Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 26 (24.6.1936)
- Date
- 1936-06-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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(1 -b&--lig^g»»»JüiiULUU‘tl|lw ber^h 24. Juni 1936 " PREIS 25 PP. Nr. 27 / 16. Jahnan« JUINSCHE AUGEMEINE Schriftleitung und Geschäftsstelle: Berlin*Charlottenburg 2, Bleibtreustratfe 2. C! Steinpl. 3703. Bankk.: Kreditverein l. Handel u. Gewerbe eGrabH, Berlin N 24. Postscheck-K.: Berlin 25720 — Bezugspreis: RM. I.— monatlich izuzugl. RM. 0.10 Zeitongsgebahr und Bestellgeld), bei Streifband Versand tuzflgj. RM. 0.30. SU Verlag: Verlagsgenosseoscbaft io Deutschland ansässiger Juden su Berits eGmbU.. liin.-Charlottenburg 2. BleibtrousU. 2. Anuigenpr.: Die I2geep mm « Zeile Rpl. 3. Itir Hainilleitanzeigen .Rpl. 0. für Stellengesuche Kpf. 5 Bei unverschuldeter NichtbeUefeeung besteht heia Anspruch auf .Vergütung NEUE FOLGE PER JÜDISCH-LIBERALEN ZEITUNG Abfchied von Julius Brodnitz Im Spiegel der Zahlen Brief für d i o ...I u d i - e Ii r A I lg <* m v i ii e4* Eine unübersehbare Trauergemcindc, die sich aus Vertretern aller zentralen jmlDaien Organisationen und Menschen aus deiu großen Freundeskreis Julius Brodnitz5 zusammensetzte« halte am .Montag das weite Halbrund der Halle des Wilmersdorfer Krematoriums gefulli. um dem -Vorsitzenden des Ccnlralvcrrins der Juden in Deutschland die letzte Ehre zu erweisen. Die ‘Gedächtnisrede hielt Rabbiner Dr. Lro ßacck. Uns allen ist, so begann er,, als stunde Julius- Brodnitz in dieser Stunde vor uns, wie wir ihn so oft unter ims gesehen. Uus ist, als Spruche er zu uns ein beruhigendes, fast heiteres Wort. Humor war die Grumllialttuig seines Wesens. Er halte in seinem Leben viele und Vieles kennen gelernt, und er hatte sieh mit der Erfahrung versöhnt. Das gab ihm eine Freiheit der •Sympathie, die überall in dem leb des anderen, auch wenn er gegenübersteht, das eigene Ich wiedersieht. Der Verewigte war gerecht; aber er war niemals nur gerecht. -Wo Immer er stand, er war er selbst, die freie Persönlichkeit. Das hat Hin /um Politiker gemacht. Das hat ihn von den kleinen Parteigcstalten immer geschieden. Die Verbindung von Tradition und Gegenwart har er imitier in sieh gewahrt. Der Sinn für das Jüdische uml der Geist der großen Klassiker Lessing und Goethe — das hat ihm die l reiheil des Denkens, der Einstellung gegeben. Er war ein freier und daher religiöser Mann- So war der Entschlafene sieh immer gleich, immer er seihst, cmJseli enumaus, ctu Manu der Treuen. Wenn sieh seine Tage auch nicht ganz erfüllt haben, sen Ich war erfüllt. Isch emunaus mw bcrochuus — der Mann der Treuen ist an Segen reich. So bleibt uns Julius RrodmTz, Als Sprecher für alle nahm Dr. Rudolf Ca M ma it n - Köln. Stellvertreter des Vorsitzenden des C. V.. das Wort, um ein Bild <lcs Heimgegangenen zu entwerfen. 