Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 13 (25.3.1936)
- Date
- 1936-03-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/4109741-2613419-2613432--706-2615578- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die mejfianifche Erwartung I v~s.sauuel Die Hoffnung auf die tnessianlsche Zelt ist Grundlehre des Judentums, Sie findet in den verschiedenen Zeiten verschiedene Ausprägung Sie Ist heute neu zu erfassen und neu zu gestalten. Dazu ist notwendig icu wissen, welchen Weg sie bisher genommen. Das Problem Wenn die messianischc Erwartung, die im Laufe der Jahrtausende so.grolle Umformungen erlitten hat, beute wieder zum Problem gewordenist. so fühlt jeder, daß sie der Stützung wert sei. Mit dem Gefühl ist es aber nicht getan. Wir haben mit wis«3ii>L'hüftHehcn Gründen Rechenschaft-, davon abzulegen, wie wir zu ihr stehen; ob wir sie verneinen oder licjuhcii; und wen» bejahen, in welchem Sinne? Da wir sie jiositiv beimtwortcn. brauchen wir den nicht fernliegenden Gründen bei Vertretern ihrer Bestreitung nicht nachzugehen. Ks darf ihnen überlassen werde» zu zeigen, daß und warum sie heute zu verneinen sei. während das historische Judentum niemals' ohne Messias-' glaulieh gewesen ist. Unten werden .wir uns. ihm einen Inhalt zu geben, der mil seinem Wesen und seiner Geseliichte nichts zu tun hat. sie wohl gar verleugnet. Entschließen wir uns, ihren Namen in. einem weiteren und .höheren Sinne beizul>chalten, so muß klar werden, warum ein vergeistigter Gehalt mit der historischen 1! e z e i e h n u u g sieh ungezwungen wrbindc. Methode und Abgrenzung , Ix'nkl me.ssiauische Erwartung unsere IHickrichtiuig auch in die ferne Zukunft, so erhall diese Itiehtnng doch feste und klare Srlisehuric. wenn wir. den Ausgangspunkt nicht aus den jAugen verlieren. Dazu dürfen wir uns zunächst nicht in Eschatologiu verlieren, die trotz einer gewissen Verwandtschaft und häufiger Vermischung eine, von Grund aus .ander? Gedaukcnrichtung bezeichnet.. Sic lial es. wenigsten.-, im Judentum, mit der Einz,'lscelc und ihrem Schicksal zu tun: ihrem Ausgang von Gott und ihrer Hückkehr zu ihm: ihrer Verantwortung wir Gull, ihrer Verwerfung ^»der lieseligung im ewigen Lehen. Ihre fiiierrssciisphärr *\m\ O 1 a in h a b h a: D i n .w e c h e s c h b o u: G a n E il «• u - G.chiuiiom; T e c h i j a t h a m e t! in (Zukünftige. Welt: Gericht und llciheuscliaft: Himmel — Jfülle; Auferstehung der Toten). Ander?» die Messiauologic. Sie hat Israel im Auge, jedoch - nicht nur ge g e u ü her. sondern vorzüglich m i t der. Völkerwcll. fsrael aber gründet sich auT den Einen Gott der ganzen Erde >»»d /ich auf ehe» «Uesen Einen Gott. Darum brauchen "wir uns ebensowenig in die mythologischen Hesle zu vertiefen, die sich in der hihli-eheir Messiaserwartung zerstreut finden. Demi Judentum kommt nicht vom Mythos, dosen bunte Seifenblasen, [ioetische Rhapsodien und bald schaurige, bald