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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-05-20 · 21 (20.5.1936) · page 5

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
21 (20.5.1936)
Date
1936-05-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Beilage . 20. Mai 1936 JÜDISCHE AUGEMEINE ZEITUNG Blick auf Budapeß Im Konsertfaal und auf der Operetienbühne — Ein neues Stück von Molnar: den Bergen“ — MufikaliJ'che Komödie um Offenbach und Hortense Schneider Jüdifche Kulturbund? „Das Wunder in - Wo bleibt der Budapest, im Mai. Die ungnri-clir Hauptstadt war zwar immer schon eine Thealerstiull v«n hohem Hang und kräftig«*r Resonanz. Gleiyhwohl liegt sie abseits der. breiten Straß;*. auf der jüdische Darsteller des deutschen Theaters und des deutschen «Film» seit nunmehr drei Jahren, auf «1er Suche nach neuen WirkensmojtlichkeUeu, ins Ausland gingen. . Die Stationen dieses W eges waren zunächst Wie» und Paris; dann UnnUm mul Hollywood. Dort siiul jüdiscJte Kün-tlrr vom Baut; der Kli-aheih Bcrgner. Luch* Mannheim, Grete’ Mosheim, Tauber, Alpar u. a. heule angchmgl. - Budapest V Gewiß: Mau -lußt. sofort, insbe-Muderc in »1er Musik, auf manchen geläufigen Namen. Bruno W alter dirigierte soeben das lleipticm von Verdi. Iluberinauu spielte, ebenfalls mit sensationellem Erfolg. lhieh und die. Kreiitzersimate. Audi M e - n u li i n . .heute längst nicht mehr «las Wunderkind, sondern ein Geiger in der vordersten Linie. «1er Weltklasse, .war zu huren. Klenipcrer dirigiert«* Brahms. Bach. Debiissy. Strawiu-ky. Paul Breisach, der ehemalige Dirigent der ('harloiteuburger Oper, stand am Pult, als Graec Moore sang, «li«* große amerikanische Sopranistin. Pin«* pompöse Gustav Mahler-Feier wiird«* vorbereitet. —Operetten laufen \nn Paul Abraham und Michael J\ i » e m a n n (..Kaufhaus «les Märchens*'): .man kenül Kisemanu auch in Berlin seit dem Serieuerfolg seiner ..Kat/, im Sack*'’ mit Grete Mosheim. Will inan indes jüdische Schauspieler .scheu, die in Deutschland wirkten oder bekannt siiul. so muß man sieh zum- Film begeben. Szökr Sza kn I 1 und Otto. W a 1 I - Burg, letzterer ab Gast aus Wien, arbeiten augenblicklich im .Atelier: sie spielen «li«* männlichen Hauptrollen einer FihnopOreite. In «len Kinos rieht man Franziska Gaal in rinnn alteren Film. Gitta Alpar als Dubnrry. Peter Loitc in ..Schul«! und Sfdim*;i. daun Harn* Baut* ln dem soeben hrraiisgcknmiiirncu franzo-ischcii Film ..