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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-12-11 · 50 (11.12.1935) · page 8

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
50 (11.12.1935)
Date
1935-12-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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fe'*V mm w&. I f ■ \.;\ t; ,■ ■': I;- t:.. ^.-if. i '..'i'1 l& i-c I? c H A C . DER JUDISCHEN ALLGEMEINEN Leiter: Siegfried Winitzki Schadtaufgabe Nr. 20 ^0 W«iß: 8 Figuron: Hil; Ld4; Sd7, S{8; Baudr d3, g3, ho, hi, Schwarz: 4 Figuren: Kf5; Bauer d5, f7, n5. Von1 J. K. Szpäizer a b c d e i g h abedefg h Matt in 4 Zügen Auflosung in unserer n&duten Schaclicckc Auflösung der Schachaufgabe Nr. 19 In dem Diagramm unserer letzten Schachecke muß auf g7.«in weißer Läufer (statt des dritten Springers g7) atchen. 1. ) 1. Dfl—et La3Xcl; 2. c3—c4 beliebig; 3. c4—cS oder. 3. e4—c5 matt. 2. V 1. . ... Sgl—f3; 2. Del—hl (Droht matt 3. Dhl—h6. Bei 2. . . . Sf3—li2 erfolgt 3. c4—e5 matt.) 3. ) 1. . . . Ta2—c2; 2. Sb3xa5 (droht 3. So5—b7 matt) Kd6—c5;,3. Lg7—f8 matt. 4-V J- . SblXc3; 2. DclXc3 usw. Auflösung „Humor im Schach" I. Ke6-^c7- Kc4—f5; 2. Ul—g2 Kf5—g6; 3. Lg2—c44- Kgu—hS; 4. Ke7—16 Kxh6; 5. Kf6—S7 Kli6—h5; 6. Kf7—g7 Ii7—h6; 7. Lc4—gC matt. Auf 3. . . . Kxh6 folgt 4. Kc7—16 usw. Geheimkräfte des Angriffs (Aus einer Partie zwischen Herzog Karl von Braunschweig uyitd Graf Isouard gegen Morphy.) . Weiß: 14 Figuren: Kelj Db3; Tal, Thl; Lo4, LK5; Sc3; Bauer a2, b2, c2, e4, f2, g2, h2. Schwarz: 14.Figuren: Kc8; Dc7; Ta8, Th8; LfB; Sb8, Sf6; Baucjr a7, b5, 06, e5, £7, g7, h7. (Stellung nacli dem 9. Zuge von Schwarz) 10. Sc3Xb5l (Mit dieser vorzüglichen Opferkombination wird der Sieg' orzwungen. Schwarz hatte dazu durch den schwachen Zug 9. . . . b7—b5? Gelegenheit gegeben.) c6xb5; II. Lc4xb5-f- Sb8-d7; 12. .0—0—0 Tn8-^d8; 13. Tdlxd7l! (Eine prachtvolle Kombination) Td8xd7; 14. Thl—dl De7—e6; 15. Lb5xd7-}r Sf6xd7; 16. Db3—b8-f! (Das Damenopfer entscheidet sofort) Sd7xb8; 17. Tdl—d8 matt II Schachlehrkurfus ■ . .- ' ■. iX.; ' ,; Regeln und Gesetze des• Schachspiels Weiß hat stets den Anzug. Nach Übereinkunft oder durch das. Los, bestimmt man, wer diu weißen Figuren und damit den Anzug hat. Vor Beginn des Spieles wird das Brett so gelegt, daß jeder Spieler ein weißes Eckfeld zu seiner. Rechten hat. Die acht, weißen Bauern der weißen bzw. schwarzen Partei werden auf den acht. Feldern der. zweiten bzw. siebenten waagerechten llciliq aufgestellt. Die übrigen Figuren stehen auf der ersten bzw. achten Reihe in der Reihenfolge: Turm, Springer, Laufer, Dame, K8nig,' Laufer, Springer, Turm, für weiß von links nach rechte, für schwarz, von rechts nach links, so daß sich gleiche Figuren ..