sirenenhafte Melodien wir a c s t h e t rs e Ii würdigen; Judentum ist Gegensatz zum Mythos- ■ in allen .seinen Verwandhuigsformcn; es ist die Lehre von dem drcinuil heiligen Gölte, dessen Herrlichkeit die ganze Welt erfüllt (Jes..6\3). Ernst Sellin hat recht mit dem Worte; ..Ein:* IL-Iiginu mit dem Glauben an den Weltgott ohne eine Zukuiiflshnffnuug ist ein \ n d i n g." Hiermit haben wir den Ariadnefaden für unsere» G:mg durch die verwirrende FfiUc von jüdisch-messiaiiisebcn \ nrslelhingen.- Weissagungen und Hoffnungen: und er wird uns zugleich zum Wcrtmnßslabe: /. u m Weltengott hin oder von ihm f» 11 — das ist der jüdische Weg .überall: so auch .in der mrssianischen Erwartung. Er muß sich aufzeigen lassen und bewahrheiten in den drei großen rrligionsgeschichtliehen Manifestationen: A) Allisraelitischcs und älteres jüdisches Schrifttum; It) Tefilin, und Hagada. d. i. Liturgie und llomilie der Synagoge; <*) rcligiousplülosophischc Durchdringung und Erhöhung in Mittelalter und Neuzeit. > Altifraelitifclies und älteres jüdifches Schrifttum; feine meffianifchen Vorfiellungen; Weisfaguiig und Hoffnungen Durcheilen wir. mit prüfenden. Blicken kanonische und nachkanonisehe Itüeher. abo vornehmlich Hcldcudichtiuig. Prophrtic und Psalmen, sodauu Apokryphen und Psrudepigraphen. so unter- M'beiden wir leicht verschiedene Stadien. I. J) i r vo r k ü u i g I i c h H e t t c r e r w a r l tt n g u u «1 d i" e _s e Irr i f t * t e 1 1 e r n d e Prof et ie im Nordr e i e h. Mitten aus dein mächtigsten Stamme, der einem sprungbereiten Löwen ülcielit. kommt ein Szrptcrträgcr. dem ein Kreis von \ olkern huldigt (I. M- 49.9—10). Oder aus Jakob-Israel erhebt sieh ein Stern (d. h. eine straldendc Herrschaft^, und ein-Szepter, das eine mächtige Clicrlcgcnhcil üIkt alle Xachharrciehe. erkämpft (IV. AI- 24,17). Dort wie hier, schwingen noch andere Töne mil. die ähnlich auch im sogen. Mosesegen widerhallen (V. M. 33.28): Es. ist die Erwartung, sieli weltentrückt und selbst genügsam, ohne Mühsal und Plage, sieh paradiesischen Cbcrflusse» zu erfreuen, von Uüdern des Gedeihens in Feld utul Weinberg umgehen zu sein, ja des Gartens Gottes oder des Landes.- wo Milch und Honig fließt, froh zu werden. Daß in den Vorstellungen vom Retterfür*ten sumerisrh-hahy Ionische, in der Paradic-fCi-erwaiiiuig persisch-iranische anklingen. ist durch literarische Paralleleni bezeugt: dagegen haL sieb die lange für gewiß gehaltene Formel Endzeit -- l'r/eit niebt I>estätigt. Und nmh eines hat neuere Forschung klargestellt: Der höchste. Ehrentitel ..Könii:" gebührt trotz allem nur Einem. Gott allein (Martin Bubcr: Das Kommende II. L). " Li der Wüste. lange vor der Landnahme, hat Israel besonders feierlich am Sinai Gott zu seinem "Könige sieh erkoren, und Er Israel zu seinem Volke: das besagen die wenigen, aber völlig hinreichenden Stellen IL M. Li.l8^..Gott wird König sein für alle Ewigkeit"}: das. 19.6 (..Ihr sollt mir sein ein Reichvon Priestern, ein heiliges Volk1'); IV. M- 23.2! (..EH. s-jin Gott ist ihm. Künigsgcsrhmctler ist in Ihm"; und V. M. 33.3 (..Er war in Jcsrhurun König'"). Seitdem ist dieser König sein Retter in allen Nöten: je dringender die Not. desto stärker der Ruf nach ihm (man denke an da» Schema des Richterbiirhcs): d.