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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-05-06 · 19 (6.5.1936) · page 6

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
19 (6.5.1936)
Date
1936-05-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Naturpark \crrinigl. Jn den Städten. Städtchen. MarktfJiiAni mul Dörfern. Mm Siebenbürgen, il«— Banate-. «ler Maniiar«>»ch u «irr Y.i{is kann man jm Mikrokosmos den ..Makrokosmos .s«*hii. |J Judentum, ilurrli ciik; grau-anu* Eiiluickluiig nicilcrgrhallcii. ja Der altr Mann von Salu-Mnr«*. begreift ihr. »teilt auf v«. lorruriii P«M«*ii, Demi stärker ist dir .Markt «Irr Entfremdung, dir Mühle drr 7,«ii jnnhlt prompt und rasrli. ili zwanzig. dreißig drs Nailits mit »einen schwachen Augi-n j'' Berliner Konzerte .Auffassung übernommen. in drr Vierten wui Reriluiw-n »pfirl inan daun «*iiie Fälligkeit zu klarrm. si«*ht*trm Aufbau und ein« Sialduimm". dir Eigcfilchrii drr rmzrlnru Mouvr zu verdeiil In-hci lehmig norh nirlil in ganzer Bmte nn»>«*h\viiigl und im Trio «li: Melodie allzu nrlir durch drn Kontrapunkt ubersrhalt«*! winl ln riuriii vom Damrukuuiitrr veranstalteten k’on/rrt iim-izirrlr dir (icnihalisliti Gertrud Wrrlliriin mitdrm Orrhr.slrr »Irr Kini-llerliilfe unter I>r.. 11.. S r li i I d li <■ r g r r . und inan nianrhrr Aufführung alter Mu-ik. dir wir horten, nicht herangezogm wurde. Sir bezeugte ihre. außerordentliche lc<*hiu»ch«: um! g«‘i»(ige Verbundenheit' mit dem rnstriuurul. -- Aus spür-' li**rgrr «Ii?r Schwung'iuid die heiße. Lebendigkeit Für ein ilfmdi ldni Alirud. iu dessen ersinn Teil noi-Ii die Soprauislin Helga. Hertz mituirktr. Diskussion ”«■ -11• 111. Jakob S elifin!i r rg steht im Itingcil um eine jüngst ersrhieuene Sammlung n errz“ lM‘zeugen srinr'; tiefe \Vi komiMisitorisehc Begabung. die sich mit Eiil*chi<*dk..... ..- «lernen Hahnen In-wegi. Und so ge»tallet^ nun Scllönhrrg hebräische leirlit in europäi-ehe Konventionen »uthnken konnte, utm etwa eine -obligate Bratsch«* kontrapunktEeh die Melinit«*. Aukuftpfi'mg an orirtitnli»<lir Musikpraxi» und durli^ keimfo eigrnsrhopferisrhe Ton-pnuhe * birgt., die Aub'hnuiig. Auel anderen Werken er»«*h«*men Ansätze «>rientnli*eh»*r Mrli»nintik aU - Aii»«lnu*k»i*lciiu*nl. Dir stark konstruktive |b* HTurlst -irh in einer Klaw«*r»«mnte 'in E. die \ mit ansgerelfier Teelinik und ' siehe n»r .Einfühlung - \ wurde. Hildegard Lind* Sopran hislielii vor allem < slraldeude llöhe*. Sicghert St’einfeUI. diesmal ge .’-Aii'driirk, sowie da* StrrirU«niartrtl W t den Quollen; ilivM * m rhm n r Aufgal I HI um .Irr festgefi i Ernst Li* .Ein Vekerlieder Fritz Lissa iicts auf Text: Unter Walter 11 i r s e 1.1. e r g s Gesängen Mei-ter. hin. ieh worden” am gelungensten. Karl \\ ie nfT; Vinunstürkr ent ballen“ Indien. Herbheiten aneli Triviales, um! wirken daher uneinheitlich: die inelodi>ehe Erfindung, weni.t; i gCseldownere Struktur lic.