Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 38 (18.9.1935)
- Date
- 1935-09-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4109741-2613367-2613404--473-2615319- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
bildunp und Berufsumschichtung", Oberrabbiner Dr. Marcus muenpnu-atocü^in, der auch die Probleme der religiösen Eroehunp jnschnitt und.damit eine große Debatte entfesselte Dr. Georg Landauer vom Zcntralbüro für dio Absiedlung deutscher Juden bei der Jcwish Agency in Jerusalem. Fräulein Eva Stern- Borün erinnerte daran, daß Dr. Ludwig Tictz s. A. ca war der als einer der «raten den Gedanken der Jugendälijah der Vcrwirkkchunp nähergebracht hat. Dr, Georg Joscphthal-Berlin schildert die Auswirkung ■ der beruflichen und pädagogischen Situation in Deutschland auf die Psycho der jüdischen Jugendlichen und bezeichnete die Jugendälijah als Ausweg aus drohender psychischer ig und beruflicher Aussichtslosigkeit. Marduk Schatt- Bchulentlassenen jüdischen Jugendlichen in Deutschland. Henriettu Szold in Berlin Zu Ehren der gegenwärtig in Berlin weilenden verdienstvollen Förderin der deutschen Jugenda Ii j ah , Miss Szold, der „Mütter der Kinder", fanden zwei Empfange statt. Den einen harte die Reichsvertretung in ihren Räumen veranstaltet, •wobei Dr. Julius L. Seligsohn herzliche Worte des Dankes an Hehrietta Szold richtete. Zu dem zweiten Empfang hatte die ZVfD. nach dem Lpffenhaus m der Klcist«traßc .e^geladcn. ,,Dcr AbcBd','g'alt ßtöcuzeibg''äuch 'dem' Leiter der FmanzdcMrtcmentB der Jewish Agbney, Elieser Kaplan aus Jerusalem. Zu Beginn des Abends kennzeichnete der geachäftsführende Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Dr. Franz Meyer, die kommenden Aufgaben, die sich aus der Situation der letzten Zeit ergeben. Dann nahm Miss Szold das Wort. Sie entwarf ein liebevoll gezeichnetes Bild von dor Jugend, die jn Palästina 'die Wege zu einer neuen Renaissance beschreite und in einem lebensfrohen, arbeitenden Land zu selbstbewußten Menschen herangezogen werde.. Wenn bisher 700 Kinder in anderthalb Jahren von der Jugendalijah nach Palfistina gebracht worden sei, so sei das nur ein Anfang. Noch zahllose Kinder in zahlreichen LOndern,, die ohne Zukunft seien, müßten folgen. Ihrem Appell zu helfen, ließ Herr Kaplan gleichfalls werbende Worte für den Aufbau und Ausbau Palästinas folgen. Direktor Heinrich Stahl überbraehto den Dank der Berliner Jüdischen Gemeinde an Frau Szold, daß sie sich der Kinder aus Deutschland mit ganz besonderer Liebe angenommen habe und. bat, daß sie auch in Zulctihft ihr Herz den Kindern, djp noch nach Palastina kommen, zuwenden möge. Seine Ansprache gipfelte in dem Wunach, daß Frau Szold noch die Früchte ihrer Begensvollen Arbeit sehen möge. Das Schlußwort des stark besuchten -Abends hatte Dr. Joachim Prinz. Es wird gemeldet: ■ Der Bctricbskraruccnkassenverband Berlin hat, wie uns die Reichsvertretung der deutschen Juden mitteilt, eine Liste der für die Sachleistungen zugelassenen Arzte veröffentlicht. Nur den in dieser Liste aufgeführten Ärzten werden ab 1. Oktober, die Leistungen für Röntgen, elcktro-physikalischei Behandlungen und dio bakt.