('«*1te «icille «•anaille“ mul Charlie Chaplin in ..Modem timrs;\ ~ Indes probieren zurzeit auf zu ei Opereilenbfdiuen: Bori Barsony und Oskar Denes. ihr .jetzt aus London nacht Budapest zurfickg«*kelirt ist. fm übrigen hält man in «len Theal«*rn Vergeh«*ns L nisebau na«*b Bekannten. Denn «1er populäre ..klein'* ’ Saudor 11 <► l t Mer I Inns Moser v«m Budapest'!, der vor vielen Jalireu mit •l«*u „Bmlapcslern“. «ler Fh*is«*liinaim-Truppe. auf einer Tournee dureh Deutschland in Jargnnstückrn spielte, dürfli* um* «lem «lieht s«*hr großen Publikum in Erinnerung geblielM*n sein, «las an dieser speziellen Produktion damals Gesehina«:k fand. Somit wird erneut dir Tntsni’he b«*släligt. «laß Budapest hauptsächlich als exportierend«! Thralcrslndt Bang und Bedeutung hat. Xo«h immer kommen von «birl Komödien. G«*sells«*hafl.sstfn*ke mul Operetten, «li«? in «len Metropolen «ler Welt gespielt wenlen. {Das große Drama kam, aiuh nach . Deutschland. nur ganz selten aus Ungarn.) Man «lenke an Franz Molnar und an Lrngvel. an Ludwig Birn mul an Herez«*g (dessen „lYfofi» Julia“ in Mii-srn Tagen im Wiener Burgtlu*at«*r. nach hn*ilen und crri*gtr*i Pres-e- . drhntlr». aufgeführt wir«l). Man denke fenter an Kaiman, au Paul Abraham. Die Alpar. Bosi Barsony. Deues. Franziska Gaal kamen aus Budapest. •■Umgekehrt, als importierend«* ’Plieaierslndt. ist Btulap«*sl — im Gi*g«*usn1z zu Berlin. Wien. Paris, Unidou. New York, auch Los Aug«*h*s — nie ernsthaft in B«*traehl gekommen. Kiu Tlieaterjuhilfuim wind«* gefeiert: das^vierzigjährig«* B«*- stelu*n des Biidnp«*s|er Lust s p i «• 11 b c a t «• rs (Besitzer: B e n B 1 n tu e »fei d). Das ist Ungarns, führende lilcrariseiu* Bühn«*. Ihsen. Shaw. Gerhart Ihmptmann. .Wedekind zählen zu ihren Autoren. .Hier war auch die Uraufführung von L«*ngy«*ls ..Taifun". Jetzt, als F«*slvor»k*1Iung, wur«h* von Franz Molnar M«*s>en neuer W’elterfolg ..Die große I.iebe" ebenfalls im Lu»l»pieltheater startete) das Mirakel-phd ..Das Wunder in den Be. rg«*. n" tirmifgrführt: ein GIe»*lmi». an einem Kriinmnlfrdl «lemonslri«*rt. zu «lern Bibrlwnrl von «lem ..Glauben, «ler B«*rge versetzt**. Das Stück ist seil einigen' Jahren fertig.. doch «*r»t jetzt, zur Uraufführung fr«*igc*gcb«*n -worden. Man winl an. Hauptmanns ..Hannelcs Ilimimdfahrl“ erinnert: au«*li hier, ersehütlenul. voii «ler gestaltenden Liebe eines Dichters in mystisches Halbdunkel gest«rllt. das Sehirksnl eines Kindes, des kleinen .Simon. Der Vater ist angcklngt, seinen Sohn mit einem Slcinwurf gelotet zu haben. Reue. Hoffnung. Glaube entfesseln in 'mitreißender Steigerung* «las Wunder: «ler Himmel «*>ffnet sieb über d«*m Golgatha «*im*s lüisehuldigen Ktmlrs: es k«*hrt ins lieben zurück. Ein«* Dielitimg voll hrorr/eiWr Kraft. Eine Legende. «In* ein meisterhaft gestrafftes Drama ist. Man erkennt jenen Molnar w*ic«Irr. d«*rLilioiu- Ilimmelsgnng