Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 23 (3.6.1936)
- Date
- 1936-06-03
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Fortsetzung. wm der ersten Seite j Kragen. <li« antlcrwärü« /.it «len uin>lnUem*ii gehören, sind in diesem Kreis keim* KroMriut*, sie werden iifcliL mein* als Pmlilutne beliandell. ilas liehen siejrl. In diesem Gottesdienst ist ständig eine Predigt: man sollte das Wart Predigt nielil geliraiielien: denn aneli die Anspraelie formt sieh hier naeh neuen Gesetzen, wird Heslundteil des Lehens: aho sagen-wir A n s ji ra e h v. I)r. lvlk. halt sie zu e v s t Ii e h r-ä i s e h und wiederholt sie liannin d e u I se h .damit die Anwesenden, es sind zumeist Kinwauderer aus! Jeulsehlaml. sie verstehen. Man kann daraus schon auf ihre Kurze und Konzentrierlheit srlilicHru. heim . .lugendgollesdiens! ist sie nur liehräiseh. Die-e Anspraehe verhürgt die Heeinflussung in eineni foitsehritlliehen Sinne. Mau kdmile die Kritik (’riiehen. dal> man aueli hei alltu* Anlehnung an das filierlieferte Grliirlluirh Ktirderuiü'ru eine.*? Iih<*falen Bewußtseins halte. (*uls|>reehcn können. Ist e> notwendig, dir Teiillah leise und laut zu sagen. Muß man die Opfergehete heihehalten V Mir will es scheinen. «laß liier eine einzigartige Gelegenheit sieh hole, den Tr\t des Mussafgeheles z. JL in seiner dein Lehen dieses Landes nahen Komi zu formulieren, «laß man eben — zusälzlirli. «leim Mussaf heilst Zusatz — um Gedeihen, der Arbeit und des neuen Aufbaues in diesem-Lande, um eine neue Verbindung ganz Israels mit Kn*/ Israel betete. Aber hier ist alles ja Anfang, mul es kam zumVhst darauf an. einen Zirkel bewußten Willens zu srhalTeii. wohin die Kntwieklung führen wird, wer will das sagen? Diese (Luppe mm hat auch das Problem der K r wa c h s c n e n h i i d u 11 g in Angriff genommen. Kurse werden abgehaltcn. die itiehfung zum neuzeitlichen Lehrliaus ist gegeben. Der Zirkel hat. was er bereits gesehaffen hat. aus eigener Kraft gesehalTen. Diese Kraft ist begrenzt, durch die wirtschaftlichen Verhältnisse beschränkt. Man hat hier zu helfen. Mim muH diesen Menschen die Möglichkeit der Ausgestaltung geben. Sie brauchen To ra ro I i en , Toraschmurk. Aus den in Deutschland bereits aufgelösten Gemeinden konnten Tonmdlcn und Tnruscimmck gegeben werden: GroHgcmeinden konnten von ihrem Überfluß abgeben. Hin Saal ist ein Pion isorium. Kin Gotteshaus mit Gememde-liäumen ist notwendig, man •muß .dazu helfen. Dem Leiter sehweht vor. hier eine Zent r a I b i h l i o I h e k zu schaffen, in der alles, was, in welcher Sprache auch immer, über liberales Judentum geschrieben ist. gesammelt wird. Die Fragen einer .würdigen Form der Trauung und )1 e e r «I i g ii n g ist in Krez-Israel eine besonders dringliche. Man spürt ihre Dringlichkeit und die Aufgabe, die hier gesetzt ist. Ks kann sein, daß für das neue