'Dr. Callmuuu führte aus: Wir stehen atlc im Bann der Trauer um den unermeßlichen Verlust des Mannes, der den Hauch seiner Persönlichkeit im großen Kreis und im kleinsten zu verbreiten wußte. Die großen Jahre seines Lebens waren seine., letzte», da er mit tiefer, innerer Überzeugung hinter dem Gedanken der Diaspora stand. Wenn er in der Öffentlichkeit auftrat, verstimmte die Kritik vor seinem festen und bestimmten, aber gütigen Wirsen. Jeder fühlte, hier sprach ein Manu, erfüllt von seiner Aufgabe, hingegetan seiner Idee, dem aus den Quellen eines reinen Wollen« die Worte znströmicn. Er glaubte, was er sagte, und er sagte, was er glaubte. Seine Gedanken waren immer jung. Vergangenheit als Tradition und Gegenwart als Aufgabe hatten in ihm immer eine Vereinigung Schwerer Kampf hei Nur el Shem Zwei Engländer und über zehn Araber gefallen — Mene jüdische Todesopfer Jerusalem. Nachdem die vorangegangeuen 'lag** in Palästina, verhältnismäßig ruhig verlaufen waren, ist. es seit Sonnabend zu einer Heine schwerer Zusammenstöße gekommen. Am Sonnabend •wurde in den Pflanzungen bei Kfar Sahn der aus Deutschland a u n g e wa'n d e r t e K l i e s e r'L i s s e r unter noch nicht ganz aufgeklärten Umstanden ersehos-en. Er Ist das 33. jfidixJii* Todesopfer der gegenwärtigen Palästuiaimruhen. Im Laufe der Nacht wurden u. a. Angriffe auf Bet Alpha und auf die Tel Awiwer - 'Vorstadt ilutikwa versucht. Sechzehn Kilometer von Jerusalem entfernt ist die Wasserleitung von Jerusalem durch einen Sprengstoffa ns e h 1 n g .beschädigt worden. Auch auf mehrere Eisenbahnlinien wurden wieder Angriffe gerichtet. Zu einem schweren Kumpf kam es am Sonntag mul Montag bei Nur el Sh cm. Dort wurde eine englische Eskorte von einer etwa 70 Mann starken ^arabischen Bande aus -dem Hinterhalt überfallen. Im dem Kampfe wurden drei Mann des Kgl. Schottischen Füsilierregiments verwundet, zwei von ihnen schwer. Der Sergeant Henry Sills vom ersten Bataillon der Scafordt Highlandcrs ist später seinen Verletzungen erlegen- Im Laufe der Nacht starh ein zweiter englischer Verwundeter. Auf Seite der Araber sind über zehn. Mann gefallen. Zur Verstärkung waren zunächst Abteilungen der Scaforth Highlandcrs herangezogen, später griffen auch Flugzeuge . mit Maschincngcwchrfeucr ein. Montag Morgen wurden die Kämpfe zwischen, dem Militär und den Rebellen wieder aufgenommen. Au der Verfolgung der flüchtenden Araber beteiligten sich abermals Flugzeuge. Es ist anzunchmcn, daß die Araber schwere Verluste erlitten haben. Sie nahmen einen Teil der Toten mit sieh. — Ein schwerer Fcucrübcrfall wurde am Montag auf Kfar Saba von Arabern aus der Umgehung der Siedlung verübt. Das Feuer wurde von Polizei" und Siedlern erwidert. . gefunden. W ie er aufgeschlossen war dem Guten. Schönen timl Freudvollen, x> war er auch aufgeschlossen dem Lind. Judentum war ilun das Eine, das Einzige, das Allgemeine, um «las er sieh sorgte. So stand er vor uns mclu nur als Vorsitzender jdes IVntrnlv ereilt*. sondern als ein jüdischer Meister, der dein deutschen Judentum in den Zriten seiner schwersten Prüfung auf den» W ege zur Einigung und Vereinigung aufopferungsvoll und luugelmugsvoll zur Seite gcs*.».Mk*n hat. Er war ein adeliger Mensch. Er Ist unersetzbar, weil wir niemand sehen, der uns das gelK’n krümle, was er \m>. gegeben hat.. Die Spuren seines reichen * Letalis sind unverlierbar. W ir werden ihm treu bleibe» ütar das Grab hinaus. Nachdem Oherkantor John dos. El molc rachuiuim gesungen und Chorgrsuiig verklungen war, sprach Rabbiner Dr. Hacek das Kuddtxli. Daun .»:mk der Sarg in die Tiefe. Unter''den Trauergästvn tamerkte »um*. Dr. Otto Hirsch. Direktor Borehardt, Dr. LHieiuimi, I)r. Eppstein.