träumte. Während man «luven neuen , Triumph des crfolggcuohnleu Dramatikers registriert, überdenkt man «lie nierkw-ünlige GI«*iehzeitigkeit «les Erscheinens mehrerer neuer Dramen auf biblischem Hintergrund. Da ist. neben diesem Molnar. von Werfel ..Der Weg «ler Verheißung“, den Reinhardt nun <lo«*h Im Herbst in New York herausbringt: tu London vvir«l di»*' Bcrgner «len ..Knal»«*»> David"-- spielen: an «*iiu*r Mo»i*s-Triingie winl "“arbeitet. Zufall? Oder . wä«*bst hier a u s «1 e m Z «• J I «* r 1 «* h n i s nicht <Io«*h ganz organisrh <*ini* spezifische «I r n m a t i * «• li c I. i t <• r n t u r? Zu vermerk«*» bleibt in «Iirsen« Zusammenhang •fr«‘ili«*Ii. daß «las jüdische Kulturbund-Theater in Denisehlan«! nuscl*.einen«l nicht «len Ehrgeiz hat. in gleicher Wei»<* zu seinen: Spivifikuni zu finden. F.s spielt «las Repertoire eines dciils«b(*n C«*-ells«;hnftstheaters von 1910 und überläßt «li»* ihm gestellte spezielle dramaturgische Aufgabe teils privater Initiative. teils dein Ausland, «len Buhnen in Budapest. Lnmlon. Pari*. Wim. Zürich. N«*w York. S«»l«*he grnnd-Fit/liih«* Erwägung l«*gt auch «*iu Th«*at«*rereiguis . nahe, «las in Budapest vorbereitet wird. No«*h in dir-ein Sommer kommt «lort .,P n - - a g «* «I <* Prin er»“ h«*rau»: efor utusiknli-ch-* K o nt u «lie u m .1 a «* «| ii e * Off <• n b n c h’. von Charles M »• r «*. Die Partitur ist aus den« G«*»am!wrrk Off»*nbaebs znsanirnrngestellt. Das Stück halt«* 7imä«*h»t in Paris einen großen Erfolg. Dann wi:r«b* «lie deutsche Bearbeitung "Robert BI ii in in «*r*1«*r Linie dom Berliner Kuhuchuud-Theater ang^boten. Tk*d nv:*rli<,lierw«*ise zcigti* sieh aber auch hei «lieser Gelegenheit, daß man hier «lie alten, oft gespielten im«! n!»*n«lrein. ganz »»spezifischen Op«*-' retten einer in mancherlei Hinsicht \er«iienstvollon Erstanffuhrung vorzicht un«l «lie Erfolg?-Chatn*en Wien mul Zürich, nun auch Budapest überläßt. W*«*nn ..Pa»«age <I<* Prin««*s:* gewiß auch kein Werk von programmatis«*her Bedeutung sein will, so hat «lorh allein schon Offcnba«*lt — als Figurun«l al* Musiker — eine uug!«-ich engere Beziehung zu einer jüdischen Bühne nU etwa «li«* ..Fled«*rmaiis". ..Passage de Prin«*r>" zeigt «l«*u Kampf Off«*ubarb> um H*im* gefeierte Iul«*rpr«*tin: Horteiw* Selmci«ler. Dies«*, «lie gntßc Diva «les Dritten Kaiserreich.-. v«ni Offeithaeh «‘iildeekt. erlebt «hi> Dilemma mancher Kfuislb'iin: in ihr ringt die Frau, das liebend«* Weib, mit «lem theaterbeses^ueu Genie, das zur Gestaltung «Iväugt. Der Dämonie Offcuhachs gelingt e> imiu«*r wieder, die in «b*u Ib'izog von Uruniout verliebte llorteus«* auder von ihr erstrebten 'privaten Spbäi'** zur Bfibm*. in «li«* S«*lu*inwcrfcr. in «lie Off«*ntliehkeit ziirückzureiß«*n.!