Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 36 (4.9.1935)
- Date
- 1935-09-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4109741-2613367-2613402--458-2615302- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
IBM BBS ©EU YfflßffffiGISIßlffi Anträge für Arbeitsbücher ■ Von den Arbeitsämtern wird darauf hingewiesen, daß die bisher eingereichton Antrage auf Aushändigung von: Arbeitsbüchern nicht mit der notwendigen Sorgfalt begründet worden sind. ' Die Arbeitgeber oder die Betriobsführer sind verpflichtet, darDber zu wachen, daß die Ausfüllung der zur Verfügung gestellten Vordrucke ordnungsgemäß geschieht und daß die Angaben über die Person, des Antragstellers, über seine berufliche Ausbildung- und bisherige Beschäftigung mit den Unterlagen übereinstimmen. Für etwaige Weiterungen, die durch eine unvollständige Nachprüfung der Angaben des Antragstellers entstehen,' ist der Arbeitgeber urid seilt Betriebsführor dem Arbeitsamt verantwortlich. In" Zweifelsfragen geben die Arbeitsämter Auskunft. Es sei daher nochmals an die genaue und vollständige Ausfüllung der Antragsvordiucke erinnert. , . , i Organifationszivang und Betriebsordnung Für die innere Gestaltung der Betriebe sind die sog. Betriebsordnungen, maßgebend.,, Zu,.der ,-Frage, pb..in, diesen Betriobstirdnunnon auch festgelegt werden kann, daß in dem Betrieb nur Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront beschäftigt Werden dürfen, nehmen die „Wirtschaftsführerbriefe'' Stellung. Sie halten eine solche Bestimmung für Unzulässig, weil in den Erläuterungen des Reichsarheitsministers zum Arboitsgcrichtsgesctz ausgesprochen sei, daß auch ein mittelbarer Zwang zum Beitritt dem Grundsatz der Freiwilligkeit, auf dem die Arbeitsfront beruht, widerspricht. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß die Betriebsordnungen keine Vorsehriften enthalten dürfen, durch die1 die Mitgliedschaft In einer über den Bereich des Betriebes hinausgehenden Organisation erzivungeh wird. Die Ausführungen der „Wirtohaftsfübrcrbriefe^' sind insofern für die jüdischen Arbeitnehmer von Interesse, ab diese ja von der Mitgliedschaft in der Deutschen Arbeitsfront ausgeschlossen sind. ' { Der Verkauf auf Wochenmärkten In einer Reihe von Städten so in Berlin, Frankfurt a. M., Stuttgart usw. ist in der-letzten Zeit der Verkauf von Stoffen, Kleidern, Jumpern und Strickartikeln auf öffentlichen Wochenm&rkten durch die Polizeibehörden untersagt worden. Es dürfen auf den Markten grundsatzlich jetzt nur noch Erzeugnisse der Landwirtschaft,- .Forstwirtschaft und der Fischerei verkauft werden. Alle anderen Artikel müssen erst besonders zum Markthandel zugelassen werden. Die Zulassung soll davon ausgehen, ob ein örtliches1 Bedürfnis Vorhänden' ist. Dies wird immer dort angenommen, wo iH der Nähe keine Fachgeschäfte vorhanden sind. Nach den" für Berlin angeordneten Bestimmungen, die jüdischen Händlern zur genauen Beachtung empfohlen seien, dürfen auf den Berliner Markten u. a. verkauft "Worden: Schürzen, Leinen- und Weißwaren, einfache Berufskleidung, Posamenten, Kurzwaren, Krawatten, Strümpfe, Unterkleidung und Stoffreste. Nicht vo.r_kn.uft werden dürfen in Berlin: Kleiderstoffe, Kleider aller Art, Jumper und Strickwaren. Die Bestimmungen für die dndetoö Großstädte sind ähnlich. In Landgemeinden wird jedoch wegett deä Mangels an Fachgeschäften der Marktverkauf von Tuchen und Kleidern weiter zugelassen. Anfleltüngstierträge fiempelfieuerpflichüg AnBtellungsvertrfigo unterliegen gnmd)3ätzlich der preußischen Stempelsteuer, uml zwar sowohl die' von beiden Teilen äntcr- Bchricbcncri unmittelbaren VertrAge als auch solche, deren Abschluß einseitig