Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 5 (1.6.1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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k*HJ„u~t. H:i- Dleustfrethelt an hoben Jüdischen Feiertagen wird nicht als -;• '; Urlaub ungerechnet. } ja ^as ^‘^shnanzministenum hat für seine Beamten und . Angestellten eine Neuregelung des Urlaubs vorgenommen.! ln cfler Verfügung heißt es: " | . »Dienstbefreiung ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub sind, soweit dringende dienstliche Gründe nicht entgegenstehen, zulässig zur Befriedigung des religiösen Bedürfnisses an kirchlichen Feiertagen, die das Landesrecht nicht als gesetzliche Feiertage anerkennt, hei Beamten jüdischen Glaubens für die beiden Tage des jüdischen Neujahrsfestes ynd den Tag des iVersöhnungsfestes.“ Aus den Gemeinden Berlin. (Lehrgänge für jüdisch-soziale Ausnild u n g u n d Fortbildung.) Die Zcntralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, die Hochschule für die Wissenschaft des Juäentumsj und das Wohlfahrts- und Jugcndfürsorgcamt der Jüdischen Gemeinde Berlin veranstalten während des Sommersemesters den fünften Lehrgang für jüdisch-soziale Ausbildung und Fortbildung, ln diesem Jahre - größter Not hat dar Kuratorium beschlossen, die Lehrgänge für. jüdisch-soziale Ausbildung und Fortbildung zu einem [ einheitlichen - Kursus mit dem .Gesamtthema „Gegenwartsforderungen an die - jüdische .Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik** uuszugestalten. Mies Nähere siehe 'Inserat. Die Teilnahme ist unentgeltlich, j ■"-‘-Berlin. (Jüdische A 11 er s h i I f e.) Die Jüdische Altershilfe Groll-Berlin E. V. veranstaltet am Montag, C. Juni, abends 8 Uhr, im Hotel Esplanade einen Gesellschaftsabend mit Modenschau und künstlerischen Darbietungen. Mitwirkende: Wilhcrm Guttmann, Anni frind (Städtische Oper), Wilhelm Groß, Komponist, Lotte Brandt, Chansons, Prof. Comini mit zwei assauts d'cscrimc. Modenschah der Firma Gerstel & Hirschfeld. Das Arrangement des ganzen Abends hat liebenswürdigerweise Frau Bella Fromm-Stcuermann.übernommen. , Karten zum Preise von 5,50 RM„ wovon 2,50 RM. als Gutschein für die Entnahme von Speisen gelten, im Büro der Altershilfe, Aug£- ' burger .Str. 39, Bismarck I 1, 1221.;!j j’ Berlin. (D i cns t j ubi 1 ä um.) Am 26. Mai beging der Kultusreferent der Berliner Jüdischen Gemeinde, unser Parteifreund Elieser Ebnen reich, sein 25jährigc$ Amtsjubiläum. Herr Ehrenreich leitet die Kultus- und Synagogenabteilung der Gemeinde,, der] auch das Plätzevermietungswesen untersteht. Er erfreut;$ich in allen Kreisen der Verwaltung eines ganz besonderen Ansehens, ebenso auch bei den Beamten und Angestellten, deren Interessen er wiederholt, zeitweise als Vorsitzender des Beamtenausschusses, gefördert hat. Seit dem Jahre S1926 gehört Herr Ehrenreich der Repräsentantenversammlung an.iin der er j sich mit besonderem Eifer den in . sein Arbeitsgebiet fallenden Fragen widmet und, unterstützt durch seine umfassende, gründliche Fächkenntnis, große' Verdienste erworben hat. Der Gemeindevorstahd" hat 'dem Jubilar . ein besonders herzliches Glückwunschschreiben übermittelt, in dem' seine Erfolge eingehend gewürdigt werden.! Berlin.. (P e r s o n l i c h e s.) Vor einigen Tagen vollendete Herr Salo Freund,* Konstanzer Straße 7, das siebzigste Lebensjahr. Herr Freund war in jungeni Jahren in .Wien ein Schüler des später in Berlin zu Ansehen gelangten Predigers Dr. Franklrauch Jellinek und Sulzer waren ihm jeinst Führer. Die deutsche (bei Meiner, Leipzig, erschienene) „More Nebuchim“-Uebcr$ctzuiig von Adolf Weiß ist Herrn Freund und seiner Gattin: gewidmet. Dem Jubilar, der ein treues Mitglied des Liberalen Vereins ist und dessen buch die Tagespresse ehrend gedachte, sprechen wir herzliche Glückwünsche aus. Danzig. (Persönliches.); Am 18. Mai vollendete der' Rendant der hiesigen Gemeinde, Herr :Adolf Levy, das siebente LebensjaftrzehnL Herr Levy ist seit 1900 in seinem jetzigen Amt, und das Danziger Gemeindeblatt widmete ihm einen ehrenden Artikel. Dresden. (W i e d e*r K o n f