Ercz Israel die Frau, die -siehin Haifa herattsbildel, die prägende und gestaltende für das Land sein wird: von Haifa aus können eine ganze Anzahl von Siedlungen aus .religiös beeinflußt und versorgt w erden. Haifa ist eine neue, werdende Stadt: was hier, geschieht. wird Beispiel werden. Ks war bislang von Haifa die Bede. Jn einem nächsten Artikel soll von anderen Punkten des Landes berichtet werden, von der Kigcnart des religiösen Problems im ganzen ist zu reden.' von den Fragen der Jugenderziehung: man kirim die Fülle kaum bewältigen. Und vor allem von der besonderen Stellung des liberalen Judentums und seiner Aufgabe hier ist zu erzählen. Weitere Artikel folgen Elin Strandbad für Juden ln Frankfurt Frankfurt a. M. Da «Irr Zutritt zu den slä«lli*«’hcn I.ufl- und Slr/mdJ>i»drj-n in Frankfurt a. M. forlnn nur nnrh Ariern ”r+t:ütvt bl. Iml der FraukfuiJci* Olirrliftrurrmrislcr da» Strandbad X i «• d <• r r a d dm Milulir^«*ru der ln‘i«lrii Frankfurter Grnn*ind<*n, dm jüdi-chcn Schulen ulul Sp«o‘l\«*r«*jnru zur Bi'nutzung frrig«'g«*lH*u. Das Und liegt 2lt Mimtlcn vom Stadtzentrum entfernt in landschaftlich schöner l mgchnu*.' und hat alle ’ rrfurdrrlirlim Luirirhiuugcii. Das Kehlen schattiger Plätze xd! dureli Krrichluuii eines Sonnenzelt«*» hehnheu uerdm.' N«*hcn dem Ihn! wird ein Sehuppm zur Unterbringung \«m Paihh’llHioleu nnsgiJiaut. Den Benutzern" werden’ -ätnl liehe \ «*rgün«ligung«*u Krw«*rl>shi»rii«*itil'ritlspivix*. Slrnßcuhahm’rinäßigunir u-w.' wie!»ei den ührii'cn -tfnlti*rln*n Sl raudbädcni genährt. Die Vcrwaltim“ <!«*> Hnd«*- li«*gt in llruideu slä«1h*rhvr Bramlcr. Kin Eiiiwundcrung.«i<r(‘IVfz für Cypern \llico. Die Hcgicvuug %ou Gypcrn hat den Kittwurf eines Eitiwnndi-rnngsgcx’lzi*» trröffmfWehl, das dh* Brslimmunucu' fihrr Diuwnmlcrung und Aufeulh:dl-ri-chl /»»atnmrnfaßt. Das Gesetz rieht vor. «laß kein -Ausländer unhrdiugt tleu \tispmch auf Zola*—ung naeh Uyper» hat. Die Krlauhni« zum ständigen Aufeulhall ist von einer . br-ondrrcti sehriüliehm BewÜtitztinir der Einwanderuuü-lH'hnrdeu abhängig. Grwi-x* Kategorien von JVr.-on.-n dürfe», ühcrunupl nicht naeh Uvpcrn einwandern. Über zc»lin Prozent .der Nobelpreisträger find Juden Stockholm. Die X o h c l > t i f t u ti g in Stockholm hat ein Nrizeichnis. der l«53 Männer veröffentlich!, die in «len .lahrm LKll bis FJ.k» für Aerdimsl»* auf \rr>chteilmm Gehirtm mit ilem Xo.heI[»n*is. ausg<‘z«'ic|m<*i unylen. \ on «lir*en K53 Nobelpreisträgern Mini 2(1 .luden h/w. jfitlix'lier Ah^tamuinup. Seeherhielten den Xohelpnis für Plo>ik Albert Abraham Mirhrlsnn. Gabriel Lippmauu. Albert Kiu-iein. Xieb Ikihr. .bune> Kranek und (»uslav Hertz': x***l>- «lm \iilM*l|>roi> für Physiologie umi Medizin (Paul Khrlirb. Kli:i- M.ixbtuk«»fL Hubert Haranv. Ollo Meyi*rnnf. Karl I.ands(«*it>er und Olto Warbur^: 'irr wurden mit dem .XoMpreis für Chemie nit^o/cirliitrj