-itxru seine T,i«*«ler; uuler ihnen luv «lie^ I Irdderlinsehe ^..Alihilte^: einen iniierJirlirii Klang, der^ filier - Uegleit für d IT..Erevhau. Zwei Maler und ein Bildhauer Da* ..Sekretariat für bildende Kmv>( im Ueielisverhand der .lüdi-ehen Kiillurhümle'’ eroffnete am Sonntag in den Haumru des Stellung der Vfaler"Eng.'ii "l'h r-eh mul Omräd Eliess und Ü's HiM- Lag b’Omer Von SCIIMAHYA LEVIN Aus der ernsten Omerzeit hebt sich der 33. Tag. der Lag b'Omer, der in diesem Jahre auf den 10. Mai lallt, heraus. Wahrend der Über* lielerung nach in dieser Zeit Festlichkeiten untelbteiben. gilt der Lag b'Omer. an dem das Massensterben der Schüler Rabbi Akibas auf- Der erste Feiertag- «len ich als Cln derjunge beging, war Lag h’Omer. Gefeiert wird dir.-cr Tag zur Erinnerung an da» ErlöM-hrji der Seuche nnlcr den Jüngern Hahhi Akihas zur Zeit H:ir Kochhas. des mächtigen Heinllen, der drei Jahre lang gegru Kaiser liadrian Krieg führte. Einen ganzen freien Tag gönnte mau uns niehl,: und so nniHlen wir zum VoniültagsmiU-rrnjii in «h-u (Jieder gehen. Es herrschte aber Feicrtagsstimmung. Wir pflegten bunte gekochte Eier in den Glieder, imbnihriugcn: die ärmeren Kinder hraeliten zwei J,*ier. eins für den ltebbe iuid eins für sieln Di<t wohllialiendemi brachten mehr mit. Die Eier wurden gefärbt, indem sie mit ZwielHtlsehuien, Nesseln und anderen Ffhmzen zusammen gekocht wuriien. Da» Spiel mit bunten Eiern" 'halten wir von den Christen gelernt, die sieh um die Osler/eit drau ergötzten- Es war recht einfach. Jeder Partner falatc sein Ei am hreile,n Ende an und stiel» mit dein .»ehniulrivn Ende gegen das schmale Ende des gegnerischen Eies. Der Spieler, dessen Ei zuerst angeschlagen wurde, war der Hcsicgte. Am Ende heherrsehte das letzte, unhesiegt und imzerlimelicn aus dem Kampf hervorgegangene Ei das -Schlachtfeld, und sein Hesilzer büch Herrscher" ftl«-r alle Bitte, ehvast mehr n Disziplin! p i-ätie von vielen jüdischen Versliillungen. Sie verlief von Kultur ...sziplin und Hehcrrsehung. I nd das Publikuiu? Zunächst: Warum wird nicht zumindest die Anfangszeit einer erauslaltuag eingehalteui' Wenn im Programm stellt: Hc«Mtm . vielen Naeh- I Hir b . Das unbedingt gerügt . Stallungen »ind behördlich genehmigt au »‘mell die Heiiülziuig de» Saales und seine iH-sümmle Stundenzahl. .. präludierende .Musikstücke — ebenso wie < Darliieltiug gehören und schon hierliei < . Und d «hat? Unterhaltung ul r» immer noch nicht m weitere Hesuehrrt g des K u ll u r b u n d - o d e r I\ e i eJi s - ses gestattet werden kann. Warum also immer wieder die-e kmle Oppo-ilion .dagegen au der Abendkasse mul beim betreten der Veranstaltung? Es ist die» keine wilL kürliehe Forderung. Hindern eine strikt eiuzuhalteiule Vorschrift. Ein hilselieu mehr Diszi|iliu. auch wenn mau wie eine gml.se Familie ..unter sieh" ist — das würde dem Gesamteiudmck einer künstlerischen \ eranslaltiiug ebenfalls zugute kommen. F. V. . THEATER, KUNST, LITERATUR Wolfgang Konigolds Oper ,.Di c lote Stailf:;m der Wiener Stnulsoprr die weibliche Hauptrolle. Der ö.