^g?PÜbpr9.Wjlcn;iji«tae Figur, mit Ausnahme des Springers, darf über ein besetztes,;'Fcld hinwegziehen. Ein von. einer""Figur der eigenen Pdrtei besetztes Feld darf nicht betreten werden. Ein von einer feindlichen Figur besetztes Feld kann betreten werden, indem man: gleichzeitig die feindliche Figur schlagt. Jeder Bauer, welcher dio letzte Felderrcihc erreicht hat, muß sofort nach freier . Wohl des Spielers in eine Dame,, einen Turm, einen Laufer oder einen Springer der eigenen Partei umgewandelt werden, ohne' Rüoksicht auf die Anzahl und die Art der vorhandenen Figuren. Diese heue Figur tritt sofort in Wirksamkeit. Nur dem'Köllig aHein, wenn eino Figur den1 feindlichen KfJnig angreift, d. h. im nächsten Zug schlagen'könnte (so steht der König im Schach), bietet man laut Schach. Es kann nicht wcitcrgcspiclt werden, wenn ein Spieler seinen König im Schnell stehen laßt. Es ist notwendig, den Angriff auf den feindlichen König mit dem Worte „Schach" zu begleiten. Dos „Schach" . muß unter allen Umstanden beachtet werden, d. h. der Angriff auf den König muß sofort im lütchstcn Zugo abgewehrt werden.. (Fortsetzung folgt.) Schachmeisterschaft von Deutschland ■ ■ Zum, ersten Male in: der Geschichte des Schachsporis wird in den Weihnachtstagen ein .Meisterturnier veranstaltet, un dem nur jüdis'che Spieler teilnehmen. Die Schachabteilung des Bar Kocliba Leipzig hat die besten jüdischen Spieler Deutschlands für die Zeit vom 25; bis 29. Dezember eingeladen. Die Tcilnchmcrlistc zeigt erste Namen. . Drei „Deutsche Meister" und 7 Landesmeister worden' sich mit den boston noch weniger qualifizierten Spielern messen. Gleichzeitig werden^ dio Verantwortlichen'der einzelnen Vereine schwebende organisatorische Fragen besprechen. AUS DEN GEMEINDEN Düsseldorf. Die aus spontaner Freude om Singen entstandene, von Erwin Palm geleitete Ghorvcrcinigung ist in kurzer Zeit zu einem Kulturfnktor goworden, auf den sich das Düsseldorfer Kulturbüödprt>]grnrara :jieu|c stützendarf. <Die .sonstigen musikalischen: Veranstaltungen .unterscheiden sich nicht wesentlich von denen anderer deutscher Städte. Nach einem Lieder- und Aricnabend von Wilhelm Guttmonn hörte man erstmals den ausgezeichneten Cellisten Nie. Graudori mit Hansi Graudan-Frcudbcrg am Klavier. Er erwies sich in einem Programm, das von Bach über Beethoven und Schumann zu Mendelssohn führte, als Kammermusiker erlesenster Qualität, der in bewußter Abkehr von allem Virtuosen den Kulturgohalt der einzelnen Schöpfungen stilgerecht lebendig werden ließ. In der Mitte des Programms ließ der von Erwin Palm neu gegründete Frauenchor jüdische Volkslieder erklingen, die einen flüchtigen Einblick in den unendlichen Schatz des jüdischen Volkslicdgutes gewahrten. Dr. G. H. Gleiwitz. Auf Veranlassung der Gemeindeverwaltungen hielt der Generalsekretär des Hilfsvercins dor Juden in Deutschland, Dr: Mark WiSchnitzer, in der Gleiwitzer, Beutliencr und Hindenburgcr Synagoge Vorträge über Auswanderungsfragen. Von der Gelegenheit, Dr. Wisohnitzcr an den seinen Vortragen folgenden Tagen in den Gemeindebüros persönlich über bestimmte Auswanderungsprojekte um Rat fragen zu können, machten viele Gcmcindemitghcdcr Gebrauch. — Di* Aufführung