Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 20 (15.5.1935)
- Date
- 1935-05-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ilcni führte (Ins „Tnnzspicl vom Zmihcrlicrg" auf. Ilii: vorzüglichen Leistungen der kleinen Künstler rissen dns Pulililcum 7.11 l)egciatcrtcn Bcifnllslcundgclmngcii/Iun. E. F. Im llnmhuigcr Hund Deutsch-Jüdischer .fugend Ins Mnx Samte, r aus eigenen Wcrkot'i. Die völlig unpathetische, in ihrer Schlichtheit ungcmciii/Ii^W.licli hcrührcmlc. Art des jungen begabten Autors schuf rnscjj/iinc Atmosphäre gegenseitigen Vertrautsciiis. Tu seiner ersten, bisher unveröffentlichten Novelle schildert er das Erlebnis! eines Dorfarztes, der 7.11 später Stunde zu einem sterbenden Bauern gerufen wird. Dieser ist aus dem Trubel dfcs Dankfestes für die geborgene Ernte herausgerissen und geht ein \in die Ewigkeit-, während der Mittler der Botschaft (Saniter isft selbst Arzt) aus heißem Herzen Stimmung und Gefühle der Menschen mitempfindet. Samters Darstellung eines Teils seiner kürzlich erschienenen Erzählung „Der Gast" war für alle ein bezwingendes Erleben. Im Nachwort zu seiner bekannten Skizze „Die Versuchung" wurde die aktuelle Bedeutung seiner Erzählungakunst offenbar. Der besinnliche Abend, der mehr und tieferes bot als herkömmliche Vorträge, wird dem Hamburger Bund lange unvergessen bleiben. hen zwi. 25 Jahre Ortsgruppe Dortmund der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum Dortmund. Anläßlich des 25jülirigcn Bestehens der Ortsgruppe Dortmund der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum fand ein Festgottesdienst in der Synagoge statt, hei dem Rnbbincr Dr. Schönberger- Aachen die Festrede hielt, in der er dos Streben des religiös-liberalen Judentums zeigte, religiöse Idee und Wirklichkeit mit den Auffassungen des Lebens und seinen Forderungen in Einklang zu bringen. Auf einer Tagung am nächsten Tage sprach sodann das Mitglied des I lauptvorstandes der Vereinigung, GcoTgc G o c t z - Berlin, der das Ringen zwischen weltlicher und religiöser Lebensauffassung in der jüdischen Geschichte aufwies. Der Vorsitzende des Verbandes Westfalen, Hcchtsanwnlt Dr. K a t z c n s t e i n - Bielefeld, beschäftigte sich in einer Ansprache mit einzelnen Fragen des religiösliberalen Judentums. Rabbiner Dr. Appel, der Vorsitzende der Ortsgruppe Dortmund, stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die Erneuerung der religiösen Gedanken und Übungen. Es wurde eine Kommisaion aus Vertrauensleuten verschiedener Orte Westfalens und des Rheinlandcs gebildet, die die Aufgabe hat, darauf hinzuwirken, daß das religiöse Leben im Sinne der Vereinigung belebt werde. Vorsitzender der Kommission ist Rabbiner Dr. Appel-Dortmund. Es fand weiterhin eine J u g c n d k 11 u d - g e b 11 n g statt. * Karlsruhe i. B. Den Abschluß der Konzertsaison bildete ein Lieder-, Arien- und Ducttcn-Abend zugunsten der isracl. Wohl» fahrtsspeisung, den Nelly G 11 t m a n 11 und Kammersänger Benno Z i e g 1 c r veranstaltet hatten. Frau Gutmann zeigte ihre besonders in der Tiefe voll und pastos klingende Stimme in den Liedern von Reger von der besten Seite. Kammersänger Zicglcr bewährte sieh besonders in einer Mozart-Arie als feiner Musiker. Auch die Duette, zu denen sich die lwiden Künstler