-chemischen Untersuchungen bezahlt In dieser Liste ist kein jüdischer oder nichtarischer Kassenarzt enthalten. LehrAuhl für Martin Bub er Die neunte Tagung des Kuratoriums der Hebräischen Universität, die in Luzern abgehalten wurde, befaßte sich mit der Demission des Kanzlers Dr. Judnli L. M o g n e s. Das Kuratorium hat beschlossen, eine Reorganisation der Verwaltung in folgender Weise durchzuführen: Die Stelle des Univeraitätakanzlers wird abgeschafft. Dr. Magnca erklärte sich einverstanden, der Universität seine Dienste als Präsident zu widmen. Dr. Chaim Weizmann nahm die Wiederwahl zum Vorsitzenden des Kuratoriums an. Herr S. Schocken erklärte sich bereit, das Amt dcB Vorsitzenden des Exekutivrats zu übernehmen und die allgemeine Verwaltung der Universität zu führen. Es wurde ferner u. a. beschlossen, sofort Professuren für Bibel und Hagada zu schaffen;' Verhandlungen über die Berufung der ausgewählten Kandidaten sind im Zuge. Ferner wird die' Ernennung eines Dozenten für neuzeitliche jüdische Geschichte OTwogcn. Professor Dr. Gotthold Weil, ehemals Professor an der Universität Frankfurt a. M. und Direktor der Oricntalistiacrjen Abteilung der Staatsbibliothek in Berlin, wurdo zum Professor für arabische und türkische Philosophie ernannt. Prof. Weil wird gleichzeitig das Amt des Direktors der National- und Uiüvcrsitätabibliothek verwalten. Es wurdo beschlossen, Prof. Martin Buber, der früher an der Universität Frankfurt a. M, tätig war, eine Lehrkanzel an der Jerusalem« Universität zu verleihen. ■ Der ordentliche Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Berlin, Dr. Martin W o 1 £f, ist auf Grund des Hochschullehrergcsetzes von seinen amtlichen Verpflichtungen ent- ■ Das jüdkcho Waisenhaus in Dinslaken (Rheinland) soll verkleinert werden.' Es schweben Verhandlungen über dio Überführung eines Teils der Zöglinge nach Palästina. ■ Wie uns aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, begeht Gemeinderabbiner Dr. Georg Salzberger in diesen Tagen sein 25jähriges Amtsjubilfium. Aus diesem Anlaß findet am kommenden Freitag 18.30 Uhr in der Frankfurter Westendsynogogc ein Fcstgottesdienst statt. ■ Herr Eitel Rockmacher, der der Repräsentanten- Versammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde als Mitglied der liberalen Fraktion angehört, begeht am 22. September doB 25jährige Dienstjubiläum als Beamter der Jüdischen Gemeinde. ■ Die sechste (politische) Kommission der Völkerbundsvorsammlung hat unter dem Vorsitz des irländischen Ministerpräsidenten de Valera den Vorschlag der norwegischen Regierung, ein Zcntralamt für Auswandererfürsorge, dem sämtliche Kategorien Ausgewanderter unter direkter Aufsicht des Völkerbundes unterstellt werden sollen, erörtert. Nach ausgedehnter Debatte wurde eine Unterkornmission aus Vertretern folgender Länder vorgeschlagen: Großbritannien, Chile, China, Tschechoslowakei, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Holland, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweiz, USSR. und Jugoslawien. ■ In H a i f a haben am vergangenen Sonntag Flottenmanöver begonnen, die die ganze Woche fortgesetzt werden ■ sollen. Im Rahmen der Manöver werden auch Truppenlandungen bei Haifa vorgenommen. Dio Regierung erklärt, daß diese Manöver schon seit mehreren Monaten geplant waren. Von autoritativer Seite wird mitgeteilt, daß dio Nachrichten Über eine Befestigung Haifas gegen Luftangriffe oder Angriffe von der See aus völlig unbegründet sind. isdie t, der zum Andenken . önign rid v Belgien in der großen Brüsseler Synagoge abgehalten wurde, nahmen in Vertretung des Königs sein Adjutant, General Sil, der Finanzministcr Gorard, der Kolonialministcr Rubbens, der Bürgermeister von Brüssel, der Präsident des belgischen Parlaments und andere hervorragende Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens teil. ■ Zu Rosch Hoschonoh vollendet die aschcnaaiscHjüdischo Gemeinde von Amsterdam das 300. Jahr ihres Bestehens. Es wurde ein Jubiläumskomitec gebildet, doB eine würdige Feier vorbereiten soll. ■ An der crBtcn Wcltkonfercnz der im Ausland lebenden Juden aus Polen, dio jetzt in London tagte, nahmen 27 Delogierte teil, die Verbände in 18 Ländern vertreten. Im Namen des Londoner polnischen Botschafters Graf Raczynski wurde die Konferenz von dem Charge" d'Affaires M. Clofski begrüßt. Begrüßungsschreiben hatten u. a. gesandt: Chief Rabbi Dr. J. H. Hertz, Dr. Claude G. Montefiorc, Visoount Cecil of Chelwood, Viscount Snowdcn, Otto Schiff, der Erzbischof von Cantcrbury. ■ Das Elternhilfswcrk für die jüdische Jugend veranstaltete einen sehr gut besuchten Heine-Abend, desaen Reinertrag den Schützlingen des Elternhilfswerkes zugute kommen soll. Einleitende Worte sprach Rabbiner Dr. SwarSensky. Ludwig Hordt sprach sodann Prosa und Verse von Heinrich Heine. Nene Verbote Wie "das städtische Presseamt Magdeburg mitteilt, ist den Juden, um die deutschen Volksgenossen vor dem Zusammentreffen mit ihnen in der Stadtbibliothek, den städtischen Volksbüchereien und dem Stadtarchiv zu schützen, der Zutritt zu diesen Einrichtungen' verboten worden. In der gleichen Mitteilung wird dio Benutzung der städtischen VolksbSder durch Juden als unerwünscht bezeichnet. NSDAP in Mainz sprach, dem Wieviel Mifchehen gibt es in Deutschland? Im Septemberheft der Nationalsozialistischen Monatshefte gibt Dr. Bernhard Sommerlad im Rahmen eines Artikels über „Die Bastardierung des deutschen Volkes durch Judentaufe und Mischehe" die Zahl der Mischehen von 1875 bis 1900 in Preußen mit 7800 an.. Im gesamten Deutschen Reich dürften 13 000 bis 15000 Mischehen geschlossen worden Bein- In Deutschland wurden von 1901 bis 193 3 auf Grund des Materials des Statistischen Reichaamtea 42 372 Mischehen geschlossen. Die Zahl der Mischehen zwischen Ariern und Nicbtariern seit 1875 schätzt Dr. Sommerlad auf etwa 150 000 ^einschließlich der inzwischen verheirateten Abkömmlinge aus Mischehen). Die- Zahl der Kinder, die aus Mischehen seit 1870 entsprossen sind, schätzt er auf rund 300000. Unter Einbeziehung der Zahl , der Juden von rund 450000 und der Mischlinge aus der Zeit vor 1870 und der sonstigen Nichtarier wird die Zahl der in Deutschland vorhandenen Ni oh tarier entsprechend der Schätzung von Staatsrat Dr. Conti auf anderthalb Millionen angegeben. Gefängnis wegen Aüsfchreitungen gegen Juden Kassel; Der „Landespressedienst des Deutschen Nachrichtenbüros" meldet: „In G 1 Odenbach, im Kreise Biedenkopf waren Ausschreitungen gegen Juden vorgekommen. Das Schöffengericht in Marburg, verhandelte im., ScbneUverfahren gegen einige 7 der".- ....... .. ....... .. bei Juden eingeworfen" einem Monat Gev7p che Gefängnis verland, do3 erste Land ohne Juden, und unser Ziel als Mainzer muß sein: Mainz, die erste doutsche Großstadt ohne Juden!" Die „Obcrhe9sische Zeitung", Nordharz, macht Mitteilung von einer aogennnntcn „Judenordnung", die die Ratsherren der Stadt Fclsborg beschlossen haben. Darin heißt cb u. a.: 1. Unter „Juden" im Sinne dieser Ordnung sind zu verstehen,: Juden, Jüdinnen, Judenstämmlinge, sowie solche Volksgenossen, die mit jenen ein rasseschänderisches Verhältnis unterhalten. 2. Neuer Zuzug von Juden nach Folsberg ist nicht gestattet. 3. Juden dürfen in der Gemarkung Felsberg keinen Grundbesitz mehr erwerben. 