Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 28 (10.7.1935)
- Date
- 1935-07-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Lod 1× ep/1045074
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QiieriVJmitt Sokolows Brief an den Völkerbund Jerusalem, Anfang Juli. Der Präsident der Jcwish Agcncy, Nnkum Sokolowj hat, wio erinnerlich, dem Üblichen Bericht der Jcwish Agcncy an den Völkerbund einen Begleitbrief an den High Commissioncr beigefügt, dor sowohl wegen seiner tatsächlichen Fcststelulngcn als wogen seiner kritischen Meinungsäußerungen ein wichtiges Dokument darstellt. Wenn man einige charakteristische Satze dieses Briefes herausgreift und die darin erwähnten Verhältnisse naher beleuchtet, so erhalt man geradezu einen Querschnitt durch die jüngste Entwicklung des jüdischen Palästina. Da zusammenfassende Darlegungen durch die verantwortlichen Stellen nicht oft erfolgen, ist hier eine seltene Gelegenheit, einen Streifzugdurch die verwirrende Fülle der palästinensischen Gegenwartsprobleme zu unternehmen. Dr. Sokolow schreibt u. a.: „Ich glaube, daß dem jüdischen NationaDicim keine ernstcro Gefahr drohen kann, als wenn die einseitige, vorwiegend städtische Bcrufasckichtung der Juden in der Diaspora auf Palästina, übertragenwürde." Es ist bekannt, daß gerade in den letzten Jahren die städtische Bevölkerung weit schneller gewachsen ist ahi dio ländliche.' War früher der „Chaluz", der auf landwirtschaftliche Erobcrungs- und Siedlungsarbeit vorbereitete und. eingestellte jugendliche Pionier, der Träger der Einwanderung,'so ist in den letzten Jahren der Anteil einer anderen Schicht ständig gewachsen; des städtischen Mittelstandes, des Familienvaters in mittlerem Alter, der schon in irgendeinem geistigen oder kaufmännischen Beruf draußen verwurzelt war. Oft waren auch diese Menschen bereit und fähig zur Umstellung und Siedlung, aber oft fehlten die sachlichen Voraussetzungen. Die' Beschaffung landwirtschaftlicher Lehrstellen, geeigneter Böden usw. konnte mit der wachsenden Nachfrago nicht immer Schritt halten. Auch dio Organisation, die jahrelang mit geringsten Mitteln mühsam' auf gebaut worden und vor zwei Jahren »etwa gei'ado ' soweit gekommen war, daß sie den damaligen Verhältnissen einigermaßen entsprach, konnte den gewolbgcn Ansturm nicht von heute auf morgen bewältigen. So zeigen sich, trotz aller Prospcrity, in der Stadt gewisse Stauungserscheinungen. Ein gewisser Rückgang 4er spekulativ übersteigerten Bodenpreisc ist nur zu begrüßen, weil er die bisher durch übertriebene Forderungen blockierten Böden zur Nutzung freimacht. In manchen Berufen zeigen sich Spuren von Arbeitslosigkeit. Nach europäischen Maßstäben ist die Arbeitslosenziffer zwar absolut und prozentual verschwindend gering. Aber hier liegt die tragische Groteske darin, daß im allgemeinen ein bitterer Arbcitcrmongol vorherrscht und das Problem nur darin besteht,*-die an einem Ort überzähligen Arbeitskräfte an die leeren Arbeitsplätze zu bringen. Mit wachsendem Erfolg sucht man dieses Problem dadurch zu lösen, daß man auch für Leute mit geringstem Eigenkapital Hilfswirtschaften einrichtet und es dem Arbeiter so ermöglicht, auf dem Lande auszuharren bzw. von der Stadt aufs Land zurückzukehren. In der Stadt aber ist für den wirklich gelernten