Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 20 (13.5.1936)
- Date
- 1936-05-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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E3S535J» B ERLIN 13. Mai 1936 Ettthmii-jeclmßthMtk PREIS 25 PP. Nr. 20 / 16. Jahriani JÜDISCHE AUfilMilNE Schriftleitung'und Geschäftsstelle: Berlin-Cbarlotteatmrg 2, Bleibtreustraöe 2.. C I SteinpW 3703. Bankk.: Kreditverein f. Handel u. Gewerbe eGmbH, Berlin N 24.. Postscheck-K.: Berlin 25720 — Bezugspreis: RM. 1,— monatlich (zuzügl. RM. 0,10 Zeituneggebühr und Bestellgeld), bei Streifbandtersand suzugl. RU. 0.30. im Verlag: Veilagsgeonaseascbaft in I>nutsohlaad ans&aaiger Juden tu Berlia eGmbH.. Bla.-Cbarlotienburg 2. Bleibtrenstr. 2. Anteigeopr.: Dlo 12gwpmm - Zelle Rpf. 8, für Faimllcnsnzeigen Rpl, 6, für Stellengesuche Rpl. 5 Bei unverschuldeter NichtbeUeferung bestahl kein Anspruch auf Vergütung NEUE FOLGE DER JUDISCH-LI BE R A LE N ZEITUNG Das grosse Moratorium Von HEINZ KELLERMAXIN Vor mir liegt ein unauffällige» handliches Buch von ein« 200 Seiten Umfang. In übersichtlich, geordneter Form und fast im Stil einer gelegentlichen Plauderei berichtet es'über „Not. Kampf, Ziel der Jugend in sieben Ländern“. Der jugendbewegte Titel läßt eine Schilderung der sattsam bekannten pädagogischen allenfalls moralischen KrL-c vermuten,- wie sie uns namentlich die gescllsehaftskritische Literatur Amerikas von .Richter Luulsay bis Lewis teils mehr, teils minder glücklich vor Augen geffihrt hat. Nichts von alledem. Dieses Buch ist in seinem tonlosen Verzieht auf jede revolutionäre Gestik und auf ilhisionsbclmftctes Pathos das Dokument der größten Sinnlosigkeit, für die unsere Zeit verantwortlich zeichnet: Es ist das Buch vom „fünften Stand“, von der Arbeitslosigkeit der Jugend mul von.ihrer regional unterschiedlichen Bekämpfung, mehr noch und darüber hinaus: der große Alarm vor der Katastrophe, der sieh Europa unaufhaltsam zu nähern scheint. ,.AImt die Jugend Europas“, heißt cs einmal, ..vor welchem Abgrund sie steht? Oder geht sie noch immer mit verbundenen Augen, rückwärts gegen die Katastrophe, während .ihre Sinne gebannt sind von den Slreitworten. den SchlagwortcH, den Slichworteii der Vergangenheit?“ Noch hat uns die Geschichte ein Moratorium zur Besinnung gewährt. Der Jude unserer Situation wird sjeneigt sein, nunmehr seine bereits stereotype Frage zu stellen: „Was geht mich das an?Was kümmert mich in meiner Lage die Jugend anderer Lander?“ — und wird das Buch beiseite schieben. Falsch gefragt und schlecht .getan' „Staliiche Denkn-eile” Es entspricht; der Anschauungsweise des vergangenen Jahrhunderts, die Beziehungen des einzelnen zur l. inweit Und zu ihrer greifbarsten Verkörperung, zum Staat, als etwas Starres, Statisches zu betrachten, als ein durch Gesetz um! Herkommen fc-l- „geretzles“ System, «las immer gilt, weil einmal es gegolten. Wird ein solches System aber doch außer Kraft gesetzt, so tritt nach dieser „statischen Denkweise“ der Zustand einer totalen Hczichuugslo-igkcil ein, und es beginnt eine romantische Robiusonade. Also, wird gefolgert, ist es den Juden Deutschlands FJT3 ergangen. _ Allein es gibt noch eine andere Betrachtungsweise, nach der eine derartige „splendid Isolation“ eine Fiktion, ist. Die Annahme einer totalen Beziehungslosigkeit ist jene gefährliche Sclb*ülüuschuiig, die das leibhaftige Leben nur durch das Gitter purugrnpheiiinaßigcr Formeln zu erfassen vermag. Die Gefährlichkeit der sozialen Katastrophe besteht —■ von ihren tatsächlichen .Wirkungen abgesehen — jucht m> -ehr darin, daß sie vor ihrem Eintritt meist nicht rechtzeitig erkannt wird,' wie darin, daß sie romantisch, mißdeutet wird. Nicht* kennzeichnet das realpolitische Unvermögen zu sozialer Einsicht so "Stark wie der-\ erlöst der Übersicht und die Sucht'nach sentimentaler Verklärung der eigenen — unglücklichen — SUmuiou. Soweit dieser Tro?t m Anspruch genommen wir«!, um den Vorrat der angegriffenen Widcrstandsencrgieu vor dem völligen Verbrauch zu schützen, soll seine Heilsamkeit nicht, bestritten wejdcu. Sofern er aber dazuu führt, die rcalpofitisehcu Zusammenhänge zu übersehen und die in Notzeiten doppelt wichtige Funktion des sozialen Siehtvermögrns und der Tatkraft lähmt, ist Sentimentalität nicht mehr erlaubt. Das Orientierungsvermögen fehlt' Den. Juden unserer Situation geht es fast durchweg so. W enn ihnen bei aller bewiesenen Energie heute und später ein Vorwurf gemacht werden kann, so der des vielfach mangelnden. Oricnlicriingsvennöpcns. Was uns für die Kausalzusammenhänge des großeti politischen Geschehens so unempfindlich macht und für die Bcgungcn der Sclbslbcmitleidung so übermäßig empfänglich, ist unser an. vergangenen (statischen!) Maßslaben orientiertes und darum falsches Bewußtsein von der eigenen politischen und' sozialen Situation. Wir verlieren den Kompaß! Daß die jüdische Presse im jüdischen Haushalt vorwiegt, das jüdische Buch, das jüdische Theater in den Vordergrund tritt, ist in diesem Zusammenhänge keine zufällige, sondern eine durchaus - symptomatische Erscheinung Von allein Positiven in einer solchen sozialpolitischen und sözialkulturcllcn Wendung abgesehen, drängt sich der banale Vergleich mit der naiven Vorstellung des Kindes auf, das sich selbst tmd die Welt verschwunden glnulit. wenn "Cs sich die Hand vor Augen hält. Einzelhaft ist aber keine Eremitage,. ganz abgesehen davon, daß kein Einzelwesen im europäischen Raum, geschweige denn eine Gruppe die Chance einer organisierten oder individuellen Wcltflucht besitzt. — Viel eher steckt gerade in der soziologischen Gnimltatsachc, daß. jeder von uns den sozialen Bindungen desj täglichen Lebens verhaftet und ausgesetzt bleibt, die geheime Chance des geschichtlichen Wandels. . . Was wir heute änzuerkennen genötigt sind, ist die Tatsache, daß vielleicht nicht die Ursache, unseres Schicksals lind auch . nicht die Art unseres Rcagiercns darauf, wohl aber 'die äußere Form unseres Geschicks einer Erscheinung in Rer heutigen sozialen. Ordnung.entspricht, die keinesfalls mehr als regelwidrige Ausnalimccrschcinung, sondern fast als eine gesellschaftliche Normalsituation bezeichnet werden muß.