-lei reiehisehc Itahbim-r Dr. Ka miiika lud in hehräiseher Sprache ein liistorisi'hes Drama. ..König A e li a l>" geschrieben, da*- er auch ins Deutsehe übertragen hat. Er stützt sieh dahei auf fragimmtarische Berichte im Buch der Könige und arbeitet scharf die .Charaktere des schwächen, unglücklichen Königs, der ihn beherrschenden Phönizierin Isebrl und des Propheten Elias heraus. Dr. Armand' Kaininka wurde dieser Tage 70 Jahre alt. die Problemalik solcher Nnelmiuh—Ausstellungen: «lic Unmöglichkeit. nur Grlung}->"‘s zu zeigen. Der aufschlußreiche Einblick des aber, gleiehmrißig in »iMiier \‘irEi-uigkcit. chicr (hhrainh'kim»!. die -»-imni Schaffen znnärh-t Hall und Siclicrhrit »gab. Ein Zug zur DärimuMcrung des llr-alislisrheti M-tzt sich ab pcr»oulu'hc Hand-eltnfi «lurcli. I mgckchrt (.oniad Farbgebung. IhMmIu dunh «lic rheruirkliehkeit »rinn* (>>.,)„- Afeisl. •I. a|»i*r «*r-haftet alein eigenwilliges Talent un- ■. Walter Coli n . hat au Solidität si*ine* Kömicu» r Portiäthü-teu jüHi^idn-r P.*i>«"»uliehkeilen sind g. geistig und wahrhaft jda-lKidi bclumd'*!!. Er ..SehwclM*ndi*n;i muß mau noch ein Fragezeichen Bclh'Harhasnimii Hrrlin. Im Aiwhluß an die neu crüffuctc Jüdische private Mu»iks«*hule IhUlaender. Hcrliu-Uiarlottcnhurg 4. Sylielstraße 9. ist. wie wir bereits mitgetetli haben, eine Kantnvcnsrlmle eingeriihtrt wonlen. dir für einen geeigneten, durehgebildeteii V orli elVr-N a c h w u eh s an haupland liehen Voriietein sorgen soll. Au-ilii*s«*m Hrth-haeha-auim. da* unter Leitung von Dr. Oskar Ciitlmauu »lebt, leseii Oherkautnr L«*o AliÜK’ik und Jakob Dyimmt über: Nu—ach ha t fdhih. seine Hc«h*iiliiiig Stil lehre für synagogaleit Gelang und \'nrtrag:. Traditiunrll:*.* Cltasanuth in Fonii und Au-dmek: Die Kuu»t der Iiuprovisathiu zur Ausgestaltung der Andacht: Praktisches goUe^iienstlichrs Xorhetcuan Hand synagogaler Kompositionen; Krinth hatlmra. MegilloÜt, Ifaftara. Dr. Aron Olmn-tein liest über: Einfülmmg in den hebräischen Gottesdienst: Ihlulkunilr; AusgewTiltlle Text»* aus dem kaiUoralen Gebiet. Die rein umsikaiisehen Fächer weiden von «Icii entsprechenden Fachlehrern der Musiksthiih* gelehrt. .Auf einem Kuliiirpuliiiseiien Abend «1er Nb-Kulturgeiuemde sprach der 1 lauptsrhnftlciter d«*r Zeitschrift ..Die Musik1', Friedrich W. Herzog über «las Thema ,.D «* r J u «1 c in der .Musik". Der ..Morgenpnsl" zufolg«* zeigt.» er «len Ursprung der jüdischen Musik aus den alten I einpelgesangcn auf. wies an SehallpIaUeu- , Beispielen «li«? mmlnitcndc Uhernahme fremder Einflüsse na«*h \uwl ließ an Hand dieser Beispiele, jüdischen K«niiponisten wie Mevcrlicn*. Mendelssohn. Mahler bei aller Abhebung «Ies dein D«*nt»«ben Wesensfremden iin* Hecht wenleu. Dagegen wandte er sieh scharf ..gegen dir zersetzende Koutine jfuliseher Konjunkturmncltcr und ihrer Ih klamctraliautcn, di;* l>esontls*rs im politischen Z«*Uslück und iu der UpevcUgu-Ucvue ihren miUeilvolleu Aii'-dniek Na«Ii einer .Meldung aus Wim hat «h*r Hiindcspräsideiit «lern Mu>ikschriftsl«*l!