Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 35 (26.8.1936)
- Date
- 1936-08-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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des Messias und die Menschheit" ergänzen sieh glücklich und dürfen mindestens als ein Vorletzten über unser GlaulH-nsstück gelten. Es ist unmöglich, Bessere-, zu sagen ül*er ..DU: Erfüllung der Tage durch du; geeinte Menschheit'" fRaeck} «der filier ..die Gewalt d'\s neuen Glauben*, daß zu «Irin Endziel d i ■* K rn f l •( «■ s M e ii s e Ii 11 s e Iii s t notwendig, und daß die 'inr-,.-,i;iui*>ch<' •Äeil eine von ihnen zu luvende Aufgabe >ri" :'Di<-iicm:uui(; und von zwiijgender Kraft sind 'Giltens Ideen filier die Idcaliiieriiitg des -Messias, die Wandlung de«. Köiii-isxilines in den Knecht Gottes und die Tragik den jüili-elieu Volkstums; fdier «las Leiden des Frommen um (nicht für; die Meimelilieit: die. llaruimiie zwischen J'artikuIurUmus und t"ni\er>alisi5nis in NraeN mo-janischer Erwartung. C. Jüngste Zrit'Iien tler Klärung und Verblutung in der iucsn:aiii*ejiru Erwartung. Nicht oluie Erschütterung der. Judenhcit Iiis in iure Tiefen Mild Weltkrieg und .seine Nachstürme iiher .sie Iiiii«egg,-Iiraii-I. Im Kluge lösten Schmerz und Trn-,1, Hoffnung und Euliuutigiuig einunder ah; * Die Ostjudcuhcii religiöser oder wiii*<cii;iff lirhcr , Existenz, IrctjruliL; im Werten Aufstieg; in Palii-liiia. d: ni M.indatslatid für die rechtlich gCMcherlc Ileiihal neue Sleilliumcji und zcn-türl** Pflanzungen. Da tat va «ahrliefi ntii. filier freiuici.de Meinungen hinweg zu brüderlicher Einigkeit zu gelang.-ii. 1 >--■* Au/hau J'alä--liiia.-. wußten religiös zu uulerhnurn die liberale-, llieologeit Keh".\ G o 1 d m it u n h'I. And.; und. -IiiÜh-. G u l l - in ii n Ii; dem Kullurziuni'-nu.swurde hei ims Marlin It u h e r zum iieredleii Fürsprecher. Zwi-eheu Misraclii und andern reli^iöt iM'tontcu Gruppen schlug Ahr. S c h I e > i n g r.r die Brücke, indem er gegen die Mlculaii-jerenden Gedanken \f>n K J a t / k i u und Her d i c /. e w r» k i die Bejith-Idei? . auch in di-u MiilWpunkl des Zmni*-nilis stellte. Zu Dank verpflichtet sind wir der g"-ehiehl*'- philosophisclicu Befrachtung Simon D u h uo w s und den crliehendeu Ideen des Kullurphilo.-ophcu I)a\jd KU i g e n. .Nicht fehlen darf ein Hinweis auf Franz H o •. e n z « e i" g - aus fa^l ii.>f:rin.ischt:r Höhe leuchtenden ..Slenr^ler Krlösuug". Lud ihm folgen wir, wenn wir die Fülle, un-a'rer gnuicrheißeiicn Eudhiiffnuugeu mcssiani:*ehc nennen; d c n u ' ...\ a in e i-l uielit Seliall und Hauch. Hindern Wort und Feuer: «la- Wort tönt f«»rl dnrcli die Zeit v«m Mund zu Mund:, und das Fen.fi: breitet .-ich anim Kaum!:* " » , I.it«'ratur-Au-/u»: Im*. A I» r a h a in s .liiil.ilxti. Der-.: Tin* :ilnrv «f G«h1: M. li«1>er: Kampf um Israel. Hin. G- Duhiio w : Die .lud.' (>>eliie]ile. - Dtr-eh. v. .1- Fiiedlaender. Fkft. 1921. David E i n h o r u: -Memerial Volume Newyork. I'M I. E u e I o w: *The Jrw .nid the uni'ld. Newyork. VJ-J- G u * I e m a u n : Da- Judentum, Wien 1-.HI2. ('.