durch ein' Bestätigungsschreiben beurkundot wird, das die Einzelheiten des Dienstverhältnisses enthält. Handelt es sich lediglich um ein Vertragsangebot, so ist dies steuerfrei, und zwar auch darin, •wenn' intchher auf Grurid mündlicher Vereinbarungen die Einstellung erfolgt. Befreit von der Steuerpflicht sind Lchrvorträge. Schließlich sind auch solche AnstellungBverrräge steuerfrei) bei'dcnen eirr Jahresgehalt ia^'A^-J^'^ttii&^^'iM. Nach einer neuen Entscheidung des Rcichsfinanzhofes ist jedoch diese' Be'freiungsvörschrift auf Anstellungsvcrträgo mit Provisionsvertreter« nicht anwendbar. Aus neuen Gutachten der Berliner Handelskammer Zur Frogo, ob VoTmlttler berechtigt Bind, ProviBiozu fordern, muß eine Verkehrssitte verneint werden. Es wird sich grundsätzlich nach den Abreden im Einzelfall richten, ob Provisionen, in welcher Höhe und von wem gefordert werden können. Im allgemeinen wird auch nur derjenige provisionspflichtig seih, der den Makler in Anspruch nimmt, und nicht ohne weiteres Mieter und Vermieter, wenn nur eine Partei sich des Maklers bedient hat. Ini Handel mit- Blusen und Kleidern war und ist es-auch nach Verlegung deü Inventurverkaufs üblich, für die Frühjahrs- und Sommerwaren die Reisenden Ende Dezember oder Anfang Januar auf die Tour zu schicken. Dies trifft auch für Waren mittleren Gentes zu. Gefchäfisbetätigung nach Ladenfchluß Eine für den Einzelhandel wichtige Entscheidung ist kürzlich vom Oborlandesgericht Breslau gefällt werden. Sie beschäftigt sich mit der Frage, ob der Einzelhandel die während der Geschäftszeit gekaufte oder bestellte Ware nach Ladenschluß aushändigen darf. Danach wird das Austragen vor 7 Uhr abends gekaufter Waren nach Ladenschluß durch den Geschäftsinhaber oder — unter Beachtung dervArbcita&itlicstimmimgen — durch jÜgestertie «de* Lefelhlg« 'ftfjf zid&saig erttlflrt ohno Rücksicht darauf, ob mit dein Ausiragert vor oder nach Ladenschluß begonnen worden ist. Dagegen ist die direkte Aushändigung der gekauften Ware' nach Ladenschluß an den Kaufe., unzulässig. Auch ist die Aushändigung der vor Beginn der Sonntagsruhe gekauften Waren nach Eintritt, der Scmntagsruhe nicht zugelassen. Begründet wird diö Entscheidung rechtlich damit, daß das bloßo Austragen der Ware nichf mehr die' Ausübung des Gewerbebetriebes dor offenen Verkaufsstolle ist Buchfiifirungsvorfchrifien beachten! Dio auch an dieser Stolle besprochenen Umsntzsteuercrmäßigungen von 2»/o auf 17a°/ö für Großliandelsumsfltzo hängt davon ob, daß die im Gesetz enthaltenen Buchfülirungsvorschriftcn beachtet sind. Hat der Steuerpflichtige sich nur für einen Teil der Umsätze an die Buchführungsvorschriften geha_lten,_ für einen anderen Teil nicht, so genießt er, wie der Rcichsfinanzhof zu diesor Frage ausführt, für diejenigen Umsätze, über die ordnungsgemäß Buch geführt ist, die Steuervergünstigung^ während die anderen Umsätze — auch wenn sonst die sachlichen Voraussetzungen vorliegon — wegen dor nicht ordnungsgemäßen Buchführung, mit dem vollen Steuersatz versteuert worden müssen. Übernahme von Einzelhandehgefchäften ■" durdt Wdrehlidüsah^e^ellte Nach den ministeriellen Richtlinien kann bei dem nach den Bestimmungen des F-inzelhandelsschutzgesetzes erforderlichen Nachweis der Sachkunde von einer besonderen Eignungsprüfung abgesehen werden, wenn dor Antragsteller entsprechend vorgebildet ist. Als solche Vorbildung gilt eine, abgeschlossene kaufmännische Lehro und cino anschließende Gehilfenzeit odor ohne abgeschlossene Lehrzeit ein* wenigstens fünf jährige Gehilfenzeit. _ wie von der Berliner Handelskammer mitgeteilt wird, lassen es die Erfahrungen, die man mit Warenhausangestollton gemacht hat, geboten