4. Juden haben auf Vergünstigungen der Stadt Folsberg keinerlei Anrecht; insbesondere bleibt Juden das Betreten von Bade-Gclegenhoiten, wo deutsche Volksgenossen baden, im Unikreis von 200 Metern verboten; desgleichen ist Juden das Betreten des Fclsborger Schloßborges verboten; die Benutzung der Gemeindcblciche ist den Juden gleichfalls verböten. 5. Juden dürfen in der .Weihnachtszeit in ihren 'Geschäften keinerlei sogenannte „Wethnachtsreklame" betreiben. —- Jeder Mißbrauch deutschen Kulturgutes zu jüdischen Reklamezwecken ist sofort zu unterbinden. 6. Zur Entgegennahme von BedarfsdeckungSr scheinen werden nur rein deutsche Geschäfte zugelassen. Ausgeschlossen bleiben jüdische Geschäfte und alle solche von Ariern betriebenen Geschäfte, aus denen Juden laufend Erträgnisse zufließen. Auf Anordnung des Bürgermeisters ist, wie der „Mainzer Anzeiger" berichtet, der Zuzug von Juden nach Crumstadt-, verboten. Gemeindearbeiten worden nur an Handwerker vergeben, dio von Juden unabhängig sind. Vieh, das an Juden verkauft wird, wird nicht auf der Gemeindewaage gewogen. Nach Meldung der „Frankfurter Zeitung" wurde in dem Orte Rommersheim in Rheirihesacn nach Anhören der Gemeinderäte von dor Bürgermeisterei bestimmt, daß das Hinstellen von Autos durch Juden auf Gemeindestraßen und Gemeindeplätzen verboten ist. Wie die „Oldenburgischo Stoatszeirung" meldet, haben in Leer (Oldenburg) dio jüdischen Händler auf dem Viehhof einen besonderen Platz zugewiesen erhalten, dor durch Schildor kenntlich gemacht worden ist. Wie die „Main-Fränkische Zeitung" in Würzburg meldet, hat der Stadtrat von Haßfurt den Beschluß gefaßt, daß in Zukunft alle Geschäftsleute, die noch mit Juden in geschäftlichen Verbindung stehen, von jeder städtischen Lieferung ausgeschlossen werden. Volksgenossen, die nicht Geschäftsleute sind — so heißt es weiter — und mit Juden verkehren oder beim Juden kaufen, können künftig auf die Unterstützung durch die NSV nicht mehr; rechnen und worden vom Winterhilfswerk ausgeschlossen. Verboten ist den Juden das Baden an allen öffentlichen Badeplätten. Den. Judenkindorn ist der Besuch der Kinderbewahronstalt versagt. Das Zusammenstehen der Juden auf den Schweinemarlrten wird strengstens verboten. In dem Bericht über die Sitzung heißt ea weiter, daß der Antrag gestellt worden soll, Juden sollen bei den Übungen der Pflichtfeuerwehr gesondert antreten, da man z. B. keinem SA-Mann zumuten könne, mit einem Juden in Reih und Glied zu stehen. Angeregt wurde ferner, an den Bänken in der Promenade Plakate anzuschlagen mit der Aufschrift „Juden iBt das Benützen der Bank verboten". Der Gemeinderat in Messkirch hat, dem „Führer;",. Kurlsruhe, zufolge, einem Entschluß des Bürgermeisters zugestimmtj daß Juden in.Meßkirch niemals Ziizu gse r 1 aiib - nis erhalten sollen- Da Moßkirch bis jetzt frei von Juden ist, wird dieser Zustand auch künftig so bleiben. Nach einem Bericht des „Hakenkreuzbanner", Mannheim, sind an den Ortseingängen von Käfertal Transparente mit der Aufschrift „Jude bleib hier weg" gespannt. urteilt"' Auf der Sache nach dem Grabe Moses Jerusalem. Es wird mitgeteilt, daß eine archäologische Expedition, die in Madeba (Tranajordanien) Ausgrabungen durchführt^ Hinweise auf die Lage des Grabes von Mbache Rabbenu gefundenhat.^Ferner wird gemeldet, daß in Nordsyrien eine- Festung aus. der Zeit der Hetriter entdeckt worden sei. Die Ruinen der Festung, deren Alter auf 4500 Jahre geschätzt wird, sollen verhältnismäßig, gut erhalten sein. TV ieder Studienaufenthalt in der Schweiz möglich . Zwischen der Reichsregierung und dein schweizerischen Bundesrat ist in der Frago des Reiseverkehrs eine Vereinbarung dahingehend getroffen worden, daß für den .