vereinigten, fanden lebhaften und wohlverdienten Beifall. Ein besonderes Lob gebührt der feinfühligen und diskreten Begleitung durch Dr. Julius Gutmann. Leipzig. Uni das Andenken des allvcrchrtcn verewigten. Rabbiners Dr. Felix Goldmann in der Gemeinde wach zu halten, hatte Bich ein Ausschuß zum Ankauf eines Felix Go 1 d m a 1111 - Bildes gebildet, der ein von dem Kunstmaler Eduard Einschlag ausgeführtes Gemälde .ankaufte, und. der Gemeinde gestiftet hat. Anläßlich der feierlichen Übergäbet fand in dem festlich geschmückten Saal des Felix Goldmann- Heimes eine Feier statt. T>ic Festansprache hielt Syndikus S a - 1> a t z k y. Er entwarf eincfcurreB Bild jles Verewigten und wies darauf hin, daß sich dieser nicht nur ^in seiner Gemeinde und nicht nur im Kreise des C. V. und der sonstigen Gremien, in denen er gewirkt hat, ein bleibendes Andenken erwirkt hat, Bondem in der gesamten deutschen Judenhcit. Neben dem geistigen Denkmal soll jedoch das von Künstlerhand geschaffene Bild das Andenken Goldmanns für die kommende Generation wachhalten. Direktor Siegfried Jacob abergab namens des Ausschusses das Bild an die Gemeinde. Für diese übernahm es Vorsteher Carl GoldBchmidt, der erklärte, die Gemeinde werde es jederzeit in Ehren halten. Der Vorsteher dankte, sodann den Spendern, die der Gemeinde durch die Stiftung eine große Freude bereitet haben. cffiu. deu3um4Üjm Es verlobten sich: Herr Fritz Roycnthal (Ben Chorin) mit Frilulein Gubriclia Romenthal (München). — Dr. Herbert Pollock (Hindcnburg) mil Fräulein Hilde Altmann (Berlin). — Herr Erich Solomon (Berlin) mit Fräulein Lotte Bachroch (Humborn). — Herr Kurl Sache (Breslau) mit Fräulein Paula Muyer (Edenkoben, Rhcinpf.). — Herr Heinrich CrQnbauiu (Gemünden a. t\1.s mit Fräulein Rosy Grumbachcr (Wiesbaden). — Herr Kurt Jacobi mit Fräulein Ingo Haber (Berlin). Es vermählten sieh: Herr Felix Jiiblonka und Krau Hella geb. Ki ist ein (Berlin—Sitarlouis). Ein Sohn w u r d e geboren : Herrn Dr. Sally Stargardter und Frau Bertha geb. Guggenheimer (Swinemünde), münde). Eine Tochter wurde geboren: Herrn Dr. Heinz Taubenschlag und Frau Edith geb. Pollack (Charlottenburg). — Herrn Max Fröhlich und Frau Käthe geb. Schwarzenberger. Es starben: Herr Isidor Gideon (Frankfurt a. M.). — Dr. Leo Dannenberg (Köln). — Herr Noa Hirschfcld (Berlin). — Frau Rosa Frank geb. Abraham (Braunschweig). — Herr Max Maocs (Berlin). — Herr Sigmund Landauer (Augsburg), —r Frau Johanna Nachmnmi verw. Schumacher geb. Lewandowski (Homburg). — Herr Fritz Hcimnnn (Duisburg). — Herr Max Hirsenheim (Allcnstcin). — Frau Laura Obermoier geb. Palm (Nürnberg). mit einer werden. Die Neugefialtung den Strafrechts \Vic der Heichsjustizniinistcr in einer PrcHscbcHprcrhung miflffilirtc, wi rd die Neugestaltung des deutschen St ruf rechts, an der die Strnfrechtskonunisftion gegenwärtig bereits in zweiter Lesung arbeitet, «ehr erhebliche Änderungen gegenüber dem bisherigen Keehts/.nslünd bringen. Insbesondere ist beabsichtigt, die „Maschen des Gesetzes'* enger zu machen. Der Richter wird nicht mehr wie bisher an den bestimmten Tatbestand gebunden sein, sondern die Möglichkeit haben, dann zu verurteilen, wenn das gesunde Volkseinnfinden eine solch»; Verurteilung verlangt, und ein analoger Tatbestand vom Gesetzgeber mit Strafe bedroht ist. Es wird dadurch der sog. Analogiegedanke im Strnfrccht verwirklicht, in dem auch die im Gesetz nicht vorgesehene Tat bestraft werden kann, wenn eine Bestrafung gesundes Volkscmpfinden, d. h. also jeder vernünftige Mensch verlangen muß. Eine hesondere Umgestaltung erfahren die Bestimmungen, die für politische Straftaten in Frage kommen. Die Straftaten werden in vier Gruppen eingeteilt werden: Schutz des Volkes, der Volksführung und der staatlichen Ordnung», des Volksgutes und der Volksgenossen. Die erste Gruppe bringt einen neuen Abschnitt über Volksverrat, der die Tatbestände der Verleugnung und Beschimpfung des Volkes, die Beschimpfung seiner Vergangenheit, seiner nationalen Symbole und des deutschen Brauchtums enthält. Fn die neue Gruppe „Schutz des Volksgutes" fällt neben dem Schutz der Volksgesundhck besonders der Abschnitt über Angriffe auf die Arbeitskraft auf. Er enthält an Tatbeständen u. u. die Zersetzimg des völkischen Arbeitswillens, Arbeitsdienstverweigerung, Selbstverstümmelung, Störung der Betriebssicherheit, Gefährdung der Arbeitskraft, Arbeitsbetrug, I^ohnwuchcr, Verweigerung unentbehrlicher Arbeiten. Aus den sonst bekannt gegebenen Neuerungen ist zu erwähnen die neue Abgrenzung der Begriffe Mord und Totschlag. Während bisher wegen Mordes bestraft wurde, wer eine Tötung mit Überlegung auageführt hatte, so ist jetzt vorgesehen, daß wegen Mordes mit dem Tode bestraft wird, wenn die Beweggründe, die Art der Ausführung oder der Zweck der Tat besonders verwerflich sind. Es wird also mehr auf die sittliche Wertung der Tat abgestellt als auf das verstandesgemäße Element. Grundsätzlich sei noch ■ , hervorgehoben, daß künftig nicht nur die Gesetzesbestimmung «HlF einzige Rechtsquellc ist, sondern daneben die gesunde Volks anschauung als Reehtaquelle dienen soll. Rechtsanwälte kann von den jetzt mehr leben. Man rechnet auch für anhängigen Prozessen nicht die kommenden Jahre nicht Abnahme, da jährlich rund 21)00 neue Anwälte zugelassen Vaterfchuflsbeweis durch Rujfenkunde Vor dem Schwurgericht in Königsberg wurde zum ersten Maie versucht, auf Grund eines rasscilkundliehen Gutachtens den Vatcrsehaftsbeweis zu führen. Iii einer Alimcnlcnsache. halte eine jetzt des Meineides angeklagte Kindesmutter die Vaterschaft eines Angeklagten geleugnet. Das Gericht hatte einen rassehiologisehen Sachverständigen der Universität Königsberg mit einem Gutachten über die Möglichkeit der Vaterschaft bcouf trogt. Der Sachverständige versuchte an Hand erbbiologischer Merkmale die Vaterschaft zu beweisen. Aus seinem Gutachten ist interessant, daß er als Ähnlielikeitsmcrkmalc das 'Zusammenfließen der beulen Haarslrüme der Augenbrauen sowie die Gleichheit der Hand- und Fingcrlinicn anführte, die er als gesetzmäßige Erbströme bezeichnete. Zu einer gerichtlichen Wertung des Gutachtens kam es jedoch insofern nicht, als die Angeklagten ein Geständnis ablegten. Friß für Aitsgleichsanfprüche verlängert Das Einkommen der Anwälte Mit der Not der Rechtsanwaltschaft l>eschäftigt sieh eine Broschüre von Dr. Noack, die sich „Hilfe für die Anwaltschaft" nennt. Sic bringt bemerkenswertes Zahlenmaterial über Zahl und Einkommen der Anwälte schon unter Berücksichtigung der durch das Ausscheiden nichtarischer Anwälte vorgegangenen Veränderungen. Danach gab es am 1. Januar 1935 18 780 Rechtsanwälte. Ihr steuerpflichtiges Einkommen setzte sich derart zusammen, daß 41,9% der Rechtsanwälte ein Einkommen unter 3000,— RM im Jahre hatten. 7862 Anwälte hatten ein Einkommen unter 3000 RM, 4107 Anwälte ein solches zwischen 3000 und 6000 RM, 3082 ein Einkommen von 6000 bis 10 000 RM, 2194 ein solches zwischen 10 000 und 15 000 RM, und nur 750 ein Einkommen zwischen 15 000 und 20 000 RM. Trotz des Ausscheidens der nichtarischen Anwälte war die Zahl der Rechtsanwälte am 1. Januar dieses Jahres um 73,6 v. H. größer als 1911 und um 52,8o/o größer als 1913. Demgegenüber war die Zahl der Rcchtsstrcitigkeitcn bei den Landgerichten, verglichen mit 1922, bei den ordentlichen Verfahren, um 69,5o/a .geringer, ..die Zahl der Urkunden- und Wechsel verfahren sank um 66,3 o/o, die anderer Verfahren um 45,1%, während Zunahmen nur in Ehesachen und Berufssachen zu verzeichnen waren. Insgesamt ist eine Abnahme um 44,6% erfolgt. Ahnlich liegen die Verhältnisse bei den Amtsgerichten, die gegenüber 1931 eine Abnahme um 45,7 o/0 aufweisen. Zusammenfassend stellt Noack fest, daß 62o/o der Anwaltschaft das Existenzminimum nicht mehr erreichen. Die heutige Zahl der Durch eine Verordnung ist die Frist zur Geltendniacluing von Ansprüchen aus dem auch au dieser Stelle besprochenen Gesetz ülrer den Ausgleich bürgerlich-rechtlicher Ansprüche bis zum 30. September dieses Jahres verlängert worden. Es handelt sich bekanntlich hierbei um Ansprüche gegen den Staat und andere öffentlich-rechtlichen Körperschaften aus sehuldhafter Amtspflichtverletzung, sofern sie auf Handlungen beruhen, die mit der nationalsozialistischen Erhebung und Staatscrucucrung zusammenhängen. Außerdem kommen in Frage auch solche Ansprüche, die auf Grund de« Gesetzes über die durch innere Unruhen verursachten Schönen geltend gemacht werden, sofern sie auf Handlungen beruhen, die mit der nationalsozialistischen Erhebung zusammenhängen. Betroffen werden alle Ansprüche, die.auf Ersatz eines*. Schattens am Leben oder Körper, an der Gesundheit, der " Jim Eigentum oder an einem sonstigen Hecht, am Kredit, Erwerb oder Fortkommen gerichtet sind. Diese Ansprüche müssen nun in geeigneter Weise, auch durch ein Armcnreehlsgesuch, gerichtlich geltend gemacht werden. der letzten Zeit eine Entscheidung ,yZugunfien des Ausländers66 Aus der Zahl der Entscheidungen, die in in 1) e v i s e n f r ü g c n ergangen sind, sei des Itcichsgcrichts erwähnt, die sich mit der Bedeutung der Worte „zugunsten eines Ausländers", die in der Devisengesctzgebung eine wichtige Rolle spielen, befußt. Jemand hatte Wertpapiere, die wie er wußte, einem Ausländer, also einer Person, die im Ausland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hatte, gehörten, und die er zur Veräußerung im Inland erhalten hatte, bei verschiedenen deutsehen Banken unter falschen Angaben in eigenem Namen verkauft. Den Erlös hatte er nach Abzug einer Vergütung von 5 v. H. für sich an eine Mitangeklagte zwecks Weiterlcitung an den Ausländer übergeben. In erster Instanz war er wegen dieser Handlung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Dieses Urteil ist vom Reichsgericht aufgehoben worden, weil der Begriff des Ausländers in diesem Falle verkannt worden ist. Das Reichsgericht führt aus, daß die in der Deviscngcsclzgcbung befindlichen Worte „Zugunsten eines Ausländers" nicht die wirtschaftliche Empfangsberechtigung des Ausländers bezeichnet, sondern die Gläubigcrstcllung nach bürgerlichem Recht. Nach diesem aber stand die Forderung gegen die Bank jeweils dem Angeklagten zu, der die Papiere im eigenen Namen als mittelbarer Stellvertreter verkauft hat. Die Verurteilung war daher, soweit sie auf Grund der 18. Dcv.-V.O. erfolgt war, zu Streichern (RG. 3 D 563/34.) @nm m ©Dß \^-WßGK^MF Günflige Entwicklung der „Hilfe" Wie wir dem Geschäftsbericht des Versicherungsvereins a. G. „Die Hilfe" entnehmen, hat sich der Verein im Jahre 1934 außerordentlich günstig entwickelt. Der Zugang im abgelaufenen Geschäftsjahre hat den Bestand fast verdoppelt. Die Mitglieds r z n h 1 beträgt ca. 14 000 mit einer Versicherungssumme von rund 7'/8 Millionen RM. Aus diesen Zahlen ergibt sich die f;roßc Bedeutung, welche „Die Hilfe" im jüdischen Leben Dcutschnnds gewonnen hat. Auch dos beginnende vierte Geschäftsjahr zeigt eine gleichmäßige Tendenz im Zugang an Anträgen und an Versicherungssummen. Im abgelaufenen Jahr konnten wie bisher auf Grund der geschlossenen Empfchlungavertragc an die verschiedenen Landesverbünde, Gemeinden und Organisationen entsprechende Betrüge abgeführt werden. Ein Teil der ausgezahlten Sterbegelder gelangte direkt in den Besitz der Gemeinden, wodurch sich die Ausfälle für Gebühren entsprechend vermindert hüben. „Die Hilfe" ist der einzige jüdische Versicherungsverein, der unter direkter Aufsieht des ncichsaufsichtsamts für Privatversichcrung steht. Durch Rückversicherung bei der „Victoria" zu Berlin ist jede Sicherheit gewührleistct. Der neu gewühlte Beirat setzt sich aus Persönlichkeiten aller jüdischen Kreise zusammen, an seiner Spitze stehen als Vorsitzender Herr Adolf Schoyer, Berlin, als stellv. Vorsitzender Direktor Heinrich Stahl, Berlin. Provifionsanfprüehe bei Nächbeflellungen Wie ini „Wirtschaftsblatt" der Berliner Handelskammer festgestellt wird, ist es allgemein üblich, daß der Handelsvertreter eine Provision von denjenigen Geschäften bezieht, welche die von ihm zugeführten Kunden nachträglich mit dem Geschüftshcrrn während der Dauer des Bestehens des Vertretervertrages geschlossen haben. Ausnahmen bestehen im Möbclhandel und im Knrloffclgroßhandcl, wo die Vertreter nach dein Handelsbrauch bei Nachbestellungen keine Provision erholten. Im Buchhandel ist die Regelung verschieden, im allgemeinen wird es dort so gehandhabt, daß der Vertreter Provision erhält, wenn sich der Besteller bei der Nachbestellung ausdrücklich auf den Besuch des Vertreters bezieht. Schwieriger ist die Rechtslage dann, wenn das Vertragsverhältnis zwischen der Firma und dem Vertreter nicht mehr besteht, aber noch Nachbestellungen auf Grund der Tätigkeit des Vertreters eingehen. Grundsätzlich bedeutet dos Auflösen des Agcnturverhttltnisses noch nicht dos Aufhören der Provisions» anspräche. Sicherlich besteht der Provisionsanspruch dann weiter, wenn das Geschäft von dem Ausgeschiedenen vermittelt und nachdem nur zur Ausführung gebracht worden ist. Die Handelsbräuche sind aber in den verschiedenen Branchen verschieden. Im Weinhandel z. B. wird dem Vertreter auch nach Aufhören des Verhältnisses Provision so lange gezahlt, wie die Geschäfte auf dio Tätigkeit des Vertreters zurückzuführen Bind. In der Damenkonfektion sind Nachbestellungen von Kunden bis zum Ende der Saison provisionspflichtig, auch wenn der Vertretervertrag inzwischen abgelaufen ist. Im übrigen gibt es einheitliche Bestimmungen oder Richtlinien nicht, es muß der Handelsbrauch in jeder Branche festgestellt und dann unter Berücksichtigung des Einzelfalles entschieden werden. Verwendungsbefchränkungen für Metalle Die Dberwachungsstellc für unedle Metalle hat im „Reichsanzeiger" eine neue Anordnung veröffentlicht, die Bich mit der Verwendung von Metallen zur Herstellung aller möglichen, im einzelnen aufgeführten Gegenstände befaßt. Zum Teil werden neue Verwendungsverbote erlassen, zum anderen Teil bestehende Vorschriften ergänzt. Für die Monate Mai und Juni ist pinc neue Vcrbrauchsrcgclung erlassen, dio sich nach dem Durchschnitt des Verbrauches im Jahre 1934 richtet. Der Verbrauch für Ausfuhrzwecke wird von dor Einschränkung nicht betroffen. Ebenso sieht ' t\DER MASKENBILDNER jey^wundes beAMAXSCHUtZ, Hctrth-luutDamenfriseur •' ... . .;; ,; -Y -; : . . - v., - ' CHartettenhärf.Sybclstr. 52 Tanz - Kafffee TRi^N^N " W 30. BweruHher Piaü 1 Inhaber St Qantstehi . .-, [. Mitglied der Jtld(«i|lien Gemeinde Taglich nachmittags und abends Tanz- Für Vereine, Hochzeiten, Geburtstage, Konfirmationen usw. eichen ««parate" Rlnme «ur Vertagung .:* Entklaulge-. OeaterrelchlacliC'Üugarlscbe Küche lu ganz billigen Preisen Ttanik«p«>li* HANS «HURT Hotel HeOler am Zool ..........SUmmesjen Kaffee - Konditorei I lomnforterraaie erdffnet I; CawfflvnMS» fntu wubdi ((ruber M. DobruiV ' am. Splltelraarkt 15 '. ...erwarte* Ihren Besuch Alle» In besterQualltlt ■A'ft Merkur »085 ...... -" i Caf6 Uhlandeck KurKIratvnclamni 31 Ku .in. aoaanrtaiir Aufenthalt ■ i n Kcmrertmuilkl . Tarnt Rad Kissingen TnjtfWenstr, 7, prakjlzftjen wie* bisher, Sanltats-Rat Dr. P. Münz : Dr. Alfred Hflnz . fcr^*us?,;;iuci1 .P^l'^rtei .Z|mn\et .i Efg«H Kondlloraf und Pralfwofatirlketlon SMzialltitlnPrageru.WlenerBacIcwaren I* bittere Pralinen, Wein, Tee'u. Kaffee.- KfMck. Sündiger Eingang v, Neuheiten AGENKNECrlf , Berlin W 15 QUyaer Plitz 9 J 1 Bismarck 4369 k Bad Kissingen Mt-tawi« AppHat erom>. Saitttorfunj Dr. Hpolanl) Eigene Kurmlttel- und Bade-Abteilurig Diätpension ab RM 8,50 '"'>- kmudn Ultaag: j.Dr. Eft« tailaat. Facharzt für innere Krankhelten H B W A N IM * E fct N I K Papier, BDrobedarf, Drucksache^, Zclchenm., Oastwlrtsartlkel tih^rlqttejiburg, KantstraBe 128; Tel. C1 Steinplatz 6209 MÖbel- Kamerling. N,: Kastänteri-' allee 56 E-PehroelllaerStr, Elnene WerWUtt. O tintowleAt ' . QrundadiDlarl Vollstlnd. Unterricht In kl. OruppeD, l einschl. Oymnastlk. Ostern Neuanfanger., Auch Nachhilfe und "Schularbeiten. <■ : Caarl. Htllinzunu, Uetzaaabuanr Wtr. M Sprechi. 1-3 Tel. J 3 Oliv« 3081 Anto-Fahrschnle „Sport" Inh. ebajrlu. Martin flnaptl Wilmersdorf, Kaiserallee 48 H 6 Emserplall 0425..... .. I Diefflaojciiiifiiüepel Kurt Kattien henH '.a&ts^H it. tfauae^H (foorHcfiticfittgoH SU stets die Inserenten 'derJädischenAllgemeinena Kurzschrift auchOabelsbergef- Sten.,geprlehrerln Flachs, Pissauer 31