«Uniim. .l.w.d>:U)i:* Idee der Verhöhnung im .Indcnluni. G u l t in a n u , Julius: Der Wiederaufhau Piiläsliiiaü im Ziwunmenliaug inii der jüd. Geschiehle. Jul. II. ■ G re cTiä I o u e : 'llie Me>.-iau Iilea in Jewj-Ii lustiirv. Pjiilad. 1906. . Mnris Joseph: The Spirit «d. .Uuläi**m. Lundtm l'.t'ld. Jus. Sa ra «* Ii «■ k: The doeirinr <if the Miv-ia. .\euv«»rk l'J'.VJt, Ahr. S e h I «• - i u u-• r : Im /riehen d« r \\ ie«1i*v»ehui I. *lterl. \*£\7t. Ahha 1 lillel S I I i v r : A hi-tnry "f Mes-iauic spi-enlaliun in Israel. Newy:»rk l'J27. Max Winir r: Mes-iauisimiiui .lud. I^'\il.«>n. Ders.: Messiasgcilanke uuil -eine l'uihieüuu^ im mud. IJhi r.ili-iiiii-. lotgahe fflr Claude C.. Mjiuljfinre. It 'rliu 1*>2B. KLEINE MITTEILUNGEN . /iiih h'i/trn .Male ..l*nini!im^M»|«"i""- Am Miuworlt. »1 -(i. Aii»iisi. 0.1.1 Tili:, uit'ilrr'iiih ,.l>i'r ' M-hii-fi- Spii'^rl". i[;t* (Fasl>|iii-|.lvalKiri'll ilrr Kfmsticrliilff-. im (^uivn^aal di's I,ni:;*iiliau-i's, Klnrl-lialV 10. Ic-I/Imnl'm .-'■■in irfnl^nirü;;- l'ro^rainm mil tlfr ..ITiilnhiii^mK-r". . I'i'rsmialirn. Kran llnsi Sai li - g.-l>. r.in~li^i l'. Itrürk :i- Allc 1, winl am 3(1. Ant'ii-1 fid Jalinall.Di.- .Inliilariii. <li« llailin ilo vi ivtiirlii nni \.n:iU Sni li-. ili r al~ \ <n .il/.: iuli r ,\-.-r ]1<'pi'äsriilail!i'liv<'i.-aminliiii^ ilcr i Jim-| .liiili-rli-n (.i iiu iiuli'. Kra(il>i'iiliaii^\i)r<laiitl'>. ilillnuli-m-rrius:' <l<*s %<m iiim tinl- Im'griiiulririi' \'(.|riiifür jüclisilir Kr.'liikiii|jflr^i-iinii.» ein:-!>•- Vanut** und üi'*fliäty.tr Vrr>i"tiiriflik.*il war. lial, >irli >:'lli>l an i\m Ziilill. ii In n \\ iililfalirlsaklioni'n ihn - Call -n inli n-iv lirl.-ili^l. n. a." als \'in>ii/>inli: ih-r l'Vai.ii'iini-iipj»;' «h;.- Itrfnlcrvrri'in-. als Milglfril ilra \ nrslaiiili'> ilrs \ i n iiis für jüilisi ln- Kraiikrii|iflf«rriniii'ii .«ml unnii nllii li als Srliö|ifi iiu ,|i s KrliolinuiVlii-iins l^ imiiz. Jüirsiljil.rlirli.iu-. Zurziil laufen inglisriir innl .s|ianisrli;- Kiiih* für Teilnclimrr mit ^'•iin'rirti \'«rkrniitnissrn. für Furl- »«•-.•hiiiiiiir inul IlüriT mil mik™ k"ninliiiss<Mi. Anfra^n mnl Au'mrlilniiii n im S.'kvi laiiat. ilrrlin W .'itl. Marliiirsrr Slrali.- .1. Tv|.: II 4 .-,.-,117.; ' . KIsr Dlllilnn x rliilJl ilnnnäi lisl ll. i lin. Ilm nai ll Palästina allp7.u\vanil''-rn. Dir K ü u .s I I r r Ii i I f r . \ rraiLsttlllrt am l)ii:in<-rstai. ilrn :i. S< |il< uilnV. alicniU It.lö Ulr. für si \ rim-n Alist-liirilsalitml im llrüilrrvririn>li:nls. Iii'i ilvin dir Künsllrrin ilir iirur» l'ni^ramm: ..Aus <• i n r in k 11i nr n S t ä il t r I" 7.11m \'oil ras liringt. .Am l'lflgrl: lliuli l.ilin'iailn. . Hebräifch und Hebräifch — vielerlei Ein Kapitel über jüdifche Spraclien — Was ift Sprache und ivas ift Dialekt — Das Hebräifche im Gebet S<:it der Zumir-mu* und der Auf hau Palästinas geradezu in .den Mitt«dpiuikt jndi*>chen I^eltens gerückt sind, hat die Sprachenfrage. die früher nur eine GeleJirtenfrage gewesen ist, eine allgur rneiiH- UcdctJtiiiig hekonimen. .Man wird geradezu an die Verhält-* ui>^e