Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 27 (1.7.1936)
- Date
- 1936-07-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Beilage 1. Juli 1936 Problematik des Brieff chreibens Von FltlEDA VALLENTIN JÜDISCHE ÄUCEMEIHE ZEITUNG Beobachtungen auf einer Paläftina-Reif3 Von MAN DIKNEMANN Der .Valor sitzt und schraubt immer wieder am Füllfederhultcr. Heut will er uuu endlich mul seinem'Jungen, der.ausgewundert ist, schreiben. Immer wieder rückt er den liriefbogen znreent mid kui.ut .die' Anrede niclit .füitliat: „Mein, lieber Solui" — das scheint ihm viel zu förmlich. „Lieber Awraham" — so nennt sieh Vctot jetzt mit seinem jüdischen Namen —‘ das ist ihm zu ungewohnt. „Mein Steppke**, so ruft er ihn liebevoll seit klciuaut — aber das palät wonl nicht für eine Anrede-. Nun stehen die beiden W orte der Überschrift freuid und' sonderbar auf dem liriefbogen': „Lieber Jungei" — — — — lind dann rafft sieh der. Ya'icr auf zu cineui.Brief an den Sohn, mit dem er immer in kameradsciialtlielt-witzelndeni Ton verkehrt hat, doch es will iluu nicht in die Feder flictscn, was er so gern ausgedrückt hätte. Es ist eine Problematik, dieses ilriefselireiben. in llriefeu stellt oft gerade düs Unwichtige, weil man sich das andere nicht zu sagen getraut. Gefühle olfenbaren V Es ist wie eine Atmosphäre der seelischen. Seluuul Nüchterne Tatsachen, Sachliches berichten, Dinge, die vielleicht hei Ankunft des Prieles schon überholt sind, vielleicht belasten sic den Kmpläuger nur umtütig! Du flattern jetzt ‘Priele hi die Welt hiuuus und kommen aus der Welt zu uns geflogen. Line ganz neue Form der Pczichuugeu zwischen jüdischen Menschen ist da ungebahnt, eine ganz ungewohnte Form des Gedankenaustausches mul der Licbcsbeweisc: Menschen schreiben einander, die vielleicht kaum je vorher' einen _ Priel* gewechselt haben. Menschen sind auf Briefe angewiesen, nicht nur des Wortes, auch des Schreibens ungewohnt. Und-doch: was bedeuten diese Pricfc im Leben unserer Zeit! Sie sind vielleicht das einzige Paud, das sieh um die Getrennten schlingt, die einzige Freude und Belebung, die wie ein warmer Uaueh, wie eine Erbauung —: Form gewotdene Liebe- — zu.uus drbigt. Briefe' miL Herzblut geschrieben, auch wenn sie. nur Sachliches, vielleicht nur kühle Worte ohne Patliclik enthalten. I11 Amerika, dein Land, dus schon in früheren Zeitcu Ausgewanderten Asyl, Arbeit und Zukunft bot, findet mau noch hellte bi den Heimen der Obdachlosen und in Asylen Scldhlce angebracht mit der Aufschrift: „Wann hast Du zum letzten Mule Deiner Mutter geschrieben?"; Darum schiebt nie das Briefsehreiben auf! Schützt nicht Zeitmangel vor und Abhaltung, sondern rechnet immer 'mit jener Sehnsucht, mit jenem Heimweh und Fernweh, »las die crlüllt, llie auf eitlen Brief warten. Laßt dic~ Gewohnheit sich cinbürgeru, an bestimmten Tagen zu schreiben, lein nicht geschriebener Brief — was vermag er für Unheil, für Kummer auzurirhtcn! Wieviel Tränen, wieviel schlaflose Nächte, wieviel bange Sorgen hängen tut ungeschriebenen Briefen. Dib Enttäuschung, wenn der Postbote wieder die flehentliche Frage: „Haben Sic einen Brief für mich?" ndtfühlcud verneint: „Heut nicht —,uar vielleicht morgeul1* Jeder hüben und drüben muß fühlen, was diese Zeichen der Liebe in der Hand zu halten, was ein Brief bedeutet, auch weint „nichts drin stellt“, was W'ißbcgicrdc, Teilnalunc, Herzensangst zu wissen begehrt. Gewiß, es kelu'L in unserem harten jüdischen Dasein chic gewisse Gleichgültigkeit cm gegen jene Ccschclmissc, die