*r Name König gilt wie ein Raub an seiner Hoheit (Gideon; Samu:'lj. ..Es ist (wegen des.Sinai-Ereignisses} eine ganz andere religiöse Kraft im Jahvcglaulwn':. gegenüber altoricntalischcm: schon in der- Geburtsstiindc der jüdischen Religion haben prinzipielle neue Erkenntnisse ihr Wesen bestimmt'. . Das gewaltige Erlebnis.-das die Volksreligion begründete, ist der Qucllpunkt und hat nur im Volke Israel Wirklichkeit gewonnen." (W. Caspari). — Auch Arnos und Hosea, unter Gewaltherrschern im Nonlrcieh wirkend, lassen Paradieseshoffnung mit jenem Gottcsglaubcn verschmelzen; besonders Ifosca 1,14 weiß schon von, der Sänftigung der wilden Tiere und dem Zerbrechen der Rogen. 2. Idealisierte» Königtum in J u d a und Jerusalem.* r Es kam für das endlich geeinte Isrucl ein König Dawd. desx-n Ilcrr^chcreigcnschaftcj) das dankbare Urbild für eine Idealisierung boten. Er und in kleinerem Maße Salonio. zogen wie Meteore, am Himmel Israels einher; erloschen niemals völlig; .,uucnil)irJt Licht mit ihrem Licht verbindend". Damals wurde der z c tu a r Ii Davids — der Sproß Davids — geboren. Zur Zeit Jcsajns;300 Jahre später) bedurfte der neue David schon großer Idealisierung. Er muß wieder tief von Gotteserkenntnis luid Gottesfurcht erfüllt .sein, wie sein Ahn in den, besten Tagen: hinzukommen müssen charismatische Gaben (die nn Snlomos Krüb/.eit erinnern): klare Erforschung und strenge Durchführung des Rechts. Sic gelten dem Lande Sicherheit und Glück zurück; ja «ie ziehen den Paradies frieden magnetisch herbei, da der Wolf liei dem Lamme, der Tiger bei dem Röckchen lugert. Fülle der ErkrmiliiL*- Gottes breitet sich aus, überschreitet die Lauilesgrcuzen. lockt die umwohnenden Völker herliei. obwohl jener Isoi-Spmß ohne uationalen Dünkel und bar aller Angriffswaffen herrscht. Auf dieser Fülle, dir Wogen fiherm Meeresgründe gleicht, gründet sich die Eintracht sittlichen Wolle u s. Israel feiert seine Hefreiung gemeinsam mit der Völkcrwclt an der heilig-friedlichen Gnttesstättc (Jes. 9—12). Daß wir hier und Micha 3 \ou dem Hettcr-Kinde hören, hat mit fremden Gchurtsmylheu nicht» zu tun: so gewiß un-ern Propheteil solche lirkauiil waren, so konnten ihnen fromme Legenden des eignen Volkes genügen', die »ich um Mose, Simson und Samuel rankten. Entscheidend aber i-t wiederum, «laß Jcsaja sein wuchtiges Herr*chrrhild mit vier Ehrennamen schmückt: Weisheit. Kraft. Dauer und F r i c d c n; alle ül*erschwäug1ich hoch, d o c h k e i n e ü b r r - in e n s c li lieh. 3. S p ä Ii: The o p h a n i e d e s E w igen a n f d e m Z > o n s - berge. Eine 1 (eilige Schrift, die mit herc-chit — um Anfang -J beginnt, darf einen elwnso grhriuuuMoIIcii Höhepunkt aiharil hajamim — Späte der Tage — (Jes. 2, 1) nennen. \\'ir uoll-n nicht wissen, wann dieser Zeitiuomeut eintritt, aber wir dürfen ihn-, herbeisehnen und hcrl»ciführvu helfen. Dioe Tlictipliauie i-.t von so iiuerbörtcr Herrlichkeit, daß vor ihr alle andern der religiö-en Literaturen bis auf diesen Tng verbt:is>cit. Daß eine tiefgreifende, sittliche Wandlung uiul Vervollkommnung «lie \'oraiLsselzuug ist, sagt Jcsaja auf jedem Rlatte. Daun alier ist jede nationale Schranke dnrchhrocheu, Zion wird zum religiösen Arcopag'der Völker. Va liedarf keiner [Milili^ehen fiewalteu mehr, auch nicht zwischenstaatlicher Iustau/eu: die Völker haben sich göttlicher Weisung und Entscheidung mieigenstem Eulschlu»'- uMtcrgcordnet. l ud ihre gewaltigste alier zugleich lieglüekeudste Erkenntnis ist. «hiß der Krieg aufhören und es kein Kriegshandwerk mehr grlnrn s«d|c: das Ei.M'n zu Pflug und SieheJ um/ui-ehmiedeu s«i. so daß Acker und Weinberg herrlicher gedeihen, und wie Micha 4. 4 hinzufügt -jeder unter eigenem Wriu.-tnrk und Feigenbaum wohne". 4. T r ö s l e n <1 e W i e d v r h c r s t ** I I u n g s - V e r h e i ß n n g : ein Fürst. II i r t v oder Priester in m- Ii w it - e h e r.e m Nachglanz. : So gewiß es ist. daß sogen, l'nheilsprophetie besonder* in älterer Epoche größeren Raum einnahm, und /.. It. muh Z *• - fanja (L 13). offenbar an ^M-iur Vorgänger anknüpfend. »Ich mißdeuteten Jom Adonaj — Tag Gottes — mit schauerlichen Farben ausmall, so wenig bat dir Meinung sich liestäligl. daß gewisse Propheten für Trost und Jiegnaditng des Volkes I>cineu Platz in ihren Weissagungen gehabt hätten. Es gab solche nicht; a I 1 e ließen die Wendung zum Guten auch den härtesten. Anklagen und düstersten Voraussagungen folgen. . Jesajas Ib-dcii verkünden wahrlich ein gründliches Gericht filier alles Hohe und Stolze, er .redet vmu reiniirendeu Wind und brennenden Feuer, die alles Sündhafte aus Zion tilgen. Aber er ist es auch, der schon einen seiner Söhnt' bedeutungsvoll ..S e h e a r - j a h e h u I e"* nennt, d. i. ..der Rest der sieh bekehrt"; er kündet 'den. ..Immanuel" — Mit uns Kt-Goit — an: er gibt dem neuen Israel den schönen Namen E we u hoch an — Stein der . Prüfung —. Auch ZeTanja kennt die Scheerit Jaakob — den liest Jakobs —, und sieht in ihr eine demütige, gottesfürehtige. Gemeinde, die Unrecht und Lüge verabscheut. Mim kann die beiden Tochccha-Paraschot. die Strafandrohungen des Penlaleuchsi durchaus hierher rechnen; denn dir zweite. dfMere. V. M. 2K findet ihr tröstliches Gegenstück an V. M. Kap. 30, 1 —10. Das erschütterndste Beispiel alier gibt Jeromta; der Mann. «Irr das Elend gesehen. Wenn es wahr ist, daß das. Schönste in der Welt unter Schmerzen" geboren wird, so gilt das auch von -den traumhaft wundersamen Worten, die Jen-nua für die Wirderaunahme seines geliebten Volkes hat. (Jcr. 31; mau muß es in aller Ausführlichkeit nachlesen bis hin zu den Gipfel-Versen: Ewe>t ein Lohn deinem Werk — ist der Spruch Gottes — atfc dem Feindesland kehren sie heim. Eine Hoffnung west deiner Zukunft. Söhne kehren in ihre Gemarkung.'