•> i-l ein Kampf, ein dramatische» Riiigcn . zui-elien Eros uu«l (ieuius. Seldießlieh behält Ofreuba«*h Beeilt: Gi-anmut stirbt. Der Meister aber lebt: «*r lebt iiuendli«*b fruchtbar iu sein«*v Z«*it. auf dem 'Hieater seiner Zeit im«l üb«*r sein«* Zeit hinaus: llorietw* eikenul iu Offenbael» ihr Sel»iek*s»l. ihre Be- -liiumimg, den Weg zum Triumph. Di«* Partitur führt hinauf, in im[H>saut un»t»*igen«ler Kurve, von -der ..Zaubergeig«:" über den „Orpheus", «lie ..Schone Helena *. „Pariser Lcla*»" bis zur ..Großber/.ogin von G«*n>!sleiu": von «lä zur ..Tochter «!«•- Tamhourinajors": auf d»*n Gipfel: ,.l loffmauus ,Erzähbing**n". Begleit«*! von .«len geliehte» Akkorden <b*s Baitlianale. «ler llynmeu und Märs«*he. v«m «len imverlieibaren Lieilern und Arien, vom spritzigen Bhythmus «ler (Jians«ms und Uonplets itMh*» wir Offeuhaehs. ganze.» strahlemb’s Oeuvre: vieles B«‘knnnlc und manche» Unl»«*k:mnle: ein Werk vidi dramatis<*her Er-chütteruug mul auch wieder voll beflügelter I b*it«*rk«*il. Berliner Konzerte Die ö 0. Kulturell e V e r a n.- t a I t u u g I» «• i W «• i I gibt Anlaß zu wür«lig>*nd«*m Bnel.bliek. Ab-eii- \«mii Be|ri«*J* uusen r gnißen Organisationen — Kidturbmul und Kün-llerliilfi* aber in uu«*njlu*br!i«b(*r Ergänzung ihr«*r Vrb«*it wurden Kou/rrl<* lind litera»*i»<*lie Abemle v«*ran**lalt«*l »n«l Werke biUl«*ader K»»»-t ausgestellt. Zahlreiche jmvge Kün»th*r kunnten sieh hier, tu kleiiu'iu Babmen, erproben. uu«l vor allem: m«*hi* alson-lwo fan«l liier n«*m* Musik eine Statt«*! I)«*m Dank. «l«*u Dr. Hau» Nathan Fnm G«*rlrud Weil für ihre wirtschaftlich und kün-ll«*ris«*I» w«*ii- . blickende Täligk«*it un«l für <h*u -lr«*ng -a«*hlieh«*u Babmen «ler Abend«* zum Ausdruck brachte, mücittcu wir un» au «li«,»«*r Stelle naebdrüeklieb nnschließ»*». — F/a-r Programm enthi'*h «!i:*-nial nis»ts«*h«* und italieuisebc Gesänge. Sigbert S t e i ii f e I «I weiß eine Meloilie lebendig blnzus«*l/.«*ii. auch M*iu Vortrag gewinnt allmählich au Sicherheit: «loch sollte d<*r sliuiiiihegahtc Baritoni»! in dramatischen Stück«*» neben «ler ’rotigebung «li«* t«.a\tli«*he Silnati«m mal den sprachlichen An-drneV weit mehr berücksichtige«. Seine Partnerin. J«*nny Hauff, hatte gera«le nach «lic»«*r Bielthmg <*inig«*s zu biet«*n; «len» in der Iblbe gut g«*slüizt«*n und recht trag-’ fähigen Sopran fehlt l«*i«Ier in «b*n unteren 1-agen jetle» Volumen und «lie f.oek«*rkc*it «ler Intonation. Dr. W «*rijer L i «* b <* ii I h a I b«*gl«*itete zumeist s«*bwmigv«ill. D«*r Kammermusik gtdt «lie vorhergehende \ eraiistaliiiug. Der lnvhtigc: Geiger Jürgen lt <> u i s müßte Iwi Hämlcl «lie 'IVmpi zugunsten li«*bev«dlen*r Ausführung «ler IVtails etwas mäßigen; man »nVhli* .