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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-03-04 · 10 (4.3.1936) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
10 (4.3.1936)
Date
1936-03-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Beilage 4. März 1936 JÜDISCHE AIIGEMHNE leiTUNQ Dce £iretm - Böllen Am I'nrimrrsl, dessen Ton durch FrüMirlikril hrstiuiiui wird. . i-l cfmimnrr firjticli. Krrunilr iiml Arme mii (Jrsrhiiikcn ni erfreuen. Diese Tradition des .Mi-rldiiach inoiians knüpf) sich an die im Ifucu Kslhcr enthaltenen N rrsc, in denn: Mordcchai ilic JeluidinianHorden. ../n rr"eni den vit-rzrhutcu Ta« des Munal-. Ailar imil ilrn lünrzrluitcu Tag desselben. Jahr Tür Ja'.rr. «lcicli ,dcn Tagen, an denen tili- Jchudim sich Ruhe gc-chaHl »ur ilirrn l'ciiidcu iiml il.-m Monat. il,.r sich ihnen verwandelt ans Kummer in l-'rruilr iiml ans Trauer in Festlag — sie zu feiern als Tagtde* Mahls iiml der Freude, und Gaben zu schicken einer dein andern und Crsrhrllkc. an dir Dürftigen". Kincii solchen ..Schlachiniii>cs"-Tcllcr mit einer Reihe biuilcr liürari-.Iicr Gaben bieten vir heule unseren Lesern dar. Der Maggid von Heppenheim K i 11 e c Ii a s » i il! s c h c L c g c n d c Von MABTIN «LTliKIt Wieder einmal fuhr der große Maggid von I Icpjtcuheim fdter Land, und seine Schüler. Bahhi Stimm vqu Ilaifa und Hahhi Ludwig, der Frankfurter, des Maggids Eidam, fuhren mit ilini. — Und wo der Maggid durch eine Judcugemciude kam, da herrschte 'eitel - Jubel, und <lie Seelen waren des großen Freucns voll. Der Maggid bestieg allerorten die Kim/.cl im Lchrhaus und Juib an zu predigen vom Tum linier Turnern, und ilie ChassiJiin rings saßen um ilm. alier da war keiner, der des Sinnes gewahr wurde, der hinter den Worten stak. AImt sie seh wichen iu Ehrfureht, his er zu Ende geredet hatte und sieh ein sanfter Sehlumnier ergoß ühcr ihre Herzen..*—' Als er fertig war mit Heden, hieß er wieder anspannen und fuhr hinaus in den finsteren Wald von Herrlingen iiml ■weiter filier Land bis nach Lelmit/. Da alter, in der heiligen Stadt Leimitz, faßte sieh der Frankfurter ein Herz und frug den Maggid: ..Hahhi, was haht Ihr gemeint mit dem Tum unter Tüniern und mit der Stimme und mit der Verwirklichung?"" Der MaggiuV schwieg, als hörte er das hremiende, Fragen des Frankfurters nicht. Dann aher erhöh er sich und sagte lei-e. zum Hahhi Simon von Haifa gewandt: .,Frag ihn---weiß irhs?" Jaänkews Erivaclien F i n X a e h? p i e 1 z u e I n c m .Vorspiel von* 1UCIIA1U) HEKH-NOKMANN l>"ie S/ene stellt den gänzlich leeren Raum des Berliner Kulturbund-Theaters dar. In der letzten Reihe .schläft Jaänkcw £illicrlinuin. Kinc Putzfrau tritt ein. um das Theater zu säubern, sfe sieht den schlafenden Jaimkew und rüttelt ihn. lirbrvieli; lät-hehid. wach. Piitz frau: Steh5 auf. Jaäukew, Zeil i*t"s. Der. Morgen ist angebrochen überm AVximilcrplatz. Jaäukew (sieh die Augen reihend): Woos isV Wo hin ichV Putzfrau: Weil du Jaänkcw hist: .schliefst du. Da alles wachte, noch. Weil du m> fest entschlummertest beim Spiele. * Daß dich Aktschluß .«elbst nicht wecken konnte. Jaänkcw, trefF ich dich zu *üeser Zeit. Au diesem Orte schlummernd .an! .1 a ä n k r w (wild auffahrend): Das Stück ist aus. und weh. Ich schlief — umsonst gezahlt! [ach'weh! Hührt mich' nicht an. es liegt ein Fluch auf mir! Jaänkcw Silberbaum, was tatest du? In Mariiiorhaiucn lachen noch die Hühner Und 14 Tage alle Logendiener. Putzfrau: Nicht du allein. Jaankcw Sil her bäum, Schliefst, da der . Vorhang oh der Szene sank- Doch deinem Bürcnschlafc wisse Dank. Daß selbst dos Klatschen dich nicht wecken konnte. ,) n a n k v w (brüskiert): Man klatschte — weh! Nach diesem Weihcspiele V Ich muß es Richard eilejmlst depeschieren! P u t z f r a u (beschwörend): Hall ein. Jaiuikew Silberhaum' Sink in den, Schlununcr Wer zurück. ■ O. drahte nicht oh ,.Juakobs Traum". Zerstöre nieht des Dichters Glück. * J a a u k e w (entschlummernd): Icli falP zurück, die Glocken lauten Sing1 mir das Schlaflied ■ für Mirjam! [von Charan! Putzfrau (singend): Schlafe. Jaiiukcw, mein Sillterhamn. Was ist das Lehen, was ist der Traum? Worte nur hörst du wie Wasscrgcrinn. Tief und verborgen, bleibt dir der Sinn. Schlafe, Jaankcw. Jniinkcw schlaf* ein! .1 a iinke w: Das soll .TaiinkcwA ,Frwat*hen sein? (Vorhang.) Die drei Königinnen des Xerxes Vasti. Esther und Arnestris Die [icrsische Stuilt II am ad an; 3U0 Kilometer \ou der heuligen Hauptstadt Teheran entfernt, ist »ach alten Überlieferungen die biblische Stadt Susa, wo sieh die Ereignisse der Purimjrcschichte abspiele«. Das einstige Susa wurde von dein Perscrkönif; Xerxes (Achasehwerausch) zur Lieblingsrcsitlrnz, erhoben.- Die Stadt, von der der Reiseschriftstcllcr Benjamin von Tudcla (1170) berichtet, bestand noch im 12. ' Jahrhundert und " verlor erst seh dem 13. Jahrhundert jede Bedeutung. Noch heule wird ein Baudenkmal'gezeigt (siehe Abbildung), das al> Grabstätte gilt, in der Esther und Mordechai begraben sein sollen. Der altpcrsische Küuigspalast. den Ausgrabungen, iu xuiscrer Zeit bloßgelegt haben, läßt' erkennen, daß der Verfasser des Esther-Buch mit den örtlichen Verlud in issen 'genau vertraut gewesen sein muß. Wie Dr. Siegmund Jampcl. der in'seiner Abhandlung ..Das Buch Esther, auf r^inc Geschichtlichkeit historisch-kritisch untersucht", die Möglichkeit der Einfügung der . Purim-Episode in die persische Geschichte dargestellt hat. berichtet, war der Königspalast *o umfangreich, daß er "einen großen . selbständigen Stadtteil bildete.- Scharen von Beamten hatten dort . ständig Wohnung, abgesehen von jenen, die tagsüber dort beschäftigt waren. Daneben hatten die königlichen Gehcimi«>h*zistcn. die sogenannten ..Augen de* Königv*. int köniulichi'u Palast freien Ein- und Ausgang. Den wichtigsten Bestandteil der köui^Iiihiu Burg bildete, außer den Wohnräumen des Herrschers, der Harem. Die im Harem, untergebrachten Frauen waren iu drei Klassen nn»etcilt. Der ersten Klasse gchürir ilie Großküni^in an, die eine Priuzessiu aus dem Geschlecht der Achänudeu M-in mußte. Zur zueilen Khi.