*) Kaum einer seiner Nachfolger, es sei denn der Prophet im babylonischen Exil. \nu dem wir «las' Tro«lhueh Je«. 40—33 besitzen, vermocht«: nach den Demütigungen' des Zusammenbruchs und der Leiden <lc- Exils -solche Farben für f-raels neue Herrlichkeit zu finden. Jcclic4:cl Jst sehr zufrieden, wenn «1er vzcmach D a v-i d — der Da\id-^pmß" nur ein treuer Ilirte sein würile: die Gemeinde des 2. Teni|M:ls mag bescheiden unter «•iueiti Nassi — Fürsten "— stehen. Dem Exilspropheieu itt e-t durchaus recht, wenn er den großen König Kyros zum Messias erkürt., wenn rr nur die Torr der Hcfreinng öffnet. Und dir »eistvolle Hypothek- Sellins, «laß J«-s. 33. «las Kapitel von dem leidendrn und geschmähten Knecht Göllr*. Ictzlich auf König Jeehonja. zielt. Secharja aber au^lrüiklich den Kronprätcn<lentrti und Davidtden S c ni b Ii n b e I im Auge habe, kann vielleicht einmal zur wissenschaftlichen Gewißheit erhoben werden. Alle diese Momente mögen ein«:n starken Zug der Säkularisation in die mr«. Erwartung getragen halten: ganz ist sie niemals «Irr religiösen ' Sphäre gewichen. Man lese «He eindrucksvolle Secharja-Wrkün- . «hing Kap. 9. V. 9—:17: und man wird durchaus wieder an Jesaja 9—12, ja hinsichllicfi des Völkcrfric«lens an Jes. 2. 1—4 gemahnt. Der KönJg. ein Zaddik, selbst ein Geretteter; darum demütig, und wie einst David timl Salomo lieschciden auf einem Esel reileiul; dus sind einprägsame Zuge, bur je«lrs, u » i T«mi u 1 e n Dünkels, kennzeichnend zugleich iör *Üe vo» M>Uhvtn Mvssiu» Beberr»chteil, «leueii die Predigt von ..Einet wc Schaloiu" - Wahrheit utul Frieden — galt (Sech. H). M u I e a c h i scheint «ich mit einem neuen lexilisch.-u Prk^ter zu liegnügen» den v.v einen ..Maluch Adonaj Zebuoth — Ihnen Go'tU'f des UmiH'hart«')!" nennt. «Ka|i; 2 \'. 7). Denn sein wie«IcrkVhrcu<ler Prophet Elia v3, 211—24\ der «Ins Her/. «Irr Väter z« «Iru Kindern und uns ll«;r/. «Irr Kinder zu den Vätern zurückführen wird, hat eine Aufgab«', die eine» nWahVievlrn lUvWpriestrr.» wfudig ist. 3. Das i d r a 1 i f i e r t e/\o I k-a I s >l e r K u v-c h 1 -G o I I c s : E b e «I A d o u a j. Es i\t «Irr Prophet im. hahvIonischen Exil;D*-ulem-J«*iaja)» dem wir die Gestalt des (MitUskiiecJitt's Israel \enlanken. Sein Zukimflsbild möchte, streng U*trac|itet, inanehe uuiiusgeglirhcneii. : Züge -trugen. Er weiß um dueineiige Vernichtung alles Göl/enttml HililerdieiiMes, um «lie tnucn> Schwäche alh-r^CIegiier Göltet» und seines Volkes; er lußi Gott seine Einladung aiLwenilru hl» au «he Enden der Knie, damit mau endlich ihm allein uu«l vor ihm «la- Knie tauge ^le». 