-«iiuin Spiel aiuh mehr i«ioloris«*h<* Kraft iiikI I«iiilielu* Ausgegliehenbi’il vvfins«*h«*n: «h*n Brahms kau» man sieh gewiehlig«*ii «b*nk«*u, so wie ihn «ler Begleiter. Heinz Fenster, «leim au«*h anpackte. Sclmn «lurehsichtig geri«:l beiden «Ii«* Ba«hsonate.. Walter Oliizki cnttniisehte «Üesinal: de», fjipi«lar»til der Ileetboveiiselien G«*ll<*rtli«*der verin«»«*hte er ni«*lit z« tr«*ff«*n. |)r. Willi Aron hatte «l«*n gnle» Einfall, mit »«*»«‘*m Slmlio au Uiinarosas mozarlunli«* Oper „Die heim liehe Ehe" herauzugcheif. Der Or«lu*-t«*rpart \«*rl«»r in «ler Ausfülining «lureh Stri'ielupiärti’U WVhulvsIaw* mul Jolanthe W' a gb a 11 «* r--- Alfml S «*li I <• s i ii g«* r . Paul B 1 ii m <• n f «• 1 «Ij g«*wiß nicht an B«*- wegliebkeil: nur liälle «ler Kfiulakt mit «l**r Bühne mehr “«•rielierl w«*r«!«*u mü-s«*u. nicht zuh*t/l «lureh gfm-iiger«* Anf»t«*llung «I«*» Flügels, von «lem au- Dr. W. Aron «las Ganze in f«*«lern»leu Tempi, aber piani-tiseb zu wenig ahgcilämpft. . b*il«*le. Auf «l«*ii Brettern berr-eblr. kein -ebbeliles Niveau: nelien Heiurhli Korn fiel voi* allem Uli Maria Beruhar«! «lureh ihr zart«*-. »«*hmi«*gsimis Organ tuul ihr grazi«"»-«*» Spiel auf; in «ler lf«”ib«* wäre n«n*h auf Fülle bits/narbeiteu. Werner Simon mul Bernhard Lhrze- I i t/. «* r ium— e».- auf «b*uiii« here Au—praelu* im Diahig hatleii: Elisabeth Delle vie und 011a Jae«*bsobn ergänzlen dalustige Ensi-mble. Und * nun ■ zwei Dirig«*nt«:n: Ern-t Ewal«! Gebert <*rzi«*lt«-. mit.deii) Or«*ln*st«*r «ler Krm»ll«*r!ulf«* in «l«*r ,.U‘imdl«*n«|elcif’ ein«* überra'-t’h«*»«!'* Präzi-ion. ni«-bt zuletzt «hmk «l«*r betonten Knappheit und .Konzentration »ein«*r Slabfülinmg. Ebleibt ihm «Ii<* Aufgahe. «li»* hlx’rgri'ifeud«*» I.iui«*» in «ler Ge-amt-tmklur noch wirksamer her;ui-7.uh«*]>n». Solist«*» »les Abendwar«*« Su-annc I. ü w «■ n - - l e I n und W«*nu*r I> y w «* n. Wie G«*bert als Or«*hestererzi«*her, so ervvi«*» B«*rtbold Sander im Maikonzert «I«*s Kullurbiitul» sein h«*rvorrng<*n«h*H K«‘»iuu*n in «ler nu»rl«*itung. Zu Beginn -die «rrh’Mii«: Satzkim»t M«*n«h*l.sxibns. v«m Saiuler in aller Bmulmig <l«*r Linien, in allem Str«’»in« ti «ler Kautiii*»»* grz<*i«*hnet. fm Solopari Jx*zwang Snsimni* L o w «• n - stein tr«»lz I«*i«*hter In«B*p«t-itioa durch den S«bin«*lz ihrer Sliiniu«* alb* Herzen” Tn sorgsntwr Au’sfeihing erklangen «lann Brnhnis’ LielM*-li«*i!