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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-06-24 · 26 (24.6.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
26 (24.6.1936)
Date
1936-06-24
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Es wird gemeldet: H Wie der Aon der Jüdischen Ih'fomigenirinde hcgrfiudctr Bildungsverchr mlttcilt, wird in der J o sc ph - Lc h m a n n- Schule in der Jouchimsthulcr Straße neben der bisherigen Volks-ebule eine Judiselic P r i va t.» idi u 1 «• für Knaben und M ä d <• h e n errichtet werden.. Die Eröffnung soll iin Oktober zimä«*lM mit der Sexta »lall finden. Der Lehrplan »irht iu!»c» «Icr licsondcrcn Pfleg«* des Kelijiiousunlerrieht!* fremdj-praehlirhcusprachlii-hcn L nteri ieht in Franzosi-i h. Engli.»eh und Lulcinisch vor. B Der Breslauer ...!üdi«e|ien Zeitung4* zufolge >Sud .-eil Beginn dies«*;*, .Jahres in Brolau z «* li 11 Personen ans dem .1 u d <* ii I ii in I»7.w. ans der Svnagogcngemrinde a u s g e l re t e u. ■ Zn der von der Keirhsv<*rtretuMg iler Juden in Deutsch« land licraiisgrge!»en<*n Liste j u il i s e!i «• r Badeü.rzt«* und Kuranstalten in Deutschland ist. wie nutgetcilt wird. eine Berichtigung rrseliienen. die* auf Anforderung von iler Beirh— vcrtrclung der .luden in Deutschland, BerIi»-(riiarlntlenburg 2. Kuntstjnßr 158, geln*f«*rt wird. ■ Die S i> i n o/. a s t r als e in Hannover i-t in Nietz-ehe- Straße imibeiiniiul worden. . . # 'B Nach 'Meldung lies .:\\ illiehnsha\4-n«T Kuriers’' ist di«* II e i n e .» l r a ß e in Ilü>l ringen in Rusel«*i>trnßr uinbctintinl wordcu. Dii* Schule!leinestrnlAc ‘heißt jetzt Hu-eler-Srhide. B Der ('. o ii u i* i I f o r Oermni] Jewry hat.die neunte?■ "Ls tu hei si*incr Aktion zur Aufbringung von i*iuer Million Pfund für die Hilfsaktion zugunsten iler .Juden aus DeiitscJilaud veröffentlicht. Die Sammlungen Ii.*iIh*ii einschließlich der in dieser List«: aiisgewiescnen Beträte die I loh«* .von 626 195 Pfund erreicht. B Ibis s e li w e .1 i.s c h c Parlament hat mehren* Anträge von Nerlretcrii der- Beeilten, die Eiiiwandcrimgshcstimumiigcn zwecks Fcrnhallnng von JCinwänderem aus Deutschland zu v«*rschürfe». abgclchul. Entsprechend dem Antra" der jurisiiseJien Kommission, keinerlei Vorsrlilü« c z u w e i t e r e r 1*1 iits eli r a ii k ii ii " der E! u w n ii «i c r ii u g aiizunelmien. hat da** Pmlair.ciil die Iterierung Idoß l**nuftragt, Moglirhkeite» für eine Verböserung der leehiiisclien Kontrolle über die iCiuwauderiui" von Ausländern zti prüfen. . B Wie aus Algier gemeldet wird, ist es in Sidi Ilel-Ahhe.s anläßlich einer Kundgebung iler Volksfront zu heftigen judenfeindlichen \ u s s e Ii r e i t u n g i* n gekommen. Polizei und und Militär -or»t,*n für \\ iederher-tellung der Ordnung. . * Hei den \\ ahlen zum neuen 11* t a u i s e h e it P a r I a ui e u I ist 1 k e i ii .1 ii ii e durdigedruiigen. ohwohl die Hrgirnmg zwei \ertreter der jüdischen Bevölkerung auf-ilire Liste gesetzt hatte. SPORT Berliner Umfchau ISO 33 srhliigl ..Kaisrrallre“ In einem- Te nn i s M*rhaudsspii*| .schlugen ilir ersten II.Tivn der ISO 33 die gleielie Vertretung des Triuii-rluhs Kat'crallcr nach hartem und gleichwertigem T mil 6:3 Punkten. 