-. Dr. Lrsehnitzer von der Reietaverlrclung. Der Preußische Landesverband war durch Kammergcriehtsral i. II. Dr. Leo Wolff und lluhliincr Dr. Galliuer vertreten, die Berliner Jüdische Gemeinde durch Direktor Heinrich Stuhl, Moritz RosciUhul und Amtsgrrichtsrnl Dr. Kurl Tuchler. Die Vereinigung für das religiös-liberale Judentum repräsentierten Rechtsanwalt Heinrich Stern und Werner Simon. Außer dcu Stellvertretern des ^-Vorsitzenden des V., Dr. Callmaim, Dr. Herzfeld, Dr. Bruno Weil tiud Bankier Wallach sowie zulilrcictau .Mitgliedern des Hauptvorstmides, wareii sämtliche Sucblicarljciter und Angestellte der Berliner Hauptgeschäftsstelle des C. V. erschienen, um von Justizrat Dr. Brodnitz Abschied zu nehmen, an ihrer Spitze die geschäftsführenden Syndizi IInuptschriflleiler Dr. Alfred Hirschbcrg und Dr. Hans Reirhmami. Von der Zionistischen Vereinigung hemerkte man u.' a. Dr. Franz Meyer. Dr. Michael Trauh. Der RjF hatte zahlreiche Mitglieder des Führerrats und der Buudcs- Iciluug delegiert. Vom Ililfsvoroin waren zugegen Dr. Mark WiscImilzer und Dr. Werner Uoscntarg. Intendant Dr. Kurt Singer vertrat mit Dr. Lcvic, Hans Zander und Max Ehrlich den Kulturbund, Außerdem sah inan u. u.* W’ilhehn Marcus vom Zentralverbaml jüdischer .Handwerker, «len Vorsitzenden «1er religiös-liberalen Fraktion der RepraxuitanteuverMimmlung. Dr. Kurt .Fleischer, Professor Dinar Elbogcn, Professor Eugen Mittwoch, Wilhelm Craotz für «lie Gesellschaft Ort, Sanitätsrat Dr. Pryser. «len Vorsitzenden'" der Jüdiselieu Refonngemeitulc, deren Ehrenmitglied der Versturtane war. . Siehe aueli 2. Seite. Gegen «lie Hebräisch«? Universität auf «lern Skopits- Bcrg siml am Montag-Vormittag Schüsse abgegeben worden. Das Feuer wurde von Polizei erwMert. Pressemeldung«!) zufolge, ist fite Uleusiug. «len 23. Juni, eine geiiieinsame Sitzung des Obersten ura bis«-heu Komitees und «Icr lokalen Streikkomitees «Unberufen .worden. in der man darüber beraten will, ob der Streik fortgesetzt »«Irr. beendet'vverden soll.. Der Chauffeur Ja«*«h Gensou. «Icr am 14. Jum Ihm einem Feuerüberfall in «Icr Koloni«:'Moza schwer verwundet worden war. Ist im Iladas.«a-KränktM)haus seinen Vcrlctzung«u! erlegen. Auch tler (’liaiiffenr Ahraharn Ben Jchuda, der, wie gemeldet, hei einem Milchtrnnsport auf der Straße zwischen Jenisalcm un«l Atarnt von Arnhem durch $chü«*e aus «lern Hinterhalt scliwer verletzt wurde. Ist gestorben. Am Freitag ist «Icr 23jährige Leiter der Gerbern ,.Lrv inthuii** in- Rl-chon le Zion, Josef Sehe ft«* r aus Wie». m Verletzungen erlegen, «lie er tags zuvor bei einem Bombenanschlag auf einen Autobus, der 'von Rlsclmn Je Zion von Tel Awiw fuhr, erlitten hatte. Außer Schcfler war auch der 36jäIirigo aus Polen eingewaudert«* S«*hhuno Bla«I mit leichteren Verletzungen in das I ladassakrankenhaiis^in Tel Awiw gebracht worden. Weitere fünf jü«lische