* Sie besteht eben darin, daß' in jedem noch, so geordneten Staats- und Gemcindewescn eine . bestimmte Anzahl \«>u Mitgliedern au* dem allgemeinen wirl* - sehaftlichcu und geistigen Produktionsprozeß ausgusehulict ist. — Wenn ein Maler von heute das Bild des modernen Ahasvern* entwerfen wollte, »o müßte er ihm die Züge des Arbeitslosen gelten, der an dm Ecken der Großstudtstraßcu mR ' Sportmütze und hochgeschlagenem Rockkragen, die Hunde in den Hosentaschen, stellt (ich zitiere dos oben erwähnte Buch): „durchnäßt, dumpf, mutlos, den kalten ZigareUenslunimcI im müden Mundwinkel". — Und-jung müßte dieser Arbeitslose sein. Daun nämlich unlcrselieidet iim in dieser Beziehung nichts mehr von seinen niehtjüdiseheii Kameraden, die sieh allerorts in »ein .S<]ink>al teilen. Von Generation zu Generation Man hat die Assimiiationskraft des sozialen Milieus \on jüdischer Seite her zwar 'nicht übersehen, sich aber hei dieser Betrachtung nur auf eine bestimmte Schicht, die des gehoheneu Mittelstandes, des sogen. Bürgertums, lieschränkt. In der TiR war auch ein Stand wie der Arbeiter im Judentum Deutschlands, wie überhaupt im We-tju«lentum im Gegensatz zum Ostjtulcutimi, kaum vertreten. Aller zu meinen, daß dies immer so bleibt, zeugt 'von jeuer „statischen Denkweise“ des bürgerlichen M«u- ‘ sehen, der auch heute nicht merkt, daß das gesamte Judentum iu Deutschland sozial absinkt, und zwar nicht mehr allmählich« sondern sturzartig von einer Generation zur nächsten. Der Vater ist * noch Arzt, UeehtsnuwuU, Kaub'iium und lebt in relativ gesicherten Verhältnissen. Der Sohn ist liereits arbeitslos, Landarbeiter, „günstigstenfalls“ kleiner Angestellter. in die Iteprürcntanz zeitgemäß? Die Folgen dieses „fabelten Bewußtseins“ zeigen sich allerorten. Kiue Gemeinschaft, «Be keine richtige Vorstellung über sich seihst besitzt, -weil sie z. B. ihre Situation zu einseitig beurteilt,, wird stell konsetpienierociso auch einseitig' vertreten. Tatsächlich ist;m der zionistischen Kritik, die ständig gegen die augenblickliche Repräsentanz des deutschen Judentums \i*rgchracht wird, vom sozialen Standpunkt ans gesehen, formal etwa* Richtiges. Unsere jüdischen Repräsentanten (in allen Gremien übrigens!) sind nicht typisch für die soziale Lagerung des Judentums iu Deutschland. Unsere Repräsentanz ist dank Milieu "und Alter eine S eh e i n r e p r ä s e n t a u z. Sie rrpnbrnlicrl eigentlich nicht viel mehr als sich seihst, <1. h. scheinbar von Haus aus Wertungen und Ordnungen, die aUcrliörh-teiinoch für sie seihst Gültigkeit haben, kaum noch für ihre Kinder. Indessen* läßt sich dagegen entwenden: unsere Repräsentanz ist nicht als .soziale, sondern als eine ideologische mul politisch^ gewählt. Man könnte ihr darum vielleicht «len Vorwurf machen, daß sie ihre Ideologie nicht geändert hat (sie hat sic übrigens z. T. geändert!), nicht aber, daß sie sie überhaupt: Im*-*:*»m*ii hat. Sodamt darf nicht übersehen werden, daß in unserer zum Teil phitokratischc» Repräsentanz, d. ' h. jn dem materiellen Übergewicht bestimmter bürgerlicher“ Kreise, mm einmal auch die materielle. Garantie für da* Leben des hiesigen Judentums beschlossen liegt. Der jüdische Mittelstand und das jüdische Proletariat mag zwar zahlenmäßig und sozial i>elrach(et «len Anspruch auf die Repräsentative haben. Sic sind aber beide materiell aktioiisimfähig und zur Sclhsterhaitiiug nicht iu der Lage. Eine andere Frage wäre freilich, ob mau ihnen nicht doch ein weit größeres Mitwirkungsrcelit zubilligen sollte, als es bisher geschehen ist. Schließlich noch eins: Soziale Einseitigkeit