-M* rechneten alle anderen legitimen Frauen des Königs; sie * führten gleichfalls den Titel Königin, uenu sie aueh im Ihin^ hinter der Großköuigiu >tamleu. Am zahlreich^led \erlrete» uaren die nach huuderteii zählenden Frauen der drillen Kinase, die als einfacbe Haremstlamen nur bc*i-crr Skla\ttinen warm. Ihr? Zahl konnte durch die von Zeit zu Zeil stattfindenden Aushebungen der srhöusten Mädchen aus der Provinz ergänzt wrrdrn. Für du- Aufnahme in den Harem war ledi^lirh die körperliche Schönheit entscheidend. Herkunft. Name und (liarakter usw. waren dabei nicht von Belaug. Gehiug.es einer solchen Frau, den König durch ihre Ainnnt zu gewinnen, dann stieg *ir in srincr Gunst, konnte es bis zum Range einer legitimen Frau bringen uiuL auch großen Einfluß auf die Staatsge'schäfte nehmen. Bei einer soleheu Ausheilung kam auch Esther iu den Harem und erwarb sich bald die Gunst des Königs, so daß sie aus der unteren Klasse der Hnrcuisdamcii zur legitimen Frau erhoben und-Nachfolgerin der verstoßenen VaMi wurde. Großköiiigin war Arnes- Iris, die Prinzessin aus dem Achfuuideuhnuse, die Xvrxes schon als Kronprinz geheiratet halte. Die Purimfpieler Von SCli.OI.KM AI.KCIIKM Ks i»l l'nriui-Alicinl. Du- Ihm* (•rnlSvali-r«, 11;i)>1 >j .Mrir. ist hell rrlruriiti-l. Kinc ..rliüiir. silluTiir l.:iiiipr liiinal von •" ili;:' Perke Iirrab uiiil taueiit iln." iiair/e /iniiucr in eine I'Inl von l.ielil." . . ' , <H>rn;in am Tiselle -ilzt tli-r Grnftviilcr, i rn -liilliiilier Miiiinmii kiiraem Hart. silbi'rwi'iLsem llnnr um] jungen. .«Irnlileiulrii. (luiiklen Anjltn. Vor ilini lie^'l iler I'iiriin-llnrelies. Nrlmi ileni Grotivater «itit eine linlie, .sehlnnke Frau.' Uns ist meine lielie C.roBmiiltcr. Nncli im Aller ist nie seliün.- Sie trü^l licutc ihr Frsllapikkiil. und vor ihr stellt die Scllüssel mit ilen gefüllten Fisrlirn. Sie teilt der ganzen Cesellscliaft scllwr zn. Um den Tiseli. Iierum sitzen nümlieli lauter Onkel und Tauten mit ihren Süliuen und Tüelilern. . Und alle haben die gleichen Namen, heißen nun Mosche, David, Chajiin, Sara, I,ca und Dehura. Weil sie alle uarh den Klient der Großeltern benannt sind. _ Jeden einzelnen bat Großvater seihst zu Tisch geführt. Kr hält auf eine richtige Tisehfirdnuiig. An der einen Seile sitzen dir Onkel, an der anderen die Tauten. Und auch wir Kinder sind nach Jungcu und .Mädchen goirdnel. damit kein Streit entstellt. Mein Großvater trinkt «las erste Glas Wein und iH'gtnut mit seiner klangvollen Stimme das „Srbnschanat Juok«»'\ und alle . fallen ein. Der Gesang wird immer lauter. Alle halxni .schöne Stimmen. Das ganze IiaiLs hallt Freud«; wieder. Wie aber jetzt die I'urims^iieler eintreten, sind wir Kinder^ doch nicht mehr am Tische zu halten. Wir springen auf tuid umringen den Aehaseliweroscli mit der güldenen Krone. O diese glücklichen Purim.-|iiel('r! Wie Künige gekleidet, ziehen sie dureb den ganzen Ort. Und wie schön »ind ihre Lieder! Von den Purimspieleni kann ich gar nicht genug bekommen. Ach. dürfte ich doch mit ihnen geben und einer vuu ihnen sein! .,Gut l'uriin!