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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-29 · 31 (29.7.1936) · page 8

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
31 (29.7.1936)
Date
1936-07-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
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licbucrfülllcir'Tal am Mni»ih«*n <l«r W «*g zu Gott .-ieli vulli*»<h*l uml daß alles Kultische glejYhgülii;: i-i. oder war üinen das Kultisch«:, das ('j<'tiici»-iJiaflzcijg«rud<' wiruiig, ihm] »hr wollten nnden Irrtum nivht uufkommt:» la--«.*», daß in ihm Meli der \\ «*,* zu Göll vollend« und sic verlangten die ständige Zweiheil von. .beiden? Was al-o nutzt cs, wenn wir der Autorität der Propheten uns untcrorilueu. wenn wir filier ihre letzte Ab.-hht kein« ttnlx’dingte Klarheit liaiienV I ns Icuehten die W«*i»«*n de- Talmud» entgegen nud wir kömi'*ti au der Autorität ihre- Worte* und ihrer Schöpfung nieiil. NoiTduTgehen. wir hekeuueii 1111.- zu dem inneren Prinzip des Phari.-äi-mu.-, daau- Mi-Hma und Talmud und den dazu gehörigen Schriften zu im-, -[»rieht, dem Pein, ip der I leilignug de- Lehen» im Alllag. in der täidiehm Verrieliluu». wir unterwerfen uns der Autorität <I<*r«-l*hari-ät*r, «!It; hier als Prägende zu uns sprechen, wir. wollen da« Judentum in ihrer Kühlung gefülui wisH*ii. uni] doch können wir -je nur anerkennen, da. wo mV die grnlse Linie. fr-ihnUm. und erkennen sie nieht an. wo sie da* Grolk* in die Kleimnfnize de- Allings nu»/iuMÜnz,,n heaimi'n. M».*r vielleicht begehen wir einen Leider, wenn'wir fragen, welche Personen und ICinriehtima>'u mal-stehend -hid"? D«*im mit *Ii!• rage /••rreilsen wir. die innere Kiuiieii de- .Ihdenluin-. Und da*. Judmttmi i.-1 * in.' Kiuluil. Man kann ruielil in '.einzelne . Plia.^'n zerh,g«'o. «•- gibt iü**«il d as mo-ai-rh«- Jinleniiiin. .1.1- . propbeti-ebe Judeultini. d a - rabbini-ehc Judenlimi.-d a .- ms-li-elie »fudi ntuiii, ii a s iieuzi-illiehe Jiiileuiiun. das llefurmjudenlimi, <•- gibt sie niehl als isoli<'rle Gebild.*. in jedem lebt ein .Stink v«»u dem anderen und da- Can/e i-| «-ine innere Einludi. und dain jeder einzelnen Pha*e jeweils -ich iuauife.-iirreii<|e Prinzip behält seine Aulmilät und lebt in allen einzelnen Loehrmungsforuicn fori. Aber g»*rade in die-er Fiuhi’it liegt die für 1111innßg»*l»vij«k* Autorität begründet. Weil Judentum eine Kiiihrit i-t. i-l das. najeweils zur Ordmmg des jüdi-rhrn Lehengr-riiiehl. mit -Atilonlä: und.leidel. Demzufolge i-l auch da-, was in der Neuzeit geschehen Jtud voran faßt worden i-l. um in da* Lehnt des Linzelnni I:: .-ein»*r Hezii'bung zum Jiidcnliuii und zur jüdi-rhen G«*m«*iu»n:nft Ordnung und Kegel zu bi'iimni mul* um dem Judentum hi gi-wandeiteu Zeiten und L’ni-tändni Erhaltung und Entfaltung zu .