in der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie erinnert, als in den einzelnen Kronlündem um Sprachcnpriurilät gekämpft uunle. Doch auelt hi llelgien streitet man um flämisch und franzüM-ch. in Spanien wollen die Katalanen ihre eigene Sprache, und der Ueispiele »ähe es mehr. Die jüdischen Spraclien — wenn man schon :so sagen darf z- >ind immerhin insoweit . einheitlicher, als sie sich nicht nur. dersclheu Sehriftzeielicu hedieueu und. wenigstens in den älteren Formen, auch vielfach d'ersellien Worte. Nur die Ausspruche i-l eine andere. Das trifft allerdings nur auf Askenüsiseh, Sephnrdi-ch. Xeiihehräisch und Palästinensisch zu. Kür das Jiddische g«dlen andere Gesetze. Im allgemeinen wird augenoimiien, daß Scphärdith. Iwrit. Nee.liehiäi-eh und Palästinensisch dasselbe wären; aber es stimmt nicht. Dialektisch unterscheiden sich diese Sprachen nicht nur iiiiierrjii.-inilrr. H,Lr;ir diieinzelnen Arten sind nicht gleich: denü . Sephardil und Sephardit. weichen nicht minder voneinander ah. aU askeitasis(*h und askeuasisch. Schon in der Gebetspraehe. Wer Gelegenheit - hatte, in verschiedenen Ländern und Synagogen sephardisch oder ask<'uasiseh lietcu zu hören, winl dies olinc weile res verliehen. - Der Slreit. in der Sprachenfrage beginnt bereits mit einer wahrscheinlich sein* irrigen Ikrhauptimg oder .Feststellung: So «►der so war das U rli cli räisc h e. Kincn ahsohiteu liewci» für diese Behauptungen zu erbringen, ist bisher, trotz eifriger philologischer mnl archäologischer Arbeit.- nicht möglieh gewesen. Man halle eben damals noch kein Grammaphou und keine .Mög!ichk«it. durch Schallplatte!) oder ähnliche Hilfsmittel, Sprachen oder Laute aufzunehmen und der Nach well zu übermitteln. In diesem Zusammenhang mag daran erinnert werde», dal.*, mau auch keineswegs darüber einig ist, ob und wann die allen Lateiner Caesar oder Kaesar, Cicero oder Kiker» gesagt haln-ti. Wenii.Aom L'nlersehied zwischen^ Sephardisch und Askenasisch geredet wird, so nimmt man im allgemeinen an, daß der Unterschied eigentlich nur darin besteht, daL\ die Scpharden das o wie ein a, das au wie o, den Bticlistabeu vss w;ie t aussprechen. Sic .'•agcii also slatt scholaum: sehalom, statt borucli: baruch, statt '■mincss: eminel. und zwar mit liclonuug auf der letzten Silbe. Diese allgemeine Feststellung -ist aber bereits irrig, denn nicht alle Scpharden sprechen so. Es gibt solche, die das o wie o aussprechen, und askeuasisch Helende. die das au wie ein o aussprechen — mit allen hiutklaiiglichcu Abtönungen, wie sie mundartlich hervorgebracht werden. . Der scphardisehen Dialektesind also nicht weniger als der askenasischen. L'm bei der" askena>ischen Aussprache des au -zn Ideiben, so weil» man. daß dieses au nur in der hoehjüdisehen (ich bilde «lieses Wort nach dem termiuus ..hochdeutsch") wie au in bau ge.