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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-01-22 · 4 (22.1.1936) · page 5

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
4 (22.1.1936)
Date
1936-01-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
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ET" JUDISCHE AUGEHEINE 22. Januar 1936 zrtruNC Bekanntfchaft mit einer Rabbinerin Wie Regina Jonas ihr Examen machte I Vou irikda yalu:ntin Dem jüdischen Menschen erblühen in heutiger Zeil, 'inmitten der Schwere der l-*rcJ!mis$c, hin und wieder Erlebnis* \on m> uuwühnüdier tiefgreifender und seelisch befruchtender Art. wie sie ihni-frühcr kaum begegnet wären, ihm kaum zum hVuulAtscin kamen. Das danken wir'dem neubegimicndni Zui-amimmfluLs und Zusammenschluß des jüdischen Wesens. Wir werden mit Menschen zusammengeführt, die unseren Weg nicht kreuzen konnten, weil wir selbst uns indolent und nachlässig fernhielten von der Ställe, wo sie wirken, w\>'ihres Geistes ein Hauch zu verspüren ist. Ein Sonnabendvormittag führte mich in die Neue Synagoge. Nicht einmal — es sei ganz offen zugestanden — ans religiösem Bedürfnis heraus, sondern weil ich mir ein in den-Hohen Feiertagen dort gelassenes Gebet buch abholen wollte. Wie stark aber war mein Erleben, als ich dabei Gelegenheit hatte, einem „Oirjg Schabbat*1 beizuwohnen', einer Jugend feier für Kinder. Die Leitung lag in deu Ilündcu einer jungen Dame, von der ein ungewöhnlicher Zauber' im Ausdruck ihres edlen biblischen Gesichtes, in. der Geste ausging und in den Worten lag, die. sie sowohl zu den Herzen der Kinder wie zu denen der Erwachseneu sprach. - ■ Regina .Jonas, Theologiii — ließ ich mich informieren — denn in ihrer Ileseheidenhcit und der vornclunen Zurückhaltung ihres Wesens erwähnte sie nirhts von ihrem Studium. Gefesselt durch ihr.? Persönlichkeit, gehörte 'ich fortan zu ihren eifrigen'und immer wieder vou neuem beglückten Zuhörern. Eine Frau, der es gegeben ist, Männer und Frauen, Grüße und' Kinder gleicherweise im Glauben anzufeuern, muß eine Mission in sieh fühlen und in sich tragen, muß von einem Idealismus beseelt sein und von einem, moralischen Gesetz geleitet werden,- wie es mir noch nie so stark begegnet ist. Ob sie sieh nun für ihre Sabbat-Feier das Thema:- ..Auro und Simeho" wählt, oh sie die einsamen und einzelnen Menschen, die die« Freitagabend-Feier, sonst entbehren müssen, zu einer seelisch gehobenen Stimmung zusammenschließt, ihnen Eulspannung und Erhebung und ' Kraft für die ArI>eitswoehe mitgibt, immer geht von ihr der warme und starke Strom einer tiefreligiöseu, ganz in Golt und Güte verankerten Persönlichkeit aus. , Viel mußte ich über diese interessante Frau nachdenken: mußte nicht nur ihren Worten lauschen, war getrieben, in diese* von Erleuchtung und Beseelung wahrhaft strahlende Gesicht zu blicken. -Wie siu sich cut-fhimml, wie zarte Glut in ihre Wangen steigt bei ihren Ansprachen, .wie mau die -Faden spürt, die sie Seit der Zerstörung Jerusalems, der Zerstreuung der Juden und dem Erlöschen der großen Lchrhäuser schien es auch keine Möglichkeit mehr zu geben, das Untcrriehtswcscn den wissenschaftlichen Fortschritten und der steigenden Erkenntnis, geniüß weiter fortzubauen. Was sich nachher wieder als '..Schulen" gründete — das „Lernen" liegt den Juden ja im. Blute —, beschränkte