-utirrn, w»ii mnßg«'hlirhi*m i*liitfltil.s. und maßgeblicher Kinflul-. da.- ' i-t eben in innerem Sinne Autorität. Mau muß da in erster Linie au dir Gelegenheiten zu denken hah<‘u. bei denen befugte sachkundige''Vertreter zusuiiimentraten. mögen c* nun Uabbiallein o<ler Kabhiim V«*r«*m mit frommen und religiös .heuegten' und ii'trre.ssirrteu Laien, wenn dieser Ait-druek gestaltet ist. gewesensein, wenn die-e ‘■hi»*bwnll«*i* des .liidentums in ihrer Zeit zti- . .-amutenlraieu und eine Ordnung des jfidi-ehen Li'bens ver-ujJiteu. Es ist naturgemäß. daß mir die jüdischen V«»vgäug«*. in Deutschland lK\-oudernah« liegen. Ieli denke darum hier an die drei größt*»" KaJ<hii;cr\ei>amin!migeu ]n den vierziger Jaliren de- / vorigen Jahrhundert-, an die .Synodm von Leipzig und Augsburg. Ich denke au die von den lilieralrn Knhhmern in Deiilseldand 1912 anf^cstelheu KieJitlinieu des lilx'ralen Judentums, in denen eine umla>*«*nd:* Ordnung des judi-Hu'ii Eröiniuigkrit-lcbniin un-eji-r Zejt viT-mhl wurde: daß damals die Lakuwelt* für die hier einer Kegel und Ordnung im judiseheii hrömnugkeji-lrhrn iioeh nieltl reif war. tut ja uirhlzur Sache, alle Autorität, wie wir -b; erfa-seu. wird_nie unmiltclhar zur Aulorilät. sondern er.-t im Abstand, auf Distanz.- leb denke überhaupt im ganzen — mol Sie* nul— en es mir zu nute' Indien, wenn ieli in erster Keihr daran denk»* — an die Tätigkeit des Verbandes liberaler Kahbiuer 111 Deutschland und seine K«*-«*hlü»-i\ um vor bmimsidi’i» I’ragen der Gegenwart nicht aus/.uweichen und da- Haupt zu verhüllen. Aber cs i-t mit gleichem Ernst lunziiueiseu auf die ( Vniral < .‘onf«*r«*m*<: <*f American Kahtii-. Mau darf ni«*Ul mir an die-e gleichsam organisierten Gruppen denken, dir* im Namen der ficsamtluMi reden, auch der EiiizHn'*'hat seinen Einfluß und kamt ihn ausülien und er wird -- immer in im-crem Sinne — zur Autorität, leb denke liier, um nur «in Kei-pid anzufübmi. an Dr. Monlcfjorcoiilliiie-. Alle die*e \ ersuche haben ihre Stärke , juid ihre Sehwäeite darin, daß. -ie -oy.u-nu.en laudsrhafllieli begrenzt I sind. Sie giiiyen von der -eeli-eljen Situation der Jinbnheii einehc-iimmtcM Land«*- «i«|«*r eine.- Krdleiles au- und ihr Ziel war und bleibt, da- 1 rr»nimigLcii-lc|>cii dh\-er Juden zu ordnen uiui in eine le-tiiitmle Ikthu zu lenken. Darin liegt eine gevu-se Stärke: . denn c* i-i leiriiter. für ein«* in ”ewi-*em Sinuc uleiehförmiui* Grupp«* zu -«»rgen. :dfür «In* C.e-;unlheit aller Juden, die unter .-o ver-ehi« J« w*i» Lormen de- IKhU-mmul Lulilens leben. |)i<*-«* Stärk«* i-l von einem anderi'ii Ge-iehl-ptiukt aus eine Schwache« denn da- 'Ideale bleibt ja doch die größtmögliche. Zusammeufas-uug. 1.