Adolf \<m Haeyer. Olt« W allaeli. Hiejiard \ViIlstau<*r und kritz llaber': zwei erhielten den Xolsdpreis für Literatur Paul lleyx* und ileuri Herir- H»n}; mit dem Friedenspreis Iwdarht wurden Tobias Miehael Karl AssergmLAlfred Ih'rtnann Fried. Keine Auswanderung ohne Sprachkenntniffe! Der Ililfs\eniu der Juden in Deutxhlaml teilt mit: Dir \erstärkle 'Au-waiidcnm« nach Cbrrx*e, die im 'Herbst P.kk'i ciim-seizl bat, bull umerminilert an und riehtet sich \or allem naeh S ü d a f r i k a . den \ e r e.i n i I e u St a a t e ii und einigen s fi d a m <* r i k a n i - e ]i;• n Da u «! e r n. Hei der forlüe-cltri(teu«,u wirtx-luifilieiieu Krlnduui: «1er uiei-t«*n «üeser Däinh-r küniile inan di'* Au--iel:t*“n ufi^errr Auswanderer trotz der behatmleu Si’hwicriükeitm drs Kapiialtrau-fers und trotz der unüCsumlrn neiuf-iili'-deirjiii' der detilx-ijiu Judm als veriirdtnismni-Mg <£uustig iiez« i« Iiiien. zumal «!ii* - urol'cri ausländischen Organisationen, wie die |ea. die lliemi «nid die ver.x'liiedeueu I lilf-konplees bei <|er l*ul<'rbri::auu^ der .\ru-Kini:ev.audrrtrn uuxdialzbarc Hilfe. leisten, für «li'vdas deut-elie .Indi niuin zu . grol>teiu Dank ,\erpfli«*htcl--i**S. Dem"ev»«*miber meiireu -ich aber in letzter /.eit immer stärker «lir Klagen. dal> r tuis«'re Asi-«*amicH*r selb»l >rrlinngnis\oHc Felder begehen. dir nicht nur ihr v.irls<,haftlirh«*- Fui#lkoimnm «'rxhueren. sondern auch «ine unerträgliche Hela-tung für «lie Arb«*il «ler audaiitUselim Hilfskomitees darstellen. Dal.' «•> Pfüein de* judix-hen Au-waiHh.’rei* ist. sielt im Kinataleniugslaiide jeder p o I i 1 i s «• |t «• n T ii t i g k «? i t strikt e zu enthalten. i-> \ om I lilfs\<*rein wir \ou «len zusläudig«*n iutslrmdisriien Or^aui-aiionen mehrfae'n betont w«mh*n und mul> auch au «lieser Sudle mit allem Nachdruck wiederholt wrnleit. da der Srhadm. «L»*r duteh «li«* im/.ulä-sige Kinutisi’hnng einzelnej* Kinuandrrrr in dir polilisrhen \'<*rhalluissr üuer uenm lli'imat angeriiht«*! v.«*i-«h,n kann, unabsehbar ist und dh* Kinwamlerung»- infigliehk«dt für TaiiH'iuh* '<m iiaclnürkendcii Auswanderern zu zersttnen vermag. Wählend aber eine uu-tattliafl«*. politDehe Hctatigiing ins* F.iiiwaudeiiiitg-hiiid«* immer nur um wenigen Kinzclnrn au-g«*bt. liegt «*in sehr \irl a)lg«-meini*n** Vrrseltuldeu unserer Aitswatuh'irr i/i ihrem inatigrlndm KilVr zur Krlermmg «Irr künftigen Lamlesspraehe. Ks liegt auf «ler Hand, «lal> der ICiuwanderer auf wirlsehaftlieiim Krf«dg in «Irr Ih-grl nur iv«dmru kamt, wenn er «lit: Sprache seiu«*r nemn Ibiniat \on Anfang an wetiigst«*ns einigermaL'eu beh«:ri>eltr und sich daun im Lande selbst möglichst rasch in ihr vervollkommnet. Di«-» gilt nälfitdieh in bextnilerem Malse für «lie .Angehörigen der kaufmännischen « n «I a k a <1 e in i s ch e u Herufe. «lie ohne Heherrsrlmng der Landessprache als Arbeitskräfte