Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 11 (11.3.1936)
- Date
- 1936-03-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage '. 11. März 1936 JÜDISCHE AUGEMEINE ICITUNC Jesajas Tröftung Im Laufe des nächsten Monats erscheint Im Verlag J. t\auftnunn, Frankfurt a, M„ der dritte Band der Torczynerchen Bibelübersetzung ,.N e b 1 i m AharoHlra. Die Gottbcgttl- .stert«n". Mit Erlaubnis des Verlages bringen wir daraus Jescha'jahu 57,14 bis 58.14 zum Vorabdruck. Da sprichts: ,ßahu(, bahnet. Maclit frei dun Weg, licht auf den Strauehelstciu Vonmeines \olkcs Weg.' Denn so spricht er, Der Hohe und Erhabne, Der ewig Thronende. Des Namen, heilig; Hoch, heilig thron ich Und i>ci Zerschlagenem und Geistgebeugtem, Uni zu beleben der Gebeugten Geist Und zu beleben der Zcrschlagnen Herz! Denn ewighin nicht will ich hadern, < Und nicht für immer zürne ich, Hat ja von mir der Odem sieh erfacht. Die Seelen, ich hob sie gewirkt. Um'seines Raffens Schuld hob ich gezürnt. Und cs geschlugen, mich verbergend, zürnend; Da wandelt" es verführt auf seines Herzens Weg. Ich schaute seine Wege Und will es heilen. Es leiten, Tröstung ihm gewähren Und seinen Trauernden. Ich schaffe als der Lippen Frucht: Den Frieden, Dem Fernen und dem Nahen: Frieden, Das spricht der Ewige, Und heil es. Die Frevler aber sind wie aufgewühltes -Meer. Denn ruhen kanns nicht, Auf wühlen seine Wasser Schlamm und Schmutz. Kein Friede, spricht mein Gott . Den Frevlern! . Ruf mit der Kehle. Unverbaltcn, - '. Dem Horn gleich heb die Stimme Und künde meinem Volke seine Schuld. Und Jaakobs Haus seine. Sünde. Da lernen sie mich Tag um Tag. Und meine Wege streben sie zu kennen, * Wie Volk, das "übt Gerechtigkeit. "Und seines Gottes Recht nicht läßt. Sie fragen' mich nach wahren Rechtsvorschriften. Erstreben Gottes Nähe: _ ■ .Warum doch fasten wir Und siclist du's nicht. "Wir beugen unsre Seele Und du merkst nichts? Seht an. an eurem Fasttag findet ihr Geschäft. Und alldie euch sich plucken, treibt ihr an. Zu Hader. seht,, und zu Gczänkc fastet ihr. Und drcinzuschlogen mit des Frevels Faust; So fastet heute nicht, Daß in der Höhe eure Stimme halle. Ist das ein Fasten, wie ichs Hebe? Ein Tag, an dem der Mensch die Seele beugt, Verneigt der Binse gleich sein Haupt' Und bettet Sackzeug - sich und Asche? Heißt das du Fasten Und Tag der Huld dem. Ewigen? Ist das doch Fasten, wie ichs liebe: Der Bosheit Fesseln öffnen, Des Joches . Bande lösen, Die Unterdrückten frei entlassen. Und alles Joch, daß ihrV zersprengt! Ists docli, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, Die Armen. Flüchtigen, ins Haus zu bringen. Siehst einen ' Nackten du, So kleide ihn Und. dir vom Leib, Entzieh dich nicht! Dann bricht wie Morgendämmern vor dein Licht. Und sclincll erwächst Genesung dir, ■ Und schreitet vor dir her .dein Recht. Die Herrlichkeit des Ewgcn ist dir Nachhut. Dann rufst du. und der Ewige erhörts^ . Du flehst ,.und er spricht: »Hier bin ich/ Tust du aus deiner Mitte fort dos Joch. Das Fingerzeigen und Verredcn. Gibst deine Seele du dem Hungernden, Und sättigst die gequälte Seele Dann strahlt im Dunkel auf dein Licht, £ Und wird dein Düster wie die Mittagshellc. Dann leitet dich der Ewige Iw&tändig Und sättigt mit Gesundung deine Seele Und kräftigt dein Gebein. . Dann wirst du wie durchtränkter Garten, Wie eine Quelle, deren Wasser nicht versiegen. Aufbaun die Deinen dann der Vorzeit Trümmer. Die