«*r und Kunsulculcu «les l’mwlcsministcrinms für Unterricht. Ihdral Ludwig Karpath aus Anlaß seines 70. Grl.urt»tages «Im Titel Professor verliehen. Dem Ueielisverhand «I e r jüdischen Kulturbünde i»t cs. wie wir «len Monatshlällcni des Jüdischen Kulturbund» Berlin entnehmen, gelungen, mitder Staatlichen Gesellschaft zur Vcnyrrliuig musikalischer Urheberrechte Slagma) r ii ngon Für die Komponisten und Autoren zu-treffen. Da «lic Slagma als einzig zugelasscne staatliche Vermittlungsstelle zwangsläufig iiiirli. tlie We^ke der jüdischen Autoren und Kninpn:ii»tcu vertritt, sind «lic' jü*li>ehcn Kultiirhümlc mmmchr leichter imstande. ihren Mitglied«*™ in größerem Umfange die Werke der jfnlischen Sehaffemleu zu G«*liör zu hringen. Die monallielte. laimcnicuahgatie von (Mb HM pro Mitglied kommt restlos den Die junge Berliner Kompoiu»tin Margarethe Cohn läßt in der Edition Egmout vier gemischte fliörc ersclicmen. zu denen Man wird erst weitere Proben nhwnvten ntnssen. tim üWr ihr vorläufig noch gefesseltes Können ein Urteil ahgehen zu können. Tm .Verlage Oniamit in Zagreb erschien eine Übertragung Gesellschaft für jüdische Volksbildung <*- V.. Frankfurt a. .AL 17. Mai. 10 l*hr 31): ..Von Pcssacli hi» £ehowuaus". ein Gang durch «In* jüdische Museum unter Führung von Dr. Gunderslu der Stadt erzählte mau sieh, daß eia-junger Bauer.seine Eier so zu verzaubern wußte, daß sie niemals in einem Kampfe zerbrachen. Es wurden öffentliche Kampfspielc für die Bauernjungen der Stadt veranstaltet. Wenn.die Kirehtngloekcn läuteten und «len Schluß des Gottesdienstes verkündeten, versammelte sieh «he halbe Bevölkerung, .Männer, Frauen iintl Kinder, in der Mitte der breiten Straße. Und im Zentrum stand -der jung« Bauer, «las unlk.»i«glian: Ei hoch in der Luft schwingend*und die Welt ziun Kampf herausfordernd, wie Goliath, der Philister, als er in Helm und Hüstung vor dem Heer‘stand und die erschreckten Juden verhöhnte. Eine Stunde lang und manchmal auch zwei liesiegt«? «ler junge Held suintliehe Kämpfer, und der Haufen angeschlagener gekochter Eier, «lic Siegesbeute, zu seinen Füßen wurde größer und größer. Die Zuschauer verfolgten das Spiel mit atemloser Spannung, iuid wenn ein Junge nach dem änderen besiegt und geplündert das Feld räumte, ertönten immer lauter« ‘ Zurufe nicht der Entrüstung, sondern der Bewunderung. Noch ein anderes Spiel war für Lag b’Omer traditionell, «las Spiel mit Bogen und Pfeilen, zur