mci-lem «eratlezu tmhraneltbar sitnl. Trotzdem wild immer häufiger aus «len fiberseirischon Lfuulcra heriejitet. «Ia!s kaum ein khdm-r Teil «Irr Kiuwamlerer aueli nur fiber’ «lie. bescheidensten Sprmdikeimlni.ssc 'verfügt, und «laH viel«*, wenn nicht «lie meisten. si«di. «-infaeli darauf verlassen, si;? wurdf*n «lie Spraelie sehon nn Kinuaiulermigslande sozusagen von selbst erlernen. Allein innerlialb «ler Dtzlen Jage sind dem Hilfs\er«-in aus Südafrika, aus KohuidnYn. aus Argentinien. Uruguay und * Hrasilien heftige Klagen über di«: Trägheit vieler Au-uamlerer in dics«*r llin^ieht zug«*gaugen. /u ghiejj.M- Zelt klagt das Hilfskomitee in Bogota (Kolumbien-.-. cs mü.-se immer wioilrr festslellen, dats die Kiiiw-atidt*r<*r fa*t aiisiiahmshis spra«-hlt«h. psyeliis«*h und beruflich völlig un\url>ereilc: dahin kämen und sieh *o ..sidb*t dir allrrgrölMra Hindernisse für ihr V«irwartskommeir* bereiteten. Ähnliche Klagen über die um.-rträgih-m: Krs«-l»werung ihrer ArlK-it kann-'n mul' kommen fast je«len Pag %on den ausländischen Komitees. Amlerers«*ii» criiält «lee Hilfsvereiu aber am-h hitmirr winler Hriefe um frülieren Ausuan«h*r«*m. «Ii«-* zufrieden darüber. b«'- rirhten. -wie schnell sie tlank ihrer früher«’» Sprael.isludii'n Stellung gefiimlm haben und wchh unschätzbaren Vorteil es für «len Kinwauderer bihlet, wenn (*r die Lamless[iraehe. und m«“»gli«!ist aidsertb'in noeli eine Sprache, hcherrsoht. lvs \enlicnt naelidruekli«’hst«‘ Hetommg, dais «lie Kenntnis der c ii g I i s «• Ii «• u S p r a «* h e au«*h für .\ n s w a nd «* r «• r n it i* Ir Südamerika., i»*- iM’somh’ri' natürüch für Kaufh’iile. «‘ine aül'eror«lenllj«-lie* llilfi* hed«*iilel: no«*h ' wichtiger ist allrrdiugs die Kenntnis «ler «Innigen Landessprache. «I. h. im allgemeinen des Spanische» und für Brasilien <ies''Porlugiesisrheii. Ks ist «leshall» uiiliedingt notwendig. dalA j«*der einzelne Auswamh*i«‘r. ganz luisomlers wen» er öffeutlii-Iu* Mid«*! in Anspruch nimmt, s e h «» n in D <* u l s «• it I a nd «lie Sprach«* .-»'iner \oranssi«htlieiien I leimal studiert. Bertha Pappenheim Am \<Tgaiigcu«*n Sonntag i^t an «h’r Stätte ihres uuermfullielieu Wirkens in Ncu-Denhurg bi i Frankfurt a. M. 15 «• v I Ii a P a [i p f u Ii <* i in sauft «•nlsrhlafru. Wie «*s «ler hcx’hridcucu Art «liexT hohen Zieh’ii lnng«*g‘’hcni'u Frau «*nlspra«*lr. hat dir Bri- »etziini: in «ler Still«* *tattg«’fumh’n. Bertha Pappeuheim. «lie in \\ ien g«*i»oren war. hat. du? g«*- M*gn«‘t«* Aller ton TT Jahren «•rr«*ieitl. Ihr ganzes Leh«*u war «!em Dii'iist «ler Xai-listenlielu* gewiilmet. Ihr Wirken galt in erster Linie «ler Föi«h*nmg «ler M./inlcu und pä«lag»gi*ie,iu*n Brstreliuu^an der ITum-uhrwcguu'j:, mul in*-b(*s«iml«‘re «lern Müdchrux-uulz mul der Bekämpfung il«*s Mädchenhandel*. Im B<*w ul.'(*eiu sidcher Aufuabi-n uiu! ITlichten wurdisi.