14:8 Sjiieleu und 109:77 Sät/.eii. Em/.rlergcbiUssc ISO zuerst genannt : Jmic|i~Jai*oliH>lm 6:1. 6:3; Ifiichs-Liehter 3:6. 1:6: l.owi*nthal-Meyrr 6:1. 6:1: Sihüfcr- Sfcarke 7:“: 6:3; Sach—Zeidler 6:4. 0:6. 3:6; Blmn-Bciulcr 3:6. (k:4. 4:6: .laneh Sehäfer-Zridlrr Jacohsolm 6:1, 6:1; Löwcnthnl- \Sm*hs-Starke' Liehter 6:4. 4:6. 6:4: Puchs rillum-Brudcr) Stargnrdtcr (»:3. 3:6. .7:0. ISG-L«*i(*hlalhlct<*ii schlagen Westdeutschland lu.einem \ei standen sieh am Sonntag in Koln die Auswahlmannschaftcu des westdeutschen Rjl'-Vcrhnudes und des durch die ISO 33 vertretenen‘ Berliner Bezirkes gegeiifiher. Der Kampf war ausgeglichener. und die ISO 33 gewann zum Schluß dank besserer Leistlingen der Frauen mit 160 : 130 Punkten. J)as sehr heiße Wetter ließ namentlich in den Mittel- und Langstrecken keine besonderen Leistungen' zu. Trotzdem sind einige Leistungen erwähu«*i'swert. so der 6,515-ui-Weilspnmg von Salmaug Muhet) . der danehen noch die 100 m in 11.4 gewann, der Di-ku-wurf miii Itosenhaum Mmnlcr', dem m glrirhmäßiger Serie 34.30.1 vor Burg 33.001. gelang.*u. In de» Mittelstrecken siegte I'rötilleh Berlin) leicht, ebenso wie Wirnskowitz in «len langen Strecken. Die Staffeln brachten folgende Ergebnis-«*: 4 100 m gewann \\ estdeiii-ehlaud in 41.1 Sek. vor Berlin in 41.3. die I*rauuistaffel IS<• in'der neuen Rekordzeit wm 14..1 und die 4 400 in gleirlifaUs Berlin. - Berliner Vorfchau Trmiisinrnirr der ISO 33 In der Zeit \ntu 24.-23. Juni veranstaltet die. Tenui— ahteihtug der IS(« 33 iin zueiics Allgemeines jüdische- Tennisturnier aut den Plätzen in der Fricdrich-ruher Siniße. ’reiluabtnebpvehligl -lud alle jüdi-eneu Spieler und Spielerinnen mit Annahme «Irr 10 Besten. •Iiigenilfi*s| des Bar Km-hha Bar Kochha-Ilakoali liiiirt am. kommenden Sonntag für «len Bezirk Iti-andeiihiirg. de- Deut-ciim Mukkahiki.-Ocs ein .lugend- .sporlfe-l durel», da- \.»u allen bi«*-igcn Mairkahixeieineu he.-eliiekt wird. Begum: 14.30 L*hr. Sport im Reich l brrall Leielitalhlrlikiuei-terscliafldi Frankfurt a. M. Der Lande»nhaud Süilwe-i.hutsehland des BjF-Sporthnndes führte seine Lamle-xerhandsmei-terseiiaftcu in Frankfurt a. M. durch. Leider mußte die glänzend beschickte Veranstaltung, die sieh auch sportlich gut auließr infolge' des cuisclzemlru Sturmwetters ahgehrociieu werden. Linige. Leistungen sind henorz.ululien: der Hoehsprung-ieg von Bciidnrf in 1.68 m. «Irr Wirscneek*. der auf 1,62' m kam. auf den 2. JMatz verwies, die Sprungliubr A-im 1,30 m. die hei den Damen gleich zwei Frankfurtermneu überwanden, der lOO-m-SIeg \nn Pohik. der AÜllig vernaltrn 11.6 lief, und die 400 m \on Haas, der Wiesenerk ’ in 11.« krhlug. Furth s Zum erstenmal kamen die Mci-ier-ehaften des nnigegründelen huycri.sehen Landr-verbändcs de- HjF zum Aust rag. "XeUm den Bayern, die vor allein in der .lugend ein ganz ausgezeichnetes Material an den Start brachten, taten sich die Vertreter «les BjF-Stuttgarl hrrvor. rht‘rrasehend die Niederlagen \on Seliild. der sieh Builiu gleich zweimal beugen mußte. Der erfolgreichste Athlet war Klaher, iler den Hoelisprung mit 1,61 ui, den Weitspruiig mit 5.90 rn, das Kugelstoßen mit 11.40 ni. das Diskuswerfen mit 30,8.3 in und das Speerwerfen mit der relativ besten Leistung von 45,96 in gewann. Hamburg Auch in Hamburg machte das Wetter der vom ' nordwcsldriil.