- i-t in «li«*-«*m Kalunen;:u den in den letzten Jahren •ventiliiTteu Flau der S«*uaffmuieineneuen zentralen Svnhcdr»»n> zu <*riimern. Wir -ind nielu dal'imiin. vordem «lies«* Frag'* eut.-ebiei|en werden kam» mul wird. Ljjd -o uewiß es nach vieh*u Seiten bin förderlich wäre, wenn das Judentum eine Zentialiustanz vvi«*der erlijeltc, «Ile Skep-ibleibt, ob damöglich war«*, uiul ob «in in Palä-lina «lomiziltetics Synhedriot bei aller Aut«tritäi «li«* "cnüirend«* Kraft und '«*r;dh*iu «len üenüuendeu rbrrhiiek hat. uni 1'inrie!uuu"eit /u -eliaffeu, die «lie ganze Jinlrnheit williu aimiiunit.. Ah»*r «•- muß au-gcsju'oeben vvi’nleii. tlaß so ‘etwa- <*i'slrchl'werden muß. I ml ist cnj«*ht für alle Kidiltmg«*n zu «‘rreieluH. -o mußte nach einer lu-tauz gestrebt _ werden, «lie zum uumle-ten da- Frömiuigkeiisleben «ler lib«*ral«*u Juden zentral und in grüßtiutiglieiier Geiheiu-amkeit zu onliien shl» lM*möhi. mul i-f auch «Inuielil auf Anhieb zu erreichen, so mülste daliberal«* Jiuh'nlum •!•*»* «*iuzebu*n Läiuler je für Midi «*in Stn*ben naihdlte-rr Kielitnng entfalten. Und klar muß mail steh «larülwr .-ein. daß. wenn cm solches Stechen in Gang kommt — und einmal nt 11 ß .es kommen —. dann von jedem gewiss«* Opfer gchracliUwcrdni mü-st’u. «bum kam» mul darf der Linzrlne uiebt -einen W i*ir* für -ich weiten, dann muß «ler Ligenwill«* siel» «ler Autorität ffi"«*u. «lii* mau tlieordisrh .ersehnt und beiaiil. Wir w«*iid<‘u uh- «ler I-i-ace zu: W ai-t von «*hiem liberal«*!« Jmh'nitnn von l»«*ni«: zu vcr|;iniii*n in Invug auf den'Glauben an «*»n göttliche- (Ir-ctz und in bezug auf «Tu* Notwendigkeiten «ler jüdischen (h'ineinM-hnflS.*lh-tn*«Jend. daß meine Antwort einen subjektiven (.hnrakter trägt, daß sie nur nu-drürkt. was nach inein«*r Meinung, wenn «*s eine' liberale auUniiär«* lu-tanz gäln*. sie fordern müßt«*. Und o h imVhle. che i«*h zu skizzienrn l>eginne. •sagen: ich «*mj»f«*!»Ie griind-äizli«*h. die Kielitlitiieii jiachznsehi'U. tdie «Ue \ «*teiniguiig IÜM*raler Kahhiurr in Deut-dilaud im Jalire 1912 aulgoli’llt hat: sie nähmen im Grunde vorweg, was heute - hier zur Di-kn-.-iou sl«*ht» b*h will gliedern und trennen zwischen dein.was mau persönlich«* I;römmigk«*it nennt, und den* N«»lvvcmligkeitc»» «ler Gemeinseiiaft. Israelals zu erhaltender Gesamtli«.*it; Daerste l*.rfor«leriUs i-t. «laß «ler Tag mit G«*b;*t begonnen’ vvinl. A««u alh*n Auflösung-- und Zcr-etzuiigserschciniiiigcn «ler al>ge4auf«*uen l*,|M>eh«* i-t «Invi«*l!eielil das Schlimmste und Zor- . störendsle. dal» Wille und Kraft zum Gebet gc.