* zur M i l Im* g r u n «I «* r i n «ler umfassi'iuhm ()rgaui*atiou <I<*s Jüdischen F r a ii «• n h u u «I «* s. Ihm- Inilialive war «•» zu «lank« u. dals s«-ltou wenig«* daiire danach, P.JUT. «las mustergültige Heim i \V X «* u - I > e n 1» u r g ins Lehen »«•rufen werden kmuite. Währeml es früh«*r a«i*sehli«*l.'li<-h «l«-r Krzii’huug "<*fäiirdcter weih!i«*h«*r Jngeudli«*her «lieule. wunlc da» Heim, das Hertha Pappi'uheim bi*tr«*ul hat. unler ihrem Beginn» immer w«*il<*r ausgehaul. so dal.y durl!u*ul<* in \ier lläus’i'M Si'hwaug«.*r«-. Mü(l«*r. Säuglinge. ’ Kh'iukinder. Seliulkinder und Jug«*mlln’lu* hetmtl ««erden. Diese Seliülzlinge in g«'stiuder L«*Iu*iisweix* und sinnvoller Arbeit zu iiülztiehtm Glinlcru «ler jfulis«*ii.*n Grmeinsi*haft heranzubihlen. war Berllia Pappi*nh«Mins . lh**tr;’h:-nl und es war ihr Stolz und ihr.* Freud.*. «Ial> sic ihre Arbeit \o;i. Krf«»lg g«*kröul s«*lieu dürft«*. Bertha Papp<*niu*im ist auch als Schriftstellerin \i«;!fneh lu*rv«irgeln*ten. Lh a. hat sie «ersueht. «las alte volkstümliche Buch' Zr«*ua u-reena durch z«*ilgeinäßc X«*uh«*rausgahe den heutigen jü<Iix*h«*M 1‘iatu-n und Mfuh'hi’ii wietler zum geistigen Besitz gcuuu’Iil. B«*ilha Pappenheims Wirken w*ir«l iimergessen blcih. n. Deutfdihlütige Mädchen in jüdifchen Haushalten Das N'rrhot gilt aurh hei A!iw,*srnheit «les Ilaushaltsvorstaudes Das Amtsgericht Ib*ilhroiin hat in «‘hier Entscheidung frslg«*sl»-llt. «laß «las \«*rhot «Irr I5c*ciiäftigung «l«*utseIihlütiger.Mä«lchen in jfulisclu'u Haushalten u u a Ii h ä u g i g davon hcsichc. oh der indisch«* .Mann zur Zeit «ler liex*Iifif(igiiug im Haudiall a n w «• s <* n «1 sei. und «laß da- Verbot nirht voraüssclz«*. «laß «las Arhcilsv«*ibfdluis mit d «• m I» e t r e f f e n «I c n llausli a I t s v o i s l a u «1 hcslidu*. l:s gruüge. daß auf Grund irgend eiiu*s Arlu*its«i*rhähnissi*s das «Icutschblül'mc Mfuh-iicn in einem jrulischeu ilau-lialt hcsciiäfligt werde. Aug« klag! war«*» eine jüdi-che .Wil«««*. und ihreheulen mit Juden \erlu*iratetcn Töchter. Du* Witwe boehüftigte ein deutsch-’ hlütiges Dienstmäd« iicn;was ua«*h dem Ge-etz möglich ist', schickli: «lies«*s alu*r melircrcmal zu ilimi Töchtern, um tlorl in» Hausliall milzulu'lb'ii. Die rim*. ihrer T«V5iler hetiriht noch einen geuerhepolizcilich aiigeincldeicn K««-tli-ch. an «lern aher auch sic selbst uml ihre Familie leiluinimi. Die aiuiric angeklagle 'IVicluer wandt.* cht. «laß ihr Mann zu der Zeit, als «las Dh*us(utä«{ch«-u lud ihr licsi-lijifligl gewesen x*i. nicht /u Hans«* ue«vesen s«*i. In «len v«m «h*r ..l)cnts«*hcn Ji’i-tiz** milgrlciltrn l*rteilsgrümh*n lu’ißl es n. a.: ,.l’.s i-t an .