«*rwalzer. Aber erst am Schluß «I«*s jü«Ii-«-ben Teils gebt Satuler.. «I»*r sonst als echter Chnrmeisler immer wic«I«*r am Ton ba-t«*U. an <l«*r Dynamik reguliert, <*inmal kräftig an- -i«h heraus und l«*gt «*iu<* Ibirra Tun. «laß alleluitgeri—<■» «In* W icderlwdtmg verlangt. — Nelien «lie-ein_zün«l«*n«!en Satz S. Petrn-ebkafällt J. Dvmimt «lur«*h ein seb«»n g«:setzlcs ...loh riliaim*' mul «liir«*Ii «la- «■«•ht«* (Jia-muith s«*im*s KM. Psalm** auf. -Die Sachen von Glad-teiu. Wid«*t/.kv tuul Simon verkeimen in ihrer K«mi|di/iertli«*ii «li«* Notwi*ii«ligk«*il<*n «!<*r A’olksli«,«lh«*arl*<*itimg. Wir liran«heu -ti!v«»II harmonisiert«*. s«hU«*I»te vier»timimg<* Sätze*. Wir batten.«»•wartet, »laß il**r Kubiirbund ein«* Ehrung Gu-tav NTalil«*r— für «*iiu* -<-in«*r vorufliin-len Pflichlen an-**)u*n wür«l«*. Mit Au-nahme «*inig«*r Li»*tl«*r im Jatniarhon/.erl halwn wir davon biriier nicht» lH*merkt. Sollte «li«*.»e Lu«.*kc vielleicht mit llo-cn- -toeks Weggang zu-amin»*idiängenV lf- Frevhan. # 0 # i“* „ W arten i-l «la» Si liiek-al v«»u uns Jinle». l-n»en* WT Cif ganz«* religiö-** Fm.»l«*lluug wurzelt in «len» Problem de- W arten.- und -nein in -einer Erfüllung «lie F.rlo-nng. Wir warten mit Au-dunrr. uut einem uidK*-i«*gbar«*u U*U*n-- Vvüleii auf «lie lö-img dr» jiidi»i*heu Pioblem». ein»*» Pi*obb*m>. da» weit au» «ler V ergang.nbeit reiebi'iul. im»«*ie Gegenwaii lx*»ehattet. Wir w.yleii mit 1 l«*r<ii»nms und Ergebung uni «lie großen W eiidepunkte iui-»*r«*» Sc'hiek-al».- in/.wi»«*lieM »twr fjdlni wir jenem Wart«*» im Alltag anheim, jenem kleinli«ln*n,“/«*ri»*iubi»- aufreibenden \\ avtvn. »lavuu*n»Bielu* \n-prüelie »u «lie Votakraft, au lieherr-cluiug alcllt und einen zähen W illeu erfoialert. Wir warten nuf*T»ß'mid Zerlifikale. auf Erlaul»iir--elieiue mul Bewilligungen. Wir warten, -fiii-ch iu den W arleziuiiiu'iai «ler Arzt«*, und vor den Türen «h*r Krank«*n/imiin*r. ’ l inl wir wart«*» auf Briefe,, Auf Bri»*f" von im-ereu .I.i«*!>•*■ i. »li** v«»n un» g«*tn*nnt riiul. Wir warten “liiil j«*u«*r v«*i/ehr«*n«l«*n l muh«* uu«l »ich »t«igeruil«*u Aug-l wir warte», warten _ Aber e».gibt amb ein Warten, da- Bitirrni» au—ebließt. Ein W arten, «laim W art«*n -• Inni (»liiek initl I* reu«b* b«*ib'iil«'l. «la» 1-t da» Waiien auf da- W*ie«ler-« lien. mit ’ geliebten Mcu-fh<*n. Gewiß. au«b ’m dir-ci» Warten liegt etwa» v«m d**v B»*- kliitmiieulieit «I«*» l iig**w.i—i*n, aber iletiuoeh «la» \orU*’fübl «I«*» Glücks, «la» «li«-eni Wait«u folgen .wird. Wir warten zu Hau-«* auf die lb*imk«'br »b*r lH-«*r«*n. Ul un-cr Tmi «»t auf «l«*u \«ig«*ithin k des W ie.b i-eben» geri.lilet. W ir warten am BnhnlmL wir . vvart«*ii an «ler Seliiff»aid«*gi’»t**ll«*. auf «li«* l,b'iink«*lir, auf «la» W ie«lei'»eh«*ti mit «l«*n«*u. «li«* un-',r«*m ll»*r/«*n nali«*»telien. Wart*;» auf g«*lh,btc Men-eheu ._ '«!