erscheinen, daß bei solchen Angestellten, die ausschließlich; eine Lehrzeit und eine'^BeBchäftiguh'g in Warenhäusern nachweisen können, ein Btrengcr Maßstab angelegt wird. Zur Begründung dieser Anordnung wird ausgeführt, daß eine Verkäuferin der Daraenkonfektionsbranche, die über acht Jahre in .mehreren Warenhäusern tätig war, Bowphl in -allgemein __aufmännischer wie auch in fachlicher Hinsicht fast völlige, Unkenntnis gezeigt habe. Hinweife auf die Konkurrenz Wie der Werberät der deutschen Wirtschaft mitteilt, sieht er es grundsätzlich als unzulässig an, daß bei der Werbung auf den Umfang vorliegender oder zukünftiger Aufträge anderer Unternehmungen hingewiesen wird, mit denen der Umworbene in Konkurrenz steht. Eine derartige Handlungsweise entspreche nicht der Treupflichtj'T-ie der Werbende durch Annahme der Aufträge der Wettbewerber übernommen hat. Eine Pflichtverletzung liegt aber dann nicht vor, wenn der Werbende lediglich solche Angaben macht, die der Allgemeinheit zugänglich sind. kann.. Auch bei den Männern geht es in allen Lagen aufwärts. Besonders Ernst Tichauer zeigte Bich seit dem letzten Start stark verbessert und blieb im '200-m-Brustechwimmen etwa 7 Sekunden unter seiner beim vorigen Vergleiclisschwimmcn erzielten Zeit. Letchtathletik-Schlußfeft des Bar Kochba Der Bar Kochba veranstaltete auf dem Grunewaldsportplatz. zum Abschluß der diesjährigen Saison ein Schlußfest, ., das besonder* bei der Jugend einige gute, vielversprechende Resultate zeitigte. Vor allem Sieratzki zeigte sein großes Talent durch fünf Siege im Weitsprung, lÖO-m-Lauf, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwerfen. Walter Cohn belegte im 800-m-Lauf in 2:16,6 und im Hochsprung mit 1,50 m die ersten Plätze. > Bei den Männern wurde'ebenfalls Sonn Doppelsieger mit schönen Leistungen. Im Diskuswerfen schaffte er 32,40 m und im Kugelstoßen kam er auf 10,26 m. Berliner Vorfchau Fußballturnier des SpieUmsfchujfes Der JSC. Hagibor veranstaltet am kommenden Sonntag auf dem Sportplatz am Schäfersee im Auftrag des SpielnusschusseB jüdischer Fußballvercine ein Fußballturnier, das durch die Teilnahme aller Berliner Vereine schönen und interessanten Sport verspricht. Durch Auslosung sind folgende Spielpaarungcn bestimmt worden: Um 10.30 Uhr treffen zunächst Hakoah und Hagibor, anschließend BSG. 33 und .ISK. aufeinander. Vor den Endspielen, die um 3.30 Uhr ihren Anfang nehmen, wird es dann noch einen interessanten Handballkampi zwischen den ersten Mannschaften des ISK. und der BSG. 33 geben. Tciinisklubkampf BSG. 33 gegen Grunewald Am Sonnabend und Sonntag werden sich die ersten und zweiten Herren-Mannschaften der BSG. 33 und des Tennisclubs Grunewald 1933 in einem Klubkampf treffen.. Die ersten Mannschaften spielen auf der Anlage von Grunewald in der Berkaerstraße, die zweiten zur gleichen Zeit in der Friedrichsruher Straße.' Sport im Reich „Schild" Frankfurt Fußballmeister des BjF-Sportbundes Vor etwa 1000 Zuschauern standen sich am Sonntag in Leipzig die Mannschaften des „Schild" Leipzig und des, „Schild" Frankfurt im Endspiel um die Fußballmeisterschaft des RjF- Sportbundes gegenüber. "Leipzig hatte bekanntlich im Vorschlußrundenspiel den Titelverteidiger, die BSG. 33,N aus dem-Wettbewerb geworfen, und die Frankfurter hatten sich nach langwierigen Ausscheidungsspielen mit Stuttgart für dieses Spiel qualifiziert. Von Anfang ah entwickelte sich unter der sicheren Leitung von Bieber (BSG. 33) ein faires, wenn auch hartes Spiel, dos die Frankfurter zum Schluß verdient mit 3:2 Im Verteil sah. Schon bei Halbzeit führten die Frankfurter, die im übrigen ohne ihren verletzten Standardtorinann Rothschild das