^ rufen sie alle auf einmal, wenn ihre iusligc . Schar ins Hans eindringt. Scliun Mellen sie sirlt in zwei Kcitien auf. fn der .Milte auf goldenem Thron silzt hörbslpcrsöulich Küiu«; Achaschwcrosrh. Das Spiel Itcginnt. leb trete dicht im die Schauspieler heran untl lietraehtc sie mir ganz genau.. „Hisl du der Joseph?"1 frage ich Schraga, den W'aisenkuahcii. Denn Sehraga hat einmal in dem Stück „Joseph wird von seinen Brüdern verkauft" den Joseph gespielt. „Ja. ich hin der Joseph'*, antwortet Schraga. „Spielst du heule abend!14* — „Wenn ich «dl, werde-ich spielen. —■ Gib mir doch ein Stück ..von dem llorchcs", sagt er ganz reise zu mir und deutet auf den großen Purimstolleii auf dem Tisch. — „Spielt auch dein Valer mit?" frage ich 'Schraga. — „feh halt* keinen." — .,Und wo ist. deine MutlerV" .— „Ich höh* auch keine Mutler. Ich bin Waise. Verwandle bah" ich auch nicht . . . Hunger bah1 ich." — Seine Blicke schweifen sehnsüchtig' nach dem Stollen hinüber. Alle Blicke sind auf das Spiel gebannt. Keiner l*coi*aclitct). mich. Ich trete an den Tisch, nehme schnell ein großes Stück von dem Stollen und reiche es dem „Joseph". Der* steckt es hastig ein und gibt mir die Hand ... So hcgjngcit die parlugirsisrheii Juden Hollands im 17. Julir» lllllidrrt das I'urim-Frsl -Aiilji.: Suuiivnlcl.l Die Efther-Rolle ~~ Von BFN-< .WOHIN . . Nimm die Bibel m die lhiud und lese _ Jenes.Bueh. du> (nilt den Herrn nicht nennt. Aber im" Geschehen ■seine Größe Heimlich und verhüllt l>ckcniil. Sieh, wlv uiiudcrhar /u Bingen Sich Bcgcl>cu au BcyelM'ii hchließl; ~~. Daun erkenn, daß hinter allen Dingen K i n e lhiud nur und ein Wille ist. lind erkiMiur. daß wir preiügcgclH'ii IVm verborgnen Walten sind. Da* (rt'setat ist filier alle* LcIh'u: " * ■ l. ud duiui wdlMt du deine" llfmdc lieben Di'iuulsvoII und glfiubig^- wie ein Kind. So wie dir, die KB siclij^iisl' erkoren. Die so scheu und myrtcngleieh — l'unt als hiitte «ich ein Sterir verloren . Strahlte iu dem dunklen Pcrm-rreirb. Nimm die Bibel in die Hund und le-.e. Daß dan- Ziel oft linf verlmrge» liegt lrnd erkenne, daß das Böse - , Kiugeset/t int, daß e» im* rrlfm*. ■ - AImt iiti'iuals. daß es nie^l! An» „Dal Mal der Semlurtfc*" _ «Vertat; Ü.'Heller. Milikheii) 99. Der Juden Faß,-Nacht Pur im im Frank fuHrr Glirk» 66 Hier sollen Esther und Mordechai brgraben sein Onnfe In seinen ,..lfulin<lirn Merckwftrd'tgkeilen4' sehreilil der Knmk-_furter hitlicrinche 'Ltietdo^e itml Orientuliwl .lohaim Jakob SvhmUt Wir hnhen noch" etwas wegen den 11 n m a n h - K v * l oder l'iirini zu gedenken, welche» der .luden'Käst-Nacht ist. an welchem sie die glückliche Krlüsuug der Juden in Persieu zur Zeit des Königs Ahasveri. dureh VorMcliul» der Königin l>lln*r und ihres Vettern, des Mardorhai, von des Hanums listigen Anschlägen, der auff eine Zeit «las Gaul/e durch Alinsveri in 127 l.