muß nicht notwendig politische Einseitigkeit bedeuten. Soweit tu den verantwortlichen Gremien eine nicht Organisation»- und inlcrcsseugchuudciic Intelligenz vorhanden ist, halben wir uiedcrholt~fc*lstcllen können, daß hei einzelnen Menschen da» soziale Verständnis und die-richtige Maßnahme auch ohne eigene soziale Verankerung in dem scbutzbedürfligcn Interesse durchaus vorhanden ist. (Aber auch nur dann liegt echte Repräsentation vor!) Schließlich geschah und geschieht doch der gesamte planmäßig« Einsatz des Zentrulausschusses, besonders «1er Wirtschaftshilfen und der Auswnndenmgsaktioncu. am wenigsten zu Nutzen derer, die ihn verantworten. — Somit enthüllt sieh die zionistische Kritik zwar als eine sozial richtige Empfindung, al»cr Im übrigen als eine politische Vcrhaltnngsweise, die polcfnisch-[H))iti.sch zwar tauglich, real-politisch 'aber nur Bedeutung hat, wenn man Zionist ist. „Statische Denkweise“ hat, von der Repräsentanz abgesehen, im hiesigen Judentum aber andere große Schattenseiten. Vernebelt sie einmal das richtige Erkenntnisvermögen weitester Kreise, so hemmt sie andererseits wichtige Energien. Dank ihrer blüht in unseren Kreisen immer noch ein starker Individualismus. Der Weg der Jugend Es soll .ganz davon abgesehen werden, daß die Stcucrtrihutc den noch besitzenden Juden eine auf Zeit und Dauer höcltst irreale, weil jederzeit kündbare wirtschaftliche Größe sind; auch davon soll 'abgesehen werden, daß eben die Steuer für Einzelnet nicht ein sozialer Beitrag, sondern ein Loskauf von den sozialen Verpflichtungen bedeutet. Viel .wesentlicher ist die hieraus vielfach folgende Gegnerschaft und das Unvermögen, die gegebene Situation als eine gemeinschaftliche und als eine gemeinschaftlich Fortsetzung auf der 2. Seile Es wird gemeldet: B Die kleine jüdische (bauernd«* in dem badischen Dorf Senufclil konnte Mn* ' hundertjährige Bestehen der «lorligeu S y n a.g.o g « .feiern. ■ im :.L'Jmer Tageblatt“ wir«l eine Bekanntmachung der Kriminalpolizei iii Ulm vorfdfenllicht, * in «ler c» heißt, «laß iii «ler Na«,nt \om 15. zum 1<». - April im Alten jüdischen F r ie«l Uo f iu «ler Frmirnstraßc in Uhu etwa 1 5 G r a b » I c i iie gewaltsam von den Sockeln geworfen um! he»chä«ligt w«ml«*n huhI. Di« Sviumogengeiueiiide hat für Ermittlung «h*» Täler» eine -Behihitung von IOll Mark nii»ge.<H*t/l. * — B Der B«’iehVr/.i<-hmigMiuui*(«*r hat genehmigt, - daß mit Beginn des Schuljahre* UKU» am U«‘f<»rmr*‘ulg)uiua»ium Jawue in Köhl Englisch uh erste F r e m «1» p r a tüt e ciugeführl wird. B Der frnii/ürisehc Juli»! lind \ olkiwirlsehnflh'i* Prof. William Ouali«! ist zum Vizcprud«l«*utcU «h*r AUimu*»* Israelit«* Uim«*i>e11c gewählt worden, \mrilrr Wahl rin«** Präsiifenlen aU Nachfolger dr> verstorbenen Dr. Arnold Netter wurde. vinliiv^fig Abstand genommen. Prof. Oiiaüd, der im öb. I<rlu*it»iahre »ti*hl. hat einen i.ehr*lulil für (HdilRt-hr Okonomi«* aii «ler Pariser Universität. . ’ B 1“ W ien i*l «ler ller/>peziali*t und \ «rdlwiidc d«*- Verbandes der jiidis«*Iu:ü Arzt«1, Profrs-or I.mlwig Braun, im (>\h I.rbrusjahre ge*lorh«'u. Braun war auch GroßprlUidcut der «"»»IrrreirluMrlieu’ Bne Bri»»-Grnßloue. B Im Aii-elduß an einen in di*r ciigli-ehen 1’n‘sie \crhrciteten Bericht, wonach «lie' litauhelie Regierung «h n Jud«m ..dru Krieg erklärt’* halte, :gah iler litaui»ehr lim«,iimiuRl»*r. -GelUTirt—(iaplika*. «Irr. .lüdixlu.ii l’uli’giMpheiiageiitur eine Erklärung ah, daß die. (« 1 «■'T e h h e re e h 1 i g u ii g d e r J ii «I e n in Litauen u n n ii g e l u » l e l hleihe und daß di<* Regierung itercil .