor kurzem veranstalteten Konferenz versucht, eine Stellungnahme der jüdischen Jugend zum Kommunismus herbeizuführen. Insbesondere sollte das Verhältnis der verschiedenen innerjüdischen Strömungen zum Kommunismus beleuchtet werden. Infolge mangelhafter yorbereitung ist jedoch nur die Frage „Zionismus und Kommunismus“ ernsthaft diskutiert worden; der Vertreter der jüdisch-liberalen Richtung mußte vor einem Publikum sprechen, das infolge gänzlich anders gearteter Zusammensetzung für seine Ausführungen wenig Verwendung zu haben schien. So ist man, nicht ohne Schuld deutsch-jüdischer Vertreter innerhalb der Leitung des Reichsausschusses, die an dieser Aussprache uninteressiert sein zu können glaubten, der Situation der deutsch-jüdischen- Jugend absolut nicht gerecht geworden, und damit hat sich Einseitigkeit und Verzerrung ergeben, was bei der Bedeutung des Problems mehr als nur bedauerlich ist . Für eine zweite Konferenz, die in absehbarer Zeit die. Fortführung der Aussprache der ersten bringen soll, ist zu fordern, daß ein klares, eindeutiges Bild der ganzen jüdischen Jugend durch Referat und Diskussion gezeichnet wird. Das kann nicht schwer sein, wenn die wirklich nicht gerechtfertigte Bescheidenheit unserer Führer zugunsten einer klärenden, sich auch mit unseren Problemen beschäftigenden Aussprache fallen gelassen wird. N. W. . Aus den Gemeinden Berlin* (Eine seltene Ehrung.) Die Berliner medizinische Gesellschaft hat in einer ihrer letzten Sitzungen den bekannten Berliner Internisten Professor Hans.Kohn, den Entdecker der sogenannten Kohnschen Porenkanäle, zu ihrem Ehrenmitglied ernannt’. Der Vorsitzende, Geheimrat Goldscheider, wies darauf bin, daß die über die ganze Erde verbreiteten medizinischen Gesellschaften kaum mehr als. zwanzig Ehrenmitglieder besitzen. Der Gelehrte, der Über die Grenzen Deutschlands hinaus als Forscher bekannt ist, war u. a. 10 Jahre, hindurch Prosektor am Berliner jüdischen Krankenhaus. Berlin. (Persönliches.) Am 4. Juni beging Herr J. Barucb seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar, der früher in Herford wohnhaft war, steht seit seiner Uebersiedlung nach Berlin im C.-V. an der Spitze der Verwaltungskommission. Auch der lüdiscb-liberalen Bewegung ist er seit Je ein guter Freund, und wir sprechen ihm an dieser Steile herzlichste Glückwünsche aus. Berlin, (Siegfried Dannhäuser, gestorben.) Der , Verein Synagoge LindenstraBe beklagt den Heimgang seines Vorsitzenden Handelsgerichtsrat Siegfried Dannhäuser. Der Verstorbene war auch dem Liberalen Verein ein treues Mitglied, dessen Verlust allgemein große Trauer hervorgerufen hat. Berlin. (Dr. Emil Aron gestorben.) Der; leitende Arzt der Hals-, Hasen-, Ohrenpoliklinik im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde, Sanitätsrat Dr. Emil Aron, ist gestorben. Er: widmete seine Arbeitskraft mehr1 als 40 Jahre dem jüdischen Krankenhaus und ver- . öifentlichte von hier aus eine grofie P.eihe von' wissenschaftlichen Arbeiten. Er war der erste, der beim Menschen den Pleuradruck maß, und noch vor einigen Jahren stellte er scharfumrissene Indikationen für die Behandlung Kranker im Hochgebirge auf. Bis zum letzten Tage war er. als angesehener Praktiker tätig. ' •* Königsberg L Pr. (Todesfall.) Im 71. Lebensfahre verstarb hier Herr Handelsgerichtsrat Nathan Landsberger, der zu den angesehensten Persönlichkeiten der Stadt zählte. Der Verewigte gehörte fast zwanzig Jahre hindurch dem Vorstand der Synagogengemeinde an und war einer der Mitbegründer der hiesigen C.-V.-Gruppe. In Handel und Wirtschaft bekleidete er hohe Aemter und ist kulturell als Mitbegründer und langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender des Neuen Schauspielhauses hervorgetreten. - > LeobscbStz. O-S. (Todesfall.) Die hiesige Gemeinde beklagt den Verlust ihres Mitgliedes Herrn Carl* JKager.. Der Verstorbene, der im 77. Lebensjahre stand, war seit 40 Jahren der Vorsteher des Repräsentanten-Kollegiums, dem er im ganzen bereits seif 50 Jahren angehörte. Die Beisetzung fand von der Synagoge ans statt; die Trauerrede hielt Prediger Cohn. Vergessen Sie nicht, bevor Sie verreisen, 7^" Ihren Synagogenpiatz einzulosen. , : Vergebung einzelner im Vorjahre freigebliebener Plätze säen jetzt. Näheres im Gemeindeblatt und telefonisch durch die Abfertigungasteilen für weatl. Synagogen: Faiancnatr. 79/80 (Bismarck 6428) für alle übrig.Synagog.i OranlcnburgerStr.31 (Weid.5921); Jüdische Gemeinde. für Handel und Gewerbe e.o.m.b.H. Berlin N 24 Oranienburger Strafe 3 Am Hadceschen Markt Reichsbankgirokonto Dresdner Bank Genossenschafts-Ableilung K 52 Bank des Berliner Kassenvereins Postscheckkonto: Berlin Nr. 805 Fernsprecher: D 2 Weidendamm 06S2 Kassenstunden: 9—5 Uhr ' . . ' - 1 ■ - Die Bänk des jüdischen Mittelstandes Ausführung sämtlicher bankmäßigen Geschäfte . Kontokorrent- und SduKkv.rfc.hr Sparkonten An- und Verkauf von Wertpapieren . Vermittlung von Hypotheken und ‘ Grundstücken : Häuserverwaltung .