Erinnerung an die Kämpfe zwWhen den aufständischen Juden und den römischen Legionen. W ir stellten die Bogen aus Zweigen her. Dieses Spiel hatte uns der llcbbc selbst gelehrt, weil.es einen Bestandteil der heiligen Geschieht*! bildete. Er erzählte uns, wie die Schüler Akihas mit dem Feinde Krieg geführt hatten. ..Wer weiß." sagte er, seine Äuglein /.u»aimneukn«*>fend, „ob diese Kunst euch nicht eines Tages zustatten'kommen wird?“ Seine Vorstellungen von Kricgführtuig schöpfte er aus der biblischen * Geschichte. Kr hat uns. recht vorsichtig zu sein und nicht auf einander zu schießen, da sonst jemand noch sein Auge verlieren könnte. Diese Warnung war OhcrfUbsig: unsere Bogen trugen die Pfeile höclislen* ein paar Fuß weit. Aus: „Kindheit im Exil” von Schmarya Levin. Die Kraß der Religion Ein Vortrag Dr. .Manfred Swarscnskys Im Mittelpunkt «les Gemeindeabends, den, wie bereits kurz berichtet, die Liberale Synagoge Westend gemeinsam mit der I*«? z i r k s g r u p p e Charlott e n h u r g \V c s t des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der -'Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Seliiilaula am Kai»crdäiiim vcnmsfaltet hatte, stand' eine Ansprache «les Rabbiners Dr. Manfred Swar* sensky, in der er versuchte, die jüdischen Menschen innerlich stark zu machen und sic über die Nöte irngl Sorgen der Zeit Iiinatisziihcben, indem er einen tiefen Einblick in «lic echten, jüdischen Zusammenhänge gewährte. Wenn man von einem jüdischen Volke sprecht*.’so führte er' aus. müsse man immer daran denken, «laß es nur kraft seiner Religion so genannt werden könne. Wie jüdische Kultur religiöse Kultur und1 jüdische Kirnst religiöse Kunst sei. so binde auch die Religion die Juden in der ganzen Welt zusammen. Das,Judentum, «lern die. Welt Raum «ler jüdischen Geschichte sei, sei nicht an- . ein Land gebunden, und cs sei nicht untergegangen, weil es zerstriiut in der Welt lebte. Stets sei, betonte Dr. Swarsenshy. der Einzelne mit dem Schicksal der Gesamtheit vcrknüpfl. Dies?* Kausalität sei nicht, eine irdische, sondern: wenn Juden wamleru müssen, so wandere gleichsam Gott mit ihnen. Danun haben wir «len Glauben un«l die Kraft, das Schwere y.u ertragen, ohne vom Augenblick besiegt zu werden. Wenn Juden gewandert sind, so ist immer ein Rest zurückgeblieben. Es gab Jahrhunderte,- da «lic Juden vom Judentum ahgcfnllcii sind. Das Judentum ist dennoch bestehen geblieben. Auf «lcni Rest, der heute zurüekblciht. liegt der Segen und dir? ganze Verantwortung. Auch «lic Mensthen. die heute hinausgehen in die Welt, müssen das Geschehen von einem höheren Standort iu geistiger und scelis«*hn» Hinsicht hetra«*hteii. Mit einem Appell an «IU' Anwesenden, «lic Gemeintle zu stutzen und «li«? Gemeinschaft zu starken, schloß Dr. Swarsenskv seine emtlvucksvoTlr». Ausfühnmgen. Der vom Vorsitzenden. Dr. Al