«» i-t vielleicht uuWv liöell-t«*» Gliiek im Leben.* ..Kein 1 ngiü«*ki-t -o gr«»ß F> tiägt »ein Glück in» S«b**ß!" S<» gil»t «•* amdi für im» Juden bei «len vi«*l«'iF Prüfungen de» Warten» ein neue» Erleben «Ir» Glück». «In» im W art«*n Ji«*gt. Elicni erwarten ihr«* Kinder in «l«*n F«*ri«*u zu B«*»iieli. \ erwaudl«* und Freumle treibi «*» im Snuiner au» fenien Lämlem beim in die 'ein-tige lleimal. (hier--Ellern fnlgrn Üu en Kindi*m. Eiaiien und Kinder ihren Männern uinl \ äteru. «lie aiHgewainlert -imk .AYa» kommt iT» »er Erwartung auf da» . Wie«h*r»«,hni gleii liV .Sie »tehen am Balm-teig. -»«* »teilen um Bug «Ir» Schiff»*.», -ii* »nelien mit ln*ißen Augen mal la*iß«*in lb*rz«*n in «l«*r uni'H'kamilm Meng«' mir narb «lem Einen, muh «l«*u Wenigen. «Ii<* di«* Ihren »iial. 0»l«*r »i«* »teilen auch nur am F«*n»l«*r «td«*i* vor «ler Haustür und hliekeii «li«* Straße hinab: («leieh w«*r»l«*n »i«* k'immeti. unr ihm b kurze- Wart«*n! Glüeklieb die. di«* ihmIi attfeinniabr warten können <l«*»rn >n*«-h ein \\ ie*ler-»‘h«*n l»c-»'l\i«,«len i-l! tu «lie-**m \\ art«*u auf «li«* U’beudeu - »e|b»t wenn «*s mir ein Warini bleilit li**gt. »*,lmn ein Tr«»»l. **in L«"b«*n-»piell. «ler Aul rieb '/mit W «*il«*rb*l»**». .Die»«*» Warten, «lie»«*.» mich b«»ff«*n können, «la»? i»t «’» ja gera«l«*. was un» Juden iu «li«*»«*r »ehw»*n*ii */«*it anfr«*«'hl «*rlifdt mul an» Lelwu biud«*l: Die-«*» Warten auf «li«: kleinen EnägnU-c di*» U*b«*n». Da» gibt un» m*u«*u L«*bensinut. «laß wir ii*n*l» «*iv*a£‘ zu erwarb*» haben, «laß «*» noeb «*lv»as für un» zu «*rwarl«'ii gibt. Frieda. Vullriili». AA’ir«ler Dein I.ipir.-kaja Wir di«* Konzertdir«'ktion 'Taub«' mittrilt. v*ir«l Del;» l.i- |» i n»k a * a nach langer«*r Pan»«* tlnnnäi lisl wi«*«l«*r in zwei V«*ran-taljung«*n. - «li«* mi Balunen «I**» Brirh-vcrhamh.*». «I«*r jü- «IImIi«*» Kulturbund«* »tattfinden. vor «hm lb*rlin«*r jfuli.-ch:*ii Publikum a»iftrel«n. Di«* Koii/.«*rtnlH*i»«b* fin«b*n am 2.1. mal 2A. Mai im Ba«*h»anl -tatl. \orverkatif -ieb«* «hi» Inserat in «li«*»«*r Nummer. THEATER, KUNST, LITERATUR ■ \1» nächste» Werk kommt im Berliner K n I I ii r h ti n »I - Thealer '..Wie in: r B I tt lk uni Johann Siraiiß in «ler B»*:niH'itnug mul lii»z‘'mennig um Kurt Sing**»* unter «ler mnriknU-rhen U-itiui" von B«*rt1iobl Saiuler heran». * Ftil/i M a » » a r y . «li«*- -'*il läng*;rer Zeit «ler Bühne fetngelili<‘b»*u i-l. wird im lb’rb»l wiiibr v.tr dem Wiener Publikum. ■ rr-eheihcu. Si«* winl im ’llienn-r iu d» r Jn»cf»laill in «ler l'raufführimg «1«* Komöili«* ..Blau«* \V'«» 11 «* u“ von Ihm» Jariy eine »ler trt'iiteu weibliche ii llauptmlb'u- «bir-tellen. — Artur