-elirn Landes\erhandes des RjF aufgezogenen Veranstaltung ein frühes Lude. Trotzdem ließen die bereits voustutteu gegangenen Wettkampfe erkennen,- daß neben einer vorzüglichen Jugend, die Breileuarheit hei ' Männer und Frauen erfrculieJie l‘orl.-clnitti* gcmaelit hat. Die liesteu Leistungen: ein .lugemiliclier lief die lÜOO.m in 3:04, ein anderer die 800 m in “2:26. Der Wcitspnuig für Mudcl wurde mit 4,42 m gewonnen. Bei den Männern gewann Frankenstein (Hannover) die 400 m in 57 Sek.. Bcmidsohn das Kugelstoßen mit 10,32 m. Hannover . Der nordwestdeutsche Mukkabl führte seine Vereinswettkänipfe in Hannover durch. Sieger blieb naturgemäß Bar Kochhalluinhurg vor Bar Korhbu-Hannover und Bar Koehha-Bremen. Die besten Eiuzclleistuugcii vollfübrtc im lloebsprimg Bhmck. der 1,70 ni spielend überwand, und Hermann, der das Diskuswerfen mit 32,45 m und das. Speerwerfen mit 43.85 m gewann. El li Kendziorra lief die 100 m in 13,6 Sek*. ©tum CHI Neue DeviMUianordiiungeii Die Bcichsrlcllc für Devisenbewirtschaftung Lst ermächtigt VMinlen. für bestimmte Einzclfälle die Norsehriflen ül>er Ausnahmen von den Beschränkungen und Verholen des I)rvi>eiige!»ctzi*s aufzuheiien, um zu verhindern, daß die Ausnahme- Vorschriften iiiißhraueht v»erden. Die Hcicltsslcllc für Devisenhewirbiriiuflung hat sieh hierbei die letzte Entscheidung über die Aufhebung der Ausnahmen vorliehultrn. Eine *im „llelehsanzi^iger4* veröffentlichte Verordnung enthält Abänderungen der RieUlliiueü für die Devisenbewirtschaftung. Sie gibt unter anderem der Beiehsstelle die Befugnis, nh Einzel falle anzuprdneii, daß ein bestimmter Vorgang der Genehmigung bedarf. Ferne! ist die F re i g re u z e für Gesellschaften. Körperschaften. Stiftungen und Anstalten aufgehoben worden. Außerdem ist für die Be/.ab In u g von Waren eine Abänderung der bisherigen Be.Htiuiimingeu über die Inanspruchnahme der Freigrenze für Wareiibezuhltiug verfügt worden.- Weitere Anordnungen beschäftigen sieli mit der Ausfuhr von G o I d w a r e n , die erheblich eingeschränkt worden ist, sowie, mit der Verwertung von Urheberrechten und Verlagsrechten durch Auswanderer. Danach fällt auch der Erlös von literarischen, und künstlerischen Urheberrechten unter die Dcviscngesctzgcbung,. während bisher nur der Erlös gewerblicher .Schutzrechte erfaßt wurde. Außerdem sind nunmehr auch die Erträgnisse und der Erlös \«m Verlagsrechten den Beschränkungen der Dcvisengcsclzgebimg unterworfen. ln Ergänzung der bisherigen Anordnungen über den Nummernzwang der Wertpapiere ist angeordnet worden, daß diese Bestimmungen auch dann entsprechende Anwendung finden, wenn \\ 1* r I p a p i r i*« au einen Ausländer im. Inland nusgrhändigi werden. Die Erstattung einer Numtnemanzcige ist jedoch nicht erforderlich, wenn ans einem AnslandsdejHit Kupons mit Genehmigung der Devisenstelle ah Jen inländischen Eigentümer gesandt oder ausgcliefort werden. Für dm Einzelhandel Aus den anläßlich der Olympiade für den Berliner