von Bernhard Shaws erster Komödie „Zinsen" durch dos Ensemble des Jüdischen Kulturbundes Hamburg fand in den oberschlesischen Gemeinden Oppeln, Reuthen, Gleiwitz und Ratibor reges Interesse und größte , Anerkennung. H. B. Hamburg. Ein vom Kulturbund verunstalteter Klavierabend von Bernhard Abramowitsch gab Zeugnis von der großen Vielseitigkeit und dem hervorragenden Stilgefühl dieses Künstlers. Der Kulturbund brachte ferner unter der bewahrten Regie von Hans Buxbaum die Aufführung des Schauspiels „Lukardis" von Jal^ob Wassermann. Wenn dieses Stück, trotz unverkennbarer dramatischer- Schwachen, großen Erfolg hatte, so ist dies' in erster Linie den hervorragenden schauspielerischen Leistungen Koblcrs, Meldiiors, Jaffcs und der Damen' Anneliese Töpfer, Rose Lichtenstein und Lilli Bargast zu verdanken. Mannheim. Das jüdische Lehrhaus hier eröffnete seine dicswinterlichc Tätigkeit mit einem fesselnden.- Vortrag von Rabbiner Dr. Geis über „Dicsscitsgläubigkclt der'Bibel". Insgesamt hat das Lchrhaus, dessen ganzes Kurswcscn unter deri umsichtigen Leitung von Professor Dr. Billighcimcr steht, über 500 Hörer. Besonders gut besucht sind von den Sprachkursen-die hebräischen, englischen und spanischen Kurse. Neu eingerichtet wurde ein Kurs für Lehrer 60wic ein Nah- und: Zuschncidckurs. In Mannheims Hauptsynagoge spielte auf Einladung des „Licdcrkranz" (Jüdischer Kulturbund) der 14jährige Geiger Gerhard Knnder. Wie erstaunlich sich dieser Meisterschüler - von Flcsch entwickelt, hat, trat klar bei Brahma in Erscheinung, dessen d-moll-Sonatc, Opus 108 er mit der Reife eines Erwachsenen spielte. Zum ErlebniB aber wurde1 durch ihn Bruchs g-moll- Violinkonzcrt, dessen Adagio er in blühender Schönheit seines großen und niemals femininen Tones bot., Er hatte in Rudolf Schwarz-Berlin einen äußerst kultivierten Begleiter. — Unter der mitreißenden Stabführung Hans Wilhc'lm Steinbergs brachte ein Konzert des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main als Höhepunkt Schumanns Zweite Symphonie. Technisch hochstehender Solist dieses Konzerles, dem man nur noch etwas mehr Temperament gewünscht hatte, war Professor Hans Basscrmann-Frankfurt mit Tschaikowskys Violinkonzert. Dem ,.Liederkranz" dankte man es auch, daß man an zwei Abenden Ludwig Hardt hören durfte, der mit seiner nüanccnroichcn, großen Kunst Stürme des Beifalls auslöst».. —nn. München. Eine der eindrucksvollsten Gestalten des baye- , rischen' Judentums, K oram er zienr at Dr.- Lud-w.ig "Wassermann, vollendete dos -50. Lebensjahr. Neben der Leitung seines Unternehmens, der Spritfabrik Max Wassermann, hat er seinen Rat dem bayerischen Industriollenverband der Industric- und Handelskammer zu München der Rcichsmonopolvcrwoltung für Branntwein und vielen anderen Institutionen zur Verfügung gestellt. Lange Jahre hindurch war er Handelsrichter. Stets hat er auch Zeit gefunden, seine Fähigkeiten in den Dienst jüdischer Aufgaben zu. stellen. Er hat eino führende