draußen nicht mehr die Intensität und Härte haben, unter deren 'Wirkung die Zurückgebliebenen stehen. Oder gegen' die Sorge und Kümmernisse, wirtschaftliche Kämpfe oder . körperliche Uiigemadi wird inan vielleicht, wenn sic zu oft bi' Briefen wiedcrkcltren, abstutnpfen. Darin liegt ja schon die Tragik des Briefschreibens, »laß nicht immer der Brief als Ausfluß einer Stimmung gewürdigt wird. Das geschriebene Wort steht. Es gibt nicht .sofortige Berichtigung, wie bei dem persönlichen. W ortaustausch. Die Milderung durch den Ausdruck und die Wirkung der Persönlichkeit füllt fort. Eine Erschwerung mehr der Verständigung über Länder und Meere liinfortl - Ja, es ist schon olmchin ciiie Problematik in diesem BriefschrvilHUi, dus uns Ersatz sein sull für unsere liebevollen Beziehungen und Gefühle. Es ist auch etwas anderes,-Briefe aus der Heimat zu bekommen, wo man sieh seine Lieben in ihrem Umkreise verstellen kann, ihr Schaffen mul Treiben im Tagesablauf kennt, -als jene Briefe aus neuen Lernen, die Aufschluß gelten sollen über jene Umwelt,- die sie draußen umgibt. Die daheim - möchten alles aufs genaueste unterteilen tmd sei cs nur aus Besorgnis um Gesundheit .und Wohlergehen. Alle jene klebten Belanglosigkeiten: wie -das Zimmer aussichl, der Arbeitsplatz, die Essensverhältnisse und was au kleinen Geschehen denen draußen, die schon daran gewohnt sind, selbstverständlich erscheint, gewinnt für die Dahcimgcblicbcucn in der Entfernung au Bedeutung. ‘ Schreiben — das ist wirklich ein Kampf mit sich selbst. Soll man aufrichtig sein? Soll man verschweigen? „Der Brief sei das Porträt des Augenblicks1*, wir wollen aber Icbcnswaruie, uhgcschmeichclte Porträts und keine retuschierten. Schreibt Eure Briefe, daß sie das Ziel bleiben der Vereinigung und der Verslüntiigtmg, daß sie die Fühlung bilden, damit sich tue große und kleine Kinder dem Elternhaus entfremden, die Jungen den Alten und die Alten den Jungen. Auch das Unwichtigste laßt bi Euren Briefen stehen. Sprecht getrost von Euch, auch wenn cs Euch egozentrisch erscheinen will. Eure Lieben wollen ja von Euch hören. — Und Ihr Mütter, laßt nicht zuviel Besorgnis, laßt nicht, zuviel gute liatschlägc entfließen. Ihr Väter, wenn Ihr Euch schon zu einem Brief aufrafft, nicht zuviel 'Erzichungsmaßregcin oder Klagen! Briefe unserer Lieben, gleichviel ob sic mit knmn lesliehen Zeichen hiugckritzclt, oh sie kühl uiul sachlich mit der, Maschine getippt sind, ob es nur die primitive Zeichnung einer schrcibuukundigcn Kinderhand ist, sic tragen uns das Glück und »lie I.ieb:; in- Haus und sollen uns innere Femen nahebringen. Der Kulturbund teil» mit: Generalmusikdirektor Hans, Wilhelm Stein borg, »1er für die kommende Saison als erster Dirigent des Berliner Kulturbundes verpflichtet wurde, wird sich dem Berliner Kulturhund-Publikum am 1. Juli, 8.15 Uhr, im Kulturbund-Theater in einem Stbidcrkonzert mit dem erheblich Verstärkten.Kulturbund-Orchester vorstellen. Zur Aufführung gelangen: Ernst.Bloch, Concerto grosso am Flügel 11. W*. Steinberg); Gustav Mahler, Lietlcr eines fahrenden Gesellen (Solist Fritz I.echner): Peter Tschaikowsky, Symphonie Nr. G (Puthetiijue). IJans Wilhelm Steinberg ist. für mehrere Monate auch als .Dirigent des | Uuhcrmannschcn Palästina-Orchesters verpflichtet worden. i « Das in fast allen Kulturländern, heimisch geworden»’, im Jahre" 1933 von seinem Begründer aufgelöste 'Mayer-Mnhr- T r i o tritt in neuer .Zusammensetzung wiederum vor die Öffentlichkeit: . Professor . Mayer-Mahr (Klavier), Y» ladislav * Waghalter (Violhie), Leo Bostal (Violoncello).' IV. Jerusalem, im Juni. Es war: von der l’raxis des religiösen Lehens./.u berichten, spueit es sieh in bestimmten Formen ergeht. Alter-hier ist eine lieriehtcrstutumg besonders schwierig, weil diese Dinge sielt infolge ihres intimen Charakters der (Beobachtung zumeist entziehen. Es macht nicht den E die bisher in einem n kehren. Haupt der S e h a b End es ist ndruck, daß die Kreise der Einwanderer," _ bseits von der Eormenwclt gelebt Italien, nincnsw erteil Umfang zu ihnen zurtiek- und Kernstück des religiösen Lehens ist bat. Daß er gehalten wird, isl bekannt, jvielleicht der entscheidende Unterschied zwischen dem religiösen Lehen in Erez Israel und dem in den Ländern der Welt, daß der Schahbat hier kein Problem ist, daß er nicht den Anlaß zu Konflikten gibt für den, der ihn halten w i 11. Es ist an ihm eine völlige Arbeitsruhe, die Geschäfte sind geschlus- seit, lktuui d Fahrikarheit ruhen, die von Juden betriebenen Autobuslinien gelten nicht. D. It. einzelne Linien müssen gehen, z. 15. die Linie von der!Stu»ll Haifa nach lein Hat* Ifakariiicl, auf dem Engländer imd Araber auch wohnen, muß, obwohl-in jüdischer* llaml, in wenn auch beschränktem Umfang in betrieb bleiben; »lie Konzession ist an diese hedingung geknüpft. Auen die Eiseiihahuuutobusse von Lud nach Jerusalem und von Uas-cI-Ain nach Tel-Awiw müssen fahren . Die Post auf dem Karmelgchict umß ausgetragen werden. liier sielt zu weigern, würde lie- »leuteu, daß dieser Arbeitszweig der jüdischen Arbeit entglitte. Der Eehabbat als öffentlicher liuhclag ist also eine Tatsache, eine Realität. Aber »ilt die einzelnen der strengen Forderung des Saiiliatgeselzes in seiner mittelalterlichen halachischcn Ausprägung folgen, ist zu bezweifeln. Man wird nicht berichten können, daß, abgesehen von den Kreisen der orientalischen und yernenitischen Judtn und von den bewußt ortlnidox, sieh Haltenden, alle von der Möglichkeit »tes Gottesdienstei Gebrauch machen. Von den hier obwaltenden Iledimnissen war schon die Rede. Es bililet sieh allmählich ein Typ heraus, der das strenge Gesetz mittelalterlicher Prägung mit dem Lehen in Einklang, zu bringen stellt. Selbst in den bewußt konservativ geführten Anstalten denkt ntan gar nicht daran, etwa „ die Benutzung des elektrischen Lichts am Schahhat in Frage zu ziehen. In den landwirtschaftlichen Siedlungen kann ntan Tätigkeiten wie etwa das Melken am . Schahbat nicht unterlassen. Dafür nichtjüdischc Arbeit. Iieranzuholen.l ist das Privileg der Separat-OiTlio»l<ixie: in den Mtstaehi-Siedlungen würde mau »luzu nicht zu greifen wagen. Die jungen Menschen in den Siedlungen werden cs sieh nicht nehmen lassen, aut Seltalibal in die Städte zu fahren oder zu Pferde mler zu Esel einen(Tijul Ausflug ins Land zu machen. Die Jugend will ihre Spiele spielen und ihren Sport treiben, wann hätte sic sonst Zeit dazu? Mögen tnum-hidarüber zetern, das Lehen ist stärker. Es gibt sicher viele Chauffeure, die ihre Taxis atu Schalihat jnicht fahren, alter wentt jemand ein* Taxi benutzen; will und sieh an das sowieso auf einer mißverständlichen Auslegung beruhende Fahrverbot nicht halten wlill, so genügt ein telephonischer Anruf, tun einen zu Italien, und auf der Straße stellen sie auch am Sehäbbat an den Haltestellen'. Aber keit( Kino spielt am Freitagabend. In der Nähe gewissefj Stadtteile kann man beobachten,- daß, wenn in einem: Mause ant Schahhut Radio gehört wird oder Grammophon gespielt wird, Menschen sich