Einzelhandel erlassenen Vorschriften sei.erwähnt, daß es unzulässig ist. Preisschilder mit den 5 Ringen zu versehen. Die Verwendung der olympischen Symbole sowie «ler Worte olympisch usw. für -irgendwelche Erzeugnisse oder für die Werbung; ist nur nach Erteilung einer besonderen Genehmigung gestaltet. An den Schaufenster» und iler Ladentür dürfen sie angebracht werden. —’ In diesem Jahre sind für den Sonnlagsverkauf vor Weihnachten nur zwei Sonntage statt bisher drei Irvigegeheit worden. Ein Offenhnlteu der Geschäfte erfolgt in diesem Jahre nur am 13. und 20. Dezember. Ncuorgaiihatiun des. Althaudels Wie milgeleilt wird, ist eine neue Zweekgcmeiusehaft Alt Iiandel ins Lehen gerufen worden. Dieser neu gebildeten Zweck- Aus BRASILIEN zurück: Herbert Frankenstein Wirtschaftsberater Berlin —Sao Paulo Dozent d. WirtschaftswIssensch.f.RadioSaoPaulo Braslllen-Auswanderungs-Beratung durdi Jurist und Wlrtsdiaftswlssenschaftlsr — Uebersledlung — Var« mSgenstransfer — GesdiÜftsgrQndung — Wirtschafftsbsratung — Ständige Korresp. u. Vertreter I« Brasilien BERLIN-CHARLOTTENBURG. Schlüteistratie 33 Sprechstunde nur nach telefonischer Voranmeldung«: C I Steinplatz 3337 gcmeinschafl situ! alle iliejeulgeu Eiuzelhandelsfinnen zur Beratung und Beiri*imng ztigewiesen worden, die aussehließlieh ‘ oder in rrtheblirhem Umfang Altvvareiiliandcl Iietreihen. . Soweit nicht branchenmüßig etwas anderes vereinbart worden ist. gilt ein AUhatidcl \oii 25 v. II. des Lin^it/.es als erheldieh. Auf («rund hi'Houlercr Ahmaehungen gehört der Hamb*! mit geiiranrhteu Briefmarken organisatorisch nicht zur Zwcekgcnicmschaft Altliandei. Feno*r werden Eiuzelhfindler mit gebrauchten 'Musikinstrumenten mir mit cinlwzogen,'» wenn sie zur Ffthrung des 'rrödi'lhuehes verpflielitcl siml. Die neue Organisation befaßt sieh lediglich mit Althandelsfragcn. während die rein fachlichen Fragen weiterhin von den Fnchgrupi»e» wahrgenonmien werden. Die Lehnt.-Versicherung des .Auswanderers Die Bciehs-telle für Devisenbewirtschaftung hat die Fragen der IThrrwrisimg von \ eisieijennigen in einem ausführlichen Uitmlerlaß neu "rregelt. I lervorgchoheu sei daraus, daß dir Auszahlung von Vrrsirhrnuigs- und Sehadciissummcu aus Verträgen, die Aiis«>;mdcrci vor ihrer An-wandcrung im luland abgeschlossen Indien, unter bestimmten \ orau-setzungen ins Ausland überwiesen werden können. I»-l»c-nndrrc ist eine rherweisung möglieh hei Xachweider Bedürftigkeit und hei wirtschaftlicher Notlage. Kami dieser Naehweinicht erbracht werden, so kann der Betrag aiif ein Aiewandcrcrsperrkonln gutgebraeht werdenwenn der Berechtigte hiermit einverstanden ist. Ohm* Prüfung der Bedürftigkeit kann die Genehmigung erteilt werden, wenn der Betrag au inländi-ehe Angehörige de- Antragstellurs, insbesondrr.