frei! Gäro geleitete Alx'itd wurde durch eine Reihe musikalischer Genüsse verschönt. Die Darbietungen «les Synngogcnehors unter seinem Leiter Herbert Lilienthal, des Kantors Lieh ton stein und dir .Gesänge von Hildegard L i p p s t a «lt - L i n tl fanden lebhaften Reifnil der großen Zuhörerschaft. Neuer Brzirksrahhincr für Uintcrpoinnicrii Scliivclhcin. Hier fand die Amtseinführung «les neuen Bezirks r a h 1) i n r r s für II i n t e r p <n» ni e r n statt. An Stelle des nach Stettin bcmfcm*n Rabbiners Karl Richter'ist auf Vorschlag des Preußischen Landesverbandes jfuliseher Gemeiiulcn Herr Dr. Siegfried Srlmicrm a un zum Bczirksrahhiücr gewählt worden. Rabbiner Dr. Julius Gallincr-Bcrlin führte «len jungen Kollegen in sein Amt ein. In seiner An*pra«*hc legte «ler neue Bczirksrabhiner seiiie's^nffas.sung von dm Pfli«*htrn seines Amtes nieder und erbat zur Unterstützung schier Arbeit Vertrauen und I-.nlüCircukoinnu’ii von den Ccmcimlcn seines Bezirkes.. in den Synagogen mit neuem Ritus Freilag, 8. Mai, abends Ct Uhr: Fasaueiislraßc: Salomon»ki. 7 Uhr: Limlenstraßo: Wryl. Fricdcnstempel: van «Kr Zyl. Neu«? Synagoge: Nußbauni, Lutzowstraßc: Wiener, Lcvctzoustraßc: Lcwkowitz. 7.1ö Uhr: Prinzregentenstraß«»: Graf. Liberale Synagog«? Nortlen, Sdiönlianser Alice lf>2. 7.lö Uhr: Silherstcin. Liberale Synagoge fisten. Kaiserstraße 30. 7.30. Uhr:. Zimel. Liberal«’ Synagoge W«*»tcml. 7.E> Ulir: Sfingcr. Liberal«* Synagoge Nordost, Prenzlauer Promenade 176. Liberale Synagoge Weddiug- Rehu«*kcmlorf. 7.30 Llvv: Gnctz. Jüilische Rcligionsgemciiuh? Cluirlottenhurg. S«*hulstraßc 7. 6.30 l lir. Svuagoueii\er«*in \\ eiß«*us«*o. Lotliringer Straße 22. 7 llir. Jfulisrhe Reformgemcindc. Joa«*himsthalcr Straße* 13. 6.30 Uhr: Goltsclmik. Sonnabend. 9. Mai. Hauptgottcsdicust vorm. 10. Ulir/ Ubcralc Synagoge Nonien: Lit.: Silbcrstein. f.iberaU» Synagoge Osten: Lit.: Zimet. Straße 16. 10.30 Uhr: Ktippcl. Ein neuer Betraum, ln «leih ne« ins Leben gerufenen ..J fi d i s c h e n Il e i m" in Oherschöncwehlc. AX'illielinincnliof- Straße I. uurdc unter starker . Beteiligung «Kr in den östlichen Vororten wohncmlen jüdischen Bc.völkertmg der Bctraum der Israelitischen Vemihguiig. zu Karlshorst-Fricdrielisfchlc E. V. feierlich eingewcihi. AI» Aljge*:uultc «les Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin un«! der Repräsentanten-Vcrsnminllmg waren erschienen die U«*n'<’u Ko«*z«»wei*. Jaultts und Ehrenreich. Nach der Eiuhringuug «1er Torarolleu und einem Gesang«*, des Kantors IJchtenstein begrüßte der erste Vorsitzende. Herr Richard David, «He Er.-eluenenrn. Nach «ler Entzündung des Ewigen Lichtes hielt Rabbiner Dr. Max‘Nußhaum die Weiherede. Ferner hielten die Herren B.-A. Koczower' mul George Goetz Ansprachen. Mit dein Hallchijah klang die weihevolle Feier aus.

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