Facharbeiter in den meisten Branchen noch reichlich zu tun. Nur für den ungelernten' Arbeiter sind die Aussichten unsicher. Dr. Sokolow schreibt weiter: „Es ist schwor mit den Bestimmungen des Mandats zu vereinbaren, daß nicht jüdische Einwanderer aus den Nachbarländern fast unbehindert hereinströmen können, während die jüdische Einwanderung noch nicht einmal im Rahmen der wirklichen Aufnahmefähigkeit des Landes zugelassen wird." Der Zustrom syrischer, ägyptischer und transjordanischer Wanderarbeiter — die zum Teilhaber keine Neigung zum Abwandern zeigen — hält an, und da es sich hier zum Teil um ' recht primitive Elemente handolt, ist dieser Bevölkerungszuwachs nicht' immer unbedenklich. Dagegen würde eine vermehrte Einwanderung wirklich qualifizierter Arbeiter der Sicdlungstätigkcit, der Industrie und mittelbar der ganzen Wirtschaft einen neuen Auftrieb geben. Dr. Sokolow schreibt: „Die Jcwish Agcncy hofft, daß die Vorschlüge, die sie schon bald für die Erschließung weiterer Landstrecken durch Masscnsicdlung machen zu können glaubt, von der Regierung wohlwollend aufgenommen werden." Im letzten Jahre sind 25 neue jüdische Siedlungspunkte entstanden, Dio Gesamtzahl der landwirtschaftlichen jüdischen Siedlungspunkte — Dörfer, Kolonien und kleine Städtchen — beträgt jetzt 180 mit einer Bodenfläche von 1,3 Millionen Dunam. Vor einigen Monaten gelnng den öffentlichen jüdischen Stollen der größte einheitliche Bodenerwerb der neueren Siedlungsgcschichtc. Die Konzcssion für die Urbarmachung und Besiedlung des 57000 Dunum großen Hulch-Gebietes in Obergaliläa, das 30 000 Menschen neuen LcbcnBraum geben soll. Endlich ist ein drittes namentlich für die Einwanderer aus Deutschland wichtiges Moment zu erwähnen. Man hat sich mit erneutem Nachdruck der Gründung sogen. Hilfswirtschaften zugewandt. Der . Hilfswirtschaftsgedanke beruht auf dem Grundsatz, daß auch der Lohnarbeiter nicht ausschließlich auf den unsicheren Ertrag seiner Außenarbeit angewesen sein soll, sondern auf eigener Scholle einen Rückhalt für seine Existenz finden muß. In Frage kommen kleine Betriebseinheiten, die der Siedler mit seiner Familio oder durch gegenseitige Hilfe innerhalb der Sicdlergruppo selbst bewirtschaften, kann, und deren Ertrag ihn wenigstens teilweise von dor auf dem Lande ja unregelmäßigen Gelegenheit zur Außenarbeit unabhängig macht. Gleichzeitig aber-'wird auf diese Weise der Arbeiter ideell und materiell auf dem Lande verwurzelt, der Landflucht wird gesteuert und damit die Krisengefahr einer etwaigen TJborfüllung des städtischen Arbeitsmarktes gebannt. Dr. Sokolow schreibt: „Die Unstabilität auf dem Arbeitsmorkt, eine Folge der unzulänglichen Einwanderung, ist verantwortlich für dio zahlreichen Austritte jüdischer Beamter aus dem Polizei- und Eisenbahndienst." Die Besoldung der öffentlichen Arbeiter und Angestellten ist seit langem eine Quelle des Mißvergnügens in der öffentlichen Meinung. Es besteht cino große Spanne zwischen den Gehältern der Engländer und der „Eingeborenen"; zu der letzten Kategorie zählen Juden und Araber. Jetzt hat sich die vom High . Commissioner eingesetzte Kommission endlich entschlossen, die Bezüge aufzubessern. Sie ist davon ausgegangen, daß im letzten Jahre die Lebenshaltungskosten in Tel Awiw um 15 0/o und in