Gründungen aus Zeit um Zeit errichtest du. Und heißen wirst du: Rißvcrmaurcr. Der Pfade Wiederbringer Zur Besiedlung. . Wenn du vom Sabbat rückhältst deinen" Fuß,- Zu tun. was dir beliebt, an meinem heiigen Tag, Und heißt den Sabbat Zärtlichkeit, ' Vom Ewigen geheiligt und geehrt. Ehrst ihn, daß deine Wege du nicht tust, - Zu suchen" dein Belieben und Geding zu dingen. Dann kannst du bei dem Ewigen dich zärteln, Ich laß dich reiten auf der Erde Leib, Laß dich genießen Jaakobs, deines Vaters, Erbgut: Weil es der Mund des Ewigen geredet. Der Purim-Teller den wir in unserer letzten Ausgabe den Lesern der ,..Tudischct\ Allgemeinen" serviert haben, barg audi, dem Charakter des PurimfeslC3 entsprechend, einige literarische Überraschungen in parodistischcr Packung. Es wird den Lesem nicht entgangen sein, daß die harmlosen Parodien ..Der Maggid von Heppenheim" und ..'Jnankcw;*- Erwachen" ■ trotz der angegebenen Verfassemamcn nicht von Martin Bubcr und Richard Bccr-ttofmann stammen. Neugierigen sei hiermit verraten, daß ihr Autor unser Mitarbeiter Ben - r.h o r i n ist. ' Talmudlehrer als Gladiator Von den Anfängen des Sports bei den Juden Wenn mau vom Sport bei den Juden spricht, so wird mau nicht selten einem etwas erstaunten Lächeln begegnen, wenn iiiiui bemerkt, daß die .luden schon vor etlichen tausend Jahren?chr tüchtige Sportler in ihren Reihen gehabt haben. Es gibt über im Grunde nur wenige Spiele und Sportarten, die mau nicht schtm im Altertum kannte, und die nicht von den Juden, besonder* natürlich ebenfalls von der ■ jüdischen Jugend, ausgeübt worden wären. Leichtathletik und Schwerathletik" hatten ihre Formen und Vertreter. Es ist zweifellos, wenn auch anfänglich der S[>ort in einfachsten Formen und ohne Ziel nach Preisen öder sonstigen ullgemeineu Anerkennungen, also Sport um des Sportes _ willen getrieben wurde, daß der Ehrgeiz, sich hcrvnrzutuu, sich doch sehr bald bemerkbar machte. Der Wetteifer, einander ftn; Kraft, au Gewandtheit, an Schnelligkeit zu ül>ertreffen, führte rasch dazu, und mußte dazu führen, da?* hervorzurufen, was wir heiilc aU Rekordfieber bezeichnen. Man unterschied schon im frühen Altertum rein gymnastische Übungen und Spiele von Wettkämpfen, mau kannte S|>ort formen ohne Geräte — wie Laufen, Springen, Klettern — als Einzelleitungen. Dazu kamen das Schleudern vuu Schcilien, Steinen, Kugeln, SjMiercii, das Pfcilseliirße» nach der Scheibe und 'die Kampfspiele: Fechten, Hingen und Boxen. . Das S che i b cns c Ii i e ße n wird bereit» im Buche Samuel (1,18) als etwas Seilet verständliches erwähnt- David ordnet au. daß um . Jonathan als Klagelied der ,. Bogel igesang'* angestimmt werde, und' David rühmt Jonathans Treffsicherheit in» Bogenschießen. Aus Davids und Salomous Hofhaltung kommen um-ti die Nachrichten über die Läufer, die vor den königlichen Wagen herliefen. König Salomo soll ihrer fünfhundert gehaht haben, die — bewaffnet — zugleich seine Leibgarde bildeten. König David selbst war zweifellos ein Sportsmanu, wenn das natürlich auch in dieser Form nicht ausdrücklich gesagt wird. Es gehörte aber sicher sehr viel Training dazu, die Steinschleuder sozu handhaben, um damit den Riesen Goliath zu besiegen. In des Königs Umgebung befanden sich junge Männer, die sich in Leibesübungen Itcsondcrs auszciclmctcu. So .wird von seinein Neffen Assacl erzählt, daß er nicht nur ein gibbor — also ein Kraftmensch, ein Schwerathlet — .gewesen ist. Mindern auch als Läufer über kurze und lange Strecken die Anwartschaft auf einen Meistertitel gehabt hätte, würde es damals schon so etwas in Palästina gegeben halten. Er lief so rasch, daß die Spitzen der Grashalme unter seinen Füßen nicht geknickt wurden. ,.V«n leichten Füßen war Assacl. wie der Gazellen eine, die auf den Feldern sind." Es wird weiter von ihm erzählt, daß er mit Pferden um die Wette lief, und aic sogar überholt halte. Das Wettlaufen mit Pferden scheint damals ein bcliehtcr' Sport gewesen zu sein. Beim Propheten Jercmia findet «ich eine Stelle, die lautet: „So du mit Fußgängern läufst und sie ermüden dich, wie willst du dann mit Rossen wetteifern?" (Kap. 12, 5.) Hellenistische und römische Einflüsse brachten es mit sieh, daß das griechische und auch dos römische Sportwesen seinen Eingang jn -das Land der Juden fand. Unter den Hasmonäcm wurden Gymnasien nach griechischem Vorbild errichtet, und trotz, des Ärgernissen, die sie bei den Konservativen erregten, drängte sichdie Jugend nicht mir als Zuscher, sondern auch als Mitwirkende zu den sportliciien Darbietungen. Gymnastik jeder Art, Turnen, taufen. Springen. Boxen und Ringen, Diskuswerfen und auch der Schwimmsport fanden lebhaften Zuspruch. Josephus Flavius überliefert den Namen des Juda ben Jchoiwidah. der offenbar einer der" hervorragendste» Springer >einer Zeil war. Durch den römischen Kiiifluß^kauicu die Zirkiisspichin Mode, deren Auswüchse in den grauMiiueu Gladiatoretiluunpfcn und den Kiiuipfeu 'mit wilden Tieren jedoch mit Recht \crilrleiU wnrde». Die griechischen Sportspiele fanden jedoch sogar in den Kreisen der Krumme» begeisterte Anhänger und Förderer, und von Uahbi (•aiuliel IL,-dem Patriarchen,^ wird ln-richtcl, daß er den von ihm für fähig geachteten Teil der Jugend dazu anhielt, an den gymnastischen und sportlichen rimngcu teilzunehmen, auch zu dem Zwecke, um im* ileii _ römischen Machthaber» bestehen zu können. Übrigens befand sich auch unter den Gelehrten der Talmud - Zcit ein ehemaliger Gladiator, Simon hrti Lnkisch, der «ut 27ü gestorben ist. Er luilerhnich eine Zeitlang sriu Studium und „verkaufte sich'* den Leitern der Kampfspiele. Diese Episode ist Gegenstand einer Reihe von Anekdote» geworden. Die Jagd, tlie beliebt war, galt mir wilden Tieren, an deren Ausrottung zugleh-li ein öffentliches IntnvsM* vorlag, und r* scheint, daß das .lagen tatsächlich weniger sporllirh nl* deswegen betrirbcu wurde, das Land von gefährlichen Raubtieren zu befreien. Nur von He rode», der alter als Anhänger heidnischer Sitten nicht gerade als echt jüdisch galten kann—wird berichtet, daß er ein Freund und ein .Meist»*r der„lagd genes**!» ist. Immerhin hat in späteren Zeiten das .lugdvergnrte.ni. der Jagdsport unter den Juden viele Anhänger gefunden, so daß ih r T a I m Ii d dagegen seine warnende Stimme erhebt. Aber da* half nichts. Im IX Jahrhundert wart*» Jagdgesellschaften, an denen Juden teilnahmen, nicht nur nichts Seileues; sondern so häufig, daß Rnhhi Isaak aus Wien dagegen eiferte, allerdiiu*» mit so' wenig £*rfolg, daß Rabbi Ezechiel Landau sich vergebens bemühte, jüdische Gutsbesitzer vom edlen Waidwerk abzuhalten. Nach der Zerstörung Jerusalem» und der Zerstreuung der .Juden hat das sportliche;Leben unter ihnen immer mehr zu-** genommen. In Rom wurden sie zuerst—mit Gewalt zu Glndialoren gemacht, später gelang es ihnen dann, durch ihre