sicli immer mehr einseitig und streng nur auf jüdisches, das heißt religiöses Wissen. Gab es auch in der'Diaspora-zahlreiche jüdische Gelehrte, die neben den Kenntnissen der rabbinischen Literatur auch „profane" Sprachen beherrschten und sich dadurch die Quellen vieler "Wissenschaften erschlossen, so hatten sie sich' diese umfangreiche Bildung autodidaktisch oder durch Privatunterricht erschlossen, allerdings gar nicht selten in einer Weise, die ihnen auch in der nicht jüdischen Gelehrten weit Rang und hohes Ansehen verschaffte. - Profanes Wissen, soweit es nicht aus Bibel und Talmud und deren Kommentatoren geschöpft wurde, galt überhaupt als verpönt, dcim es konnte leicht zu einer laxeren religiösen Denkweise und Lcbcrisführung verleiten. Deshalb war der Besuch von Universitäten, soweit, er überhaupt Juden gestattet war, nicht gerne gesehen. So blieb — von Ausnahmen abgesehen — die weltliche Gelehrsamkeit in enge Schranken gepreßt und nur auf einige Auserlesene beschränkt. Italien war nun das Land, wo die Idee, den Weg zum freien Forschen zu bahnen, ohne der Strcuggläubigkcit Abbruch .zu tun, greifbare Gestalt annehmen konnte, wenn sie auch nicht zur Verwirklichung führte. .Zur Zeit der Renaissance, als Künste und Wissenschaften in höchster Blüte standen, zogen Päpste und regierende Fürsten sehr gerne geistig hochstehende Juden an ihre Höfe. Als Ärzte und als. Philosophen, aU Astronomen und als Sprachforscher, aber auch als Künstler und Meister der „schönen Wissenschaften" wirkten Juden und .erfreuten sich nicht nur wohlwollender Duldung, sondern auch freundschaftlichen Verkehrs von sciten der hohen Herren. Die "bedeutendsten Dichter und Gelehrten standen in kollcginlcr Verbindung mit hervorragenden Juden — es sei nur an Boccaccio und Dante erinnert, die beide herzliche Beziehungen zu Juden unterhielten. Italien war also das Land, in dem die Idee, zu einer j ü - di sehen Universität entstehen und 'mit Aussicht auf Erfolj; ausgearbeitet werden konnte. Man darf daher sagen, daß die Jüdische Universität in Jerusalem zwar in'der Ausführung, nicht aber. in.der Idee neu ist. Der jüdische'Gelehrte Ifalbcrstamm war es, der in seiner Zeitschrift „Libanon" auf jenes italienische Univcrsitätsprojckt aufmerksam gemacht hat. und Güdcmaun widmete.dieser interessanten Blüte italienisch-jüdischen CeistcsIclMjns einen Essay. Der Vater des Gedankens, in Italici/einc jüdische Universität zu gründen, war der Morcnu Chacham —> heute würde man Geheimrat Professor Dr. sagen —■ Rabbi David bcn-AltrahamProvcnzali. Er .verfaßteein Sendsehreiben. das in Mantua unter dem Datum vom 9. Nissan gedruckt wurde. Darin forderte er die Gemeinden auf, ihn jn seinem Vorhaben, in Mantua eine Universität zu gründen, zu unterstützen. Allerdings vorerst nur in seinem Hause. Daran darf inan aber keinen Anstoß nehmen, denn von den mittelalterlichen Universitäten halten manche ihren Anfang in einer Kloster- oder einer Gclehrtcnstubc begonnen. Als Begründung seines Vorhabens wies R. David ben Abraham vor allem darauf hin, daß sich innerhalb der Judenschaft ein bedauerlicher Mangel an gebildeten Mahnerin fände, bei denen sich universales Wissen mit Frömmigkeit paare. Aus um ihre Zuhörer >ch)ingl. und wie dir Kinder, denen sie Lieder und Psalmen, Deklamation und Gesang, Scgens>prürlie und Gebete einprägt, au inr hängen — immer wieder läßt dic>e seclix-bii Kraft erstaunen, wie sie vou einer Frau ausgeht. Regina Jonas schien mir für die Kanzel »clmren. Aber gab es wohl eine Möglichkeit, gab es Frauen als R a h b i u e r i n u 'e u V Kaim nicht auch In einer Frau die Kraft und Berufung hegen, vom Geist beseelt, vou der Heiligkeit verklärt. Gottc* Wort'zu verkünden? Warum nullte nicht auch eine Frau, wie es ja bereits in der etaugelisehrii Religion Tatsache geworden i>l, wo es.Prcdigeriuuen und Pfarre rinnen gibt, das Amt einer Rabbiuerin bekleiden können? Gerade das Seelsorgerische-mit weiblichem Instinkt, fraulicher Feinfühligkeit ausüben und erfüllen? Und wem Gott dazu die Sprache* und das W ort geschenkt hat, die. Mcuschvu zu ferkln, sie Gott und dem Gebet zuzuführen, der nmi> dies* Berufung zur Rabbiuerin in sich tragen. Der flüchtigen Bekanntschaft Heß. ich eine nähere folgen und suchte Fräulein Jonas in ihrem Heim auf. In ihrer Ih-mIicideuen, schlichten Häuslichkeit, betreut von einer »öligen Mutler. lebt Fräuleiu Regina Jona* ein dem Glück der Menschen geweihtes Leben des Studiums und der Religiosität. Schon als kleines Mädel — erzählt die Mutter — übte >ie ihren Einfluß auf ihn* kleinen Mitschülerinnen in deu Berliner Schulen ans die sie brauchte. Stets war etwas von Seelsorgeriu ui ihr. Früh-war es ihr W unsch, Theologie zu studieren: und sechs Jahre lang trieb sie ihre Sludien an der Lehransialt für Wissenschaft des Judentums. Eine liefe Frömmigkeit gilt ihr als Richtschnur ihres Lelx'iis. Uber, allem Jie Religion, über allem der Idealismus und die Zuversieht und Zukimftshoffnimg, dem jüdischen Mciisehen Golt nahe zu bringen. So fühlt Regina Jonas in ihrem noch jungen Leben die ernste Berufung in sich, Rabbiuerin zu werden. Bei der letzten Oncg-Schabhat-Fcier prangte auf dem Tisch ein großci Strauß Chrysanthemen daneben lag ein Schreiben vom \ orstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, ein Glückwunsch zu ihrem eben bestandenen R a b b i n e r - K x a m c». Hoffentlich i»l c* ihr nun \ ergönnt, auch das letzte Bollwerk der Vorurfi-ile fallen zu sehen und als Rabbiuerin von der Kau/cl zu den Meiwhen zu sprechen. \\ imdcrhar miuI dir - Erlebnisse iiux-rer heutigen Zrif. Ich kam, einen verlorenen Gegeu-laud zu suchen — und ich habe, einen Meioeheii gefunden! diesem Grunde habe er beschlossen, in seinem Hause und Wohnorte in Mantua , - ein ..der Tora gewidmetes Heilig tu in und Wissenschaft Rehrs Institut" zu errichten- „Mein Mitarbeiter", heißt es in dem umfangreichen Aufruf und Entwurf, „wird mein ältester Sohn, den Gott erhalte, seiu- Er ist. Doktor der Philosophie und Medizin und hat sich in diesen Fächern hervorgetan, nachdem er den Grund in der göttlichen Lehre gelegt hat.*1, , Dazu ist 2ii Iwmcrken, daß Juden an italienischen Universitäten zu.jener Zeit studierten und promovieren konnten. „Mcm Sohn wird mein Reistand sein", fährt IL David fort, „wir werden gemeinsam die Sache durchführen, so zwar, daß wir beides, die Tora und die Wissenschafteti, hctrvilk?n.u Der Uutcrrichtsplan ist für-dtc damalige Zeit außerordentlich vielseitig und übertrifft sogar den damaligen Lchqdiffi mancher" ' weltlicher Universitäten. Haupt gegenständ ist natürlich Religionswissenschaft. „Zuweilen werden wir Abschnitte aus den Werken der gutgesinnten jüdischen Philosophen lesen, die mit den