-prochen wird, sonst aber'auch eine sehr versehiedeno Lautfärhuug hat. In Mitteldeutschland wie überhaupt in den modernen Synagogen sagt man au — also schulaum und kodausch. In den östlichen Ländern wird scholämu und kodätisch «Hier kodoisch. gesprochen, im russischen und noch östlicher im kaukasischen bis zum persischen Sprachgebiet wandelt sieh «Iaau fast In ein »j. also in köjdesch, das lautlich auch wie kejdcsch gehört winl und „dabei die Hctonung nicht auf der letzten Silbe, sondern auf öj oder e] hat. , Das 1 loehlichräischc u wandelt sieh in Österreich und den Nachfolg«rstaalen\in ü. in Galizien, dem jetzigen Großrnmänien. bis zum i:' mau sagt stall beiiich borüch, horüjch. horich. borijch und iiurijeh. Aus dem o in dem bekannten Wort koscher wird schon in Posen fast ein 11: es klingt wie kuscher. Und so wie mit dem o. dem au, dem u geht es auch mit dem cj- Iloehjüdisch sagt mau elaubcuu und omeu. <lialeklisch oft elnuliejuu' und omcjii. das im Osten oft zu elojheiuu und umein wird. Die I) i a 1 e k I f ä r b u u g" des I lebräischen isl eine so vielgestaltige und weicht vom llochhehräisehen oft so sehr ab. «laß es dem Nichlkenner genau so schwer wird, «las Hebräische. zu verstehen, .wie einem Norddeutschen etwa Gberbavi-rischcs. Yi'ieneriselH's Deitsch. Zürcher Dütsch. l'fälzcriseh «der Scliwäbi-« ii. Sprechen mm die Juden in P a 1 ä s t i n a eine einlieitliche Sprache? Auch das ist nicht der Fall. Die yemcnilischeu. die samarilanischeiL die polniHchcu und die russischen Juden, die deutschen mnl die buchnriseheu und die persischen Juden, «he Juden, die in diesem Jahrhundert in Palästina geboren und aufgewachsen sind und die Juden, die ihr Hebräisch — ihr Iwrith — auf einer Hachschara oder in Sprachkursen ihres Heimatlandes gelernt halten, sie sprechen durchaus keine einheitliche Sprache. Die meisten von ihnen, besonders jene, die ihre Ellern oder ül>erhaupt ältere Verwandte nachkommen lassen, bedienen sich im LVngartg mil ihnen der früher gewohnten Sprache, und den älteren .Mensehen fällt es meist so schwer, das Neuhebräische zu lernen, «laß sie es aufgeben, mehr als ein paar unbedingt nötwendige Brocken, sich anzueignen, sofern sie nicht wirtschaftlich gezwungen sind "Neuhebräisch zu radebrechen. Besonders aber, soweit die Ankömmlinge noch religiös eingestellt sind und es zu bleiben wünschen, werden sie sich in ihren Synagogen und bei ihren Gebeten nach wie vor der askeuasischen Sprache bedienen, wenn sie nicht von Haus aus bereits Scpharden gewesen sind. In ihren Grtmdzügen, ihren Stämmen, ihren Wurzeln hat jede Sprache eine gewisse Menge einer konstauten Substanz — al>er Form und Gestaltung wccliseln im Laufe der Zeiten und müssen - auch wccliseln: dcmi die Entwicklung alles sozialen Lebens: die politische, die wirtschaftliche, die ästhetische Veränderung bringt .eine Unzahl neuer Begriffe und Benennungen, die der Sprache immer neue Wesenszüge verleihen* Neue Worte wenleu geprägt, veraltete, nicht mehr gebrauchte, nicht mehr zeitgemäße verschwinden. ■Von wesentlich mehr Menschen als das' Hebräische wird das Jiddische gesprochen. Für etwa Zwcidrittel aller Juden auf der Krde (Polen, Itußland, Rumänien, die: Handstaaten. Vereinigte Staaten, Südamerika) ist Jiddisch die Muttersprache. Cnd