hervorragenden Leistungen zu cttcusolchcii Lieblingen de» Publikum» z» werden, wie dies Jieute Itci Sportgrüßcu der Fall ist, und die ihnen gezahlten- Honorare _und Preise. Mauden, kaum au Höhe hinter den Beträgen zurück, dir heule her Ahmte Sportler verdienen. Mit Anwarb-.!'» der Sportbewegung ültrrhntipl iiliclwit die jüdischeu Sportler nie im Hintergrund. DiV Boxer, die der Tradition des l>edeutendcn jüdischen Meisters McidUizzu folgten, sind nicht wenige: Lewis, Huer, der Jiu-Jitsuiuei.iler Witten- Iterg und viele andere Nmucu zciigcirvnii den hohe» Leistungen jüdischen Kampfsports. Das Ballspiel in jeder Form geht auf ein hohe» Alter zurück. Fußball, Handball imd älinlirhc Spiele waren im Altertum Itrkaunt. im allen Rom wurden solche Spiele eifrig gepflegt, und Murttal nud Seucca erwähnen «chon Ballspiele, bei denen sich nicht nur dir. HändeT" sondern auch dir. Küß« bestätigten. An solchen Spiele» »ahme» auch Juden viel färb teil. Das Tennisspiel, da* gleichfalls ein ziemlich hohes Aller onfwri-«i. hat in diesem Sport manche jüdischen Meister gezeitigt. z> isa nunc n**c tun habe», nimmt das ..jüdische Sport lehr» rinr» Seit sich die Jude» in eigenen großen Sportvcreinigiiiigeir " steten Aufschwung. Immer wieder wird von neuen Hekordr», von neuen Siege» berichtet, und jeder Erfolg ist ein hrMjndom erfreuliches Zeichen für das Erstarken einer neuen, kraftvollen jüdischen Jugend. --f. THEATER,KUNST,LITERATUR Um Werfcls „Weg der Verheißung" . Wien. Der Dichter Franz Werfel, der mehrere Wochen in Amerika zugebracht hat, um die Aufführung seines Bibelspiels „Der Weg der Verheißung", das unter der Regie von Max Reinhardt herauskommen soll, vorzubereiten, ist nach Wien zurückgekehrt. Gegenüber Pressemeldungen, die von einem Scheitern des Projektes aus finanziellen Gründen wissen wollten, erklärte Werfel, die Uraufführung werde bestimmt im frühen Herbst 1!>36 im Manhattan Opera Ilouse in New York stattfinden. Werfel erklärte: „Einzig und allein das uralte, impraktikable Bühnenhaus, die Manhattan Opera, die eine Menge Umbauten und Zubauten erforderlich machte, ist Schuld an der 'Verzögerung. Da ober im Augenblick sin großes Thcalcrltedürfius in Amerika besteht und alle Vorstellungen allabendlich überfüllt sind, gibt es in New York zu wenig Bühnen, und so Wich Reinhardt nichts übrig, als sich für die Manhattan Opera zu entscheiden. An den Vorbereitungen für dieses Spiel werde ich mich persönlich nicht mehr beteiligen, da neue Arbeit mich in Anspruch nimmt." * Das böhmische Landesamt hat, wie jetzt bekannt wird, vor einiger Zeit das Drama ..Die R aasen" von Ferdinand Bruckner verboten. *. Der-türkische Archäologe IL S. Selena kommt, wie wir in der Itlieinisch-Westfälischcn Zeitung lesen, auf Grund der letzten Ausgrabungen in KIcinasien zu dem Schluß, daß Homer ein Plagiator gewesen sei, der die Sagen der Hethiter umschrieb, um sie für sein Volk brauchbar zu machen. Auch Hcsiod habe die Figur des Königs Midos von den Hethitern. — Die Hethiter sind ein ein der Bibel oft genannte Völkerschaft. Urtn, der als Fcldhauptmann zu den Helden Davids gehörte, war bekanntlich Hethiter. Aus einem Prcisausbch teilte ti der IcUländfcchcn Regierung für die "Errichtung eines Warenhauses der Heeres-Wirtschofts- Vercinigung in Riga ging unter 24 Architekten Lettlands der junge jüdische Architekt Moschc Tschensla, der erst im vergangenen Jahre die Hochschule absolviert hat, als