Rolle in der Gemeindevertretung der Israelitischen Kultüsgcmeindc München und als Leiter der liberalen Gemeindefraktion gespielt. Alle seine Freunde wüiiHchcn dem Jubilar, daß er auch weiterhin Gelegenheit finden möge, der jüdischen Öffentlichkeit auf seine Weise zu dienen. ' Endlich ist es gelungen, ein Schauspiol-Enscmblo des Jüdischen Kulturbunds in München zusammenzustellen. Es wurde die schon in anderen Kulturbünden zu Gehör gebrachte Tragikomödie „Sonkin und der .Haupttreffer'1 aufgeführt. Unter dor verständnisvollen Regie von Hugo Magnus könnte insbesondere der Darsteller der Hauptrolle,: Benzion Rankazischok, eine achtenswerte Talcntprobe ablegen. Die beiden Fraucnrbllcn wurden von Lilly Marschütz und Ida Kraft mit viol Verständnis für das Besondere der Situation dargestellt. Erich Roscnthal gab den Pusis in Erscheinung und Gestik recht drastisch. Die übrigen Rollen wurden durch Walter Ries, Paul Kuhn, Charlotte Magnus, und Hcriny Weiß durchaus, bühnengerecht dargestellt. Ca. Nordhausen. Nach einem Rezitationsabend, in dem Frau Hcrnstadt-Öttingcn dem Nordhfluaer Kulturbund ihre reife Kunst darbot, gab -man einen Kammermusikabend.. Der Vorsitzende, Herr Falkcnstcin, umriß in.einer kurzen Ansprache die Bedeutung der Hausmusik und die Werko der Meister, welche vorgetragen werden sollten. Das Gottlicb-Trio vermittelte durch Wiedergabc von Beethoven und Goldmark starke Eindrücke. Am besten geTang den Gästen ein Trio von Anton Dvorak. Der Abend war für jeden Freund edler Musik ein tiefes Erlebnis. in den Synagogen mit neuem Ritus Freitag, 13. Dezember. Lindenstraße, 4, Uhr: Warschauer. Friedenstempcl, 6 Uhr: Salier. Neue Synagoge, 6 Uhr: Hirsch. Lützowstraßo, 6 Uhr. FasoncnBtroßc, 6 Uhr: Swarsensky. Anschl. Jugendfeicr. Lcvetzowstraßc, 7 Uhr: Sänger. Schmargen: dorf, 7 Uhr. Prinzrcgcntonstraßc, 7.15 Uhr: Graf. Köpenick, 4 Uhr. Oranienburg, 7.15 Uhr. Altersvcrsorgungsanstalt, 4 Uhr: Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Alice 162, ,7.15 Ulit: Goctz. Liberale Synagoge Osten, Kaiserstraßo 30, 7.30 jUhr: Brasch.. Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer-Promenade 176, 7.30 Uhr: Ziract. Jugendgottesdienst. Liboralc Synagoge Westend, Kaiserdamm .78, 7.15 Uhr: Adler. Liberale Synagoge Wcdding-Rcinickcn-' dorf, Triftstraße 63, 7.30 Uhr: Levy, Jüdische Religionsgcmcinde Charlottcnburg, Schulstraße 7, 4 Uhr: Hamburger. Anschl. Kiddusch der Jugend. Jüdische Reformgemeinde, Joachimsthalcr Straße 13, 6.30 Uhr: Rosenthal. . V Sonnabend, 14. Dezember. Hnuptgottcsdicnst 10Uhr: Frühgottesdienst Lindenstraße, Levctzowstraßc, Prinzrcgcntcnstraßc: 7.30 Uhr. " Sonntag, 15. Dezember. Jüdische Rcformgemeindc, Johannisstraße 16, 10.30 Uhr: Koppel. — Das schönste Chanukkah - Geschenk DIE JUDISCHE HAUSBIBEL Die 24 Bücher der Helligen Schrift nach dem masoretischen Texte, in ein em Bande in der -Übersetzung von Dr. Zunz H. Arnheim, Dr. Julius Fürst, Dr. M. 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