-i«’h «•iclitig. daß .Beseiiaftiguug in «rinem \ou «•inem .lu«h*n betrielu*ii« n G «‘«v c r b «• b e t r i «* I» narb dem ■ Kommentar zum Blulscbulzgc-rtz von Stu«‘knrt mul Globke zulässig i-t. Xacli tiirs«*in Kmntnnitar i-t Beschäftigung z. B. in «*in«*in jüdischen I bilcl. «*itu*r jfuli-rhcti lYn-iou. «*ingr jfulischcn Zimmervrrmiclung. einem jfulis«*hcii Ihim regelmäßig als G«*werhclH*lri«*h auzuschm. lu «lies«*m Hetrtt*b dürfen weibüclu: Angestellte «leutscheu. Blutes niu-h unter 4ö .laiiren besehäftigt w«*nlen. Sie dürfen alu*r nicht g 1 e i «• h z e i l i g i m P r i v a t h a u s h a I I <l«*r jfulis«*hni Betrieb-iuhaher iwselulfligt" wenleu. Gewiß sind diex* Mäilchen in rim*m xiletien Bi*lri«*b im gleichen Linfansr mler sogar vielleicht noch nn»hr gefähnlct als in «*inem Privathaiishalt. aber der «h*’r/.rilige Stand der Judrtigrsrtzgehung ist ela*n «ler. «laß in di«* wirlsehaftliclu* Tätigkeit «Irr Juden grundsätzlich 'nicht eiugegriffen wird.*; lm vorliegenden Fall könne aber nirht anerkannt w«*r«len. «laß «He Tätigkeit lediglich eine jmlehe in einem tH*werlH*hetiich sei. «la au«*h die Familie am Kosttis«*h nn!geg«*sscn habe: «ler Kosltisch diene außenkm nur zur Ergänzung des Einkommens. Zu «lein Kinwaml «ler \ :*i Iridigung. daß zwi.x’hm «len beider, 'loeltterh mul Alc««» Du*iislmad«hcii kein Dieustveiiifdtui» vorgel«*”i‘n habe. sai:l «las Gi’rhhl. daß. es nach seiner An-ic|ji auch nicht erfonlerlieh sei. daß «la* Arheitsverhältnisg«*ra«le mit «lern IieJrefhmdeu Haushalt Iie*tehe, -oiuleru es genüge, wenn au f Ci i* ii u «I i r *■ •' ii «I c i i» e s A r b e i t s v «• r li ä I t n i s s <• s in i l - g r a r Ii c i l «* t -wenle. Bei «ler Strafzumcssjuig halu* «-s berücksichtigt, «laß «:- .-i«'Ii um ■ reehi)i<‘iu* Grenzfälle handle, und «laß den - Angeklagten ni«*ht‘ zu uidcrlencii sei, daß si«: mangels einer bis jetzt Ij«*- steheiuS.rn Beehlspreihuug ihre llamlluiigsweisi: vjcHc:«-ht für muh erlaubt jichalt«*» hätten. * in «h'r ju*msle»i Ausgabe «ler ..Deutschen Justiz*’ wir«! au«Ii «-in.* Beihe anderer Knlsi-htdilungen ilents«*her Gerielite bt*-pr«)«:hen. «li«* sich mit \ «: r s l ö ß e u «reg e n «las G «* s e t z z u in S «• h u t/.i; d c » «1 c n t s «• h c n Bl u 1 «* s ii n «1 «I o r «1 «* u i - sehen Kh.rc zu li«*fassen hatten. Kin Urteil des Landgerichts Drc.xleu sprii*ht «li«* Seheiilung einer Ehe aus. weil die Ehefrau eines »eil Jahve» «ler NSDAP, »»gehörende» Mumie- «ich aD Beraterin hei Zwistigkeiten ein» .ffuliu ausgesucht und «liesrr ihr Kheverliältnis i*iug(*lieiid «largelegt . hat!«*. Das Gericht hat in «licscin Verhalte»--eine sciiuhlliufte Verletzung «ler <h;*r li«*hen Pflichten erl»li«*kl, «li:* die Scheidung begründe, da'dem Ehetnaim «H«' F«nix*tzung «ler lue-rduridi zerrütteten IJie nicht meJir zug«*mutet wenleu köiun*. Mit einem ähiili«hcn Fall hatte si«*h «las ()h«*rlan«h*sgcricht in Dres«h*n hesehäftigt. Die IClu'frau eines gleichfalls «ler NSDAP, angihörcmleu Mannes ging zu jüdischen Arzl«*n in Behandlung, suchte jüdische Geschäfte auf und nahm auch in xihhcn Arbeit, obwohl sie «lte scharf ablehnende Auffassung ihres Mannes kannte, mul «lieser ihr ein derartiges Verhall«’!! ausdrücklich untersagt hatte. In dem LYl«*iI wir«! ausg«**pr«M’hen. «laß tli«: Frau auf den mit der allgemeinen Volksauschammg üh’.