vor. dem Hause ansainntcht und über die Entweihung »les Sabbats in lauten Rufen zetern. Im ganzen kann man sagen, daß der Schabbat bewußt gcliall<:n wird, daß sieh aber allmählich eine freiere Eorin der Sahbalruhc hcratisbililet. Im Grundsatz muß man feststellcn, »laß in der Sabbatfeier die soziale Note die religiöse ü bet* tönt. Es fehlt noch viel dazu, daß der Scliahhal der Tag der religiösen Weihe ist, er ist der Tag »ler Arbeitsrulie. Das ist wichtig, das ist viel mehr als in der Welt sonst, aber es* ist nur ein Ausgangspunkt, eine Möglichkeit, es ist nicht »las, was von der Idee her das Ziel des Schabhat ist. Vorn Gottesdienstlichen beobachtete ich eine Merkwürdigkeit. Bei den Verneinten — sic selber neunen sich Ternanitcn — wird bei der Toravorlcsung jeder Vers sofort in der a ra nt ä i s e It cn Übersetzung, detit Targum, vorgelcsen. Ein merkwürdiges Beispiel des Konservatismus., In den Zeiten, in denen innerhalb des aramäischen Kulturkreises, als Aramäisch die Umgangssprache war, wurde «las, höchst zweckmäßig, eirigeführt, wurde schließlich zum Gebot. Längst ist Aramäisch keine Umgangssprache der Juden mehr, die Yemeniten sprechen in Palästina hebräisch wie alle, aber was einmal Gebot war, blieb. Jeder liat'ciu lhiclt vor sich, in dem auf jeden hebräischen \ ecs tlie Übersetzung ins Aramäische mul dann die Übersetzung ins Arabische folgt, ein Knabe wiederholt aus dem Ruche jeden Vers in Aramäisch — nicht in Arabisch, das die Umgangssprache der \cmeiiiteu ist. Die Verneinten sprechen übrigens das I lebräiseke in einer Art, die weit mehr au unsere tisch- _ keuasisehe Aussprache imklingt als tut tlie sefarilischc. Was über die Frier des tichubhul gesagt werden, kamt, gilt ebenso für die F e s t ta g c. Nur daß hei ihnen, soweit sie mit dem geschichtlichen Lehen Zusammenhängen,’ die nnliomtlc Note, stärker nnklingt. Zn den gewohnten Festen aber gesellen *ai»-h neue, mit dem Leben im Lande zusammenhängende. Neu insofern,, als ihre Feier eine neue Note erhält, naturverbunden wild; sie sind auch nicht mit der Arbeitsrulic verbunden und bergen die Möglichkeit in sich, zu Volks festen zu weiden. So */.. 15. der lö. Sehwal, der "lag des Frühlingsanfanges, au dem die Sclluikiniler Räume pflanzen — welch notwendige synilm- ' lisclic Handlung in diesem Laude, dessen Holzreichtum den Kriegsstürmen, der Mißwirtschaft mul den plaituiäßigen Zerstörungen zum Opfer fiel. So das sogenannte Chag liahikkiiriui, Fest der Frühreife; in > ihm verschmelzen zwei biblische religiöse Handlungen. llikUiirini war die Bezeichnung für die Brote aus der neuen \V cizcncrnlc, die aitr~Sehawnoth geopfert wurden. Bikkuri*»ii_wnr tlie Bezeichnung für »lie Erslrcifcn der Früchte, die — ohne bestimmten Termin — in feierlichem Zuge nach Jerusalem gebracht wurden. Heult; wird dus Fest als Fest der Schuljugend gufoierl, ■ am Tage nach Schaw wollt; die Kinder -bringen alle iwögficlicii Erzeugnisse heimischer Zucht, pflanzliche mul tierische,' das Gebrachte wird zugunsten der Keren Kajcmet veräußert, der Gedanke der Wichtigkeit tler lozeret liaarcz, der* Erzeugnisse des Landes, wird unter strichen. Man kamt nicht wissen, welche Entwicklung— solche Feste einmal— nehmen können, alle drei Wallfahrfsfcslc waren, ehe sie mit tler Geschichte in Beziehung gesetzt würden, einmal F'este des landwirtschaftlich bestimmten Rhythmus.