Passagiere des Autobusses waren leicht verletzt worden. Die Arbeitserlaubnis in Holland Genciimigungspflirlit für ausländische Artaitnehmrr Amsterdam. Das Gesetz, zur R«‘goluug der Artait durch Ausländer in Holland, das bisher nur für bestimmte Berufe galt, ist jetzt auf alle Berufe ausgedehnt worden. Von «Icr Artaitsgcnchmigung. «He danach erforderlich ist, aiu«l nur noch Arbeitnehmer tafreit. die auf Seeschiffen o«Ier auf den Rhein oder andere internationale Gewässer befahrenden Schiffen ta* .shäfligt sind. Durch diese Ausdehnung wird besonders das II a u s p e rs.o n a I betroffen, das nunmehr, soweit cs vor dem 5. Juni im Dienst war, spätestens bis zum 1« Oktober eine Arbcitsgcnehmigung braucht und, falls nach «lern 5. Juni der Dienst angetreten worden die Genehmigung bis zum 26. Juni erhalten haben muß. Frankfurt a. M. im Juni. In der' letzten Sitzung der Frankfurter Geiueimlrvertreliiiig wurde «ler. K i a I t»eralen* Programmatische Heilen, «ler Fraktion*- fülirer leiteten «He Abstimmung. welche «Re einstimmige Annahme des mit rnml eineinhalb Millionen Reichsmark huhuieiemüden Haushaltsplans ergab, ein. Die - einzelnen Posten lasse« die Fülle «ler zu hewälligeudeu Gcmcmdcmitgntau «leullieh erkennen. Für sozial«* Fürsorge wurden 24t»031) Mark ausgegetan. «las Uiiterriehlswesen heniispniehte 170 330 Mark, Synagogen uini Hclsüle 173340 Mark, fuy «ms BestaUmtgswe.Hen uurdeu 121 210 M. uüfgewamlt, für «las Krankenhaus 73 000 Mark — um nur einige Posten zu luumen. * ' Bemängelt u’unle vu« verseliieileuen Scit«*n «los Fehlen tun«** Etat[H>stens für «len Kulturlmud. «ler seine erfolgreiehe muai- .kulisclie Täligkeit mit «u«er eiiidr|ieksv«dh*u nFid<diou-Auffühnmg und einem im g«>angUeheu Teil' von dein \ orsilzcmlcn «Irs llfirhsvcrlimul* der Jüdischen Kuhiirhuinle. Dr. Kurl Singer-Berlin, dirigierten Feslkoiizerl zugunsten der Mitglieder «I«t Frankfurler Kulturlmiid'-Orchest«*rs vorläufig ”«*»«,Ii1ohmmi luil. Aus finanziellen Gründen mußten die Orelu**tenmtglie«Uw für «lie Sommermonate hcurlaulu. werden. Mau hofft im Winter auf «’iiier lireilcreu («riunllagi* — unter Einbeziehung hiuimlilmrier Kullurhümle «las Orchester ernnii iu<« Lehen rur«*u zu ki'nmeu. Alwhinn erst wird sieh* der Umfang der von «Irr Gemein«!«* taufltiglcn un«! gerne in Aussicht gestellten Siihvnilinnicning fllM*rsclienhissen. Weg«*» <*iiies vorgesehenen .,MrrkiH>stens*‘ von .300 UM. für «Icu Kcren Hnjessoil. welcher der VolLsparlei aU ahsolni ungenügend vrselii«*ii. ergab rin*4 Aufklärung «les Gcmeimlcvor- »tainl.H, daß bei «len zentralen Körperschaften «les «Icntsehrii Jutleiilums Erwägungen darüber »«‘liwencn. diexts palästiiieusisVli«* Aufbauwerk dureli i inlagen der Grmeindeii in DeutsiTtlnii«! finanziell zir slülzeu. so «laß — vor Klärung «fieses 'Punktes - eine größere Bewilligung (inopportun ersehien. Zum Porten ,.P Ii I I n ii t h r o p i n"- fortlerl«* «lie V«dkspartei cimr Verstärkung «les .Lnlerriehls im Hebräischen uml in Judeiilumskuiid'*. worütar nach Äußerung «ler Schulleitung Vriienl lM*jM»ien werdr» xdl. Zur Frage der U m I» i l d u ii g «ler (i.'iiieimle-Körperschuften gab «Ue Volksparlei