Hellmer, «ler frühere Direktor il«*- Neuen Iliealer» in Frankfurt a. M„ wir«l «la- Tlualer au «l«*r Wie» al» S(»i«*«bhühm* Kml«- Angu-l inil_«b*m iu»i-ikali-«hen *Ln»l»pi«*l „Axel an »ler II i m in «* l - I ii r" von Päid Morn ii ii mul Adiilf Sylnitz rrüffn«*». Di»* Mu»ik -tainml von Balph B «• n a I z k y . «li«« lil«*l- ■ olle spielt Max II a n » r n . «lie Ib gu* führt Direktor Ib llim r. Wie au» Biulap« -t gtün« bb l 'winl. verait»ialle|e «lie Ofener f-raeliti-ehe Ktdtu»geiueiu«l«* «in l*i*»tUou/«*rt. au «h*m (*ilia Alpar. «lie Klaviervirtn»»-:»» Lilly lh*rz. «ler (.«*llokui»»tb*r . Gabriel Ih-jti». »ler S.lmn-pi«!er <)-kar Beregi mul «li»* Pianistin Edith Farmuli mitvvirkten. Da- E«*»| war zmn T«dl «I-. Ehrung, für den Bruder Gitta Alpar». Ignatz Alpar, «ler »«*it z«*lm -laln« n ('bor«lirig»*:it ib'i* Haiipt-ynagog«* i-l. geilaeht. Die niti«’rjkmn»«*h-jiuli»*'he Sibnn-pielerin Mali P i r o ti .w«-»ft augenblieklieh iu Begleitung ihr«*- Galt«*», de* S« h«u»pieler» Jai nl». Kalii-b. in Liuubtn. Eine War-« hau«*r jfuli»* h** Eilinge»* ||-i hafl hat dieser Tage mit der Kün«ll**rin ehn*n Vertrag g«*»ehb*»»«*n. durch «len Mali l'irnii >i«*h verpflnhlet. im k«mimeml«*n Monat in ’ Warschau «lie Hauptrolle in einem u e u «* n jütlisebei» Tonfilm zu filn,rn«*liiiM,ii. "-F.rika Storni, die für »li«* Moz«rl-Ke»t»|*iete siiwie mehrere Bund flink-Koii/«ri«‘ in Utiubm engagiert wimh*. i»t eine S«hülerin von Ginn G.«te l */ - L e v y . eben-«» wie Sti-nmic Stein mul L«*a Koppel, di«* 4111 14.- Mai. im Prager llniulfimk g«-'.ung«*ii bat. In «bu Wiener Jüdi-riuu Kfm»tler-pielvu fand «li«* Uraufffiln nug einer B«‘vn** ..Hallo. Ilallo. b i «* r. B a «I i«« .1 e r u - *.»!«• m" von A. Mei»eK -lall. * ' - Franz IlerV/' g» Drama ..Peiofis Julia“ wurde unter «I**r Brgie voll Friedrich Ifo-nilhal mit. großem Erfolg im Wiener Burgthcatcr /um «*r-leninal äufgefuhrl. ‘Der f)h hier II« rmanu Borte hat' von der Amlriciluiig «ler .YS-Kulturg«*in« iiule tlen Auftrag erhalten, einen n «* u e u . Te x l 'zu Händel» ...I u »la» M a k k a 1» ä u «•“ zu »ehr«*il*en. Die' Jfnli»«*lu*- lhu*hv«T*iuigmig liringt «|enmä«*h»t Benjamin D t » r a e 1 i •». im Jtdire DM7 «♦r-elui*iu*u« u Uomaii ..'I;mht«*«I" in der riM*r?etziui" und B«*arlH*ilung von Juliü» Llbau liiyau-. ■ * W,V au» Wien gemeldet winl. hat d«*r Kunstfoiral J*es«*hh»sM'ii. der ViTwalluiig <l«*r Sfmll Wien »lie Abtragung «les in «ler Brigittenau aufgrs(ellt«*n 1. a » s a 11 c - I) «• n k m a I s von Mario, IVtrm ci zu ein[»f«‘bl«*ii. mit «l«*r Begründung', «laß «•» als nlwilul unküii*ll«*ri»rh - vii lH*y.eiehlH*n »ej.

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