ändrr /erstrcule Jüdische Volck wollen atwrottcn hissen, preihvii. K* fällt solehe>t Fe»t gegen Kode uiiM:r«H Kchrunrii, mmu 1714 war e* den 20. Kehr, und I. Aferrz. Man h>net iu 0V11 Synagogen das Blieb KsTbcr. worin diese Krlösung bcwhrielieji wird, und hat ein jeder- Jnd sein 7.u.-«inuiieugcr«Iltcii Hueh K»ther in der llanil. s*i auff Pergament giwlirieltru, th'e aerumte Imlwii ,-nirli au ff Bollen-Art wie die gesi'hriulwiic gedruckt; und wann im I^eseu de*. I lamaiw Namen gi'nemict wird, maeheii Jung und- AH ein gross (»eriiuseh,' »lampeiT mit tlcn Fühm-ii. sehhtgen aueh wol mit Steinen oder höltzernen Klöp|»el und luuiimrui. wie ich in Altona gesehen, auff Stfthl und BQncke. < Die LVppigkeil und Insolenz der Juden im diesem Ptiritu-Fcft s*> au stall "der Kast-Nacht, i»t mit Vcrkleidrn; S nie Jen, Krri«i*ii( Sauffen und linderem Muthwillcu ül>eraiw groß . . . . Urwcre Fiauekfurlrr Juden fasten den ernten Tag um Purim, den zweyteil e*seu sie ctuiet zu MorgctuU,'Nachmittags »Ekt nncti 3 Uhr gehet iIiih Sehlcmmen. KrcHMtn und SauffciP an. In der Sehn) brciuien sie viele Lichter, wie Pyramiden von dfumcu Wachn-Lichte,ni geflochten, sonderlich wird von Woclw-Uchteni ile» Haniaiti ' und der Sc res Bild gemacht und angezündet auff «fem Ahnernor. Die Wrilier machen am Punrn den' ersten Altend ihre gegitterte Feilster jiuff, daß sie. iu die Mäimer-Syiiogog köiuicii hchcit - solches ist ihnen alsdann erlaubt, weil «h'c Krlösung durch ein Weib ilie Ksther geseheheu; »olchcü int ihnen auelt^am SinieliTH- Thorah. da man »ich wegen" vollendeter .Innung . ilcw (»eselzr-» erfreuet, erlaufil, damit sie »n wilehcr Freude aurh 'Ilicil halreii| weil das Gmitxe Volck Jsrael am Berg Sinai sich fiher du« Gesetz erfreuet hat. —■ Daß auch unsere *»uuvUfurter Juden an ihrem Purim und -IJamans-Fesl sieh wacker herumbtommelen. esMrn und Iriuckeu. fröliih sintl und allerhand Lustbarkeit tn-il»en. ist aiLs<«er. ullein /wi'ilfel. und wollen wir dexsen eine MmderUclM! und 'inerrk* würdige Probe anführen, dans sie ein puur "Jahre vor dem Brunil -auff ihren Purim alllucr im Ihiuss zur. weLsM*u oder sillM,*men Kund. M> damals David LI ff (der je I/o Jlaßbiner zu .Mmudä-iiub ist, eigentlich /ushinde uml von i^öw Wornw iiuib Ziiw bewohnet wurde, an je17.0 dein Wertheiuier von Wien zuständig ist, iu ihrer Gawe ein Tlieotnun auffge.K'hlaiieii und cjne OiiiHiwlie von der Verkaiiffüng Joseph*« grspielet, und di« J*y der 'gleichen. Schau-Spielen gewöhnliche niuchifieii verfertiget, in Verkleidiuig allerhand Auffzüge vorgcstcllct, aueh m gar einen Pickclhäriug iu lächerlicher bundfarbiger Kleidung dnliey auffgeführet, welche» dann einige Präger und Hamburger Juden-Studenten twllen verfertiget und prfisentiret haln-n, davon der Verfertiger und Ilaupt- Director, wie mich ein Jud bcriehK-t, Bccrmumi von Limburg »eyii »oll. der ««Ii zu Friedberg verheurothet und wohnhafft u/edergclas«en. Die Juden, so e* mir'scl^r angcselien, kömwn-<len Vi'nnder nicht genug crzchlen. wie Feuer, lltmmcl. Donner und ollerhv wunderliche Sachen darl>ey wyen zu sehen gewesen. ^J^r^^^iiijjMä^

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