folgemle F.rkläruug ab: ..Eine, «■niste Frage, vvehh«* «Ii«* Jfl«liselu* Vojkspartei x*it Monaten tasehäftigt, ist-di'* Umgestalliing der Gemeiiidektirper-' sehafteu auf Basis der neu gexhnffenen Sitimtbui. und wir erklär«>n hierinil f<*ierliehst. daß diese Forderung keineswegs' «‘iiiem pnrtiJjHilitiselwn Egoismus .ent? , . sondern daß wir von dem Willen getragen sind, «las Leben «ler Gruieimfe enlsprcelieinl d«*n Aiif«m{crung«>ii zu gestillten. «lie die Zeit iiu tins slellh Die JüdixJte Volkspurtei. «lie Formerin des Programms der Volk** gemeind«*, erlebt «'sheule, dnß die von ihr s«*it Jahren vertretenen Gedanken zwangsläufig zur tnLsäeblieben Auswirkung In «li*r Gemeinde gewonlcn sind, iiihI cs crscliriul uns «lallet naheliegend, «biß «He Arbeit. .«ler (»eineimbr in «lärkcrrr Weim* als )iis|u*r «lein Kreis«* ziigäiigli« h gemacht wir«l. ih*r «Ii«* Wrlireiteriing «Ii«*ser Basis von jeher vertreten hal.u . Bex>nd«*rs wichtig war emliirh «ler Hinweis, den ,«b*r Hefereut und Konsulent «(er G«*meiud«* bei seinen einleitenden Worten gab. daß mau trofz der großen B e v «"»I k <• r u ii g s - Fluktuation in «ler Frankfurter jfidisi'lien Geinrin«!'* mit «letu. v «> r j u Ii r i g c ii St «• imr.s» I /, uuszukommeM hoffe, wenn auch «lie weitere F.ntwiekhmg sieb nur schwer «hersebm h»s*e. Immerhin seien im letzten Slciierialir «*|wu 62;> stcuerli«*h stark In* ficwielit fall«*u«h* .VfVgzfige vorgekommen, was einem Ausfall von nahezu 7‘'u «les i>i‘«mnlcn SteiuTinifkoimiiens ta«h*utel hnta. Die Zuzüge andererseits lirä<*lil<‘u nur w«*nig neu«* Steuerzahler, «hi es sieb meist um .verarmt«* jmli-ehc Familien aus ilrüfHc*s»s<4»cn bei'«h*n Zuzicheu«h,ii luunleh;. sondern ehc.r ei««* weitere Bebistung «les Wohlfnlirts-Elats. Anläßlich diirser Zahlen durfte es iutrr«r«nnt sei». «Ii«* Frankfurter jüilihche Bcvolkerung>l»cw«*gnng seit 1. Januar F)33 einmal zusammenfnssend stnlisti-ch zu }M‘b*iiehteu. Die Zahlen sprechen eine b«*reillere Spra«*li<* als umfmign'U'lic Aufsätze. Es liegen bisher genaue Zahlen vor bis /um Emir d«*s ersten Quartals '1036. Auf Grund der — na«‘b «ler F.rfalimng der letzten Jahre wohl tarei’htigten — Annahme. «laß oJin«* tasomlcra srhvy«*rwiegen«!«* nein*. Ereignisse sieh «lie 'Entwicklung für «len Rest de* Jahres 103h in gleicher Weise, wie im ersten .Quartal fortsi*|/>u wir«l. lassen sieh atar nmJi annähernde Seliätzungszählen für den* G<**flm|.Zeitraum «ler vier Jahre 1033—1036 grta«. 1933 1014 1935" I. Quart, 36. 1036 Oes.iml Geburten .11)7 07 103 30 136 433 Eintritte uml :h 27 21 3. l>» 94 WiV«len inlri , Zuzüge l.'.Ul I7IW 1730 ■ 307 202» am Gesamtzugant ir>r,-j 1707 iiwn , 340 21% 7323 Stertaffilb’ 314 317 . 103 412 1370 Austritte ,97 34 33 7 2« 192 Wegzüge :H79 1700 1037 467 1S«! ’ 8704 Ccsamtahgan« :i9(W . 2114R 2007 377 2308 10272 Vermindrninj 2237 231 127 28 112 2747 A\’ns könne ir wir ilirn-r Tulirllir «nitiiflimrn? . Außerordentlich geringe Geburtenzahl, im ' Durchschnitt auf eine Bevölkerung-von über 20000 nur etwa '100 Geburten im Jahr, denen mehr als drcimol so viel Totlesfalle-gegmüberstcheiL h U r k i* Überalterung und natürliche Bevölkerungsabnahme * 85