Jerusalem um 10 0/n gestiegen seien. Die jetzt bewilligte Gehalts- bzw. Lohnerhöhung wird aber 'von einem großen Teil dor Arbeiter als unzureichend angeschen und mit Streikdrohungen beantwortet. Im Polizeikorps von Tel Awiw ist es gelungen, durch eine städtische Tcuorungsbcihilfu sowie namentlich durch den Hinweis auf die nationalpolitischo Bedeutung einer angemessenen .Quote im öffentlichen Sicherheitsdienst eine größere Anzahl junger Juden zum Eintritt in die Polizei zu bewegen. Es ist unter gewöhnlichen Verhältnissen bei vielen Menschen, namentlich bei den. zur Unterstützung ausländischer Verwandter auf Barverdienst angewiesenen, schon als Opfer zu werten, wenn sie bei den heutigen Kosten der Lebenshaltung dor Versuchung widerstehen, aus dor Landwirtschaft» oder dem öffentlichen Dienst in die einträglichere städtische Privatwirtscliaft überzugehen. Im großen gesehen, hält die Tendenz zum Aufbau und zum Aufstieg mit unverminderter Kraft an. Die großen Öffentlichen Investitionen, dio namentlich zum Aufbau des Verkehrswesens in Angriff genommen werden, bringen eine Fülle neuer Arbeitsgelegenheiten, um dio froilich lange genug gekämpft werden mußte. . Dr. Sokolow schreibt zu diesem Punkt u. a,s „Während dor gegenwärtigen Entwicklungsperiode ist es wesentlich, gegen mö g Ii eile R ü ok s'c'hl ä gc Vorsorge zu treffen und schon im voraus eino Lösung für-dio künftigen Probleme zu suchen. Dabei steht dio Frage des Vertriebes und.dor Beförderung der wachsenden Citrus-Ernten im Vordergrund". In 'diesen -— hier' frei übersetzten und zusammengefaßten.— Worten berührt Sokolow eine der Hauptforderungen der jüuTschcn und der arabischen* Pflanzor, aber auch der ganzen übrigen" Wirtschaft außerhalb des Orangebaus. Der Plan, den Eisenbahnknotenpunkt von Lydda (Ludd) — einem ziemlich weit von den Wirtschnftszentren entfernten Städtchen — nach Tel Awiw zu verlegen,' ist von 'den zuständigen' Stellen aufgegeben'worden, und zwar mit der Begründung,1 daß der Bodon, der zu diesem'Zwecke angekauft werden müßte, zu teuer geworden Bei.' Jetzt will man den Verkehr auf andere Weise heben, durch Ausbau der bestehenden Bahnhöfe und Strecken, durch Anlage neuer Speicher und Schuppen in den Häfen, durch Verstärkung des' rollenden Materials. Finanziell ist die'Regierung dabei nicht in Verlogenheit. Dor Direktor der „Egged", der großen jüdischen Autobusgcnosscnschaft für den' Verkehr Tel Awiw — Jerusalem, hat ausgerechnet, daß der Fiskus im letzten Jahre aus dem Straßenverkehr durch Autosteucrn'usw. 680 000 LP. eingenommen, aber nur 274 00 LP. für Straßenbau ausgegeben habe: Dor „Reingewinn" beträgt also das Doppelte der Summe, die für den dringend nötigen Bau einer Autostraße zwischen den beiden Häfen Jaffa und Haifa gebraucht wird. Dr. Sokolow sohreibt weiter: „Ich wiederhole die schon früher ausgesprochene Anregung, daß jeder gangbare Weg geprüft werden sollte, um auch für Palästina die Vorteile dor britischen Empire- Präferenz zu sichern". Palästina ist jetzt als Mandatsland nicht Mitglied des zwischen den Ländern des eigentlichen Britischen Reiches bestehenden Zollbundcs. Zwar suchen die Engländer Palästina zu veranlassen, einen möglichst großen Teil seines Einfuhrbedarfs in Großbritannien zu decken, aber es hat nicht den Anschein, als ob England