-rhwundch sin«I. Es bleibe uu«*rort«*rl. auwelchen p-yi*boh»iiiseb«*:i Grün«l«*u e-. dazu kam. tla spielt«* «Irr Kalionalisunider Zeit mit. «lie meetiaiHseh-naturwissenseliafiliihe W eltauseluuitiiig. «*iue Clierspa.tiiuitm des eigenen Pcr.-ünli«*likeitsg«*fühls. das e» aU Verletzung der Schamhaftigkeit empfand, sieh im Geix t auszuscbiittcii* da sjuelte eine Holle «las Unvermögen. -i«*U in bel>rüiseJu*r Sprach«? zu ergehen, Wider-pnieli g«*gen.dt*n als nicht mit uiis«*rem Knipfindeii als übereinstimmend empfundenen TrM «les Gebetes. . alles mögliche sprach* mit. tun Kraft mul Willen zum Beten zu zerstören. Und .nicht zum letzte« das Schwinden der Erkenntnis.-daß Gebet im .Umkreis des Jüdischen -iH» nicht mit Bitten <le«*kt. sondern SelbiStcrzicliung. Ansprache an sielt seihst ist und Ausdruck de- Geschichtsbcwiißtseiiis. Aber es gibt kein Lromtn-cin ohne Beten, oluie die pcr-önlMic Bczirhmig von Mensch und -G«»tt. ohne «lie Zwiopraeb«*. I> ist a!-o zu fonlern, daß der Tag um. Geliel iM-jfMiiieii wir«l. Ih*i der Bcstiiiiniuug «Ie- Gebetes nun muß inan- »*ine g«:wi--«r Zurfteklialtung austlben. (Schluß folgt in der niich-tcu Nummer.) Mendelssohn contra Voltaire Zu einer neuen Mcudel--«dui-Bi«»graphie Kann mau - Otto Zarcks zum- Teil recht eigenwilligem 'historischen Aufriß auf allen Wegen folgen? Hat der Literat Zairk -- wa- -ein Keelü -ein mag — nicht «♦migermaßen «len llistoiiker veiilunkeltV AikIi in Zarcks Mnidel»solni-Kiogra[>hic ist datragende Kb*im*nt: «li** M«*e der Humanität. :Aber (und dies eben ist neu, «■iüi'tiuijliu, «lii* Historiker vvrrdru sagen: konstruier^: diese Hiimaniläi-hle«* -teilt u»«*il auf der nämlichen Ebene wie der Aufkläruui:.-ge<laiike «!«:.- ai-hlzelmleu Jalirhuudert-. Vielmelir reißt Zan k «’iueu L'nt«*r-« jiied auf, ja einen Gegensatz zwischen Humanität und Aufklärung. Der Prophet der (iumanitut: Men«lels- Ei 11. Der IMiilo-opli «kr Aufklärung: \ ollairc. Humanität: ila* i-i M.*is«eheiiv\'ihrüd'Tnug, Meu-rhenliebe; die innere \ crbmxh jtheil «l«*r drei großen W'ellreligiuneu; religiöse Toleranz (lind T*drnmz :'*ule«*blliiuy. Aufklärung hingegen: der Appell an die \«*num»rt: Vernunft ah oberste Instanz; Vernunft als Maßstab alh*r Dine**. Humauilät: eint: monumentale Bejahung des Meu-eiili«!u*u, «lirigierl voj;r (h fiiiil her. Vernunft: eine Weltbctradiluug mit «*ii:«*ntlieh neaaliv«*m V «»rzeielieu. mit «lern Akzent «ler Kritik: al-o :.,vej-iu:in«*nd. zer»elz«*n«Pi.- Waren «lie Historiker oft geneigt, in M«*ndel—«ihn «li-: Erfüllung «ler Aufklärung zu sehen, .-«» .-elzt Zarek «len jüdischen Philosophen in «liametralen Gegensatz zur Aufklänuig-«*poi*in*: Huuiaiiilut — «las i-t eine Welt des Positiven; Aufkläi uu“ ein«: Weil des Negativ«*». Meinh*!s.-«i«m contra Y«»h«ire'. Im Effekt stimmt"s wohl. ()h Zarek mich in der Analv- .