Worten der Tora und unserer Welsen harmonieren, um den. Glauben zu befestigen und Irrtümer fernzuhalten." Bei aller Strenggläubigkeit geht jedoch auch ein starker lilwraler Zug durch Rabbi Davids Programm: „Bestimmte Stunden sollen auf den Unterricht im Lateinischen verwendet werden, das jetzt in unseren Gegenden notwendig- Ist. Wir bedürfen dieser Sprache täglich im Verkehr mit den Fürsten und Edlen um so mehr, uls man auch den Hausgenossen der Rabbis wegen ihrer Beziehungen zu Hofe ertaubte, sich nach allgemeiner Art zu scheren. Die Schüler werden deshalb . . Aufsätze sowohl im Hcbraischrii wie in elegantem Ifalirmsch und im Lateinischen machen unter Anwendung aller Genauigkeiten und Feinheiten, die jeder dieser Sprachen eigentümlich sind.1-" „Die des Lateinischen Mächtigen werden »ich mit der über Logik, Philosophie und Mathematik vorhandenen Literatur stufenweise vertraut machen, so daß, wer Arzt werden will, nicht erst seine Tage l>ei sündhafter Vernachlässigung der Toraforsrhung zuzubringen braucht. Er wird nach und nach das Erforderliche lernen und alsdann nach kurzem Aufenthalt hn S t üd io (IL David gebraucht auch imr Hebräischen das Wort „Studio")'zur Ordination gelangen, worauf er in der Praxis (auch liier schreibt IL David das Wort „Praxis") hich begeben kann im Verkehr mit geübten jüdischen und christlichen Ärzten." „Auch die nicht des Hebräischen Kundigen sollen die Wissenschaften aus hebräischen Übersetzungen, die bereits vorhanden sind, kennen lernen. Sic werden dabei ihre Zeit sparen, denn bei den Wissenschaften kommt es \ornehmIich auf die Suche, nicht auf die sprachlichen Fassungen an. und alles hängt überhaupt vom 'Verständnis ab . . ." Das ist sicherlich für das IG. Jahrhundert ein sehr fortschrittlicher Standpunkt.. * „Die Schüler", heißt es dann weiter, „sollen von Sachverständigen in den verschiedenen ' Arten christlicher (also nicht he- bräischcr) Schrift geübt werden, elnrnso in den versclucdenen Arten der Rechenkunst, in der Arithmetik, in der Geometrie, danach in der Kosmographic und Astrologie . . . Alles:werden sie bc[ unsfinden", so heißt es im Programm weiter, „ohne sich anderswohin begehen zu müssen, soweit wir das Ziel für unseren Unterricht gesteckt halten. Von da an und weiter werden wir für Gelehrte sorgen, die in unserer Anstalt vortragen sollen." Für den religions Wissenschaft liehen Teil wird ebenfalls die Zuziehung namhafter Gelehrter in Aussicht gestellt. «„Mit Gottes Hilfe werden wir stufenweise aufsteigen und dafür Sorge tragen, daß beim Vortrag der H a I a c h a aufmersimc. tüchtige.. M liarf-iiinige, im Pilpul gewandte Gelehrte auch audrut-chen Grmruulni und xigar gegen Entgelt anwesend sind und -ich au angerne-oenen - Di^puiaiitmeu beteiligen." AI?-*» tu ganz modernem Sinne die Hinrichtung von Gastprofessoren/ „Alles Obige", fährt. IL David fori. ..habe i. Ii wohlucMich erwogen, um die cr>lru Männer der Gemeinde zu crueekeu. daß sie dazu beitragen, der Tora und den \\ U>cusilmflrn au einem he*timmlcu Ort nach der \Yei>e ein Stätte zu bereiten, j» um'h mehr: eine große G e I e Ii r l ** n a k a d e in i e zu gründen, mit einem R e k t o r ai; der Spitze, mit Hilfe allgemeiner Stiftung»- heil l äge. Demi das l!ntcriu-huieTf ist ein hoclnt verdienst liche.t. das alle Angehörigen inneres Volkes untcrMÜtzeu^sullleii, damit es mögliclw