selbst geneigt oder imstande wäre, seine Orangenbezüge aus Palästina zu erhöhen oder auch nur die erdrückenden Zölle zu senken, dic_in der vorigen Saison die palästinensische Wirtschaft allein etwa 250 000 LP. gekostet haben. Der Durchschnittspreis der ganzen palästinensischen Citrus- Ernte — Orangen, Grapefruits und Zitronen zusammengerechnet — betrug in der letzten Saison 9 Schilling 6 Pcnce per Kiste-, das sind rund zwei Schilling weniger als im Vorjahr. Für dio Saison 1935/35 wird zwar infolgo dor Hitzeschäden die Ernte nicht ganz so. groß ausfallen, wie man ursprünglich angenommen hatte; die Vorausschätzungen wurden um zwei Millionen Kisten ermäßigt. Aber trotzdem werden mindestens acht Millionen Kisten für den Export verfügbar sein. Mit Ägypten ist jetzt endlich ein neuer Handelsvertrag zustande gekommen, in dem sich die beiden Länder gegenseitig Zollsenkungen für gewisse Spezialprodukte gewähren. Aber gerade für die Palästina -Orange scheint nur wenig herausgekommen zu sein. In anderen Ländern, so z. B. neuerdings Schweden-, ist man dagegen dem Exportdrang Palästinas entgegengekommen, und die zwischen arabischen und jüdischen,Interessenten eingeleitete Gemeinschaftsarbeit läßt erhoffen, daß es auch diesmal wieder gelingen wird, der Orangenernte angemessene Absatzbedingungen zu verschaffen! 0 Dr. Sokolow schreibt: „Das Wachsen der Staatseinnahmen, der Zufluß von Invcstitionskapital, der Fortschritt in Industrie und Landwirtschaft, die Ausdehnung der Bautätigkeit und das stetige Anschwellen der Beschäftigten-Ziffer — all dies beweist schlagend die Bedeutung der jüdischen Einwanderung für die Entwicklung des ganzen Landes." Bedeutsam ist namentlich, daß Sokolow mit Recht auf die anhaltende Kapitalzufuhr hinweisen konnte, obwohl die Transfer- Schwierigkeiten die sogenannte Kapitalistencinwandcrung erheblich erschweren. Aber auf der anderen Seite gewinnt die massierte und organisierte Käpitalinvcstition an Bedeutung. Die Stadt Tel Awiw hat nunmehr endgültig mit der Londoner Prudential Insurance ihre Anleihe von einer Million LP. abgeschlossen, die Allgemeine Hypothekenbank will ihr Kapital in mehreren Trahchen auf eine Million LP, erhöhen und die neuen Aktien zu einem großen Teil in London unterbringen, cino landwirtschaftliche Hypothekenbank mit 400000 LP. Kapital wurde gegründet und zwei zentrale jüdische Institutionen — der Waad Leumi (Nationalrat) und der Kcrcn kajemet (Bodcnfonds) — stehen in aussichtsreichen Verhandlungen über große Ausländsanleihen. So ergibt, sich aus der Lektüre des Sokolow-Briefcs eine Bestätigung der Erkenntnis: Auch der Werdegang des neuen jüdischen Palästina ist selbstverständlich nicht' frei von ernsten Problemen, zu deren Bewältigung viel Arbeit und Einsicht, viel Zukunftsglauben und Selbstzucht gehören. Aber die Dynamik des Aüfboüa'ist so' stärk, daß beinahe von selbst 'immer neue A"ftriebsmomento und immer neue Kraftreserven in Erscheinung treten. <$ottt8i>mröt in den Berliner Synagogen' mt< neuem Ritus Freitag, 12. Juli, abends 7 Uhr. Prinzregentenstraße: 7.15 Uhr. Anspr.: Neue Synagoge: Hamburger. Lindenstraße: Heymann. Fasanenstraße: Wiener, Lcvetzowstraße: Braach. Friedcnstempel: Warschauer, Prinzregentenstraße: Graf. Liberale Synagoge Norden: Wegen Renovierung geschlossen. Liberale Synagoge Osten, Kaiserstraßo 30, 7.30 Uhr: Brasch. Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer Promenade 176, 7.30 Uhr: Zimet.' Liberale Synagoge Westend,' Kaiserdamm 78, 7.15 Uhr: Goetz. Liberale Synagoge Wedding-Reinickendorf, Exerzierstraßo 13, 7.45 Uhr: Zucker. Jüdische Rcligionsgemeindo Charlottenburg, Schulatraßo 7, 6.30 Uhr. Jüdische Reformgemeinde, Joucliimsthuler Straßo 13: Koppe], Sonnabend, 13. Juli, vorm. 10 Uhr. Frühgottesdienst: lindenstraße, Levetzowstraße, Prinzregentenstraße: 7.30 Ulir. Liberale Synagoge Osten: Lit. Brasch. Jüdische Religionsgemcindo Charlottenburg: 9.30 Uhr,. Sonntag, 14. Juli. Jüdiache Reformgemeinde, Johonnisstraße 16, vorm. 10.30 Uhr: Rosenthal. WPMT Berliner Umfchau Sportfeft des JSC Hagibor Der. JSC Hagibor veranstaltete am letzten Sonntag ein Anfängersportfest,' das mit" über ' 300 Teilnehmern eine ausgezeichnete Besetzung aufzuweisen hatte und pünktlich zur festgesetzten Zeit seine Abwicklung fand. Neben einigen Wettbeworben für'Fußballer interessierten vor allem die reinen Lcichtathlctik-Konkurrcnzen,, in denen sich Vertreter des Bar Kochba und des 'JTSC 05 scharfo Kämpfe lioferten. Bei den Männern erzielte im offenen 100-m-Lauf Kirschenbaum (Hcrzlia) mit 12,2 die gleiche Zeit wio der ,Bar Kochbancr Ilo th seh i ld im Einladungslauf. Uber 1000 m siegto Dob rinor in 2:59,1, und im Kugelstoßen Mande l (Bar' Kochba) mit. 10,19 m. In den Jugchdwettbewcrben gab es ebenfalls recht gute'Resultate. Während die Dreikampfe L e v y (JTSC 05), S i c r a t z k i (Bar Kochba) und Tombrowski (Bar Kochba)i gewannen und über 100 m Sieratzki in' 12,7.(Jugend A) und Lcwinsohn (JTSC) in 13 (Jugend B) dominierten, vollbrachte bei, den Junghiädchcn Ulla Glödcn (JTSC) im Hoch'sprung mit 1,35 m die beste Leistung des Tages. ' Tennisklubkampf „Grunewald" 7- JTSC 05 Auf der. JTSC-Anlage standen sich am Sonntag eine kombinierte Mannschaft des Tennisklubs „Grunewald'' und die erste Herrenmannschaft des JTSC 05 gegenüber. Nachi ausgeglichenen Spielen, dio.fast sämtlich erst nach härtesten Kämpfen gewonnen wurden, stand' es vor dem letzten Spiel 4:4, so daß erst das letzte Spiel, das 4:4, 7:5 für Grunewald ausging, den Kampf mit 5:4 Punkten, 15:9 Sätzen und 122:110 Spielen für den Tennisklub entschied. Berliner Vprfchau Makhabi Verbanfekampf i gegen RjJF-Spi \portbund Am Sonntag, den 14, Juli, findet, wie wir schon in der vorigen Woche ^berichteten, der leichtathlctischc Verbands-Wettkampf zwischen Auswahlmannschaften des Deutschen Makkabikreises und des RjF-Sportbundcs statt. Nach den Vorbereitungen zu urteilen, die die Verbände zu dieser Veranstaltung gdffbffen haben, dürfte es an diesem Tag auf dem "eigens zu diesem Zwecke umgebauten. Sportplatz der Jüdischen Gemeinde am Bahnhof Grunewald zu einem der interessantesten Sportercignisso der Saison kommen. Es ist schwer, rfeineri Sieger dieses Wertkampfes vorauszusagen, da in jeder Konkurrenz je drei Teilnehmer für einen Verband starten und es daher nicht allein auf den Sieger, sondern vielleicht in weit stärkerem Maße auf eine gute Plazierung der anderen ankommt. Hoffen wir jedoch, daß es einen fairen, ehrlich durchgeführten Kampf gibt, den der Bessere gewinnen möge. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Es empfiehlt sich, Eintrittskarten im Vorverkauf zu besorgen, du das Interesse erklärlicherweise recht groß zu sein scheint. , Sport im Reich Darmstadt: . In Darmstadt fanden unter Beteiligung des JTSC 05, Berlin, die diesjährigen südwestdeutschen LcichtathlctiknicisterBchaften des RjF-Sportbundes statt. Bei großer Beteiligung gab es einige glänzende Ergebnisse,1 trotzdem'die Bahn olles andere als ideal zu nennen war. Besonders die JTSCor Wicnskowitz, Hcnoch, Fröhlich, dio •'Gebrüder Bergmann, Pförtner und Meyer, der Frankfurter Polack und die Darmstädtcr Wicsencck und Bendorf zeigten Leistungen, die zum - Vcrbandskampf das Beste erhoffen lassen und teilweise beträchtlich unter den bisherigen RjF-Bcstleistungen lagen. Stuttgart: Bei den lcichtathlctischeri Meisterschaften, dio der Gau Württemberg des DLV am Sonntag in Stuttgart zum Austrag brachte, gelang es Gretel Borgmann (RjF-Stuttgart), im Hochsprang mit 1,50 m den ersten Platz zu belegen. Leipzig: In Leipzig veranstaltete der Mitteldeutsche Makkabikrcis seine leichtathlctisch.cn Bezirksmoisterschnftcn, zu denen Makkabisportler aus dem ganzen Bezirk zusammengekommen waren. Die 100 m gewann bei den Männern Mannsfeld (Chemnitz) in 11,4, während bei den Frauen die kaum 14jährige Halenserin Simon in 14,5, duneben noch im Weitsprung mit 4,45 m, überlegen blieb. Uberragend vor allem dio 800-m-Zeit des Jugendlichen Silber mann (Dresden) von 2:15,2 Minuten. In der Gesamtwortung trug naturgemäß der gastgebende Makkabivcrcin, Bar Kochba-Lcipzig, einen überlegenen Sieg davon. Gelsenkirchcn: Auch in Golsenkirchcn veranstaltete der RjF Ausscheidungen für den Vcrbandskampf und konnte insbesondere mit den Ergebnissen der Sprinter und Springer vollauf zufrieden Bein. Sportliches Allerlei Nun doch Buer gegen Schmcling Nach dem"*'großartigen Sieg Max Schmelings über Paolino hat Max Rothenberg, der Hamburger Veranstalter, die Verhandlungen für eine Begegnung zwischen Max Baer und Schmcling zum Abschluß gebracht. Es ist als sicher anzunehmen, daß;dicscr Hevanchekampf Anfang September im Amsterdamer Olympischen Studion zum Austrag kommt. , ■■ f . . . . . ... Richard K a 1 i s c h e r (Bar Kochba-Bcrlin) hat bei den Hochschulmeistcrschaftcn des Gaues Kurmark' der Deutschen Studentenschaft das Kunstspringen gewonnen und damit eine wirklich gute Leistung vollbracht. ' ■ *■'.-' Der Jüdische Sportverein in Lai£genscbold iBt aus dem Deutschen Makkabikrcis ausgeschlossen worden. •*■■'■ Pit Arenhold, dor jugendliche Schwimmer der BSG 33, hat in der letzten Woche im ' Sportforum an einem Nachwucha- Olympiakursus teilgenommen. Köln. Der Ku 11 u r bu nd Rho in - Ruh r läßt mit größtem Erfolg Franz Molnars Anekdote „Spiol im Schloß" über die Brottor des Spiolbozirkes gehen..' Die Aufführung unter der Regio Fracnkel-Troons steht auf voller Höhe. Dor Beifall des Publikums war stark. Hauptschrlttlelter: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin '■ Wilmersdorf. Leiter der Anzelgen-AbtellunR und verantwortlich für den Inhalt der-Anzeigen: Hans Ehrlich, Berlin W 15. - DA II 2600. Zur Zelt Ist Preisliste Nr. 2 gültig. Verlag: Verlagsgenosaenschaft In Deutschland ansasslger.Juden zu Berlin eOinpH., Berlln-Clmrlottenburg 2, BlelbtreuilroOe 2. Druck: Sonnendruckerei ■ OmbH. (Felix Wolf), Berlln-Charlottenburg 4.