-ierimg i*«*«*!»i hehäb. in der bislorisehen BegrüiidungV vDie Zünftigen, mögen cs eut-elieideu.) Die Beziehung Meiub'l-sotms zu Lessing, selwint weniger problemati-eli «large-lelll. Aucli Zarek erkennt in der bedingmigsloseii . I*n uuii-ehafl <!«•- Juden un«I «h's l’rote-tauten das eul- .-«•liei«h:iide l'.rbdmis Men<b:ls.*olm-. Die Episode Mciulelssohu- Lavaler wir«! ern«*ut g«*.-i*liilderl als «las Ereignis, das In Le--ing den ..Natbaid* aaregte, «Üese «*inmalige Gestaltung der Iluuinnilalsidee in <*In«*r Dramenfigur, die . unverwechselbar «lie Züge «b*s weisen rremid«*s, Mendelssohn-, trägt. Lavalcr batte Men- «lel—ohu ein Buch de-, ’lueologcu Bomiet gesandt mit' der Anffonlertuig': entweder «lie 'Fliese «Jieses Buchs, «Iic darin nacligcwiem iu*ji W abrbeiten «les Cliristenttuus zu widerlegen — oder sieh zum Christentum zu bekennen. Mendelssohu wollte einer öffentlichen Austragung des Ilcligionsstrcits — gerade’weil seine Antwort von «ler gesamten Kullurwclt intcres-icrl erwartet, wurde — an.svteirlien. Da* gab «Irr Freund, Les-iug, «lie Antwort:-'..Nathan «ler W«i.-c!" .Mi*n«|eL-oims Kiditn, längsl mit s«*iiicni .'.iMiädoir* i»eg»*fiiul»*t. wuchs ins Universelle. Die Berliner Akademb* der W i—en-chaflen wählte ihn zu iiirem Mitglied. Indes ließ <b*r König «len Namen sttvielieu. So sehr Mendelssohn dieses Veto schmerzte: mir einen Moment lang denkt er au Auswanderung: «hum wandelt siel» «h:r Schmerz in einen neuen Impuls. Sichtbares Ke-ultal: da- Tolerauzedikt Kni-cr Josefs II. (Die preußische Urform I lar«l«*nlx*rgs kam dreißig Jahre spater.) Neben Mendelssohn- B i b <: 1 fi b ersetz u 11 g bezeii*lmet Zarek als eut.-eheidendes Faktum Mi*mli*lssohns E 11 t «I «*. e k u n g S hukespt*ar«.*s für di«* deutseiie- Sprache. Auch hierbei «las.— mau möchte .-agrn: kollegiale — Zusammeiivyirken mit Le-slng. Bereit- 17Ö7 liesehaftjgt sieb Mendelssohn mit dem. ,.llamleri in «ler „Bibliothek der schönen W*is-4*usehafleui;. Tm seihen Jaiit* «•i*-eneiiit eine Cl»ersetzmig des Hamlel-Monoloüs „Sein «»der Nii’btsen»*’: ein«* Konzeption, die bis in «Ke geheimnisvollsten Tiefen «ler Sliakes|M*aresi*ben Srclcn-Probleiiiatik vordringt; an- «lerer-eils eine -pra«*bschöpferisclie Leistung ersten Hanges. Zwei ' Jahn* -päler 'vierzig Jahre vor S«*hlegel-Tieek) nimmt Lessing «lie \orarbch «les h’reunilcs auf, uni «lesscn Studien zu einer «ler gnißarligslru Kulturtateu «les «leutsehen _Iß. JahrhumlerU au-- zuv.rilril. •Mao mag. wie »dum gesagt, die Zareksehc .Antithese Humanität — Aulklärutig nicht ganz bedenkenlos hinnehmen. Aber pläsli-rh in ihrer geistigen und kulturellen Wesenheit erstellt in ZarekiSurh «lie Gestalt Mendelssohns: <!