i r m a t i o n.) Nach . mehrjähriger Pause fand im hiesigen Gotteshause wieder die Feier einer Konfirmation^ statt: Herr Rabbiner Dr. Wolf konnte elf von ihm vorbereitete Mädchen einsegnen. Das Gotteshaus war aus diesem Anlaß stark besucht; die Feier, :die Predigt und der reich ausgestaltete musikalische Teil der Feier übten auf alle Anwesenden und nicht zuletzt auf, die | Konfirmandinnen selbst tiefe Wirkung aus. Wenn sich nicbtliberale'Kreise auch bei dieser Gelegenheit wieder grundsätzlich gegen Mädchenkonfirmationen wandten, so sei hier nur daran erinnert, daß es früher, in religiös' zweifellos strenger gerichteten Zeiten., üblich war, sogar; die bereits Barmizwoh gewordenen Knaben nochmals zusammen mit den Mädchen zu „konfirmieren“, wie es in Dresden seinerzeit unter dem bekannten Oberrabbiner Landau und sicher auch in anderen Gemeinden geschehen ist. Escbwegc. (Persönliches.) Nach 'Erreichung, der Altersgrenze trat Lehrer S.i Glauberg, der mehrere Jahrzehnte ah der öffentlichen israelitischen Volksschule amtierte, in den Ruhestand. Die Kasseler Regierung ernannte den Lehrer Wiesenfelder aus Sontra, dessen Schulstelie wegen ungenügender Kinderzahl aufgelöst wurde, zum Nachfolger! Hamburg. (Goldene Hochzeit des G.e meindevorsitzenden.) Der langjährige Vorsitzende der deutsch-israelitischen Gemeinde in i Hamburg, Herr Alfred Levy, und Frau geb. von Prag feierten am 7. Mai 1932 das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Im Aufträge des Senats erschien Herr Bürgermeister Dr. Petersen und überbrachte-den Glückwunsch des Senats. Die Gemeindebehörden ehrten Herrn Levy .durch Ueberreichung der goldenen Denkmünze der Gemeinde. Das Jubelpaar j würde durch viele Ansprachen, in denen die großen "Verdienste um die Gemeinde, hervorgehoben wurden, ausge-. zeichnet. .•. | » Kassel.;(50. Geburtstag.) Das Mitglied des Aeltesten-Kollegiüms der hiesigen Gemeinde, R.-Ä. und Notar Julius Dalberg, beging unter lebhafter Anteilnahme zahlreicher Freunde seinen 50. Geburtstag. Im Gemeinde- und Vereinsleben hat sich der Jubilar große Verdienste erworben. Das! vor wenigen Jahren hier .errichtete Jüdische Museum verdankt seine Entstehung der Anregung, die R.-A. Dalberg interessierten Kreisen gegeben hat, wie er auch wertvolle Gegenseiner eigenen Sammlung dem Institut geschenkt oder erlassen hat. L W. (Ehrung.) Der Verein israelitischer Lehrer der Rheinproviip und Westfalens verband mit seiner Frübjahrskonferenz, |die in Minden stattfand, eine Ehrung des Predigers Liepmannssohn,;der kürzlich sein 80. Lebensjahr vollendete.. Der Vorsitzende, Lehrer jMeyerhoff (Nieder-Marsberg), sprach noch dem Lehrer Lazarus (Lübbecke) die. Wünsche des Vereins zum 40jährigen Ortsjubiläum aus. Lehrer Katzenstein (Soest) referierte über das Thema „Ethik im' Talmud“. I* j . Rehburg. (Todesfall.) Hier verstarb, fast 86 Jahre alt, der langjährige 1 Vorsteher 'der Gemeinde, Herr Heinr. Goldscbmidt. Zwei Jahrzehnte wurden von ihm die Gemeindeinteressen mit vorbildlicher Treue vertreten.! stände aus leihweise ü Minden Briefkasten. „Pazlflstln“ am Kreuzberg. Der Geschichtslehrer Ihres Jungen hat im Unterricht gesagt, die längste Friedenszeit habe Deutschland nach dem dreißigjährigen Kriege gehabt und sei dadurch damals auch geistig so zurückgegangen! — Obgleich die Beschäftigung; mit dieser Bemerkung nicht in das eigentliche Arbeitsgebiet der „Jüdisch-liberalen Zeitung“ fällt, würden wir Jhnen gegen eine derartige tendenziöse, kriegshetzerische' Geschichtsdarstellung im Unterricht gern einen Rät geben, wenn wir j einen wüßten. Vielleicht äußert sich einer unserer Leser? Denken Sie daran, daß Tausende jünger Menschen erwerbslos sind, daß Arbeitsbe- - Schaffung 'Schwieriger ist als je, daß Arbeit die beste Hilfe ist. Junge Mensdien haben sich zusammengeschlossen, um kollektiv ihren Lebensunterhalt auf genossenschaftlicher Basis zu verdienen.' Sie helfen nnn, wenn Sie uns Ihre AnftrBge überweisen. Wir schneiden), Wir Schülern, Wir reparieren mul le gen eleklrlscbe Leitlinien on. 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