vollkommen ausgeführt werde, und zahlreiche Geichrtc, jeder in seinem Fache, wich dabei beteiligen können." U. David erklärt Mch mich bereit, für das leibliche Wohl der Studenten zu sorgen, für sie ein Hann zu mieten, wo sie unter Leitung von Aufsehern also nach dem Muster englischer und amerikanischer l'imcrMtulcu — leben und ihren Studien obliegen können. Das L'iii\erstlätsprojekl Rabbi lheuds wurde leider nicht verwirLIieht. Dir 1-rxiche kennt man nicht —- al>er es mag wohl an der mangelnden l'nteoiül/nug von sciteu der Gemeinden ge- . legen halten. Der wissenschaftliche Ruf des gelehrten Rabbi »owie. seine persönliche Ehrenhaftigkeit waren begründet, in Keiner Pcr-nu lag also sicher kein Hindernis vor. Vielleicht aber erblickte man. trotz aller betonier lteehtgläubigkcit, in der geplanten eifrigen Pflege fremder Sprachen, iitchtjüdischer philosophischer Systeme und anderer als zu „weltlich'' angesehener Disziplinen eine Gefahr für den Glauben. Dir jüdische Universität zu Mantua' blieb nur ein gutgemeinter Plan. Als ein für dir Gr- .. schiebte der Wissenschaft wertvolles Dokument, darf aber diese» IJuiversiläl-progrnmiii des Rabbi David-ben"Abraham wohl einiges Interesse.beanspruchen. Dr. lt. Srh—f. Geschichtliche OloJJeii zur TagesgeschichteT ' G I a u h c n s I r c tl c il r r I* a \ ll s i: 1» u » Der Pariser Orientalist llalevy berichtete WHiK . von den Kalasrlias, daß gerade luii jene Zeil König . Thcodoru» \»li AlH^iiiiiru ilas Christi'uUlin allein in M'iiirnt Itrirlu' Kelten la*4en Miillln uiiil ilolialli ilir .liulrtiv ilir . hi* tlaiiin StaalHjiiult'f Ih*> Uk'iilrlrn. ^'ixultsani ilnrnii* «•illfi'rulf. Ilt'kaiiiitliili wi-i«! «lir 'iilH'winiM'lir Kirrhr in «irlici<;mi Kiiizi-Ilicicrll jüiliurlii-n l'.infliiU auf. Nach iWiklrki' ^'""n1 *'"'* «-»■»atijs«* Tat*aili<\ lim ilii-wii M'lm-lillk'lit'u /iiHitiuiiiritliati*; zn Ih'Iciu-IiU'ii. [in l U'liraiai'hen!»«•- wirlinrl Miz.ua /n^lriik „l'Ilirlll" llllil „Wullllal''. In ilirwi» . Doppelsinn iviril ilas aramäl>ii'rli; ..mi/.wat" von ilrn j llrinllii'lli'il AlH's-inicni f;cliraui'hl. " ' . 'I'rol/. ilic»c» jiiili-eliiMi I'r-piMu^x «irkti(;iT Ik'slanillcilv iliit-r Hrli^inu lir^aniH'11 ilaiiiaU, in ilrn j.rrli/i»i'r .liilirrn ik'H vorip-ii .lalirlninik'rb., tlin Alx:w<iniiT ili« Klilasrlian zu vi-rfnlfti-ii. Sugk-irli iHMztr. <lit: »i'lnveili.Hrlic MiH>inli mit nu'rpM'lii'n V'«*niiirlirn zur. Ik:k«'liniui; <lk-»rr liulta ein, innl in Kunina vdrki'uiilrdm\ <IaU <Ia» Jiulciitum aiw Aliusaiiiiru. «> gut win vcruliwimürii »ci. Urr N.'^n-i iM rii'f vii-kjinli-iln; IViuilcr niali Gniukir, m-iiilt llcnidcnz, um in M-inrin I'ala.tl rine Disniilalinii 7.»i.srlicn IIiik'ii• llinl ilirEillirllin 'lliroluKrn zu vrranslaili'ii. II.....k'rln von fJIJIulii^rn In— «k'itrtcu i\'u-' l'ric»l<T. AU tlirsc »iik iIimi Ar»mucntru <lcr Ck'Riuir. unztifjänglicli xeiglcn, befahl, ik-r Ncgiw xciiirn SoldaU'ii. auf »i« zu M'liicßcn. In ilicsc'in Aiigi-nlilk'k rrlinlii'ii niih .ilin l'nliwlnui. riilklö&tru «Iii; UriMt uiiil rirfru •Irin IIrrmikiT zu: ..llrrr, lan«c nur . «.'Iiifßrn; wir ulk »iml iMTril, für uu^'n'ii <^laulii'ii" xir ülcrktii". Auf ilrn n'lli rli< lic n Küiiiu imik'IiK' iÜi-mct llrroialllim Kiinlrurk. Kr « llllirli jniliM'lirn l'rir»Irr luil (H'srhi'iikrll. Skia v <! r r i a u f M a 11 ik . ' Als einen Her Crfimle - für seine