<*- Juilen, «leu das Ghetto gehai*; «ler aus eiuer:«Iunklen, aber starken und «liebten Gcisiesvvclt aufstieg. ein unvergfmgli«*hes Licht in der weiten Helle, der ctivnpaisehet» Kultur. r. Die iiach-te Vi*r<iffent!icln:ug der JBV. wird «las Werk «les iimg«*n jndi-«*lu*n Si*lirift-telh*rs Emst Fürstentlial. „Abraham**. .-»*in. Fürsteiithnl hat <*s unleriiommeu, die Legenden aus d«*m Mi«lra-el». «ler Uaggada. d«*m •Tnhmid. die sieh um «lie Gc-Iall «les Krzvalers ranken, zu einer lebendigen Erzählung zusammenzufas-en. Das Bueli winl Anfang September den Mitgliedern der JBV ziiüe-tellt weiden. Ein Organift vrird 50 Hermann Schwarz, ib*r Orgaui*t am „Frieden-tcmpel^ - WVr sollte .-ie nicht kennen, die Worte de» .letzten.- des ISO. P-almes: „Lobet Gott mit Posauiietisdiall, lobet ihn mit’ P-aller uml Ztliier! Lobet ihn mit Pauken und Beigen, lobet ihn mit Saiieiispiei und Flöten! Lobet, ihn mit hclltuucmlcn Zimbeln. lu!>et ihn mit -dunetternden Zimbeln!^ Und doch! Was sind alle «lie hier anfgeführien Instrumentarien gegen die „Königin der Instrumente1*, «lie Orgel. In ihr sind alle Klämie und Klangfarben -- zu finden, die notwendig sind, jene Stimmung im GoUcshausc wach/.urnhm. die dem lkter «len Übergang schafft vom Lärm des Alltags zur Statte seiuer "Andacht. Daher ist auch in unseren Orgclsvnagogcu mit Bedacht' die Widitigkeil des Präludiumcrkniml wurden, die den Gi)llcsdienslbe»ucher zum Gehet führen »oll. Sir .-«dien wir, wie der Orgelspieler von Anfang mi für di** musikalische Durchführung des Gottesdienste» von großer Bedeutung i-t. Er muß die Fähigkeiten besitze», jemr^Kcgister zu fühlen uml <*iozustellen, «Iic charakteristisch sind für «lie Art «ler I*Vierli«*hk«*it. Für «leu Vorbeter ist der Organist im wahrsten Sinne de? *• Wortes. sein ständiger Begleiter.' Von dem engen „Zusammengehen** beider bängt die musikalische Weihe des Gottesdienste» al».‘ Auch liier ist «ler Organist der vorbereitende Künstler, «ler iuH*lis«*haffemle, religiöse Musiker, der «len. Kantor durch seine .-iimniung-v «dleu Präludien in das Gehet hineinfülirt. Im Gemeindeg«*saitg mul für «leu Chor ^st «ler Organist eine feste Stütze, uml ainli liier »ol! seine Kunst als Begleiter stets erfüllt sein vom religiösen Erfassen unserer unsterblichen Psalmen und liturgischen Cesäng«*. Hermann Schwarz, der. langjährige Organist im Dienste «ler jüdischen Gemeinde, ist «len Besuchern der Syuagogc Fried e 11 s t e m [1 «* 1 kein Fremder. Er vereinigt in seiner musikalischen Persönlichkeit alle die Fähigkeiten, die von einem jmUselicu Organisten gerade in unsere» Tage» gefordert -werden müssen. Schwarz Bat seit der Eröffnung «les Friedenstcmpels. im Jahre 1923 mit dazu Iwigetraiien,* daß «lie hohe Musikalität «les «lor- ' tigen Gotle.