^.ufenthalt irt den Aufenthalt in Sanatorien aufgrund amtsärztlicher Zeugnisse und für Studienzwecke Zahlungsmittel im bisherigen »ahmen über Reisoverkehrskontb wieder zur Verfügung Btehen. Ihre Auszahlung erfolgt jedoch lediglich über die schweizerische Verrechnungsstelle.. ■ , . '• "» BEJK3K EDS E)P0 YffllSffl8<3iaßFff Der Vorname gehört zur Firmenbezeichnung <&> Rabattgesetz> vorgeschriebenen Höchatgreru» von 0 3 v. H. Winausgehen, aua. Es sagt, daß, wenn man einer Firma Von zuständiger Stelle wird darauf lungewiesen, daß die gestatten würde, unter Berufung auf Ausverkaufspreisc usw.'Hern Kennzeichnung der Geschäfts- und La^enihhöber zu wünschen Publikum niedrigere Preisangebote zu machen, eo würde jeder übrig läßt. Die Reichsgewerbeordnung, achreibt vor, daß Gewerbe- Kaufmann in der Lage Bein, zeitweise und eigenmächtig, wie es treibende, die einen offenen Laden haben, verpflichtet sind, ihren jhjri zur Steigerung seines Absatzes, also aus Wetthewerbsgründen, ~ --- - ... dienlich erscheine, auf seine Gcschältsprcise einen 3 v. H. überr steigenden Nachlaß zu gewähren. Zwar sei es in besonderen Fällen gestattet, Kunden Umsonstlieferungen zu gewähren. Diese kommen aber nur dann in Frage, wenn sie sich aus persönlichen Beziehungen des Unternehmens zu seinen Kunden aus Anlaß besonderer Ereignisse wie des Weihnachtsfestes, des Jahreswechsels! oder: auch eines Geschäftajubiläums ergeben. Derartige Umsonstlieferungen oder Zugaben dürfen aber keineswegs; auch nicht nebenher, Wettbowerbszwecken dienen, 'd. h. dem Bestreben, den Absatz des. Unternehmens auf Kosten anderer Unternehmen zu, erhalten oder zu fördern. Gerade dieser Beweggrund dürft« aber der Firma bei Veranstaltung eines Jubüäumsverkaufa kaumfemelegen haben. Sowohl „extra niedrige' Jubiläumapreise" wie auch einem aus gel e oder am Eingang des Ladens in deutlich lesbarer Schritt anzubringen. Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise .an dem - Laden anzubringen. Für die Anbringung kommt der Name des Gevverbetreibenden, also desjenigen, in dessen Nomen Nomen -und auf dessen rechtliche Verantwortune die Geschäfte abgeschlossen werden,- in Frage. Mit der Anordnung wird der Zweck verfolgt,, das Publikum vor Täuschungen und Irrtümern zu schützen und ihm die Möglichkeit zu geben, sich' zu vergewisaern, mit wem es Geschäfte abschließt. Es seien an dieser teile die Gewerbetreibenden und Geschäftsinhaber darauf aufmerksam gemocht, .daß sie vorschriftsmäßig entsprechende Namensschilder an ihren Geschäften anbringen, soweit dies bisher noch nicht geschehen ist Keine Preisher abfetzungen bei .Jubiläumsverkäufen Dos Einigungsamt für Wettbewerbsstreitigkeiten in Bochum hat. ein Gutachten Ober die Zulässigkeit von. Preisnachlässen anläßlich von Geschäftsiubiläen erstattet, das Beachtung vordient. Das Einigungsomt spricht aicH eindeutig gegen Preishefabsetzungen, die gelegen hoben, aow— „---------D------_ r----- - das Anzeigen allgemein herabgesetzter Jubiläumspreise vOMtoßt nach Ansicht des Einigungsamtes gegen das Rabattgesetz und 'das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Begünftigung von Kunftgegenftänden bei der Vermögensfieuer In-einem. Erlaß des B»i'-h,lti"''"""'n''lt<'r'' wird darauf hingewiesen, daß Kunstgcgenat&nde und Sammlungen von Künstlern, ■ die noch nicht länger' als .15 Jahre verstorben sind, ohne Bück-