* als Unterstützung, ausgczahlt werden soll, und der Verdarbt einer Verbringung der Beträge ins Ausland -nicht besteht. Wenn die Überweisung ius Ausland vorgenonimeu werden soll, hallen die I)rvis'*n-trlirn darauf zu achten, ob iler' Verdacht begründet ist. daß der Versiehcmngsnhsrhluß .zum Zwerke der Kapitalflucht erfolgt ist. Außerdem ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des für iUu letzten inländischen Wohnsitz des Auswanderers zuständigen Finanzamtes beizubringeu. wonach Steuerrüekstände nicht hc-tehen. Verzicht auf steuerliche Rechtsmittel Ein Kaufmann hatte dem Finanzamt angcgclicn. daß er seine Gewinne und Umsätze zu'niedrig angegeben habe. Id der darauf rmgcleitctcn Verhandlung hatte er anerkannt, daß seinen Einkünften und Umsätzen licstimmtc Beträge für die in Betracht kommenden Jahre 7ii7.u*otzcn seien und hat dabei auf Rechtsmittel gegen die hiernach in Relrachl kommenden Stcuerunchzahlungen verzichtet. Der Beamte hatte dem Kaufmann gesagt, die Slcucruaehzahluugen werden etwa 2000 UM ausmarlicu. .Tatsächlich wurden 450U KM Slcuernachzahlungcu gefordert. Der Kaufmann wollte nun trotz seines Verzichtes auf Rechtsmittel gegen diese . Steuerforderung Einspruch cinlcgen. Der Reichs(iuanzhof hat ihm grundsälzlich Recht gegeben. Ein Reehtsmittelv erzieht von Erlaß des 'Steuerbescheides ist nach seiner Ansicht hur zulässig, wenn sich Finanzamt und Steuerzahler ü)>er Grund und Höhe der Steuer, die das Finanzamt verlangen will, einig sind. „Im Regelfall muß auch der Betrag der Steuer wenigstens im Überschlag in die Verhandhmgssehrift über den Verzicht aufgenouimcu werden. Da dies nicht geschehen sei. sei von der voit dem Kaufmann erklärte Verzicht auf Einlegung eines Rechtsmittels gegen die Steuerforderung bedeutungslos geworden. - Wenn auch, der Reielisfinanzhof an und für sich die Einrichtung des Verzichtes auf Rechtsmittel für gut hält und insbesondere für angebracht, um Vereinbarungen zwischen dem Fiskus und einem Steuerzahler zu erleichtern, so muß die ungefähre Höhe der Steuer doch in jedem Falle feststclien. Gibt der Sleucrbenmto eine irrtümliche Erklärung über die -ilulle der Steuer ab. so kann dies nicht dem Steuerpflichtigen zum Nachteil »»gerechnet werden. Vertreterprovisionen In den meisten Verträgen, die mit Reisenden und Vertretern abgeschlossen werden, findet sich die Bestimmung, daß die Provisionen für die von den Vertretern vermittelten Aufträge in dem Maße fällig werden, . wie die Zahlungen auf den vereinbarten Kaufpreis cingchcn. Das Rciciisarbeitsgerieht hat. sich in diesem Zusammenhang jetzt mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluß die Kündigung des Vertreters und das Aufliöreti der Tätigkeit auf die Provisionen haben kann. Danach erlöschen die Ansprüche «ler Vertreter auf die Provisionen nicht mit der Beendigung de* Dienst- oder Agentenverhaltnisses. Vielmehr steht der Anspruch aul die Provision auch weiterhin den bereits ausgcschicdeucu Vertretern zu. Nur wenn besondere, entgegenstehende Abmachungen getroffen worden sind, haben diese Geltung. RECHT •« ALLTAG Neue Cesct7.e , Durch eine Bekanntmachung des Reidiswirtschaftsmiiiisters ist ein V'e r z e i e h n i-s d e r G e w e r b e , deren Errichtung; Wiedereröffnung oder Erweiterung verboten oder von einer Genehmigung abhängig ist, veröffentlicht 'worden. Sachlich bringt diese Veröffentlichung. nichts Neues, sie stellt nur eine Zusammenfassung nach «lern letzten Stande dar. Ein im ,,ReiehsgesctzbIatl;’ veröffentlichtes Gesetz beschäftigt sich mit der Frage