schwere Spiel aufnehmen mußten, bereits 1:0, konnten int Verlaufe der hart umkämpften zweiten Spielhälfte ihren Vorsprung auf 3:1 ausdehnen, um dann erst den zweiten Leipziger Erfolg durch Seligmann zuzulassen. Der diesjährige Fußballmeister, dessen bessere Leistung , die Leipziger später neidlos anerkannten, hatte die auf allen Posten gleichmäßiger besetzte Mannschaft zur Stelle. In einem Vorspiel zeigten Bich die Handballer des Leipziger „Schild" noch nicht in der Form der vorigen Saison. Nach lemporeichem Spiel mußten sie den überraschend starken Dresdenern mit 8:6 den Vortritt lassen. Hauptschrlftlelter: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich tür den Inhalt der Anzeigen: Hilde Rojcnthal, Bln.-WHmerad. — DA II 2500. Zur Zelt Ist Preisliste Nr. 3 gültig. Verlag: Verlagsgengjaeaschatt in Deutschland ansJMlger Juden zu Berlin eOmbH., Berlln-Charloltenburg 2, BlelbticuatraSe 2. Druck: Sonncndrucketel QmbH. (Felix Wolt), Berlln-Chartottenburg 4. de**. JÜDISCHEN AUGEMEINEN" 1 Frau Friedleben nach dramatifchem Kampfe befiegt Hie Tennismeifierfchaften des Heuifchen Makkabikreifes Eine Reihe großartiger Kämpfe ergab sich bei den Schhißspiolen dor Tennismeisterschaftendes Deutschen MakkabikreiBcs, die der Tennisclub Bar Kochba im Auftrage des Deutschen Makkabikreises, am Wochenende . in Berlin zur Durchführung brachte. Allen voran ging jedoch die Schlußrunde im Dameneinzel, die Frau Frie dl eben, die ehemalige deutsche Spitzen- Spielerin, und Frl. Fischer, die tschechische Ranglistcnzweito zusammenführte. Frau Friedlebcn, die Bich durch einen glatten 6:0-, 6:1-Siog über die auch als Schwimmerin bekannte Münchnerin Loni Gotmann den Weg in die Schlußrunde erzwungen und die bei weitom ■ jüngere Tschechin, dio überraschend widerstandslos Frau Hemp ohne Spielverlust besiegt hatte, lieferten sich einen Kampf, der alle begeisterte und mitriß. Nachdem Frau Friedleben, der die Hitze sichtlich große Schwierigkeiten bereitete, den ersten Satz nach schönen Ballwechseln mit 8:6 gewonnen hatte und Frl. Fischer anschließend den anreiten Satz glatt mit 6:2 On sich bringen konnte, spielten beide Domen mit hervorragendem Können und letztem Einsatz im dritten Satz bis zur Erschöpfung. Frau Friedleben konnte ihre Gegnerin mit ihren wunderbar genau plazierten Drives über den Platz hetzen, sie mit schönen sicheren Stopbällen an das Netz locken, doch die Tschechin. hielt ihr Pensum durch, erlief alles, auch dio unmöglichsten Bälle und fand oft Zeit, ihrerseits zum Angriff überzugehen und Frau Friedleben zu gefährden. 4:2 führte Frau Fnedleben bereits,' als die Tschechin zum Gegenangriff ansetzt», dos Kommando selbst übernahm und mit einem Nullspiel auf 3:4 aufholte, überanstrengt bekam Frau Friedleben bei diesem Stand einen Krampf in der Hand, von dem sie sich auch in der kurzen Pause, die ihr zur Verfügung stand, nicht erholen konnte. Was dann kam, war bedeutungslos. Schnell hatte Frl. Fischer gleichgezogen und mit zwei weiteren Spielen den Satzgewinn, der die Meisterschaft bedeutete, erkämpft. Es war das Spiel zweier gleichwertiger Gegnerinnen, von denen diesmal die jüngere die größeren Kraftreserven aufzuweisen hatte. Die Meisterschaft im Herreneinzel, die leider zur gleichen Zeit auf dem Ncbenplatz abgewickelt werden mußte, wurde eine sichere Beute des weitaus besten Spielers der Veranstaltung, des polnischen DaviB-Cup-Vertreters Wittmann. Dr. 