nicht ztv vergessen spanioHsch, das nochimmer — nach 500 Jahren ■— die Farn ilicnsp räche der meisten Sephavdim geblieben ist. Was ist Jiddisch? Kiu deutscher, mit slawischen und hebräischen; Elementen durchsetzter Dialekt, dessen Sehriftzeiehcn' hebräisch sind. Für Millionen Menschen eine eigene Sprache, und die Intellektuellen unter ihnen ereifern sich stark und wenlcn auch sehr böse, wenn mau von Dialekt spricht. Und dennoch: man nennt das Jiddische doch auch Jargon, und die Juden in Rußland reden einen anderen Jargon als die in Polen, und. diesen ist wieder der litauische Jargon schwer verständlich — wie es eben die Aussprach unterschiede aller Dialekte Ircdingt. Sogar auch innerhalb eines und'desselben Landes, z. B. in Polen, gibt es zweierlei .Jiddisch, wie man beim Lesen der Zeitungen verschiedener Richtungen und beim Vergleichen mit rein literarischen Werken ohne weiteres feststellen kann. Jiddisch hat sieh unter vielen Millionen Juden eingebürgert. Obwohl diese Sprache doch nur von kaum hunderttausend -Menschen gesprochen wurde, die aus Deutschland nach Polen ausgewandert sind. Die Jugend Palästinas wird vielleicht--«las ist ja auch eine ihrer Hoffnungen — das Neuhebräisehe unter alle Juden verbreiten. Niemand, kann dazu ja oder darf dazu nein sagen. ' ' Als G e b e l s p r a c h e wird aber wohl askeuasisch bleiben. Dr. B; Seh—s. £mp(cltC entwerte BERLIN B E R LI N J$epi<j.%que(!£en SONNENDRUCKEREI Drucksachen jeder Art Berlin-Charlbg^ Wilmendorfer Str. 52 C 1 Stalnplatz 112B | Autotankstelle 11 Eignungsprüfungen | Rieh. s. Kaufmann Wllmend. OinjbrOckerStr. 2-4. Lief. Ir H. Öle. Fette. Betrlebstolfe. Autorelfen | Buchdruckereien | Buchdruckerei ZIEGELMANN Papier und Bürobedarf Stempel. Charlottenburß, KUtltraBe 33 C t Stehplatz 4573 | Buchhandlungen | M. Poppelaller Gegr. 1S60 C 2, Neue Friedrichstr. 59 D 1 Norden 2555 eebe&Ucli, Ritualien,JOd. u.aiditJOd.Utorat. Eignungsprüfung für Ausbildung. Erwerb u. Ausurandrg. ~ P5YCH0TECHHISCHES LABORATORIUM. KUHK Ans'iaclu'rstr. 1! 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Wir si'liifiU'n fori Ins .vierte .lalumit vollen Se»{'In. in voller liercUst iiaft. uiH. reii-her Ilnffuun-r. weui;*: Zu-ieu. in KrwarUmj: untriulürhct* 'Arbeit. Das erste .Jalir war Aufbau: Die Steint* des liaiise.^ \vur<K'ii »esaninielt. »eselüelitet. gerielitel. Da-» zweite Jahr: .Sammlun::. Konzeutraliiui und IJcnälirunj;: die Fassade des Haus st.miL Das dritte Jalir: Anlauf zur Tai im internationalen, im jüdischen Kulturkreis. Das vierte soll heilen, soll sein: Rirliluti-, iMnn. Kifftlluiiii. Aiifstiejr. Nicht. leieht war der Wen solcher Vm-b-reituiur bis heute. Jetzt wird's sieh zeijscji. dal*, -wir ihn Imfwärts \ix\\v\\ können. In äußersler Spannung der Kner^ien. die Lnekerun-' und innere Lösun-r bedeuten kann, in letzter Konzentration auf 'das \Vesci:lIiehe. ^in \craulwortunj:svoller Sammlung zu "einem Ziel. Den alten Themen des . Thealers gesellen sich neue, zeitgemäße .zu. den gestrigen, den ewigen Knipfinduiiiien dessen, wä-" des Theaters ist. neue, heulige