-ei. \<»r kurzem getroffeue Maßnahmen, «lie «JeU für die sehaftliehe!.«»<• der Jtulrn -ehildlh li au-wirkeu. rilekgiingigzu machen. * B Wb* au- Uiuciunaii 'Lcmeldei wird, galt d' e Orden*- piä-idimL ile* Bin* Bri—. Alfred M. (Stilen, hekiimtl. «laß der Olden sieh an «lern vom b. hi* 11. Augij-t iu Genf -tattfiii«h*iideiu J ü «I i > e li e u W e I t k o u g r >' ß n i e Ii l beteiligen wenh'. * ’ B Der Hektar der W a r .* r h a ii «• i* Te r Ii ii i - «• h «• ii II«» r h* e Ii ii I e hat \ou_nrurm «lie IC i u * t «• I 1 ti n g (!<• r V «tr- I es ii n g e'u-miu«M»rdiic|. weil, wie gcmrldrl. wietleniiu /n-ammetistöße /.ui-chiii ualionaldcinokiaiiM'hcii und jüdi-chen Studenten sluitucfntidcit habest. * B Bei den K a in in e r w a h I e n in Frau kr«* leb >in«l iii-ge-amt 1 J i ii <1 i » «• h «^ A h g e «» r «I ii et«*, gewählt wonlen. "Unter ihtn'ii Itefiutlen si«*h «ler Po*lmiiiRter im KaltineU Sarraut. Mandel, der Burgenneihter von Le lla\re. Leon Meyer, howii* Li'oii Blum. Im W ahlkampf unterlegen i-l «ler Kol<uiialmiiii-l'*r Jae«|iies Stern. m - B Wie au* Jerusnleui grmej«lri wir«), soll demiunhst mit einer N e u v c r in e s » u u g P a 1 ä » I i n a » lM*gomien werden. «1h* ziehen Jahr«: In An-prinh nehmen dürft«*. Di.* letzt«* J.an«lvrrimcv-mig erfolgte im Jahre 1B71 mul hat .«h*«*Ih Jahre gedauert. * ' B Die V e r e i n i g u n g. J ü «I i » r h «* r f * v » r 1.1» c h a f t e n in Frankreich feiert ihr zehnjährige'« Bestehen. Die Vereinigung, «lie .rille Volkshochschule und nmlere Bildungseinrichtungen unterhält, umfaßt über a«*htzig Gruppen mit Über 20 000 Familien. B Aus London wird gemeldet: Bei einer Nach wall] im Kreije Perklim» erzielt«: «ler «ler Arbeiterpartei angchörend« Kandidut ü:wi» Silkin. «ler Jude ist. einen Sieg über den konservnti\«*ii Gcgrnknmliflaten. E* gehören jetzt siebzehn Juden als Ahgciinluete dein Unterhaus, an. Unter judifchem Namen Zwei Jahrr Zuchtlunis für L’nterstülziingHsehwimlel Frankfurt a. M« Der ungewöhnliche Full, «laß »ich ein Mann «lciUschblutiger Abstammung als Jude nungoh. fand, wir sieh die „Frankfurter Zeitung“ aus Stuttgart Ijcriehten läßt, vor «ler Ersten Strafkammer in Stuttgart ein gerichtliches NaeUsjricl. Ein 62jähriger;Vngekfagter aus ReinscHcid hatte unter verschiedenen jiuliseh klingcmlcu Namen erfolgreich bei jüdischen Familien um Unterstützung vorgesproelieu, w*ol>ei er ein gefälschtes Schreiben diM* RabbinatH vorwic». Auch eine amtliche Legitimation fertigte er .sich selber an. Seine ebenfalls arische Begleiterin trat auch unter einem falschen Namen auf. Er seihst »ab sich zuweilen als ehemaliger Retlaktcur bei einer Nürnberger Zeitung aus. Nach seinen. Angalwn luit er insgesamt 400-HM erschwindelt, dodi wird vermutet, daß der Ertrag Inxlcutend höher gewesen sei.. Das Gericht erkannte auf zwei Jahre ~j£hchtlums, drei. Jolire Ehrverlust, für die Begleiterin auf$v9t ®onate Gefängnis. * A ■i^spuiH8PSÄ‘ nosJOHos*a***(l