43^22). Wn'r er weiß auch, wie weit der Weg «lahiu noch i-t. und daß Coli.darum eines hingehenden. diciiMrifrigeu Knechte» in seiner Welt bedürfe. Ein solcher war immer der einzelne Prophet.- der jeden M«irgen «1er .göttlichen 1-i-hre das Ohr öffnete, um zu lehren, zu uuihiien. zu \erheiß«*n. Jetzt aber muß Israel, «lies \\ ürmleiu Jakobs, dic^ zähl ige Schar das Amt überuclüueu. Der Prophet hat «In* W «nim* g«-k«istel, gut«* IhttM'haft und \erbinthtng «Irr Herzen zu bringen; alter um'h-tleu Sehmerz «ler. \rrw«"rl"nng x'iiies W «tri-». «1er rohen \ erkeiilliing s«:iner heil.-aiiieu Absichten und Foi ileritnt:i'ii. Es. kam Mir. daß er \«-i'f«dgl. gerauft, nnßbandcll" w-tinle; Cr durfte M-ine. Stimme nicht. m«-hr erheben. Si spät kam Erkenntnis, «hiß sein' Leben nicht auMeichte, um Glück und Frucht zu ernten, l ud dnch ist iii lU tn. iM-rühmleu Kap. nicht von stcllverlrcjeudcui l.ciilcn die llc<fc, geAehweii:«' \ntii Sühuel«id *{*■-, Schuldlosen /.ur Hcilnug «h's Schuldigen. Zu gewaltig h;|tli* die V «• r k ii n d u u g de?» J «* ehe-kef gewirkt: «lie Serie, die sündigt, soll sterben : ewi ilenn. «laß sie Hußc Int. und dafür Gnade erwirbt. t\'«m hier zum stelUerln'triuJen Opfer führt keine ftrücke^ Das Judenlmii weiß nichts tum leidenden M«*ssias, «Irr - K i n e M« n-c1ien Sünde auf sieh n'uuml, grschweigr d r r W «■ 1 t S ti u «I >• .-• die iin Wider-pruch Münde mil der läßlich \om gleichen G«*lte erneuleii Scliöpfiiug. Alwr «ler Gotlr-kurchl Israels selbst ist Messias geworden; iiiebi nur Empfänger, smulerii Trii^i-i: de» Heilt».. Esmag bemrrkt werden, daß späten* Schriffni wieder Spuren älterer AuffasMUii: tragen, besonders "die INalmeii eritb.tlleu \acliklänge früherer Lp«üben. Da i»l mmu-lt- Lied uce* uali4iiiuler. ItcgctMerun» grdiehlel und feiert den itlealisierleu Ktiuig (\i'rgl. iJm-ii Nr. 'j;. So P-ahn 2:. P>. 43 u. a. Die \\ ii dci lier-lclliing enipTängt ilen Hegriff de- Sehliw schewlil (n--titilii«» iu iuli^rnui), Alter alles übertönt der'Huf: Wer i-r 'der König «ler Ehre? dec llerr Zetiaolh! fPs. 24} «mI«t: Göll ist König;Ps.!).*!•. Seinem G«-salhl«'ii hilft er. wenn er gerechtes lli^iiucul führt, Fr.,iclli*it al»er wirkt iu «Ii'- Weil«- und Ferne, /ur Vernichtung der'7W»ff«'n ,1V -Ki' und Krönung des Friedeu> ,'Ps. 113: 'J ltt(. it. \] v II s e h iu s o h ii n n d II e u e r A v o i). X'iirh einer GeMali ist I-a-wähuuii^ /n Um. ibe der ,-'ut/.'t^i'ft A|H>kalyp-?r iler Schrift/ dem Hililie l>Jiiliel (7. Li an^cbörl. d«-- Har En;r»eh de- McuhcIiciisoIiii {Mcnsclieusolni i»l die übt ich tcwurdetie riicrsct/iuig. die. iu «lein Spnichg:braui Ii hei- * mi-«-h gew«»rdeu is|. in Wahrheit heißt das Wort ■ nur /.ein M eil s c h'\j (bar-iKi-ehder "Späteren'i der eine Aul I lininnMtoIr. wohl gar prarrViflriil hi "sein *<ehciiil. * Wi<* fnimhirti^ «lies«* (•e.s[.