des Erwerbs e i g e u e r ‘ A k t i c'n. Nach «len .bisherigen Bestimmungen war für den Erwerb eigener Aktien ein-Satz von lü v. IL festgesetzt worden: ebenso auch für die Einziehung. Jetzt ist verfügt worden, daß der Rrichsjustizmimslcr iin Einvernehmen mit dein Reiehswirtsehaftsminister. AktiengeselL schäften" und Kommanditgesellschaften auf Aktien auf ihren Antrag von der Einhaltung dieser Prozentsätze befreien kann. Der Leiter der Reiehsstelle für Devisenbewirtschaftung hat Aitsführungsbeslinimtingen zu dem Gesetz über die Gewährung von Straffreiheit erlassen. Die Atisführungsbestimmungen regeln 'insbesondere den Erlaß von im Unterwerfung»verfahren * rechtskräftig erkannten Strafen, die Niederschlagung. aijliängiger oder neu eingeleitetei* Verfahren und das Beschwerdeverfuhren. Die Verpflichtung zur Annaliine von Sperrmark Der Große Senat für Zivilsachen beim Reichsgericht hat eine jetzt «ler Öffentlichkeit, übergebene Entscheidung gefüllt, die für die Schuld- und Kückzahliings\crhültmssc zwischen ausländischen Gläubigern mul inländischen Schuldnern von größter Tragweite Ist. Danach i-t es in «las Belieben des Gläubigers gestellt, ob er cs aunehmen oder ahlelmeu will, die Zahlung auf Sperrmarkkonto hei einer Devisenbank als Erfüllung «ler Verbindlichkeit anzunehmeu. Aus «len Entsehciduugsgrfindrn sei erwähnt. «laß «He (rt*m*lunigimg der Devisenstelle zur Zahlung auf ein Sperrmarkkonto den Inhalt des Srhuldverhfdtuis.senicht derart iimwaiuli’ll. «laß. der Schuldner jetzt Zahlung auf ein Spemnarkkonto schuldet. Die Devisengenehmigung beruht vielmehr auf «lein Gedanken, daß die aus «ler deutschen Deviscnkn sich ergehenden Schwierigkeiten möglichst im 'Wege freiwilliger Vereinharunt: zwischen Gläubiger und Schuldner Indioben werden sollen. Da also die Dcvisengesetzgchung das Sehuhlv eriiältiiireibst nicht umwandcll. sondern es bestehen . laßt, so verstößt «ler Gläubiger nicht gegen Treu und Glauben, wenn er Zahlung atU Spemnarkkonto nicht in ErfüIIungsslatt annimmt. Andernfalls hätte «Irr Gesetzgeber eine dahingehende Regelung getroffen. Nach dem jetzigen Stand «ler Gesetzgebung bl.eiben «Üe Sr!mldv;crliältnisse vorläufig in «ler Schwebe, wenn der Gläubiger sich weigert. Zahlung auf* Sperrmarkkouio als Leistung an Erfüllun^sstuU an/.um*hnu*n. Bestände nicht gedankenlos verschleudern. Auflösung jed. Obj. durch erfahrenen Fachmann. B. WOLFF W50,NQrnberg.Str.451 B H 5 5 8 6 Sofort Bargeld! Druckerei-Verlag HALENSEE Franz Wiener, Johann-Georß-Straße 20 Bitte rufen Sie an: j 7 5671. UnvjerblndUche Werbeberatung dir. Tom faapr Strehmtndd. HL,nurflaItitrJ9,z«J«l-Lfirttstr. F7 4582. iffarkit jJ! JecfcM bUVfS* Hauptschrütleiter: Dr. Eugen Tannenbaum. Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abteilune und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Werner Heine. BerHn-Wüm. — DA I. Qu. 1936 3033. Preisliste Nr. 3 Verlag: Vertagsgenossenschaft ln Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eQmbH-. Berlin Charlottenburg 2. Bleibtreustraße 2. Druck: Sonneadruckerei GmbH (Felix Wolf). Berlln-Charlottenburg 4! 3 37^4 086369 A-C

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