'Danzig, der über Lieber und Sander als Nächstbester verdient in dio Endrunde gekommen war, konnte sich noch so anstrengen und mit seiner enormen Lauftechnik und Laufkraft noch so schöne, gefährlicho Bällo erlaufen, immer fand der routinierte Wittmann Gelegenheit, sich Punkte zu erspielen. In drei glatten Sätzen 6:3, 6:0, 6:0 stellte er sein großes, in vielen internationalen Turnieren erprobtes Können unter Beweis. In dor Schlußrunde des Herrendoppel standen sich Rippor-Drucker, die Moser-Lichtenstein 4:6, 6:2, 6:3 und Wittmann-Liebor 2:6, 6:4, 6:4 ausgeschaltet hatten und Danzig-Grünberg, denen Buchwalter-Sander den Weg nicht zu verlegen verstanden, gegenüber.- Nach langem 5-Satz-Kampf behielten die gut aufeinander eingespielten Rippcr-Drucker, von denen Ripper als ftpischer Doppelspieler mit seinen unfehlbaren Schmettor- und gefährlichen Schnirtbüllcn der Bessere war, über Dr. Danzig-Dr. Grünberg, die sich ■ nicht immer verstanden und 'ergänzten, die Oberhand. Auch im Gemischten Doppel gab es einen reinen Ausländer- Sieg .Dr. Danzig kam hier endlich zu. seinem verdienten Meisterschaftsorfolg. Mit Frl. Fischer nls Partnerin1 konnte er zunächst Frau Hemp-Buchwalter 7:5, 6:3 und im Schlußspiel Frau Wittner-Wittmahn 6:1, 6:2 besiegen. Berlin Tennis-Verbandsmeifter des RjF In Leipzig standen sich am Sonntag die Auswahlmannschaften der Bezirke, Berlin-Brandenburg und Sachsen im Endspiel um dio VerbandsmeisterBchoft des HjF-Sporthündes gegenüber. Die Ber- Iiner, die mit Wo'lff und Levm-Goldschmidt (beide Grunewald), Zehden (Kaiserallee) und Jauch (BSG) an der Spitze den Kampf aufnahmen, konnten mit 6:3 Funkten einen schönen Erfolg über die spielstarken Sachsen erringen. Hakoah und Hagibor fpielten überlegen In zwei 'Fußballklubkämpfen standen sich am Sonntag alle vier jüdischen Vereine Berlins gegenüber. Am Schäferaee trafen Hakoah uridlSK. aufeinander. Im Spiel der ersten Mannschaften leisteten die ISK.er heftigeren Widerstand, als es sich die Hakoahner träumen ließen. Nach einer 2:1-Halbzeitführung konnten sie zwar ihren Vorsprung auf 4:1 ausdehnen, hatten dann aber mächtig zu kämpfen, um die stark aufkommenden Stürmer der ISK. in . Schach zu halten. In den Spielen der unteren Mannschaften war Hakoah glatt überlegen, die Ergebnisse: Hakoah II — ISK. H.12:0, Hakoati HI — ISK. III Hakoah Alte Herren —, ISK. Alto Herren 12:1, Hakoah Schüler — ISK. Schüler 6:0. Die B S G 3 3 enttäuschte in ihrem Spiel gegen Hagibor. •Von der neu besetzten Mannschaft hatte man Bich nach dem ausceglichenen Spiel gegen Hakoah eigentlich mehr versprochen, doch zeigte es sich wieder einmal, daß eine Mannschaft, die mehrere neue Leute in ihren Reihen hat, sieh ers,t aufeinander einspielen muß, ehe sie Erfolge erringen kann. Bei Halbzeit stand das Treffen schon 3:0, dann ließen die Hagibor-Leuto, bei denen der Außenstürmer Gorson und Mittelläufer Wind die besten Spieler waren, etwas nach und die BSG. konnte durch ihren talentierten Mittelstürmer Hochfein Tor aufholen. Hagibor H .— BSG. 33 II 4:4, Hagibor HI — BSG. 33 III 0:0, Hagibor IV — BSG. 33 IV 1:0, Hagibor Alte Herren — BSG. 33 Alte Herren 0:4, Hagibor Jugend — BSG 33 Jugend 4:2. * Bei den Handballern herrschte Ruhe. Die BSG. 33 hatte ihre sämtlichen Spieler in Schönholz zusammengezogen, um aus dein riesigen Material die neun Männer-Mannschaften für dio Verbandaspielsaisoh zu nominieren. Guter Schwimmernachwuchs bei der BSG 33 Bei dem letzten Verglcichs-Wettschwimmen der BSG 33, dos am Mittwoch im Stadtbad Dennewitzstraße veranstaltet wurde zeigte sich vor allem der Nachwuchs in ausgezeichneter Verfassung. Bemerkenswert die Leistung dor jungen Eva J a c k e r - so n, die im, 100-m-Crawlen für Jugendliche die hervorragende Zeit von 1:22,1 schwamm, die verbesserten Ergebnisse von Gisela Schneider und der erst zwölfjährigen Meta Kochmann, die sich hei richtiger Anleitung einmal zu einem großen Talent entwickeln ■■' ■" , v - 7v