-ili i^t. wie wenig «ler visionäre Eksiatiker stdhsi mit dem Wi-Mii zu beginne» weiß, «las mit den Wolke« dr* I liinmelt kitmml, zum Allen der Tag«: geführt wird, und Ilerr*ehufl und Wür«Ie ('inpfängt. zeigt sein«* 00111111*4 einige Zeilen spater- In Kap 7 Wrs 27 ist aus dem bariiasih das Volk «ler Ib-iligen geworden. <l. h. ■!!•* Auswahl frommer Mensctien^dic laut Kap. 12 ..viele - ähnlich dem Got(«*s.knechic zur Gern htigkeii führen, und zum Lohne den Sternen gleich am Himmel leuchten; durch a I It Zeilen". Sind unter die-eii Z«*iten ..() I a 111 ti.it «1 Ed"' Ac«m«-u-\Vfiluiu-cliüpfungru. neu »cschaff«-nc W«'lten /n iM-greifenV Die [tersisi-h-iranische \e«ineulehrihat auf Daniel eingewirkt; sie liccinflußt mich stärker «las buch Ilenoch: IV. II. F,sro; «He Psalmen Salomos. ■ Lud doch koimle dies«* Lehre- \oii i|eu sich ablÖH'iidi'ti Wellaltern mit immer neuen Gütierges-talieu auch auf spätjüili-rhcui lt«Hlen nicht Wurzel fassen. In «ler ZttroasliTlehrr, in den Maudaci-ehcn Lilurgi«au, zuletzt im Mauichaeismiis wurden die Acfineii seihst V.u C<otlheili'n. und ward «lie Gleiehsetzimg von Erlöser und G«itl vollzogen; er war Enieiierer der Welt, transzriitlrnlrs Gottwesi'ii, Wellregenl und Hicliler «l«*r Eni«*. Hier mußte sich «las Judentum \ersa»eit. Diese Au«ehaiumgeii mfiitflfteii tu l'tchriMrutum und Paiilttiiumus. in denen Judentum.und helle- - iiLstiseb-prrsiM'hrr Mv.-terii-jiglaube zusammenflo-sen. Israel Irlml«*- die kosmi^ehr Acnnrnlchre ab, weil ihm «Irr Eine G«Mt «Irr Unverändtrrliche war fMoleachi 3, (t) ..b'h (Jott ändere mich nicht**. Es setzte an ihre Stelle «lie große Konzeption h i ** I« - •rischc r Epf»ehrii. es rechnete wni Befreiung '/n IlefrcMing.- So lenkte s<-ini* mes«iaui-cbe Erwarlimg in die Auffassung ein«t» reliuiös-nationaleii Erlösers ein. dessen Itrich /.war von-dieser Welt wiir. auf «ler aber in fiirttehrrileutlern Maße «lie Hrgi«*ruug des Allmächtigen «He eigentlich«' Iferrschaft antrat. Zu-cbriften zu dieser Itubrik an Herrn Habilitier J)r". Max Diniemann. Offciibach n. M-. Körnrrstraße 12, erbrfen. Die Lehranflalt im. Sommerfemefier Den neuen Aufgalieii. «Ii«* sich, wir kürzlich ausführlich Uriehtet. dir I, c h r a 11 s in 11 für die, W i s h e ti s <: h a f I «1«** J 11 «I e n I u in1- . ■re-lrlll bal. trügt das mh'Iitii er-ehrniemle Vor- IfKii iiE»vrr /. e i e h n i s für das S«nnmrrwniCHlrr Vl'.\U Ileebnnn*i. Aiißi r ib'n wie iimiirr -jut In"sel/.trn judaisliseht'ii Fächcni — *-.<* le-eii 11. a. Dr. Haeclv. Prr»few*«»r Dr. ElUigru. Dr. SwhT. Dr.* W iener. Dr.. Kahane uu«I Dr. Giitlmaiui- ~~. zu ilenrii rutti Kinführun^ iu «Ii»? arabische Sprache tritt.' finden sieh darin Aorh'-ungcn win" Dr. Metzger üImt dir IIaiip.tpr«»bli'ijiM*_jIcr pliiloj-_ sophir in ihrrr geschieht liehen Eulwickliiiig von der lli'naisnamT Wilhelm Jahn Prl«alwBs<fi>r»l und PalnpMMar»!. Riftn«: MImu lckwin-IM> Abbolnng und IMctuK fnl Hm. N 31, Brunnemlr. 41, Im Hau» an Fijuenvuelns der Bne-ßtl» Loge U.O.B B. Tel. D 4 Humboldt WS