Kemriücligkrilfll Regelt AliesAinirn führt Imlieii ilrn im lleielie de» Negun norli heule lierrxheiiileu Sklavenhandel au. Und für die Ikfenliguiig de. Ilafeiu von Ilaifn diireli Kuglaiiil winl der Uiimlaiul angesehen, dal& im /eiluhe.r der Luftwaffe Malta uN Khitteuha.siK uit Werl verloren lialxr. Der Zu lull Ifilirl iu dienen llerielileii zwei Kakloren ziHiumnrii, diu vor nirht gar ni» laii^er /eil in einer engen und dauernden Verbindung gestanden haben. Man erinnert nielrr^ dilti der Sklavenhandel in Kuropa lioeli Iii». zum SrhhiU de» Iii. .lahrluiildcrt» geblüht hat und »ein letzter Markt La Valetta, die Hauptstadt Malta», war. Die ihn ausübten, waren die .Mallenerritter. Seitdem Ithndu» eine Station der I'alü»lilialnllri»leu geworden i?*t, wird ja vielen dureh den Uestieh dienei- Insel, die' auf Schritt und Tritt au die mehr nl» zweihundert jährige Herrschaft de» Malteserordens erinnert, «eine Cesehiehte und die leiden seiner jüiüselien l'nterlanrii in» Oedlli^itni» gerufen.' Naelidem ihm Kurl \ . Malta und die kleinen Nuchhurinnehi überlasten Iialje. also seit 1530, üble er Iteiiressalirn gegen die nordafrikaiiisehrn llaiilistaateu damit aus, daß er alle Mauren. Türken- und .hldeii, die ihm als Kaperpri-e in ilie Ilflndc fielen, zu Sklaven machte. Niehl nur jüdische Kaufleulc, die auf einer I landrlsrrisc Iwgriffen wureu, Mindern auch viele Juden, die »ich vor Verfolgungen in l'uropn iiuch der Türkei zu llüehleu Miehlen, ge=~ rieten auf diese Weise, in 'die Sklaverei. Sic mußten auf den Caleeren dienen, andere in einem Arljeilsliause auf Malta Handwerke ausüben, manche in den IlfliMim der Hilter oder »unsl in privaten I laushallungen Dienste verrichten. Kür die Harle, mit der sie behandelt wurden, hat u. a. C. Ihith ein i hrLstliclies Zi ugiii« veröffeullicht. Diejenigen, für die ein nennenswerter Kaufpreis zu'erzielen war, wurdeii-auf offenem Markte feilgclmten. Viele Juden konnten sieh selbst freikaufen, andere'wurden "durch Angehörige oder ihre (Gemeinde «der die Camera de (!uutivos ausgelöst. Dies war eine Organisation, die. huuubächlich die bedeutenderen sefardisL-ben Ccmciiulcn umfaßte und ihre Zentrule in ■Venedig balle. Kür' ^I'idjau .schcwuiin" (AuslÖ!vmg_<Icr C«- fangeueiiy halte jede Gemeinde eine eigene Sammelbüchse, deren Inhalt regelmäßig nach Venedig gesundt wurde. Dil» »panische Vcrhnnnungscdikt von I4Ü2 traf auch die kleine .Judeiigeincinde, die sieh schon vor dem IG. Jahrhundert auf Malta gebildet hatte. Der Name Mnlti l»t hesnuders unter deu griechuchen Juden vertreten. Kine Malteser Synugoge twstauil in Sofia bi» in die ..Mitte de» vorigen Jahrhundert». Der Sklavenhandel nahm ein' l'mli-, als!7'J8 Malta französisch' wurde, um bald darauf in englischen Ik-sitz überzugehen. Jetzt leiten dort'etwa 150 jüdische» Seelen. - ^' Da» Klternlulfswerk für die jüdische Jugend e. V. verau- »taltet^am Sonntag, 26. Jonuür, abend» 8.15 Uhr, im Logeufruiu* Kleistj,traßc lü einen Musikabcud. Paula SalofiKiu-LiiHlberg singt Arien von Pergolcsc, Händel,. -McndelMMihn, Mozurl, Kindcr- 'tolenlieder von Gtutav Mahler, jüdische Volkslieder. Michael Wittel» spielt Bach-ßunoni, Scliumaiin, Becdwven. Kintriltukarteii 1,—, 1,50 und 2JJ0 HM. - Die Juden- Univerßtät von Mantua Ein modernes Hochfchulprogramm aus dem 16. Jahrhundert

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