*romsljmm<*ndeu Stamlputikt. ihres Maiui«*» halle Bniksicht nehmen müssen: es ginge nicht an. «laß der eine Ehegatte ernsten und wichtigen Grmulsfilzen «les anderen bewußt - zuw hlerliamlclc. Beamte als Untermieter Köhl. Das A r h l* i t s g o r i e h t Berlin hat vor einigi*r Z«-il in einem Urti’il ausg«*»(inuhen. «laß öffentliche Ang«*stellt«* verpflicht«*! seien, ihr Wrhnlten nach «Ich Grumlsfiiz.en .. «h:s uätioual.xizialistischeu Staates ehizurieht<*ii und deshalh auch efwa brstoln’inh* naher«* Biu«lung«*n zu jüdischen . Personen zu lösen. Anlaß zu dem Urteil halte die Klage einer Angestellten hei «*iu«*e Bezirksvervvaltnng gegeben, «ler gekündigt vvonlcn war. weil sie u. a. trotz vvh*dcr!mll«*r Mahmmgeii unterlassen halle, da- - l’n t e r m i «* t c v «• r h ii 1 -t n i s ln e i n «' m j fi d i s e h «: n llnn*- halt zti lösen, «las seit 1933 l»«:slan«Ien hatte. Das Arheitsgericht wies «He Wi«lernif-klagc «ler Angestellten mit «ler erwähnten Begründung ah. D«*r ..West«!«nlxdic Brobarhlcr’*. «I*’i* das Urteil wiedergiht, bemerkt hierbei, daß auch ihm eine Bcilie 'älmlieher Fall«* milg«ieilt vvonlcn sei. in «lenen Beamle bej jüdischen Familien in Unterniielc gewohnt hälli’ii. Er habe jeweils «Irm Brlrcffrmlen uml in besonderen Fällen «h*r zustfimligc» Be)iör«h* Mitteilung, gemacht, «lie daun am*h mit Erfolg «I i s z i p I i n a r i .< i li e i n g e s e h r J 1 t <* » sei. Unzulaltlgc Ablrclung einer Kauffordernng Kraukfiirl a. M. Wie «lie ..Frankfurter Zeitung“ meldet, halt«* «las Amtsgericht Wamu*-Kiekcl vor kurzem über" «lie Able«*- 1 u n g ei n <* r F o r d e r u n g g e g e n e i u e n SA- M a u n a u «* l u «• jüdisch«* Firma zu entscheiden.- Der SA-Mann halt«* hei eim'tn llämllcr Anzugstoff gekauft, erfuhr aher hahl darauf. «laß «ler Hämller «lie Kaiifpreisforderung an eine jü.Ii<«*hD Firma abgi*trclni hah«*. . F> stellte sieh heraus, daß «ler llumBrr mit «h*r Firma eng zu-ammenarheitete. Der SA-Mann erklärte. «*r wolle mit der jüdisehen Firma nichts zu tun .haben, und stellte «len Anzugstoff zur' Vcrfümuur.* Die Firma erhob geg«*n ihn Klage. Das Amtsgericht Wanne-Kirkel hat die Klage ab ge wiesen und .folgende« ausgefühii: ..Nationalsozialisten lehnen es ab, mit Juden iu Gesehüftslwzidmngcn zu treten. Der Verkäufer wußte, daß der Käufer SA-Mann war: er .halte nach «ler herrschenden Volkssilte «lie Forderung ni«*ht an eine jüdische Firma abtreten «hürfen. .A^ ejm der Käufer, «lies gewußt hatte, hätte er den Kauf nicht getätigt. Ks muß daher als stillschweigend vereinbart gelten, «laß die Kaufpreisfonlenmg nicht an eine jüdische Firma abgetreten werden durfte.** -