-dicnsics hnhnhrcehcnd wirken mußte zur Erneueemur der Synagogenmusik in den Orgelsyuagogen der Gemeinde. Möge es ihm vergönnt »ein, utn*h hrnge Jahre an seinem herrlichen Instrument wirk«*» zu können, zur Erbauung seiner Hörer lind zur Verherrlichung «les göttlichen Namen». . M. L. * Hermann S e h-w a r 1, der am 31. Juli 1386 in Berlin geboren ist, war Schüler von Professor Papemliek und Professor Mannstedt, ln den Jahren 1900—1909 üble er eine erfolgreiche 'Konzertlätigkcii als Klaviervirtuose und Begleiter .aus. Ion J909—1914 war er Tlieaterkapcllineister an verschiedenen. Berliner Bühnen, darunter dem Thalia-Theater und «ler Komischen Oper. Berlin. Den Weltkrieg machte er an der Front mit. Seit dem Jahre 1923 wirkt ^Hermann Schwarz, der in früheren Jahren auch Klav ierpädagoge am Scharvvcjika-Koiiservatoruint tätig war. als Organist am Frieden»lempcl. ..Die Pfamltings«iper;\ eine .musikalische Groteske von Leon- Iijml Heinrich, wir«! wegen «les großen Erfolges vom ..Schiefen Spiegel*1, dem Ga-tspielkuhäreU der Küustlerhilfe «ler Jüdischen (»cincindc, am Montag, 3. August 1936. alxhids 8.13'Uhr. im Gartensaal «les Logenhause-, Kleislstraße 10. wiederholt. In Zoppnt treffen sieh Brüder und Schwestern «ler Loge l . O. B. 1». am 6. und 20* August um 20.30 L*hr im Hotel Savoy, Südstraße 12-14. Auskunft: Dr. lleaeh, Tel;: Danzig 22028. <SottesMmlte . in «len Synagogen nilt neuem Ritus F reit ag . 3 1. J u ) i. 19 Uhr. Fasanenstraße: Graf. Linden- .slraße. Frinh nsleinpel. Neue Synagoge: Dr. Nußbaum. Lützow- Straße: Dr. Silberstein. Lvvelzovvslraße: Di*, van der Zyl. Priuzivgenten-traße, 19.13 Uhr: Dr. Svvarsensky. i Iei*immn-Falkejib;*r^- Synagogc Nonh*n. Sehönlmuser Alke 162. 19.13 Ulir: Dr. Bra-eli. Osten, * Kai-rr-lraße 30, 19.30 Uhr: Dr. Silberslein. Westend. Kai-erdainm 78, 19.13 Uhr: Kassel. WYilding-Kciuickciidorf. Trift- -Iraße 63, 19.20 Uhr: Goetz. Nordost. Prenzlauer Promenade 1<6. 19.30 Lhr: Zluiet. Jüdische Keli^ious^enieiude Cnarlottenhurg, Sclml-irnßc 7. 18.30 Ulir. Synagogcnvereiii Weißen-«*e. Lothringer Straße 22, 19 Uhr. Jüdbctie ilefm*mu;emeindc. Joachim»« linder Straße 13, 18.30 Lhr: Dr. Ho-euthuL Sonnabend, I. August. 10 Uhr. Lindenstraße: Dr. Sailer. Frinlenstempel: Dr. AdleE Frühgottesdien-l 7.30 Uhr: Limlen-t raße und Leveizowstraße. *Ilermami-Falkenberg-Synagoe:e Nui'den, 10 Ulir, Lil.: Dr. Brasch. Osten, 10 Lhr. Lif.: Dr. SKImtslein. Jüdi-rlie : Keligionsgemeiude Cltarlollenlmrir. 9.30 L’iir. Synagogenvereiu AVeißen-e«*. 10 Ulir: Meyer. Sonntag, 2. August. Jüdische Ueformgemcinde. Jo« - .lianuisstraßc 1(», 10.30 Lhr: Di*. Kopfud. 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