- ln allenr'licgt ein fruchtbarer und enlfaltuiigsfäliiger Keim. Es ist. nurzu wünschen, daß nicht der arcligiüsu Gedanke der Vergottung des Landes int Mittelpunkt steht, sondern tler religiöse, daß auch das Lund ein Teil der'Möglich- — keilen des Dienstes an Gott ist, daß diese Feste .die umfassende religiöse Note empfangen. (KorLsclzuug folgt) „Tancred66 Benjamin Disrucli« Pai&MlinaromaJi Benjamin Dcuaeli, Siilm eine)* Meinen Schriftstellers jm)i»eh- >I>ani-ilifr Abstammung, der in dem Alter,'in «lein lindern jüdische .hingen Haniii/woh werden, dureli die utiglikauiHchc Kirche die * Tnuie empfing und uajh einer wildbewegien, »teil anführcinlcu j't lit-u Laufbahn, in der er Ägypten in den Machtbereich _des lit-hw-hen Empire zog, Zypern erwurh und der Königin Victoria dm Titel einer Königin \on Indien errang, al» Earl of Tleucointfield .sein ruhmreiche.* holten beendete, bringt alles mit, um diu £c«Urullignr eine* großen hi*toriachci* lloiuuir* zu werden« liier buben hi)» unsere mif der ewigen JStuffaiichc befindlichen Autoren ein ergiebiges Thema entgehen liihscn. Stau dessen hat Julius KJbuu Rieh als literarischer Schliemaim betätigt. und einen der bcmul erkeinilmareichpii llomaueaiisgugruhrii, die den grotten englischen Slaatsiiiauu und romemiLcIirn Dichter zum Verfasser buljein Klhaiis llliek richtete «teil nithf auf „Gnihigshy**, in dein der getaufte Jude Disracli — .wie auch von der politischen Tribüne beruh — für das Judentum warm und kämpferischcintriit, -oder auf „David Alroy“, dem die Idee der W iedererrichtung eines JudciistuaU zugrunde liegt. Seine W ahl fiel auf einen anderen PulfMimipilgcr,' einen' Namen«- veiler und Naehfolger jenes Tancred, «len* ’I'iism» in «einem „Befreiten Jerusalem" «Ion 1 leldeulorl»eer um die Sliru. gewondcii hat. (TuricretV war übrigens mich «ler Yerhiudtingsiiumc des Studenten Theodor llerzl in der Winter akademischen Ihirsclicusehaft Alhia, aus der er dünn austrat.) . v - Disrnelis dichterischer Jliogfuph Andre .Maurois er/öldl, wie der zarte mul srhwuelilieJm Ih-njamiu cituiia! ln «ler Schule von drrlicr organisierten Mitsehiil«-m brutal filierfallen wurde und zur. größten Ch^rrnseliung um Kameraden' und I^hrerii Sieger lilirh. Hätten sie grwulst, dati «ler kh*mc Ucujuumi »eit* drei Jiihren heimlich Lntrrrirbl in «ler seiner Art entgegengesetzten Kunst des Hovens Uiilerridif genommen halt«', so wäre jhr. Kr-ilaunen weniger grola gewesi*n: -— Solelie (iegeii'iälze, wie sie sich m (.liarakter, Haltung und I laudhmgswei-e Dis.raeli* durch sein gmi'/csJLelwu hmdurehzichcii, weist nurlrder Human von dem nnini Krcuzziig den cugli*«dieii 1,0rd Tauercd Monl;unile auf," «ler das’Heil im <Jer Quelle suchen will, am - (irah des F.rlÖsers'und auf d«*m Hcrgc, wo Moses die (iehote des Herrn empfing. (Gedankliche, haiidhingsinäUige und stili-tiseh«: (»egeusatz«'. Hier, ein romautlscli versehwärmU» Siehhiugehen an den Zaul>er paläsiinensisehrr Mondnächte und. die W n.H|culaudsehaft der Siuaihalhiiiscl, da die {»olitischert Wünsche «les ^tanlSinnnm*. Hcligi«>-c Hrolilern«: neben Karl-.May-haft aulmitcnden W üsi«rna)Mrriteiierii mit Überfällen, .Gefangenschaft und t [.icltclri. Auseimmilerset/.ungcu öfter Judentum und Oimtaitum neben irouiselier Glussienmg der Londoner Cescllscluift. Wie der Dieht«tr für di>; farbenfrcii«Iige Sdiih/ertirtg der Welt des Orients Kimlrüeke verwerten konnte, «lie er fünfzehn Jahre vorher auf einer PahlstinnrrSsc empfangen halt«-, so kam ihm, .«lein Löwen «ler Londoner Salons, 1h?i der Charakterisierung «fer englischen.. Kreise «eine Kenntnis des - Milieus un«l «einer Menschen /ipinti*. Eine Art Sclhstportrüt hat Dlsrarli. in «Irr