ICiUetmtiusse von t!cm.' was mit Hcebt das Judentum von mis erwartet. Zum hi-wahrlen Stab tler Stcuerlenkcr tritt neue, junge Kraft. Leben keimt auf — wmnrrrhaftes Rätsel der Ncugcburt in einer Z"it. da die Judenheit in Deulsebland dahiuzusebwinden seheint. Freudiges Jasagen /zum unwirklichen Leben auf näebtliebeu Hreilern erstickt das „Nein", das die Sorgen de» Tags imzurufen muehteu. Wir liehen dieso-i Theater und diese Mu-ik und dieses Handwerk und diese Kiuist. Als Itc-^ene. Da*. Maus der Kühne stellt uns wesenhaft neben dem Elternhaus, ibm Lebrhaus, dem Gotteshaus. Wir las-.n es nicht. ~' . #. In die inbrim--l unserer küustlcriseheu Arbeit srhlielk'ti wir _ alle ein. die uns folgen. L'nser Feuer soll als Flamme di*r Iii--* f^^^^^Ktl^^Kn^KM&WKk geisterung. als Wärme des Herzens, als Brand der- Leiden-eliaft überschlagen auf die .Menschen, die uns allabendlich sehen und --^—M lrtit-erlehen, die uns anregen dureh ihr Da-Sehi zum letzten ScnneiderartikCl [ Kinsatz letzter Kraft. Dieses Letzte herzugeben ■ versprechen wir. *™——--^«—-••»»•^—•i«'»»* Vers[irecbt auch Ihr. es uns* abzufordern. Jüdisches Schiek>al im verklärten Leben großer Dichlergestalten — das wollen wir geben: jüdisches Iii?r/1.Im vcrsehciiken an die Figuren jüdiseber Legende und Geschiehl.*: Jüdisches in unserer Ilaliung erwei>^n ülierall da. wo Kraft und Leben. Adel der Gesinnung. Schönheit des Handelns und Größe des Charakters sieh spiegein im Bild der Bühne, im Klang der Musik, in jener klassischen "Welt der Dichtung, die gestern für uns groß und liebenswert war und die auch beute ihren Werl nicht verloren bat. Die Stunde i?t ,-ernsl. der Tau i^t schwer. I Telft I Iartes überwinden! Nur wo Spiel und Empfänglichkeit - für Spiel , sieh, begegnen, nur. wo Nachschöpfer mul Aufnehmender sich verstehen, da wird. Schaubühne zu Kthos und zu Erlebnis. Seid alle vorbereitet, seid alle werbend bereit; das Spiel zu beginnen! , > V Wir halten bereits in unserer letzten Nummer den Spielplan für die kommende Saison veröffentlicht und dazu bemerktdaß er in weitgehendem Maße auf die Wünsche Rücksicht nimmt, die in der letzten Zeit an den Kulturbund lie ränge tragen worden sind. Nun ist es Sache der vielen noch immer abseits .stehenden jüdischen Menschen, dem Kulturbund Gefolgschaft zn leistendamit er die Aufgaben, die er sieh im Interesse der Erhaltung und des Aufbaus eines jüdisch-kulturellen Lebens gestellt hat, zu'erfüllen imrtuude ist. Die ..große Licbe:;. die dem Publikum vom Kulturbund entgegengebracht wird, wird weit mehr, als es bisher geschehen ist." in den jüdischen Kreisen auf Gegenliebe MoIhmi müssen, wenn dieses wertvolle Instrument nicht Schaden leiden soll. , ■ ~ S5mtliehe Artikel für die Schneiderei und Kurzwaren. S. Schleimer Charlbg. Kantstr. 24 C 1 3S54.NO Prenzlauer Alle 50 < ' E 3 0922 ■ Wäschereien 1 Helena Krakowski Cballottenburs. Wlelanilstr. 13 J1 Bismarck 4955 Nasswäsche, Prundwäscho eigene Wäscherei Im Hause Von der Reise zurück: Dr. Alfred Caro Westend, Ahornallee 29 J 3 0359 Inserieren. bringt GEWINN