Sieger hervor. Ihm wurde der erste Preis im Betrage von 2000 Lat zuerkannt. ~ Des großen Erfolges wegen Ist die L t e be r m a n n - G e - dächtnisausStellung' im Berliner Jüdischen Museum, Oranienburger Straße 31. bis einschließlich den 22. März verlängert worden. Besuchszeiten: Montag bis Donnerstag 10 bis 18 Uhr, Freitag und Sonntag 10—14 Uhr. Eintritt 50 Pfg., Jugendliche .Ermäßigung, Erwerbslose und Schüler 10 Pfg. *. „Ein Abend um Spinoza" betitelt sieh eine kulturelle Veranstaltung bei Weil, Charlottenburg 2, Fasanenstraße 5, die am 21. März, abends 8 Uhr, stattfindet Mitw.: Dr. Lutz Weltmann,. Heinrich Korn, Rudolf Schwarz. Am 20. März wirken an der gleichen Stelle Leo Taubmann. Basis Pobischuk, Horst Solomon und Sigbert Steinfehl bei" einem musikalischen Altem! mit. an «fem u. a. Werke \o» Brahms. Schumann. T*i'haik»w*ky und Verdi zur Aufführung gelangen. * Die JüdUche. .! u g e » d hü h » e. teilt mit. daß die Aufführungen von „Der eingebildete Kranke" zunächst am Dienstag, den 17. März, nachmittags 3.30. Uhrmtd C Uhr in der Aula der Mittelschule Große Hamhrrgcr Str. 27Tund um Mittwoch, den 18. März, nachmittags 3.30 Uhr, im 'Sehuniaim-Saal, Lützowstraße 76. statt finden. Platzprei.t in der Mittelschule .10 Pfg., im Schumann-Saal (w/cgen der hohen Saalwikosten) 60 Pfg. Allen 'Nähen* durch die Jüdischen Schulen h7.w.4leligioiLSHchiilcu. Etuzelmeldimg von Schülern bis spätestens Montag, den 16. März, an W. Heiiizehnann; Berlin NW 87. Elbcrfclder Straße 17. ■ 'Die (lembalif-tin Gertrud Wer ihr im wurde für Auslaudskonzcrte nach -Holland, der - Schwei/, und Schweden ' verpflichtet. Gertrud Wertheini spif;It u. u. am h im Rundfunk llilvennim, Lugano' und Stockholm. Keine KfinAlernamen ffir jüdirdie Künltler Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Der Herr Rcichsministcr für VolksaufkUrung und Propaganda (Reichskulturkammcr) hat folgende Anordnung erlassen: „ich sehe mich veranlaßt, erneut darauf hinzuweiWn, daß k* den Mitgliedern de» jüdische» Kulturbunde]* unlcruagl ixt, w)grnannte Künstlernamen (Pseudonyme) zu führen. 'Ich ersuche Sie, diese Anordnung Ihren Mitgliedern nochmals I>ekanntzugrbeir" iind wehte gleichzeitig darauf hin, daß ein Zuwiderhandeln gegen diene Anordnung das m fort ige Berufsverbot und den Auweh lutt aus dem Rc Erl »verband nach »ich ziehen würde. I. A.: gez. Hinkrl." Wir bringen diese Anordnung, nachdrücklichst zur Kenntnis aller aktiven Mitglieder des Reichsverbandes^ - Sokrales in der jüdischen Literatur. Ks maic paradox klingen, daß die Gestalt des griechisclien Weisen auch im Judentum ihre Spiegelung gefunden hat. Und doch ist die» der Fall, wie der frülien; Berliner Rabbiner Dr. Bergmann (jetzt in .JeruftaleTu; in einem interessanten Aufsatz der M o n n t b s c h r fft für Geschichte und Wittscnschaft'dcH Judentums erwciSt. Das soeben erschienene Heft 1, mit dem die Monatsschrift in ihren 80. Jahrgang eintritt, ist dem Wiener Gelehrten Somuel^ Kraus» gewidmet und enthält mehrere Arbeiten zur Geschichte der Juden in Österreich. Die Forschungen Gasler» und Hellerszur jüdischen Sagenkunde werden sicher ebenfalls weitere Leserkreiseinteressieren. Man" abonniert die „Monatsschrift1*, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Forderung der Wi'ucn- , schaft des Judentums in Berlin wird und den 'jährlichen Mindestbeitrag .von 10,— RM. an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet.