Mannheim
Compact Memory

Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-05-02 · 18 (2.5.1935) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
18 (2.5.1935)
Date
1935-05-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4109741-2613367-2613384--311-2615137
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Es wird gemeldet: ■ Nach dem Vorbild der Vertrage, die die thüringischen, oldenburgischcn und saarländischen Gemeinden zum Zwecke ihrer Eingliederung in den Preußischen Landesverband jüdischor Gemeinden geschlossen haben, haben nunmehr auch die jüdischen Gemeinden des Landes Braun s oh weig einatimmig den Beschluß gefaßt, sich dem Preußischen Landesverband anzuschließen. ■ Nach einer Veröffentlichung der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Landeszeitung „Volksparolo" hat ein in Urdenbach ansässiger polnischer Staatsangehöriger sich unten Vorlage gefälschter Papiere Arbeit verschafft. Es wurde festgestellt, daß sämtliche Papiere gefälscht waren und der Mann niehtarischcr Abstammung ist. Er wurde wegen Urkundenfälschung in Haft genommen. B Zur stärkeren Betonung rassischer Grundsatze in dor Hochschulausbildung des juristischen Nachwuchses hat Rcichsminiatcr Dr. Hust dem gcschäftsführcndcn Direktor des RcichBau5schusscs für Vblksgcsundheitsdicnst, Herrn Dr. Ruttke, einen Lehrauftrag für „Rasse und Rcch't" im Rahmen der juristischen Fakultät der Universität Berlin erteilt. . ■ In der von Theodor Fritsch, dem Herausgeber des „Handbuches der Judcnfroge" begründeten Monatsschrift „Der Hammer" findet sich folgende Notiz: „Generalmusikdirektor Kleiber ist nicht, wie allgemein angenommen wurde, nichtarischer Abstammung. WJe uns die Rcichsstello für Sippenforschung auf unsere Anfrage mitteilt, liegt ihr das notwendige Material vor, welches Auskunft darüber gibt, daß Erich Kleiber arischer Abstammung, katholisch, ist. Wir bedauern die Nennung igl Handbuch der Judenfrage .und-bitten,*den Namen Kletöcr^-auf Seite 334 zu streichen." » BS In Hamburg beging einer der ältesten deutschen Reeder, Moritz Karlsbcrg, seinen 70. Geburtstag. Karlsberg, der Bich große Verdienste um dio Organisierung dor jüdischen Auswanderung erworben liat, hat auch viel dazu beigetragen, das jüdische Logenheim in Hamburg und dio Neue Dammtor-Syriflgogo zu errichten und aufrechtzuerhalten. # ■ Bei der feierlichen Eröffnung beider Häuser des Ungarischen Reichstages am 30. April führten als Alterspräsidenten im Abgeordnetenhaus der 76jährige jüdische Abgeordnete Paul S a n d o r, im Oberhaus der 75jährige Szcgedincr Oberrabbiner Dr. Immanuel Löw den Vorsitz. * ■ DNB berichtet aus Jerusalem: Wio dio Presse in Palästina meldet, will sich dor jüdische Politiker und Zionist Dr. Chaim Weizmann aus der Politik zurückziehen. Er übernimmt jetzt die Leitung eines neuen großen chemisahen Unternehmens. * BD In Lemberg ist der Vater Professor Martin Bubcrs, Dr. Karl Bubcr, gestorben. Dr. Karl Bubcr war ein hervorragender Philanthrop und jüdischer Sozialarbeiter. * ■ Wie aus Bukarest gemeldot wird, hat der außerordentliche Parleikongrcß der nationalen Bauernpartei den Numerus valachicus (wirtschaftlicher NumcruB für die Minderheiten, insbesondere für die Juden) abgelehnt. Mörder als Ritualmordhetzer Warschau. Der Vorsitzende der antisemitischen nationalradikalen Ortsgruppe in Szydcwowicc (Bezirk Radom), Eugcniusz Schlcingcr und' cm zweiter Nuüonalradikirlorw»' s*. " ''(ani*!«"' Pajnk haben das Gerücht verbreitet, die "Judctr Hatten den Gemeindebeamten Josef Gowalczynski anläßlich der PcBsachfcicrtage zu rituellen Zwecken getötet. Dio polizeiliche Untersuchung hat ergeben, daß Schlcingcr und Pajak selbst dio Mörder Gownlczynskis Bind. Sic wurden verhaftet und werden voraussichtlich zum Tode verurteilt werden. ^JÜDISCHEN AUGEHEMEN Berliner Sport Matinee des JTSC 05 Zu einem ganz großen Erfolge wurde die Matinee des JTSC 05, die dieser anläßlich seines 30jährigen Bestehens in den Babylon-Lichtspielen am Horst-Wessel-Platz veranstaltete. ------Vor etwa -1000 ZüBchauefnf unter 'ihnen -als Ehrengäste dio Vertreter fast aller jüdischen Organisationen, wickelte der Vcr- . anBtalter ein Programm abL das, reich an Höhopunkten, einen würdigen Verlauf nahm. Nach einem einleitenden Musikstück und einem Sprechchor sprach zunächst der Vorsitzende des Clubs, Martin Sobotker. Seinem kurzen, prägnanten Rechenschaftsbericht schloß sich der Gemeindevorsitzende Direktor Heinrich Stahl an, der die jüdische Sportjugend zur Einigkeit aufrief und sie ermahnte, unbeschadet ihrer weltanschaulichen Gegensätze, zusammenzuhalten. Als Letzter der Rednerreih« fand dann Rabbiner Dr. Manfred Swa rsonsky in seinem Vortrag über die ^Erneuerung der jüdischen Jugend", in dem er in überaus glücklichen Formulierungen den heutigen Standpunkt der Jugend klar machte und ihn in Zusammenhang' brachte mit der Arbeit und dem Weg des JTSC 05, den ungeteilten Beifall des begeisterten Publikums. Die zweite Progranunhälfte war, den Aktiven, vorbehalten, deren glänzende Leistungen einander in den Schatten zu stellen --suchten. Man wußte nicht; was man mehr bewundern sollte: die Wendigkeit der Alten Herren am Bock, die hervorragenden Barrenriegen der Männer und Frauen, die disziplinierten Übungen der talentierten Jugendlichen oder das Keulenschwingen und die abschließende Bewegungsstudie der Frauen. Alles klappte, einen Versager gab es nicht, Das Publikum gab Beiner Begeisterung lauten und herzlichen Ausdruck. Alles' in allem: ein großer Erfolg für den JTSC 05, dem diese Veranstaltung verheißungsvolles Omen für künftige Arbeit sein möge. WechfelvoUe FußballgefeUfchaftsfpiele Knapper Sieg der BSG 33 Die BSG 33 besuchte auf dem Meteorplatz in der Chrisbaniastraße den SV Machnow mit mehreren Mannschaften zu Gesellschaftsspielen. Im Kampf der „Ersten" gelang den . BSG-Leuten trotz Fehlens von Reiff, für den recht annehmbar Hirsch in der Mitte stürmte, ein knapper, aber verdienter 1:0 Sieg über den spielstarken Gegner. Schon-vor der Halbzeit stellte der wieder auagezeichnet in Form befindliche Hilkowitz auf Vorlage von Straßberg den Sieg sicher. y. ■ Die unteren Mannschaften trennten sich mit folgenden Ergebnissen: BSG 33 II — Machnow DT 3:7 BSG 33" III — Machnow III'2t 3 BSG 33 Jugend B — Machnow Jugend B 1:0 BSG 33 Schüler — Machnow Schüler 1:1. ISK verliert gegen Hedia Der ISK spielte in Britz mit 2 Mannschaften in einem Stückspiel gegen Hedin-Straußberg. Während der ISK bei den ( •. zweiten Mannschaften' mit 4:1 die Oberhand behalten konnte, & ruußto sich die „Erste" eine 0:3 Niederlage gefallen lassen. Allein Heinz Cohn im Tor,-der an den Gegentreffern schuldlos , War, lieferte eine ausgezeichnete Partie; die anderen, dio sich mit .der neuen Aufstellung noch nicht recht abfanden, versagten mehr oder woniger. . Unentfchiedener Klubkampf Hagibor und Hakoali trafen sich am Sonntag mit mehreren Mannschaften auf dem Platz am Schäfersce zu einem Klubkampf, * «nu fat2?'»an:t«n» Verlauf einen unentschiedenen Ausgang U rj nahm. Überraschend endete Vor. allem das Spiel der ersten Mannschaften. Halcoah, die lediglich ohne Schaut und Sperber 1? •:v??„Ha8Ü!Ör.Süt 1:2 schlagen lassen, obwohl -diese 3 Elfmeter ausließen und zeitweise nur 10 Mann auf dem Platze hatten.- Perlewitz erziolte vor Halbzeit die Treffer für Hagibor, Ringel nach der Pause das Ehrentor für Hakoali. Hakoah II — Hagibor II 2:1 Hakoah III — Hagibor III 1:2 Hakoah IV — Hagibor IV 0:0 Hakoah V — Hagibor V 1:1 Hakoah Jugend A — Hagibor Jugend B 7:1. Nur die BSG 33 fpielte im Handball gogon Teutonia-Nordstern Aus dem mageren Handballprbgramm interessierte allein die Begegnung zwischon der BSG 33 und Teutonia-Nordstern. Die erste Männermannschaft der BSG, die .einer kombinierten Elf der Versicherungslcute gegenüberstand, lieferte keines ihrer besten Spiele und verlor 2: 4. Insbesondere der Sturm verstand es gar nicht, die ihm gebotenen Chancen auszunutzen und vergab viele sichere Tore durch wenig plaziertes Schießen odor ungenaues Zuspiel vorm Schußkreis. Groß und Carö waren die Torschützen der RjF-Leute. Auch die Frauen konnten zu keinem Siege kommen. Nachdem es bis 10 Minuten vor Schluß bei ausgeglichenem Spielverlauf noch torlos 0:0 gestanden hatte, fiel zu diesem Zeitpunkt der siegbringende Treffer dor gegnerischen Mannschaft, der trotz größter Anstrengungen der ohne Margot Mandel antretenden BSG- Damcn nicht mehr aufzuholen war. Bootstaufe bei Oberfpree Unter Anwesenheit von Vertretern sämtlicher jüdischen Budervereine Berlins weihte der BRC Oberspree am letzten 8onntag einen heuen Achter, der den Namen des Clubs trägt, ein. Berliner Vorfchau Fußball. BSG 33 — Frisoh-Voran BSG 33 spielt mit 3 Mannschaften auf dem Sportplatz am Schäfersee gegen den TV Friach-Voran. Beginn der Spiele: 13 Uhr. ISK—Fortuna Weißensee An der Rennbahn Weißensee besucht der ISK mit zwei Mannschaften Fortuna Weißensco zu Gesellschaftsspielen. Das Hauptspiel beginnt um 16,15 Uhr; Handball: ISK — Mariendorfer BC Zwei Mannschaften des ISK spielen in Schönholz ab 10 Uhr gegen den Mariendorfer BC. Sport im Reich Handballturnier in Aachen Zu einem großen Erfolg wurdo das. Aachener Handballturnier. Es beteiligten sich die Mannschaften voii Aachen, M.-Glaubach und Schild (Frankfurt), die an den beiden Tagen eine Doppelrundo durchspielten. Dio Frankfurter gewannen gegen Aachen 5:1 und 2:0, gegen M.-Gladbach spielten sie 3:2 und 3:3 unentschieden, so daß sie ungeschlagene Turniorsioger wurden. Aachen spielte mit M.-Gladbach 2:3 und 4:3 und mußte so M.-Gladbach mit drei Punkten auf dem zweiten Platz belassen. Dio Aachener Domen siegten am ersten Tage 3:0 und am zweiten 1:0 über die M.-Gladbachcrinnen, so daß die' Silberpokale an Frankfurt und Aachen fielen. Es verdient bemerkt zu werden, daß alle Spiele glatt und stets fair, vorliefen und gut geleitet wurden. Abbau, Aufbau, Irrwege Bericht für dio „Jüdische Allgemeine'1 Frankfurt a. M. Uberblickt man mit dem Bestreben der Zusammenfassung, was sich im Laufo der letzten Wochen Bericlitcnswertcs ereignet hat, bo lassen sich dio Geschehnisse unter den drei Stichworten Abbau, Aufbau, Irrwege einordnen. Was den Abbau anbetrifft, so verzeichnen wir: Gründung einer Frankfurter Geschäftsstelle des „Stürmor", bei doron Einweihung als Arbeitsziel die rcstloso Beseitigung aller noch verbliebenen an Juden erinnernden Straßcnbezcicnnungcn; dio wachsondo Auabreitung dor Schilder „Deutsches Geschäft"; dio den gleichen Zwecken dienende Herausgabe eines schon in zweiter Auflage erscheinenden alphabetisch und nach Branchen geordneten Verzeichnisses dor im Frankfurter Wirtschaftsleben stehenden „RaBseiuden" mit dem in dor Einleitung enthaltenen Aufruf an die Deutsche Frau bei Meidung dor Stempelung als Volksschädling kein Geld mehr zum Juden zu tragen. Ein nicht unwichtiges Reficxbild dieser symptomatischen Geschehnisse bietet oino Statistische Übersicht über dio Frankfurter jüdische Bevölkerungsbewegung, im Jahre 1934 mit den vergleichenden Zahlen von 1933. Ihr entnehmen wir nur folgende wichtige Ziffern: Geburten 1934 : 67, 1933 noch 107, demgegenüber Stcrbofällc im Jahre 1934 : 314, 1933 : 333, Austritte 153 gogen 175im Jahre 1933, Wcgzügo 1934: 1700 und 1933 : 34791 Eheschließungen 1934: 136, 1933: 175. Dio Gesamtzahl der jüdischen Einwohner Frankfurts betrug bei dor Volkszählung am 1. Oktober 1933 noch 26158, Personen, Diese stummen Zahlen sprechen eine beredte Spracho und sind auf das negative Abbaukonto zu buchen, während aber ebenso auch cino Habenseite dieses Kontos nicht übergangen worden darf, die schon zum Aufbau gerechnet werden muß. So die durch das Finanzamt verfügte Neueinrichtung eines eigenen Gcmcindcstcucramts, das dio Kultusstcucr-Vcraulugungs- und Kassengeschäfte ah 1. Mai in eigener Regio zu verwalten hat. Damit hat die Gemeinde dio Möglichkeit der Beschäftigung neuer Arbeitskräfte und der ErBparung bisher an dio Behörden geflossener Einziehungsgebühren. * Auch die bereits im letzten Bericht erwähnte Steucrsatzcrhöhuiig um 5 o/o muß positiv bewertet werden, da sie der Gemeinde zur Erfüllung ihrer wachsenden Aufgaben die Mittel zur Verfügung stellt. Erwähnen wir noch dio njn 1. Mai erfolgte Eröffnung eines jüdischen Lehrlings heims, dus gegen einen Monatssatz von 65 RM. jungen Zöglingen der neuen A^lcrnwerkstätten sowie des Haudwcrksuna Kaufmannsbcrufcs Unterkunft und Verpflegung bietet, sowio den in der Jüdischen Haushaltungsschulc am 1. Mai begonnenen Lehrgang zur Ausbildung „Technischer Lehrerinnen", welcher die Befähigung zur Erteilung von llauswirtschafts- und Handarbeitsunterricht an jüdischen Schulen und in Iiauswirtschaftlicbcn Bctricbon verleihen wird (Schulgeld monatlich 25 RM.), so sind damit die neuesten mehr zwangsläufigen Autbaumoßnahmcn erschöpft. Auf dem Gebiet der freien Aufbauarbeit ist die wachsende Beteiligung an religiösen und wissenschaftlichen Veranstaltungen hervorzuheben. So der nie dagewesene Besuch aller Gotteshäuser an den Pcssachfcicrtagcn mit ständig größerer Beteiligung der Jugend, vor allem der Scdcrabend in der Wcstondsynagogc unter Loitung von Rabbiner Lcmlo und dio Tatsache, daß in den Privathäusern sehr vieler ganz indifferenter Familien, die nie irgendeino Beziehung zum jüdisch-religiösen Leben hatten, unter dem Einfluß ihrer Kinder zum erstenmal ein Sedor gefeiort wurde. Wer hätte es für möglich gehalten, daß dio zahlreichen Maimonidcsfeicrn in den Synagogen, im Philanthropin und im Logenhaus, .veranstaltet von dor Gemeinde in Gomcinschaft mit der Gesellschaft für Jüdische Volksbildung und dorn Jüdischen Lohrhaus, immer wieder gut besucht waren. I ' Zur kulturellen Aufbauarbeit gehört auch dos Werk des Kulturbunds. Dio ersten Orchestcrabendo legten wieder Zeugnis ab von hoher Meisterschaft jüdischer Künstler und trugen dio Hörer über Alltagssorgen hinweg. Aber iBt dies wirkliche Aufbauarbeit und nicht schon Irrweg? Dazu, daß man diese Frage angesichts der unbestreitbaren musikalischen Leistung und des angekündigten Maiprogramms stellen kann und muß, geben zwei Tatsachen Veranlassung. Zunächst die unerfreulichen Entgleisungen in zwei Beiträgen der jetzt als Monatsblättcr neu _ erscheinenden Kulturbundmittcilungon, vor allem aber die finanzielle Situation, die es Bchon nötig machte, daß die erwähnten beiden ersten Konzerte für Rechnung und als Einnahmequelle der bedürftig gewordenen Orchcatermitgliedor gespielt werden mußten. Der erste Jahresbericht ergibt außerdem, daß die Mittel' des. ersten Jahres zu 41 o/0 aus Stiftungen aufgebracht wurdender Etat des ersten Quartals sieht die Spesendeckung nur zu_ einem Viertel aus eigenen Einnahmen, zum wesentlichen Teil aus jüdischen Subventionen und Stiftungen vor. . Gewiß müssen Kulturbund und sein ' Orchester erhalten ' werden aus seelischen, künatlerisxfcen und wirtschaftlichsozialen Gründen. Aber ebenso ist die Forderung zu stellen, daß der Kulturbund auf eine gesundere finanzielle Grundlage gestellt wird durch teilweise Verengung, teilweise Erwoiterunji seines Aufgabenkreises. Zu verlanget» ist weiter, daß der jüdischen Öffentlichkeit, deren Mittel durch Spenden beansprucht werden, auch ein verwaltungsmäßiger Anteil an der_ Verantwortung für die Verwendung der Mittel eingeräumt wird. Zum Schluß mag noch von einem weiteren Irrweg der Frankfurter Aufbauarbeit die Rede sein, den wir darin erblicken, daß die Separatgemeinde' es nun für nötige halt, neben die Ihr gewiß notwendige Pflege der jüdischen Wissenschaft ein eigenes allgemein-kulturelles Lehrhaus als Konkurrenzunternehmen gegenüber dem, Bestehenden, das fn seinen Lehrgängen, weitestgehend auf orthodoxe Wünsche Rücksicht nimmt, zu setzen. *• *• ' TenniB-KIubkampf gegen den Tenm's-Chib „Grunewald 1933". * ■ Am Sonntag, den 26. 5. 1935 findet in Münster i. W. auf dem „Gei-mania"-Stadion Maikottenheide vormittags 10 Vht ein leichtathletisches Bozirks-Sportfeet statt. Alle Sportgruppen des Bezirks Westfalen, im RjF veranstalten Sommclfahrten zu dieser Groß-Veranstaltung. Die Tcilnahmo erster Sportler und Sportlerinnen verspricht erstklassige Leistungen. Der Deutsche Makkabikreis teilt mit, daß am Sonnabend, den 4. Mai, abends 8.15 Uhr, der Empfang der zurückgekehrten MLakkabiah-Teilnehmer im Logenhaus, Klciststraße 10, stattfindet. Die Feier wird umrahmt von Chorgesängen und gymnastischen Vorführungen der Frauenabteilungen. m* Sportliches Allerlei Anläßlich der Einweihung seiner neuen Klubanlage in^der FricdricliBrulier Straßo veranstaltet dio BSG 33 am 12. Mai einen Heute entschlief mein Innlggellobter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Julius Wolfssohn Breslau, Bulla, don 29. April 1036 Kirsch-Allee 35 In tiefer Trauer Im Namen der Hinterbliebenen Seraphine Wolfssohn geb. Hollmann Ludwig Woltiiotin

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.